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Wir waren alle viele! Band 2

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort

Kapitel 1

Eine besondere Überraschung

Kapitel 2

Geboren anno Domino 1451

Kapitel 3

Eine lustige Kindheit im Mittelalter

Kapitel 4

Ein neuer Stallbursche

Kapitel 5

Im Dienste seiner Majestät

Kapitel 6

Der Federkrieg

Kapitel 7

Der Soldmaster

Kapitel 8

Allgemein Wissenswertes

Kapitel 9

Eine Frage des Standes

Kapitel 10

Eine weitere Schlacht

Kapitel 11

Erlebnisse in der Hafenstadt

Kapitel 12

Alpha und Omega

 

Veritas

 

Schlusswort

 

Danksagung

Vorwort

Einst selbst einer der kritischsten Menschen gegenüber dem Wiedergeburtsglauben, bin ich heute wohl jemand, der in dieser Hinsicht geläutert ist. Für mich gibt es keinen Zweifel mehr, denn dafür habe ich zu viel über die Jahre mit Frau B. erlebt. So viele unterschiedliche Vorleben, so reich an Informationen und Emotionen, die zwangsläufig ein Umdenken herbeiführen mussten. Alle Fragen, die ich mir selbst je stellte, sei es über das Leben und seine Entwicklung, über einen Gott, über Krankheiten und deren Leid, über das Verhalten der Menschen, Karma, Schicksal - ja oder nein -, fand ich durch die unzähligen Sitzungen beantwortet. Ja selbst der Beginn unseres heutigen Daseins zeigte sich in sämtlichen Facetten! Und als wäre das alles nicht genug, offenbarte sich etwas Atemberaubendes, nämlich das, was unsere Wissenschaft „Missing Link“ nennt. Es ist das fehlende Bindeglied, das uns zum heutigen Menschen machte, den homo sapiens. Was damals durch einen gewöhnlichen Hausbesuch begann, hat mittlerweile ein Ausmaß angenommen, das praktisch nach wissenschaftlicher Untersuchung nur so schreit. Wir alle könnten davon profitieren, denn es betrifft die gesamte Menschheit!

Noch während ich diese Zeilen schreibe, drängen sich wieder all die ersten Eindrücke in mein Gedächtnis, die ich in den Anfängen mit Frau B. erlebte. Knapp sieben Jahre sind nunmehr vergangen und der Fluss an Vorleben und Informationen nimmt kein Ende. Immer dann, wenn die Zeit es zulässt, tauchen wir gemeinsam in längst erloschene Leben ein und fördern kontinuierlich eines nach dem anderen wieder an die Oberfläche. Es ist möglich und der Beweis dafür findet sich bereits in zwei vorangegangen Büchern. Auch dieses Buch wieder, eine komplette Rekonstruktion eines vorherigen Lebens von Frau B., reiht sich nahtlos in den ersten Zyklus der Bandreihe ein und bildet einen weiteren Meilenstein der Enzyklopädie unserer Menschheit.

Vielleicht wird der ein oder andere noch eine gewisse Skepsis in sich tragen und das alles für unmöglich halten, aber glauben Sie mir, jedes weitere Buch bringt uns ein Stück der Wahrheitsfindung näher und wird uns das Staunen wieder lehren. Und genau an dieser Stelle, ist es mir äußerst wichtig etwas anzusprechen. Bitte lesen Sie die Bücher nicht, aus rein romanhaftem Lesevergnügen, denn dann verfehlen sie ihre Wirkung! Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie tiefer, vergleichen Sie die Persönlichkeiten und deren Leben untereinander. Jede ist einzigartig im Wirken, Denken und ihren Aussagen. Wir können viel für uns selbst entnehmen, wenn wir bereit sind, zumindest ansatzweise die Wiedergeburt in Betracht zu ziehen. Es gibt viele Menschen, die einen solchen Gedanken aufgrund der wachsenden Überbevölkerung sofort zur Seite legen und argumentieren: Ja wo kommen denn all die vielen Seelen her? Ich möchte die Frage mit den Worten des griechischen Philosophen Heraklit beantworten, denn diese dürften nach meinen Erkenntnissen, die Geeignetsten dafür sein: panta rhei! - Alles ist im Werden, in unaufhörlicher Bewegung-!

Alles ist Evolution!

Die Wiedergeburt existiert und mit jedem weiteren Buch, wird sich diese Aussage bekräftigen und letztendlich, ein gigantisches Ausmaß zeigen. Nehmen Sie mich beim Wort!

Detlef K.H. Würth

Kapitel 1

Eine besondere Überraschung

Es war ein sommerlicher, warmer Morgen, genau solch einer, der praktisch nach einem ausgedehnten Frühstück auf meiner Terrasse verlangte. Frau B war bereits unterwegs, denn wir hatten uns verabredet, genau das zu tun. Aber es gab noch einen anderen Grund, einen weit wichtigeren. Es ging um eine Entscheidung. Die Türklingel meldete Frau B´s Ankunft. Lächelnd und vollgepackt mit Skizzen, Zeichnungen und Notizblöcken unter ihren Armen, stand sie vor mir. Ja, wir hatten einiges in den letzten Sitzungen zusammengetragen. Noch während der Gedanke mir durch den Kopf ging, hatte sie mich schon leicht zur Seite geschoben und huschte mit, „ahhh der Kaffee ist schon fertig!“ zügig an mir vorbei. Während dem Frühstück schielte ich auf den Stapel mit den Zeichnungen, der sich auf dem Stuhl neben ihr befand. Zuoberst lag das Abbild eines englischen Königs und darunter lugte etwas verschoben, die Zeichnung eines Stallburschen hervor. Und diese beiden waren der eigentliche Grund unseres Treffens.

Wir wollten klären, ob wir dieses Vorleben von Frau B. überhaupt publizieren sollten, denn ich stellte mir ernsthaft die Frage, ob uns das jemand glauben sollte. Frau B. winkte ab und meinte: Warum sollten wir etwas zurückhalten, was doch die Wahrheit ist. Ich war Buckles und das wissen wir beide. Notfalls lass ich mich auch bei der Queen in Trance legen! Um es kurz zu machen, Frau B´s Argumentation gewann und das Resultat halten Sie nun in Ihren Händen. So unglaublich es auch klingen mag, Frau B. wurde nach ihrem Ableben als Pater Samuel (Wir waren alle viele! Band 1), in das England des fünfzehnten Jahrhunderts, wiedergeboren. Das mag jetzt nicht verwirren, da unsere Bücher ja von ihren Wiedergeburten handeln. Nur dieses Mal haben wir eine bekannte historische Person mit dabei. Frau B. stand im Dienste ihrer Majestät des englischen Königs Edward dem IV, der von 1461 bis 1470 und von 1471 bis 1483 regierte.

Ja, Sie haben richtig gelesen und jetzt verstehen Sie sicherlich auch meine damalige Sorge. Sie diente oder besser gesagt, er diente, als ein gewöhnlicher Stallbursche in der heutigen Region Kent. Später durch einen Zufall gelang ihm der Aufstieg zu einem Geldeintreiber. Er nahm an zwei Schlachten teil, die er uns hautnah schildern wird. Dadurch entsteht ein unvergleichlicher Eindruck, was es bedeutete, um sein eigenes Leben fürchten zu müssen. Keine heldenhafte Ausschmückung wird sich finden, lediglich die nüchterne Wahrheit nackter Angst. Sein Name war Zacharias Livebirth, geboren ca. 1451 n.Chr. in einem Walddorf mit Namen Greenwood, nahe der nördlichen Meeresküste bei Withstable. Schon früh erlangte er den Spitznamen Buckles, den er nie wieder verlieren sollte.

Und so begann es …

In einer spontanen Sitzung, in der ich die Vorleben von Frau B. praktisch nur streifte, zeigte sich ein Junge in der Nähe einer Hütte, mit Namen Zacharias und trug ein helles langes Leinen. Der Name sowie die Kleidung ließ mich damals an eine eher östliche Region denken. So machte ich mir eine Notiz und mit dieser ging ich dann Jahre später in die erste richtige Sitzung über. Meine Erwartung ging ganz klar in Richtung Orient, denn Zacharias ist ein hebräischer Name mit der Bedeutung, >> Der Herr hat sich erinnert <<. Es erscheint irgendwie kurios, wenn man bedenkt, dass Frau B. in dem Leben davor, ein Pater war! Zu diesem Zeitpunkt lag ich aber mit meiner Erwartung völlig falsch, stattdessen gab es eine besondere Überraschung …

F: wo bist Du?

A: …am Wald..(kindlich gesprochen)

F: was tust Du?

A: ..ich bin ein Krieger! (energisch kindlich gesprochen)..

F: oh, ein Krieger?

A: jaaa! (kindlich stolz)…Ich habe einen….Schutz……ein Schwert!………Ich warte, bis die Bösewichte kommen!

F: wer sind denn die Bösewichte?

A: ……sind die….die…nach dem Leben des Königs trachten (kindlich gesprochen)..

F: und Du verteidigst ihn?

A: jaaa!!! (stolz)

F: und wie ist Dein Name?

A: Zacharias……Zachi…Zachi!

F: und Dein Nachname?

A: ..Livebirth..

Was sich zeigte, schien mir überhaupt nicht zusammenzupassen. Ein hebräischer Vorname und dazu ein recht englisch anmutender Nachname. Ich schrieb ihn hier so nieder, wie ich ihn verstand. Man könnte ihn mit „lebend geboren“ übersetzen. Es gelang mir bis heute nicht, solch einen Nachnamen ausfindig zu machen. Allerdings ist er für die Zeit, in der er lebte, durchaus annehmbar. Nehmen wir heutige Nachnamen, so finden wir immer noch den ursprünglichen Bezug wie zum Beispiel: Müller, Maurer oder Hassdenteufel. Aber mal abgesehen von den Namen, interessierte mich die Aussage des Knaben, dass er spielte den König zu verteidigen. Ich wollte mehr über die Zusammenhänge verstehen, so gab ich Frau B’s Unterbewusstsein die Anweisung in ein höheres Alter zu springen …

F: wie siehst Du aus? Beschreib Dich mal!

A: ….ich habe….am rechten Ohr…zur Wange hin….ein dunkles Mal! Das sehe ich im Wasser! Da ist ein rundes dunkles Mal!..

F: hast Du langes oder kurzes Haar?

A: ..ich habe…kurzes Haar…..das hat man mir abgeschnitten!

F: wie ist denn Deine Haarfarbe?

A: ..wie ein…..so ähnlich wie der Fuchs sie trägt!

F: so rötlich braune Haare?

A: aber dunkel!

F: hast Du eine kleine oder große Nase?

A: …ich habe….keine große…aber auch keine kleine Nase….etwas leicht gekrümmt…ist gekrümmt……ich habe große Zähne!..

F: noch was?

A: ..hmm….mein Kinn ist ganz normal……..ich versuche mir, einen Bart wachsen zu lassen! Ich möchte ihn tragen wie der König!

F: wie trägt denn der König seinen Bart?

A: nur vorne zum Kinn hin…..das andere hat man ihm weggemacht…und dann über den Lippen! Er trägt die Haare zurück..

F: wie heißt das Land, in dem Du lebst?

A: …Britain..

F: und wie heißt Dein König?

A: Edward!

An diesem Tage drang ich noch viel tiefer in die Lebensgeschichte von Zacharias ein und die Dinge wurden klarer. Ich hatte einen Augenzeugen gefunden, der sein Leben in den Dienst der englischen Krone des fünfzehnten Jahrhunderts gestellt hatte. Was jedoch am unglaublichsten erschien, er befand sich oft in unmittelbarer Nähe dieses britischen Königs. Mit leerem Blick, so erinnere ich mich noch, sah ich in die ruhigen gleichmäßigen Gesichtszüge von Frau B., denn ich brauchte selbst etwas Zeit, um das alles verstehen zu können, was Sie liebe Leserinnen und Leser, nun erwartet.

(Zeichnung Frau B.) Zacharias Livebirth genannt Buckles

Kapitel 2

Geboren anno Domino 1451

Wie immer möchte ich mit dem beginnen, was dem Tod vorgeschaltet ist, die Geburt! Jeder Geburtsvorgang, wie ich bislang den Vorleben von Frau B. entnehmen konnte, zeigte sich immer in denselben Strapazen. Sei es die Enge, das Drücken oder je nach Kontinent, Wärme oder Kälte. Auch war zu erkennen, dass scheinbar Bewusstsein schon mit der Zeugung entstand, also der Verschmelzung haploider Chromosomenpaare. Vielleicht ist es genau der Moment, den Frau B., mit den Worten schilderte “etwas zieht mich….es zieht mich!“, als sie, beziehungsweise dieses „Es“ sich im „Zwischenzustand“ befand und ihn verlassen musste. (Alpha u. Omega, Wir kommen alle wieder!) In diesem Augenblick scheint sich das Urbewusstsein fest mit der materiellen Ebene zu verbinden, sodass der Grundstein für eine neue bewusste Persönlichkeitsstruktur gegeben ist. Ein ganz neues Leben, völlig anders und in der Regel ohne jegliche Erinnerung an das Vorangegangene. Eben weil dieser Kreislauf schon seit Äonen besteht, haben wir nun wieder die Möglichkeit, in ein weiteres Vorleben von Frau B. einzutauchen.

Man schrieb das Jahr des Herrn 1451, unweit der englischen Hafenstadt Withstable. In einer am Waldrand gelegenen Ansiedlung mit dem Namen Greenwood, sollte Frau B´s Seele erneut wieder das Licht der Welt erblicken. 1353 noch elendig auf einer Todesinsel an der Pest verendet und mal eben hundert Jahre später als ein kleines quirliges Baby, wieder zurück auf den englischen Kontinent …

F: beschreib mal, was passiert!

A: …..es ist eng..(verzieht leicht das Gesicht)..

F: ja?

A: ……..es drückt mich…..nach vorne…(Gesicht verkrampft sich leicht)..

F: weiter!

A: …….(wirkt etwas angespannt)….ich werde…gedrückt…….nach vorne….ich kann nicht…..kann nicht……der Körper ist so starr…….es geht langsam…langsam………..langsam..

F: was geht langsam?

A: …drückt an einer Stelle……..es geht….nicht weiter nach vorne…..weiter……..etwas….packt mich……..etwas…packt mich…(klingt schwach)…zieht an mir….(kaum hörbar)…

F: wo zieht man an Dir?

A: …Kopf…..werde gezogen……Kopf wird kalt…….kalt………wird hell………..(unverständlich) hell…………höre Stimmen…

F: was sagen denn diese Stimmen?

A: ………ich verstehe das nicht…

F: erzähle weiter! Was passiert noch?

A: ……man legt mich in eine…Holzkiste……..weiches…Stroh rein……reibt es an mir…….Schnur…….Schnur abgemacht……..geschnitten……..man wickelt mich ein…..in ein……in….einen rauen Stoff wickelt man mich ein….ganz fest……..man hält mich…..ich atme…man sagt nichts…….eine Frau ist da……………….ist aufgebracht……sie macht nur immer….Tschi….Tschi….Tschi..

F: zu Dir?

A: nein…zu dieser Frau……..aufgebracht und geht………ich schaue meine Mutter an………jetzt lächelt sie…

Ich wurde bereits mehrmals gefragt, wie es einem Fötus/Säugling überhaupt möglich sei, solche Dinge wie “Schnur, Stroh etc.“ zu beschreiben, hat er doch bis dato weder Muttersprache noch Informationen. In einem normalen Fall, werden Sie auch niemals erleben, dass ein Säugling eine anregende Unterhaltung mit ihnen führt. Aber wir haben mit Frau B. natürlich keinen normalen Fall, denn sie befindet sich in einem Zustand, in dem der unbewusste Anteil aktiv ist und dadurch überhaupt eine Kommunikation zulässt. Ohne mich noch mal wiederholen zu wollen, er sorgt für den Datenaustausch, denn er kennt den allumfänglichen Wortschatz der Muttersprache von Frau B. Im Vorgängerbuch sprach Samuel in Italienisch, Frau B’s Aussagen kamen jedoch in Deutsch, da sie motorisch nie gelernt hatte, Italienisch zu sprechen.

F: wie siehst Du Deine Mutter?

A: …die Augen…….diese großen Augen…..alles so groß…

F: wie fühlst Du Dich?

A: ….es ist so…..so….ich weiß nicht wie das geht…….wie ich das machen muss…

F: was?

A: …trinken……..kommt nicht so……..ist schwer….schwer…

F: ach so! Du bist an der Brust?

A: …..ja…..ist nicht einfach…..(formt die Lippen zu einem „O“)

F: und das ist schwer?

A: …ja…

F: geht das jetzt?

A: …….wird besser….(spitzt die ganze Zeit die Lippen)..

Dies war einer der interessantesten Momente, die ich in einer „Geburtssitzung“ erlebte. Sichtlich bemüht, so als ringe Frau B. mit äußerster Anstrengung, einer Brustwarze die Milch ab.

F: saugst Du nun?

A: …….ja..

F: wie schmeckt das?

A: ………(Augen rollen unter den Lidern)

F: schmeckt das gut?

A: …..ist warm..

F: sagt Deine Mutter was zu Dir?

A: …..(Augen rollen unter den Lidern)….sie summt…

F: summt?

A: … ”my.little…Zachi”…

F: was!? Wie? My little…?

A: ..Zachi..

Die Mutter sang und summte und ein neues Leben erblickte die Welt. Es weiß nicht warum es geboren wurde, es weiß nicht warum es lebt und es wird es auch in seinem späteren Dasein, normalerweise nie erfahren. Wo liegt nur der Sinn in diesem Werden? Der wäre wohl nur zu finden, wenn man den Anfang hätte! Ich darf Ihnen jetzt schon sagen, wir arbeiten bereits daran!

Kapitel 3

Eine lustige Kindheit im Mittelalter

Seine Geburt ohne Schwierigkeiten hinter sich gebracht, wuchs Zacharias behütet in einer kleinen Ansiedlung auf. Schon in den Anfängen der Sitzungen, die ich über seine Kindheit machte, zeigte sich, ein quirliger Lausbub mit viel Humor. Ich darf Ihnen versprechen, seine Kindheit wird Sie amüsieren. Aber nicht nur das, war interessant zu erfahren, denn es zeigte sich noch etwas, was mich sehr hellhörig werden ließ. Seine Eltern waren in religiöser Hinsicht grundverschieden. Die Mutter war christlich geprägt, der Vater Moslem. Jeder Elternteil versuchte ihm, die eigen zelebrierte Religion schmackhaft zu machen. Was auch immer sie versuchten, sie hatten bei dem kleinen Jungen keinen Erfolg! Zeitlebens blieb er ohne eine religiöse Weltanschauung, denn nach seinen eigenen Worten, war es ein inneres Gefühl, das ihn davon abhielt!

Genau das brachte meine grauen Zellen zum Nachdenken. Könnte es tatsächlich sein, dass sich Karma auch in positiver Hinsicht fortpflanzte und das sogar über viele geborene Persönlichkeiten hinweg? Wenn wir uns kurz an das vorangegangene Leben von Frau B. erinnern möchten, so werden wir feststellen, dass Samuel voller Wut und Trauer seinen eigenen Glauben letztendlich verlor. Dieser tiefe emotionale Prozess, schweißte sich scheinbar in die unbewusste Struktur und vermied in der neugeborenen Persönlichkeit Zacharias, einen vermeintlichen zweiten Fehler. Und jetzt kommt´s, ich fand in den noch kommenden Vorleben von Frau B., die dem ersten Zyklus chronologisch zugeordnet sind, eine scheinbar unbewusste Abneigung gegenüber der Religion. Keine Persönlichkeit schien mehr tiefen Glauben zu besitzen, trotz der entsprechend religiös geprägten Zeiten. Ich werde in den weiteren Publikationen noch darauf hinweisen. Zacharias bekam später noch Geschwister, auf die ich aus Platzgründen nicht weiter eingehen möchte. Es sei nur noch gesagt, dass er der einzige Religionslose in seiner Familie war!

Begeben wir uns nun in seine Kindheit und seinen kleinen Abenteuern! Hier in etwa, drittes Lebensjahr …

F: wie ist Dein Name?

A: ….meine Ma´ nennt mich Zachi..

F: kennst Du auch schon einen Nachnamen?

A: …nein!

F: wo befindest Du Dich in diesem Augenblick?

A: ….vor der Hütte…an einem Wasser……kleine Wasserpfütze………da bin ich..

F: was tust Du dort?

A: ..halte die Hände hinein…..der Boden ist weich….es regnet……..Mutter ruft nach mir…(spricht kindlich)…

F: was sagt sie?

A: …Zachi…….das ich kommen soll..

F: und was tust Du?

A: ….ich kann da jetzt nicht hin….kann da jetzt nicht weg..

F: weshalb nicht?

A: ….weil ich (unverständlich) bin……das ist wichtig!..

F: was ist wichtig? Das Du bei dieser Pfütze bleibst?

A: ja!

F: warum?

A: …weil es so ist..

F: : findest Du es denn so interessant?

A: …ja!

F: aber warum denn?

A: weil….wenn man mit der Hand da hineindrückt…..das ist weich…und das fühlt sich…lustig an..(kindlich gesprochen)..

F: lustig?

A: ja!

F: hattest Du das vorher noch nicht getan?

A: ..nein……..Ma´ wird etwas böse…

F: ja erzähl mal was passiert!

A: ..ich gehe jetzt zu ihr…….ich laufe……stürze ein paar Mal…….wieder hoch….und dann laufe ich…

F: läufst Du nun zu Deiner Mutter?

A: ja!….(verzieht stark das Gesicht)……Ich weine…….fange an zu weinen..

F: was ist denn?

A: …….weil ich…

F: ja?

A: ……ich habe nichts an..(Gesicht verzieht sich)..

F: weil Du keine Kleidung trägst, weinst Du?

A: …nein……ich hab…….ich hab das nicht gemerkt..(verzieht den Mund, wirkt weinerlich)…

F: was?

A: …..das hinten alles raus ist…(wirkt verängstigt)……..jetzt….klebt das hinten..

F: ach so! Und aus dem Grund weinst Du?

A: ja…(verängstigt)..

F: ist das schlimm für Dich?

A: es tut weh! (verzieht schmerzvoll das Gesicht)

Ich war zwar etwas verwundert über seine Schmerzen, ging aber nicht weiter darauf ein. Die Nachbesprechung mit Frau B. brachte dann den Aufschluss darüber. Sie erklärte mir, dass er nackt bei der Pfütze am Boden saß. Dadurch verfingen sich kleine Steinchen im Schrittbereich, die sich dann beim Laufen schmerzhaft spürbar machten.

F: und was meint nun Deine Mutter dazu?

A: ..sie lacht…..(unverständlich)…..sie macht es weg..(verzieht das Gesicht)

F: wie denkst Du darüber?

A: ..es wird besser…….(verkrampft plötzlich stark das Gesicht)

F: was? Was war jetzt?

A: ..das Wasser…..brennt etwas…..auf der Haut……….ist jetzt wieder gut (spricht kindlich)..

Welche amüsante kleine Geschichte, nicht wahr? Besitzt sie doch so viele Details kindlichen Empfindens. Ich wollte etwas mehr über die Eltern erfahren und so ging ich zum sechsten Lebensjahr. Meine Frage galt zuerst der Mutter. Dann kam das …

A: ..(lacht)..

F: was ist? Warum lachst Du?

A: ..sie ist meine “Schawi“!

F: Deine Mami?

A: Schawi!

F: Schawi? Was bedeutet das?

A: ..mein Vater….der sagt….“Schawi“….das ist eine Bedeutung für….die Sonne….das Licht!…Unsere Schawi! (lächelt)

F: also eine Bedeutung für das Licht?

A: für die Sonne!….Für das Helle!..

F: und warum nennt er sie so?

A: meine Mutter…..sie strahlt wie die Sonne!….Sie gibt das Gefühl von Licht….und Licht ist wichtig, weil die Nacht….dunkel und grau ist!…Schawi!..

Natürlich sind das nicht die Worte eines sechsjährigen Jungen, sondern ganz klar, wie er schon selbst sagte, die seines Vaters. Und da er arabischer Herkunft war, wie wir noch weiter unten erfahren werden, suchte ich auch genau in dieser Sprache das Wort „Schawi“. So gelang es mir, ein recht Ähnliches ausfindig zu machen. Es lautet “Shams“ und steht im Arabischen für “Sonne“! Man kann wohl annehmen, dass sich dieses Wort über die vielen Jahrhunderte, wie jede andere Sprache auch, in ihrer Syntax veränderte.

F: wie nennt Mutter Deinen Vater?

A: ..Salomon!

F: wo kommt er her?

A: ..dort wo immer die Sonne scheint….dort wo es warm ist!

F: und wo ist das?

A: ….ich weiß es nicht!

F: wie alt bist Du denn nun?

A: ..schon groß! (lächelt)

F: hast Du Geschwister?

A: …(verzieht das Gesicht)….hatte einen Bruder..

F: was ist denn? Was war mit ihm?

A: ..er ist gestorben!

F: warum?

A: …er war noch klein!…..Meine Mutter……bekommt wieder ein Baby….das sieht man!

F: und was war mit Deinem Bruder passiert?

A: …er war krank!….Hatte die Farbe gewechselt….irgendwann nicht mehr geatmet! Ich weiß nicht mehr, was war!..(verzieht leicht den Mundwinkel)

F: hast Du eine Schwester?

A: …Sanja!…Die ist klein!…..Ich bin der Größte!

F: und wie ist Dein Name?

A: ..bin der Zachi! Zachi!

F: woher kommt euer Nachname?

A: ..von meiner Mutter!

F: wie heißt er?

A: Livebirth…Livi!!

F: wie heißt Dein Vater mit Nachnamen?

A: …der ist schwer!

F: warum?

A: weil ich das nicht aussprechen kann!

Leider bekam ich auch in einem vorangeschrittenen Alter nie den Nachnamen des Vaters zu hören. Er war schlicht und ergreifend nicht auszusprechen, weder für ihn noch für Frau B.! Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn war auffällig gut. So kamen recht oft, kleine Späße zum Vorschein, deren Opfer sein Vater war. Hier ein kleiner Einblick …

A: …mein Vater ist in der Wiese…(lächelt verschmitzt)..

F: ja Du lächelst?

A: ja…..er kniet und betet…zur Sonne hin!

F: hörst Du, was er spricht?

A: man hört ihn nicht!

F: nicht?

A: nein!..Er nickt dann immer nur so mit dem Kopf….während er betet!

F: bist Du bei ihm?

A: nein!…Ich steh hinter einem Baum..(lächelt, kindlich gesprochen, flüsternd).. F: beobachtest Du ihn?

A: nein! Ich ärgere ihn!…(flüstert und lächelt viel)…..Ich habe Steinchen nach ihm geworfen…(flüstert, kindlich)……..und dann öffnet er immer die Augen und schaut um sich….verärgert……aber er sieht niemanden! (lächelt stark)……..Dann faltet er wieder die Hände und nickt mit dem Kopf und betet weiter!…..Und ich werfe wieder ein Steinchen! (lächelt)..

F: das scheint Dir Spaß zu machen?

A: jaaa…(lacht)….Er ist jetzt aufgestanden und geht….schimpfend…nach Hause!….Ich laufe in den Wald…..dort setze ich mich hin…muss erst lachen..(lacht)..

Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich sehr oft von der Lustigkeit seiner Späße mitreißen ließ. So hatte ich mir eine englische Kindheit des fünfzehnten Jahrhunderts nun wirklich nicht vorgestellt. Bedenken wir, dass in nur ein paar Sekunden nach meiner ersten Fragestellung, all diese Angaben in kindlich gesprochenen Schilderungen, aus Frau B´s Mund kamen. Die Lebendigkeit, die man in solchen Sitzungen erfährt, ist leider unbeschreibbar. Man kann nun mal eine Emotion nicht wirklich mit Buchstaben schildern. Ein Flüstern gepaart mit ironischer Erzählung und noch dazu kindlich im Ausdruck, einfach unvergleichlich.

F: ärgerst Du öfter Deinen Vater?

A: jaaa! (stolz)

F: was hast Du denn sonst noch so mit ihm gemacht?

A: ….(beginnt immer stärker zu lächeln)..

F: ja was ist?

A: …(lächelt)……ich habe ihn beim Schlafen gestört!…(lächelt)..

F: wie denn?

A: er schläft immer…..wo das Fenster ist……ich kitzele ihn mit der Feder an der Nase …(flüstert)..(lächelt stark)..

F: ja?

A: und immer wenn ich an seine Nase komme, macht er so! (rümpft die Nase)….(lächelt)………(plötzlich ganz Ernst).er hat keine schönen Zähne!..

F: weshalb?

A: ..die werden immer dunkler!….Meine sind noch nicht so!..

F: woher weißt Du das?

A: weil ich das weiß!! (energisch)

F: woher?

A: weil es mir meine Mutter gesagt hat!

F: und wie sind die Zähne Deiner Mutter?

A: die sind auch nicht so…….die sind etwas heller!…Sie sagt…..meine…wären…wie das Licht….so hell!…Ich esse viel von dem Vogel!…Meine Zähne sind nicht so!..

F: was passiert weiter? Du kitzeltest Deinen Vater an der Nase…?

A: ja! Dann fahre ich mit der Feder über das Kinn….da sind so Stoppeln….da bleibt die Feder….drin hängen!….Aber er merkt das nicht!……..(flüstert plötzlich erschrocken)…Er macht die Augen auf!……Aber er weiß das ich das bin (lächelt)…

F: ist er wach geworden?

A: er reißt ein Auge auf! (wirkt amüsiert)

F: sagt er etwas?

A: er murrt nur….weil ich ihn……..jetzt dreht er sich zur Seite!……..Ich kitzle ihn am Ohr…(lächelt verschmitzt)………(verzieht plötzlich erschrocken das Gesicht)..

F: oh! Was war denn nun?

A: …(ganz erschrocken, ängstlich)…..er ist runtergefallen!!….Aus dem Bett!..

F: und was ist nun?

A: er schimpft und springt auf…..ich bin jetzt weggelaufen (erregt)..

F: (lacht)….und jetzt? Erzähl mal weiter!

A: …(atmet kräftig aus)…..bin weggelaufen…mehr nicht!..

F: ach so! Dann hat er Dich nicht eingefangen?

A: nein…dafür ist er jetzt zu verschlafen!..

Wenn Sie die Möglichkeit haben und sich etwas tiefer mit den Gegebenheiten auseinandersetzen möchten, würde ich Ihnen empfehlen, ein paar Auszüge der Kindheit von Katharina sowie Samuel zu lesen und mit dieser hier zu vergleichen. Sie werden die unterschiedlichen Persönlichkeiten deutlicher wahrnehmen können! Katharina war stur und recht eigensinnig, Samuel eher beobachtend und zurückhaltend, wobei Zacharias die Art eines Lausbuben innehatte. Nicht nur sein Vater fiel seinen Scherzen zum Opfer, auch andere kamen ihm nicht davon! Wenn Sie immer mal wissen wollten, wie eine Frau im Mittelalter Körperpflege praktizierte, hier die Antwort eines bereits neunjährigen Jungen.

A: ..wir stehen am Wald….wir haben uns versteckt (spricht kindlich geheimnisvoll)..

F: wer ist denn bei Dir?

A: zwei Freunde sind bei mir!..

F: wie heißen sie denn?

A:…..(hebt die Augenbrauen und flüstert)….ich kann jetzt nicht reden!!

F: warum? Was ist los?

A: ….(lächelt verschmitzt)

F: was ist denn? Warum lächelst Du? Erzähl doch mal!

A: …wir stehen hinter den Bäumen….dort wo der Wasserlauf ist….am Wald..(geheimnisvoll flüsternd)..

F: ja weiter!

A: …(noch leiser flüsternd)…da ist eine Frau! (lächelt ausgiebig)

F: erzähl mal alles!

A: sie ist nackt!! (grinst)

F: eine ältere Frau?

A: (flüstert) ja..

F: und?

A: ohhh (hebt die Augenbrauen schnell nach oben, wirkt neugierig)

F: (lacht) gefällt Dir das?

A: ja! Sie steht in dem Wasserlauf drin!..Sie hat so einen Holzkrug…..mit dem sie das Wasser immer so auffängt..(flüstert)..und über ihren Körper laufen lässt!….Am Rande…steht ein Korb mit….irgendwelchen Pflanzen drin!…Die nimmt sie und steckt sie in einen Becher mit Wasser!……..Sie zerdrückt das und reibt es dann über den Körper (hebt die Augenbrauen)…….sie reibt damit den Körper ab!..(wirkt sehr erheitert im Gesicht, Augenbrauen gehoben, lächelt)..

F: (lacht) scheint Dir ja sehr zu gefallen?

A: ohhhhmmm (spitzt den Mund)

Denken Sie bitte daran, Frau B., ist eine Frau! Wie viel Fantasie müsste Sie besitzen, sich schon zum zweiten Mal in eine männliche Person hineinzuversetzen und Regungen für die weibliche Pracht zu empfinden?

F: ist es eine schöne Frau?

A: ..weiß ich nicht….ist eine Frau! (grinst)

Logische Aussage, wenn man vorher noch nicht viel zum Vergleichen hatte!

F: gefällt es Dir und Deinen Freunden?

A: (breites Grinsen)…es sagt niemand etwas!…Sieht so…..ohhhhh…(wirkt äußerst neugierig)…….sie hat diese Kräuter…….zwischen den Beinen…an den Haaren….durchgerieben!….(ganz fokussiert und die Augenbrauen angehoben)….Dort hängen nun die ganzen…Blütenteile dran! (immer noch die Augenbrauen angehoben)……………Sie sieht uns nicht! (lacht in sich hinein)…

Die ganze Situation wurde immer ironischer und ich hatte tatsächlich das Gefühl, einem kleinen Jungen zuzuhören. Es war ein Paradebeispiel an Faszination junger Neugierde.

F: ist das eine junge oder ältere Frau?

A: (flüstert) sie hat Brüste……ist eine Frau!..(grinst)

F: weißt Du, weshalb sie sich einreibt?

A: das machen die Frauen so!

F: warum?

A: für den Duft!

F: durch die Kräuter?

A: ja! Die reiben sie an dem Körper!….Dann wird das wieder abgespült……mit Wasser!

Eine, wie ich finde, sehr interessante Aussage über die damaligen Möglichkeiten für Frauen, sich duftend attraktiver zu gestalten. Die ätherischen Öle von Pflanzen, sind immer noch die Grundlage heutiger Duftstoffe! Vermutlich war es ihm schon durch seine Mutter bekannt.

F: weißt Du, wie alt Du bist?

A: …….hm…beide Hände…weniger einen!

F: kannst Du schon zählen?

A: ..ja…aber das ist so….hm….ich mache es mir einfach…..solange die beiden Hände ausreichen!..

F: woher ist diese Frau? Kennst Du sie?

A: sie kommt öfter hier vorbei! Sie kommt unten vom Hafen her! Sie geht immer hier durch und sammelt auch gewisse Kräuter!..

F: dann hast Du sie ja schon öfter gesehen, nur nicht nackt?

A: (grinst) nein!…Wir beobachten ab und an die Leute hier….und dann……verfolgen wir sie, sodass sie uns nicht sehen…..und schauen, was sie machen und wo sie hingehen, soweit wir uns entfernen dürfen!

F: wie weit dürft ihr euch denn entfernen?

A: bis zu dem Wasser….und nicht weiter hinaus!

F: bis zu welchem Wasser?

A: bis zu dem Wasserlauf…zu dieser Quelle!

F: gibt es einen Namen für diese Quelle?

A: ….ohh….es hat etwas mit dem Himmel zu tun! Warum weiß ich nicht! Wahrscheinlich weil an der Stelle….sehr viel….Sonnenlicht hinfällt und dort ist es sehr hell!

F: wer ist eigentlich bei Dir?

A: es ist Leed!

F: ist es Dein Freund?

A: ja…ab und zu!

F: weshalb ab und zu?

A: ..weil der immer alles verrät!

F: wem denn?

A: …den andern halt eben! (wirkt ernst)

F: hatte er Dich schon mal verraten?

A: ja! Er hatte der Familie Laslift verraten, dass ich in deren Wasser gepinkelt habe! (spricht sehr ernst)

F: (lacht) wo hast Du hineingepinkelt?

A: na in den Eimer, in dem sie ihr Trinkwasser hatten! (ernst gesprochen)

F: (lacht) und weshalb hattest Du das getan?

A: weil der Mann…immer so wütend auf einen losgeht!

F: was tust Du denn, dass er so reagiert?

A: …ich…lache doch nur! (kindlich gesprochen)….Ich lächle immer!! Und dann hat er das Lächeln nicht für schön empfunden….und umso mehr habe ich gelacht….dann ist der mir nach…und hatte einen Stock in der Hand!! Hatte auf mich losgeprügelt!

F: hatte er Dich damit geschlagen?

A: ja…so beim Laufen….ich war aber schneller!….Und dann hatte ich ihn beobachtet, wie er das Wasser holen ging!…Hatte es dann am Haus abgestellt…und ich hatte hineingepinkelt!……Der Leed hatte mich dann verraten! (presst die Lippen zusammen, wirkt sehr ernst)

Obwohl ich viel lachen musste, blieb die Miene Frau B’s absolut ernst. Der Ärger zeichnete sich deutlich durch gepresste Lippen und verzogenem Gesicht. Keine Fantasie, sondern pure Emotionen durch die erlebte Situation!

F: und was passierte dann?

A: dann hatte ich wieder Prügel bekommen…von meinem Vater!

F: was sagte er denn zu Dir?

A: warum ich so etwas tun würde?….Und….er würde das nicht verstehen……..und das man freundlicher zu den Nachbarn sein sollte!…….Ich soll zu den Nachbarn freundlich sein und die prügeln mich!! (kindlich ärgerlich gesprochen)

Egal wie viel ich über seine Kindheit befragte, die Streiche nahmen kein Ende. Es floss unaufhörlich aus Frau B. heraus.

F: hast Du schon öfter solche Sachen gemacht?

A: …(beginnt zu lachen)

F: ja? Was ist?

A: ..wenn Tiere geschlachtet werden, dann wird das Fett, was man absondern kann….ja auch gesammelt! Damit man das Leder auch einreiben kann!

F: und?

A: ich hatte mir da ein wenig Fett genommen…und………wir haben einen Nachbarn dort, wo wir wohnen…..der prahlt immer, wie gut er jagen kann und solche Sachen!….Dann nimmt er als seinen Bogen….spannt ihn und will jedem zeigen, wie man das macht! Wir haben aber gute Jäger hier!….(beginnt zu grinsen)….Und dann habe ich mit dem Fett….die Spannung von dem Bogen etwas eingerieben!

F: diese Schnur?

A: diese Spannung….womit der Pfeil gespannt wird!…Er nahm seinen Bogen und erzählte noch, wie er das Holz bearbeitet…..und das sah dann so lustig aus, als er versuchte, an seinem Bogen zu ziehen, und es rutschte ihm ständig aus den Fingern! (lacht)…Er zog immer und immer wieder daran (lacht)…..bis er mal merkte, dass da etwas Schmieriges daran war….und schaute dann zu uns Kindern rüber….(lacht)..

F: kam es raus das Du es warst?

A: ähh neiiiin (grinst)..

Aber nicht nur Streiche konnte ich seiner Kindheit entlocken, sondern auch recht interessante Dinge, die man ihm beibrachte. Hier eine Lehre von seinem Vater über die Achtsamkeit!

F: was sagt Dir Dein Vater?

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