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Zwerge

INHALT

Dank meinem Vater!

TEIL 1

Einführung

1. Kapitel: Albert Einstein zum Thema Mythos

2. Kapitel: Zwerge – zwischen Mythos und Realität

3. Kapitel: Die uralte Tempelstadt Susa

4. Kapitel: Fragmente der elamischen Geschichte

5. Kapitel: Woher kamen die Elamiter?

6. Kapitel: Frauen in Alt-Elam

7. Kapitel: Tempel und heilige Haine

8. Kapitel: Götter – Außerirdische – oder Menschen?

9. Kapitel: Die Schlange – das Gensymbol der Götter

10. Kapitel: Der sumerische Schöpfungsmythos

11. Kapitel: Kontra Evolutionstheorie

12. Kapitel: Die These von den Außerirdischen

13. Kapitel: Der sumerische Sintflutbericht

14. Kapitel: Wer war die Göttin Kore?

15. Kapitel: Der Halbgott Korybas

16. Kapitel: König Kyros, der gesalbte Jahwes

17. Kapitel: Warum die Kirchenväter nicht mehr schweigen

18. Kapitel: Aus den alten Mysten

Schlusswort

TEIL 2

19. Kapitel: Die Wanderungen der Korybanten nach …

Mesopotamien

Anatolien

Ägypten

Afrika

Indien

Griechenland

Litauen

Russland – Kiew – Novgorod

Wikinger – Waräger

Zwerge – Korybanten – Skythen – Sarmaten – Slawen

TEIL 3

20. Kapitel: Geschichten und Sagen aus neuer und alter Zeit Zwerge im Mittelalter

Zwerge zu Zeiten des Ritterstandes

Das Ende der Welt und die fliegenden Zwerge v. Judith Kürwitz

Die Zwerge (Gedicht)

Zwerg Schabernak (Gedicht) v. L. Bechstein

Über die Zwergenweibchen

Der Paradiesvogel und die Zwergenprinzessin v. Judith Kürwitz

Über Roland Roth

Nachwort von Roland Roth

Literatur und Bildquellen

Dank meinem Vater!

Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich nie zur Feder gegriffen und ohne ihn hätte ich auch niemals über die Themenbereiche geschrieben, die nun heute meine Bücher füllen. Deshalb möchte ich auch dieses Buch meinem über alles geliebten Vater, Hans-Heinz Kürwitz (* 15.8.1921 † 6.12.2002) widmen.

Nach seiner beruflichen Tätigkeit (Direktor, Geschichtsforscher und Autor), widmete er sich den von seinem Vater Herbert Richard Kürwitz, Oberstleutnant und Syndikus, und seinem Großvater Dr. jur. Richard Oskar Kürwitz, (Kaiserl. Konsul und Legationsrat) hinterlassenen Familienunterlagen.

Mein Vater schreibt in seinem Manuskript, dass sein Großvater (mein Urgroßvater), welcher seinerzeit noch Vizekonsul in Konstantinopel war, Heinrich Schliemann während seiner Ausgrabungen in Troja konsularisch betreut habe und für seine Bemühungen eine von ihm ausgegrabene frühgeschichtliche, steinerne Öllampe mit einer keilinschriftlichen Verzierung erhielt. (Sie ist meinem Vater während einer seiner beruflich bedingten Umzüge leider verlorengegangen.)

Die ursprüngliche Ambition meines Vaters seinen sieben Kindern einen lückenlosen Stammbaum zu hinterlassen, war nur der Anfang einer schier unendlichen und doch so faszinierenden Reise in die Vergangenheit.

Auf der Suche nach dem Ursprung seines Familiennamens, seiner Bedeutung und Herkunft, befand er sich unvermutet zwischen Mythos und Wirklichkeit in einer Zeit wieder, die wir als den Beginn der Zivilisation bezeichnen.

Seine sprachwissenschaftlichen und geographischen Kenntnisse führten ihn in ein längst vergessenes Königreich, das einst im Südwesten des heutigen Iran lag. Dort traf er im Kreise der Zwerge auf eine Jahrtausende alte, äußerst merkwürdige, doch hoch entwickelte Kultur.

An dieser Stelle soll angemerkt sein, dass das vorliegende Buch nichts mit Familienforschung zu tun hat! Vielmehr geht es um das Urvolk der Zwerge, welche mein Vater hier unter ganz anderem Namen aufgespürt hat.

Mein Vater begann seine Forschungergebnisse aufzuzeichnen. Am Ende seines Lebens hatte er „sein“ Buchmanuskript fertiggestellt, welches aber nicht veröffentlicht wurde.

Leider erst nach seinem Tode begann ich mich der Thematik seines Werkes, welches für mich allemal fremd und unbekannt war, auseinanderzusetzen. Und leider auch erst nach seinem Tode, die bittere Erkenntnis, dass er der wichtigste Mensch in meinem Leben war.

Zu seinem Gedenken habe ich dann mein erstes Buch, welches in der Hauptsache auf seinen Forschungsergebnissen beruht, sowie den Themenbereichen mit denen er sich am Ende seines Lebens beschäftigt hat, im Nov. 2009 veröffentlicht: „Dem Mythos auf der Spur“.

Danken möchte ich auch meinem lieben Jugendfreund Hugo Merfeld, der mir erst das Reich und den Mythos der Sumerer eröffnet hat.

Ganz besonderen Dank möchte ich unserem Herrn Joachim Schmidt, Ex-Bürgermeister und Lehrer in Schwedelbach ausdrücken, der mir dieses Buch und andere Werke Korrektur gelesen hat

Judith Kürwitz

TEIL 1

Einführung

Es ist nun kein Geheimnis, dass unsere Zwerge zu allen Zeiten und bis auf den heutigen Tag als Bergleute bekannt sind.

Doch hinter dem Mythos Zwerge liegt viel mehr verborgen, als bisher auch nur erahnt werden konnte. Dies liegt nicht nur an ihrer kontinentalen Verbreitung und den damit verbundenen Sprachbarrieren, sondern eben auch an einem über die Jahrtausende gehütetem Wissen.

Die Idee zu diesem Buch resultierte u.a. daraus, dass einige Historiker die uns aus vielen Sagen und Märchen bekannten Zwerge mit dem orientalischen Stamm der KORYBANTEN gleichsetzen.

Da heißt es:

„Aus Wasser und Erde sind die Korybanten geboren. Wie dem Namen, so kommen sie auch dem Wesen nach, ganz unseren Zwergen gleich. Wie diese sind sie Metallkünstler, kunstreiche Schmiede.“

(Julius Franz Lauer, Theodor Beccard, Martin Hertz – 1851, Literarischer Nachlass, Bd. 1 – 2)

Zwerge, sagt Solinus, hausen auf dem Gebirge – das sind Korybanten – Kabiren“.

„Die Korybanten stammen von Korybas. Von da hätten sie sich westlich gegen das schwarze Meer, östlich nach Indien begeben“.

(s. dazu Teil 2, Kapitel Indien) (Karl Barth, K. Bayerischer Geheimrat, 1832)

Da heißt es:

„Die Zwerge wissen mehr als die Menschen und können deshalb in die Zukunft sehen und weissagen. Sie werden den Dämonen zugeschrieben, die Beziehungen zur Metallurgie haben, den Kabiren, Telchinen, Korybanten und Daktylen“.

(Ruth Michels-Gebler, 1984)

Gleich den deutschen Zwergen tragen auf antiken Bildern die kleinen Korybanten Hüte auf dem Kopf.

(Deutsche Mythologie - Band 3 - Seite 133 Jacob Grimm, E. Hugo Meyer, 1965)

„In all diesen Geschichten sind Korybanten, bald nur wenige Urwesen, bald ganze Urvölker, und an der Größe der Götter-Mutter gemessen, wie schon gesagt, Zwerge“.

(Die Mythologie der Griechen: die Götter- und Menschheitsgeschichten von Karl Kerényi, 1951)

„Es scheint gewiss, dass man bei Entstehung dieser Mysterien die Eingeweihten mit den Vorteilen unterhielt, welche die Korybanten der menschlichen Gesellschaft erwiesen, sei es durch Aufmunterung zum Ackerbau oder durch Betreibung nützlicher Künste. Diesen Wohltaten fügten die Korybanten noch eine andere sehr wichtige bei, nämlich dass sie den Eingeweihten ein künftiges Leben verhießen.“

(Carl Gotthold Lenz, Doktor der Philosophie, „Aus des Freiherrn v. Sainte-Croix Versuch über die alten Mysterien“, 1790)

Die vorangegangenen Textausschnitte belegen nicht nur, dass Zwerge im Alten Orient KORYBANTEN genannt werden, sondern auch, dass sie in einer sehr frühen irdischen Entwicklungsphase im Bunde mit der „Grossen Göttermutter“ eine äußerst mysteriöse Rolle gespielt haben.

Bekannt geworden sind diese als KORYBANTEN benannten Zwerge erst durch die griechische Mythologie. In der vorgriechischen Zeit nannte man sie KYRBANTEN. Ihre frühesten Wohnstätten lagen tief im alten Orient und wie könnte es anders sein, ihre Heimat war das größte Gebirge im Iran, das Zagrosgebirge.

Dort liegen die Anfänge unserer Zivilisation. Die Metallkunst befand sich schon auf einem beachtlichen Niveau und der Ackerbau hat in diesem Bereich der Erde nachgewiesenermaßen im 6 Jts. v. Chr seinen Anfang genommen.

Das Sesshaftwerden der hier eingewanderten Völker fand in den äußerst fruchtbaren Gebirgstälern des Zagrosgebirges erstaunlich gute Voraussetzungen.

Das von Zwergen oder KORYBANTEN besiedelte Land wurde später ELAMlam genannt. Ein uraltes Königreich mit zwei führenden Königsstädten, ANSCHAN und der späteren Hauptstadt SUSA.

Die ersten Ansiedlungen lassen sich in ELAM bis auf das 9. Jts. datieren, einer Zeit, aus der wir noch keine schriftlichen Überlieferungen kennen. Doch dann fand man auf Tontäfelchen die ersten bisher bekannten Schriftzeichen, welche man in der Wissenschaft als die prote-elamische Strichschrift bezeichnet, sie wird allgemein dem 3./4. Jh. zugerechnet.

Wie unglaublich eng Mythos und Wirklichkeit ineinander verflochten sind, kommt gerade durch das Volk oder besser den Stamm der KORYBANTEN oder Zwerge zum Ausdruck.

Bevor wir uns in den nächsten beiden Kapiteln mit dem alten Königreich ELAM, der frühesten Heimat der Zwerge, beschäftigen, möchte ich an dieser Stelle Albert Einstein zum Thema Mythos zitieren, da wir uns zumindest teilweise in eine vom Mythos tief verschleierte, vorgeschichtliche Zeit begeben, welche uns ganz zu den Anfängen unserer Zwerge und ihrer rätselhaften Bedeutung führen wird.

1. Kapitel: Albert Einstein zum Thema Mythos

Zitat:

„Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mythischen. Aus ihm keimt wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern kann und in Ehrfurcht aufgehen kann, der ist seelisch bereits tot. Das Wissen darum, dass das Unerforschliche wirklich existiert und dass es sich als höchste Wahrheit und strahlendste Schönheit offenbart, von denen wir nur eine dumpfe Ahnung haben können- dieses Wissen und diese Ahnung sind der Kern aller wahren Religiosität.“

An anderer Stelle sagte er:

„Meine Religion besteht in der demütigen Anbetung eines unendlichen Wesens höherer Natur, das sich selbst in den kleinen Einzelheiten kundgibt, die wir mit unseren schwachen und unzulänglichen Sinnen wahrzunehmen vermögen. Diese tiefe gefühlsmäßige Überzeugung von der Existenz einer höheren Denkkraft, die sich im unerforschlichen Weltall manifestiert, bildet den Inhalt meiner Gottesvorstellung.“

„Das kosmische Erlebnis der Religion ist das stärkste und edelste Motiv naturwissenschaftlicher Forschung“.

2. Kapitel: Zwerge zwischen Mythos und Realität

Um die Bedeutung der Zwerge, im Folgenden KORYBANTEN genannt, in ihrem Kern zu erfassen, muss man sich mit ihrer frühesten Heimat und ihrem damaligen Umfeld beschäftigen.

Was sie für unsere Forschung sehr interessant macht ist dass KORYBANTEN in der Literatur, sowohl als mythische – aber auch als irdische Gruppen dargestellt werden.

Besondere Betonung soll aber auch auf die Zugehörigkeit der KORYBANTEN zu dem später ELAMITER genannten Volk gelegt sein.

Die Elamiter gelten in der Wissenschaft als äußerst rätselhaftes, eigenständiges und ungewöhnliches Volk. Woher sie wirklich kamen, bleibt ein Rätsel!

Auch ihre Sprache ist mit keiner der bekannten Sprachen verwandt. Es gibt natürlich Vermutungen in die eine oder andere Richtung, doch wir wollen uns an dieser Stelle nicht weiter damit beschäftigen.

Wie aus alten Berichten von Strabo, Herodot, Plinius und Polybios hervorgeht, besiedelten KORYBANTEN vor tausenden von Jahren ein Territorium im Zagrosgebirge, im Südwesten des heutigen Iran gelegen. Dort gründeten sie das in der Alten Welt berühmte Königreich von ELAM mit ihrer damaligen Hauptstadt, welche man in der Antike CORBIENE nannte und aus der später KHORRAMABAD wurde, so wie die Stadt heute noch heißt. KHORRAMABAD gehört zur heutigen Provinz LORESTAN oder LURISTAN, welches einst das Kernland des frühen ELAMS bezeichnen dürfte.

KHORRAMABAD und seine Umgebung sind rings umgeben von hohen Bergketten.

Das Land war sehr fruchtbar, an Wildtieren herrschte kein Mangel. Flüsse versorgten die Menschen mit Wasser und lieferten reichlich Fische und Flusstiere für ihre Nahrung.

Dies ist das Land, in dem wir die älteste Heimat der Zwerge gefunden haben.

Mit der Besetzung des Tals im Zagrosgebirge begannen die KORYBANTEN Häuser zu bauen, daneben wurden für die inzwischen domestizierten Tiere Ställe errichtet.

Und bald begannen sie mit der Herstellung ihrer einzigartigen überall auf der Welt bewunderten Keramik- und Bronzekunst.

ELAM war in seiner politischen Struktur ein hierarchisch streng gegliedertes Fürstentum; es wurde von einer Fürstin nach dem dort damals geltenden Matriarchat regiert.

Während viele alte und berühmte Städte heute nur noch aus Ruinen bestehen oder zu bedeutungslosen Dörfern herabgesunken sind, ist KHORRAMABAD noch heute die Hauptstadt der Provinz LORESTAN und liegt im Zentrum des Zagrosgebirges.

Die Bewohner nennt man von daher die „LOREN“, ihre Vorfahren waren die Hersteller der berühmten Bronzen von LORESTAN, die ihren Siegeszug um die ganze Welt antraten und damit auch vom frühen zivilisatorischen Aufbruch aus diesem Lande künden. (Lorestan, auch Luristan geschrieben und gesprochen.)

Leider ist das verschollene Königreich von ELAM heute kaum jemanden bekannt, und doch spielten sich gerade hier ganz entscheidende Entwicklungen ab, welche die erste menschliche Revolution, den Beginn der Zivilisation und damit dass Sesshaftwerden der Menschen zur Folge hatte! Und wie aus einigen Berichten von Autoren, welche über die KORYBANTEN berichtet haben, hervorgeht, können sie den maßgeblichen Anteil an diesem erstaunlichen Fortschritt für sich verbuchen.

Es konnte festgestellt werden, dass die als mythischen Figuren bekannten KORYBANTEN ein Teilstamm des als proto-elamitisch (vor-elamitisch) bezeichneten Volkes gewesen sind. Sie bewohnten nach folgender Karte die Stadt KHORRAMABAD und diese befindet sich im ehemaligen Königreich von ELAM.

Karte 1: Vorderorient (FA Judith Kürwitz)

Ausschnitt aus Karte 1 (FA Judith Kürwitz)

In der Mitte des obigen Kartenausschnitts, wird der Name der „KORYBANTEN“ (Orthocorybantes) geschrieben, wobei ortho „hoch“ bedeutet, danach wohnten sie im Hochland des Zagrosgebirges, direkt darunter steht der Name der Stadt Currimabad, dass heutige KHORRAMABAD. Darunter die griechische Bezeichnung Elymais für ELAM. Etwas weiter unten sind die alte Hauptstadt Susa und das sie umgebende Land der Susiana eingezeichnet.

Der bekannte britische Geograph, Mayor James Renell (1742 – 1830) schreibt in „The geographical System of Herodot“ (hg. 1816 u. 1830) „Das die Orthocorybanten das Volk von CORBIENE sind, das jetzt Kurrimabad heißt“, also von dem heutigen KHORRAMABAD.

Mit dieser Aussage enthebt Renell die KORYBANTEN aus ihrer mythischen Verklärung und bestätigt, dass sie eine irdische Gruppe waren, welche dem Volk der ELAMITER zuzurechnen ist.

Abb. 1: Die Lithographie zeigt KHORRAMABAD, mit der auf einem Felsplateau liegenden Burg. An der Stelle, wo die erste Ansiedlung zu Füssen des kegelartigen Berges zu erkennen ist, wurde später die Stadt erbaut.

KHORRAMABAD wurde von Historikern und Geographen der Antike, aber auch nach der Zeitenwende bis in unsere Zeit besucht und beschrieben.

Barons C. A. de Bodes, der KHORRAMABAD einst besuchte, berichtete, dass ein gleichnamiger Fluss durch die Stadt fließt und später in den Kashgan mündet.

Die Stadt selbst liege auf dem rechten Ufer des Flusses und man müsse eine flache steinerne Brücke überschreiten, um an einem Zypressenhain vorbei, in die Stadt zu gelangen. Er beschreibt KHORRAMABAD als einen einmalig schönen Platz, der von Bergketten umgeben ist, welche von Nordwest nach Südost verlaufen.

Dort ermöglicht ein plötzlicher Durchbruch durch das Bergmassiv dem Fluss für eine dreiviertel Meile seinen Weg durch das Tal zu nehmen. Etwa in der Mitte des Flussbettes steht am Rande ein großer Fels. Nahe seinem Gipfel entspringt eine ergiebige Quelle.

Im Zentrum von KHORRAMABAD wurde einst die berühmte Festung von KHORRAMABAD (s. Lithographie von Khorramabad) errichtet. „Die schwarze Festung“, wie sie genannt wird oder wurde, heißt heute Falakol-Aflak und beherbergt ein Museum. Sie war einst Sitz kurdischer und lorischer Fürsten.

Archäologische Funde beweisen die Kunstfertigkeit der frühen ELAMITER in der Herstellung dünnwandiger bestechend schöner Keramik, welche ausschließlich nur auf elamischen Boden hergestellt wurde.

Der französische Archäologe de Morgan, der die Ausgrabungen leitete, datierte die Entstehung dieser Keramik auf etwa 8.000 Jahre v. Chr.! Die Keramikherstellung war somit schon zu dieser frühen Zeit in vollem Gange und zeichnet einen ganz eigenen Stil.

„Die alt-elamischen Keramiken, wie wir sie z. B. im Louvre bewundern können, sind ein wunderbares Zeugnis weiblichen Schaffens, das so auch nur in einer Zeit des Friedens stattfinden konnte, für den die Mütter der Clans sorgten. Dafür zollten ihnen die Elamer Anerkennung und Respekt“.

(Doris Wolf)

Die Kunst, dünnwandige, stilistisch faszinierende Vasen und Gebrauchsgegenstände aus Kupfer herstellen zu können, spricht nicht nur für die außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten dieser frühen ELAMITER, Korybantenorybanten oder Zwerge, sondern auch für deren Vorstellungsvermögen, welches wohl außerhalb der Denkprozesse der erst zu Bauern gewordenen altsteinzeitlichen Menschen lag.

Abb. 2: Dieses elamische Siegel stammt aus der Zeit um 3000 v. Chr. und zeigt eine frühe Porzellanmanufaktur, welche wohl im Hochland von Elam gelegen war (bei Hinz)

Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass Elam bereits schon sehr früh eine hochentwickelte Oberschicht besaß; von Barbarei und primitiven Lebensverhältnissen also gar keine Rede sein kann, wie manch einer vielleicht glauben möchte.

Abb. 3: Kel-i-Daud (Abb. 9 S. 14 bei Hüsing) – Die Abbildung zeigt eine Kammer die auf der linken Seite eine Figur in altelamischer Tracht zeigt. Die Figur wird wahrscheinlich heute noch Kel-i-Daud genannt. Ein Hinweis deutet darauf hin, dass es sich um das Reliefbild des David handeln könnte.

Die Wissenschaftlerin Judith Pullar ist überzeugt, dass in den Bergregionen des ZAGROSGEBIRGES der früheste Anbau von ersten Getreidesorten erfolgte. (s. Gott Enlill)

Abb. 4: Pflug (bei Sitchin) – Auf diesem Rollsiegel aus Nippur sind Pflüger abgebildet. Der Pflug ist seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. in Elam belegt.

Die bei weitem bedeutendsten Erzeugnisse elamischer Kunst waren zweifellos die schon erwähnten berühmten Bronzen von LORESTAN. Aus weit auseinanderliegenden Gräbern kamen Tausende von bronzenen Gegenständen zu Tage: Pferdegeschirre, Schwerter, Äxte und Schmuckstücke.

Die ersten gehämmerten Metallgegenstände fand man ebenfalls im Hochland des ZAGROSGEBIRGES.

Durch das Eindringen fremder Völker aus Zentralasien und dem Kaukasus war der elamischen Kunst leider keine lange Dauer beschieden.

Die elamische Wirtschaft war hoch entwickelt und äußerte sich durch einen gut strukturierten Fernhandel. Die elamische Bürokratie war vorbildlich und ist schon für die Frühgeschichte nachgewiesen und auf zahlreichen Siegelbildern dokumentiert.

ELAM besaß wichtige Rohstoffquellen, von daher konnten sie mit einer breiten Produktpalette aufwarten, zu der auch wertvoller Schmuck und auch das Bier gehörte.

Trotz ihrer fortgeschrittenen Kultur verharrten die ELAMITER aber noch sehr lange Zeit in der Welt ihrer Götter, Ahnen und mythischen Wesen.

3. Kapitel: Die uralte Tempelstadt Susa

Im 4. Jahrtausend gründeten die ELAMITER (KORYBANTEN) als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum die Königsstadt SUSA. Nach und nach entwickelte sie sich zur späteren Hauptstadt ELAMS.

Abb. 5: Susa

Das Gegenstück zum gebirgigen Teil des Reiches Elam war das Schwemmland der Susiana mit der Hauptstadt Susa.

Zum altorientalischen Reich von Elam kam dadurch noch ein wesentlicher Wirtschaftszweig hinzu. Die Stadt war zudem über lange Zeit Mittelpunkt königlicher Aktivitäten.

Stadtgott von Susa war INSCHUSCHINAK, einer der wichtigsten Götter ELAMS, seine Gattin scheint die Göttin KIRIRISCHA gewesen zu sein, in frühester Zeit hieß sie jedoch KURI, die Griechen gaben ihr dann später den Namen KORE.

Ein Tempel zu Ehren des INSCHUSCHINAK stiftete sein Nachfolger KUTIK-INSCHUSCHINAK, wie es das unten folgende Rollsiegel dokumentiert:

Abb. 6: Kutik-Inschuschinak mit Gemahlin

Sein Nachfolger KUTIK-INSCHUSCHINAK ließ für INSCHUSCHINAK in Susa einen großen neuen Tempel mit vielen Opfergaben errichten. Von allen Göttern hatte INSCHUSCHINAK anscheinend die größte Gewalt über das Wesen der ELAMITER. Das Steindenkmal im Tempel zeigt den König kniend, wie er der Gottheit einen aus Zedernholz und Bronze gearbeiteten Tonriegel überreicht. Seine Kopfbedeckung ist der spitz zulaufende Hut, seine Gemahlin sieht man links von ihm, mit betend erhobenen Händen.

„Dem Gott Inschuschinak als Gottheit werde das Land zugeeignet! Der Opferpriester möge dem Land die Huld der Göttinnen erwirken. Den Dank dafür will ich der Gottheit darbringen. Der Gottheit der Stiftung wurde diese Schrift geweiht. Die Inschrift wurde durch göttliche Hand geheiligt. Dieses Land besitze ich. Als einem von der Gottheit Erwählten ward es mir bewahrt!“

Die Könige ELAMS betrachteten sich selbst, als von der Gottheit Auserwählte, welche als Vermittler zwischen Volk und den Göttern fungieren sollten.

KUTIK INSCHUSCHINAK hat schon um 2250 v. Chr. in dem von ihm gestifteten Tempel für Inschuschinak Musikanten besoldet, die im Tempel den Opfergesang mit Harfe und eine Art Lyra zu begleiten hatten.

Diese Musiker waren allem Anschein nach KORYBANTEN.

Da heißt es:

„Zur Heilkunde und Zauberei tritt noch eine weitere Fähigkeit, nämlich die Weissagekraft. Die Zwerge wissen mehr als die Menschen und können deshalb in die Zukunft sehen und weissagen. Nach dem Umgang mit dem magischen Metall wird ihnen schließlich auch eine ganz besondere Musikliebe zugesprochen.“

(Schmied und Musik: Über die traditionelle Verknüpfung von Schmiedehandwerk und Musik in Afrika, Asien und Europa, Bd. 37 von Ruth Michels-Gebler, 1984)

Die Regierungszeit KUTIK-INSCHUSCHINAKS endete ungefähr um das Jahr 2220 v. Chr. Nach seinem Tode verschwand auch die elamische Strichschrift. Sie wurde endgültig durch die sumerisch-babylonische (akkadische) Schrift ersetzt.

Auf einem akkadischen Grabtext aus neu-elamischer Zeit tritt INSCHUSCHINAK als Susa-Stadtgott, aber auch als Richter der Toten auf und galt zudem als König der Schwachen.

Bemerkenswert ist, dass SUSA über Jahrhunderte einen vom Volk gewählten Rat, sowie gewählte Richter aus ihrer Mitte hatte. Die Gerechtigkeit nahm in ELAM einen besonders hohen Stellenwert ein, es wurden hunderte von Rechtstäfelchen mit sogenannten Rechtspfaden gefunden und natürlich gab es auch den entsprechenden Gott namens NAHUNTE dazu, ein Sonnengott, der aber gleichzeitig auch für die Rechtssprechung zuständig war. Jene Rechtspfade, welche eine göttliche Stiftung gewesen sein sollen, gehören zum ältesten elamischen Rechtsgut. Einen Gegensatz zwischen göttlichem und elamischen Recht hat es offensichtlich nie gegeben; vielmehr war für den ELAMER alles Recht, auch das weltliche, im Göttlichen verankert. Als Rechtsstifter tritt der Herrscher im Bunde mit der Gottheit auf.

Die Herrscher ELAMS wurden nicht nach ihrem Reichtum, sondern ob ihrer Gerechtigkeit willen, die sie im Lande walten ließen, beurteilt.

Und das ist das faszinierende an ELAMS Geschichte, dass vor nunmehr ca. 6000 Jahren Toleranz und Gerechtigkeit auf der Agenda dieses geheimnisvollen Volkes an erster Stelle stand. Besonders interessant ist, dass in ELAM das Zivilprozesswesen alleine weltlichen Richtern anvertraut war. Priester erscheinen vor Gericht höchstens als Zeugen.

Ein ungeschriebenes Gesetz, nicht mit Gewalt ihr Gebiet auszudehnen, wurde von Sir Percy Sykes in seiner »History of Persia« so ausgedrückt:

„Elam, obwohl ein unabhängiges und mächtiges Königreich, strebte niemals ernstlich danach, die bekannte Welt zu beherrschen, so wie es seine Rivalen taten.“

Schon in sehr früher Zeit scheinen die ELAMITER eine selbstständige und vermittelnde Rolle zum Industal und Mesopotamien eingenommen zu haben.

Ein Tonsiegel, auf dem u. a. ein Kanzler und ein Schreiber abgebildet sind, zeigt KUTIK-SIMUT, welchem die Schreibschule unterstellt war. Der Kanzler wies den Lehrer an, er solle für Ordnung und guten Unterricht sorgen. Den Leiter einer anderen Schule in Susa ermahnte er, die Schreiblehrlinge human zu behandeln: „Weshalb plagst du die Schreiblehrlinge? Meine Weisung ist: drangsaliere sie nicht!“

Die elamische Frau ist in allen Bereichen des damaligen Lebens, in der Wirtschaft, als Priesterin und in der Kunst als stets gleichberechtigte Partnerin anzutreffen. Auch die elamische Erbfolge bevorzugte keineswegs allein die männlichen Erben.

Abb. 7: Königsliste (bei Hinz)
Die Abbildung zeigt eine elamische Königsliste, auf der die zwölf Herrscher von ANSHAN und SIMASH aufgelistet sind. Die Dynastie von SIMASH stammte aus den lorischen Berglanden im Norden der SUSIANA mit Sitz in KHORRAMABAD. Die Anfänge SIMASHS liegen im Dunkeln. Allerdings könnten die 12 Könige von SIMASH KORYBANTEN gewesen sein, welche in KHORRAMABAD gelebt haben und ihre unvergleichliche Bronze- und Keramikkunst erschaffen haben.

SUSA wurde zum Hauptumschlagsplatz für die Güter, die im Hochland produziert wurden und lag an den Handelsstraßen, welche auch ins Hochland von Iran führten.

Assyrische und babylonische Herrscher versuchten diese Handelsstrassen in ihre Gewalt zu bringen, von daher kam es auch immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

In Susa selbst gab es außer vielen Tempeln auch eine Goldschmiede.

George C. Cameron schreibt in seinem Buch „History of Early Iran“, „dass SUSA alleine niemals die tieferen Geheimnisse der elamischen Geschichte enthüllen kann“. Walter Hinz spricht ebenfalls von einem rätselhaften und einzigartigen Volk, welches seine Geheimnisse gut zu verbergen wusste.

Abb. 8: S. 131 (bei Sitchin)
Diese eigenartige Zeichnung fand sich als Ornament auf einem keramischen Objekt, welches in Susa ausgegraben wurde, in einer Erdschicht, die um 3200 v. Chr. datiert ist.

Was könnte diese Zeichnung wohl bedeuten? Wir wissen es nicht genau. Vermuten könnte man eine Lagebezeichnung in deren Zentrum ein Heiligtum angedeutet sein könnte.

Sitchin glaubt, dass es sich um einen genau ausgearbeitenden Siedlungsplan der Nephilim (Nachkommen der gefallenen Engel, die sich mit den Menschentöchtern paarten, im AT) handeln könnte.

In SUSA gab es ein Fest mit großer Bedeutung, es war das Fest der Herrin der Hochstadt. Seit ältester Zeit gab es hier eine Hochstadt mit heiligem Bezirk, in welchem sich die Tempel der verschiedensten Gottheiten befanden, überragt vom Hochtempel des INSCHUSCHINAK.

Die Herrin der Hochstadt war höchstwahrscheinlich die Göttin KIRIRISCHA.

Während vieler Perioden elamischer Geschichte spielte SUSA nur eine geringe Rolle, während das frühe Zentrum Stadt und Landschaft ANSHAN gewesen sein soll.

Stadt und Land ANSHAN sind insbesondere deshalb hervorzuheben, weil sie einst auch Königssitz des Königs KYROS des Großen und seiner Vorfahren war. Zumindest benannten sie sich selbst als Könige von ANSHAN und SUSA, also waren sie Könige von ELAM. Von daher müsste KYROS der Grosse, ELAMITER gewesen sein.

König KYROS II. wurde wegen seiner religiösen und kulturellen Toleranz unterworfener Völker gegenüber zum Vorbild des klugen Herrschers. (s. Kapitel Kyros)

Im oberen Drittel, etwas links auf der nachfolgenden Karte, sieht man SIMASH und gleich darunter CHORRAMABAD (KHORRAMABAD), etwas darunter die Stadt SUSA und rechtsseitig ANSHAN (ANZAN) eingezeichnet.

Auch etwas linksseitig von der Mitte sieht man Khorramabad (hier mit C geschrieben), darüber die Stadt Simash eingezeichnet, dessen Lage aber noch nicht eindeutig gesichert ist – deshalb das Fragezeichen.

KHORRAMABAD liegt zwischen SUSA und HAMADAN, letztere wurde in der Antika EKBATANA genannt.

„Wie die Sprache der Elamer, legte auch ihre Religion eine über Jahrtausende ungebrochene Beharrlichkeit an den Tag. Schon in der ersten erhaltenen Urkunde, einem Vertrag aus der Zeit um 2260 v. Chr. begegnen uns fast sämtliche Gottheiten, die auch noch beim Sturz des Reiches um 646 v. Chr. das elamische Pantheon (Tempel f. d. Gesamtheit der Götter eines Volkes) ausmachten.“

(Walter Hinz)

Karte 2: Elam (bei Hinz)

4. Kapitel: Fragmente der elamischen Geschichte

Die Quellen berichten über sehr frühe Auseinandersetzungen zwischen ELAM und SUMER, von denen wir heute nicht viel wissen.

Es wird vermutet, dass ELAMITER und SUMERER wohl eine geraume Zeit zusammen im Hochgebirge von ELAM gelebt haben.

Trotz der von Anfang an bestehenden engen Beziehungen zwischen ELAMERN und den SUMERERN, entwickelte sich ELAM völlig eigenständig,- oder anders gesagt, die ELAMITER bewahrten das Eigenständige ihrer uralten Kultur, während die SUMERER, auf dem Fundament der elamitischen Kultur, eigene Wege ging, was dann wohl schon sehr früh zu einer Konkurrenzsituation zwischen beiden Völkern geführt haben muss. Die SUMERER erschufen dann in SUMER, im südlichen Mesopotamien ihre eigene blühende Kultur, welche ihre Vorbilder aus dem Zusammenleben mit den ELAMITERN in ELAM bezogen hat.

Die weltliche Geschichte bestätigt, dass es in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. eine Zeit elamitischer Oberherrschaft in Mesopotamien gab. Erst König HAMMURABI habe dieser Periode elamitischer Macht ein Ende gesetzt. HAMMURABI und seine Dynastie waren unkriegerisch! Erst in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. gelang es Elam, Babylon wieder zu erobern und dort über einige Jahrhunderte lang seinen Einfluss geltend zu machen. Abgesehen davon unterhielten die Elamiter zumindest zeitweise Gesandtschaften in BABYLON und MARI und man kann der Überlieferung entnehmen, dass ELAMITER dort auch dauerhaft gelebt haben oder schon immer dort waren, ja selbst die Gründer von Babylon gewesen sein könnten.

Die Führungselite im Zweistromland bildeten meist die Elamiter. Der Überlieferung zufolge, hatten sie eine helle Hautfarbe, blaue Augen, rote oder blonde Haare.

Er selbst, der sumerische König HAMMURABI, berief sich stolz darauf, dass er als hellhäutiger und hellhaariger König, die „Schwarzköpfigen“ (die SUMERER, also die Urbevölkerung Mesopotamiens) beherrsche.

Mit dieser Aussage bestätigt HAMMURABI, dass er in Wirklichkeit kein SUMERER, sondern höchstwahrscheinlich ein ELAMITER war! Dies war möglicherweise auch der Grund, warum die ELAMITER bei einem Feldzug in Babylonien dessen Statue nach SUSA zurückbrachten, woher sie wohl ursprünglich auch stammte.

Die Bevölkerungsgruppen in altelamischer Zeit bestanden aus den mehrheitlich dunkelhäutigen SUSIANERN des Flachlandes und den ausnahmslos einer weißen, arischen Rasse zuzuordnenden Bergbevölkerung der Landschaften ELAMS.

Die französischen Forscher, Dilafoy und De Morgan stellten während ihrer Ausgrabungen in Susa übereinstimmend fest, dass sich die rassische Zugehörigkeit der Bevölkerung von ELAM aus einer negritischen um SUSA, und einer arisch-weißen Rasse, die vorwiegend in den Bergregionen lebte, zusammensetzte. Das spätere Gebiet um SUSA scheint schon sehr früh von den afrikanischen Äthiopiern erobert und besiedelt gewesen zu sein.

Das Buch ESRA im Alten Testament nennt ebenfalls zwei Bevölkerungsgruppen: Die Susianer um die Stadt SUSA und die Bergvölker der ELAMITEN.

Ein Vergleich mit der Kopfbedeckung des elamischen Königs KUTIKINSCHUSCHINAK, s. Abb. 6 und die des Sonnengottes SHAMASCH, Abb. 10, könnte darauf hinweisen, dass der Sonnengott, auch wegen seines Namens SHAMASCH, ursprünglich aus der Stadt SHIMASCH in Elam stammen könnte und damit ein elamitischer Gott gewesen war. Aus SHIMASCH in Elam stammte die schon erwähnte Dynastie von 12 Königen.

SHAMASCH war in der akkadischen und babylonischen Mythologie der Sonnengott, Gott der Gerechtigkeit und des Wahrsagens. Er entsprach dem Gott Utu der Sumerer.

Es gibt Hinweise darauf, dass es sich ursprünglich um eine weibliche Gottheit gehandelt haben könnte.

Abb. 9: Stele des Hammurabi. Stele mit dem Codex des Hammurabi im Louvre: Hammurabi vor dem Sonnengott Shamasch

HAMMURABI war von 1792 bis zu seinem Tode 1750 v. Chr. der 6. König der ersten Dynastie von BABYLONIEN und trug den Titel König von SUMER und AKKAD.

Abb. 10: Sonnengott SHAMASCH

Die Kopfbedeckungen Hammurabis, des Sonnengottes Shamasch und die Kopfbedeckung Abb. 6, des elamischen Königs KUTIK-INSCHUSCHINAKS sehen bemerkenswerter Weise alle gleich aus!

Neben BABYLON, ASSYRIEN und ÄGYPTEN war ELAM die vierte Großmacht des Alten Orients. Durch seinen Reichtum an Bodenschätzen hatte sich ELAM zu einem mächtigen und wichtigen Wirtschaftsfaktor herausgebildet.

Produktion und Handel blühten schon zu Beginn des 3. Jahrtausends auf höchstem Niveau und aus der frühen Ackerbaugesellschaft hat sich nach und nach eine blühende Stadtkultur entwickelt.

Die bei Ausgrabungen entdeckten Fragmente keilinschriftlicher Texte, erlaubte in ELAM erst die Festlegung der sogenannten historischen Zeit, sie begann in Vorderasien generell ab dem 4./3. Jahrtausend.

Als Land oder Nation wird ELAM in der Bibel zum ersten Mal zur Zeit ABRAHAMS erwähnt, als der elamische König KEDOR-LOAMER, und die mit ihm verbündeten Könige in der Gegend des Toten Meeres gegen eine Koalition kanaanitischen Könige zog. (1 Mo 14:1-3) KEDORLOAMER wird als der Führer des Bündnisses dargestellt, der die Oberherrschaft über die kanaanitischen Könige hatte und sie nun bestrafte (1 Mo 14:4-17).

Abb. 11: Cherdor-Loamer

In Jesaja 22: 4-6 sagte Jesaja warnend voraus, dass sich unter den Angreifern Judas und Jerusalems elamitische Bogenschützen befinden würden.

Gemäß einer anderen Prophezeiung sollten die ELAMITER zusammen mit MEDIEN BABYLON verwüsten. (539 v. Chr.). Damals unterstand Medien der Herrschaft des Persers KYROS II., des „Königs von ANSCHAN“ in ELAM, (Jes21:2). Die ELAMITER trugen somit zur Befreiung der Israeliten aus dem Exil bei, doch da sie sich verschiedentlich mit Feinden des Volkes Gottes verbündeten, sollten sie zu gegebener Zeit zusammen mit anderen Nationen den Becher des Zornes Gottes trinken und in den Scheol hinabfahren (Jer. 25:17, 25-29, Hes. 32:24.)

Am Pfingsttag des Jahres 33. u. Zeit befanden sich unter den Tausenden, die die Botschaft der Jünger hörten auch ELAMITER und sie hörten sie in der Sprache, die damals in ELAM gesprochen wurde. (Apg 2:8, 9).

Als Nation und als Volk existieren die ELAMITER heute nicht mehr, so wie es in Jeremia 49:34-39 vorausgesagt wurde.

Auf die Frage wo die Zivilisation begann, antwortete der britische Brigardegeneral, Sir Percy Sikes, dass ELAM die Heimat der frühesten Zivilisation von Persien war.

Elams kulturelle Ausstrahlung reichte insbesondere nach Indien und weit darüberhinaus bis Tibet, China und Japan.

Auf der Suche nach dem Ursprung der Landwirtschaft hat man die frühesten Spuren im Nahen Osten gefunden, aber nicht in den Ebenen und Tälern des Landes, welche zwar fruchtbar aber anscheinend nicht bewohnbar waren, sondern in den Bergregionen des ZAGROSGEBIRGES. Dies bestätigt auch die Genesis, dass viele Generationen nach der Sintflut aus dem Gebirge kamen – und fanden ein ehernes Land – das Land SUMER (bibl. Shinear).

Die in Mesopotamien erhaltenen Keilschrifttexte berichten, dass der sumerische Gott ENLILL (von dem wir später noch hören werden) zuerst im Bergland und nicht in der Ebene Getreide anbaute. Der Name dieses Gebirgslandes war sumerisch E.LAM, das bedeutet „Haus, wo Vegetation keimt”, so Sitchin in seinem Buch „Der 12. Planet”. Später habe man den

Anbau auf die Ebenen ausgedehnt, so dass schließlich SUMER, das Land, welches kein Getreide kannte, Getreide kennenlernte.”

Und das scheint gar nicht so abwegig zu sein, denn an Euphrat und Tigris entstanden Dämme und Kanäle gegen das Hochwasser. Ein umfangreiches Bewässerungssystem verwandelte das Schwemmland Südmesopotamiens in äußerst fruchtbaren Boden. Ohne diese Regulierung hätte es nur Steppe und Sumpfland gegeben. Aus diesem Grunde wurde in den äußerst fruchtbaren Hochebenen des ZAGROSGEBIRGE zuerst Getreide angebaut.

Allerdings, so schreibt Sitchin, hätten die Forscher, für die feststand, dass die Landwirtschaft mit dem Anbau des wilden Emmers begann, nicht zu erklären vermocht, warum die frühesten Getreidekörner schon gleichmäßig und hochspezialisiert waren.

Spelz oder Dinkel, eine Weizenart sind nach Meinung Sitchins ein noch größeres Geheimnis, er wäre das Ergebnis einer ungewöhnlichen Mischung botanischer Gene, welche sich nicht aus einem Urgen oder durch zufällige Mutation entwickelt haben könnte, sondern aus der Mischung von Genen mehrerer Pflanzen.

Die sumerischen Überlieferungen berichten, dass der Ackerbau und die Viehzucht ein Geschenk der Götter gewesen sei.

Auch in der Genesis sind Säen und Ernten als Gottesgeschenk beschrieben: „Solange die Tage der Erde sein werden, sollen nicht aufhören Säen und Ernten, Kälte und Wärme, Sommer und Winter, Tag und Nacht”.

Zusammenfassung:

Die Entwicklung erster Schriftsysteme erfolgte auf elamischen Boden, unabhängig von der in Mesopotamien.

Tontäfelchen aus dem 3. Jts. v. Chr. wurden sowohl in Susa, (ehemalige Hauptstadt Elams) als auch im iranischen Hochland gefunden.

Die proto-elamische (vor-elamische) Strichschrift ist älter als die sumerische Keilschrift.

Die sumerische Bezeichnung Zikkurat für Stufentempel scheint ein Lehnwort aus dem Elamischen zu sein.

Als die Elamiter die erste Vorform der Schrift erfunden hatten, (elamische Strichschrift), entstanden auch die ersten Schulen in Elam, in denen die „Schreiberlehrlinge” ausgebildet wurden.

Durch kulturelle und wirtschaftliche Überlegenheit nahm Elam natürlich großen Einfluss auf seine Nachbarländer, insbesondere auf die Religion, bzw. den Götterglauben der noch jungen Völker an Euphrat und Nil.

Elam ist ein Land voller Geheimnisse, darauf weist die Wissenschaft immer wieder hin.

Nachdem Elam durch Eroberung und Unterwerfung Babylons selbst Großmacht geworden war, erlebte es wie alle anderen schließlich seinen unausweichlichen Niedergang und das Verschwinden seiner politischen Bedeutung – ein Schicksal, dem letztlich alle Großreiche unterlagen, so mein Vater.

Elam war bis zur Machtübernahme durch Assurbanipal (646 v. Chr) das stärkste aller Zagros-Königreiche.

Zum größten Teil seiner frühesten historischen Geschichte bestand Elam aus einer Union verschiedener, seperater Provinzen, welche jede von einem Vize-König regiert wurde. Alle unterstanden einem Oberkönig, der in dem einflussreichen Gebiet in ANSHAN residierte.

Nach der endgültigen Vernichtung des elamischen Reiches durch den Assyrerkönigs Assurbanipal ging Elam im persischen Weltreich auf und spielte als dritte Satrapie neben Persien und Medien noch immer eine bedeutende Rolle. Seine Geschichte ist seitdem untrennbar mit der Geschichte des Iran verbunden. Über letzte Ausläufer der elamischen Sprache berichten arabische Chronisten um das Jahr 1000 n. Chr.

Bekanntlich überließen die Perser, als sie in das Zagrosgebirge eindrangen, den Elamern ihre Namen, Sprache und Schrift. Die Perser waren noch ohne eigene Schrift und auf die der Elamer angewiesen. Zur Zeit der persischen Achämenidenkönige wurde die elamische Sprache als Amtssprache verwendet.

Sie wurde solange benutzt, bis ihnen ihre elamischen und aramäischen Sekretäre eine eigene, die alt-persische Schrift erstellten; diese wurde um 520 v. Chr., die elamische aber bereits schon im 3. Jahrtausend v. Chr. erstellt.

Dadurch wurden die Perser zu Erben elamischer Kunst und Kultur.

Der größte Teil Vorderasiens und Kleinasien waren das Kerngebiet vorgeschichtlicher Entwicklung. Im Norden und Osten von einer halbkreisförmigen Gebirgslandschaft, im Süden vom Persischen Golf und der syrischen Wüste und im Westen von den Gebirgszügen des Libanon und dem östlichen Meer eingeschlossen und beschützt, fanden nach der letzten Eiszeit in dieser Region die frühesten geschichtlichen Ereignisse der ...

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