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Zwei Weihnachtsgeschichten

Sandy Palmer

Zwei Weihnachtsgeschichten

Lichterglanz in deinen Augen/ Notruf am Heiligen Abend





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Zwei Weihnachtsgeschichten: Lichterglanz in deinen Augen / Notruf am Heiligen Abend

von Sandy Palmer

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

Der Umfang dieses Ebook entspricht 30 Taschenbuchseiten.

Dieses Ebook beinhaltet folgende zwei Weihnachtsgeschichten:

Lichterglanz in deinen Augen

Notruf am Heiligen Abend

Lichterglanz in deinen Augen

„Es ist furchtbar“, seufzte Bianca und sah verzweifelt zu ihrer Kollegin Julia hinüber, die gerade das Unmögliche möglich zu machen versuchte und drei Kundinnen gleichzeitig bediente. „Warum nur müssen die Leute immer auf die letzte Sekunde kommen und Weihnachtseinkäufe machen?“

Natürlich bekam Bianca keine Antwort auf diese leise gestellte Frage. Erstens hatte sie niemand gehört, dazu herrschte im vornehmen Herren-Ausstattungsgeschäft ‘Schneider Söhne’ viel zu viel Betrieb, zweitens gab’s auf eine solch rhetorische Frage sowieso keine befriedigende Antwort.

Draußen vor der Tür spielte der Leierkastenmann mindestens zum dreißigsten Mal an diesem Tag ‘Stille Nacht, heilige Nacht’, und so ganz langsam begann Bianca dieses schöne alte Weihnachtslied zu hassen. Vor allem, wenn sie daran dachte, dass sie wirklich ein viel zu stilles, viel zu einsames Weihnachtsfest erleben würde.

Vor drei Monaten war ihre Beziehung zu Markus Steinmeier zerbrochen, weil der gut aussehende Anlageberater einfach nicht treu sein konnte.

Und da Bianca keine Familie mehr hatte, lagen einsame Feiertage vor ihr - eine Vorstellung, die sie die ganze hektische Einkaufsseligkeit ringsum nicht gerade besser ertragen ließ.

„Träumen Sie vom Weihnachtsmann?“ Eine dunkle Männerstimme, in der leises Lachen mitschwang, unterbrach ihre Gedanken.

„Entschuldigung.“ Bianca zuckte zusammen. „Was kann ich für Sie tun?“

„Ich brauche eine Krawatte - modisch, aber nicht zu auffällig. Zu einem grauen Anzug.“

Es war nicht schwer, den Kunden zufriedenzustellen, und Bianca freute sich, dass sie beide fast den gleichen Geschmack hatten. Der Mann mit dem dunklen Haar, in dem an den Seiten die ersten Silberfäden schimmerten, kaufte noch einen Anzug, einen Schal, ein Paar Handschuhe - und zum Schluss die wunderschöne Lederjacke mit dem Innenfell, die erst vor drei Tagen eingetroffen war.

Biancas Chef sah es mit Wohlgefallen, dass seine Erstkraft wieder einmal blendenden Umsatz machte.

„So, jetzt weiß ich wirklich nichts mehr, was mich noch länger hier halten könnte.“ Klaus Benrath sah die hübsche Verkäuferin lächelnd an. „Ich habe Ihretwegen ein Vermögen ausgegeben.“

Bianca zuckte zusammen. „Meinetwegen?“, fragte sie und sah ihn beinahe erschrocken an. „Aber das... das war doch nicht nötig!“

„Nein?“ Jetzt lachte er sie offen an. „Ich meine doch, denn ich bin sicher, dass Sie vor zwei Stunden meine Einladung zum Abendessen noch nicht angenommen hätten. Jetzt aber kennen wir uns ja schon ganz gut, nicht wahr?“

„Aber das geht...“

„Sagen Sie nicht, dass es nicht geht. Wenn man etwas wirklich will, geht alles.“ Er wurde plötzlich ernst. „Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede.“

Es waren nicht nur seine Worte, vor allem sein ernster, ein wenig trauriger Gesichtsausdruck weckte Biancas Neugier. Und so kam es, dass sie sich nach Ladenschluss mit einem im Grunde Fremden in der gemütlichen Weinstube an der übernächsten Ecke traf.

Auf den Tischen standen kleine Weihnachtssterne, die Theke war mit einem geschmackvollen Adventsgesteck geschmückt, und von der Decke baumelte ein Kranz, an dem vier große rote Kerzen und große Schleifen in Rot und Gold prangten.

„Sehr nett ist es hier.“ Klaus Benrath sah sich kurz um. „Gediegen, gemütlich... man fühlt sich etwas abgeschnitten von der Hektik draußen.“

Bianca nickte. „Ich komme gern hierher. Die Wirtsleute kenne ich seit meiner Kindheit. Sie würden gern die Vorweihnachtszeit noch genauso gestalten wie früher. Aber... das geht nun mal nicht mehr. Die Zeit ist lauter, hektischer geworden.“

„Und das ist schade.“ Der Mann griff kurz nach ihrer Hand. „Um so schöner, dass es noch Menschen gibt, die diese Zeit der Besinnung zu schätzen wissen.“

E

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