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Zarte Gefühle

1. KAPITEL

„Was erlauben Sie sich?!“ Robert hielt sich die Wange. Eva Krendlinger hatte ihm eben eine schallende Ohrfeige verpasst.

„Was erlauben Sie sich?!“, erwiderte sie aufgebracht. „Denken Sie, nur weil Sie Robert Saalfeld heißen, können Sie sich alles rausnehmen?“ Er hatte ihr gerade vorgehalten, dass sie doch gar nicht wisse, was Liebe sei. „Wie krank muss man sein, um jemandem so was an den Kopf zu werfen?“

„Wie auch immer ich mich benehme …“ Roberts Ton blieb scharf, obwohl ihm insgeheim klar war, dass er mit seinen Worten wirklich zu weit gegangen war. „Das gibt Ihnen nicht das Recht, mir eine runterzuhauen.“

Aber Eva überging das völlig.

„Wenn Sie denken, dass ich mich entschuldige …“, schnaubte sie nur. „Da können Sie lange warten.“ Wütend stapfte sie davon.

Sie hatte Robert Saalfeld nur helfen wollen! Eva war noch immer aufgewühlt, als sie sich im Personalraum für ihren Dienst umzog. Glaubte er denn, er wäre der einzige Mensch auf der Welt, der den Tod eines lieben Menschen verkraften musste?! Von ihr konnte er jedenfalls kein Mitleid mehr erwarten. Das Maß war voll. Sollte er doch an seinem Selbstmitleid ersticken.

„Mistkerl!“, fluchte sie und versetzte ihrer Spindtür einen Tritt.

„Meinen Sie mich?“ Eben war Nils Heinemann hereingekommen. Der Fitnesstrainer grinste. Es war Eva für einen Moment peinlich, dass er Zeuge ihres Wutausbruchs geworden war, doch dann erzählte sie ihm, was sich zwischen ihr und Robert Saalfeld abgespielt hatte.

„Ich habe weiß Gott Verständnis für Trauer und das Gefühl, die Welt hätte aufgehört, sich zu drehen“, sagte sie noch. „Aber in diesem Fall ist jetzt Schluss. Auch für Robert Saalfeld gibt es Grenzen. Die Ohrfeige hat er mehr als verdient.“ Insgeheim musste Nils ihr recht geben. Tanja hatte ihm berichtet, dass Robert seine Tochter ablehnte. Und das fand Nils so dermaßen schrecklich, dass er fast kein Mitleid mehr hatte für den jungen Witwer.

Und als Nils Robert auf dem Weg zum Wellnessbereich über den Weg lief, knöpfte er sich ihn kurzerhand vor.

„Sie merken nicht einmal, dass man Ihnen helfen möchte, oder?“ Robert nahm sofort eine abwehrende Haltung ein. Er wollte seine Ruhe. Sonst nichts. „Kein Problem!“, schnaubte Nils. „Von mir haben Sie keine Hilfe zu befürchten. Und so sauer, wie Frau Krendlinger eben war, lässt sie Sie bestimmt auch gern in Ruhe.“

„Na also“, zischte Robert. „Geht doch.“

Aber Nils war noch nicht fertig mit ihm.

„Und Tanja wird mit einem, dem sein eigenes Kind egal ist, bestimmt bald auch nichts mehr zu tun haben wollen“, fuhr er fort. „Darauf können Sie sich verlassen!“ Diese Worte waren seltsamerweise zu Robert durchgedrungen, das konnte man ihm ansehen. „Wenn Ihnen alle auf die Nerven gehen – was machen Sie dann noch hier?“, sagte Nils noch. „Verschwinden Sie doch irgendwohin, wo Sie niemand unterstützen und Ihnen beistehen will! Dann haben Sie endlich Ihre Ruhe! Und wir auch!“

„Sie haben ja recht“, gab Robert leise zu. „Ich schaffe es einfach nicht. Höflich zu sein. Oder dankbar.“

„Sie könnten es vielleicht versuchen!“ Sofort klang Nils’ Stimme viel freundlicher und weicher. Vielleicht war bei Robert Saalfeld ja doch noch nicht Hopfen und Malz verloren.

„Steh auf, Simon, bitte! Die Leute gucken schon.“ In der Tat fühlte sich auch Simon nicht besonders wohl in seiner momentanen Pose: Er kniete vor Maike Steenkamp und hatte ihr gerade eine Scheinehe angetragen.

„Du brauchst nur Ja zu sagen“, meinte er.

„Ja!“, sagte sie laut und fügte dann etwas leiser hinzu: „Ja, wir können darüber reden.“ Er erhob sich und setzte sich neben sie. „Machst du mir wirklich nur aus Freundschaft einen Heiratsantrag?“, staunte sie.

„Was heißt hier nur?“ Er versuchte, die Sache ins Lustige zu ziehen. „In so einem Fall sollte die glückliche Braut eigentlich keine Debatten anzetteln, sondern ihrem Gatten in spe freudestrahlend um den Hals fallen.“ Maike lachte und gab Simon einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange.

„Du bist ein toller Freund!“, stellte sie dann fest. „Danke!“

Yordan Zerwenkow checkte im Fürstenhof ein und bezog selbstverständlich die Fürstensuite. Weder Alfons noch Werner waren besonders begeistert von dem neuen Gast – sie verbanden keine guten Erinnerungen mit ihm.

„Ah, der Herr Rosenbaron!“, begrüßte ihn Werner. „Was führt Sie zu uns?“

„Ich hatte in München zu tun“, gab Zerwenkow zur Antwort. „Und da fiel mir Ihr nettes Hotel ein. Ein paar Tage Ausspannen werden mir guttun.“

„Nur Urlaub? Keine Geschäfte?“, hakte Werner nach. Aber Zerwenkow ließ ihn darüber im Ungewissen.

„Hoffentlich hat der nicht vor, sich hier langfristig niederzulassen“, knurrte Alfons, während die Pagen Zerwenkow in die Fürstensuite begleiteten. „Hatte er seinerzeit nicht ein Auge auf Frau von Heidenberg geworfen?“

„Hätte ich dem Kerl Barbara bloß überlassen“, seufzte der Senior. „Dann wäre mir einiges erspart geblieben …“ Möglicherweise hatte Zerwenkow von Barbaras Freispruch gehört und tauchte deshalb im Fürstenhof auf. Sie hatte ihn damals zwar abserviert – aber der Rosenbaron gehörte zu der Sorte Mann, die so etwas erst recht reizte.

„Mich würd’s auch nicht wundern, wenn sie sich mit ihm in Verbindung gesetzt hat“, überlegte Alfons, und auch Werner fand diese Vermutung nicht abwegig. In ihrer Situation konnte Barbara einen reichen Verehrer gut gebrauchen. Dass sie längst mit Götz Zastrow liiert war, wussten die beiden Männer ja nicht. „Andererseits würde sie sich doch nicht ausgerechnet hier im Fürstenhof mit ihm verabreden“, wandte Herr Sonnbichler ein. Werner verzog das Gesicht.

„Ich hoffe, Sie haben recht. Und das Biest lässt sich hier nie wieder blicken.“ Aber sein Gefühl sagte ihm, dass Zerwenkows überraschendes Erscheinen nichts Gutes bedeutete …

„Kennen wir uns?“ Eben hatte Yordan Zerwenkow an Götz Zastrows Tür geklopft und sich dem Anwalt vorgestellt.

„Sagen wir so: Wir haben eine gemeinsame Bekannte“, erklärte der Rosenbaron. „Meine alte Freundin Barbara von Heidenberg. Sie hat mir geraten, Ihnen einen Besuch abzustatten.“

„Wenn das so ist …“ Auf der Stelle bat Götz ihn herein. „Was genau führt Sie zu mir?“

„Barbara hat mir erzählt, dass Ihnen nach dem Tod Ihrer Frau die Hälfte dieses schönen Hotels gehört“, begann Zerwenkow. Götz nickte.

„Ich habe allerdings vor, meine Anteile zu verkaufen“, meinte er dann.

„Aus dem Grund bin ich hier.“ Götz staunte. Dieser Mann war wirklich daran interessiert, ihm seine Fürstenhof – Anteile abzukaufen? „Wenn Sie mir ein gutes Angebot machen … Dann können wir gleich zur Sache kommen.“

„Woher kennen Sie und Barbara sich eigentlich?“, fragte Zastrow nun. Denn ein bisschen Misstrauen regte sich schon in ihm.

„Wir haben uns hier im Fürstenhof kennengelernt“, erwiderte Zerwenkow ausweichend. „Wir hatten damals ein paar Differenzen, aber Barbara weiß, mit wem man Geschäfte machen kann.“

„Und sie weiß, was sie will“, ergänzte Götz. Zerwenkow lächelte.

„Ich habe mich sehr über ihren Anruf gefreut“, gab er zu. „Vor allem, dass sie mir unseren kleinen Streit von damals verziehen hat.“ Den Prozess gegen sie hatte er natürlich auch verfolgt. „Ich bin froh, dass Barbara mit Ihnen einen derartig fähigen Anwalt an ihrer Seite hatte.“ Zastrow nahm dieses Kompliment gern entgegen. „Wird Barbara eigentlich in den Fürstenhof kommen?“

„Sicherlich nicht“, erwiderte Götz. „Nach allem, was sie hier erlebt hat!“ Der Rosenbaron wirkte etwas enttäuscht.

„Herr Saalfeld – in Kürze müssen Sie auf meine Anwesenheit verzichten.“ Ungefragt nahm Götz neben Werner Platz, der an der Bar einen Kaffee trank.

„Endlich mal eine gute Nachricht“, entgegnete der Senior. „Haben Sie einen Käufer für Ihre Anteile gefunden?“ Götz bejahte.

„Da Sie finanziell ja leider nicht in der Lage sind …“ Werner schnaubte.

„Darf man fragen, wer der Glückliche ist?“

„Sie kennen ihn sogar“, sagte Zastrow zufrieden. „Yordan Zerwenkow.“ Vor Schreck verschluckte sich der Senior beinahe an seinem Kaffee. Yordan Zerwenkow wollte die Hälfte des Fürstenhofs übernehmen? „Das scheint Ihnen ja gar nicht zu gefallen“, spottete Götz. „Aber mir scheint der Herr ein fairer Geschäftspartner zu sein.“

„Täuschen Sie sich da besser nicht!“ Werner lachte auf. „Wer mit Zerwenkow Geschäfte macht, muss sich warm anziehen.“ Das wusste er aus eigener Erfahrung.

„Ihre Einschätzung kann ich nicht teilen.“ Götz gab sich erstaunt. „Er hat anstandslos die fünf Millionen akzeptiert, die ich gefordert habe.“ Das musste Werner erst einmal verdauen.

Dabei hatte der Tag so schön angefangen! Charlotte hatte ihm einen Kuss gegeben, weil er Valentina gewickelt hatte. Die Sorge um ihre Enkelin ließ die beiden noch näher zusammenrücken. Und er kümmerte sich um das Baby viel mehr, als er das damals bei seinen eigenen Kindern getan hatte.

„Was ist schlecht daran, wenn Götz Zastrow seine Anteile verkauft?“, fragte André, der sich die miese Laune seines Bruders angesichts dieser Nachricht nicht erklären konnte.

„Dass sie an den Rosenölmagnaten Yordan Zerwenkow gehen“, knurrte der Senior. „Ich kann den Kerl nicht ausstehen. Wenn ich daran denke, wie wir uns wegen Barbara in den Haaren hatten …“ Er erinnerte sich mit Schaudern. „Angeblich hat er fünf Millionen für die Anteile geboten.“ André pfiff durch die Zähne.

Inzwischen zweifelte Simon schon wieder daran, ob das, was er getan hatte, richtig gewesen war.

„Scheinehe ist und bleibt eine Straftat“, sagte er zu Ben. „Damit betrügt man den Staat.“ Und dass er Jacob Krendlinger so manipuliert hatte – darauf war er auch nicht gerade stolz.

„Der Zweck heiligt die Mittel“, fand Ben. „Maike hat Ja gesagt, jetzt ziehst du das auch durch.“ Und er würde nur allzu gern als Trauzeuge zur Verfügung stehen.

„Ich hoffe, es ist alles zu Ihrer Zufriedenheit?“ Werner blieb an Yordan Zerwenkows Tisch im Restaurant stehen. Der Rosenbaron hatte gerade sein Abendessen bestellt.

„Wie immer!“ Zerwenkow bat den Senior, sich zu ihm zu setzen. Notgedrungen nahm der Senior die Einladung an und widersprach auch nicht, als Zerwenkow zwei Gläser Champagner orderte.

„Ich bin etwas erstaunt, Sie noch einmal hier begrüßen zu dürfen“, sagte Werner nur.

„Diesmal werde ich hoffentlich nicht rausgeworfen?“ Der Rosenbaron zwinkerte ihm verschmitzt zu.

„Nach meiner Erinnerung habe ich Sie nicht rausgeworfen, sondern Barbara hat Ihnen den Laufpass gegeben.“ Der Senior blieb vollkommen ernst.

„Okay“, lenkte Zerwenkow ein. „Und dann bin ich von selbst gegangen.“

„Falls nicht – ich hätte Sie wahrscheinlich rauswerfen lassen.“ Nun lachten die beiden Männer, was allerdings reichlich unecht wirkte. „Und noch besser wäre gewesen, Sie hätten Barbara damals mitgenommen“, entfuhr es Werner, der dann aber gleich das Thema wechselte. „Ich habe gehört, Sie wollen Herrn Zastrow seine Anteile abkaufen? Fünf Millionen! Ich muss schon sagen: ein fairer Preis.“

„Ich bin eben ein fairer Geschäftsmann“, sagte der Rosenbaron. „Und der Fürstenhof hat mir schon immer gefallen. Und ich wäre bereit, noch mehr in das Hotel zu investieren. Ich will nämlich den ganzen Fürstenhof. Nennen Sie mir Ihren Preis!“ Nun hatte es Werner dann doch die Sprache verschlagen. Zerwenkow wollte auch seine Anteile?

Sofort berichtete der Senior seiner Exfrau vom Vorschlag des Rosenbarons. Valentina war gerade eingeschlafen, deshalb konnten sie sich in Ruhe unterhalten. Und zu seinem großen Erstaunen fand Charlotte es nicht völlig abwegig, auf Zerwenkows Angebot einzugehen.

„Wir werden nicht jünger, Werner“, stellte sie fest. Das merkte sie gerade im Moment ziemlich deutlich. „Vielleicht sollten wir wirklich alles verkaufen und woanders neu anfangen. Ganz in Ruhe. Ohne Verpflichtungen.“

„Geld genug hätten wir, wenn wir Zerwenkos Angebot annehmen würden“, gab er zu.

„Und vor allem Zeit!“, ergänzte sie. „Wir könnten für Valentina da sein, wenn Robert wieder nach Paris geht.“

„Meinst du, er möchte dahin zurück, wo er mit Miriam glücklich war?“ Sie hatte keine Ahnung, was ihr Sohn vorhatte. „Vielleicht möchte er auch den Fürstenhof übernehmen. Oder Alexander …“ Werner konnte sich aber nicht vorstellen, das Hotel zu verlassen und woanders zu leben.

„Eins ist klar“, meinte Charlotte nun. „So ein Angebot bekommen wir nie wieder.“ Dem konnte er nicht widersprechen. „Überleg es dir in Ruhe. Wenn du nicht willst, lassen wir es. Aber wenn du auch meinst …“ Sie überließ die Entscheidung ihm. Sie würde alles mittragen, wozu er sich entschloss.

„Dürfen wir kurz?“ Charlotte und Werner hatten bei Robert angeklopft. Der lag auf seinem Bett und starrte an die Decke. Unbeteiligt winkte er die beiden herein.

„Wir müssen mit dir reden“, begann sein Vater.

„Wir müssen eine Entscheidung treffen“, fügte Charlotte hinzu. „Und das wollen wir nicht ohne dich.“ Fragend blickte Robert vom einen zum anderen.

„Man hat uns für den Fürstenhof sehr viel Geld geboten“, erklärte Werner nun. „Wir denken darüber nach zu verkaufen.“

„Was habe ich damit zu tun?“, entgegnete Robert gleichgültig.

„Es geht nicht nur um uns.“ Schließlich war der Fürstenhof auch Roberts und Alexanders Elternhaus. „Vielleicht würdest du das Hotel ja später gern übernehmen? Oder möchtest du nach Paris zurückkehren?“ Robert zuckte nur mit den Achseln. „Du kannst nicht den Rest deines Lebens auf dem Bett liegen und um Miriam trauern“, mahnte Werner. „So kann das nicht weitergehen.“

„Für mich geht es nicht weiter“, erklärte Robert. „Kapiert das endlich!“

„Du hast ein Kind!“, sagte sein Vater eindringlich. „Du kannst dich nicht einfach aus dem Leben ausklinken!“ Aber Robert war alles egal. Ohne Miriam würde es für ihn keine Zukunft geben.

„Das kommt dir jetzt so vor“, sagte Charlotte sanft. „Aber irgendwann …“

„Ich werde niemals darüber hinwegkommen!“, schrie Robert da. „Das will ich auch gar nicht!“ Und dann schickte er seine erschrockenen Eltern hinaus.

Am nächsten Morgen entschuldigte er sich allerdings bei Charlotte. Die war vollkommen übernächtigt –Valentina hatte sie in der Nacht ganz schön auf Trab gehalten.

„Tut mir leid wegen gestern Abend“, meinte er. „Ich war nicht besonders freundlich.“

„Schon vergessen“, erwiderte seine Mutter.

„Auch wegen dem hier …“ Er deutete vage Richtung Wiege. „Ich mache es euch nicht leicht zurzeit. Aber ich weiß einfach noch nicht, wie es weitergehen soll.“

„Schon gut, Robert.“ Sie wollte ihn ja auch gar nicht drängen. „Wir wissen, dass du es nicht leicht hast. Umso mehr bedeutet mir deine Entschuldigung.“

Jacob und Maike trafen an der Rezeption aufeinander. Und er wollte wissen, ob sie sich schon überlegt hatte, ihm mehr Geld für eine Scheinehe zu zahlen.

„Ich brauche gar nicht nachzudenken“, zischte sie. „Ich lasse mich nämlich nicht gern erpressen.“

„Es wäre ein gutes Geschäft für uns beide gewesen. Schade!“ Frech grinste er sie an. „Dabei hatte ich mich schon auf die Hochzeitsnacht gefreut.“

„Zum Glück gibt es auch noch Männer, die anderen helfen, ohne an Kohle zu denken“, giftete sie ihn an. „Und ohne anzügliche Bemerkungen abzusondern.“

„Du hast einen anderen Ehemann gefunden?“, staunte er.

„Allerdings!“, bestätigte sie. „Sogar einen, der es kostenlos macht.“ Als Jacob erfuhr, dass der Glückliche Simon Konopka war, fiel ihm beinahe die Kinnlade herunter.

„Ausgerechnet der? Das ist ja ein Hammer!“

Simon berichtete seinem Vater unterdessen ebenfalls, dass er mit Maike Steenkamp eine Scheinehe eingehen würde. André reagierte zunächst skeptisch. Er wusste, dass sein Sohn verliebt war in die Südafrikanerin. Aber sie wollte nur ein Visum. Und wenn Simon ihr jetzt seine Gefühle gestand, würde sie die Eheschließung sicher ablehnen.

„Es könnte doch sein, dass sie während unserer Ehe merkt, was für ein toller Typ ich bin“, sagte Simon grinsend.

„Dann musst du die Sache jetzt konsequent durchziehen“, fand sein Vater. „Geduldig, ganz vorsichtig. Und Schritt für Schritt eroberst du sie.“

Aber Maike war inzwischen stocksauer auf ihren „Verlobten“.

„Ich habe vorhin mit Jacob gesprochen“, erklärte sie, und Simon begriff natürlich sofort, was das bedeutete. „Er hat sich sehr gewundert, dass du mir dieses großzügige Angebot gemacht hast. Wie ich hörte, hast du ihm geraten, viel Geld für die Scheinehe zu verlangen. Weil das ein so großes Risiko ist. Und weil die Behörden dahinterkommen könnten.“

„Stimmt ja auch“, erwiderte Simon hilflos.

„Und warum willst du dich dann darauf einlassen?“, rief sie wütend. „Und sogar völlig kostenlos?“ Er suchte nach einer Erklärung für die ganze Situation.

„Krendlinger wollte Geld, damit er dich heiratet. Das ist doch schäbig.“ Maike schnaubte.

„Und weil es so schäbig ist, hast du ihn ermutigt, die zehnfache Summe zu fordern?!“ Das klang nun alles andere als einleuchtend. „Es war ein perfekter Deal!“, empörte sie sich nun. „Jacob hätte seine Schulden bei seiner Schwester zurückgezahlt, und ich hätte in Deutschland bleiben können.“ Damit rauschte sie davon.

2. KAPITEL

Charlotte stand mit dem Kinderwagen auf dem Vorplatz des Hotels. Eva Krendlinger, die gerade ein Tablett ins Haus tragen wollte, ging sofort auf sie zu.

„Und? Haben meine Tipps geholfen?“, fragte sie. Charlotte bejahte lächelnd. Valentina schien keine Bauchschmerzen mehr zu haben.

„Müssen Sie in den nächsten Stunden eigentlich arbeiten?“ Evas erste Schicht war gleich vorbei, dann war sie erst wieder am Abend dran. „Mein Exmann und ich, wir haben heute mehrere Termine. Könnten Sie vielleicht auf Valentina aufpassen? Für zwei, drei Stunden?“

„Kein Problem!“ Eva war sichtlich erfreut. Sie vermisste das Zusammensein mit Kindern ohnehin. Und Charlotte war dankbar und erleichtert.

„Ich sorge natürlich dafür, dass Ihnen die Zeit woanders angerechnet wird“, versprach sie.

Eva war bester Dinge, als sie kurze Zeit später den Kinderwagen durch den Park schob. Dabei begegnete sie ihrem Bruder, der ihr als Erstes erzählte, dass aus der Scheinehe mit Maike Steenkamp nun doch nichts werden würde. Was Eva natürlich außerordentlich erleichterte.

„Dadurch musst du auf deine eintausendfünfhundert Euro allerdings noch ein bisschen warten“, meinte er. Aber das war ihr die Sache allemal wert. Nun wollte Jacob wissen, welches Baby sie da gerade eigentlich betreute.

„Das ist die Kleine von Robert Saalfeld“, antwortete sie.

„Der, dessen Frau bei der Geburt gestorben ist?“ Sie nickte. „Für den gibst du den Babysitter?“

„Für seine Mutter“, korrigierte sie. „Für Robert Saalfeld würde ich keinen Finger rühren. So ekelhaft, wie der sich benimmt!“

„Geh nicht so hart mit ihm ins Gericht“, sagte ihr Bruder. Immerhin war Robert Saalfeld gerade erst Witwer geworden.

„Verantwortungsloser Vater trifft es eher“, schnaubte sie. „Nein, bei dem ist Mitgefühl reine Zeitverschwendung.“

Doch kurz darauf traf sie im Park ausgerechnet auf Robert. Und der ging direkt auf sie zu.

„Ich möchte mich bei Ihnen bedanken.“ Man konnte hören, dass er es wirklich ehrlich meinte. „Dafür, dass Sie meiner Mutter helfen.“

„Eigentlich wäre das Ihre Aufgabe!“, erwiderte sie kühl.

„Sie haben recht …“ Er war zu aufgewühlt, um weiterzusprechen.

„Vielleicht könnte Valentina Ihnen sogar helfen“, fuhr sie nun sanfter fort. „Es würde Ihnen beiden guttun. Schauen Sie doch nur!“ Sie drehte den Kinderwagen so, dass Robert hineinsehen musste. Er starrte das Baby nur an. Und Eva spürte, dass unter der rauen Schale sein weicher Kern herauskam. Einem spontanen Impuls folgend nahm sie das Baby aus dem Wagen. „Das ist Ihr Kind! Ihre Tochter braucht Sie! Versuchen Sie es wenigstens!“ Sie legte ihm die Kleine in die Arme. Und er ließ es tatsächlich geschehen. Es war ihm allerdings anzumerken, dass das Kind für ihn ein Fremdkörper blieb. Und dann reichte er Valentina hastig an Eva zurück.

„Ich kann das nicht“, sagte er heiser.

„Die Kleine ist unschuldig“, beharrte sie.

„Ohne sie würde Miriam noch leben“, stieß er hervor, machte dann auf dem Absatz kehrt und stapfte davon. Betroffen blickte Eva ihm nach.

„Robert Saalfeld hat seine Tochter im Arm gehalten, als wäre sie ein Stück Holz“, berichtete sie später ihrem Bruder. „Er hat sie nicht einmal richtig angeguckt.“ Irgendwie musste man Robert doch dazu bekommen, Valentina anzunehmen. In seiner verzweifelten Situation brauchte er wohl noch mehr Zeit und Verständnis.

„Deine Zeit und dein Verständnis?“,fragte Jacob skeptisch. Nachdenklich starrte seine Schwester ins Leere. „Was hast du mit diesem Küchenmeister zu schaffen?“

„Ich kann mir ganz gut vorstellen, wie er sich jetzt fühlt“, antwortete sie. „Nach dem Tod von Markus war ich froh über jede Geste, die mir wieder zurück ins Leben geholfen hat.“ Sie schwieg einen Moment, verloren in ihren Erinnerungen. „Valentina ist ein ganz wunderbares kleines Mädchen, das dringend einen Papa braucht“, sagte sie dann. „Und damit sie den bekommt, braucht ihr Vater Hilfe.“

„Bei aller Sympathie für deine Anteilnahme … Du darfst dich nicht so sehr in die Sache hineinziehen lassen.“ Sie nickte. Ihr Bruder hatte recht mit seinem Einwand, das wusste sie. „Saalfeld junior hat eine große Familie. Die sind da, um ihm wieder auf die Beine zu helfen. Pass auf, dass du dich nicht völlig aufreibst.“

Es stimmte ja, was Jacob sagte. Wenn nicht einmal Robert Saalfelds Eltern es schafften, an ihn heranzukommen – wie sollte dann Eva etwas bewegen? Sie ging im Park spazieren, diesmal ohne Kinderwagen, und kam am Gewächshaus vorbei. Dort saß Robert zusammengesunken auf einer Bank und starrte mit leerem Blick vor sich hin. Sie konnte ihn doch nicht einfach so dort sitzen lassen! Einen Versuch würde sie noch unternehmen – für die kleine Valentina!

„Stör ich?“ Er hob den Kopf und schien eine Weile zu brauchen, bis er sie erkannte. Dann deutete er auf den Platz neben sich.

„Das Gewächshaus war Miriams Welt“, erzählte er und klang dabei so traurig, dass es Eva beinahe das Herz zerriss. „Da ist sie immer hingegangen, wenn es wieder zwischen uns gekracht hatte. Das hat es leider viel zu oft.“ Ein wehmütiges Lächeln spielte um seine Lippen. „Tender Love ist hier entstanden. Miriams Parfüm.“ Eva nickte. Natürlich hatte sie von diesem außerordentlichen Duft gehört. „Sie halten mich wegen meines Verhaltens für einen absoluten Kotzbrocken“, sagte er da auf einmal. „Aber es ist doch so – die Schwangerschaft hat Miriam das Leben gekostet. Wäre dieses Kind nicht, dann könnten wir jetzt noch glücklich sein.“ Sie wusste nichts anderes zu tun, als ihm im Gegenzug zu erzählen, wie das damals für sie gewesen war, als Markus starb.

„Wir waren so verliebt …“, erinnerte sie sich. „Wir hatten so viele Pläne und Träume. Keine Minute wollten wir ohne den anderen sein. Wir dachten, das geht jetzt ewig so weiter.“ An dem Tag, an dem ihr Freund starb, hatte Eva aufgehört zu existieren. Sie hatte über Monate zu Hause gesessen und die Wände angestarrt. „Ich konnte mir ein Weiterleben ohne Markus nicht vorstellen. Ich wollte es auch nicht. Bis zu diesem sehr heißen Sommertag. Nach einem Gewitter zwitscherten die Vögel draußen vor meinem Fenster wie wild. Plötzlich wurde mir klar, dass ich sie monatelang nicht bemerkt hatte. Und ich wusste, das Schlimmste ist vorbei.“

„Schöne Geschichte“, meinte er. „Aber nicht meine.“

„Ab da habe ich mich in winzigkleinen Schritten zurück ins Leben getastet“, fuhr sie fort, ohne sich von ihm beirren zu lassen. „Und wissen Sie, warum? Markus hätte nicht gewollt, dass ich alles aufgebe. Miriam würde es ganz sicher auch nicht wollen.“

„Als ich Miriam traf …“ Robert schluckte. „Ich war kein unbeschriebenes Blatt. Es hatte einige Frauen gegeben. Aber keine …“ Er brach ab. Und Eva wartete geduldig, bis er weitersprechen konnte. „Miriam hat mir gezeigt, was Leben sein kann. Leben in Liebe. Zusammen. Verstehen Sie? Wir waren eins. Wie soll ich ohne sie weitermachen?“

„Sie müssen sich dem Verlust stellen.“ Mehr konnte sie ihm auch nicht raten. „Ich kann Ihnen nur sagen, wie ich es gemacht habe. Ich bin überall dorthin gegangen, wo Markus und ich glücklich waren. Ich habe mich an unsere schönen, gemeinsamen Momente erinnert. Das hat mich damals sehr getröstet. Und wenn es mal wieder wehtut, mache ich das sogar heute noch …“

André konnte es sich nicht verkneifen, Götz Zastrow zu sagen, dass Yordan Zerwenkow auch seinem Bruder ein großzügiges Angebot für dessen Fürstenhof – Anteile gemacht hatte.

„Ein besseres etwa?“, bellte Götz sofort. Aber der Chefkoch lächelte nur vielsagend.

„Keine Ahnung, wie viel er ihm geboten hat.“ Sofort hing Götz am Telefon und informierte Barbara über die Neuigkeiten. „Sein Bruder hat nur so eine Andeutung gemacht.“ Und jetzt war Götz entschlossen, selbst noch einmal nachzuverhandeln. „Zerwenkow kann man anscheinend melken. Und was der Saalfeld kann, kann ich auch.“

„Sei vorsichtig“, mahnte Barbara. „Nicht den Bogen überspannen. Besser fünf Millionen sicher, als sechs in den Sand setzen.“

„Ich bin kein Anfänger“, entgegnete er etwas gekränkt.

„Wenn du es falsch angehst, schmeißt er genauso schnell wieder hin, wie er Feuer gefangen hat“, fuhr sie fort. „Ich kenne Zerwenkow. Der ist gerissen.“

„Du scheinst ihn sogar sehr gut zu kennen“, meinte er.

„Was soll das jetzt?“ Ihre Stimme wurde schnippisch.

„Er hat jedenfalls eine sehr hohe Meinung von dir“, fuhr Götz fort.

„Ach, er hatte mal eine Schwäche für mich“, behauptete sie. „Aber ich nicht für ihn. Bist du etwa eifersüchtig?“

„Hab ich einen Grund?“, entgegnete er.

„Du bist es wirklich!“ Sie ließ ein kokettes Lachen vernehmen. „Ich glaube, ich muss dir mal wieder zeigen, wie unwiderstehlich du bist“, schmeichelte sie dann, und Götz gab sich damit zufrieden.

Kurz darauf traf er sich mit Zerwenkow auf der Terrasse.

„Wir müssen noch mal über den Verkauf meiner Anteile sprechen“, begann er. „Ich habe gehört, dass Sie Werner Saalfeld ebenfalls ein Angebot gemacht haben. Ein deutlich besseres!“ Der Rosenbaron zog die Augenbrauen hoch. „So lasse ich nicht mit mir umspringen! Was Werner Saalfeld bekommt, will ich auch.“ Er holte den Vertrag aus der Innentasche seines Sakkos. „Der Vertrag muss geändert werden, sonst kommen wir nicht ins Geschäft.“

„Einverstanden.“ Zu Götz’ Verblüffung lächelte Zerwenkow breit. „Sie bekommen exakt das Gleiche wie Werner Saalfeld. Genauso viel oder … genauso wenig.“ Erst jetzt begriff Götz, dass er wohl einen entscheidenden Fehler gemacht hatte. Aber da hatte Zerwenkow den Kaufvertrag bereits zerrissen. „Herr Saalfeld möchte nicht verkaufen.“ In der Tat hatte Werner dem Rosenbaron seine Entscheidung gerade erst mitgeteilt. „Und mit einem halben Fürstenhof kann ich nichts anfangen.“

Barbara tobte natürlich, als sie erfuhr, dass Werners Entscheidung, nicht zu verkaufen, nun auch den Verkauf von Götz’ Hotelanteilen verhindert hatte.

„Ich rede mit Zerwenkow“, beschloss sie. „Vielleicht kann ich ihm die Sache trotzdem schmackhaft machen.“

„Was willst du ihm denn sagen?“, erwiderte Götz und ließ sich mit dem Telefon auf einen Stuhl sinken. „Er kauft das Hotel entweder ganz oder gar nicht.“ Aber Barbara dachte gar nicht daran, so schnell aufzugeben.

Nachdem Simon seinem Vater gestanden hatte, dass er die Sache mit Maike vermasselt hatte, gab André ihm nur einen einzigen Rat: Maike die Wahrheit zu sagen. Nur dann würde sie verstehen, warum Simon so gehandelt hatte. Und ihm vielleicht verzeihen. Simon musste ihr wohl oder übel seine Liebe gestehen …

Doch das gestaltete sich schwieriger als erwartet. Denn Maike wollte ihm als Erstes etwas sagen.

„Ich bin schon einmal auf die Nase gefallen“, erzählte sie. „Ich hatte einen festen Freund in Kapstadt, wir waren sogar verlobt.“ Bis sie begriffen hatte, dass es dem Mann gar nicht um sie, sondern nur um das Geld ihres Vaters gegangen war. „Seitdem bin ich extrem empfindlich, wenn jemand unehrlich zu mir ist. Ich muss anderen hundertprozentig vertrauen können, sonst mache ich sofort dicht. Auf Freunde, die mir bei der ersten Gelegenheit in den Rücken fallen, kann ich verzichten.“ Und genau das war es, was sie Simon vorwarf: Das, was er mit Jacob Krendlinger gemacht hatte – das taten echte Freunde einfach nicht.

„Ich wollte … Es ist so …“ Simon war von seinem Plan, Maike eine Liebeserklärung zu machen, abgewichen. „Ich habe mir Sorgen gemacht“, behauptete er jetzt. „Die beim Amt für die Aufenthaltsgenehmigung sind wahnsinnig kritisch.“ Das hatte Maike auch schon gehört. „Wenn die den leisesten Verdacht haben, mit der Eheschließung stimmt etwas nicht, nehmen sie dich und Krendlinger komplett in die Mangel.“

„Und bei dir wäre das anders?“, entgegnete sie verständnislos.

„Uns beide verbindet doch viel mehr“, improvisierte er. „Dadurch ist eine Ehe zwischen uns auch viel plausibler. Wir kennen uns beide mit Wein aus, wir haben uns durch die Arbeit kennen- und liebengelernt … Das wird die sofort überzeugen.“

„Warum hast du mir das nicht gleich gesagt, anstatt Jacob hinter meinem Rücken auszubooten?“, fragte sie skeptisch.

„Wahrscheinlich, weil ich zwar was von Wein verstehe, aber noch nie jemanden vor der Abschiebung bewahren musste“, antwortete er. „Entschuldigung, Entschuldigung und noch mal Entschuldigung.“ Sie ließ ihn eine Weile zappeln, doch dann erschien zumindest ein kleines Lächeln auf ihren Lippen.

„Das gibt eventuell mildernde Umstände“, stellte sie fest. Erleichtert atmete Simon auf.

Alfons und Werner glaubten, ihren Augen nicht zu trauen: Am späten Nachmittag betrat Barbara von Heidenberg die Lobby des Fürstenhofs, als sei das die selbstverständlichste Sache von der ganzen Welt. Als sie den Senior bemerkte, ging sie sogar schnurstracks auf ihn zu.

„Werner …“, säuselte sie. „Wer hätte bei unserer letzten Begegnung gedacht, dass wir uns so bald wiedersehen?“

„Was tust du hier?“, presste er heraus. Sie ignorierte die Frage und begrüßte stattdessen den vor Schreck wie erstarrten Herrn Sonnbichler. „Raus!“ Werner erhob sofort seine Stimme. „Und zwar schnell! Ich will dich keine Sekunde länger in meinem Haus haben.“

„Ich hatte ohnehin nicht vor, länger als unbedingt nötig zu bleiben“, gurrte sie.

„Wenn du nicht freiwillig gehst, rufe ich die Polizei. Alfons!“ Herr Sonnbichler wollte schon zum Hörer greifen, da steuerte auf einmal Götz Zastrow mit einem strahlenden Lächeln auf Barbara zu.

„So schnell von den Kanaren zurück ins schöne Bayern? Wie hast du das wieder hinbekommen?“ Er begrüßte sie mit einem Kuss. Werner und Alfons tauschten einen fassungslosen Blick. Die beiden waren ein Paar?! „Kümmern Sie sich bitte um das Gepäck der Dame“, wies Götz nun Herrn Sonnbichler an.

„Das werde ich ganz sicher nicht tun“, entgegnete Alfons standhaft.

„Sind Sie sicher, dass Sie sich das leisten können?“, spottete Zastrow.

„Herr Sonnbichler handelt in meinem Auftrag“, sprang Werner seinem Chefportier bei.

„Götz, ich fürchte, es gibt ein Problem mit dem Miteigentümer“, merkte Barbara unschuldig an.

„Allerdings!“, bestätigte Werner. „Frau von Heidenberg ist in diesem Haus nicht erwünscht.“

„Sie ist Gast in meinem Haus, das mir zu fünfzig Prozent gehört“, sagte Zastrow herablassend. „Und damit herzlich willkommen.“

„Interessant, welch intensiven Kontakt Sie zu Ihren Mandantinnen pflegen“, stellte der Senior fest.

„Der Fürstenhof

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