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Z - Das Spiel der Zombies

Über den Autor

Michael Thomas Ford ist der Autor des Jugendromans SUICIDE NOTES. Er lebt mit seinem Partner und fünf Hunden in San Fransisco.
www.michaelthomasford.com

Michael Thomas Ford

Z-
DAS SPIEL
DER ZOMBIES

Aus dem amerikanischen Englisch von
Collin McMahon

BASTEI ENTERTAINMENT

Für Horrible Spider, Ocho Patas und die Mungos,
die mir Gesellschaft geleistet haben.

01

Irgendwo vor ihm musste der Zombie sein. Nach dem Gestank zu urteilen, der die Luft erfüllte – eine Mischung aus Blut, Erde und faulem Fleisch –, musste er sehr nah sein. Josh löste die Sicherung seines Flammenwerfers und hielt ihn vor sich im Anschlag, den Finger am Abzug. Die Deckenbeleuchtung war fast völlig ausgefallen, und der Halogenscheinwerfer am Lauf seines Flammenwerfers war bei einem Zusammenstoß mit einem Z auf einer der unteren Etagen kaputtgegangen. In der Dunkelheit konnte er nur etwa zwei Meter weit sehen.

Der Krankenhausflur war voller Müll: Glasscherben, verkohlte Papierfetzen und verbogenes OP-Besteck lagen über den Boden verstreut. An den weiß gekachelten Wänden waren dunkle Schlieren. Vor Josh saß ein Teddybär an der Wand neben einer angelehnten Tür, sein Schmusefell war mit einer klebrig-schwarzen Flüssigkeit verschmiert. Der Kopf des Teddys war abgerissen und lag auf seinem Schoß. Aus dem aufgerissenen Hals quoll die Füllung heraus.

Irgendetwas an dem Teddy ließ Josh erschaudern. Offenbar hatte er mal einem Kleinkind gehört. Doch wo war dieses Kind? Wo auch immer es steckte, es war hoffentlich nicht verwandelt worden. Kinderzombies waren die allerschlimmsten. Josh fiel es immer schwer, sie abzufackeln.

›Aber was sein muss, muss sein‹, dachte er und ging auf die Tür zu.

Mit dem Lauf seiner Waffe drückte er sie auf. Eine Deckenlampe war die einzige Lichtquelle. Die Glühbirne flackerte bei dem verzweifelten Versuch, dem uralten Stromnetz des Krankenhauses noch etwas Saft abzugewinnen. Das Licht ging an und aus, der Raum war immer nur sekundenweise sichtbar. Josh kam es vor, als würde er einen alten Film sehen, der von einem kaputten Projektor wiedergegeben wurde.

Trotz des Schummerlichts war ihm sofort klar, dass die Frau auf dem Bett tot sein musste. Sie trug eine Krankenschwesteruniform, die roten Flecken auf ihrem weißen Kittel mussten von Blut stammen. Ihr Kopf hing zur Seite, ihr Gesicht sah zu Josh. Sie hatte keine Augen mehr, und an ihrem Hals hatte der Zombie eine große Bisswunde hinterlassen. Ein Arm war ausgestreckt, die Finger der Hand umklammerten einen Klumpen langer blonder Haare, an denen ein blutiges Stück Skalp baumelte. Unter ihrer Hand auf dem Boden lag eine Spritze in einer Lache.

›Sie wollte ihn mit der Spritze umbringen‹, dachte Josh. ›Aber er hat sie erwischt.‹

Im Grunde war er fast erleichtert, dass sie tot war. Wenn sie noch am Leben wäre, müsste er sie abfackeln, da sie ganz offensichtlich infiziert war und damit eine Gefahr für andere darstellte. Regel Nummer eins des Abfackelns: Reinigung durch Feuer.

Plötzlich kam etwas unter dem Bett hervorgekrabbelt und lief auf die gegenüberliegende Seite des Raumes. Was immer es war, es winselte wie ein ängstliches Tier. Reflexhaft zielte Josh mit dem Flammenwerfer darauf. Doch dann hielt er inne – die Kreatur floh vor ihm. Wenn sie ein Zombie wäre, hätte sie ihn angegriffen. Zombies flohen nicht. Er nahm den Finger vom Auslöser des Flammenwerfers.

»Alles klar?«, rief er. Er dachte an den Teddybären. War das Kind, dem der Teddy gehörte, im Raum gewesen, als der Zombie die Krankenschwester angriff? Vielleicht hatte es sich unter dem Bett versteckt und der Zombie hatte es nicht bemerkt. Wenn es so war, musste Josh ihm helfen. Das war Regel Nummer zwei des Abfackelns: alle Menschen retten.

Das Licht ging flackernd wieder an und er suchte die Schatten ab. In der Zimmerecke kauerte ein kleines Mädchen. Sie war vielleicht sechs oder sieben Jahre alt. Ihr Kleid war schmutzig und zerrissen, und sie hatte keine Schuhe an. Ihr langes Haar hing ihr ins Gesicht. Sie atmete schnell, und als Josh auf sie zuging, drückte sie sich gegen die Wand und schüttelte abwehrend den Kopf.

»Nein«, flehte sie leise. »Bitte bring mich nicht um.«

Josh blieb stehen und ging in die Hocke.

»Keine Sorge«, sagte er. »Ich tu dir nichts. Wie heißt du?«

Die Kleine starrte ihn an. Er suchte in ihren Augen nach den Zeichen der Infektion, aber in der Dunkelheit konnte er sich nicht sicher sein. Sie schien in Ordnung zu sein.

›Solcher Leichtsinn kann einen das Leben kosten‹, sagte er sich. Doch er musste ihr helfen, er konnte die Kleine nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.

»Vi-«, setzte das Mädchen an, doch ihre Stimme stockte. »Vi-Violet.«

»Hallo, Violet. Ich heiße Josh. Wir beide hauen jetzt hier ab, okay?«

»Aber die Monster …«, sagte Violet. Sie sah zu der Leiche auf dem Bett, und ihr Mund begann zu zittern.

»Sieh mich an«, befahl ihr Josh. »Violet, sieh mich an.«

Als Violet ihm in die Augen sah, reichte er ihr die Hand. »Es wird alles gut.«

Violet zögerte einen Moment und nahm dann seine Hand. Er half ihr hoch. Dabei spürte er, wie sie am ganzen Körper zitterte. ›Kein Wunder‹, dachte er. Er hätte gern gewusst, wie sie so lange in dem Krankenhaus überlebt hatte, ohne von einem Zombie erwischt zu werden, aber es war nicht die Zeit für Fragen.

»Wir gehen jetzt in den Flur hinaus«, erklärte er Violet.

Sie wich zurück und schüttelte den Kopf.

»Die sind im Flur«, warnte sie. »Sie warten auf uns.«

»Die meisten sind tot«, erwiderte Josh. »Mein Freund und ich haben sie erledigt.«

»Wo ist dein Freund?«, wollte Violet wissen.

›Hättest du bloß nichts gesagt, du Trottel.‹ Josh ärgerte sich über seinen Fehler. Denn ehrlich gesagt hatte er keine Ahnung, ob Firecracker am Leben war oder nicht. Sein Funkgerät war beim Kampf mit dem Zombie im OP, im 3. Stock, kaputtgegangen, seitdem hatte er nichts mehr von ihm gehört. Über Funk kam nur noch ein Rauschen. Er konnte nur hoffen, dass sein Kumpel nicht tot war – oder schlimmer noch, verwandelt. Denn dann würde er ihn abfackeln müssen. ›Regel Nummer drei des Abfackelns‹, dachte er. ›Einmal Zombie, immer Zombie.‹

Er versuchte den Gedanken aus seinem Hirn zu verbannen und konzentrierte sich stattdessen auf Violet. Sie musste unbedingt auf ihn hören, sonst würden sie beide als Zombiefraß enden.

»Wir werden ihn bald treffen«, sagte er und hoffte, dass es stimmte. »Jetzt musst du mir erst mal vertrauen, ja?«

Violet sah ihm in die Augen. Ihre eigenen Augen waren in dem flackernden Licht kaum zu erkennen.

»Na gut«, flüsterte sie.

Josh führte Violet hinaus und blieb dabei zwischen ihr und dem Bett, damit sie die tote Krankenschwester nicht ansehen musste. Dabei fiel ihm auf, dass sie den Kopf gesenkt hielt, bis sie aus dem Zimmer waren. ›Kluges Mädchen.‹

»Wir gehen jetzt bis zum Ende dieses Gangs«, erklärte er. »Dort nehmen wir den Fahrstuhl ins Erdgeschoss und hinaus ins Freie.«

»Sind sie alle tot?«, wollte Violet wissen. »Alle Schwestern? Alle Ärzte? Alle Menschen?«

»Bleib einfach hinter mir«, fuhr Josh fort, ohne ihre Frage zu beantworten.

Jedes Mal, wenn sie an einer Tür vorbeikamen, sah Josh hinein, mit dem Finger am Abzug des Flammenwerfers. Doch es war alles verlassen. Sie waren alle entweder gefressen oder verwandelt worden.

Schließlich erreichten sie das Ende des Flurs. Sie standen direkt vor der Fahrstuhltür. Der Gang führte nach links und rechts weiter. Josh blickte sich kurz um, ohne etwas zu entdecken, und drückte den Liftknopf mit dem Pfeil nach unten. Irgendwo unter ihnen sprangen Motoren ratternd an, und mit einem Tack-Tack-Tack wurde der Fahrstuhl an seinem dicken Stahlkabel nach oben gezogen.

Während die Anzeige über der Fahrstuhltür langsam von ›U‹ zu ›E‹ und zu ›1‹ kroch, behielt Josh den Flur in beiden Richtungen im Auge. Wenn es auf dieser Etage Zombies gab, würden sie den Fahrstuhl hören und sich auf das Geräusch zubewegen.

›Zum Glück sind sie so lahmarschig‹, dachte er. Aber wenn es sein musste, konnten sie auch schnell sein, das wusste er aus Erfahrung. Und ein Biss reichte, um dir den ganzen Tag zu versauen.

Auf der Anzeige leuchtete die ›2‹ auf.

»Komm schon«, redete Josh auf den knatternden Apparat ein. »Beeil dich.«

Als die Anzeige die ›3‹ erreichte und Richtung ›4‹ wanderte – das war ihr Stockwerk – spürte Josh die Anspannung langsam von sich weichen. Sie hatten es fast geschafft. Jetzt galt es nur noch zu hoffen, dass keine ungebetenen Fahrgäste an Bord waren.

»Geh zurück«, sagte er zu Violet und ging ebenfalls einen Schritt von der Fahrstuhltür weg, für den Fall, dass er irgendetwas darin toasten musste.

Violet gehorchte. Als die Tür aufging, hörte Josh sie »Doktor Rackham!« rufen.

Josh wirbelte herum und sah die Kleine den linken Gang herunterlaufen, zu der Gestalt eines Mannes in einem langen weißen Kittel. Er hielt ein Klemmbrett in der Hand und hatte ein Stethoskop um den Hals.

»Doktor Rackham!«, rief Violet. »Kommen Sie mit! Wir hauen ab!«

Dem Arzt rutschte das Klemmbrett aus der Hand, als er plötzlich zur Seite taumelte. In dem Moment ging die Deckenbeleuchtung wieder an, und gleißend gelbes Licht erhellte das Gesicht des Mannes. Das Blut auf seinen Wangen war hellrot – also frisch – und in seinem Auge steckte ein Skalpell, bis zum Griff war es durch sein zerbrochenes Brillenglas gebohrt.

Violet blieb stehen und starrte die ungelenke Gestalt an. Der Zombie stöhnte und streckte die Arme nach ihr aus. In dicken Fäden sickerte Blut aus seinem Mund, und eine andere, dunklere Flüssigkeit.

»Violet!«, rief Josh. »Runter!«

Die Kleine drehte sich zu ihm um. Der Zombiearzt war nur wenige Meter von ihr entfernt. Wenn sie nicht sofort reagierte, würde er sie gleich erwischen.

»LOS, Violet!«, schrie Josh.

Violet warf sich hin. Sie lag auf dem Bauch und hielt die Arme über den Kopf. Josh richtete die Waffe auf den Zombie und drückte ab. Eine Feuersbrunst schoss aus dem Lauf und auf den Arzt zu. Sein Kittel fing das meiste davon ab und ging in gelben und orangen Flammen auf, die hungrig am Stoff leckten. Der Zombie sah an sich herunter und schlug wirkungslos auf die Flammen ein.

Josh feuerte noch eine Flammensäule auf die Kreatur ab, diesmal aufs Gesicht. Die Haut des Zombies knisterte und sprang auf, der Arzt taumelte nach links und rechts. Eine Hand brannte, er bewegte sie hin und her wie eine groteske Fackel.

»Violet! Komm schon!«, rief Josh.

Das Mädchen rappelte sich auf und rannte zu ihm. Kein einziges Mal drehte sie sich dabei nach dem Zombie um, der zu Boden gefallen war und nun komplett in Flammen stand. Schwarzer Rauch stieg von ihm auf, der Gestank von verkohltem Fleisch füllte die Luft.

Die Fahrstuhltür ging in dem Moment auf, als Violet Josh erreichte. Die Kabine war zum Glück leer. Josh schob Violet hinein und folgte ihr dann. Er drückte den Knopf für das Erdgeschoss und sah die schwere Lifttür zugehen. Der Fahrstuhl fuhr nach unten.

Violet weinte. Die Arme um die angezogenen Beine geschlungen, kauerte sie in der Ecke und atmete hastig und unregelmäßig. Josh kniete sich neben sie, doch als er sie trösten wollte, wich sie zurück.

»Jetzt ist alles gut«, beruhigte Josh sie. »Gleich haben wir’s geschafft.«

Violet stützte den Kopf auf ihre Knie und wiegte sich hin und her. Josh blickte auf die Anzeigetafel. Gerade fuhren sie an der zweiten Etage vorbei. ›Wieso dauert das nur so lange?‹, fragte er sich und beschwor innerlich den Lift, schneller zu fahren.

Als der Knopf für die erste Etage aufleuchtete, polterte auf einmal etwas auf das Dach des Fahrstuhls. Die ganze Kabine bebte. Violet schrie, als sich die Notausgangsklappe in der Decke des Lifts öffnete und eine Fratze hereinstierte. Auf einer Seite war die Haut abgerissen, darunter traten Fleisch und Knochen hervor. Ein milchig-gelber Film bedeckte die Augen, und die aufgerissenen Lippen der Kreatur formten ein schreckliches Grinsen.

Für Josh war es wie ein Schlag in die Magengrube.

»Firecracker«, raunte er, bevor seine Stimme versagte. Er erkannte seinen Freund sofort, obwohl er so zugerichtet war.

›Aber das ist nicht mehr dein Freund‹, erinnerte er sich. ›Er ist ein Fleischsack.‹

Reflexhaft zückte er den Flammenwerfer, doch im selben Moment wurde ihm klar, dass er damit die ganze Kabine in Brand setzen würde. Er könnte vielleicht den Zombie vernichten, aber Violet und er würden ebenfalls lebendig gebraten werden. Stattdessen versuchte er, die Klappe mit dem Lauf seiner Waffe zu schließen. Doch der Zombie warf sich nach vorne, stürzte auf Josh herunter und drückte ihn zu Boden.

Josh sah in das, was von Firecrackers Gesicht übrig geblieben war. Von seinem Kumpel war rein gar nichts mehr zu erkennen – er war ein Monster, das ihn mit geiferndem Maul zu beißen versuchte. Josh versuchte ihn abzuwehren, so gut es ging, doch schon ein kleiner Kratzer in seiner Haut würde sein Ende bedeuten.

»Geh von ihm runter!«

Violets Stimme durchbrach die Stille. Firecracker zögerte, hob den Kopf und sah das Mädchen an. Diese kleine Ablenkung reichte Josh, um Firecracker eine Hand auf die Brust zu setzen, mit aller Kraft zu drücken und ihn von sich herunter auf den Rücken zu rollen.

Als Josh sich hochrappelte, blieb der Fahrstuhl bebend stehen und die Türen gingen auf. Josh packte Violet bei der Hand. Er sah sich nach seiner Waffe um, doch die war unter Firecracker eingeklemmt, der sich auf die Knie gerollt hatte und sich aufzurichten versuchte. Der Flammenwerfer war unerreichbar.

»Lauf!«, befahl Josh. »Lauf den Gang entlang und zur Pforte hinaus. Draußen bist du in Sicherheit.«

Doch Violet lief nicht. Sie blieb wie angewurzelt in der Tür stehen und starrte ins flackernde Dämmerlicht des Gangs. Durch die Krankenhaustüren am Ende des Gangs schien fahles Sonnenlicht durch die schmutzigen Glasscheiben.

»Los, lauf!«, brüllte Josh und schob Violet aus dem Lift.

Die Kleine rannte los. Josh wandte sich wieder Firecracker zu, der sich aufgerichtet hatte und den Kopf hin und her bewegte, als könne er nichts sehen. Auf dem Fußboden hinter ihm lag der Flammenwerfer. Josh wägte ab – er könnte die Waffe zurücklassen und Violet hinausfolgen. Doch dann würde Firecracker noch hier sein und könnte jeden infizieren, der unvorsichtig genug war, dieses Gebäude zu betreten. Das konnte Josh nicht zulassen. Außerdem schmerzte es ihn, seinen Freund so zu sehen. Er wusste, Firecracker würde aus seinem Elend erlöst werden wollen, auch wenn er jetzt kein Mensch mehr war und keine Ahnung hatte, was mit ihm geschah. Wenn Josh an Firecrackers Stelle wäre, würde es ihm genauso gehen.

Er traf seine Entscheidung und stürzte sich in Richtung Flammenwerfer. Er schaffte es, Firecracker durch die Beine zu greifen und den Lauf des Flammenwerfers zu erwischen. Schneller, als er es für möglich gehalten hätte, stürzte er wieder aus dem Fahrstuhl heraus und rappelte sich auf. Die Waffe in seiner Hand richtete er nun auf Firecracker.

»Tut mir leid, Alter«, sagte Josh, legte an und entsicherte die Waffe. Am vorderen Ende flackerte eine kleine blaue Flamme. Josh zog den Auslöser.

»Hey!«, rief eine schrille Stimme. »Es gibt Abendessen. Mom sagt, du sollst sofort deinen Hintern runterbewegen!«

Josh wirbelte herum. In der Tür seines Zimmers stand seine Schwester Emily. Sie blickte an ihm vorbei auf den Computerbildschirm, und ihr Blick erhellte sich.

»Erwischt!«, triumphierte sie. »Ich werd dich bei Mom und Dad verpetzen, dass dir die Ohren schlackern.«

Josh nahm den Virtual-Reality-Helm vom Kopf und versuchte den Computer auszumachen, dabei hörte er eine roboterhafte Stimme sagen: »Mission erfolglos. Verwandlung in fünf, vier, drei …«

Josh sah auf den Bildschirm, wo sein Avatar auf dem Fußboden vor dem Fahrstuhl lag. Firecracker kniete neben ihm und nagte an seinem Hals herum. Eine Blutlache breitete sich um seinen Körper aus.

»… zwei, eins«, fuhr die Stimme fort, ehe Josh endlich den Monitor ausgeschaltet hatte. Er wusste genau, was als Nächstes geschehen würde und wollte es nicht mit ansehen müssen.

»Mist!«, ärgerte sich Josh und wandte sich zu seiner Schwester um. »Das ist deine Schuld.«

»Du kriegst für immer und ewig Hausarrest«, krähte Emily. »Du weißt genau, was sie das letzte Mal gesagt haben, als sie dich bei diesem Spiel erwischt haben.«

Sicher wusste er das noch. Seine Eltern waren stinksauer gewesen, vor allem seine Mutter. Sie hatte ihm zwei Wochen Hausarrest verpasst und weitere zwei Wochen Computerverbot angedroht. Sie hatte erst eingelenkt, als er sich mehrmals entschuldigt und versprochen hatte, nicht mehr zu spielen.

Genau drei Tage lang hatte er sein Versprechen gehalten. Länger hatte er der Verlockung des Spiels nicht widerstehen können. Eines Nachts hatte er sich also wieder eingeloggt. Seither spielte er heimlich und schloss vorher sorgfältig seine Zimmertür ab. Dieses Mal hatte er es offensichtlich vergessen, und jetzt hatte Emily ihn erwischt.

Josh hätte seine Schwester gern weiter angebrüllt, doch er wusste, das würde es nur noch schlimmer machen. Emily hatte ihn in der Hand.

»Ich mach dir ein Angebot«, sagte er.

Emily verschränkte die Arme, legte den Kopf zur Seite und spitzte die Ohren.

»Was für ein Angebot?«, wollte sie wissen.

Trotz seiner Wut musste Josh ein Lachen unterdrücken. Für eine Neunjährige konnte seine Schwester knallhart verhandeln. Erst vor einer Woche hatte sie Mom und Dad eine Taschengelderhöhung abgeschwatzt, mit der Begründung, dass ihr Taschengeld seit ihrem achten Geburtstag nur um fünf Prozent gestiegen sei, obwohl die Inflationsrate bei sieben Prozent lag.

»Ich mach einen Monat lang die Hälfte deiner Aufgaben im Haushalt«, schlug er vor.

Emily schüttelte den Kopf.

»Nix da«, erwiderte sie. »Mom würde sich doch wundern, wenn du den Abwasch für mich machst. Versuch’s noch mal.«

Josh stöhnte. Sehr viel hatte er nicht anzubieten. Dann fiel ihm etwas ein. »Du kannst Band eins bis zwölf von Changeling Quest haben.«

Er sah Emily zögern. Changeling Quest war ihre liebste Graphic-Novel-Serie, aber sie hatte erst bei Band 13 angefangen zu lesen und besaß die ersten zwölf Hefte nicht. Es gab sie nicht mehr als Download, und nur wer rechtzeitig den Zugangscode gekauft hatte, konnte sie auf seinem CyBook-Lesegerät ansehen. Wie üblich bei CyBooks, konnte man das Buch einmalig auf ein neues Gerät kopieren, und manchmal tauchten sie gebraucht in CyBook-Foren im Netz auf. Aber es hätte Emily ein Jahrestaschengeld gekostet, alle zu kaufen.

Sie lag Josh schon länger damit in den Ohren, dass er ihr sein Lesegerät ausleihen solle, damit sie die Bücher endlich lesen konnte, und er wusste, wie gern sie sie selbst gehabt hätte. Josh gefiel die Serie gar nicht so sehr, aber er hatte die Codes extra aufbewahrt für den Fall, dass er einmal mit Emily verhandeln musste. Und jetzt war es so weit. Er musste nur so tun, als falle es ihm schwer, sie herzugeben.

»Ach, komm schon«, sagte er. »Das ist alles, was ich habe. Und ich weiß, du willst sie.« Er versuchte möglichst so zu klingen, als sei er traurig, sie hergeben zu müssen.

»Band eins bis zwölf und deine Spinnenkönigin-Puppe«, entgegnete Emily.

»Niemals!«, protestierte Josh, nun wirklich aufgebracht. »Dafür hab ich ein halbes Jahr gespart. Es gibt nur zweihundert davon, und ich hab Nummer 22. Außerdem ist das keine Puppe, sondern eine handgemachte, maßstabsgetreue 1-zu-28 Actionfigur.«

Emily drehte sich um.

»Hey, Mom!«, brüllte sie.

»Halt, warte!«, rief Josh.

Emily sah ihn herausfordernd an. »Abgemacht?«

»Du kriegst die Bücher und ich mache dir zwei Monate lang die Hausaufgaben.«

Emily verdrehte die Augen.

»Verschone mich«, erwiderte sie. »Du versaust mir doch bloß den Notenschnitt. Mom!«, brüllte sie wieder. »Josh hat …«

»Also gut!«, unterbrach sie Josh. »Du kriegst die CyBooks und die Spinnenkönigin. Abgemacht.«

Emily strahlte ihn an.

»Spiel mir die Codes rüber«, forderte sie.

Josh schüttelte den Kopf.

»Erst nach dem Abendessen«, entgegnete er. »Sonst verpfeifst du mich doch noch.«

»Als würde ich jemals eine Abmachung brechen«, entrüstete sich Emily beleidigt.

Josh wusste, dass sie die Wahrheit sagte. Emily konnte zwar zäh verhandeln, aber danach hielt sie immer Wort. Trotzdem konnte er sie nicht so leicht gewinnen lassen. Stumm starrte er zurück.

»Von mir aus«, lenkte Emily ein. »Aber gleich nach dem Essen.«

Damit ging sie aus seinem Zimmer. Josh knipste seinen Computerbildschirm wieder an und sah die Nachricht, vor der ihm grauste: ›Du hast ein Level verloren. Melde dich für deine nächste Mission im Besprechungszimmer.‹

»Ein Level!«, stöhnte Josh.

Nachdem er fast ein Jahr lang gespielt hatte, war er vor Kurzem zum Fackler Erster Klasse befördert worden. Jetzt war er wieder auf Fackler Zweiter Klasse abgestiegen. Es würde Monate dauern, seinen alten Status wiederzuerlangen. Der einzige Trost war, dass Firecracker auch herabgestuft werden würde, weil er verwandelt worden war. Trotzdem fühlte er sich elend.

»Na toll«, sagte er zu sich, während er aufstand, um zum Essen runterzugehen. »Zurück in die Zweite Liga.«

02

»Du hast ihr was gegeben?«, Firecracker starrte Josh an, als hätte er völlig den Verstand verloren. Sie saßen im Biologieunterricht und warteten auf das Klingeln.

»Ich hatte keine Wahl«, verteidigte sich Josh. »Sie hätte mich sonst bei Mom und Dad verpetzt, und du weißt ja, was die von dem Spiel halten. Wenn sie mitkriegen, dass ich wieder spiele, sperren sie mir den Computer komplett, bis auf Schul- und Lerninhalte. Keine Spiele mehr, gar nichts.«

Firecracker fuhr mit der Hand durch sein rotes Haar.

»Irgendwie geschieht’s dir ja recht«, grinste er. »Du hast mich ja fast abgefackelt.«

»Das ist mein Job«, erinnerte ihn Josh. »Außerdem hat dir keiner gesagt, dass du dich beißen lassen sollst. Was ist denn überhaupt passiert?«

Firecracker schüttelte den Kopf. »Mann, schon wieder dieser Charlie. Er hat mich dazu gebracht, ihm in die Leichenhalle zu folgen. Als ich da war, hatte er sich in einer der Kühlkammern versteckt, damit ich ihn nicht riechen konnte. Er kam hinter einer Fleischhälfte hervor, die da hing, und hat mich angesprungen.«

»Dieser Typ hat’s echt drauf«, staunte Josh. »Was für einen Level hat der jetzt, sechsunddreißig oder so?«

»Keine Ahnung«, antwortete Firecracker. »Jedenfalls ist er definitiv der beste Spieler, den ich je erlebt habe.«

»Nur schade, dass er einen Z spielt«, fand Josh.

»Voll«, stimmte Firecracker zu. »Das kapiere ich überhaupt nicht. Warum will der ausgerechnet einen Fleischsack spielen?«

Er sagte das Wort, als müsse er etwas total Widerliches ausspucken.

Josh zuckte die Achseln. Er verstand es auch nicht. Die meisten Spieler wollten Fackler sein. Nur Charlie spielte den Feind. Er hatte nur ein paar Monate vor Josh und Firecracker angefangen, aber er war in der Platzierung total nach oben geschossen und zählte jetzt zu den besten Zombie-Spielern. Sogar Josh musste zugeben, dass es viel schwieriger war, einen Z zu spielen als einen Fackler. Es war gar nicht so leicht, die anderen Spieler hinters Licht zu führen und in die Falle zu locken, um sie zu beißen. Charlie war ein wahrer Meister darin. Doch niemand wusste etwas über ihn. ›Den würde ich echt gern mal kennenlernen‹, dachte Josh, während Mrs Hotchkiss das Klassenzimmer betrat.

»Also gut«, begann Mrs Hotchkiss. »Dann wollen wir mal.«

Sie drückte auf einen Knopf auf der Schalttafel ihres Schreibtisches, und das Licht wurde heruntergedimmt. Im nächsten Moment erschien das dreidimensionale Hologramm eines menschlichen Gehirns in der Luft vor jedem Pult. Es drehte sich langsam, damit die Schüler es von jeder Seite zu sehen bekamen.

»Das menschliche Gehirn ist ein äußerst komplexes Organ«, sagte die Lehrerin. »Aber es besteht im Grunde nur aus drei Teilen.«

Sie tippte etwas in ihre Tastatur und ein Teil des Gehirns, der größte, leuchtete blau auf.

»Das ist der Neocortex«, erklärte sie. »Dieser Bereich des Gehirns ist zuständig für die Sprachentwicklung, das abstrakte Denken und das Bewusstsein.«

Als Nächstes kam sie zum Vorderteil des Gehirns, das vom Neocortex umgeben war. »Das ist das limbische System«, fuhr sie fort, während der entsprechende Bereich gelb aufleuchtete. »Es ist für das Gedächtnis und die Emotionen zuständig.«

Das Hologramm des Gehirns wurde auf Joshs NotizBlock-Gerät übertragen, und die Informationen wurden automatisch auf seinem Bildschirm aktualisiert, während Mrs Hotchkiss sprach. Da Josh es sich genauso gut später noch angucken konnte, hörte er nicht so genau zu.

Der letzte Teil, ein seltsam geformter Bereich tief innen im Gehirn, leuchtete nun grün auf. Josh musste dabei an eine Blume denken.

»Und das hier«, erläuterte Mrs Hotchkiss, »ist der primitivste Teil des Gehirns, das Stammhirn. Man nennt es auch den R-Komplex, oder landläufig das Reptilhirn.«

»Wie bei Schlangen und Echsen?«, fragte Marcus Pell und erntete Gelächter von der Klasse.

»Ganz genau«, bestätigte die Lehrerin. »Bei Reptilien besteht fast das ganze Gehirn aus dem R-Komplex. Er ist für die Grundfunktionen zuständig, also für die Körpertemperatur, den Pulsschlag und die Atmung. Bei uns Menschen ist das nicht anders, nur sind zum Glück die anderen Teile unseres Gehirns etwas weiter entwickelt als bei den Echsen.«

Wieder lachte die Klasse, bis auf Josh, der mit seinem Stift auf den Bildschirm des NotizBlocks eine Spirale nach der anderen kritzelte. Er konnte mit Naturwissenschaften nichts anfangen. Er fand es nur interessant, wenn sie Holofrösche sezierten oder Klonexperimente machten. Außerdem machte der Klang von Mrs Hotchkiss’ Stimme ihn immer schläfrig.

»Ich erwähne das, weil ich gehört habe, dass ihr im Geschichtsunterricht bei Mr Sumpana den Zombiekrieg durchnehmt«, sagte seine Lehrerin. »Wer von euch kennt denn die wissenschaftlichen Hintergründe des Zombiismus?«

Plötzlich war Josh hellwach. Niemand meldete sich, aber er konnte sehen, dass die ganze Klasse auf einmal aufmerksam zuhörte. Sogar Firecracker, der in der Reihe vor Josh saß, setzte sich auf und spitzte die Ohren.

»Die meisten von euch wissen vermutlich, dass die Zombie-Epidemie als eine Variante des ganz normalen Grippevirus begann«, fuhr Mrs Hotchkiss fort.

Ihre Finger tanzten über ihre Tastatur, und neben dem Hirn-Hologramm tauchte nun ein kleiner roter Punkt auf. Er war rund, mit Hunderten kleiner Erhebungen auf der Oberfläche, und drehte sich langsam.

»Jeder von uns hat schon mal einen grippalen Infekt gehabt«, erzählte die Lehrerin. »Ihr kennt die Symptome: Niesen, Fieber, Schwächegefühl. Die Zombiegrippe war genauso. Deshalb erkannte anfangs auch niemand, wie gefährlich sie war. Bei den ersten Fällen dauerte es mehrere Wochen, bis die schlimmeren Symptome auftraten, und da war es schon zu spät.«

Auf einmal bohrte sich das Virus-Hologramm in die kleinste Hirnregion, die nun rot zu leuchten begann. Vor Joshs Augen wuchs das Reptilhirn an, während die anderen Teile schrumpften.

»Das Zombievirus griff das Reptilhirn an«, erklärte Mrs Hotchkiss. »Dadurch schwoll es an, und zwar auf Kosten der anderen beiden Hirnregionen. Während das Reptilhirn die Kontrolle über den Körper übernahm, verloren die infizierten Personen die Fähigkeit, logisch zu denken und richtig und falsch zu unterscheiden. Stattdessen handelten sie immer impulsiver, bis es ihnen schließlich nur noch ums Fressen und Überleben ging.«

Ein Mädchen in der ersten Reihe meldete sich.

»Ich dachte, Zombies wären lebende Tote«, wandte sie ein.

»Ja und nein«, antwortete Mrs Hotchkiss. »Je mehr das Zombievirus den Neocortex des Gehirns angreift, desto mehr verliert das Opfer die Fähigkeit, sich verbal zu artikulieren. Außerdem entwickelt es eine große Schmerztoleranz. Verletzungen, die für uns gravierend wären, schienen ihnen überhaupt nichts auszumachen.«

»Heißt das, man kann sie nicht töten?«, fragte jemand anderes.

»Es ist auf jeden Fall nicht einfach«, sagte Mrs Hotchkiss. »Das Virus befällt nicht nur das Gehirn, sondern auch das Blut. Es wird dicker und gerinnt schneller. Verletzungen bluten nicht mehr so stark, also kann ein Zombie Schusswunden und Messerstiche leichter überleben. Manche verloren sogar einzelne Gliedmaßen, aber sie verbluteten nicht, weil das Blut so schnell gerann. Deshalb dachte man anfangs, dass die Opfer des Virus zuerst starben und dann irgendwie reanimiert wurden. Doch die Infizierten sterben gar nicht. Sie werden zu Zombies, weil das Virus ihre Gehirne befällt und die Teile zerstört, die für das menschliche Verhalten zuständig sind. Nur die primitiven Teile bleiben übrig.«

»Warum haben Sie dann ›ja und nein‹ gesagt?«, wollte Josh wissen.

»Sie leben insofern, als dass sie atmen, sich bewegen und einen Puls haben«, erklärte die Lehrerin. »Ihr Gefühl und ihr Gedächtnis sind jedoch weg. Sie haben keinerlei menschliche Empfindungen mehr. Sie denken nicht mehr, wie wir Menschen das tun. Aber streng genommen sind sie noch am Leben, ja.«

»Warum hat man ihnen nicht einfach eine Impfung oder so was verpasst?«

Josh stutzte, als Firecracker die Frage stellte. Er sprach fast nie im Unterricht.

»Eine sehr gute Frage«, erwiderte Mrs Hotchkiss. »Man hat sie nicht geimpft, weil es keine Impfung gab. Das Grippevirus ist im Grunde sehr einfach. Aber genau deshalb ist es so schwer zu bekämpfen. Es mutiert sehr schnell, wenn es angegriffen wird. Ein Mittel, das gegen einen Erreger wirkt, bringt gegen einen anderen vielleicht gar nichts. Bei der Zombiegrippe hat kein Impfstoff gewirkt, zumindest nicht schnell genug, um die Infizierten zu retten.«

»Aber jetzt kriegen wir doch eine Impfung gegen die Zombiegrippe«, wandte Josh ein. »Schon gleich nach der Geburt. Man hat also irgendwann etwas gefunden, oder?«

Mrs Hotchkiss nickte. »Mittlerweile gibt es eine Schutzimpfung gegen die häufigste Variante der Zombiegrippe.«

»Aber es kann auch andere Sorten geben, oder?«, fragte Firecracker.

»Theoretisch ja«, bestätigte die Lehrerin. »Aber seit über fünfzehn Jahren hat es keinen einzigen dokumentierten Fall einer Zombiegrippe-Infektion gegeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine neue Grippeart in der Bevölkerung ausbreitet, ist also verschwindend gering. Mit anderen Worten, Mr McPherson, Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie irgendwann in einen Zombie verwandelt werden.«

Firecracker grinste.

»Schade«, sagte er. »Klingt lustig.«

Die ganze Klasse lachte, doch Mrs Hotchkiss schüttelte den Kopf.

»Ganz im Gegenteil, Mr McPherson, es war überhaupt nicht lustig«, mahnte sie mit ernster Stimme. »Keiner von euch hat je einen echten Zombie gesehen. Ich schon. Die meisten Menschen in meinem Alter auch. Eure Eltern vermutlich ebenfalls. Die Infizierten durchlitten furchtbare Qualen. Der einzige Trost für uns andere, die ihr Leid mit ansehen mussten, war die Tatsache, dass sie keine Menschen mehr waren, als die Verwandlung vollzogen war. Sie wussten nicht mehr, wer sie waren.«

»Warum hat man sie abgefackelt?«

Bei der Frage wurde Josh wieder hellwach. Elizabeth Stalin, die hinter ihm saß, hatte die Frage gestellt.

Mrs Hotchkiss zögerte einen Moment. »Das Zombiegrippe-Virus wurde ursprünglich durch Spucke übertragen«, sagte sie. »Wenn ein Zombie jemanden gebissen hatte, ging das Virus in den Blutkreislauf über. Sobald es in der Blutbahn war, wurde es automatisch weitertransportiert. Wenn jemand eine offene Wunde hatte oder sonst irgendeine Verletzung, die die Infektion übertragen konnte, war der Kontakt mit Zombieblut lebensgefährlich. Man befürchtete, das Virus würde irgendwann auch durch Tröpfcheninfektion, also durch die Luft, übertragen werden. Das wäre eine Katastrophe gewesen. Daher beschloss man, dass die Einäscherung der Zombies die sicherste und gründlichste Art war, das Virus zu vernichten.«

»Aber leiden sie dann nicht schreckliche Schmerzen?«, fragte jemand anderes.

Wieder dauerte es eine Weile, bis Mrs Hotchkiss antwortete.

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