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Lassiter - Folge 2195

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Der Mann in dem makellos sitzenden dunklen Anzug mit der schmalen schwarzen Fliege schwitzte stark. Zu seiner Erleichterung zitterten wenigstens seine Finger nicht, als er einen dicken Umschlag aus der Innentasche seiner Jacke zog. Er riss die Lasche auf und schüttelte mehrere kunstvoll bedruckte Scheine daraus hervor.

"Das sind zwanzig Schuldverschreibungen der Regierung der Vereinigten Staaten im Wert von jeweils fünfhundert Dollar", sagte er heiser. "Also zehntausend Dollar. Sie sind so gut wie Bargeld. Jede Bank von der Ost- bis zur Westküste akzeptiert sie."

Er schob das schmale Bündel in den Umschlag zurück und warf ihn in die Mitte des Tisches auf einen stattlichen Haufen aus Dollarscheinen, Silber- und Goldmünzen. "Was sagen Sie dazu, Gentlemen?"

 
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Lassiter - Folge 2196

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Die Gluthitze der vergangenen Wochen hatte die Wasserstelle bei Logan's Point fast ausgetrocknet. Unter den staubigen Steinen glänzte lediglich noch ein dünnes Rinnsal, das allmählich versickerte.

Der Mörder von Dinkie McGehee hockte hinter Mesquitesträuchern und hielt einen Strick in den Händen. Er straffte sein Mordwerkzeug und wickelte es sich um Handspanne und Ellbogen. McGehee war allenfalls noch eine Viertelmeile entfernt. In den kargen Plains des Frio County konnte sich ein Reiter kaum verbergen. Der Viehtreiber aus Kansas würde geradewegs in sein Verderben laufen.

Der Zorn Gottes verschonte nur Irre und Waisen ...

 
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Lassiter - Folge 2197

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Der große Mann trug sie auf seinen starken Armen. Ein Berglöwe kauerte sprungbereit auf dem Felsen über ihnen, die Reißzähne gefletscht. Blitze zuckten vom düsteren Himmel, Sturmböen peitschten auf sie beide ein. Doch der Mann barg sie fest und sicher an seiner Brust, und sie verspürte keine Angst. Sie blickte zu ihm auf und wünschte sich, diese Geborgenheit niemals verlassen zu müssen.

Der Berglöwe verwandelte sich in einen Säbelzahntiger. Das Urtier hob eine Pranke und strich sich mit den Krallen über die mächtigen Reißzähne. Dabei entstand ein schabendes Geräusch. Claire Bellamy erwachte jäh, als sie begriff, dass das Geräusch aus der Wirklichkeit kam. Der Schlüssel im Schloss der Hotelzimmertür rief es hervor. Einen Moment lang hoffte sie, dass es Lassiter war, der da die Tür aufschloss. Lassiter, der große Mann, auf den sie wartete.

Aber das wäre natürlich zu schön gewesen, um wahr zu sein...

 
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Lassiter - Folge 2074

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Ihr strahlendes Lächeln wärmte sein Herz. Es war erst vier Wochen her, seit er eine heiße Nacht mit Doña Elena Fuentes verbracht hatte. Sie besaß das vornehmste Bordell in der Grenzstadt El Paso, und sie war verrückt nach ihm, seit er sie vor ein paar Jahren von ihrem brutalen Ehemann befreit hatte, der ein Bandit und Mörder gewesen war. Als sie ihn in der großen Empfangshalle ihre Bordells begrüßte, küsste sie ihn hemmungslos.

Er sah die Augen einiger wartenden Männer auf sich gerichtet, aus denen der blanke Neid sprach. Im nächsten Augenblick zog Elena ihn schon zur Treppe, die hinauf in ihre Privaträume führte.

 
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Lassiter - Folge 2075

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Es war kalt, aber sie spürte nichts davon. Die ganze Nacht hatte sie neben dem hohen Gerüst gehockt, auf dem die leere Körperhülle ihres geliebten Bruders Lightning Arrow lag, verschnürt in der bemalten Büffelhaut, die noch vor zwei Wochen Teil seines Tipis gewesen war. Lightning Arrows Seele war in Wanagi Yata, dem Sammelplatz der Seelen, das wusste sie.

Der Verlust quälte sie so sehr, dass sie nicht wusste, ob sie ohne ihn weiterleben wollte. Sie hatte ihr besticktes Lederhemd abgelegt, damit der große Geist keinen Widerstand fand, wenn er in ihr Herz eindringen wollte, um ihr den Weg zu zeigen, den sie ohne ihren Bruder gehen musste, doch noch hatte sie kein Zeichen erhalten, dass er bereit war zu helfen ...

 
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Lassiter - Folge 2076

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Der Lokführer Ben Thorpe starrte in die Revolvermündung. Der bärtige Mann hinter der Waffe verzog keine Miene. "Bring das Feuerross zum Stehen, Sonny", sagte er.

Thorpe betätigte den Hebel der Druckluftbremse, noch den Schreckensruf des Passagiers in den Ohren, den die Banditen erschossen hatten. Der Mann war kopfüber auf den Schotter gestürzt und reglos liegen geblieben. Das Getöse der zupackenden Bremsklötze erklang. Die Räder blockierten und schabten kreischend über die Gleise. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis der Zug zum Stillstand kam.

Der Bandit lachte plötzlich. Er griff in seine Jacke, brachte zwei Silberdollars zum Vorschein und drückte sie Thorpe in die Hand. "Hier, Sonny!", sagte er. "Das ist für dich. Geh in die Kneipe und trink auf mein Wohl - das Wohl von Jesse James! Versprichst du's mir?" "Ja, Mister", keuchte Thorpe und atmete auf.

 
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Lassiter - Folge 2077

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Die unregelmäßigen Hammerschläge klangen laut wie Schüsse durch die Nacht. Manche von ihnen waren sogar noch bis zur Stadtgrenze von Crawford zu hören, knappe zweihundert Yard von dem kleinen Gebäudekomplex entfernt. Horace Webber war so in die Arbeit vertieft, dass er die Gestalt, die seine Werkstatt betreten hatte, nicht gleich bemerkte. "Sophie?" Er legte das Werkzeug beiseite und sah seine Frau überrascht an. "Wolltest du nicht früh zu Bett gehen?"

"Hier ist jemand für dich." Selbst im gelblichen Licht der beiden Petroleumlampen war Sophie blass wie eine Leiche. "Sie sagen ... es geht um ein Geschäft." "Um diese Uhrzeit? Sag ihnen, sie sollen morgen wiederkommen." "Das habe ich bereits. Aber sie lassen sich nicht abschütteln." Ihre Stimme zitterte vor Angst.

 
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Lassiter - Folge 2080

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Die tiefstehende Abendsonne verwandelte das Wasser des Oakwood Lake in flüssiges Gold. Doch die Gruppe aus knapp zwanzig Pferden an seinem Ufer hatte keinen Blick für das imposante Naturschauspiel. Nicht weit davon stand ein kapitaler Hengst auf einer Anhöhe. Sein aufmerksamer Blick wanderte pausenlos über die Umgebung.

Die beiden Männer, die ebenfalls am Rand des Gewässers campierten, kümmerten sich nicht um seine Unruhe. Das Leittier gab ein langgezogenes Wiehern von sich. Der Laut wurde vom Krachen eines Schusses übertönt. Die Kugel ließ die Blesse des Hengstes aufplatzen.

 
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Lassiter - Folge 2081

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Ein Schwarm Enten zog vorüber. Wilbur J. Lewellyn legte den Kopf in den Nacken, und weil die Nacht mondhell war, konnte er die Silhouetten der einzelnen Vögel gut erkennen. Nicht weit entfernt tönte ein Schiffshorn; wahrscheinlich ein Kriegsschiff, denn Flussdampfer kreuzten nach Sonnenuntergang nicht mehr auf dem Potomac. Unruhig trat Wilbur J. Lewellyn von einem Fuß auf den anderen. Seine Hände waren feucht und gern hätte er sich einen Zigarillo angezündet. Doch der Mann, auf den er wartete, stand im Ruf, unberechenbar zu sein. Auf keinen Fall wollte er riskieren, ihn plötzlich mit geladenem Karabiner im Rücken zu haben. Also zügelte er seine Sucht. Endlich der vereinbarte Ruf des Käuzchens, und Schritte näherten sich. "Er kommt", flüsterte jemand zwischen den Bäumen.

 
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Lassiter - Folge 2082

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Sie hatte so große Augen, wie er sie noch nie bei einer Frau gesehen hatte. Aber nicht nur die Augen, alles war groß an ihr. Sie war nur einen halben Kopf kleiner als er und hatte für eine Frau sehr breite Schultern. Die Wölbungen unter ihrer weißen Rüschenbluse waren beachtlich und schienen den Stoff sprengen zu wollen, als sie den linken Arm hob und sich mit den Fingern über die streng nach hinten gekämmten, goldblonden Haare strich. Der große Mann erkannte die ungezügelte Neugier in ihren großen blauen Augen und wusste, dass er ihr offensichtliches Interesse nicht erwidern durfte, wollte er ihre Neugier auch weiterhin wach halten. Also sah er sich in dem großen Office um, in dem sie beide alleine waren.

 
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