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Das Rütli - ein Denkmal für eine Nation?

hep verlag


Dieses E-Book enthält komplexe Grafiken und Tabellen, welche nur auf E-Readern gut lesbar sind, auf denen sich Bilder vergrössern lassen.

Inwiefern sind Denkmäler Orte des informellen Geschichts-Erlebens und -Lernens? Konkret: Welches Wissen, welche Vorstellungen bringen Besucherinnen und Besucher mit? Wie nehmen sie das Denkmal wahr? Wie eignen sie sich den Ort an? Was nehmen sie mit? Die vorliegende Untersuchung fragt – am Beispiel des Rütlis – nach dem individuellen und kollektiven Umgang mit einem Denkmal und zugleich nach dessen Gebrauch und Instrumentalisierung. Die im chronologischen Längsschnitt beobachtbare geschichtskulturelle Dynamik prägt auch die Denkmalgestaltung. Deren detaillierte Analyse und Deutung zeigt, wie und mit welcher Wirkungsabsicht der Schauplatz des Gründungsmythos inszeniert wurde und wird, und wie sich Gestaltung und Gebrauch gegenseitig beeinflussen.

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"Mit reinem Gewissen"

Perels, JoachimWette, Wolfram (Hrsg.) | Aufbau Digital


Alles andere als eine Erfolgsgeschichte des Rechtsstaats

Während Opfer der NS-Militärjustiz jahrzehntelang um ihre Rehabilitierung kämpfen mussten, machten ehemalige Wehrmachtjuristen wie Richard Börker, Hans Filbinger, Ernst Mantel und Erich Schwinge in der Bundesrepublik eine zweite Karriere als Richter, Staatsanwälte, Beamte oder Dozenten.

Renommierte Historiker und Juristen rücken die Folgen der personellen Kontinuitäten für die demokratische Rechtsordnung und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen ins Bewusststein: Die Amnestie von Schreibtischtätern wurde durchgesetzt, Verfahren wegen Justizverbrechen endeten mit Freisprüchen oder wurden eingestellt. Selbst-entlastungen früherer Kriegsrichter stützten die Legende von der »sauberen« Wehr-macht, eingeschlossen die Wehrmachtjustiz. Der politische Widerstand gegen Hitler, der vor allem auf die Wiederherstellung der Geltung des Rechts gerichtet war, da-gegen galt z.B. 1956 noch immer als strafrechtlich zu ahndendes Verbrechen. Erst über 50 Jahre nach Kriegsende hob der demokratische Gesetzgeber in mehreren Anläufen – zuletzt mit der Annullierung der Norm des Kriegsverrats – sämtliche Unrechtsurteile des Hitler-Regimes auf und gab den Opfern damit ihre Würde zurück.

Hoch aktuell ist die differenzierte Auseinandersetzung mit Überlegungen zur Wieder-einführung einer Militärjustiz in der Bundesrepublik.

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Joachim Perels, geb. 1942, Politikwissenschaftler, seit 1971 an der Universität Hannover, seit 1983 dort Professor für Politische Wissenschaft (inzwischen emeritiert). Arbeitsgebiete: Demokratische Verfassungstheorie, Herrschaftsstruktur des Staatssozialismus, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, Nachwirkungen des NS-Systems in der Bundesrepublik Deutschland, Ahndung von Staatsverbrechen, Politische Implikationen von Theologie.

Mitbegründer und Redakteur der Zeitschrift »Kritische Justiz«, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts und Mitglied der internationalen Expertenkommission für den Ausbau der Gedenkstätte Bergen-Belsen, stellvertretender Direktor des Instituts für Föderalismusforschung.

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Wette, Wolfram, Prof. Dr. phil., geboren 1940, Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie, Promotion 1971 in München, Habilitation 1991 in Freiburg i. Br.; von 1971 bis 1995 Historiker im Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Freiburg i. Br.; seit 1998 apl. Professor für Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.; Mitbegründer des Arbeitskreises Historische Friedensforschung (AKHF); Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der "Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V.".

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Russisches Roulette

Aufbau Digital


„Wer das heutige Russland verstehen will, muss dieses Buch lesen.“ Klaus Bednarz

Unbehagen und Ehrfurcht flößt uns Deutschen der neue zur Schau gestellte Reichtum russischer Geschäftsleute ein. Russland, vor zwanzig Jahren noch auf Lebensmittelhilfe aus dem Westen angewiesen, ist zu neuer Macht auferstanden. Sabine Adler zeigt, wie sich das Land verändert hat. Sie porträtiert die ehemaligen bzw. amtierenden Präsidenten Gorbatschow, Jelzin, Putin und Medwedjew, denen sie oft begegnet ist. Sie stellt aber auch Michail Chodorkowski sowie Menschenrechtler vor, die dem Kreml unermüdlich die Stirn bieten. Sie beschreibt den neuen Nationalismus und zeigt, wie die Menschen heute in Beslan oder Grosny leben. "Ein umfassendes, eindrucksvolles Bild von Russland heute und gestern. Sabine Adler beleuchtet das Schicksal der einfachen Menschen, spannt gleichzeitig den Bogen zur großen Politik, erläutert komplexe Zusammenhänge anschaulich und fängt ergreifend Stimmungen und Stimmen ein." (Boris Reitschuster/Focus)

„Eine farbige Schilderung Russlands, zum Teil hochdramatisch, zum Teil ganz leise und umso nachdenklicher stimmend.“ Dirk Sager

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Sabine Adler, geboren 1963, langjährige Russlandkorrespondentin für Deutschlandradio, dessen Hauptstadtradio sie bis September 2011 leitete. 2010 wurde sie als Politik-Journalistin des Jahres geehrt. Seit 1. Oktober 2011 ist sie Pressesprecherin des Deutschen Bundestages.

Veröffentlichungen: Ich sollte als Schwarze Witwe sterben. Die Geschichte der Raissa und ihrer toten Schwestern (2005); Russenkind. Eine Tochter auf der Suche nach ihrer Mutter (2007).

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Wirtschafts- und Sozialgeschichte Westeuropas seit 1945

UTB GmbH


Das Studienbuch liefert einen kurzen und kompakten Überblick über die Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft, Politik und Kultur Westeuropas seit dem Zweiten Weltkrieg. Es diskutiert in vergleichender Perspektive Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung der westeuropäischen Gesellschaften. Dabei bezieht es neben klassischen Feldern der Sozialgeschichte auch neuere Themen wie Umweltgeschichte, Geschichte der Jugend sowie Frauen- und Geschlechtergeschichte mit ein.

Das Buch gliedert sich in drei große Abschnitte: die Hungerjahre der Nachkriegszeit (1945–49), den Durchbruch zum Massenkonsum (1950–70) und das Zeitalter der Globalisierung (seit 1970). Daneben werden aber auch längerfristige Entwicklungen wie Wertewandel, Säkularisierung oder Amerikanisierung thematisiert.

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Manuel Schramm ist Privatdozent am Institut für Europäische Geschichte der TU Chemnitz.

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32 Postkarten - Post aus Nazi-Deutschland. Das Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie aus Hamburg vor der Deportation

Acabus Verlag


32 Postkarten schrieben die deutsch-jüdischen Großeltern des Autors zwischen 1940 und 1941 von Hamburg aus an ihren Sohn Walter Wächter in Schweden– die letzte Karte unmittelbar vor ihrem Transport in ein Konzentrationslager bei Riga. Die hier versammelten Originaldokumente erzählen die dramatische Geschichte einer Hamburger Familie: Wie die Großeltern Minna und Gustav Wächter die Machtergreifung der Nationalsozialisten erlebten und welche Folgen dies für sie und ihre drei Söhne hatte. Sie wurden denunziert, verhaftet, gefoltert. Die Söhne konnten fliehen, doch von den Großeltern hat man nach ihrer Deportation nie wieder etwas gehört. Nur zwei Stolpersteine in Eimsbüttel erinnern heute noch an sie. Der Autor Torkel S Wächter hat die Postkarten im Nachlass seines Vaters gefunden, Deutsch gelernt, Zeit in Archiven verbracht und Menschen getroffen, die ihm von dem erzählten, wonach er seinen Vater nie gefragt hat. Er hat Verwandte kennen gelernt, von denen er nie zuvor gehört hatte. Dabei ist Torkel S Wächter klar geworden, dass Dinge, die verloren gingen, nicht für immer fort sein müssen. Die 32 Briefkarten sind ein Beweis dafür und ein Vermächtnis für uns alle. Siehe auch: http://stolpersteine-hamburg.de

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Davidstern und Weihnachtsbaum

Aufbau Digital


Der Kabarettist und Autor Bernd-Lutz Lange begibt sich auf die Suche nach jüdischen Bürgern der Stadt Leipzig. Wie ein Archäologe legt er Spuren ihres Lebens frei, erzählt von Schicksalen rund um die Welt und trägt die Mauer des Vergessens Schicht für Schicht ab - getreu der jüdischen Weisheit: "Erinnerung bringt die Erlösung, Vergessen hält sie auf."

"In seiner Unmittelbarkeit erschütternd." Aufbau, New York

"Es nimmt ein, daß er nicht von den ‚großen' Schicksalen spricht, sondern vom Friseur um die Ecke und der Krankenschwester gegenüber." Allgemeine Jüdische Wochenzeitung

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Bernd-Lutz Lange, geboren 1944 in Ebersbach/Sa., wuchs in Zwickau auf. Nach ei-ner Gärtner- und Buchhändlerlehre studierte er an der Fachschule für Buchhändler in Leipzig. 1966 war er Gründungsmitglied des Kabaretts „academixer“, von 1988 bis 2004 trat er im Duo mit Gunter Böhnke auf, seitdem arbeitet er vorwiegend mit der Sängerin und Kabarettistin Katrin Weber. Von Bernd-Lutz Lange liegt inzwischen rund ein Dutzend Bücher vor. Im Aufbau Verlag sind „Dämmerschoppen“, „Magermilch und lange Strümpfe“, „Mauer, Jeans und Prager Frühling“, „Ratloser Übergang“, “Das Leben ist ein Purzelbaum” sowie „Davidstern und Weihnachtsbaum“ lieferbar.

Im Herbst 2013 erscheint im Aufbau Verlag „Nischd wie hin. Unsere sächsischen Lieblingsorte“ (zusammen mit Tom Pauls).

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Anmut im märkischen Sand

Aufbau Digital


Wie kam die Anmut in die Mark?

Kaum eine Dynastie hat die Geschicke Preußens so geprägt wie die Familie der Hohenzollern. Unter ihrer Ägide wurde aus dem kargen Landstrich ein prosperierendes Königreich, mit enormer militärischer Schlagkraft einerseits und Toleranz, Bürgernähe, Förderung der Wissenschaft und Künste andererseits. Was an Preußen heute beeindruckt, ist vor allem das kulturelle Erbe, das das Land weit über seine Grenzen hinaus bekannt machte: herrliche Schloss- und Parkanlagen, Theater, Museen oder Universitäten.

Christine von Brühl schildert den Einfluss gerade der Frauen der Hohenzollern, die als Zugereiste und Eingeheiratete die Impulse und Ideen mitbrachten, die für die kulturelle Weiterentwicklung des Landes erforderlich waren.

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Christine von Brühl, geboren 1962, studierte Slawistik, Geschichte und Philosophie in Lublin, Heidelberg und Wien. Nach Stationen bei DIE ZEIT, Sächsische Zeitung und Das Magazin lebt sie heute als freischaffende Autorin in Berlin. Bei atb lieferbar ist ihre Biographie "Die preußische Madonna. Auf den Spuren der Königin Luise". Zuletzt erschien "Anmut im märkischen Sand. Die Frauen der Hohenzollern".

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Colonia im Mittelalter

Bastei Entertainment


Was führte Bernhard von Clairvaux nach Köln?

Welche Rolle spielte die Ulrepforte in den ständigen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und dem Erzbischof?

Und was steckt wirklich hinter der Legende von der heiligen Ursula?

Dieter Breuers nimmt Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise ins Mittelalter und zeigt Ihnen, was es damals wirklich bedeutete, in einer Stadt zu leben. Er lässt Sie nicht nur an seinem profunden Wissen über die Rheinmetropole teilhaben, sondern gibt einen interessanten Überblick über den Alltag und die besonderen Vorkommnise in den europäischen Städten des 12. und 13. Jahrhunderts.

Noch nie war Geschichte so spannend!

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Die Liebknechts

Aufbau Digital


Karl Liebknecht, 1871 als zweiter Sohn von Wilhelm Liebknecht, dem Mitbegründer der Sozialdemokratie, geboren, ging erst nach langem Zögern in die Politik. »Ich kenne kein Rätsel als mich selbst«, vertraute er 1906 seiner jungen Geliebten Sophie Ryss an. Beide heirateten nach dem plötzlichen Tod seiner ersten Frau Julia, die drei Kinder zur Welt gebracht hatte. Ihre kurze Ehe war überschattet von Liebknechts rastlosem Engagement als Rechtsanwalt und Abgeordneter. Der revolutionäre Sozialist ließ sich mit Landes- und Hochverratsprozessen nicht zum Schweigen bringen. »Die Bande haßt mich in den Tod« - diese Worte schrieb er kurz nach dem Hochverratsprozess, in dem er 1907 zu Festungshaft verurteilt worden war. Sie lesen sich heute wie Vorzeichen der Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs durch Soldateska im Januar 1919.

Annelies Laschitza lässt Karl und Sophie Liebknecht erstmals für ein großes Publikum lebendig werden. Die Interpretation seiner Schriften und die Porträts seiner Eltern, Kinder und Geschwister, Mitstreiter und Widersacher in Partei und Parlament, Justiz und Militär werfen ein neues Licht auf Schlüsselereignisse von der Gründung bis zum Zusammenbruch des Wilhelminischen Reichs.

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Annelies Laschitza, geb. 1934, Historikerin, konzentrierte sich auf die deutsche Arbeiterbewegung vom Ausgang des 19. Jahrhunderts bis 1918 und speziell die Liebknecht- und Luxemburg-Forschung. 1971 zur Professorin berufen, Beraterin des Luxemburg-Films der Margarethe von Trotta, 1991/92 lehrte sie an der Universität Bremen. Weltweite Anerkennung durch die Edition der Gesammelten Briefe und Werke Rosa Luxemburgs. 1982 veröffentlichte sie "Karl Liebknecht. Eine Biographie in Dokumenten" mit Elke Keller. Im Aufbau Verlag lieferbar "Im Lebensrausch, trotz alledem. Rosa Luxemburg. Eine Biographie".

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Man möchte immer weinen und lachen in einem

Aufbau Digital


Eine sensationelle Erstveröffentlichung:

Einer der scharfsichtigsten Chronisten deutscher Geschichte über die »wilden Münchner Tage« 1919

„Eine unentbehrliche Lektüre.“ Christopher Clark

„Man ist sofort eingenommen von Klemperers Ton." Daniel Kehlmann

Zum ersten Mal gedruckt: Victor Klemperers Schilderung des Chaos nach dem Ersten Weltkrieg und des Scheiterns der Münchner Räterepublik. Solch genaue, anschauliche Momentaufnahmen aus der belagerten Stadt findet man nirgendwo sonst. Ein bewegendes, mit Spannung zu lesendes Gesamtbild von diesem entscheidenden Wendepunkt der deutschen Geschichte – aus der Revolution von 1918/19 ging nicht nur die erste deutsche Demokratie hervor, zugleich kündigte sich in ihr das kommende Unheil an.

Mit einem Vorwort von Christopher Clark und einem historischen Essay von Wolfram Wette

„Klemperer ist vergleichbar mit Heine, der in seinen Artikeln über die Revolution gleich nah und gleich genau und gleich erzählmächtig ist wie Klemperer.“ Martin Walser

„Ein sensationelles Zeugnis. Hier entdeckt man einen ganz neuen Victor Klemperer.“ Alexander Cammann, Die Zeit

„Diese Berichte und Notizen sind ein wahrhaftiger Spiegel ihrer Zeit.“ Andreas Kilb, F.A.Z.

„Diese liberale, an Montesquieu geschulte Perspektive zeichnet Klemperers in der Reihe der vielen literarischen Revolutionsberichte – etwa von Thomas Mann, von Erich Mühsam oder Josef Hofmiller – aus. Sie ermöglichte ihm berührende Charakteristiken auch derjenigen Personen, deren politische Überzeugungen ihm fremd waren.“ Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

„Eine Sensation." Marc Reichwein, Literarische Welt

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Victor Klemperer wurde 1881 in Landsberg/Warthe als neuntes Kind eines Rabbiners geboren. 1890 übersiedelte die Familie nach Berlin, wo der Vater zweiter Prediger einer Reformgemeinde wurde. Nach dem Besuch verschiedener Gymnasien, unterbrochen durch eine Kaufmannslehre, studierte Klemperer von 1902 bis 1905 Philosophie, Romanistik und Germanistik in München, Genf, Paris, Berlin. Bis er 1912 das Studium in München wieder aufnahm, lebte er in Berlin als Journalist und Schriftsteller. 1912 konvertierte er zum Protestantismus. 1913 Promotion, 1914 bei Karl Vossler Habilitation. 1914/15 Lektor an der Universität Neapel. Hier entstand eine zweibändige Montesquieu-Studie. Als Kriegsfreiwilliger zunächst an der Front, dann als Zensor im Buchprüfungsamt in Kowno und Leipzig. 1919 o. a. Professor an der Universität München. 1920 erhielt er ein Lehramt für Romanistik an der Technischen Hochschule in Dresden, aus dem er 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen wurde. 1938 begann Klemperer mit der Niederschrift seiner Lebensgeschichte "Curriculum vitae". 1940 Zwangseinweisung in ein Dresdener Judenhaus. Nach seiner Flucht aus Dresden im Februar 1945 kehrte Klemperer im Juni aus Bayern nach Dresden zurück. Im November wurde er zum o. Professor an der Technischen Universität Dresden ernannt. Eintritt in die KPD. 1947 erschien seine Sprach-Analyse des Dritten Reiches, "LTI" (Lingua Tertii Imperii), im Aufbau-Verlag. Von 1947 bis 1960 lehrte Klemperer an den Universitäten Greifswald, Halle und Berlin. 1950 Abgeordneter des Kulturbundes in der Volkskammer der DDR. 1952 Nationalpreis III. Klasse. 1953 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Victor Klemperer starb 1960 in Dresden.Geschwister-Scholl-Preis 1995.Weitere Veröffentlichungen u.a.: "Moderne Französische Prosa" (1923); "Die französische Literatur von Napoleon bis zur Gegenwart", 4 Bände (1925-1931); "Pierre Corneille" (1933); "Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert" (Band 1 1954, Band 2 1966).Aus dem Nachlaß: "Curriculum vitae" (1989), "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933-1945” (1995), "Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum. Tagebücher 1918-1932” (1996),"So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945-1959” (1999) und “Man möchte immer weinen und lachen in einem. Revolutionstagebuch 1919” (2015).

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