Logo weiterlesen.de
Zeit des Abschieds

1. KAPITEL

Charlotte machte auf dem Absatz kehrt, nachdem sie das Gespräch zwischen Werner und ihrem Freund Marcel van Houweninge mit angehört hatte. Mit einer Lüge hatten die beiden Männer versucht, sie von einer Reise nach Uganda abzuhalten. UndWerner war dabei die treibende Kraft gewesen, dessen war sie sich sicher.

„Es war falsch, dass wir sie belogen haben“, sagte Marcel und sah ihr zerknirscht hinterher.

„Vielleicht“, gab der Seniorchef zu. „Andererseits ist das nur zu ihrem Besten.“

Marcel van Houweninge wirkte nicht überzeugt. „Was wollen Sie jetzt tun?“, fragte er skeptisch.

„Ich muss mit ihr sprechen“, antwortete Werner, dem die Sorge ins Gesicht geschrieben stand. „Dann weiß ich mehr.“

Er fand sie in der Wohnung, wo sie gerade mit einem Reisebüro telefonierte und darum bat, ihr Ticket für einen Flug nach Uganda am Flughafen zu hinterlegen. Nachdem sie aufgelegt hatte, schaute er sie liebevoll an.

„Wieso musst du so kopflos abreisen?“, wollte er wissen. Sie musterte ihn mit einem eiskalten Blick. „Was immer du da draußen gehört hast, du hast es missverstanden“, fügte er hinzu.

„Willst du mir vielleicht einreden, ich sei völlig blöd?“, fauchte sie ihn an.

„Nein!“ Er ruderte zurück. „Ich habe lediglich mit Herrn van Houweninge darüber geredet, dass es eine kluge Entscheidung ist, nicht jetzt gleich nach Afrika zu fliegen.“

Wütend baute sie sich vor ihm auf. „Du hast die Frechheit, mir direkt ins Gesicht zu lügen und mich als taub darzustellen? Wie weit willst du den Bogen noch überspannen! Du bist das Letzte! Dass du es überhaupt wagst, hier aufzutauchen!“ Ihre Stimme über schlug sich beinahe vor Zorn.

Werner erkannte seine Frau kaum wieder. „Das ist eine Kurzschlussreaktion, Charlotte“, wandte er vorsichtig ein. „Herr van Houweninge ist auch der Meinung, dass du dich schonen musst.“

Nun platzte ihr endgültig der Kragen. „Und Marcel für deine miesen Intrigen zu benutzen, das nehme ich dir ganz besonders übel!“, schrie sie, und ihre Augen sprühten Funken.

Werner wich zurück. „Niemand will dir was Böses …“

„Niemand außer dir“, entgegnete sie höhnisch. „Und ich bin heilfroh, dich nicht mehr sehen zu müssen. Meine Geduld ist am Ende! Ich fliege morgen!“ Betroffen sah er sie an, aber sie hatte nicht die Absicht, sich von seinem traurigen Blick noch einmal umstimmen zu lassen. „Geh mir aus den Augen!“

Wie ein geprügelter Hund schlich ihr Mann aus der Wohnung.

Um sich nach dieser Auseinandersetzung zu beruhigen, nahm Charlotte ihr Tagebuch hervor.

Auch mein Fehler wiegt schwer. Und dass ich Alexander seinen wahren Vater verschweige, belastet mich immer noch … Aber ich halte Werners ständige Lügen und Intrigen nicht mehr aus! Ich muss einen Schlussstrich ziehen. Ein Neuanfang hilft mir vielleicht auch, die richtige Entscheidung bezüglich Alfons und Alexander zu treffen.

Es klopfte an der Tür. Sie klappte das Tagebuch zu. Ihr ältester Sohn betrat den Raum.

„Vater hat sich ziemlich danebenbenommen“, stellte Alexander fest.

„Er hat das Fass zum Überlaufen gebracht!“, erklärte sie entschieden.

„Stimmt. Aber er hat das aus Sorge um dich gemacht.“

Sie schnaubte verächtlich. „Er hat für alles eine Entschuldigung parat. Und damit glaubt er auch noch, mich weiter an der Nase herumführen zu können! Ich ertrage ihn einfach nicht mehr!“

„Du hast immer gesagt, in einer Ehe braucht man auch eine große Portion Kompromissbereitschaft“, gab er zu bedenken.

„Meine Portion hat Werner endgültig ausgeschöpft.“ Ihre Stimme klang bitter.

„Vielleicht hilft euch eine kleine Trennung tatsächlich …“, überlegte ihr Sohn.

„Ob ich Werner nach dieser Trennung überhaupt noch sehen will, ist fraglich.“ Aufgebracht holte sie einen Koffer heraus und begann mit dem Packen.

Alexander betrachtete sie traurig. „Mutter, ihr dürft nicht im Streit auseinander gehen“, sagte er leise.

„Danke für deine gut gemeinten Ratschläge“, stieß sie hervor. „Doch es ist zu spät, um noch etwas zu retten!“

„Aber in der Zeit, in der ich im Koma lag, seid ihr euch näher gekommen“, beharrte er.

„Und was hat das genutzt?“, brauste sie auf. „Ich wurde schon wieder hintergangen! Werner wird sich nie ändern. Und ich habe es satt, Verständnis für ihn aufzubringen!“ Das war ihr letztes Wort in dieser Angelegenheit, das musste auch Alexander einsehen.

Auch Werner packte seine Sachen. Ein Hotelzimmer war frei geworden, und er wollte aus dem Gästezimmer in der Privatwohnung wieder ausziehen.

„Willst du jetzt auch verreisen?“, spottete Charlotte, als sie bemerkte, womit ihr Mann beschäftigt war. Er erklärte, dass er umziehen würde. „Das brauchst du jetzt nicht mehr“, erwiderte sie kühl. „Ich bin ab morgen weg.“

Er richtete sich auf und sah sie traurig an. „Ich habe mich nicht wirklich bei dir entschuldigt, oder?“, fragte er leise.

„Nein, du wolltest mir einreden, ich hätte alles falsch verstanden.“

„Es geht nicht nur um Marcel van Houweninge“, entgegnete er ehrlich. „Ich meine all die Jahre, die ich dich belogen und betrogen habe.“

„Eine Entschuldigung wird nicht reichen“, stellte sie bitter fest.

„Ich kann es nicht rückgängig machen. Ich kann dir nur versichern, dass ich alles bereue, dass ich dir nie wehtun wollte und dass ich dich immer geliebt habe … Und immer lieben werde.“ Sein Geständnis rührte sie mehr, als sie zugeben wollte. Aber sie hatte sich fest vorgenommen, Werner nicht mehr so einfach davonkommen zu lassen.

„Liebe entschuldigt nicht alles.“

„Nein, aber sie erklärt einiges“, gab er zurück.

„Du hast mich aus Liebe betrogen und angelogen?“

„Irgendwie schon …“ Seine Stimme zitterte ein wenig. „Ich habe Fehler gemacht, wollte sie dir aber nicht beichten, um dich nicht zu verlieren.“

„Eine etwas eigenartige Interpretation.“

„Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen, und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir beide es doch noch schaffen“, beharrte er.

„Man weiß nie, was das Leben noch bringt“, sagte sie, und in ihren Worten lag eine Wärme, die ihn Mut fassen ließ.

„Auf meine Liebe kannst du immer zählen.“ Er machte einen Schritt auf sie zu.

„Es geht nicht nur um Liebe“, widersprach Charlotte. „Du hast mein Vertrauen ständig missbraucht. Diese Intrigen, Spielchen und Manipulationen …“

„Ich wollte dich nur beschützen“, unterbrach er sie.

„Geht das schon wieder los?“ Mit einem Mal wirkte sie verschlossen und wich zurück. „Du belügst mich wieder?“

„Ich habe doch nur gesagt, dass ich dein Bestes wollte“, verteidigte er sich.

Sie funkelte ihn zornig an. „Und genau das ist der Punkt: Du behauptest, alles für mich zu tun, dabei denkst du nur an dich! Du willst, dass ich bleibe! Du willst mich nicht verlieren! Du brauchst mich! Hast du dich in all den Jahren auch nur ein Mal gefragt, was ich wirklich brauche?“

„Aber ich denke an dich“, erwiderte er hilflos.

„Nein, Werner. Und du wirst dich nie ändern.“ Sie wandte sich zum Gehen. „Ich will dich vor meiner Abreise nicht mehr sehen“, erklärte sie, bevor sie die Wohnung verließ.

Nach dem letzten verpatzten Abend hatten Natalie und Xaver sich nicht wieder ausgesöhnt und litten beide darunter. Als sie sich mittags in der Lobby des „Fürstenhofs“ begegneten, fasste der Page sich ein Herz.

„Wir fetzen uns, wir schlafen miteinander, dann fetzen wir uns wieder“, sagte er ratlos.

„Ein doofes Spiel“, räumte Natalie ein.

„Völlig doof.“ Sie sahen sich einen Moment lang in die Augen.

„Frieden?“, fragte die PR-Managerin schließlich.

„Gerne“, erwiderte er.

Sie lächelte erleichtert. „Wie wäre es mit einer kleinen Friedensfeier?“

„Prima Idee!“ Er freute sich ehrlich. „Bei dir oder bei mir?“

„Bei mir“, entschied sie.

„Soll ich die Pizza mitbringen?“, wollte er wissen.

Sie schüttelte lachend den Kopf. „Bloß nicht! Ich kann keine Pizza mehr sehen!“

Im Gegensatz zu dem Auf und Ab im Liebesleben seiner Schwester war Lars vollkommen glücklich, seit Marie und er endlich zueinander gefunden hatten. Sie wollten jede freie Minute gemeinsam verbringen und turtelten so verliebt miteinander, dass es Xaver schwer fiel, das junge Glück mit anzusehen.

„Ist ja schön, dass es bei euch doch noch geklappt hat“, bemerkte er betont locker, als er im Laden wieder einmal Zeuge eines Besuchs vom Restaurantleiter geworden war. Lars hatte seine Freundin zum Abendessen zu sich nach Hause eingeladen, und Marie strahlte über das ganze Gesicht.

„Es hat uns beide erwischt“, seufzte sie glücklich. „Wie von Zauberhand.“

„Klingt richtig kitschig“, erwiderte der Page, um Coolness bemüht.

„Kitschig, romantisch und wunderschön!“, stellte sie lächelnd fest.

Er schluckte. „Na dann – gratuliere!“

Etwas in seiner Stimme ließ sie aufhorchen. „Das musst du doch für Natalie genauso empfinden, oder?“, fragte sie.

„Diese rosaroten Wölkchen sind nichts für uns“, antwortete er betont lässig. „Wir haben unseren Spaß, und die Herzensangelegenheiten überlassen wir den Kitschromanen.“

„Aber ich dachte, sie ist deine große Liebe!“

„Ich finde die Frau nach wie vor fabelhaft“, gab er widerwillig zu.

„Aber?“

„Für eine wirkliche Liebe ist der Altersunterschied zu groß.“ Es gelang ihm, seiner Stimme einen abgeklärten Ton zu verleihen. „Das kann auf Dauer nicht gut gehen.“

Marie blickte ihn forschend an. „Ist das deine oder Natalies Meinung?“, wollte sie wissen.

„Spielt das eine Rolle?“, gab Xaver zurück.

„Ich glaube schon.“

Nachdenklich blickte Xaver sie an – und er musste zugeben, dass ihre Worte ihn mehr berührten, als er es sich eingestehen wollte.

Christian Deville hatte Violas Waschmaschine erfolgreich repariert. Voller Dankbarkeit wollte sie ihn umarmen und stieß dabei versehentlich den schweren Werkzeugkasten vom Tisch – der landete direkt auf dem Fuß des jungen Mannes.

„Auuu!“, schrie Christian auf und rieb sich den schmerzenden Fuß.

„Oh Gott! Das wollte ich nicht …“, stammelte Viola entgeistert.

Christian seufzte und zog sich vorsichtig Schuh und Strumpf aus.

Als Viola den angeschwollenen Fuß sah, sog sie hörbar die Luft ein. „Der ist ja doppelt so dick!“, rief sie entsetzt und starrte auf den verletzten Zeh.

„Er tut auch doppelt so weh“, bestätigte Christian.

„Ich fahre Sie sofort ins Krankenhaus“, bot sie an.

„Auf keinen Fall“, wehrte er ab. „Ich kenne mich mit so was aus. – Ich brauche nur ein paar Eiswürfel und ein Handtuch.“

„Ich weiß was Besseres: Ich bringe Sie zu uns nach Hause, Sie legen sich aufs Sofa, und ich verarzte Sie.“

Doch Christian hielt nicht viel von ihrem Vorschlag. „Nein, nein“, winkte er ab. „Ich will den Dreimädelhaushalt wirklich nicht weiter stören. Ich suche mir eine andere Bleibe.“

„Das fehlte noch!“, rief Frau Liebertz. „Mit einem Humpelbein auf der Suche nach einem Schlafplatz. Kommt überhaupt nicht infrage!“ Und dann rauschte sie aus der Waschküche, um Eiswürfel zu besorgen.

Während Christian noch auf ihre Rückkehr wartete, kam plötzlich Laura herein.

„Ich dachte, du bist schon weg?“, fragte sie überrascht.

„Dachte ich auch“, entgegnete er und erklärte ihr kurz, was passiert war. „Ich muss den Fuß nur noch ein bisschen kühlen, dann bringt Frau Liebertz mich zum Bahnhof“, schloss er seinen Bericht.

Laura betrachtete ihn zweifelnd. „Ich glaube dir ja, dass du es schaffen willst. Aber eine Fahrt nach München ist nicht gerade ein Spaziergang“, gab sie zu bedenken.

„Es muss klappen.“ Doch als Christian versuchte aufzustehen, musste er sich sehr zusammenreißen, um vor Schmerzen nicht laut aufzuschreien.

An eine Fahrt nach München ist nicht zu denken – es wird schon schwer genug sein, ihn überhaupt in die Wohnung zurückzubringen, dachte Laura.

Und wenn Christian ehrlich war, musste er zugeben, dass es ihn freute, noch eine Weile im Dreimädelhaushalt bleiben zu dürfen.

Viola behandelte seinen Fuß mit Kräutertinkturen, Laura kochte Vanillepudding für den Patienten, und Tanja holte ihm ein Schmerzmittel aus der Apotheke. Wenn er seine Frau nicht so schrecklich vermisst hätte … er hätte sich richtig wohl gefühlt.

Am späten Nachmittag war Lars damit beschäftigt, einen Braten für das Abendessen mit Marie vorzubereiten. Seine Schwester leistete ihm schlecht gelaunt Gesellschaft.

„Du legst dich ja ganz schön ins Zeug“, spöttelte sie. „Ich hoffe für dich, dass es sich lohnt …“

„Davon kannst du ausgehen“, erwiderte er überzeugt. „Magst du mit uns essen?“

Sie zögerte einen Moment, bevor sie antwortete: „Xaver kommt heute Abend.“

„Dann können wir zu viert essen“, schlug Lars vor. „Der Braten ist groß genug.“

Natalie schüttelte den Kopf. „Keine gute Idee …“

„Das wäre doch schön“, beharrte er. „Ein Essen mit zwei verliebten Paaren!“

Sie verzog das Gesicht. „Zum Glück sind wir ein wenig unterschiedlich. Ich stehe nämlich überhaupt nicht auf so einen Gefühlskitsch“, behauptete sie.

„Du weißt gar nicht, was dir entgeht. Mit Marie und mir – das ist wie Frühling und Sommer auf einmal, wie Geburtstag und Weihnachten, wie …“ Abrupt stand Natalie auf und griff nach ihrer Jacke. „Und was ist jetzt mit dem Abendessen?“, fragte er verdutzt.

„No way. Hier fliegen zu viele Schmetterlinge – da ist kein Platz für normale Menschen wie Xaver und mich.“ Als wollte sie damit ihre Aussage bekräftigen, schlug sie mit einem lauten Knall die Wohnungstür hinter sich zu.

Lars blickte ihr bedauernd hinterher.

Natalie traf Xaver auf der Straße.

„Wir waren doch bei dir verabredet, oder?“, fragte er verwundert.

„Bei uns in der Wohnung ist die Schnulzenliebe ausgebrochen“, erklärte sie zynisch. „Lars hat Marie zum Abendessen eingeladen und ist seit Stunden mit den Vorbereitungen beschäftigt. Er macht einen so schrecklich verliebten Eindruck, dass mir schlecht geworden ist.“

„Ist doch schön, wenn er verliebt ist, oder?“ Unsicher sah der Page seine Freundin an.

„Willst du dir das Gesülze, Geturtel und Geknutsche den ganzen Abend antun? Ich nicht!“ Frustriert und schweigend machten sich die beiden auf den Weg zu Xavers Wohnung.

Das „Gesülze, Geturtel und Geknutsche“ war in vollem Gange: Marie und Lars genossen das gemeinsame Abendessen und konnten die Augen nicht voneinander lassen, so verliebt waren sie ineinander. Bis zum Dessert kamen die beiden allerdings nicht mehr. Denn Lars hatte seine Freundin vorher in die Arme geschlossen und küsste sie so leidenschaftlich, dass an andere Süßigkeiten nicht mehr zu denken war …

Währenddessen vertilgten Natalie und Xaver Pommes frites aus der Tiefkühltruhe und tranken Dosenbier dazu. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt angekommen. Schließlich schob die PR-Managerin angewidert den Teller von sich fort und stand auf.

„Da wir das Essen vermasselt haben, können wir nun zum Hauptprogramm übergehen“, sagte sie kalt. Verblüfft sah er sie an. „Auf dasVorspiel können wir verzichten. Kommen wir gleich zur Sache.“ Ihre direkte unromantische Art brachte ihn völlig aus der Fassung.

Marie und Lars lagen zur gleichen Zeit auf dem Sofa und überschütteten einander mit Zärtlichkeiten. In dem Moment klingelte ein Handy – Natalie hatte ihr Telefon offenbar in der Wohnung liegen gelassen. Weil der Anrufer keine Ruhe gab, ging Lars schließlich entnervt an den Apparat. Es war Carsten Lorenz, der ihn bat, seiner Schwester auszurichten, dass er ein Päckchen für sie an den „Fürstenhof“ geschickt habe.

Derweil hatten Natalie und Xaver das „Hauptprogramm“ leidenschaftslos hinter sich gebracht.

„Es war schön“, murmelte Xaver frustriert, als er neben Natalie im Bett lag.

„Für mich auch.“ Ihre Stimme klang nicht minder enttäuscht. Nach einer Weile erhob sie sich und zog ihre Bluse an.

„Was wird das?“, fragte der Page irritiert.

„Ich gehe.“

„Mitten in der Nacht?“

„Ich habe keine Lust auf alte Brötchen zum Frühstück.“

„Aber ich kann uns morgen früh frische Brötchen besorgen.“ Er blickte sie flehentlich an.

„Nicht nötig. Ich frühstücke zu Hause“, erwiderte sie kühl. Und damit verließ sie die Wohnung. Zurück blieb ein trauriger Xaver.

2. KAPITEL

Am nächsten Morgen war Laura früh aufgestanden, um einen neuenVersuch zu unternehmen, das Maronen-Eis herzustellen, das Christians verstorbene Frau so einzigartig zubereiten konnte.

Als er wach wurde, hielt sie ihm eine Schüssel unter die Nase.

„Eis? Zum Frühstück?“, fragte er ungläubig.

„Warum nicht?“, erwiderte sie. „Ich habe noch mal versucht, Sophias Maronen-Eis nachzumachen. Bin gespannt, ob ich ihr Rezept jetzt getroffen habe.“

Er probierte. „Das ist es!“, rief er begeistert aus. „Unglaublich! Das habe ich seit über einem Jahr nicht mehr gegessen!“ Laura strahlte. Doch plötzlich wurde Christian ernst. Ein Schatten huschte über sein Gesicht. „Wahrscheinlich werde ich von nun an immer, wenn ich Eis esse, an Sophia denken …“

„Ich hätte es gar nicht machen sollen“, murmelte sie schuldbewusst.

„Versteh mich nicht falsch“, erwiderte er. „Ich will sie nicht vergessen, aber … “ VonTrauer überwältigt brach er ab.

Laura setzte sich zu ihm. „Immer wenn ich spazieren gehe und auf Papas Lieblingsberg schaue, werde ich traurig“, erzählte sie. „Aber nach einer Weile erinnere ich mich an die schönen Momente, die wir gemeinsam hatten, und die ich nie vergessen will.“

Nachdenklich betrachtete Christian sie. „Eis essen könnte für mich dasselbe bedeuten: Ich kann schließlich an meine Liebe zu Sophia denken, an die wunderbare Zeit an ihrer Seite …“ Er schluckte. „Danke, dass du mich verstehst“, fügte er leise hinzu.

Alexander war nicht begeistert davon, dass Laura Christian Deville wieder bei sich einquartiert hatte. Außerdem stand ihm der Abschied von seiner Mutter bevor.

„Ich werde sie vermissen“, seufzte er, als er mit Laura im Park spazieren ging. „Warum musste Vater nur wieder so einen Mist bauen? Sein ganzes Leben besteht aus Geheimnissen und Intrigen …“

„Jetzt übertreibst du aber“, widersprach sie. „Werner hat mit Sicherheit einiges auf dem Kerbholz, aber er hat einen guten Kern.“

Verblüfft sah er sie an. „Seit wann verteidigst du unseren Vater so leidenschaftlich?“

„Man sollte Menschen nicht nur nach ihrer Vergangenheit beurteilen“, stellte sie ruhig fest.

„Hast du deshalb Herrn Deville wieder bei dir aufgenommen?“, wollte er wissen. „Weil du ihn nicht nur nach seiner Vergangenheit beurteilen willst?“

„Du hättest ihm auch geholfen“, gab sie etwas gekränkt zurück.

Aber er ließ sich von ihrem Einwand nicht beirren. „Wer einmal einVerbrechen begangen hat, kann jederzeit rückfällig werden“, erklärte er.

Laura platzte der Kragen. „Wer redet hier von Verbrechen?“ Sie war ernstlich empört. „So genau wissen wir das doch gar nicht.“

„Genau deswegen mache ich mir Sorgen – wir kennen ihn gar nicht richtig.“

„Es ist wirklich kein Wunder, dass ihr alle Werner so kategorisch verurteilt und ihm keine Chance gebt, seine Fehler wieder gutzumachen“, schnaubte sie und ließ ihren verdutzten Bruder stehen.

Lars traf seine Schwester am Frühstückstisch und wunderte sich darüber, dass sie nicht bei Xaver übernachtet hatte. Aber Natalie hatte keine Lust, darüber zureden. Auch als er ihr erzählte, dass Carsten Lorenz angerufen und ein Päckchen für sie ins Hotel geschickt habe, reagierte sie kaum.

„Warum muss ich immer Pech haben?“, seufzte sie nur und starrte ins Leere.

„Meinst du jetzt Carsten oder Xaver?“

„Das ist es ja“, antwortete sie traurig. „Beide! Der eine ist verheiratet, verlässt seine Frau nicht, trennt sich aber von mir. Und dann schickt er mir Päckchen. Und Xaver ist unfähig zu lieben …“

„Vielleicht lernt er es noch“, gab Lars zu bedenken.

„Ich bin jedenfalls nicht die geeignete Lehrerin dafür“, stellte sie mit Nachdruck fest.

Derweil klagte Xaver Marie sein Leid.

„Natalie will immer nur das eine. Ich würde so gern was mit ihr unternehmen, mit ihr über Gott und die Welt reden … Aber sie will nur Sex.“

„Du liebst sie wirklich“, stellte seine Exfreundin nachdenklich fest. Als er nickte, fuhr sie fort: „Dann sag es ihr endlich!“

„Damit ich sie endgültig verliere?“

„Viel hast du von deiner Liebe im Moment auch nicht“, erwiderte sie.

„Ich weiß“, seufzte er und machte sich wieder daran, die Hotelpost zu sortieren. Plötzlich fiel ihm ein Päckchen für Natalie in die Hände. Der Absender war deutlich zu erkennen: Carsten Lorenz. Unauffällig griff er sich das Paket und verschwand damit im Personalraum.

„Dann wollen wir mal sehen, was die Konkurrenz so will“, murmelte er und öffnete das Päckchen. Er fand ein Schmuckkästchen mit einer teuer aussehenden Kette darin, an der ein herzförmiger Anhänger befestigt war. „Das ist Bestechung“, knurrte er und las dann, was Carsten Lorenz an Natalie geschrieben hatte:

Gib mir noch ein wenig Zeit, bald habe ich meine Frau so weit. Es ist nur noch eine finanzielle Absprache nötig, und dann gehört uns die Zukunft. Denn eines habe ich verstanden: Ich liebe nur eine Frau. Und das bist du, Natalie.

Der Page ließ den Brief sinken und verzog angewidert das Gesicht. „Das stinkt ja zum Himmel!“, entfuhr es ihm. „Der Kerl lügt wie gedruckt!“

In diesem Augenblick platzte die PR-Managerin in den Personalraum – eigentlich war sie auf der Suche nach Marie, aber als sie Xaver mit der Kette in der einen und dem Brief in der anderen Hand dort stehen sah, begriff sie sofort, was los war.

„Hast du etwa meine Post geöffnet?“, fragte sie fassungslos. Der Page war wie gelähmt. „Wie kannst du so was tun? Hast du sie noch alle?“ Sie war außer sich vor Wut.

Xaver zögerte noch einen Moment, dann trat er die Flucht nach vorn an. „Im Krieg und in der Liebe sind alle Mittel erlaubt!“, stellte er klar und deutlich fest.

Ungläubig starrte sie ihn an. „Was hast du gesagt?“

„Was glaubst du denn, warum ich das alles tue?“, stieß er hervor. „Einfach so – aus Spaß oder weil ich dich ärgern will?“

„Erklär’s mir“, bat sie leise.

Und endlich brach die ganze Wahrheit aus ihm heraus: „Weil mich die Eifersucht zerfrisst! Weil ich es nicht ertrage, wie du von diesem Typen benutzt wirst und wie du mit mir spielst!“

„Das geht dich aber nichts an …“, wollte sie einwenden, doch er ließ sie nicht zu Wort kommen.

„Es geht mich sehr wohl was an! Weil ich dich – verdammt noch mal – liebe! Ich liebe dich, wie ich noch nie eine Frau geliebt habe!“ Jetzt war es heraus. Natalie schien völlig verwirrt über das, was er gerade gesagt hatte. „Wahrscheinlich hältst du mich für total bescheuert …“, setzte er kläglich hinzu.

Sie schluckte. „Kannst du das bitte noch mal sagen?“, flüsterte sie.

Er schloss die Augen. „Ich liebe dich, wie ich noch nie eine Frau geliebt habe“, wiederholte er leise. Als sie langsam nickte, stieß er hastig hervor: „Okay, okay, verstehe. Ich hole sofort nach Dienstschluss meine Zahnbürste bei dir ab. Oder besser – wirf sie einfach in den Müll!“

Natalie blickte Xaver an. „Ich will, dass du noch deine Zahnpasta dazulegst“, erwiderte sie stockend. „Und ein Paar frische Socken in meine Kommode tust.“

„Wieso frische Socken?“ Der Page war sichtlich irritiert.

„Weil ich auch total verliebt bin, du Blindfisch! Ich habe seit Wochen Angst, dass du es merkst. Und dass du dann sofort stiften gehst.“

Langsam begriff er, was er da hörte. Mit einem Sprung war er bei ihr und schloss sie in seine Arme.

„Ich kriege keine Luft!“, japste sie glücklich.

„Aber Liebe!“, rief er überschwänglich und wirbelte sie herum.

„Dummerchen“, lächelte Natalie, als er sie wieder abgesetzt hatte.

„Selber!“ Der Page strahlte über das ganze Gesicht.

„Du hast es mir nicht leicht gemacht.“

„Ich dir? Wer hat denn immer betont, dass er seine Freiheit über alles liebt?“

„Du hast mich mehrmals heftig abblitzen lassen“, widersprach die PR-Managerin. „Dabei warst du nicht mal verabredet.“

„Das musste ich doch tun“, rechtfertigte er sich. „Sonst hättest du gemerkt, wie verliebt ich bin.“ Sein Blick fiel auf das Päckchen von Carsten Lorenz. „Der Kerl lässt einfach nicht locker.“

„Carsten kann mir hundert Herzchenketten schicken, das interessiert mich nicht mehr“, stellte sie entschieden fest.

Xaver deutete auf den Brief. „Dafür ist er sich seiner Sache aber verdammt sicher.“

„Typen wie der kapieren einfach nicht, wann sie verloren haben.“

„Wie auch? Er hat ja schon einmal gewonnen“, bemerkte Xaver, und ein Schatten huschte über sein Gesicht.

„Xaver, Carsten ist für mich Geschichte“, versicherte sie ihm und sah ihn eindringlich an.

„Bist du sicher?“ Statt einer Antwort wollte sie ihm einen Kuss geben, doch er wich zurück. „Ich nämlich nicht. Was machst du, wenn der Wichtigtuer hier aufkreuzt? Schickst du ihn dann in die Wüste?“ Seinem prüfenden Blick konnte sie nicht standhalten und senkte langsam den Kopf.

Unglücklich verzog Xaver das Gesicht, drehte sich um und eilte aus dem Personalraum.

Natalie sah ihm betroffen hinterher.

Für Charlotte wurde es Zeit, sich zu verabschieden. Erst ging sie zu Alfons, der ihr das Versprechen abnahm, in Afrika gut auf sich aufzupassen. Dann traf sie sich noch einmal mit ihren beiden Söhnen.

„Bist du wirklich fit genug für diese Reise?“, fragte Alexander besorgt.

„Ich fühle mich wie neugeboren“, antwortete sie euphorisch. „Und ich bin so froh, diesen Kindern im Waisenhaus von Masaka helfen zu können, die Kultur dort kennen zu lernen und vielleicht ein bisschen mein Improvisationstalent beweisen zu können.“ Ihre Söhne hatten ein Geschenk für sie vorbereitet: eine Schneekugel, in der der „Fürstenhof“ zu sehen war.

„Damit du nicht vergisst, wie es hier aussieht“, sagte Robert liebevoll. Charlotte kamen vor Rührung beinahe die Tränen, als sie die beiden in die Arme schloss.

Dann griff sie nach ihrem Koffer und machte sich auf den Weg nach unten. Marcel wartete schon neben dem Taxi auf sie.

Als sie gerade einsteigen wollte, bog Werner um die Ecke. Die Eheleute wechselten einen langen Blick. Marcel van Houweninge stieg diskret in den Wagen, während Werner auf seine Frau zuging.

„Ich bereue es, Charlotte“, sagte er leise. „Ich war ein Egoist, ein Intrigant und ein untreuer Hund – aber ich liebe dich. Kannst du mir jemals verzeihen?“

„Ich weiß es nicht“, erwiderte sie traurig.

„Sag mir, was ich tun soll, um dich zu halten“, bat er.

„Du musst dich ändern.“

„Du machst nicht alle Türen zu?“

Sie lächelte schwach. „Da, wo ich sein werde, gibt es nicht viele Türen.“ Seine Augen füllten sich mit Tränen. Betroffen sah sie ihn an. „Leb wohl“, murmelte sie schließlich und stieg ins Taxi.

Er brachte kein Wort heraus – der Schmerz schien ihm die Luft zum Atmen zu rauben. Das Taxi fuhr los. Seine Frau ging hinaus in die Welt. Weit fort von ihm.

Später war Werner mit Alexander zum Ausreiten verabredet.

„Ich vermisse Charlotte schon jetzt“, gab Werner zu, als die beiden nach einem wilden Galopp wieder im Stall angekommen waren.

„Das verstehe ich“, erwiderte sein Sohn behutsam. „Trotzdem, Mutter braucht dringend eine Auszeit. Sie hat doch gerade erst ihre Krankheit überwunden.“

„Schon, aber seit sie weg ist, denke ich jede Sekunde an sie.“ Der Seniorchef war am Boden zerstört. „Vielleicht sollte ich ihr einfach hinterherfliegen“, überlegte er laut.

Alexander blickte ihn streng an. „Mach das bitte nicht!“

„Ich habe so ein ungutes Gefühl. Vielleicht kommt sie nie wieder zurück.“

„Du weißt, dass das Unsinn ist“, gab sein Sohn zurück.

„Aber was ist, wenn sie da unten etwas findet, was ihr hier niemand geben kann?“

Die beiden Männer tauschten einen nachdenklichen Blick.

„Denkst du, sie könnte in Uganda bleiben wollen?“, fragte Alexander vorsichtig. „Oder sich nach ihrer Rückkehr gegen dich entscheiden?“

Werner hob die Schultern. „Afrika ist nicht Mallorca. Wer da unten war, kommt verändert zurück. Der Kontinent lässt niemanden unberührt.“ Sein Sohn warf einen Blick auf die Uhr. „Soll ich mich um dein Pferd kümmern?“, bot der Seniorchef an. „Du hast sicher mehr als genug zu tun.“

Alexander lächelte ihn an. „Danke.“ Nach einem kleinen Zögern fuhr er fort: „Sie kommt zurück zu dir, du wirst sehen …“ Er legte seinemVater tröstend die Hand auf die Schulter und ging dann zurück an seine Arbeit. Werner war mehr als dankbar für die Zuwendung. Er sattelte die beiden Pferde ab und gab ihnen zu fressen. Und bemerkte nicht, dass ihm dabei sein Ehering vom Finger rutschte und ins Stroh kullerte …

Nachdem der Seniorchef geduscht hatte, traf er seine Schwiegertochter zum Tee.

„Thalia ist überglücklich mit ihrem Fohlen“, freute sich Katharina. „Und ich auch. Ich bin heilfroh, dass sie es gut überstanden hat.“

„Ja, das ist immer eine aufregende Zeit“, erwiderte Werner lächelnd.

„Bestimmt.“ Sie zögerte. „Wie war das eigentlich damals bei euch?“, fragte sie dann. „Mit Charlottes erster Schwangerschaft? Musstet ihr lange darauf warten?“

„Ach was. Kaum waren wir aus den Flitterwochen zurück, war Alexander auch schon unterwegs“, antwortete Werner und verlor sich in den Erinnerungen an eine glückliche Zeit. „Ich saß im Büro, als Charlotte es mir gesagt hat. Ich war so aufgewühlt, dass ich anschließend einer völlig überteuerten Restaurantrenovierung zugestimmt habe …“

Sie hatte ihm aufmerksam zugehört. „War sicher eine spannende Zeit“, bemerkte sie leichthin.

Er musterte sie prüfend. „Wie sieht es denn bei euch aus? Werde ich bald Opa?“

„Ich muss dich leider enttäuschen.“

„Das kann sich ganz schnell ändern“, gab er zurück. „Es sei denn – Katharina, ihr wollt doch hoffentlich Kinder?“ Seine indiskrete Frage war ihr sichtlich unangenehm.

„Wir haben es nicht eilig“, wich sie aus.

„Man kann nicht früh genug damit anfangen. Erst mit einem Kind wächst man als Paar richtig zusammen.“

Sie sah ihn prüfend an. Der Unterton, der in seinen Sätzen lag, gefiel ihr ganz und gar nicht. „Warum willst du plötzlich unbedingt Opa werden?“, wollte sie wissen. Er schwieg. „Ein Kind kann doch keine Ehe retten. Besonders nicht die der Großeltern.“

„Aber es würde die Situation mit Charlotte bestimmt vereinfachen …“, setzte er an.

Katharina fiel ihm ins Wort. „Alexander und ich sind nicht für eure Probleme zuständig“, erklärte sie bestimmt. „Wir entscheiden uns für ein Kind, wenn wir das für richtig halten.“

Werner ruderte zurück. „Natürlich. So habe ich das auch nicht gemeint. Es ist nur … Charlotte und ich kommen langsam in das Alter, in dem man ab und an gern ein Enkelkind auf dem Schoß hätte …“ Sein Blick verlor sich in der Ferne. „Dafür muss sie aber erst mal aus Afrika zurückkommen.“ Gedankenverloren griff er nach seinem Ehering und stellte erschrocken fest, dass er ihn nicht am Finger trug. „Aber das gibt’s doch nicht!“, rief er entgeistert aus. „Mein Ehering ist weg!“

Sofort machten die beiden sich auf die Suche. Doch weder im Bad noch auf dem Wohnzimmerfußboden konnten sie den Ring finden.

„Ich habe ihn noch nie verloren“, erklärte der Seniorchef hilflos. „In all den Jahren unserer Ehe nicht.“ Er seufzte. „Kaum ist Charlotte abgereist, ist mein Ring verschwunden. Wenn das kein schlechtes Omen ist …“

Überrascht sah seine Schwiegertochter ihn an. „Seit wann bist du denn abergläubisch?“

„Eigentlich gar nicht. Aber trotzdem bin ich ziemlich beunruhigt“, gab er zu.

Sie betrachtete ihn voller Mitgefühl. „Ich fänd’s auch unheimlich, wenn mein Ring plötzlich weg wäre. Irgendwie hätte ich auch das Gefühl, es bedeutet etwas …“ Sie suchten weiter. Als Katharina die Sofakissen ausschüttelte, fiel etwas zu Boden.

„Ich hab ihn!“, rief sie erleichtert. Tatsächlich lag ein goldener Ring auf dem Teppich.

„Du bist ein Schatz!“ Werner gab ihr einen Kuss auf die Wange. Doch als er den Ring überstreifen wollte, musste er feststellen, dass er ihm viel zu klein war. „Oh nein“, flüsterte er. „Das ist nicht meiner. Er gehört Charlotte.“ Fassungslos betrachtete er das kleine ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Zeit des Abschieds" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen