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Zwerg und Wächter: Abstieg in die Tiefe

Hendrik M. Bekker

Zwerg und Wächter: Abstieg in die Tiefe

Cassiopeiapress Fantasy Abenteuer





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Zwerge und Wächter

Abstieg in die Tiefe Teil 1 und 2

von Hendrik M. Bekker

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Ein Zwerg und ein Mensch - beide Wächter der Stadtwache, erleben die skurrilsten und phantastischsten Abenteuer.

Abstieg in die Tiefe Teil 1

Eine dunkle Straße, eine Laterne flackert. Niemand ist zu dieser frühen Stunde noch auf den Straßen Urukors, der Metropole am Jawrik. Niemand, der ein ehrliches Geschäft zu verrichten hat.

Das Licht der flackernden Laterne spiegelt sich in einem kahlen Schädel, von dem spitze, große Ohren abstehen. Augen schimmern grünlich im Dunkeln, während die kleine Kreatur zusammen mit einem Artgenossen aus einer Gasse huscht. Sie laufen von Schatten zu Schatten, flüchtige Blicke könnten sie nicht erfassen.

Sie nähern sich einem Haus, hinter dessen Läden noch ein schwaches Licht brennt.


„Verdammt, Urik, wir sind sowas von tot“, brüllte eine sonore Stimme direkt in Uriks Gesicht. Er öffnete verschlafen die Augen und begriff noch währenddessen, wo der erste Fehler war. Er wachte gerade auf, das hieß, er hatte geschlafen. Anstatt Wache zu halten.

„Ist es...“, begann er, doch sein zwergischer Freund Grodarig Feuerbart, fuhr ihm dazwischen. „Ja, verdammt ja, es ist weg.“

Sie beide waren Mitglieder der Stadtwache, normalerweise patrouillierten sie nachts durch die Stadt oder ermittelten bei Verbrechen. Da sie allerdings in Ungnade gefallen waren, da sie bei einer ihrer Ermittlungen einen reichen Kaufmann beschuldigt hatten, verwickelt zu sein, hatte dieser seine Beziehungen genutzt, um die beiden strafversetzen zu lassen. Nun mussten sie jede Nacht irgendwelche Dinge bewachen.

Diese Nacht hatten sie eine wertvolle, reichverzierte Schatulle bewachen müssen, die angeblich kostbare, mit Magie aufgeladene Kristalle direkt vom Königshof der Seidher beinhaltete.

Allerdings, so schien es, waren sie eingeschlafen und man hatte sie bestohlen.

„Okay, ganz ruhig“, versuchte Urik Grodarig zu beruhigen.

„Ruhig? Ihr Menschen habt wahrlich einen wunderbaren Sinn für Humor, ruhig? Ich bin verdammt nochmal ruhig“, erwiderte Grodarig, doch langsam schien er abzukühlen. „Okay, was haben wir für Spuren?“

Sie blickten sich im Zimmer um. „Keine“, erwiderte Urik. „Fenster unangetastet, ist ja auch erster Stock. Tür, ah, Tür.“

„Was?“

Urik öffnete die Tür und zeigte seinem Freund, was er entdeckt hatte. Der Schlüssel steckte, von außen.

„Klassisch, jemand haut den Schlüssel raus, zieht ihn unter der Tür durch und schließt auf.“

„Aber nicht möglich, diese Tür ist magisch gesichert gegen sowas, also muss jemand schon selbst zaubern können“, erwiderte Grodarig.

Urik nickte. Zaubern, das konnte nicht jeder im Königreich. Menschen, Zwerge und andere Völker waren allgemein magisch unbegabt, lediglich die Menschen aus Seidher konnten die geheime Kraft anwenden. Allerdings, konnte man sie schon von Weitem als Angehörige des Magiervolkes erkennen, denn ihnen wuchsen die Haare von Geburt an in dicken, seltsamen, verfilzten Strähnen.

„Also ein Seidher“, schlussfolgerte auch Grodarig.

„Oder jemand mit einem magisch aufgeladenen Gegenstand. Ich meine, du kannst einen Harnisch mit Runen dauerhaft verzaubern, wieso also nicht etwas anderes, um Türen zu öffnen?“

„Gut, also ein Seidher oder einer, der Geld hat“, stimmte Grodarig zu.

Sie gingen den schmalen Flur des alten Gebäudes entlang. Jeder dieser Räume war Lagerstätte für irgend etwas, immer wenn die Stadtwache etwas lagern wollte, tat sie es hier.

„Kerben“, sagte Grodarig plötzlich. Er deutete auf den Boden.

„Was, wo?“, erwiderte Urik. Grodarig schüttelte verächtlich den Kopf.

„Ihr Menschen seid doch wirklich fast blind, diese Kerben, die sind neu“, erklärte er. Urik begutachtete die Stelle. Er erkannte, dass es Einkerbungen waren, doch ob sie neu waren oder schon lange dort, konnte er nicht bestimmen.

„Die sind regelmäßig“, bemerkte nun Grodarig, während er die hölzerne Treppe hinunterging. „Jemand, der hier war, hinterließ Kerben.“

Sie erreichten das Ende der Treppe, wo ein kreisrunder Tropfen auf dem Boden war. Weitere feine, kleine Tröpfchen zogen sich bis zur Tür.

„Was ist das, Blut?“, fragte Urik. Manche der Tropfen waren für ihn kaum noch erkennbar, andere hingegen etwas größer.

„Falsche Farbe, aber möglich, vielleicht hat sich unser Dieb geschnitten“, spekulierte Grodarig.

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