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Wir küssen nicht mehr jeden

„Wir nehmen nicht mehr jeden – und schon gar nicht zu jedem Preis. Wir sagen so lange NEIN, bis der Richtige kommt.“

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Inhaltsverzeichnis

Hello, Mr. Right!

Der Weg zu Mr. Right führt nur über uns selbst

Sind wir wirklich durch mit ihm?

Wir wollen nicht auf die Pirsch gehen müssen

1Eine neue Liebe – aber ist jetzt überhaupt die Zeit dafür?

Mr. Right, wir haben dich auf dem Zettel

Kann Mr. Right überhaupt ein Thema für uns sein?

Neue Einsichten führen uns zu Mr. Right

2Ich will – aber ich muss nicht

Schön cool bleiben, Ladys!

Wir nehmen nicht mehr jeden

Warum wir jetzt häufiger NEIN sagen

So sieht es Birgit Schrowange

3Ready for Mr. Right

Hätte er JETZT überhaupt eine Chance bei uns?

WIR entscheiden, WANN wir bereit sind!

Eine große Hürde sind leider auch wir selbst

Ladys 50+ FIRST

4Nur Mrs. Right trifft Mr. Right

Wer bin ICH?

Tschüss, Hascherl!

Mrs. Right ist happy

Bleiben oder GEHEN?

Ich bin dann mal verliebt …

5Muss ich eine Beauty-Queen sein?

Sweet Girl 50+

Schönheit macht Liebe

Ich bin ein GOLDFISCH!

Beauty-Booster 50+

So sieht es Deutschlands berühmtester Schönheitschirurg Professor Dr. Werner Mang

6Fishing for Mr. Right

Wir ziehen NEUE SAITEN auf!

Wir sind jetzt WIR

Mr. Right, WIR zeigen es DIR

So sieht es der Diplom-Psychologe Dr. Wolfgang Krüger

7Wie wir Mr. Right garantiert in die Flucht schlagen

Smart love 50+

Dos and Don’ts in der Liebe 50+

Comeback der Liebe 50+

8Wer ist ein Mr. Right?

Um Himmels willen – DER doch nicht!

Traummann-Träume

Mr. Right ist der Mann, mit dem es uns nur noch gut geht

Was jetzt NICHT MEHR geht

Was wir ERWARTEN dürfen – und was NICHT

Ist ER ein Mr. Right?

So sieht es Professorin Dr. Pasqualina Perrig-Chiello

9Ist er auch ein Mr. Right im Bett?

Wie wichtig ist Sex JETZT?

Was Sex mit uns MACHT

Ist er nun RIGHT oder eher doch NICHT?

Streng dich an, Burschi

Sind auch WIR right beim Sex?

Was Sex WIRKLICH ist

So sieht es Professorin Dr. Beate Schultz-Zehden

10Mr. Right, wo steckt du?

Looking for Mr. Right

Nicht suchen, FINDEN!

Liegt das Glück im Internet?

11Prominente Ladys und ihre neue Liebe 50+

So sieht es Schauspielerin Michaela May

Hello, Mr. Right!

Die Männer und WIR. Das ist eine unendliche Geschichte. Sich verlieben. In einem Traum verlieren. Wieder aufwachen. Den Herzblitz verwerfen. Oder eine Sehnsucht zulassen und ihr Raum geben. Alles ist möglich – jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Auch jetzt mit 50 und mehr Jahren. Es hört nie auf, dass wir uns für einen Mann als Mann interessieren. Die Liebe bleibt ewiges Thema. Nur bekommt sie mit den Jahren eine andere Dimension.

Mit 50+ kommt alles auf den Prüfstand. Die Frage aller Fragen heißt nun: Soll alles so bleiben wie bisher, oder wollen wir noch einmal ein neues Glück wagen? Sind wir so mutig, zetteln wir eine Revolution in unserem Leben an. Aber wäre das schlimm, wenn wir dadurch wahre Erfüllung mit dem richtigen Partner finden? Nun, wir Ladys 50+ sind tough genug, das durchzuziehen. Wir haben uns ja schon in unserer Jugend neu erfunden. Egal, was kam – Mode, Musik, Make-up –, wir stellten alles auf den Kopf. Und was machen wir heute?

Wir schauen mit Neugier auf das, was kommen mag. Und wir leben eine Philosophie, die so schlicht wie wahr und beglückend ist: Es ist nie zu spät, neu anzufangen. Deshalb ist es auch nie zu spät, sich für eine neue Liebe zu entscheiden. Vor allem ist es nicht zu spät, für ein erwachsenes Glück so manches anders zu machen als in allen Beziehungen davor.

Dieses Buch soll Sie, liebe Leserin, nicht anleiten, wie Sie wo den richtigen Mann auftun. Nein, das nicht. Vielmehr möchte ich Sie dazu ermuntern, Ihrer Energie 50+ zu vertrauen. Verlassen Sie sich auf sich selbst – und Sie machen alles richtig. Auch in der Liebe.

Viel Glück auf dem Weg zu Mr. Right!

Ihre Claudia Hagge

Der Weg zu Mr. Right führt nur über uns selbst

Jetzt ein Mr. Right? Jetzt mit 50+? Aber ist das nicht eine Frage für ganz junge Hühner? Wer ein »Mr. Right« ist, war doch DER Klassiker unter den Storys, die wir vor 30, 40 Jahren in allen Frauenzeitschriften rauf und wieder runter gelesen haben. Mit diesen lustigen Selbsttests, die uns die Augen öffnen sollten, welcher Typ Mann denn nun für uns der wahre Glücksbringer sei.

Ganz ernst mochten wir dieses Psycho-Frage-Antwort-Spiel schon damals nicht nehmen. Trotzdem setzten wir unermüdlich Kreuzchen, zählten Punkte und … Simsalabim: Eines der beschriebenen Männer-Temperamente war – je nach erreichten Points – DER passende Typ Mann für ein ganzes Leben.

Natürlich war unser persönliches Ergebnis nicht der Maßstab für unsere spätere Männerwahl. Aber die grundsätzliche Richtung, in die es in der Liebe gehen konnte, hatte ein Bild. Und es blieb auch etwas davon hängen. Nur was tatsächlich an Beziehungen dabei herauskam, war, vorsichtig formuliert, nicht wirklich für immer passend. Das haben wir bei unseren Freundinnen erlebt und im schlimmsten Fall auch selbst erfahren.

Die vorgestellten Männer-Kategorien – meistens waren es drei und immer nach demselben Schema – konnten in der Realität alles und nichts bedeuten. Schließlich lässt sich jeder Charakter in jedem Typus wiederfinden. Und so konnte die Antwort auf die Frage nach Mr. Right im wahren Leben ebenso gut in einem Fiasko enden. Erwartungen und Irrtum in der Liebe waren damit quasi vorprogrammiert.

Wie sollte zum Beispiel der »häusliche Typ« sein, den Partnerschaftspsychologen für ihre Tests erdacht hatten? Nun, bis auf eine sehr allgemeine Schilderung überließ man dies getrost unserer Fantasie. Wir wünschten uns einen, der sexy ist und trotzdem treu. Einen Partner in crime, der es ernst meint und mit dem man trotzdem viel Spaß haben kann.

Aber »häuslich« ging leider auch anders. Zum Beispiel dann, wenn ER sich als langweiliger Stubentiger entpuppte, der zwar Steckdosen reparieren und die Dachpfannen auswechseln konnte. Aber im Taxi nach Paris? Nur für eine Nacht? Das sprengte bei so manchen Haus-Typen schon die Vorstellungskraft. Schwer enttäuscht wurden Frauen, wenn ihr »Heimtier« nur noch in der Garage vor sich hin werkelte oder in den Keller zu Spielzeugeisenbahn und Modellbaukasten abtauchte.

Und hätten wir damals glauben wollen, dass uns ausgerechnet der »romantische Typ« richtig auf den Zeiger gehen kann? Als romantisch fiel (als wir jung waren!) ja meist der verträumte Ökofreak auf, der gern zuckerfreie Marmelade einkochte, sich als Hausmann gefiel, schon mittags die Kerzen anzündete und am liebsten die Babys selbst gestillt hätte. Bei jedem Kuss kratzte sein Norwegerpullover aus Schafswolle. Und seine Ökosandalen waren auch nicht gerade schick.

Wer sich an den »Macher«, das Alphatier verlor – den dritten Typus im Bunde –, konnte emotional neben einem selbstverliebten Karriere-Junkie erfrieren. Ein Ego-Fritze, der auch zuhause als Mister Wichtig auftrumpfte. Natürlich schob er Termine vor, wenn die Kids krank waren und wir ihnen die Fieberwickel allein anlegen mussten. Ganz zu schweigen von den Demütigungen, wenn das Alphamännchen jeder Praktikantin hinterhertelefonieren musste …

Was sollten wir auf Dauer mit solchen Typen nur anfangen? Nicht in unseren kühnsten Träumen hätten wir uns solche Partner ausmalen können, als wir die Mr.-Right-Seiten von »Bravo« bis »Brigitte« verschlangen. Es waren flirrige Zeiten, als in der Liebe alles auf Start stand, wir aber gar nicht wussten, wie das Schicksal spielen kann.

Unser Einsatz stand auch in überhaupt keinem Verhältnis zum Ergebnis, gemessen an der Energie, die uns die Suche nach Mr. Right gekostet hat. Stunden über Stunden bei vielen Gläschen Wein hockten wir bei unseren besten Freundinnen und immer kreiste alles um dieselben Fragen: Warum ruft ER nicht an? Was ist an seiner Neuen so toll? Wie kann MANN nur so bescheuert sein und UNS verlassen? Alles drehte sich darum, wo Mr. Right gerade ist, wie wir ihn finden oder wieder zurückgewinnen – und wie wir ihn für immer einfangen.

Sind wir wirklich durch mit ihm?

Soll sich das JETZT alles wiederholen? Nein. Ausgeschlossen. Nie wieder. Dieses Gezeter um einen Kerl liegt nun wirklich sehr lange hinter uns. Dazu haben wir alle zu viel erlebt – und wir haben sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Manche von uns wurden in ihren Beziehungen sehr glücklich oder halb glücklich und manchmal auch überhaupt nicht happy. Wir heirateten und entheirateten uns. Bekamen Kinder oder keine. Wurden Großmutter oder auch nicht. Blieben Single bis heute oder sind die vierte Ehe eingegangen, die nun endlich zündet oder wieder einmal nicht …

Jede Frau blickt auf ihre eigene Liebesbilanz. Jede weiß für sich, was IHRE Wahrheit in Sachen Liebe ist. Und jede kann heute ihre ganz eigene Antwort auf die Frage finden, WER jetzt ihr Mr. Right sein kann – und ob sie überhaupt noch Lust hat auf das schöne, große Abenteuer »Mann«.

Für nicht wenige scheint das Thema Partnerschaft abgehakt – glaubt man ihren schnell dahingeworfenen Worten wie »Damit bin ich durch« oder »Mir kommt kein Mann mehr ins Haus!«. Aber wie ernst müssen wir diese abwehrende Haltung nehmen? Mal ehrlich: Sind das nicht auch Behauptungen, die uns vor möglichen Enttäuschungen schützen sollen? Frei nach dem Motto: »Lieber alles dichtmachen, als noch einmal Herz und Tür dem Falschen öffnen«?

Dieses Buch will niemanden bekehren und aus einem selbst gewählten Rückzug locken. Es ist ein Angebot, die Sache mit Mr. Right noch einmal zu überdenken und neu anzugehen. Soll das denn wirklich alles gewesen sein? Nie wieder Liebesfieber? Nie wieder Zärtlichkeit? Nie wieder Sex? Nie wieder WIR, kein du und ich? Im Prinzip ist doch alles da: ein sinnliches Gefühl, die Sehnsucht nach starken Armen, die Lust, neu zu beginnen, und der Traum davon, dass sich für uns noch einmal die ganze Erde dreht.

Ich sage: Die schönste Liebe leben wir JETZT, weil wir heute viel mehr über UNS SELBST wissen.

Ja, alles ist möglich, gleichgültig, wo wir persönlich gerade stehen. Zum x-ten Mal geschieden, unglücklich gefangen in einer langen, trüben Ehe, seit Jahren solo unterwegs oder gerade besonders traurig, weil uns der Lebensmensch verlassen hat oder bereits seit Langem verstorben ist. Wenn da nur nicht dieses eine große Rätsel wäre: Wie finden wir Mr. Right? Woran liegt es, dass es nicht so einfach ist, jetzt, in unseren besten Jahren, noch einmal ein neues, großes Glück zu leben? Wir hören die Bedenken und Einwürfe von allen Seiten, dass ja nun der Markt an akzeptablen Männern mit 50+ recht übersichtlich sei. Nicht wirklich befriedigend beantwortet ist auch die Frage, wie weit uns eigentlich Kontaktbörsen im Internet bringen oder die vielen Partnervermittlungen und Heiratsanzeigen in Zeitschriften.

Wir wollen die vielen Möglichkeiten, einen Mann für den Rest des Lebens auszumachen, hier nicht schlechtreden. Aber Hand aufs Herz: Wir Frauen mit 50, 60, 70 und mehr Jahren – wir müssen uns doch nicht anbieten wollen. Warum tun wir uns diesen Stress an, gar Persönlichkeitsprofile mit unseren Vorzügen und Vorlieben in ein Portal zu stellen? Uns dabei mühen, besonders witzig und originell zu sein, um ein Phantom zu faszinieren. Ja, viele sind so fleißig und manche sind auch erfolgreich damit – aber ist das allein der Weg zum Glück?

Wir wollen nicht auf die Pirsch gehen müssen

Ich meine: Der Weg zu Mr. Right führt nicht über einen Makler, sondern über unser ganz eigenes Navigationssystem. Und dabei gehen wir nicht einfach auf die Pirsch, um irgendwo irgendeinen Mann aufzutun. Auf dem Weg zu DEM Richtigen fangen wir erst einmal bei uns selbst an. Wir halten nicht nervös Ausschau, wo ER denn sein könnte. Wir richten den Blick zuerst auf uns selbst und schauen: WER SIND WIR JETZT?

Und was wir Frauen mit 50, 60, 70 Jahren heute sind – das kann sich nun wirklich sehen lassen!

Nie waren Frauen in dieser Lebensphase schöner, freier und selbstbestimmter als heute. Nie waren wir so ehrlich wie heute, unsere Wünsche zu formulieren und sie auch durchzusetzen. Wie bedeutsam das JETZT für eine neue Liebe sein kann, ist wahrscheinlich weder den Männern noch uns Frauen bewusst. Wir wissen, was wir wollen – und was wir nicht mehr wollen.

Mit 50+ sind wir eine andere Person. Wir haben die Power, uns vollkommen neu aufzustellen. Wir haben unsere Pläne. Wir haben ganz neue Ansprüche. Liebe leben wir heute nach anderen Regeln. Für ein neues Glück wollen wir uns nicht kleinmachen müssen, nur weil vielleicht die Auswahl an männlichen Wesen begrenzt geworden ist. Wenn eine Partnerschaft, dann bitte eine, in der die Balance stimmt. Unsere kostbare Zeit mit Mr. Wrong verplempern? Never ever.

Noch nie gab es die Garantie dafür, dass der Richtige wie durch Zauberhand in unser Leben fliegt. Aber heute haben wir ein gut funktionierendes Frühwarnsystem, wenn es um einen potenziellen Partner geht. Wir müssen es nur einschalten. Und dann wissen wir sehr genau, ob tatsächlich ein Mr. Right vor uns steht. Ebenso spüren wir heute sehr schnell, dass wir besser die Reißleine ziehen, wenn ER nicht hält, was der erste Eindruck verspricht.

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Die Frage ist nicht, ob und auf welche Weise wir Mr. Right irgendwo treffen, sondern vielmehr, mit welcher Haltung wir einem Mann begegnen wollen. Ob es noch einmal einen Mr. Right für uns geben wird, liegt zunächst ganz allein bei UNS SELBST.

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Kein Kreuzchen-Test schenkt uns einen Mr. Right. Keine Suchanzeige im Internet serviert immer den Richtigen. Liebe mit 50+ geht anders und in Wahrheit viel schöner – weil wir so viel mehr erlebt, erfahren und gelernt haben. Und damit so viel mehr über uns selbst wissen.

Auf der Reise zu Mr. Right machen wir uns jetzt klar: Wer bin ich – Wer bin ich nicht (mehr)? Was will ich – Was will ich nicht (mehr)? Wie will ich leben – Wie will ich nicht (mehr) leben? Wer kommt als Mann infrage – Welcher Typ Mann kommt mir nicht (mehr) ins Haus? Wer uns jetzt erobern darf, muss ein wahrer Prachtkerl sein. Wir mögen keine Spielchen mehr. Wir wollen ja nicht wieder dort stehen, wo wir am Anfang schon einmal waren.

Liebe Ladys 50+, die Sache mit Mr. Right kann etwas werden, wenn … ja, wenn wir es nur ein bisschen anders angehen als einst.

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Eine neue Liebe – aber ist jetzt überhaupt die Zeit dafür?

Viele Frösche küssen, bis ein Mr. Right kommt? Das ist long time ago. Heute machen wir so etwas nicht mehr. Mr. Right ist ja auch keiner, dem wir uns wie ein Teenager kopflos in die Arme stürzen. Nein, auf den Richtigen mit 50+ sind wir vorbereitet! Mr. Right ist nämlich der Mann, nach dem wir uns schon lange sehnen – und dem wir uns gedanklich schon lange nähern. Aber wer ist so ehrlich und gibt das freiwillig zu? Sogar vor uns selbst verdrängen wir oft diesen Impuls. Lieber wursteln wir weiter als Single-Wesen vor uns hin und schlagen uns tapfer solo durchs Leben. Oder wir verharren im Dickicht einer langen, festen Beziehung aus Gewohnheit und Enttäuschung, Vertrautheit und Sich-nicht-verstanden-Fühlen, erstickender Einsamkeit und Liebesersatzstrategien. Aber auf die Art, liebe Ladys, wird es nichts mehr mit Mr. Right! Zumindest nicht in diesem Leben.

Also, wollen Sie jetzt einen Mr. Right? Oder lieber doch nicht, weil es ja schiefgehen könnte? Oder weil es gerade nicht passt? Oder weil Sie den Traum von der großen Liebe längst begraben haben? Um einem Mr. Right an unserer Seite überhaupt eine Chance zu geben, sollten wir uns bewusst machen, was wir eigentlich wollen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Die meisten von uns schieben die Vorstellung von einer richtig guten Partnerschaft dann doch wieder weg – frei nach dem Motto: »Alles kommt, wie es kommen soll, und bis dahin lassen wir alles so laufen.«

Mr. Right, wir haben dich auf dem Zettel

Warum tun wir das? Ist es die späte Gelassenheit, die man uns nachsagt, die aber die wenigsten von uns tatsächlich empfinden? Oder gehen wir zu gleichgültig mit unseren Träumen und heimlichen Wünschen um? Ich finde: Unsere Gefühle verdienen Respekt, und zwar in erster Linie von uns selbst. Wenn wir sie verdrängen, sie einfach nicht beachten, sind wir nicht gut zu uns selbst. Gönnen wir uns also ruhig mehr Ehrlichkeit und lassen die Sehnsucht nach Mr. Right einfach mal zu. Es kann doch nicht schaden, Mr. Right – Alltagstrott hin, Bequemlichkeit und Vorsicht her – zumindest schon mal auf dem Zettel zu haben. Denn theoretisch kann er jede Sekunde urplötzlich irgendwo vor uns stehen. Und diese Chance, ihn dann willkommen zu heißen und in unser Leben zu lassen, will doch niemand verpassen.

Was aber heißt »auf dem Zettel haben«? Nun, wir sollten gewappnet sein für einen potenziellen Mr. Right. Voraussetzung dafür ist zu wissen, was mit uns los ist. Schauen wir auf unsere Liebessituation, gibt es oft eine äußere Wahrheit – und eine innere. Nach außen mögen wir zeigen, dass alles okay ist in unserem Singledasein oder unserer Beziehung oder Ehe. Aber tief in uns sieht es vielleicht ganz anders aus, etwa dann, wenn wir uns dabei ertappen, dass etwas nicht stimmt, einfach weil der richtige Mensch an unserer Seite fehlt. Aber sich das einzugestehen, es gar auszusprechen, nein, soweit wollen viele dann doch nicht gehen. Sehr viel häufiger hören wir – meistens in fröhlicher Runde unter Freundinnen – das immer Gleiche: »Ein neuer Mann? Das hat mir gerade noch gefehlt!« Doch diese Worte sind meist nur Schall und Rauch. Sie verraten eben nur, dass die schlechten Erfahrungen der Vergangenheit noch viel zu viel Platz in unserem Leben haben.

Allerdings kommen fast alle irgendwann an den Punkt, an dem sie feststellen: Liebe ist das stärkste und ausdauerndste Verlangen, das wir haben. Liebe ist der Sinn des Lebens. Und um dies zu erkennen, spielt es absolut keine Rolle, wie alt wir gerade sind.

Ich wette, dass sich sehr viele Frauen 50+ innerlich schon einmal vorgewagt und selbst gefragt haben: Was wäre, wenn ich in der Liebe noch mal ganz von vorn beginnen könnte oder würde oder wollte? Und am Ende diese Vorstellung aber nie auf die Probe gestellt haben. Ich meine: Selbst Gedankenspiele haben es verdient, einmal genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Kann Mr. Right überhaupt ein Thema für uns sein?

Ob wir uns ein neues Glück mit einem neuen Mann vorstellen wollen, verrät – gänzlich unverbindlich natürlich – die Selbstdiagnose: Wo stehen wir, jetzt mit 50+, eigentlich mit unseren Gefühlen? Wie echt ist der Wunsch nach Veränderung? Was ist Spiel – und was ist Ernst? Verrät jeder interessierte Blick auf einen fremden Mann, dass wir Mr. Right herbeisehnen?

Keineswegs! Eine prickelnde Begegnung ist natürlich immer willkommen, sagt aber wenig über unseren aktuellen Gefühlsstatus aus. Ein Augenzwinkern für den netten Apotheker von nebenan oder interessierte Blicke im Stau hin zu dem schneidigen Cabrio-Fahrer in der zweiten Reihe – nein, das sind noch keine Signale dafür, dass uns der richtige Mann im Leben fehlt. Außerdem muss irgendeiner, der gerade des Weges kommt, kein Mr. Right sein, bloß weil er auf Teufel komm raus mit uns flirtet. Ein Flirt ist wunderbar, keine Frage. Und immer eine tolle Bestätigung dafür, dass wir gut »im Rennen« um eine Liebe mit einem potenziellen Mr. Right sein können, wenn wir nur wollen. Aber zunächst einmal ist ein Flirt nur ein willkommener Augenblick, der uns den Alltag schöner macht und uns einfach guttut. Aber schöne Augen zu machen allein reicht nicht, um tatsächlich Mr. Right zu treffen.

Die erste Frage lautet: Wie verbindlich ist meine Sehnsucht? Will ich den Richtigen – oder will ich nur ein bisschen Spaß? Letzteres ist völlig in Ordnung. Dafür müssen wir aber nicht unser ganzes Leben umkrempeln und deshalb brauchen wir uns darum auch keinen Kopf zu machen. Doch wer einen Mr. Right in Erwägung zieht oder ihn möglichweise vielleicht gerade kennengelernt hat, sollte gut über sich Bescheid wissen. Horchen wir also einfach mal ganz mutig in uns hinein, an welchem Punkt in der Liebe wir HEUTE angekommen sind. Dabei hilft es ungemein, wenn wir darauf hören, was unser Herz UND unser Kopf dazu zu sagen haben. Denn der Weg zu Mr. Right führt zuerst über uns selbst.

Damit sind wir wieder bei unserer äußeren Wahrheit – und unserer inneren Wahrheit. Das eine ist das, was alle anderen von außen sehen können. Wie wir allein oder mit unserem Mann zusammen auf andere wirken und wahrgenommen werden – oder wahrgenommen werden wollen. Doch diese Außenwirkung kann eine Täuschung sein. Anhand des äußeren Eindrucks allein lässt sich nicht beurteilen, was wir wirklich fühlen. Entscheidend ist, was sich der Außenwelt und manchmal sogar uns selbst verschließt. Eine tief verborgene Erkenntnis darüber, was mit uns los ist. Aber genau dieses Wissen brauchen wir, wenn wir uns auf den Weg zu Mr. Right machen.

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Stellen wir uns ganz ehrlich einige Fragen, so als säßen wir bei uns selbst auf der Psycho-Couch:

Träumen wir manchmal von einer neuen großen Liebe?

Warum denken wir an einen Partner, den es vielleicht noch gar nicht gibt, höchstens in unserer Fantasie?

Warum schweifen unsere Gedanken so oft ab zu einem Mann, den wir bereits kennengelernt haben, der uns gefällt und an den wir immerzu denken müssen?

Was fehlt uns eigentlich, jetzt mit 50, 60, 70 und mehr Jahren? Haben wir nicht eigentlich alles schon mehrfach gehabt?

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Die Antworten auf diese Fragen können erste Hinweise geben, dass etwas in uns ist, was wir nicht ignorieren sollten. Wir haben jetzt Gelegenheit, der Sache etwas tiefer auf den Grund zu gehen. Ob wir damit gleich dramatische Veränderungen auslösen können oder dies überhaupt wollen, ist an dieser Stelle noch nicht aktuell. Das Ergebnis kann uns jedoch dazu anhalten, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen für den Fall, dass tatsächlich ein Mr. Right um die Ecke kommt.

Aber welche Erkenntnisse signalisieren uns, dass eine schöne Beziehung in unserem Leben fehlt und da Platz für einen Mr. Right sein KÖNNTE? Zum Beispiel diese:

Ich weiß gar nicht mehr, wie sich eine große Liebe anfühlt.

Ich habe vergessen, wie es ist, einen PARTNER zu haben.

Ich habe da jemanden getroffen, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

Ich möchte gern wieder spüren, wie es sich anfühlt, wenn aus einem Ich ein Wir wird.

Meine Ehe ist Vergangenheit – aber ich lebe JETZT und würde es gern noch einmal wagen.

Ich brauche jemanden, zu dem ich »Du« sagen kann.

Ich möchte mich noch einmal RICHTIG VERLIEBEN!

So zum Beispiel kann Sehnsucht nach einem Mr. Right klingen, wenn sich die Liebe schon lange aus unserem Leben geschlichen hat und wir betrübt darüber sind, aber trotzdem nicht den ganzen Tag darüber grübeln, wie deprimierend dieser Zustand ist.

Wenn wir also einmal ganz aufrichtig mit uns selbst sprechen, finden wir einen inneren Hinweis darauf, ob es für ein neues Glück überhaupt einen Ansatz gibt. Einfache Fragen an uns selbst zu stellen und darauf wahrhaftige Antworten zu geben – das kann der Beginn eines Wunders in der Liebe mit 50+ sein. Und dieses Wunder kann jede erleben, die diese Übung gemacht hat und dabei ehrlich mit sich selbst war. Vollkommen unerheblich ist dabei, wie unser aktueller Liebesstatus aussieht. »Eine echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen«, schrieb die französische Schriftstellerin Anaïs Nin. Und diese EINE Begegnung kann jede Frau in jeder Lebenssituation treffen. Aber glücklich damit kann nur diejenige werden, die ihre Antennen auf Empfang gestellt hat.

Neue Einsichten führen uns zu Mr. Right

Der achtsame Umgang mit einem verschütteten oder verdrängten Gefühl sorgt für eine bessere Selbsterkenntnis. Und diese wiederum kann sich in allen denkbaren Facetten zeigen. Was konkret für welche Frau dabei herauskommen kann, zeigen die folgenden Beispiele.

Den Langzeit-Single-Ladys wird plötzlich klar, dass sie sich ihr Alleinsein nicht länger schönreden wollen. Endlich lassen sie die Einsicht zu, die allen, die einmal längere Zeit ohne Partner waren, vertraut ist: Das Büro ist nicht alles. Sonntage allein im Bett, solo im Park oder verloren in der Kunsthalle – das kann auf Dauer verdammt trist sein. Ein einsames Herz lässt sich nicht über Jahre mit Job und Freundinnen kompensieren. Immerzu als Einzelperson in die Ferien und allein am Katzentisch schauspielern, dass alles hip ist, wie es ist – so schal soll Urlaub bitte nicht für immer sein.

Diejenigen, die unglücklich verheiratet oder traurig in einer Lebenspartnerschaft gebunden sind, gestehen sich ein, dass ihre einstige Liebe schon lange schläft. Klar wie durch ein Brennglas sehen sie, wie stumpf das Gefühl für Ehemann oder Lebensgefährten geworden ist. Da ist nichts mehr außer einer krampfhaft aufrechtgehaltenen Fassade, die aus VERsorgung und BEsorgung besteht. Das tägliche Beziehungseinerlei nur unterbrochen von regelmäßigen Treffen mit dem berühmten »Umfeld«, das aus den Alt-Freunden Herbert und Waltraud, Schwiegermutter Inge und Onkel Horst sowie dem Ewig-Junggesellen Rudi besteht. Aber wenn wir aufrichtig zu uns sind, wächst das Bewusstsein dafür, Schluss zu machen, mit der Erkenntnis, dass nur noch nebenher, aber schon lange nicht mehr miteinander gelebt und geschlafen wird.

Die Frau, die ihren verstorbenen Mann nicht vergessen kann, spürt: Auch ich möchte wieder in den Arm genommen werden. Ich ersetze meinen Ehemann nicht durch einen anderen Partner. Nein, niemals. Aber ich fange für mich ein neues Leben an – mit einem neuen Bedürfnis, mit anderen Wünschen, meinen Träumen und, ja, auch mit einem neuen Mann.

Und die happy oder nicht happy Getrennten erleben jetzt, dass sich jeder von einem Trennungsschock erholen kann und alles wieder auf Anfang steht. Wer einen Mr. Right wirklich vermisst, sagt sich jetzt: »Ja, es gibt noch eine Liebe nach dem Scheidungsurteil. Toll, wenn ich sie erleben darf.«

In jedem Fall wird allen gewahr, dass da ein Mangel herrscht: Es fehlt das »Vitamin L« – der wichtigste Lebensbaustein »Liebe«! Das Sprichwort »Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung« gilt auch, wenn wir unseren Beziehungsstatus als unbefriedigend wahrnehmen. Wenn uns die Fantasie dahin führt, dass ganz gut ein zauberhafter Partner in unser Leben passen könnte, sollten wir das nicht als Schnapsidee verwerfen oder gar ängstlich abwürgen, sondern getrost weiterspinnen. Warum spukt da plötzlich wieder eine solche Sehnsucht nach Liebe mit 50 und mehr Jahren in uns herum?

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Wenn es nach den Trendforschern geht, sind wir jetzt offenbar alle verrückt geworden. Aber bitte, vergessen wir gleich den Unsinn, der derzeit überall verbreitet wird. Best Ager – schon das Wort finde ich fürchterlich – befänden sich wieder in der Pubertät, ist zu lesen. Diese Experten, häufig selbst aus der Generation silver, schauen auf uns wie Kinder, die plötzlich nur noch Blödsinn machen. Und das, weil wir in unserer Lebensmitte Entscheidungen treffen – vor allem in Beziehungsdingen –, die niemand erwartet hat. Meist sind es solche Entschlüsse, die von Außenstehenden nicht nachvollzogen werden können oder einfach nur eifersüchtig beäugt werden.

Von der »neuen Pubertät« in der Altersstufe 50+ ist aber erst die Rede, seit WIR, die Frauen, nun noch einmal neu durchstarten wollen. Früher, als dies ausschließlich ein Privileg der Männer war – Scheidung, neue Frau, ein neues Kind mit 60 –, wäre niemand auf die Idee gekommen, ein solches Verhalten als pubertär zu bezeichnen. Bei Männern war und ist es immer nur der »zweite Frühling« … Aber sich darüber aufzuregen, ist genauso Zeitverschwendung, wie den verkehrten Kerl zu küssen. Wir blenden diesen Quatsch von der Pubertät mit 50+ einfach aus!

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Also, auf geht’s. Nehmen wir uns ein Herz und zücken Block und Bleistift oder sprechen es deutlich aus: Was ist los mit uns? Warum spielen wir mit dem Gedanken an einen Mr. Right? Die Gründe können vielfältig sein: Wir denken an einen neuen Mann, weil

ja, weil sich etwas in unserem Leben noch nicht GANZ anfühlt.

wir alte Fehler bedauern.

wir in einer Liebe noch einmal alles richtig machen wollen.

wir sehr sympathische Männer in unserem Alter erleben, die uns signalisieren, dass auch sie nicht glücklich, aber immer noch ziemlich trostlos gebunden sind.

wir uns wieder als verliebte Wesen spüren wollen.

wir wieder begehrt werden wollen, und nicht länger nur als liebevolle Mutter und funktionierende Ehefrau und verbit terte oder faire Ex, fleißige Kollegin, beste Freundin, verlässliche Tochter und Schwester wahrgenommen werden möchten.

wir Bewunderung, Achtung und Aufmerksamkeit erleben wollen.

wir endlich einmal wieder nur vollkommen FRAU sein wollen.

Ja, wir sollten uns wirklich nicht schonen, die Wahrheit MUSS einmal gesagt werden. Eine stille Abrechnung mit uns selbst hält uns den Spiegel vor: Schau dich an, guck dich mal um. Soll dein Leben dort stehen bleiben, wo du jetzt bist? Die Spiegelung unserer Situation ist ein Weckruf: Hey, so muss es nicht weitergehen, du kannst etwas ändern. Es ist nur ein kleiner Anstoß, der uns dazu bringt, dass wir uns mit einem ersten entscheidenden Schritt auf Mr. Right zubewegen. Nehmen wir diesen Faden auf, werden wir Männern anders begegnen. Wir gehen nicht mehr eiligen Schrittes an ihnen vorbei. Nein, wir schauen ab sofort jeden Mann AN – und zwar mit ganz anderen Augen. Wir nehmen unsere Gefühle ernst. Was nichts anderes heißen soll als: Neue Liebe? JA! Warum nicht. Jetzt mit 50+ ist die Zeit, endlich Bilanz zu ziehen. Es ist der perfekte Augenblick, noch einmal neu zu denken – und vielleicht neu anzufangen.

Noch mal in wenigen Worten: Wir prüfen unseren Beziehungsstatus. Wie steht es um unsere Gefühle? Sind wir glücklich allein? Taugt unsere Partnerschaft etwas? Wir fragen uns, was uns fehlt. Wir sprechen ehrlich aus, was wir denken, was wir fühlen. Dabei sind wir schonungslos ehrlich zu uns selbst. Wir sehen, ob es angezeigt ist, eine neue Liebe in Erwägung zu ziehen. Das ist natürlich nicht gleichbedeutend mit der Feststellung, dass wir auch wirklich bereit für sie sind. Diese Übung zeigt lediglich, ob wir für einen möglichen Mr. Right überhaupt einen Gedanken übrighaben, sollte er uns begegnen. Erst wenn dies der Fall ist, laufen wir nicht mehr blind an dem möglicherweise RICHTIGEN vorbei! Wir müssen auch nicht gleich loslegen mit einem Mr. Right. Aber wir sind einen Schritt weiter. Wir wissen, wir haben Mr. Right einfach schon mal auf dem Zettel.

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Ich will – aber ich muss nicht

Der Anfang ist gemacht. Wir haben Mr. Right auf dem Zettel. Das bedeutet noch lange nicht, dass er uns automatisch über den Weg laufen oder an unserer Haustür klingeln wird. Wir stürzen auch nicht aus der Wohnung und rennen von einem Event zum nächsten – immer in der Hoffnung, einem Mr. Right zu begegnen. Nein, wer sind wir denn? WIR wissen heute: Glück lässt sich nicht erzwingen. Einen Mr. Right kann man nicht jagen. Und vor allem wollen wir das auch gar nicht mehr.

Wir Frauen mit 50+ haben ein ganz anderes Bewusstsein für die Liebe gewonnen, weil schon so viel Liebe in unserem Leben war. Ob sie erfüllt wurde oder nicht, spielt an dieser Stelle keine Rolle. Wir waren zumindest schon sehr oft sehr verliebt. Das ganze Programm mit Hochzeit, gemeinsam Kinder aufziehen, ein großer Haushalt, die Scheidung – das alles liegt jetzt hinter uns. Ja, WIR haben GELIEBT. Punkt. Und jetzt schauen wir mit einem anderen Wissen auf die Dinge. Das macht uns nicht nur vorsichtig, sondern auch verdammt ehrlich mit uns selbst.

Schön cool bleiben, Ladys!

Ganz unverblümt und unbefangen schätzen wir unsere Situation heute richtig ein. Wir wissen, dass wir nicht mehr 20, 30 oder 40 Jahre alt sind. So what? Das macht uns – wenn es um die Liebe geht – auch überhaupt nichts aus. Denn im Gegensatz zu früheren Tagen stehen wir in Sachen Liebe nun in der Poleposition. Ja, Sie haben richtig gelesen. Mit 50+ haben wir die Nase ganz weit vorn, wenn es um Männer und unsere Gefühle geht. Der Grund dafür ist unsere veränderte Haltung zu uns selbst – und zu den Männern. Wir erwarten nichts Außergewöhnliches mehr von einem neuen Partner. Wir wollen keine Kinder. Wir wollen nicht versorgt werden. Unser wichtigstes Ziel besteht nicht darin, einen neuen gemeinsamen Hausstand zu gründen, auch wenn sich das so ergeben kann. Aber wir wissen: Das ist keine Bedingung für das Gelingen einer Beziehung! Was wir wollen? Nur noch den puren Luxus einer wunderbaren Verbindung: Zweisamkeit, Nähe, ja, Liebe.

Wir wünschen uns ein schönes, rundes, erwachsenes GLÜCK. Was bitte soll daran schwer sein? Eigentlich müsste das doch ganz leicht zu machen sein. Es sind ja alle Voraussetzungen dafür auf unserer Seite. Mit 50+ können wir eine viel freiere Liebe leben. Ohne das ganze Brimborium um Familiengründung, berufliche Herausforderungen, Meinungen von Schwiegermüttern und vor allem ohne die naiven Erwartungen, die wir mit 20 oder 30 Jahren an die Liebe hatten. Ja, DAS ist es. Wir sind nicht nur vollkommen anders aufgestellt, sondern auch viel BESSER als in unseren jüngeren Jahren. Zudem geht es uns, wenn wir gesund sind, richtig gut. Was man uns, ganz nebenbei bemerkt, auch ansieht!

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Schauen wir in den Spiegel, sehen wir ziemlich coole Ladys. Cool? Jetzt? Passt dieses Wort überhaupt für uns? Ja, das tut es! Cool bedeutet nicht, dass wir kühl sind. Oder dass wir nicht wie junge Mädchen unsterblich verliebt sein können. Oder dass wir auf Gedeih und Verderb super hip bis zur Lächerlichkeit drauf sein wollen. Cool meint ebenso wenig, dass wir abweisend reagieren, wenn es jemanden gibt, der vorhat, die Leine nach uns auszuwerfen, weil er begeistert von uns ist. Nein, das alles bedeutet cool nicht.

COOL mit 50+ ist etwas ganz anderes, etwas Geheimnisvolles, nicht Sichtbares. Etwas, das man nicht anfassen und nicht immer genau beschreiben kann. Es verbirgt sich – und ist doch gegenwärtig. Hinter diesem Rätsel um unsere Person steckt das gelebte Leben, das immer IN und MIT uns ist und uns wie eine strahlende Aura umgibt. Wir sind nicht einfach nur 50, 60 oder 70 Jahre alt. Wir sind ALLES. Unsere ganze Jugend tragen wir in uns. Das ganze Leben mit 20, 30 und 40 Jahren. Alle Herausforderungen, alle Mutproben, unser Scheitern, unsere Erfolge und das schon erfahrene Glück – all das SIND wir. Und das sieht man uns an. Alles zusammen hat uns zu einer einzigartigen Frau geformt. Es ist unsere ganz persönliche Vita, die uns unverwechselbar macht. Deshalb ist JEDE Frau ab der Lebensmitte eine Frau, die einfach cool ist.

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Dieses Lebensgefühl 50+ verändert auch unsere Haltung zum Thema Liebe. Es ist unsere Seelen-Dioptrie, mit der wir einen möglichen Mr. Right scannen. Mit der Summe unserer Erfahrungen schauen wir auf den Kandidaten, der uns ins Auge fällt. Kopfloses Herzfieber war gestern. Auf der Reise zu Mr. Right werden wir ein wenig Bedacht walten lassen (auch wenn uns das Herz überläuft, wenn da gerade jemand ist, der uns umhaut). Nur nicht zu schnell bei dem Falschen andocken – und um Himmels willen nicht bei Mr. Wrong hängen bleiben.

Auf dem Weg zu Mr. Right nehmen wir ganz einfach mal den Fuß vom Gas. Eine neue Liebe – jetzt, in dieser Lebensphase – bedeutet ja kein neues Leben. Aber sie kann alles, was ist, noch schöner machen. Und deshalb ist es eben nicht mehr so, dass wir Mr. Right auf Teufel komm raus finden MÜSSEN. Wir haben ja nur festgestellt, dass wir ihn auf dem Zettel haben, sollte jemand daherkommen, den wir gut finden. Unser Herz, so sehr es mit 50+ schmachten mag, möchte sich nicht mehr verlieren. Wir wollen den Überblick behalten und klar die Spreu vom Weizen trennen. Wir Frauen mit 50+, wir können das jetzt. Wir machen uns einfach mal locker und bleiben ganz entspannt. Cool eben.

Wir nehmen nicht mehr jeden

Das Schöne mit 50+ ist doch, dass wir uns keinen Druck »nur« wegen eines Mannes mehr machen wollen.

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