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Zwei Millionen für Zeerookah

Inhalt

  1. Cover
  2. Inhalt
  3. Über das Buch
  4. Über den Autor
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Prolog
  8. Kapitel 1
  9. Kapitel 2
  10. Kapitel 3
  11. Kapitel 4
  12. Kapitel 5
  13. Kapitel 6
  14. Kapitel 7
  15. Kapitel 8
  16. Kapitel 9
  17. Kapitel 10

Über das Buch

Gouverneur Jack Wallace sollte seinen großen Auftritt haben in New York City, und wir, die Agenten des FBI New York, sollten ihn schützen. Doch dann ein Schuss – und ich sah Wallace tot zusammenbrechen. Mehrere Augenzeugen hatten den Täter gesehen – und die Beschreibungen passten haargenau auf unseren indianischen Kollegen Zeerookah. Der war an diesem Morgen nicht zum Dienst erschienen. Zeerookah – ein Mörder? Eine Belohnung wurde auf ihn ausgesetzt, und die Summe steigerte sich von Mord zu Mord. Schließlich hieß es: Zwei Millionen für Zeerookah!

Über den Autor

Mit einer Gesamtauflage von über 930 Millionen Exemplaren ist »Jerry Cotton« die erfolgreichste Kriminalromanserie der Welt. Sie wurde bislang in 13 Sprachen übersetzt und in 60 Ländern der Erde veröffentlicht.

Prolog

»Zeery ist nicht zum Dienst erschienen, Sir«, sagte Steve Dillaggio. »Hat er vielleicht angerufen und sich entschuldigt?«

Der Assistant Director warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Es war kurz vor neun Uhr. Er schüttelte den Kopf. »Nein, Steve, hat er nicht.« Mr High zuckte mit den Schultern. »Nun, vielleicht hat er verschlafen. So etwas soll vorkommen. Oder er wurde auf dem Weg zur Arbeit aufgehalten - aus welchem Grund auch immer.«

»Ich habe bei ihm angerufen, Sir. Auf seinem Festnetzanschluss meldet er sich nicht. Sein Handy ist ausgeschaltet. Irgendwie kommt mir das komisch vor.« Steve atmete durch. »Zeery hat in all den Jahren nicht ein einziges Mal verschlafen. Außerdem müsste ihn das Telefon geweckt haben.«

»Jetzt machen Sie sich mal keine Sorgen, Steve«, sagte der AD. »Das alles hat sicher eine ganz profane Erklärung. Wahrscheinlich marschiert Zeery gleich zur Tür herein und erklärt uns, dass er nach all den Jahren zum ersten Mal verschlafen hat. Eine andere Frage, Steve: Ist für den Besuch des Gouverneurs in New York alles vorbereitet? Ich meine, werden die beschlossenen Sicherheitsmaß nahmen umgesetzt.«

»Natürlich, Sir. Es wird so sein, wie wir es besprochen haben. An strategisch wichtigen Stellen werden Agents oder Leute aus dem Police Department postiert sein. Jerry und Phil werden im Auto hinter dem Gouverneur fahren. Im Wagen vor dem Gouverneur befinden sich Sicherheitskräfte. Der Flughafen wird abgesichert. Bei seiner Ankunft vor der City Hall wird der Gouverneur von mir und Zeery übernommen. Wir geleiten ihn zusammen mit seinen Leibwächtern in das Rathaus, wo der offizielle Empfang stattfinden wird. Es ist alles geregelt, Sir.«

»Beten wir, dass nichts schiefgeht«, murmelte der AD.

Steve Dillaggio verabschiedete sich von Mr High, kehrte in sein Büro zurück und wählte noch einmal Zeerookahs Telefonnummer.

Das Freizeichen ertönte. Der automatische Anrufbeantworter war nicht eingeschaltet.

Nach dem fünften Klingelton legte Steve auf. Er nagte an seiner Unterlippe. Versonnen starrte er auf die Tischplatte. Schließlich nahm er sein Handy und drückte den Wahlwiederholungsknopf, dann hob er das Telefon ans Ohr.

Nichts!

Zeerookah meldete sich nicht. Es war neun Uhr fünfzehn.

Steve schnappte sich noch einmal den Hörer seines Diensttelefons und tippte eine Kurzwahl. Eine Stimme meldete sich: »Cotton.«

»Zeery ist nicht zum Dienst erschienen und hat auch nicht angerufen«, erklärte Steve. »Ans Telefon geht er nicht. Er ist auch nicht per Handy erreichbar. Könnt ihr mal zu seiner Wohnung fahren und nachsehen?«

Ich legte den Daumen auf den Klingelknopf. Das Ding-Dong der Glocke war durch die geschlossene Wohnungstür zu vernehmen. In der Wohnung blieb es jedoch ruhig.

Ich nahm mein Handy und holte Zeerys Nummer aus dem elektronischen Telefonbuch auf das Display, dann stellte ich eine Verbindung her. Zeery hatte sein Handy ausgeschaltet.

Phil und ich wechselten einen vielsagenden Blick. Phil sagte:

»Ich könnte aufsperren.«

Ich nickte Phil zu. Mein Partner holte das Etui mit den Spezialdietrichen aus der Innentasche seiner Jacke. Er brauchte nicht mal zwanzig Sekunden, um die Tür zu öffnen. Wir betraten die Wohnung.

Von Zeery keine Spur. Die Wohnung war aufgeräumt. Wir schauten in sämtliche Räume: Schlafzimmer, Küche, Badezimmer. Zeery schien wie vom Boden verschluckt.

Ich rief den AD an. »Zeery befindet sich nicht in seiner Wohnung.« »Was denken Sie?«

»Ich habe keine Ahnung, Sir. Jedenfalls kommt es mir sehr seltsam vor. Normalerweise müsste er sein Handy eingeschaltet haben. Tut mir leid, Sir, aber ich habe keine Erklärung.«

»Na schön. Verlassen Sie die Wohnung wieder und kommen Sie ins Field Office zurück. Wir müssen abwarten.«

Zeery tauchte auch am nächsten und übernächsten Tag nicht auf. An diesem Tag war der Besuch des Gouverneurs in New York angesagt. Er sollte um die Mitte des Vormittags auf dem La Guardia Airport landen.

Wir machten uns Sorgen wegen des spurlosen Verschwindens von Zeery. War er entführt worden? Oder hatte er einen Blackout und sich einfach abgesetzt. So etwas sollte es geben. Nein! Zeery war einer der ruhenden Pole im Field Office New York. Ich glaubte nicht daran, dass er sich abgesetzt hatte.

Phil und ich kamen um neun Uhr auf dem Airport an. Ein Rudel Reporter von Funk, Fernsehen und Presse wartete bereits. Ich sah einen Übertragungswagen von New York One. Menschen, die die Ankunft des Gouverneurs live erleben wollten, hatten sich eingefunden. Sie befanden sich hinter einer Absperrung.

Der Wagen, der den Gouverneur abholen sollte, stand bereit. Es handelte sich um ein Mercedes-Cabriolet. Der Gouverneur wollte mit offenem Verdeck fahren. Es standen die Neuwahlen bevor und er wollte sich den Menschen New Yorks zeigen. Wir waren wenig begeistert von dieser Idee. Aber der Wunsch des Gouverneurs war uns Befehl.

Der Wagen stand inmitten eines ganzen Aufgebots an Fahrzeugen, in denen Sicherheitskräfte saßen, die für eine reibungslose Beförderung des Gouverneurs zur City Hall verantwortlich waren. Wir reihten uns hinter dem Wagen ein, in dem der Gouverneur chauffiert werden sollte. Alles war minutiös geplant. Wir standen per Funk mit Steve in Verbindung, der zusammen mit Les Bedell und Joe Brandenburg den Gouverneur nach der Ankunft an der City Hall übernehmen sollte. Nachdem Zeery nicht mehr aufgetaucht war, waren Les und Joe ins Spiel gekommen.

Der Gouverneur landete pünktlich. Wir wussten, dass ihn der Stellvertreter des Bürgermeisters empfing und zusammen mit einer Reihe von Sicherheitskräften zum Konvoi begleiten würde. Es war ein warmer Tag im Mai. Die Sonne schien und der Himmel war kaum bewölkt. Zeerys Verschwinden war an diesem Tag in den Hintergrund gerückt. Wir waren voll und ganz auf die Ankunft des Gouverneurs fixiert. Schließlich kam er. Seine Frau begleitete ihn. Phil sagte in sein Funkgerät: »Er ist da, Steve. Wir werden in den nächsten Minuten losfahren. Ich halte dich auf dem Laufenden.«

Ein Bodyguard öffnete die Tür des Mercedes, in dem der Gouverneur befördert werden sollte. Ringsum standen Menschen; sie schrien und winkten. Der Gouverneur lachte und winkte zurück.

Jack Wallace war ein sympathischer Mann. Bei der letzten Wahl konnte er die überwiegende Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Jetzt war ihm Konkurrenz erwachsen. Emmy Bancroft von den Republikanern war bei der Bevölkerung beliebt und sie stellte eine ernsthafte Gefahr für Wallace bei der nächsten Wahl dar. Es gab noch einen weiteren Kandidaten: Ed Swanton von den Demokraten, aus den eigenen Reihen des Gouverneurs also. Swantons Chancen jedoch, Gouverneur zu werden, waren gleich null.

Ein Mädchen durchbrach die Absperrung und rannte mit einem Straußroter Rosen auf den Gouverneur zu. Ein uniformierter Polizist folgte dem Kind, aber der Gouverneur winkte ab, nahm das Kind auf den Arm und winkte in die Runde. Beifall kam auf. Dann übergab er das Kind dem Cop, nahm den Strauß Rosen, und winkte erneut.

Der Gouverneur setzte sich auf den Rücksitz des Mercedes. Seine Frau nahm neben ihm Platz, der Bodyguard schloss die Tür und platzierte sich auf den Beifahrersitz. Der Vertreter des Bürgermeisters und der Stab, der ihn begleitete, verteilten sich auf die anderen Fahrzeuge, die für sie bereitstanden.

Dann ging es los. Der Konvoi rollte an. Ich folgte dem Mercedes mit dem Gouverneur. Er hatte sich erhoben und winkte wieder den Menschen zu.

»Mir wäre es lieber, er hätte einen gepanzerten Wagen gewählt«, knurrte Phil. »Sicher hat er nicht nur Freunde.«

»Mal nur nicht den Teufel an die Wand«, erwiderte ich.

Die Fahrt ging zum Grand Central Parkway. Wenig später bogen wir auf den Brooklyn Queens Expressway East ein und gelangten auf den Highway 278. Durch den Queens Midtown Tunnel sollten wir nach Manhattan gelangen. Sobald wir den Tunnel verlassen haben würden, sollte sich der Konvoi nach Süden bewegen.

Solche Einsätze waren nicht nach meinem Geschmack. Viel zu viele Unbekannte konnten eine Rolle spielen. Vor allen Dingen, wenn man sich wie der Gouverneur ziemlich schutzlos präsentierte.

Er wollte ein Politiker zum Anfassen sein. Darauf legte Jack Wallace großen Wert.

Menschen säumten die Straßenränder und brachen in Jubel aus, wenn der Wagen mit dem Politiker an ihnen vorbeirollte. Sie winkten mit kleinen Fähnchen und Sprechchöre ertönten: »Wallace, Wallace, Wallace for Gouverneur!«

Der Konvoi bewegte sich im Schritttempo. Der Weg, den er zu nehmen hatte, war genau festgelegt. Es ging durch Wohngebiete. Aus den Fenstern der Wohnhäuser lehnten sich Menschen. Die Straßen waren für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

»Wir sind jetzt auf dem Brooklyn Queens Expressway«, hörte ich Phil sagen. »Die Fahrt geht in Richtung Long Island Expressway.«

Ich verspürte Anspannung. In mir war Beklemmung. Warum das so war, vermochte ich selbst nicht zu sagen. Es entzog sich meinem Verstand. Nichts deutete darauf hin, dass dem Gouverneur Gefahr drohte. Es waren im Vorfeld weder Drohbriefe eingegangen noch irgendwelche Drohanrufe zu verzeichnen gewesen, die ursächlich für dieses unheilvolle Gefühl hätten sein können. Aber es war da und ließ sich nicht verdrängen.

Wir kamen nur langsam voran. Immer wieder brachen die Menschen zu beiden Seiten der Straße in Jubelrufe aus. Schließlich fuhren wir durch den New Calvary Cemetery. Auch hier säumten Menschen die Straße. Der Gouverneur hatte sich wieder einmal erhoben und präsentierte sich in seiner vollen Größe. Ich sah seinen Rücken und wie er beide Arme hob.

Und plötzlich bäumte er sich auf. Seine Arme sanken nach unten. Er fiel auf den Sitz zurück. Sofort kam der Mercedes zum Stehen. Ich bremste den Jaguar und sprang ins Freie. Auf der anderen Seite des Wagens wuchs Phils Gestalt über das Dach hinaus. Ich rannte zu dem Mercedes. Die Gattin des Gouverneurs war über ihren Mann gebeugt. Der Bodyguard, der auf dem Beifahrersitz saß hatte den Wagen verlassen und schaute sich um. Ich sah, dass er seine Pistole gezogen hatte ...

Der Gouverneur starb im Krankenhaus. Trotz aller ärztlichen Bemühungen war es nicht gelungen, sein Leben zu retten. Das FBI wurde mit den Ermittlungen beauftragt. Phil und ich, Steve, Joe Brandenburg, Les Bedell und einige weitere Agents hatten sich im Besprechungsraum eingefunden. Mr High ergriff das Wort. »Wir sind gefordert, Ladies and Gentlemen. In Washington erwartet man von uns eine lückenlose Aufklärung des Mordes. Wir stehen im Blickpunkt der Öffentlichkeit...«

Phil und ich fuhren im Anschluss an die Besprechung zur SRD. Auf dem Friedhof waren einige Spuren gesichert worden. Der Killer hatte aus dem Schutz eines großen Grabsteins geschossen. Er benötigte nur einen Schuss. Es musste sich um einen Profi handeln. Die Spuren, die gesichert worden waren, gaben jedoch nicht viel her. Die Bevölkerung war zur Mithilfe aufgerufen worden.

Der Mord hatte im ganzen Land Wellen geschlagen. Sogar der Präsident hatte sich eingeschaltet. Es gab Pressekonferenzen. Wir warteten darauf, dass sich irgendjemand zu dem Mord bekannte. Das Motiv für den Mord konnte unterschiedlicher Art sein. Wir tappten im Dunkeln. Presse, Funk und Fernsehen unterrichteten die Öffentlichkeit, dass das FBI mit den Ermittlungen betraut worden war.

Wie es Mr High treffend ausgedrückt hatte: Wir waren gefordert!

Wir sprachen mit einem Beamten von der SRD. Der Mann sagte: »Wir wissen fast nichts. Die Kugel, die den Gouverneur tötete, ist vom Kaliber .308 Winchester. Die Patronenhülse wurde nicht gefunden. Am Grabstein wurden einige Fingerabdrücke festgestellt, ob der Abdruck des Mörders dabei ist, ist fraglich. Das Gleiche gilt für die Fußspuren, die wir hinter dem Grab gefunden haben.«

Wir fuhren zum Friedhof. Der Beamte von der SRD begleitete uns. Er zeigte uns das Grabmal, aus dessen Schutz der Killer auf den Gouverneur geschossen hatte. Es handelte sich um einen großen Stein, auf dessen Krone ein Engel mit ausgebreiteten Armen stand. Der Beamte sagte: »Es gibt einige Augenzeugen. Nach dem Schuss sahen einige Menschen in der Nähe einen Mann davonlaufen. Er war schwarzhaarig und dunkelhäutig ...«

»Ein Schwarzer?«, fragte Phil.

»Nein, eher ein Indianer. Vielleicht war er auch nur solariengebräunt.«

»Haben Sie die Namen und Adressen der Leute, die den Mann gesehen haben?« »Natürlich.«

Einer der Augenzeugen hieß Brad Seymour. Er wohnte in Queens, Shiloh Avenue. Wir fuhren zu seiner Wohnung. Seine Frau sagte uns, dass er sich in der Arbeit befand. Es handelte sich um einen Baustoffhandel, in dem der Mann als Lagerist tätig war. Wir suchten ihn an seinem Arbeitsplatz auf.

»Wie sah der Mann aus, den Sie sahen?«, fragte ich, nachdem ich uns vorgestellt und unser Anliegen erklärt hatte.

Er beschrieb ihn uns.

Wir suchten weitere Augenzeugen auf. Sie beschrieben den Mann übereinstimmend. Danach handelte es sich um einen Mann mit indianischem Aussehen. Er hatte einen Koffer bei sich getragen, in dem sich wahrscheinlich das Gewehr befand, mit dem er den Gouverneur getötet hatte. Er hatte die Zeit genutzt, als sich die Aufmerksamkeit aller auf den Gouverneur richtete. Ein Schuss war nicht zu hören gewesen. Der Mörder hatte einen Schalldämpfer benutzt.

Wir ließen ein Phantombild von dem Killer anfertigen.

Der Killer glich – Zeery.

»Das kann nicht sein«, murmelte Phil.

»Auch ich weigere mich, daran zu glauben«, sagte ich. »Aber die Aussagen sind übereinstimmend.«

Wir besorgten uns ein Bild von Zeery und fuhren damit zu den Zeugen. Und bald war klar, dass es Zeerookah gewesen war, den die Augenzeugen auf dem Friedhof gesehen hatten.

Im Field Office herrschte tiefe Betroffenheit. Aber es war so. Wir mussten die Fahndung nach Zeery veranlassen. Belohnungen wurden ausgesetzt. Zum Schluss waren es eins Komma fünf Millionen Dollar, die für die Ergreifung Zeerookahs geboten wurden.

Eins Komma fünf Millionen für Zeery.

Beim Gedanken daran drohte mein Verstand auszusetzen.

Wir befanden uns bei Mr High. Jeder Zug seines Gesichts drückte aus, was in ihm vorging. Auch Steve Dillaggio war anwesend. Der AD sagte: »Ich bin überzeugt davon, dass der Mord an Wallace vor dem Hintergrund des Wahlkampfes geschah. Was sollte Zeery für ein Motiv gehabt haben? Mir kommt das alles recht spanisch vor. Es übersteigt ganz einfach mein Begriffsvermögen.«

»Zeery ist kein Mörder«, murmelte Steve. »Wen immer die Augenzeugen gesehen haben - es war nicht Zeery. Er war nicht kontra Wallace eingestellt.«

Wir standen vor einem Rätsel.

Bei James Callagher läutete das Telefon. Der Gesellschafter und Geschäftsführer von Meacham-Soft nahm den Hörer und meldete sich. Die Stimme seiner Sekretärin erklang: »Ich habe jemand am Apparat, Sir, der sich nicht abwimmeln lässt. Er will Sie sprechen und sagt, es geht um Leben und Tod.«

Callagher räusperte sich. »Dann stellen Sie mal durch, Susan. Wollen doch sehen, was der Mister so Wichtiges zu sagen hat.«

»In Ordnung, Sir.«

Gleich darauf hatte Callagher den Anrufer an der Strippe. Eine männliche Stimme erklang: »Ich will mich in Ihr Unternehmen einkaufen.«

Zuerst glaubte Callagher, sich verhört zu haben. Dann lachte er fast amüsiert auf. »Was wollen Sie?« Seine Augen funkelten belustigt.

»Sie haben richtig gehört. Ich will mich in Ihr Unternehmen einkaufen. Und zwar will ich einundfünfzig Prozent des Gesellschaftsanteils übernehmen.«

»Das wäre die überwiegende Mehrheit.«

»Das ist richtig. Bezüglich der Modalitäten werden wir noch verhandeln müssen. Sprechen Sie mit den anderen Gesellschaftern, Callagher. Ich melde mich übermorgen wieder.«

»Wer sind Sie überhaupt?«

»Das tut im Moment noch nichts zur Sache. Nur soviel, Callagher: Sie sollten tun, was ich von Ihnen verlange. Sollten Sie sich weigern, werden Sie sterben. Wir werden Ihren Betrieb übernehmen. Sie werden als Geschäftsführer freigestellt. Ihre Anteile an der Gesellschaft werden entsprechend reduziert, Gleiches gilt für die Anteile von Mallory und Dawson.«

Das Lachen in Callaghers Gesicht war zerronnen. In seinem Gesicht zuckten die Muskeln. Der Andere hatte mit Nachdruck gesprochen. Callagher begriff, dass es sich um keinen Spaß handelte. »Aber ...«

Der Anrufer hatte aufgelegt. Versonnen starrte Callagher auf einen unbestimmten Punkt an der Wand. Den Telefonhörer hielt er nach wie vor in der Höhe. In seinen Mundwinkeln zuckte es. Die Worte klangen in ihm nach. Sollten Sie sich weigern, werden Sie sterben!

Callaghers Erstarrung legte sich. Er legte den Hörer auf den Apparat und strich sich mit fahriger Geste über die Augen. Unvermittelt erhob er sich und ging zu dem großen Panoramafenster, das ihm den Blick auf einen Park ermöglichte. Gedankenvoll blickte er hinaus. Er war sich nicht sicher. Hatte sich jemand mit ihm einen schlechten Scherz erlaubt - oder ...

Er weigerte sich, den Gedanken zu Ende zu führen. Er, James Callagher, Lane Mallory und Richard Dawson besaßen die Firma zu gleichen Teilen. Jeder verfügte über ein Drittel der Anteile. Sie leiteten die Geschicke der Company und Beschlüsse konnten nur mit der überwiegenden Mehrheit der Stimmen gefasst werden. Wenn es nach dem Anrufer ging, sollten Ihnen künftig neunundvierzig Prozent der Anteile gehören. Für jeden von ihnen sechzehn ein Drittel Prozent.

Nein, das konnte nicht ernst gemeint sein. Unwillkürlich schüttelte Callagher den Kopf. Er nahm den Telefonhörer und tippte eine Kurzwahl. Seine Sekretärin meldete sich: »Verbinden Sie mich bitte mit Lane Mallory.«

Eine halbe Minute später hatte er Mallory in der Leitung. »Hallo, Lane.«

»Hi, James. Was gibt es?«

»Ich bekam soeben einen sonderbaren Anruf. Jemand kündigte mir an, sich mit einundfünfzig Prozent in die Gesellschaft einkaufen zu wollen. Er drohte mir mit dem Tod, wenn ich mich weigern sollte, den Deal mitzumachen.«

»Ein Witzbold«, sagte Mallory. »Wir setzen jedes Jahr zig Millionen um. Wenn sich jemand mit einundfünfzig Prozent bei uns einkaufen möchte, muss er einen dicken Geldbeutel haben.«

»Besonders witzig klang der Kerl nicht. Er sprach davon, den Betrieb zu übernehmen. Zum Teufel, der Anruf beunruhigt mich ungemein.«

»Hat der Bursche sonst noch was gesagt?«

»Dass unsere Anteile an der Gesellschaft entsprechend reduziert werden würden und dass man mich als Geschäftsführer freistellen werde. Er will sich übermorgen wieder melden.«

»Sollten wir vielleicht die Polizei einschalten?«

»Ich weiß nicht. Zunächst werde ich noch mit Rieh sprechen. Mal hören, was er davon hält.«

»Ach was«, sagte Mallory. »Der Kerl hat sich einen Spaß mit dir erlaubt. Ich messe dem Anruf keine Bedeutung bei. Warten wir ab, ob er sich tatsächlich wieder meldet.«

»Dein Wort in Gottes Ohr, Lane.« Nach diesen Worten verabschiedete sich Callagher und rief bei Richard Dawson an. Er erzählte von dem Anruf, und auch Dawson war der Meinung, dass ihm keine Bedeutung beizumessen sei.

Hinterher gelang es Callagher nicht mehr, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Immer wieder kam ihm der Anruf in den Sinn. Auch er versuchte sich damit zu beruhigen, dass sich jemand mit ihm einen - wenn auch schlechten - Scherz erlaubt hatte. Doch tief in seinem Innersten spürte er Rastlosigkeit; sie zerrte an seinen Nerven und seine Laune sank bald auf einen Tiefpunkt.

Dreimal klingelte das Telefon, dann schnappte sich Derek Benton den Hörer, hob ihn ans Ohr und nannte seinen Namen. Eine dunkle Stimme erklang: »Hallo, Mister Benton.« »Wer spricht da?«

»Namen sind Schall und Rauch.« Der Anrufer lachte kehlig.

Unvermittelt verspürte Derek Benton Beklemmung. Kehlig fragte er: »Was wollen Sie?« »Ich will mich in Ihr Unternehmen einkaufen.« »Das soll wohl ein Witz sein?«

»Ganz und gar nicht.«

»Na schön, dann werde ich jetzt wieder auflegen. Guten Tag noch, Mister.« »Warten Sie.«

Benton knallte den Hörer auf den Apparat.

Es dauerte keine halbe Minute, dann läutete das Telefon erneut. Benton starrte den Apparat an wie einen Feind. Seine Stirn hatte sich gefurcht. Er nahm den Hörer. »Benton.«

»Sie sollten mir zuhören, Benton.«

»Verrückten höre ich nicht zu.«

»Möchten Sie sterben, Benton?«

»Was? Jetzt drohen Sie mir auch noch!« Bentons Stimme sank herab. »Wenn das ein Spaßsein soll, so kann ich nicht darüber lachen.«

»Sie sollten den Anruf ernst nehmen. Hören Sie zu, Benton. Sie besitzen hundert Prozent an der Firma. Ich will mich mit einundfünfzig Prozent einkaufen. Wir machen einfach eine Company daraus. Sie werden von Ihren Verpflichtungen als Inhaber der Firma freigestellt und können den Rest Ihres Lebens irgendwo in der Karibik verbringen. Gefällt Ihnen das?«

»Jetzt ist es genug. Ich weiß nicht, welcher Teufel Sie reitet. Aber ...«

»Ich melde mich übermorgen wieder, Benton. Denken Sie nach und entscheiden Sie sich richtig. Andernfalls werden wir Sie töten. Ihre Erben werden den Deal mit uns eingehen.«

»Wer ist wir?«

»Eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, in Amerika über große Unternehmen und auch über die Politik die Kontrolle zu erringen. Geld spielt für uns keine Rolle. Es kommt uns aber auch auf ein Menschenleben nicht an.«

Der Anrufer legte auf.

Benton zog die Unterlippe zwischen die Zähne und kaute darauf herum. Seine Gedanken wirbelten. Er legte den Hörer auf den Apparat. Dann rief er seine Sekretärin an, und als sie abnahm, fragte er: »Der Anrufer eben -haben Sie ihn zu mir durchgestellt?«

»Ja, Sir. Er meinte, es wäre sehr wichtig. Er wollte Sie persönlich sprechen.«

»Sagte er sonst noch irgendetwas?«

»Er meinte, es ging um Leben und Tod. Da dachte ich ...«

»Schon gut, Esther. Danke. Geben Sie mir bitte ein Gespräch mit dem Police Department.«

»Einen Moment, Sir.«

Ein Sergeant Danner meldete sich. Benton stellte sich vor, dann sagte er: »Ich bekam eben einen seltsamen Anruf...

»Haben Sie es sich überlegt, Callagher?«

»Nun, wir mussten nicht groß darüber nachdenken, Mister, und kamen zu dem einstimmigen Schluss, dass wir Ihr Angebot ablehnen. Und nun bitte ich Sie, mich in Ruhe zu lassen. Sie stehlen mir nur meine kostbare Zeit.«

»Es ist dumm von Ihnen, Callagher. Wenn das Ihr letztes Wort sein sollte, werden Sie es bereuen.« »Es ist mein letztes Wort.«

»Dann fangen Sie zu beten an, Callagher. Ihre Stunden sind gezählt. Sagte ich Ihnen nicht, dass wir keinen Spaß verstehen.«

»Sagten Sie nicht.«

»Dann wissen Sie‘s jetzt. Sie haben es sich selber zuzuschreiben. Vielleicht ist Ihr Erbe gescheiter.«

»Sie sind impertinent.«

»Sie haben, scheint mir, den Ernst der Situation noch immer nicht verstanden.« Der Anrufer legte auf.

Callagher schluckte würgend. Sein Herz schlug einen schnellen Rhythmus. Er wusste nicht, was er denken sollte. Dann wählte er die Nummer von Lane Mallory. Als sich Mallory meldete, sagte er: »Der Verrückte hat sich wieder gemeldet.«

»Und?«

»Er drohte mir.«

»Wenn wir nur wüssten, was wirklich dahintersteckt. Versucht uns jemand einzuschüchtern? Wenn ja, warum? Was hat er davon? He, ich hab‘s. Der Kerl will uns erpressen. Er will mit seinen Anrufen unsere Angst schüren und dann seine Forderungen anmelden. Das ist es. Wir müssen die Polizei verständigen.«

»Ich übernehme das«, versprach Callagher.

Wenig später hatte Callagher eine Verbindung mit dem Police Department. Er äußerte sein Anliegen. Man verband ihn. Schließlich war er mit Sergeant Danner verbunden. Der Sergeant hörte sich an, was Callagher zu sagen hatte, dann gab er zu verstehen:

»Ich habe bereits drei Anzeigen dieser Art vorliegen. Noch wissen wir nicht, was wir davon halten sollen, wir haben auch keine Ahnung, ob der Bursche auch an Betriebe in anderen Bundesstaaten herangetreten ist. Jedenfalls nehmen wir den Tatbestand nicht auf die leichte Schulter. Sollte sich der Kerl noch einmal melden, bitte ich Sie, mich anzurufen.«

»Das werde ich«, versicherte Callagher.

Um 18 Uhr machte Callagher Feierabend. Sein Bentley stand im Hof der Meacham-Soft, der er als Geschäftsführer vorstand. Der Parkplatz war fast leer. Die meisten Angestellten hatten schon den Feierabend angetreten. Per Fernbedienung öffnete Callagher die Türen des dunkelblauen Wagens. Dann setzte er sich ans Steuer und startete den Motor. Callagher besaß ein Haus in Queens. Die Verwaltung der Meacham-Soft befand sich in Manhattan, 102nd Street. Callagher fuhr auf die Westseite und benutzte die Triborough Bridge, um den East River zu überqueren. Als er sich in Queens befand, befuhr er den Grand Central Parkway. Sein Haus lag am Rand des Cunningham Parks. Ein riesiges Grundstück umgab es. Das Tor ließ sich per Fernbedienung öffnen. Wie von Geisterhand gesteuert ging es auf. Callagher fuhr die Zufahrt entlang, die bei einer Doppelgarage endete. Auch das Garagentor wurde ferngesteuert geöffnet. Callagher stellte den Bentley in der Garage ab und stieg aus. Er reckte sich.

Wenig später betrat er das Haus. Seine Frau saß gefesselt und geknebelt in einem Sessel in der Wohnstube. Callagher erschrak. Aus schreckensgeweiteten Augen sah sie ihren Mann an - Augen, in denen sich pures Entsetzen ausdrückte. Sie wollte etwas sagen, aber der Knebel erstickte ihre Worte.

»Mein Gott, Kath!«, entfuhr es Callagher. Er dachte in diesen Augenblicken nicht an den Drohanruf. Die Situation hielt ihn gefangen und ließ keinen anderen Gedanken zu. Er ging zu seiner Frau hin. »Mmmh«, machte sie und rollte mit den Augen.

In dem Moment, als er sich über seine Frau beugte, gab es einen gewaltigen Knall. Callagher und seine Frau waren auf der Stelle tot. Flammen zuckten über den Fußboden und die Möbel. Staub und Rauch wölkten. Die Fensterscheiben waren vom Druck der Explosion nach draußen gedrückt worden. Die Vorhänge brannten ...

Es war kurz nach 8 Uhr und wir hatten erst vor wenigen Minuten den Dienst angetreten, als mein Telefon läutete. Es war Mr High, der sagte: »Guten Morgen, Jerry. Kommen Sie und Phil doch gleich einmal zu mir.«

Kurz darauf betraten wir Helens Zimmer. Lächelnd erwiderte sie unseren Gruß dann sagte Sie: »Geht nur hinein. Der Chef wartet schon. Der Kaffee läuft bereits.«

»Du bist ein Engel«, sagte Phil.

»Ich weiß«

Wir lachten, dann klopfte ich an die Tür des AD. »Herein«, tönte es und ich öffnete. Mr High stand hinter seinem Schreibtisch. Ich betrat das Büro, Phil folgte mir. Der AD begrüßte uns per Handschlag, dann forderte er uns auf, Platz zu nehmen. Er setzte sich zu uns.

»Neues in Sachen Zeerookah?«, fragte er.

»Nein«, erwiderte ich. »Die anderen Kandidaten für den Job des Gouverneurs wurden von den Kollegen in Albany und Buffalo vernommen, aber es ergaben sich keine neuen Erkenntnisse. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass man versucht, uns auf eine falsche Spur zu locken. Die Hintergründe sind uns ein Rätsel. Vielleicht wollte jemand dem FBI eins auswischen. Jedenfalls sind wir davon überzeugt, dass Zeery mit dem Mord nichts zu tun hat.«

»Wo ist Zeery?«, fragte der Chef.

Ich hob die Schultern. »Das wissen wir nicht, Sir, nehmen aber das Schlimmste an.«

»Haben Sie die Schlagzeile in der New York Times gesehen? FBI-Agent ermordet Gouverneur! Ein gefundenes Fressen für die Presse. Der Leiter der Field Operation Section East hat sich bereits eingeschaltet. Zeery gehört zu den zehn meistgesuchten Männern Amerikas.« »Wir tappen im Dunkeln, Sir.«

»Sie wollen ein Team aus Washington - eine Sonderkommission - nach New York schicken«, erklärte der AD. »Aber um Ihnen das zu erzählen habe ich Sie nicht zu mir kommen lassen. Haben Sie schon mal von Meacham-Soft gehört?«

»Sicher«, sagte ich. »Einer der größten Softwarehersteller der USA. Was ist damit?«

»Der geschäftsführende Gesellschafter, James Callagher, wurde gestern Abend in seiner Wohnung ermordet. Jemand hat eine Bombe in seinem Haus deponiert. Ich möchte Sie bitten, sich des Falles anzunehmen.«

»Gibt es schon irgendwelche Erkenntnisse?«, fragte ich.

»Nehmen Sie mit Police Lieutenant Carter vom Police Department Verbindung auf. Er hat die Ermittlungen vor Ort geleitet.«

Gesagt, getan.

Der Police Lieutenant sagte: »Es handelte sich um einen ferngezündeten Sprengsatz. Callagher und seine Frau müssen sofort tot gewesen sein. Die Spurensicherung gestaltete sich in dem völlig zerstörten Wohnzimmer nicht einfach, und entsprechend haben wir auch kaum verwertbare Spuren gefunden.«

»Was wissen Sie über Callagher?«

»Ihm gehörte ein Drittel der Gesellschaftsanteile an der Meacham-Soft Ltd. Die beiden anderen Gesellschafter heißen Lane Mallory und Richard Dawson. Wir haben mit beiden noch in der Nacht gesprochen. Callagher wurde bedroht.«

»Er wurde bedroht?«

»Ja, ein anonymer Anrufer. Callagher hat sich deswegen schon an uns gewandt. Die Meacham-Soft ist einer von vier Betrieben in New York, die identische Anrufe erhielten. Der Anrufer erklärte in jedem der Fälle, dass er sich mit einundfünfzig Prozent in den Betrieb einkaufen wolle. Er gab jeweils zwei Tage Bedenkzeit. Nachdem sich Callagher weigerte, auf das Angebot einzugehen, wurde er eliminiert.«

»Wer ermittelt wegen der Drohanrufe?«, wollte ich wissen.

»Sergeant Danner. Soll ich Sie mal mit ihm verbinden?«

»Ja, aber vorher habe ich noch eine Frage. Wer sind die anderen Betriebe, die identische Anrufe erhielten?«

»Benton Electronics, Dexter‘s Industries und die Lancaster Ltd.«

»Und in jedem Fall hat der Anrufer angeboten, einundfünfzig Prozent der Geschäftsanteile zu erwerben?«

»Ja, und immer hat er gedroht, dass der Betriebsinhaber oder Geschäftsführer sterben würde, wenn er nicht auf das Angebot eingeht. Wie ernst es dem Kerl mit seiner Drohung ist, zeigt der Mord an Callagher.«

»Geben Sie mir die Anschriften der Betriebe und nennen Sie mir die Namen der Leute, mit denen der Anrufer gesprochen hat.«

»Haben Sie was zum schreiben bei der Hand, Cotton?«

»Ja. Schießen Sie los.«

Kapitel 1

Wir saßen Lane Mallory in seinem Wohnzimmer gegenüber. Der Mann war ein Nervenbündel. Ununterbrochen knetete er seine Hände. Sein Blick war unstet und irrte ständig zur Seite ab. Der Tod seines Kompagnons war ihm scheinbar sehr an die Nieren gegangen.

»Callagher wurde bedroht«, begann ich.

Mallory hob die Hand und strich sich mit Daumen und Zeigefinger über das Kinn. »Er erhielt einen anonymen Anruf«, sagte er. »Jemand machte ihm das Angebot, sich mit einundfünfzig Prozent in die Meacham-Soft einzukaufen. Er bedrohte James mit dem Tod. Aber diesen Anruf nahm doch zunächst niemand ernst.«

»Kennen Sie den Wortlaut des Gesprächs?«

»Nein. Ich kann nur wiederholen, was mir James sagte.«

»Und was sagte er?«

»Dass sich der anonyme Anrufer in die Meacham-Soft einkaufen und die Mehrheit der Anteile übernehmen will. Zwei Tage später rief er erneut an. James sagte mir Bescheid. Ich schlug vor, die Polizei einzuschalten, denn ich war der Meinung, dass diese Einschüchterungstaktik in einer ...

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