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Wo ist Hugo?

Wo ist Hugo?

Sämtliche Personen und Ereignisse sind frei erfunden. Ähnlichkeiten wären rein zufällig.

 

Der Inhalt dieses Buches sagt nichts über die sexuelle Orientierung der Covermodels aus.

 

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Inhalt

Kaum ist das Shooting beendet und die letzten Fotos im Kasten, verabschiedet sich Hugo von allen und verlässt das Set in Duisburg. Seitdem ist er wie vom Erdboden verschluckt. Sein Partner Constantin versucht verzweifelt ihn zu finden, was von Leipzig aus gar nicht so einfach ist. Er geht sogar zur Polizei, aber die berufen sich auf die 24 Stunden Frist und sind vorher nicht bereit, irgendetwas zu unternehmen.

Die Angst und die Sorge um seine große Liebe lassen ihn fast verzweifeln.

Hugo wird doch hoffentlich nichts zugestoßen sein?

** Bonusstory zu 'Falsch gedacht'. Spielt zeitlich einige Monate nach 'Charlies Pfingst-Trip'. Kann separat gelesen werden. **

Constantin

Morgen ist das Fotoshooting endlich zu Ende und Hugo kommt wieder nach Hause. Obwohl ich mir vergangenes Jahr, als ich vor Weihnachten nach Bremen gefahren bin, geschworen habe, dass ich mich nie wieder im Streit von Hugo trenne - davon abgesehen, dass ich gar nicht mehr streiten wollte -  ist es vor seinem Abflug wieder passiert. Je mehr ich diesen Mann liebe und das tue ich wirklich, umso bescheuerter benehme ich mich.

Die Angst, dass er mich irgendwann satt hat, bekomme ich einfach nicht in den Griff, aber anstatt dafür zu sorgen, dass das nicht geschieht, gebe ich ihm immer wieder Anlass, an uns zu zweifeln.

 

Mein Zombieroman ist fertig und wurde verlegt. Der Verkauf läuft eher mäßig, darum ist es fraglich, ob es eine neue Auflage geben wird. Das ist auch der Grund, warum ich den zweiten Teil, den ich bereits begonnen habe, nicht weiterschreiben werde. Vorgestern hatte ich einen Termin mit einem ehemaligen Professor von mir, der momentan in Leipzig unterrichtet. Meine Chancen, dass ich ab dem nächsten Sommersemester wieder einen Lehrstuhl bekomme, stehen gar nicht schlecht.

Und genau diese Absicht, wieder zu unterrichten, hat zu unserem Streit geführt. Hugo glaubt an mich und mein Talent, was das Schreiben angeht. Er kann es überhaupt nicht verstehen, wieso ich so schnell aufgeben will.

Dabei hat das gar nichts mit aufgeben, sondern mit gesunder Selbsteinschätzung zu tun. Es war ja sowieso nur ein kleiner Traum, der eben nun schneller als gedacht ausgeträumt ist und mal ehrlich, nicht jeder kann so ein Talent wie mein Hübscher haben.

Die Fans sind immer noch verrückt nach seiner Comic-Serie ‚Zombies jagen Versage’ und kurz vor Weihnachten erscheint bereits der neunte Band. Seine Ideen sind aber auch genial und ich kann ihm stundenlang dabei zusehen, wie er mit sicherer Hand die Handlung entstehen lässt und seinen Helden Leben einhaucht.

 

Ein weiterer Grund, warum ich in meinen alten Job zurückkehren möchte, ist der finanzielle Aspekt. Was das angeht haben wir zwar keine Sorgen, da Hugo zum einen die Villa, in der wir beide leben, gehört und er zum anderen mehr als gut mit seinen Comics sowie den Modeljobs verdient. Mein Buch hat ja auch etwas abgeworfen, so ist es ja nicht, aber jetzt beginnen die Verkaufszahlen eben stark zu stagnieren.

An meine Ersparnisse darf ich nicht gehen, da ist Hugo vollkommen stur, deshalb muss ich eben wieder arbeiten. Ich sträube mich einfach dagegen, dass ich mich von Hugo aushalten lasse und es gibt Schlimmeres als an einer Uni zu unterrichten, auch wenn es mir bestimmt fehlen wird, meinen Hübschen auch tagsüber um mich zu haben.

Wir teilen uns seit meinem Einzug das Atelier, welches im ersten Stock der Villa untergebracht ist. Ein wunderschöner Raum mit deckenhohen Bundglasfenstern. Nirgendwo ist alles - was Hugo für mich besonders macht - so präsent wie hier. Das ist wohl auch der Grund, warum ich schon so manche Nacht auf dem Sofa geschlafen habe, wenn er unterwegs war, weil ich mich ihm hier, in dieser Umgebung, einfach näher fühle und es mir in unserem Doppelbett ohne ihn zu einsam ist.

 

Der Streit, den wir hatten ging eben um das Thema ‚aushalten lassen’. Mein Freund, der alte Sozialist, sieht das so, dass alles, was ihm gehört, halt auch mir gehört und ich sehe das …

Ach, ich fühle mich einfach nicht wohl dabei. Und davon abgesehen glaube ich auch nicht an Wunder und darum ist es sinnlos an einem Buch festzuhalten, bei dem bereits der erste Band nicht erfolgreich ist. Da möchte ich mir und auch den Lesern die Peinlichkeit einer schlechten Fortsetzung ersparen.

 

Aber ich hätte ihn nicht schon wieder so anfahren dürfen. Wenn ich daran zurückdenke, krampft sich mein Magen zusammen. Klar, ich habe mich am Telefon entschuldigt und mein Hübscher ist ja nie nachtragend, aber schämen tue ich mich darum nicht weniger. Für seine Rückkehr habe ich mir deshalb etwas ganz besonderes einfallen lassen. Zuerst mal habe ich das Haus geputzt, dann gebacken und zusätzlich ein Verwöhnprogramm entworfen. Dieses beginnt mit einem gemeinsamen Besuch der Badewanne, im Bett erwartet ihn dann eine Constantin-Spezialmassage und zum Abschluss bekommt er sein Lieblingsessen, das zu kochen wirklich ein Opfer für mich bedeutet. Jagdwurst wird in 1 cm dicke Scheiben geschnitten, paniert und in der Pfanne gebraten – igitt … Dazu gibt es dann Pellkartoffeln und Gurkensalat. Die zweite Variante, die er ebenfalls heiß und innig liebt, ist mit Nudeln und Tomatensauce, was ich genauso gruselig zu Jagdwurst finde. In der DDR nannte man das Jägerschnitzel und Hugo war nach der Wende ganz erstaunt, als er sich eben diese geliebte „Köstlichkeit“ im Westen bestellte und selbstverständlich paniertes Schweineschnitzel mit ...

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