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… dann treiben sie’s noch heute

Kristina Wright (Hg.)

… DANN TREIBEN
SIE’S NOCH
HEUTE

Erotische Storys

Aus dem Englischen übersetzt von
Markus Berg

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Angela Knight

Einleitung: Es war einmal …

Die gehorsame Frau
Delilah Devlin

Wie die kleine Meerjungfrau ihre Schwanzflosse zurückbekam
Andrea Dale

Wegducken
Craig Sorensen

Dreimal
Justine Elyot

Ellie und der Schuhmacher
Louisa Harte

Die Tochter des Schankwirts
Alegra Verde

Schlaf schön
Janine Ashbless

Ihr Haar ist ein Netz, gewoben
Shanna Germain

Gib acht auf die Erbse
Allison Wonderland

Im dunklen Wald
Kristina Wright

Gildi und das schwerfällige Komitee der Bären
Jeremy Edwards

Vereistes Glas
Aurelia T. Evans

Der Lebkuchenmann
Carol Hassler

Ein ganz normaler Arbeitstag
Saskia Walker

Großer, böser Wolf (Auszug)
Alana Noël Voth

Der Kuss
Michelle Augello-Page

Die Rückkehr
Charlotte Stein

Der steinerne Raum
A. D. R. Forte

Vorwort

Angela Knight

Als ich noch ein Kind war, liebte ich Märchen über alles. Geschichten von bösen Hexen, schönen Prinzessinnen und gut aussehenden Prinzen – Geschichten voller Magie und Romantik, die meine unschuldige Vorstellungskraft beflügelten. Als erwachsene Frau wurde mir klar, dass den Märchen ursprünglich eine ausgeprägte düstere Seite innewohnte, die man sorgsam aus den Kinderversionen entfernt hatte. Wussten Sie zum Beispiel, dass Dornröschen in der Originalfassung aufwachte und schwanger war? Offensichtlich hatte ihr hübscher Prinz sie nicht nur geküsst.

Was Rotkäppchen und den großen, bösen Transvestiten-Wolf betrifft, ist offensichtlich, wie abgedreht die Story ist.

dann treiben sie’s noch heute erforscht das sinnliche Potenzial der Geschichten, die wir als Kinder hörten, und verleiht ihnen den gewissen Kick, den ich schon immer unter der Oberfläche vermutete. Sie werden Schönheiten, Tieren, Meerjungfrauen und jeder Menge gut aussehender Helden begegnen, dazu gibt es sexy Geschichten, die Ihren Herzschlag beim Lesen beschleunigen.

Was haben Märchen an sich, dass wir ihnen eine sinnliche Ausrichtung geben wollen? Vielleicht liegt es daran, dass das Sexuelle immer schon unterschwellig da ist, uns aber erst mit dem Blick des Erwachsenen bewusst wird. Vor Jahren schon schrieb ich meine eigene abgedrehte Version von Die Schöne und das Biest, weil ich so von der Vorstellung fasziniert war, mich in ein Tier zu verlieben.

Mir gefiel die Disney-Version dieser Geschichte – aber bin ich die Einzige, die sich fragt, ob die Schöne sich betrogen fühlt, als ihr vor Wut rasendes Alphatier ein gut aussehender Beta-Mann wird?

Mir persönlich gefiel er besser als Tier mit Pelz und Klauen und schlechten Manieren. Was eine interessante Frage aufwirft: Als starke, kluge, unabhängige Frauen wissen wir, dass wir uns nicht danach sehnen sollten, uns von einem attraktiven Prinzen retten zu lassen. Und wir sollten auch nicht das Tier (im Mann) wollen.

Doch insgeheim und tief in unseren Herzen sehnen sich einige von uns nach Helden mit Ecken und Kanten, die Reißzähne und Klauen haben oder eine Peitsche und Ketten. Das Problem ist nur, dass uns bewusst ist, dass wir diese dunklen, dominanten Männer nicht begehren sollten. Schließlich sind wir heutzutage in jeder Hinsicht gleichberechtigt. Und genau so soll es ja auch sein.

Zumindest meistens.

Doch da ist etwas Verführerisches an der Vorstellung, Sex mit einem Mann zu haben, der uns dazu zwingen könnte, unsere geheimsten und dunkelsten Impulse zu erforschen.

Die Fallstricke dieser Sehnsucht liegen auf der Hand. Woher wissen wir, ob der gut aussehende Typ, den wir in einer Bar kennenlernen, nicht womöglich ein Serienkiller ist? Wie können wir abschätzen, ob er nicht irgendetwas Schreckliches mit uns anstellt, wenn er uns erst einmal gefesselt hat? Es ist nicht leicht, unsere abgedrehten Fantasien im wirklichen Leben umzusetzen.

Das ist noch nicht einmal in Geschichten einfach. Ich persönlich würde mich schwer damit tun, eine Heldin zu erschaffen, die es bewusst darauf anlegt, einen dominanten Typen in einer Bar aufzugabeln, weil sie dadurch unfassbar unselbständig erscheinen würde. Aus demselben Grund würde ich es auch dämlich finden, so etwas mit dem dominanten Typen in der Bar im wirklichen Leben zu tun.

Doch bei Märchen erwarten wir keinen Realismus und keine Logik. Bei Märchen darf man noch an Zauber und Magie glauben. Man kann sich sogar vorstellen, dass sich eine Frau dazu entschließt, bei dem Tier ihrer Träume zu bleiben, oder dass ein Mann sich durch eine Dornenhecke schlägt, um die schöne Frau seiner Träume zu finden. Wir hinterfragen nicht die Logik im Verhalten der Figuren, weil Märchen nicht logisch sein müssen.

Und genau das macht diese Stories so unangreifbar. Der Leser kann sich entspannen und die scharfen, lustbetonten Fantasien genießen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, warum die Heldin sich danach sehnt, sich dem Mann ganz und gar zu unterwerfen. Ebenso wenig braucht man zu hinterfragen, ob es klug von der Heldin ist, freiwillig bei dem Biest zu bleiben. Denn ohnehin sollte man keine Geschichte zu ernst nehmen, die mit »Es war einmal …«, beginnt.

Dann wären da noch jene acht wundervollen Worte: »Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.« Sie brauchen sich also keine Gedanken darüber zu machen, ob die Heldin es bei ihrem dominanten Prinzen trotz seiner Vorliebe für Peitschen und Ketten gut hat. Er wird ihr nie wehtun – zumindest nicht auf eine Weise, die ihr nicht gefällt. Sie bekommt ihr »glücklich bis an ihr Lebensende«. So lässt es uns die Geschichte jedenfalls am Schluss wissen.

Also gönnen Sie sich ein Glas Wein, zünden Sie ein paar Kerzen an, und machen Sie es sich bequem, um die folgenden Stories zu genießen. Genauso, wie ich es getan habe.

Einleitung:
Es war einmal …

Als ich um die Zusendung erotischer Märchen bat, hatte ich meine Bedenken. Aber diese erwiesen sich rasch als unbegründet. Die Reaktion auf Fairy Tale Lust war überwältigend. Die ersten Beiträge trafen praktisch umgehend ein, oft mit Anmerkungen, die den Hintergrund der Stories erläuterten und in denen die Autoren noch einmal beschrieben, welche traditionellen Märchen ihnen am besten gefielen. Ich war beeindruckt, wie unterschiedlich die Beiträge ausfielen. Mit ihren sorgsam gestalteten und neu interpretierten Versionen blieben die Autoren den Originalen treu, verliehen ihnen aber eine neue (und oft abgedrehte) Wendung. Einige Geschichten waren komplett neu erfunden, doch sie waren so geschrieben, dass sie gleichsam den Geist der klassischen Märchengattung atmeten. Ich war schlichtweg begeistert von den Stories, die jede Woche in meinen Maileingang flatterten! Und dennoch … eine neue Sorge stieg in mir auf. Ich kam mir vor wie die Prinzessin, die zu viele gut aussehende Beaus hat: Wie sollte ich mich je entscheiden, welche ich nehmen sollte? Würde sich eine Prinzessin ebenso mit der Auswahl herumquälen, wie ich es tat?

Der Reiz von Märchen ist dem Reiz erotischer Literatur sehr ähnlich: Beide Gattungen tasten sich zu unseren tiefsten Sehnsüchten vor und erlauben es uns, die Grenzen von Tabus zu erforschen. Für Kinder ist die ganze Welt zunächst fremd und neu, und es sind die Märchen, die uns eine Möglichkeit bieten, diese Welt mit unserer Vorstellungskraft sicher zu erkunden. Als Erwachsene, wenn wir oft abgestumpfter und zynischer sind, als uns eigentlich lieb ist, gibt uns erotische Literatur die Gelegenheit, unsere Vorstellungen von Sex und Sexualität zu erforschen und neu zu definieren. Die Stories, die wir lesen, erlauben es uns, Neues zu erfahren und ausprobieren zu wollen. Unsere Vorstellungskraft wird von Geschichten beflügelt, die uns überraschen und aufregende Perspektiven eröffnen. Viele der klassischen Märchen besitzen bereits einen latenten Unterton voller Sinnlichkeit. Schöne Frauen sind eingesperrt. Attraktive Männer erleiden Qualen. Helden und Heldinnen werden auf die Probe gestellt und müssen ihre Kraft oder Willensstärke unter Beweis stellen, wobei sie sich auf verbotenes und fremdartiges Terrain vorwagen. Es scheint mir eine ebenso passende wie lustbetonte Ehe zu sein, wenn sich Märchen mit Erotika verbinden. Auf diese Weise können die leicht angestaubten alten Erzählungen die Enge der Regalwände verlassen und ihre Geheimnisse mit uns teilen!

Das Resultat meiner Suche nach erotischen Märchen ist das Buch, das Sie in Händen halten. Großen Dank schulde ich der wunderbaren Brenda Knight vom Cleis Press Verlag für den inspirierenden Gedankenaustausch per Telefon und E-Mail. Mit ihrer Hilfe nahm diese Sammlung von Kurzgeschichten Gestalt an. Außerdem kann ich die hervorragenden Autoren gar nicht genug loben, die keine Mühen scheuten und Grenzen überschritten, um diese einzigartigen Stories zu schreiben. Ich bedaure lediglich, dass ich nicht alle erotischen Geschichten, die mir zugesandt wurden, in diesen Band mit einbeziehen konnte.

Alle Stories in … dann treiben sie’s noch heute, angefangen mit Delilah Devlins traditioneller, aber ungezogener Geschichte Die gehorsame Frau bis hin zu A. D. R. Fortes Erzählung Der steinerne Raum, in der ein Mann seine tiefe Sehnsucht nach Unterwürfigkeit entdeckt und auslotet – leben von dem Reiz, zwei Genres miteinander zu verbinden: das Märchenhafte mit dem Erotischen. Das Erotische, das in den ursprünglichen Märchenfassungen lediglich angedeutet wird, ist herausgearbeitet worden und zeigt sich Ihnen jetzt in seiner ganzen freizügigen Pracht, um so für prickelndes Lesevergnügen zu sorgen. Wer in diesen dunklen Wäldern spazieren geht, wird auf jede Menge freches Unheil stoßen, das in den Schatten lauert. Aber keine Angst: Hier geht es allein um Ihr Vergnügen. Welche Story gefällt Ihnen am besten? Welche Geschichte spricht Ihre dunkelsten Sehnsüchte an?

Ich lade Sie ein, zur nächsten Seite zu blättern und es herauszufinden …

Kristina Wright
Aus den dunklen Wäldern Virginias

Die gehorsame Frau

Delilah Devlin

Es lebte einmal ein Müller, der keine Söhne hatte, die ihm die Arbeit in der Mühle abnehmen und ihm den Lebensabend behaglich machen konnten. Seine Frau war schon vor langer Zeit gestorben und hatte ihm nur ein winziges Mädchen geschenkt, dessen Wert erst ersichtlich wurde, als es zu einer jungen Frau heranwuchs.

Ihre Schönheit holte das Sonnenlicht vom Himmel, das sich in ihrem blonden Haar fing. Die Vögel im Wald verstummten, wenn die junge Frau ihre liebliche Stimme erklingen ließ. Kein Blau und kein Rosenschimmer glichen der Farbe ihrer Augen oder ihren weichen, runden Wangen.

Um seinen einzigen Schatz sicher zu wissen, sperrte der Müller seine Tochter in sein Haus und überlegte, auf welche Weise er die Früchte seines Glücks am besten ernten könnte.

Als für die junge Frau die Zeit zum Heiraten kam, ließ der Müller im Dorfe verkünden, dass seine Tochter demjenigen gehören solle, der ihm eine entsprechende Summe Goldes zahlen würde. So hoffte der Müller, den Rest seines Lebens in Annehmlichkeit verbringen zu können.

Doch die Ankündigung des Müllers stieß auf schallendes Gelächter der Dorfbewohner. Denn wie konnte ein dürrer, hässlicher Mann wie der Müller ein Geschöpf gezeugt haben, das den Goldpreis wert gewesen wäre, den er verlangte?

Als ihm niemand den geforderten Preis zahlte, ließ der Müller einen Dorfbewohner in sein Haus, damit dieser einen Blick auf seine hübsche Tochter werfen konnte. Der Mann betrachtete eingehend ihr Gesicht und berührte ihr goldenes Haar, befürchtete aber, der Körper der jungen Frau könne missgestaltet sein. Daher verlangte er, mehr zu sehen. Erst dann sei er bereit, den vereinbarten Brautpreis zu entrichten.

Die Tochter war indes nicht dumm. Sie wusste, dass ihr Vater sie an den Höchstbietenden verkaufen würde. Doch nachdem sie ihr ganzes Leben in dem kleinen Haus verbracht hatte, sehnte sie sich danach, mehr von der Welt zu sehen als nur das kleine Dorf.

Während sie also bereitwillig ihr Kleid anhob und dem Dorfbewohner einen Blick auf ihren nackten Leib gewährte, teilte sie scharf mit böser Zunge aus und ließ den Freier wissen, dass sie den Mann, der sie heiratete, bald zum Hahnrei machen würde.

Dennoch kamen immer mehr Männer, boten dem Müller Gold, feines Leinen und teure Möbelstücke, um einen Blick auf die schöne junge Frau werfen zu können – genug Gold, um dem alten Müller einen behaglichen Lebensabend zu sichern.

Die Tochter wusste um die Habgier ihres Vaters und fragte ihn, warum er Abstriche machte und sich nur auf die Dorfbewohner beschränkte, wenn feine Herren aus den umliegenden Grafschaften bereit wären, viel mehr zu bieten.

Der Müller machte sich sogleich daran, in allen Landstrichen zu verkünden, was für eine schöne Tochter er hatte, wobei er achtgab, das Temperament der jungen Frau nicht zu erwähnen. Während ihr Vater also unterwegs war, ließ die Tochter weiterhin Besucher ins Haus und bot den verheirateten Männern mehr als nur den Anblick ihrer weichen Rundungen. Wusste sie doch, dass die verheirateten Männer schweigen würden.

Als sie mit ihren Lippen den langen, feuchten Schaft des Wirts erkundete, zählte sie im Geiste die Münzen, die ihr für ihre Dienste zustanden. Denn sie war fest davon überzeugt, dass sie nach wenigen Tagen genug Geld zusammen hätte, um sich die Schiffsüberfahrt in ein fernes Land leisten zu können.

»Ja, mit dem Mund bist du sehr talentiert«, murmelte auch der Schweinehirt, grub seine Hände in ihr Haar und zog ihren Kopf nach vorn, damit sie ihn tiefer in den Mund nahm. »Aber ich würde noch mehr zahlen, wenn ich auch in deine heiße Spalte könnte.«

Da biss sie zu, ohne auf sein Schmerzensgeheul zu hören, und löste sich von seinem langen Schaft. »Wenn mein Vater, dieser alte Narr, mir einen Gemahl bringt, so muss ich Jungfrau sein.«

Der Schmied, dessen dicken Schwanz sie schließlich mit der Hand verwöhnte, klopfte ihr aufs Hinterteil. »Es gibt noch andere Stellen, in die man eindringen kann, ohne dass es ein Ehemann merkt.« Er nannte ihr einen Preis, der ihre Augen aufleuchten ließ. Bereitwillig bot sie ihm ihren Hintern dar und lutschte gleichzeitig den Schwanz des Schweinehirten, während der Schmied ihr seinen Schaft ins hintere Loch bohrte.

Das rhythmische Wippen der Körper und die stöhnenden Laute, die die Männer in ihrer Lust von sich gaben, erregten die junge Frau. Sie wusste, je länger sie den Männern die letzte Befriedigung vorenthielt, desto mehr würden sie bereit sein, für ihre Erlösung zu bezahlen. Und obwohl ihr Kiefer schon schmerzte, ihre Hände wehtaten und ihr Hinterteil so wund war, dass sie nicht mehr sitzen konnte, fand sie ihre Lust in dem Klingeln der Goldmünzen, die in ihre verborgene Börse fielen.

Während die Tochter weiterhin ihre Flucht plante, reiste ihr Vater quer durchs weite Land und suchte nach einem Freier, der die Taschen voller Gold hatte. Als er ein besonders wohlhabendes Dorf erreichte, fragte er gleich nach dem reichsten Bewohner. Man führte den Müller tief in den Wald zu einer Burg, die auf einer kleinen Anhöhe stand. Alles war in gutem Zustand, doch niemand war zu sehen. Er klopfte an das Tor des Bergfrieds und zitterte, als das Tor langsam aufschwang und den Blick auf eine Gestalt freigab, die halb Mensch, halb Tier zu sein schien.

»Mein Herr«, begann der Müller ängstlich, »ich suche den reichen Mann, dem diese Burg gehört.«

»Was wollt Ihr von ihm?«

»Ich möchte ihm einen Schatz anbieten.«

Das Biest strich sich über das haarige Kinn. »Von was für einer Art Schatz sprecht Ihr?«

»Von der schönsten Frau im ganzen Land. Ein Mädchen von solcher Schönheit, dass selbst die Rosen sich vor ihm verneigen, wenn es an ihnen vorbeigeht.«

»Ist das Mädchen gehorsam?«

Der Vater räusperte sich. »Sie ist so schön wie die Sonne und der Mond zusammen.«

»Gehorcht sie?«

»Sie singt lieblicher als ein Sperling.«

»Wird sie hinnehmen, was ein Gemahl ihr sagt?«

Der Müller versuchte, mit fester Stimme zu sprechen. »Ich habe gehört, dass sie in jeder Hinsicht vollkommen ist.«

Das Geschöpf musterte ihn und lächelte schließlich. Doch beim Anblick der gewaltigen Zähne, die bei diesem Lächeln zum Vorschein kamen, bekam der alte Mann ganz zittrige Beine.

»Bringt sie zu mir. Wenn sie so ist, wie Ihr sagt, werdet Ihr den Preis erhalten, den Ihr verlangt.«

Der alte Müller kehrte in sein Dorf zurück und lenkte sein altes Pferd siegesgewiss durch die Gassen.

»Müller, habt Ihr einen Gemahl für das Mädchen gefunden?«, rief die Frau des Schmieds.

»Einen edleren Herrn findet man nirgends.«

Die Frau des Schweinehirten ging an ihm vorbei und warf ihm einen Blick aus verengten Augen zu. »Wird dieses Mädchen uns bald verlassen, alter Mann?«

»Das wird sie, und sie wird wie eine Prinzessin in einem Schloss wohnen.«

»Der Herr, der sie zur Frau nimmt, kann nur ein Narr sein«, murmelte die Frau vor sich hin.

Doch der Müller achtete nicht weiter auf die Bemerkung der Frau, glaubte er doch, dass Eifersucht aus ihren Worten sprach, weil die Müllerstochter von so schöner Gestalt war. Als er nach Hause kam, stieß er die Tür auf und rief gleich nach seiner Tochter.

Weiter hinten im Haus vernahm der Müller ein lautes Geräusch, doch da eilte die Tochter schon mit geröteten Lippen und zerknittertem Kleid zur Tür.

»Habe ich dich geweckt, meine Liebe?«, fragte der Vater.

Sie warf noch rasch einen Blick über die Schulter, ehe sie ihm ein zögerliches Lächeln schenkte. »Du bist ja schon zurück. Hattest du Erfolg auf deiner Reise?«

Der Vater nahm ihre Hände und hätte jauchzen mögen, so groß war seine Freude. »Ich habe dir ein Vermögen gesichert, mein Mädchen.«

Sie verdrehte die Augen und drängte ihn zur Tür ins Freie. »Wir müssen in die Stadt und neue Kleider für mich kaufen. Wie soll ich meinem zukünftigen Gemahl begegnen, wenn ich in diesen Lumpen herumlaufe?« Sie machte eine hastige Handbewegung in Richtung Haus, was ihren Vater verwirrte.

»Verscheuchst du eine lästige Fliege?«, fragte er verdutzt.

Sie lächelte, sah ihren Vater nur mit großen Augen an und machte erneut dieselbe Bewegung hinter ihrem Rücken. Als hinter dem Haus ein Geräusch zu hören war, als breche ein wilder Eber durchs Gebüsch, war der alte Mann für einen Moment abgelenkt und wandte den Blick von seiner Tochter.

»Mit dem Kleiderkauf halten wir uns gar nicht erst auf«, sprach er dann und sah sie wieder an. »Dein Gemahl nimmt dich so, wie du bist. Ich habe einen Wagen bestellt, und noch heute werden wir die Reise antreten.«

Und so kam es, dass die Müllerstochter zu jenem weit entfernten Dorf fuhr. Ihr Vater warnte sie, als sie sich dem Tor des großen Bergfrieds näherten. »Halte deine Zunge im Zaum, bis er das Geld gezahlt hat.«

Die Tochter lächelte und nickte zustimmend, doch im Geiste legte sie sich schon passende Widerworte zurecht, mit denen sie dem Burgherrn den Handel vergällen wollte. Denn sie hatte genug Gold in ihrer Börse, um den Weg zur Küste bestreiten zu können.

Doch als der große Torflügel aufschwang, vergaß die Müllerstochter alles, was sie sich überlegt hatte, da auf der Schwelle ein großes, haariges Biest stand, das nichts weiter trug als eine Hose und Stiefel. »Ist dies das Mädchen?«, fragte der seltsame Burgherr grummelnd.

Die Tochter erschauerte bei dem tiefen, warmen Klang seiner Stimme und wusste nicht, ob sie aus Angst oder vor Vergnügen zitterte.

Der Müller lächelte breit und spürte, wie ihm vor Stolz die Brust schwoll. »Dies ist der Schatz, den ich Euch anbiete.«

»So kommt herein. Ich möchte wissen, ob der Rest von ihr so lieblich anzusehen ist wie ihr Gesicht.«

Rasch erklomm die Müllerstochter die Stufen und entledigte sich ihres Kleids. Und während sie nackt vor dem Biest stand und sich seinem Blick aus dunklen Augen ausgesetzt sah, verspürte sie zum ersten Mal eine prickelnde Hitze in ihrem Bauch und merkte, wie sich die Feuchtigkeit an den Innenseiten ihrer Schenkel sammelte.

Das Biest hielt witternd die Nase in die Luft und legte der jungen Frau eine Pranke auf die Schulter. Inzwischen stand der haarige Burgherr hinter ihr, und sie hätte schwören können, dass er ihr über den Nacken geleckt hatte. Sie erbebte unter dem Verlangen, Erlösung zu finden, denn noch nie hatte sie in ihrem Innersten eine so lustvolle Anspannung gefühlt.

Das Biest schnaubte und ging dann zu einer Truhe, aus der es einen großen Beutel Gold holte. Schweigend reichte es ihn dem Müller und drängte ihn dann bestimmt zur Tür.

»A-aber ich wollte noch bis zur Hochzeit bleiben!«, stammelte der Vater.

»Ihr wolltet doch das Gold, oder nicht?«, fragte das Biest und senkte warnend die Stimme.

Der Müller schluckte schwer, drückte den Beutel an seine Brust und verließ die Burg.

Langsam drehte sich das Biest um, stellte sich auf das am Boden liegende Kleid und zerriss dabei das Gewebe mit seinen langen Krallen. »Ist dir warm genug, meine Liebe?«

Die Müllerstochter zitterte, nickte jedoch sogleich.

»Dann hast du auch keine Verwendung mehr hierfür«, setzte das Biest hinzu.

Es schritt auf eine lange, gewundene Steintreppe zu, und der jungen Frau blieb nichts anderes übrig, als dem Burgherrn nachzueilen, denn sie wollte nicht allein unten in der zugigen, dunklen Halle bleiben.

Das Biest schenkte ihr keine Beachtung, als sie ihm niesend hinauf in die Turmstube folgte. Sowie sie den obersten Raum erreicht hatten und eingetreten waren, verriegelte es die Tür und wandte sich der Müllerstochter mit einem bohrenden Blick zu. »Hast du Angst vor mir?«

»Müsste ich Angst vor Euch haben?«, fragte sie und wusste nicht, ob er sie auf die Probe stellen wollte.

Der Burgherr blinzelte kurz. Dann zeichnete sich eine steile Falte zwischen seinen Brauen ab, als sich seine Miene weiter verdüsterte. »Bist du noch Jungfrau?«

Trotzig reckte sie ihr Kinn vor. »Die Furche meiner Weiblichkeit wurde noch nicht gepflügt, Mylord.«

»Dennoch errötest du nicht.«

»Sollte ich denn nicht stolz sein auf meine Schönheit? Und da Ihr mein Gemahl sein werdet, ist es Euer gutes Recht, meinen nackten Körper zu betrachten.«

Er gab einen unwirschen Laut von sich und deutete mit einer Kopfbewegung auf das schmale Bett in der Mitte der Turmstube. »Ruh dich jetzt aus. Ich komme dann zu dir, wenn es dunkel wird.«

»Aber was ist jetzt? Wollt Ihr denn nicht …«

Er zog eine dunkle Braue hoch, und sie hätte schwören können, dass ein kleines Lächeln seine Mundwinkel umspielte. »Wenn es dunkel ist. Zünde keine Kerze an. Es wäre mir ganz und gar nicht lieb, wenn du es tätest.«

Sie nickte und setzte sich schließlich auf die Bettkante. Enttäuschung zeichnete sich auf ihren Zügen ab. »Aber ich bin doch gar nicht müde.«

An der Tür zögerte das Biest. »Möchtest du gerne … ein wenig Aufmerksamkeit … ehe du schläfst?«

Ihre Augen weiteten sich, und vor Aufregung röteten sich ihre Wangen. »Ja, Mylord … wenn es Euch beliebt.«

»Der Müller hat nicht gelogen«, raunte das Biest, kehrte zum Bett zurück und ging vor dem Mädchen auf die Knie. »Öffne deine Schenkel für mich, und lehne dich zurück.«

Mit einer langen, scharf aufblitzenden Kralle fuhr er ihr über ihre Scham, sodass sich die junge Frau schon fragte, ob sie einen schweren Fehler gemacht hatte. Denn wie sollte sie Vergnügen finden, wenn er ihre zarte Haut mit seinen Krallen ritzte?

»Ich werde dir nichts tun, Liebling.«

Da entspannte sie sich und schloss die Augen. Sein erster Zungenstrich verschlug ihr den Atem. Ihre enge Weiblichkeit zog sich zusammen, und er wich ein Stück zurück. Dann hob er ihre Schenkel an und legte sie sich über die breiten, behaarten Schultern, sodass die junge Frau die Matratze nicht mehr unter ihrem Hinterteil spürte. Als er mit der Zungenspitze ihre Blütenblätter nachzeichnete, begannen ihre Säfte, frei zu fließen.

»Tut mir leid«, wisperte sie.

Doch er lachte nur leise und küsste sie zwischen den Schenkeln. »Du gefällst mir, meine Schöne.«

Sie blieb in dieser Position liegen und krallte ihre Finger in die Matratze, da seine Zungenstriche ihr so viel Lust verschafften, dass sie am liebsten geschrien hätte. Doch sie wollte diesen herrlichen Augenblick nicht mit ihrer schrillen Stimme verderben.

Mit der Zunge leckte er an ihrem Eingang und strich über den Knopf über ihren kleinen Lippen, an dem sie herumgespielt hatte, als der Schmied sich in ihren Hintern geschoben hatte. Doch der Burgherr wanderte mit der Zunge weiter, worauf sie Laute der Enttäuschung unterdrückte, bis es ihr schier den Atem verschlug, als er sich mit seiner ungewöhnlich langen Zunge in ihrem Tunnel vortastete.

Stöhnend und seufzend schob sie ihm die Hüften entgegen, während seine Zunge unaufhörlich in ihr zuckte. Als er schließlich abrupt aufhörte, klagte sie: »Warum habt Ihr aufgehört?«

»Ich fürchte das Tier in mir. Es könnte Überhand nehmen. Du bist so lieblich, so erregbar, und ich darf deine Spalte erst heute Nacht nehmen.«

»Aber es gibt doch andere Stellen, die ein Mann … oder ein Biest … mit seinem … Glied … nehmen kann. So hat man es mir jedenfalls erzählt«, fügte sie atemlos hinzu.

»Du bist viel zu unschuldig für derartige Spiele, meine Liebe.«

»Aber ich würde Euch Lust verschaffen, auf welche Weise auch immer.« Sie hob den Kopf, begegnete seinem dunklen Blick und lächelte zaghaft.

Er schien über ihre Worte nachzudenken und ließ seinen Blick prüfend über ihren Leib gleiten. Die Müllerstochter lächelte noch immer und sah das Biest aus großen Augen an.

»Dreh dich um, und knie dich auf die Kante der Matratze.«

Sie befolgte seine Anweisung und reckte ihm eifrig ihr Hinterteil entgegen.

Als der Burgherr einen tiefen, kehligen Laut von sich gab, spürte die junge Frau in ihrer Vorfreude, wie ihr die Säfte den Schenkel hinabliefen. Mit der Zunge fing er die Tropfen auf und leckte ihr von hinten über die Spalte.

Die Müllerstochter stöhnte vor Lust, öffnete sich ihm noch mehr, bog den Rücken durch und zeigte ihm alles, was sie hatte, in der Hoffnung, dass er sie endlich nehmen würde.

Seine Zunge wanderte höher und umspielte den kleinen Eingang, den sie so herrlich empfindlich fand. Dort ließ er die Zungenspitze zwischen ihren Gesäßhälften kreisen und drang schließlich mit ihr in sie sein.

Das Gefühl war so intensiv, dass sie fast die Höhen der Lust erreichte, die sie jede Nacht mit ihren geschickten Händen erklomm. Immer wieder drang er mit der Zungenspitze in sie und leckte, bis sie ganz vergessen hatte, dass sie sich nach mehr gesehnt hatte.

Doch dann hielt er inne, und sie hörte das Rascheln von Stoff, was ihre Erregung weiter steigerte. Schließlich drückte etwas Dickes und Festes zwischen ihre Backen. Sie spürte, dass er größer war als der Schwanz des Schmieds. Sie versuchte, sich zu beruhigen und ihr hinteres Loch nicht zu verkrampfen.

Als er in sie glitt und stöhnte, lächelte sie voller Stolz, denn sie freute sich, ihm Vergnügen verschaffen zu können. Er legte seine großen Pranken auf ihre Hüften und begann, sich tiefer in ihren Tunnel zu bohren, bis sie schon fürchtete, dass er sie in zwei Hälften teilen würde. Nicht, dass es ihr etwas ausgemacht hätte. Wenn sie unter dem Ansturm dieser Lust sterben müsste, würde sie die Qualen mit Wonne auf sich nehmen.

»Reibe über deinen Knopf«, stöhnte er.

»Was, mein Herr?«

»Nimm einen oder zwei Finger und reibe über die kleine Knospe, an der deine Lippen zusammenlaufen. Ich weiß, dass du die Stelle kennst und ahnst, wozu sie gut ist.«

»Ja, ich weiß es«, gab sie zu. »Auf diese Weise konnte ich mir meine Jungfräulichkeit erhalten.«

Er rammte sich tief in sie, während sie mit einem Finger über ihre feuchte Perle strich. Die Spannung in ihrem Bauch stieg weiter an, bis es fast schmerzte. »Mehr ertrage ich nicht«, stöhnte sie.

»Dann komm für mich, meine Liebe«, sagte er und trieb sich so tief in sie, dass seine haarigen Beine die Innenseiten ihrer Schenkel berührten und seine Eier rhythmisch gegen ihre heiße Spalte schlugen.

Das war zu viel für sie. Sie bog den Rücken durch und gab ein lautes, langgezogenes Heulen von sich. Dann brach sie auf dem Bett zusammen, sodass ihre Brüste über den Stoff der Bettdecke rieben.

Seine Stöße wurden langsamer, und seine kehligen Laute verwandelten sich in ein rhythmisches Schnurren.

Als er schließlich innehielt, verbarg sie ihr Gesicht in der Matratze, weil sie sich nicht anmerken lassen wollte, wie lusterfüllt sie war.

Doch er löste sich von ihr, drehte sie auf den Rücken und beugte sich mit seinem haarigen Oberkörper weit über sie. Stumm sah er sie aus seinen Furcht einflößenden, dunklen Augen an.

Sie erbebte unter diesem Blick, merkte aber rasch, dass sie keineswegs aus Angst zitterte. Ihr Geschlecht pulsierte noch immer in kleinen Schüben, und sie wünschte sich, endlich seinen langen Schaft tief in sich spüren zu können.

Seine Augen verengten sich, als er sich erneut über sie beugte. Dann leckte er mit einem Zungenstrich über ihren Mund und sog ihre Unterlippe zwischen seine Zähne, bis die junge Frau stöhnte. »Und du bist sicher, dass du noch Jungfrau bist?«, fragte er forschend.

»Meine Muschi hat auf jemanden wie Euch gewartet, Mylord.«

In seinen Zügen deutete sich etwas wie ein Lächeln an. »Heute Nacht. Zieh die Vorhänge vor den Fenstern zu. Ich komme noch einmal zu dir, wenn es dunkel ist.«

Als er sich zum Gehen anschickte, rollte sie sich in der Mitte des Bettes zusammen und schlief augenblicklich ein.

In jener Nacht wachte sie auf, als der Wind in die schweren Vorhänge vor den Fenstern fuhr. Schläfrig spähte sie in die Dunkelheit und spürte noch den Schmerz in ihrem hinteren Loch, während sich bereits ein Gefühl der Vorfreude zwischen ihren Schenkeln breitmachte.

Die Tür der Kammer knarrte, und durch die Schatten näherte sich eine dunkle Gestalt dem Bett. Das Herz der jungen Frau setzte für einen Schlag aus. »Mylord?«

»Ich bin es.« Seine Stimme klang weicher, und die Müllerstochter lächelte in die Dunkelheit hinein, wusste sie doch mit Gewissheit, dass sie ihm bereits zuvor Lust verschafft hatte.

»Du hast keine Angst mehr vor mir?«

»Natürlich nicht.«

»Ich verlange heute Nacht von dir, dass du mir gehorchst. Ich verlange bedingungslosen Gehorsam.«

Ihr Leib sprach mit erstaunlicher Begeisterung auf seinen Wunsch an. Bereitwillig rieb sie ihre Schenkel aneinander, um die Feuchtigkeit zu verteilen, die sich zwischen ihnen gesammelt hatte. »Ich werde gehorchen.«

»Du musst deine Hände über den Kopf strecken und die Stangen am Kopfende des Betts umfassen. Du darfst nicht loslassen, ganz gleich, was geschieht.«

Dieses Spiel gefiel ihr mehr, als sie zugeben wollte, und so streckte sie ihre Arme aus und umschloss die Streben am Kopfteil.

»Jetzt öffne dich für mich, und zieh deine Knie an. Ich möchte deinen Schoß und deine Scham sehen.«

»Könnt Ihr mich sehen?«

»In deiner ganzen Pracht, meine Liebe.«

Es gefiel ihr, wie er diese Worte sagte, und er schien es tatsächlich so zu meinen. Daher spreizte sie die Beine und zog die Knie zum Körper, um sich möglichst weit zu öffnen.

Am Fußende wurde die Matratze nach unten gedrückt. Der jungen Frau blieb fast das Herz stehen, so aufgeregt war sie. »Werdet Ihr es jetzt tun?«, fragte sie mit heiserer Stimme. »Ihr werdet mir meine Jungfräulichkeit nehmen?«

»Wenn es das ist, was du mir anbietest, ja.«

»Sie gehört Euch, ich schwöre es.«

»Dennoch hat dein hinteres Loch schon einen anderen Mann willkommen geheißen.«

»Ich …« Sie schluchzte, der Atem stockte ihr. »Ich kann keine Entschuldigung vorbringen, Mylord. Aber ich versichere Euch, dass ich keine körperliche Befriedigung bei dem Mann fand, der meinen Hintern nahm.«

»Deine Muschi gehört also mir allein?«

»Ja.«

»Dann werden wir über das Vergangene kein Wort mehr verlieren. Du darfst mich nicht berühren, wie ich es tue. Versprich es.«

»Ich verspreche es.«

Sie spürte seinen heißen Leib, als er sich über sie schob, merkte, wie er sich mit einer Hand über seinen Schaft strich, ehe er mit dessen fester Spitze gegen ihre weiblichste Öffnung drückte. Ihr Atem ging schneller, und ihre Säfte flossen stärker.

»So herrlich, so nass«, stöhnte er und schob seinen Schwanz in ihren Tunnel, drang aber zunächst nur ein Stück weit vor.

»Ich will mehr«, seufzte sie. »Ich kann mehr aufnehmen.«

»Langsam. Ich habe nicht die Absicht, dir wehzutun.«

»Ich sehne mich nach Euch, Mylord. Füllt mich ganz aus!«

Er stieß weiter vor, durchdrang ihre Jungfräulichkeit.

Die junge Frau jammerte und erzitterte unter ihm und bog den Rücken durch, als Lust und Schmerz sich so tief in ihren Körper gruben, dass sie schon befürchtete, es nicht länger ertragen zu können.

Er stieß weiter und hielt dann angespannt inne.

»Tiefer!«, rief sie.

»Weiter werde ich nicht gehen. Ich bin fast soweit.« Erneut stieß er hart in sie und schob sich in ihrem engen Tunnel vor.

Ihr Leib erbebte. In ihrer Lust biss sie sich auf die Unterlippe und versuchte, ihre Schreie zu unterdrücken, während sie in höhere Sphären katapultiert wurde.

Sein Lustschrei erfüllte den Raum. Doch dann verließ der Burgherr rasch die Matratze und wich vom Bett zurück.

»Warum verlasst Ihr mich?«, jammerte sie und setzte sich auf. Fürchtete sie doch, dass er ihrer jetzt womöglich überdrüssig war, da sie ihre Jungfräulichkeit verloren hatte.

»Ich muss fort, ich kann nicht anders. Du bleibst hier. Du musst dich bis zum Morgengrauen von mir fernhalten. Versprich mir, dass du mir gehorchst.«

Sie versprach es, aber sowie ihr die Worte über die Lippen gekommen waren, wusste sie nicht mehr, ob sie es auch so gemeint hatte.

So verließ er sie in jener Nacht, und seine Schritte verhallten auf den steinernen Treppenstufen.

Die Müllerstochter saß in der Dunkelheit und fragte sich, was sie falsch gemacht hatte. Hatte sie gar sein Missfallen erregt? Doch dann schlich sich ein weiterer Gedanke in ihr Bewusstsein. Der Burgherr hatte sie genommen, doch keinen Moment lang hatte sie dabei das raue Fell des Biests auf ihrer empfindlichen Haut gespürt. Nirgendwo. Seine Stimme war zwar tief gewesen, aber dunkle, kehlige Laute hatte sie nicht vernommen.

War sie wirklich vom Burgherrn selbst genommen worden?

Erschrocken tupfte sie sich mit dem Laken zwischen den Schenkeln trocken und stahl sich dann aus der Kammer. Leise schlich sie die Stufen nach unten und drückte sich dabei mit dem bloßen Rücken an das kalte Mauerwerk des Treppenaufgangs.

Unten in der Eingangshalle, in die sie das Biest bei ihrer Ankunft geführt hatte, machte sie einen Lichtschimmer aus. Mit angehaltenem Atem spähte sie um die Ecke, doch sie sah bloß einen hohen Lehnstuhl, der zum Kaminfeuer wies. Die Person in dem Stuhl konnte sie nicht erkennen.

So leise wie möglich schlich sie weiter in den Raum, bis sie das Profil der Person sehen konnte, die in dem Lehnstuhl saß. Ihr stockte der Atem, denn noch nie hatte sie einen so schönen Mann gesehen.

Doch als die Gestalt plötzlich den Kopf in ihre Richtung drehte, erschrak sie unter dem sengenden Blick aus seinen dunklen Augen. Ein lautes Grollen brach sich an den hohen Wänden. »Du hast mir nicht gehorcht!«

Die Stimme gehörte tatsächlich zu dem Biest, auch wenn der Klang nun nicht so grollend war. Ungläubig starrte die junge Frau auf den Mann, der so nackt war wie sie selbst. Ihr Leib brannte, als sie sich entsann, wie der Schaft, der sich an seinen Oberschenkel schmiegte, sie ausgefüllt hatte. »Seid Ihr es wirklich?«, hauchte sie.

»Du Närrin«, stieß er hervor. »Jetzt war alles umsonst.«

»Was, Mylord?«, fragte sie bestürzt, hörte sie doch die Verzweiflung in seiner Stimme. »Erzählt mir alles.«

»Siehst du diese Gestalt, die dir so gefällt? So sah ich aus, ehe ich die Tochter einer Hexe nahm. Als ich mich weigerte, sie zu heiraten, weil sie keine Jungfrau mehr war, verfluchte mich ihre Mutter. Jetzt verbringe ich meine Tage als Biest und bin nur des Nachts ein Mann. Hätte ich eine gehorsame Frau gefunden, eine Jungfrau, hätte ich den Fluch brechen können. Doch nun bin ich dazu verdammt, mein Leben als Zwischenwesen zu fristen, nicht ganz Mensch und nicht ganz Tier.«

Die Augen der Müllerstochter füllten sich mit Tränen, und obwohl sie den Zorn in seinen Zügen sah, trat sie näher an den Burgherrn heran. »Dieser Fluch. Was genau hat es mit ihm auf sich?«

»Ich bin schrecklich anzusehen. Ich jage den Menschen in meiner Umgebung Angst ein. Sie weigern sich, mir zu dienen. Eines Tages, so fürchte ich, werden sie sich gegen mich auflehnen und mich töten, weil ich kein Mensch bin. Schlimmer noch, ich kann keine Frau mit Leidenschaft berühren, weil ich befürchten muss, ihre Haut mit meinen Krallen zu zerfetzen.«

Unsicher leckte sie sich über die Lippen und trat noch näher an ihn heran. »Wenn nun jemand anders an Eurer Stelle die Aufgaben übernimmt, die zu erledigen sind, wäre das Problem dann nicht aus der Welt?«

Seine Augen verengten sich, doch er nickte.

»Wenn nun jemand anders die Bediensteten und Bewaffneten anwirbt, die Ihr zu Eurer Sicherheit braucht, wäre dann nicht ein weiteres Problem gelöst?«

Seine Brust hob und senkte sich, und er nickte wieder, langsamer diesmal.

»Wenn Ihr eine Frau fändet, die bereit wäre, das Biest wie auch den Mann in ihrem Bett zu empfangen, wäre dann nicht auch das letzte Problem gelöst?«

Er stieß einen langen Seufzer aus. »Ja.«

Sie holte tief Luft und strich sich ihr langes Haar zurück. »Habt Ihr das wirklich ernst gemeint, dass Ihr eine gehorsame Frau sucht?«

Die Schönheit seines Lächelns ...

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