Logo weiterlesen.de
Folge 1: Kleine und große Überraschungen

Inhalt

  1. Cover
  2. different boys - Die Serie
  3. Über das Buch
  4. Colin und Tom
  5. Freunde und Familie
  6. Über den Autor
  7. Titel
  8. Impressum
  9. Kapitel 1
  10. Kapitel 2
  11. Kapitel 3
  12. Kapitel 4
  13. Kapitel 5
  14. Kapitel 6
  15. Kapitel 7
  16. Kapitel 8
  17. Kapitel 9
  18. Kapitel 10
  19. Kapitel 11
  20. Kapitel 12
  21. Kapitel 13
  22. Kapitel 14
  23. In der nächsten Folge

different boys – Die Serie

Die neue Gay-Romance-Serie »different boys« erzählt die turbulente Geschichte von Colin und Tom, den Zwillingsbrüdern, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch beide nur versuchen, ihr Leben, die Liebe und das Glück zu meistern.

Über das Buch

FOLGE 1: KLEINE UND GROSSE ÜBERRASCHUNGEN

Colin und Tom feiern im Kabuff ihren 29. Geburtstag. Als plötzlich der Strom ausfällt, erlebt Colin eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung, die für reichlich Ärger sorgt.

Für Tom beginnt das neue Lebensjahr mit einer bitteren Enttäuschung: Sascha serviert ihn nach der ersten gemeinsamen Nacht eiskalt ab. Und dann fährt ihn auch noch ein durchgeknallter Fahrradfahrer über den Haufen.

Colin und Tom

Colin hält Monogamie für den größten Betrug an der Menschheit und stürzt sich von einem erotischen Abenteuer ins nächste. Sein Job als Flugbegleiter führt ihn dabei rund um die Welt zu den angesagtesten Gay-Hot-Spots und heißesten Kerlen.

Tom umgibt sich lieber mit anderen Dingen, die das Leben schöner machen. Er hat in Köln seinen eigenen Designladen für Wohnaccessoires eröffnet. Doch zwischen all den leuchtenden Kerzenständern und kuscheligen Kissen vermisst er eins mehr als alles andere: den perfekten Mann fürs Leben – bis der ihm eines Tages wortwörtlich vor die Füße fällt.

Freunde und Familie

Für zusätzlichen Wirbel und Konfusionen im Leben der Zwillinge sorgen Mutter Ela und ihre besten Freunde Jenny, Basti, Daggi, Valeska und Adrian. Und dann ist da noch Schwester Lisa, deren erzkonservativer Mann einen Keil in die Familie treiben will.

Über den Autor

Norman Stark ist das Pseudonym eines erfolgreichen Autors, der seit vielen Jahren vor allem für zahlreiche deutsche TV-Produktionen Geschichten entwickelt und Drehbücher verfasst. Er lebt mit seinem Partner in Köln und kennt sich in der bunten schwulen Welt bestens aus.

Kapitel 1

Tom: Happy Birthday, bro!

Colin: Auch Happy Birthday, bro!

Tom: Gleich bei Mama?

Colin: Jo, gleich bei Mama ☺

Der Typ sah einfach zum Anbeißen aus. Ein Körper, geformt wie der Prototyp einer griechischen Statue. Samtige schokobraune Haut umschmeichelte die runden Konturen seiner Muskeln. Wie vom Himmel herabgestiegen und sanft zu Boden geschwebt lag er vor ihnen.

»Ich nehme die Brust«, beschloss Tom, griff zum Messer und stach es in die Herzgegend des Adonis, während ihn etliche Augenpaare gespannt dabei beobachteten. Die übrigen Anwesenden tanzten ausgelassen zum stampfenden Beat aus den Lautsprechern, die sich mit gut gelauntem Gelächter ein Duell lieferten. Stickige Hitze hing im Raum – schließlich war der rappelvoll –, und an der Theke knubbelten sich dementsprechend viele Durstige und lechzten nach kühlem Bier oder Stärkerem. Kurzum: Es war eine gelungene Party.

»Du kannst die Brust haben, solange du mir das da übrig lässt«, grinste Colin und zeigte auf die dicke Beule unter dem knapp sitzenden Slip.

»Natürlich, Bruderherz«, säuselte Tom und reichte Colin das Messer. »Ich habe ja schon das Herz der Sahneschnitte erobert.« Während Colin das von ihm favorisierte Körperteil sorgfältig herausoperierte, biss Tom genussvoll mit geschlossenen Augen in das Bruststück in seiner Hand.

»Wirklich köstlich«, schwärmte er und schmatzte. »Lass mich raten … Aprikosenmarmelade?«

»Da kennt sich jemand aus!«, lobte Sophie und zwinkerte neckisch mit ihren grünen Augen.

»Mit Männern oder mit Torten?«, fragte Maren amüsiert. Wie ein unschuldiges Mädchen legte sie ihren grazilen Zeigefinger an ihre zu einem Kussmund geschürzten Lippen.

»Mit beidem«, befand Tom selbstbewusst und lachte. »Bei Männern ist Colin sicher erfahrener, aber bei Backwaren habe ich den feineren Geschmack.«

Während Tom den Prachtkerl entlang der Kanten seines Sixpacks aufteilte, stopfte Colin sich das Gemächt aus Biskuit, Sahne, Aprikosenmarmelade und Schokoglasur gierig in den Mund und stöhnte lustvoll. »Ich würde mal sagen, ich hab wohl das beste Stück abbekommen.«

»Unser Kuchen scheint euch ja zu schmecken. Aber verschluck dich nicht, Colin!«, warnte Maren kichernd, als sie sich ein Stück des Sixpacks reichen ließ, doch Sophie klopfte ihr beruhigend auf die Schultern und griff zielstrebig nach dem Happen mit dem Bauchnabel. »Glaub mir, meine Liebe, darin hat Colin Übung. Den haut ein großes Teil nicht so schnell aus den Socken!«

»Immerhin hättest du dann eine großartige Schlagzeile«, lachte Tom. »Kölner Flugbegleiter an Kuchen-Penis erstickt!«

Colin boxte seinem Bruder gespielt entrüstet auf die Schulter. Sophie verzog den Mund ironisch zu einer Trauermiene. »Wir reisen extra aus Hamburg an, um euren Geburtstag zu feiern – und du stirbst einen qualvollen Erstickungstod, weil du bei Männern den Hals nicht vollkriegen kannst? Das wäre zu tragisch.«

»Das sagt die Richtige. Du und Maren wart immer meine leuchtenden Vorbilder«, schmunzelte Colin. »Niemand schleppt so elegant Männer ab wie ihr.«

Während sich nun auch andere Gäste am Kuchenmann erfreuten und seinen süßen Leib vertilgten, wechselten Sophie und Maren ein konspiratives Grinsen und schwiegen. Ein entlarvendes Schweigen, für das sie jedoch nicht die Spur von Scham verspürten. Ganz im Gegenteil. Colin und Tom kannten die beiden schon seit vielen Jahren und staunten immer über ihre wilden Sexabenteuer. Dabei gingen sie eigentlich einer seriösen Arbeit nach. Als Journalistinnen für das Boulevardblatt BLITZ holten sie die dunklen Geheimnisse der Größen aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung ans Tageslicht. Das hatten sie drauf. Aber ebenso geschickt, wie sie heikle Fakten an die Öffentlichkeit brachten, zerrten sie Männer ins Bett.

»Ich stehe euch für weiterführende Ratschläge jederzeit zur Verfügung«, schnurrte Sophie und schob den zarten Kuchen mit sanft geschlossenen Augenlidern zwischen ihre rot geschminkten Lippen, wobei sie lasziv ihre Zungenspitze hervorblitzen ließ.

 In diesem Moment drängelte sich ein kleiner Mann mit einem rundlichen Gesicht, über das sich ein fröhliches Strahlen zog, durch die dicht an dicht stehenden Gäste. Er lief nach vorne zur Theke und klatschte auffordernd in die Hände. Die Musik wurde heruntergefahren, und alle Blicke richteten sich erwartungsvoll auf ihn. Basti ist doch eigentlich gar nicht der Typ, der große Rede schwingt, wunderte sich Tom. Basti war die gute Seele in Toms Design-Laden, dem A-TOM auf Kölns Modemeile, der Ehrenstraße. Wer wissen wollte, wie man mit passenden Accessoires mehr Glanz in die eigenen vier Wände bringen konnte, war bei Basti an der richtigen Adresse. Wer den neuesten Klatsch und Tratsch aus der Szene erfahren wollte, ebenso.

Vor 60 Leuten zu stehen, war Basti aber offensichtlich nicht gewohnt. Verlegen knispelte er mit der rechten Hand an seinem linken Zeigefinger und lächelte unsicher. »Ich finde«, setzte er stammelnd an, »dass Tom und Colin jetzt ein Ständchen verdient haben.«

»Bitte nicht«, flehten Tom und Colin wie aus einem Mund. Aber Basti hatte seine Arme schon unerschrocken in die Luft gehoben und wirbelte sie wie ein Dirigent bei den ersten Takten einer Ouvertüre herum, während die Gäste artig Happy Birthday anstimmten. Basti ruderte furios mit seinen kurzen Armen, aber der Gesang eierte zielsicher an den richtigen Noten vorbei, wiederholte sich in dissonanten Tonhöhen und schwoll zu einem Crescendo an, bevor er nach einem tragend dahingeschluchzten »Hap-py Birth-day to you!« verebbte.

Colin und Tom klatschten frenetisch in die Hände. Trotz der miserablen Gesangseinlage hatten ihre Freunde ihnen mit der Ode eine riesige Freude gemacht. Die Brüder waren sich einig gewesen, dass sie es zum Start ihres 29. Lebensjahres noch einmal richtig krachen lassen wollten. Denn jenseits der 30er-Zone des Alterungsprozesses erwartete einen die Diaspora eines Lebens, in dem man auf die Hautpflege mit Faltenauffüllern umsteigen musste und auf den gängigen Dating-Plattformen wie Dudz gnadenlos durchs Suchraster flog. Da traf es sich gut, dass sie beide am selben Tag Geburtstag hatten und ihr Schicksal teilen konnten. Sogar fast auf die Minute genau: Colin war geschlagene zwei Minuten früher aus der beengten Bleibe gepresst worden, in der sie neun Monate miteinander verbracht hatten. Die Frau, die das alles tapfer ertragen hatte, stand hinter der Theke und strahlte voller Glück: Ela.

 Ela hieß eigentlich Manuela, aber viersilbige Vornamen waren zu Zeiten, als sie selbst noch weit von der 30er-Zone entfernt war, nicht en vogue. Zum Soundtrack der 70er zwischen Abba, Bee Gees und den Jackson 5 passte etwas Peppiges wie Elap. Das Kabuff, in dem Colin und Tom die Vorstufe zum nächsten Lebensjahrzehnt feierten, war Elas Reich. In einer kleinen Gasse in der Kölner Altstadt gelegen, war die urige Kneipe zu einer Institution der Kölner Szene aufgestiegen. Hier fand man zwar kein extravagantes Interieur, wie in einem angesagten Club, und man bekam auch keine brandneuen Cocktail-Kreationen kredenzt, aber Elas gastfreundliches Naturell und auch der reichliche Kölsch-Ausschank hatten sie und das Kabuff fest in den Herzen etlicher Kölner Schwulen und Lesben verankert.

Nachdem alle feierlich auf die Zwillinge angestoßen hatten, trat Ela zu ihren Söhnen, breitete unter ihrem wallenden Umhang mit dem hawaiianischen Muster die Arme aus und legte sie ihren Jungs um die Schultern. Sie seufzte glücklich und zog die Köpfe der Zwillinge voll mütterlicher Herzlichkeit an ihre üppige Brust. »Wie gut, dass ich euch habe!«

Colin und Tom versanken mit ihren Gesichtern in Elas Busen wie in einem flauschigen Daunenbett. Schlagartig fühlten sie sich in ihre Kindheit zurückversetzt. Damals hatten sie die körperliche Nähe zur mütterlichen Brust dankbar hingenommen. Aber mit 29 Jahren waren sie nun doch zu alt dafür. »Ist ja gut, Mama«, schnaufte Tom erstickt und stemmte sich behutsam gegen ihre Umklammerung. »Wir haben dich doch auch lieb.«

»Hmpf!«, nickte Colin zustimmend. Seine Atemwege waren vollends von Elas Leibesfülle versperrt. Dann wurstelte er sich aus ihrer Umarmung und schnappte nach Luft, während Ela vor Rührung schluchzte.

»Bevor wir gleich alle in Tränen ausbrechen, habe ich ein passendes Gegenmittel«, versprach Daggi hinter ihrem Mischpult und ließ ihren Zeigefinger wie eine ballistische Rakete auf den Startknopf ihrer Schaltzentrale niedersausen. Explosionsartig fluteten die Klänge von Lady Gagas Poker Face den Raum, und flächendeckend begannen die dicht gedrängten Körper im Takt zu tanzen. Daggi war hauptberuflich Automechanikerin und hatte, trotz ihrer Vorliebe für Holzfällerhemden, ein gut ausgeprägtes Gespür für den richtigen Song zur richtigen Zeit. Deshalb hatten Colin und Tom die musikalische Gestaltung des Abends vertrauensvoll in ihre Hände gelegt.

Belustigt beobachtete Tom, wie Maren und Sophie mit ihrem Kennerblick zielsicher die einzigen Hetero-Männer in der Menge ausfindig gemacht hatten und sich nun mit aufreizenden Hüftschwüngen an sie herantanzten. Sie würden die Nacht bestimmt nicht allein verbringen. Genauso wenig wie Colin, an den sich gerade Adrian herantanzte, nachdem dieser ihn schon den ganzen Abend mit seinen Blicken ausgezogen hatte. Adrian hatte breite Schultern, eine kräftige Brust, starke Oberarme und den Nimbus eines potenten Mannes. Und damit passte er genau in Colins Beuteschema. Tom schüttelte den Kopf. Auch wenn ihm Adrian rein optisch gefiel, einen Jagdtrieb wie Colin hatte Tom nie entwickelt. Man merkte eben doch, dass sie zweieiige Zwillinge waren und unterschiedliche Gene mitbekommen hatten. Nicht nur, dass er selbst dunkle Haare hatte, während Colins Kopf von einem blonden Stoppelschnitt gekrönt wurde. Auch in ihrem Umgang mit Männern bewegten die Zwillinge sich in verschiedenen Welten.

Ela rotierte mittlerweile wieder emsig hinter der Theke und zapfte ein Kölsch nach dem anderen, um den Flüssigkeitsbedarf der wild tanzenden Meute zu decken.

»Soll ich dir etwas helfen, Mama?« Tom wusste, dass seine Mutter sogar die Musik selbst spielen würde, wenn sie nur könnte. Sie tat alles für ihre Zwillinge und auch für ihre jüngste Tochter Lisa. Aber er wollte nicht, dass sie den ganzen Abend ackerte wie eine Angestellte.

»Kommt gar nicht infrage«, schritt Lisa ein. Tom hatte sein Schwesterherz den ganzen Abend kaum zu Gesicht bekommen. Doch jetzt schlüpfte sie mit ihrem zierlichen Körper hinter die Theke, strich entschlossen ihre brünetten Haare zurück und reichte Ela leere Kölschgläser an. »Du und Colin sollt heute in Ruhe feiern. Man wird schließlich nur einmal 29«, lächelte sie Tom an.

»Das ist lieb, Lizzy«, dankte Ela ihr herzlich.

»Ich helfe dir ja gerne, aber nenn mich bitte nicht immer Lizzy!« forderte Lisa zickig.

»Natürlich, Lisa«, gehorchte Ela mit erhobenen Brauen und zapfte stumm weiter. Colin hatte den giftigen Kommentar des Nesthäkchens auch mitbekommen. Ihre drei Jahre jüngere Schwester war nicht immer so verkniffen gewesen. Früher war es ihr egal, ob man sie Lisa oder Lizzy nannte – oder auch Stöpsel, wie Colin und Tom sie getauft hatten. Sie war glücklich, solange sie mit ihren beiden großen Brüdern Zeit verbringen konnte. Und als Colin und Tom sie und Ela mit ihrem doppelten Coming-Out überraschten, protzte Lisa stolz in der Schule damit, dass sie zwei schwule Brüder hatte, und verpasste allen, die sich darüber lustig machten, böse Kopfnüsse. Aber diese Zeiten lagen lange zurück. Heutzutage wäre es ihr sicher lieber, ihre beiden Brüder hätten hübsche Frauen geheiratet und ihr viele Nichten und Neffen geschenkt. Der Grund für ihren Persönlichkeitswandel quetschte sich gerade an die Wand neben der Theke, als wäre er in einem Käfig mit widerlichen Schlangen eingepfercht: Horst. Lisas Göttergatte und der Erzeuger ihrer beiden Kinder. Mit griesgrämiger Miene kippte er sein Bier herunter. Pils – und das in Köln! »Er ist eben sehr heimatverbunden«, würde Lisa darauf entschuldigend sagen. So wie sie ihn immer in Schutz nahm. Horsts Heimat erstreckte sich im Nirgendwo des Erzgebirges. Dort, wo die Luft rein, die Wiesen grün, die Frauen gehorsam und die Männer heterosexuell waren. Horst war erzkonservativ und unterzog mit seinem kleinbürgerlichen Katechismus Lisa zusehends einer Gehirnwäsche. Die Trennlinie zwischen gut und schlecht war in seiner übersichtlichen Welt genauso scharf wie die Furche seines Seitenscheitels, der bereits ergraut war. Colin und Tom gehörten für ihn in die schlechte Schublade. Es war ein Wunder gewesen, dass Lisa die Einladung zur Feier annehmen durfte. Und ein noch größeres Wunder war es, dass Horst sogar mitgekommen war. Aber offensichtlich nur, um auf Lisa aufzupassen und zu zeigen, wie sehr ihm das alles hier missfiel.

Wahrscheinlich betete er hinter seiner missmutigen Fassade um ein mahnendes Zeichen des Himmels. Und dieses eine Mal wurde er offensichtlich erhört. Denn gerade als Daggi Madonnas Girl Gone Wild röhren ließ, ging plötzlich gar nichts mehr. Mit einem Schlag wurde es stockfinster, und Madonna verstummte. Stattdessen ging ein Raunen durch die beunruhigte Menge.

Colin spürte, wie ihm jemand zwischen die Beine fasste. Im nächsten Moment hörte er Adrians Stimme an seinem Ohr: »Ich habe dir noch gar nicht dein Geburtstagsgeschenk überreicht.«

Gleichzeitig hörte man Daggis energische Kommandos in der Dunkelheit: »Keiner bewegt sich! Es soll ja niemand verletzt werden. Ich habe alles im Griff!« Doch Colin dachte gar nicht daran, stillzuhalten. Er fingerte an Adrians Hosenbein entlang und presste seine Hand auf die deutlich verhärtete Stelle unter dem Reißverschluss. »Darf ich es sofort auspacken?«, fragte er flüsternd.

»Wenn du die Verpackung nicht zerreißt, gerne.«

Ein blässlicher Lichtkegel erschien an der Wand und kroch hin und her wackelnd in Richtung Abstellkammer.

»Wir checken nur kurz die Sicherungen«, verkündete Daggi, während Ela ihr mit einer Taschenlampe den Weg leuchtete. Doch die Finsternis entfachte bei den Gästen eine anregende Wirkung. Weil sie nichts mehr sehen konnten, redeten und lachten sie umso angeregter.

Auch Colin fand es anregend, dass Adrian und ihn niemand beobachten konnte, obwohl sie umringt waren von ihren Freunden. Fast wie im Darkroom, dachte er, zog vorsichtig den Reißverschluss von Adrians Hose auf und ließ seine Finger hineingleiten. Er stieß auf etwas Hartes, das in regelmäßigen Abständen fordernd nach draußen zuckte.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "different boys - Folge 1" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen