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Wieviel Muslim steckt in Dir?

Arif Dilşen

Wieviel Muslim steckt in Dir?

Das Wissen außerhalb dessen, was Sie Wissen

ا ا بِذْ ا ن ا ه ا للَّ ال ه رحم ا ن ال ه رح

(Bi İznilahirrahmanirrahim)

Mit Allah’ s Erlaubnis

Es hat Dich sicherlich gewundert, warum ich üblicherweise nicht mit Basmala angefangen habe. Ich habe „Allahs Erlaubnis“ vorgezogen, weil Basmala allein auf seine Rasuls auferlegt ist. Ich handele hier nicht in seinem Namen, sondern in meinem Namen, seine Erlaubnis vorausgesetzt.

„Alif Lam Ra. Das Buch, das wir zu dir offenbart haben, damit du die Menschen aus den Finsternissen zum Licht steuerst, mit der Einwilligung ihres Herrn, auf den Weg des Erhabenen, des Preiswürdigen.14/Ibrāhīm, 1“

Inhalt

Zeichen- und Begriffserklärungen

Vorwort

Wieviel Muslim bist Du im Moment?

Kein Gott, nur Allah

Glaube nur an Allah

Glaube an Engel

Glaube an die heiligen Bücher

Glaube an Rasuls (Propheten)

Glaube an Auferstehung

Glaube an das Schicksal

Mumin? Muslim? Beides?

Chronologie

Das Gebet

Zakāt

Fasten im Monat des Ramadans

Pilgerfahrt nach Mekka

Dankbarkeit und Ehren der Eltern

Jihad ist nicht töten

Ge- und Verbote im Islam

Die Sauberkeit, die Reinheit oder die Läuterung?

Den Koran kann man übersetzen

Was ist nun die Religion

Paradies und Hölle

Mittler und Fürbitte

Ergreife Deine Partei!

Zu Deiner Frage

ATA-Theismus

Wäre ich, hätte ich…

Bismillah oder Biiznillah?

Schlusswort

Begriffserklärungen

Literaturnachweis

Zeichen- und Begriffserklärungen

s.a

Friede sei auf ihn

r.a

Allah möge ihn segnen

Necm

Der auf einmal offenbarte Koraninhalt

Sure

Koraneinheit

Ayad

Koranversen

Rasul

Prophet

Nebi

Prophet mit einer neuen/ergänzenden Nachricht

[ ]

Die Suren-Nummer n. der chr. Offenbarung

( )

Die Suren-Nummer n. der klassischen Ordnung

 

Danksagung

Mein Dank gilt vor allem Herrn Hakkı Yılmaz, der mit seinen revolutionären Koraninterpretationen zur eigentlichen Realisation dieses Buches verhalf. Und allen anderen, die das Manuskript ausgebessert haben. Und allen, die ihren Beitrag zur Verbesserung des Buches geleistet haben.

Vorwort

Uns allen ist bekannt, dass der Sinn der Religionen über Jahrhunderte nicht ausreichend verstanden wurde; der Islam sogar noch weniger. Weder die Muslime haben ihre Religion gebührend verstanden, noch die Nicht-Muslime. Obwohl der Koran, im Vergleich zu anderen Religionsausübungen, einen sehr logischen Aufbau zur Erklärung der “puren"-Religion hat, wurden die Bedeutungen der Wörter in ihm merkwürdigerweise dermaßen verfälscht, sodass wir jetzt die unzähligen Dogmen und Aberglauben zu bekämpfen haben.

Wir, die Muslime beten fünf Mal am Tag.

Das schreibt der Koran eigentlich nicht vor;

Wir hungern dreißig Tage während des Ramadan-Monats.

Das schreibt der Koran so nicht vor;

Wir schlachten am Opferfest Tiere vor Ort.

Der Koran schreibt vor, dass diese Tiere, weil sie damals als Nahrungsmittel notwendig waren, als „Geschenk“ nach Mekka geschickt werden sollen;

Jeder praktizierende Muslim brennt nach der Pilgerfahrt nach Mekka, ohne sich über den eigentlichen Sinn der Reise Gedanken zu machen.

Der Koran versteht unter einer Pilgerfahrt eigentlich etwas ganz Anderes.

Wer mehr oder weniger diese Regeln praktiziert und über den Islam etwas informiert ist, schätzt sich prozentual so hoch ein, sodass sie mit den namhaften Heiligen der islamischen Welt fast das gleiche Niveau erreichen würden.

Der Nicht-Muslimische Leser meines Buches wird mit einem tiefergreifenden Wissen in die Feinheiten der islamischen Welt eingeführt, sodass er am Ende imstande sein wird, die islamische Religionsausübung viel besser einzuschätzen als die sog. Lippenbekenntnis-Muslime. Und es ist dem Nicht-Muslimischen Leser auch eine Möglichkeit zur Feststellung des eigenen Grades des muslimisch-Seins gegeben. Denn Allah sagt in seinem Koran, dass die Religion bei ihm der „Islam“ ist. Demnach werden alle Menschen nach ihrer Ausübung der islamischen Regeln zur Verantwortung gezogen.

Der muslimische Leser meines Buches wird feststellen, wie viele Wörter aus den eigentlichen Bedeutungen (Wurzeln) so weit entfernt wurden, so dass wir heute weder den damaligen, noch den heutigen Sinn der Verse einigermaßen verständlich darstellen können. Die falschen Interpretationen gehören dann logischerweise zur Tagesordnung.

Ein Buch über den Islam zu schreiben war eigentlich nicht mein Ziel. Vielmehr habe ich mich aus persönlichem Interesse an “Gott und der Welt” informiert. Unsere Religionsprofessoren hatten uns in den letzten Jahrzehnten nämlich so gut belehrt, dass man sich die Frage stellen sollte, wozu man mich hierfür noch gebrauchen kann. Im Augenschein gab es freilich keinen Bedarf. Was hatten uns diese Profs denn gelehrt? Hatten wir tatsächlich etwas Nützliches gelernt? Und wann sollten wir feststellen, ob wir wirklich was Brauchbares gelernt haben? Wann und wie wären wir imstande festzustellen, ob das erlernte Wissen auch nutzbar ist?

Was machst Du, wenn Du krank bist?

Bei Deinen Rechtsproblemen, wen konsultierst Du?

Lässt Du Deine steuerlichen Angelegenheiten von einem Ingenieur erledigen?

An wen würdest Du Dich wenden, wenn Du Gefühlsleben-Probleme hast?

Von einigen lustigen Antworten abgesehen, wie „zu meinem Vater, er ist nämlich Arzt“ oder „von meiner Mutter, sie ist Steuerberaterin“, würdest Du entsprechende Fachleute hinzuziehen. Mit Recht! Du willst schließlich Deine Probleme in die Hände der gut ausgebildeten und den langerfahrenen Fachleuten legen wollen.

Warum eigentlich? Könntest Du alles nicht selbst erledigen?

Denn Du weißt, sie sind alle Fachleute, die sich in ihrem Metier besser auskennen als Du und Dir bei Deinen Problemen besser helfen können, denn Du hast keine Lust und keine Zeit dich selbst darum zu kümmern.

Wir können das Wissen, welches in vier bis sechs Jahren durch ein Studium erworben wurde, nicht selbst vollständig erlernen. Wir würden jedoch aus Interesse an unsere Gesundheit über Medizin allgemein etwas lernen, aus Interesse an unserem Geldbeutel würden wir einige Steuergesetzte lernen. Um schneller an unser Recht zu gelangen würden wir einige Arbeitsgesetzte durchforsten. Das würden wir für unser durchschnittlich siebzig bis neunzig jähriges Dasein auf dieser Welt machen. Dass es außerordentliches Wissen ist, wird sich dann erst im Laufe der Zeit erweisen.

Sind wir aber mit deren Leistungen nicht zufrieden, werden unsere Probleme nicht richtig behandelt, danach wechseln wir diese Fachleute und suchen uns andere.

Geht es um die Religion bleibt es beim Alten - quasi beim Gewohnten. Wie es die Fußballfanatiker ebenfalls tun: Egal welche Performance ihre Lieblingsmannschaft zeigt, bei einem Sieg oder bei einer Niederlage hängen wir stets an derselben Mannschaft. Ihre Leistung wird selten in Frage gestellt und eine Abkehr kommt meistens noch nicht einmal in Frage. Wir leisten unseren Geistlichen auch blind folge, wir bleiben ein Leben lang bei der gleichen Konfession. Wann sollten wir eigentlich feststellen, ob unser Handeln Erfolg bringend war? Erst wenn wir den Tod schmecken. Der Koran beschreibt in einer bemerkenswerten Form, dass der Tod entweder süß oder bitter sein wird. Kommt der Tod uns holen, ist es zu spät sich mit der folgenden Wortwahl zu wehren: “Das war eigentlich falsch, ich will dies schleunigst ändern!” Warum handeln wir so? Ganz einfach: Wir können in diesem Leben hier auf Erden nicht so einfach feststellen, ob unser Glaube überhaupt Recht hat. Das bekommen wir erst nach dem Ausscheiden aus dem Diesseits.

Die Bewohner der Stadt Mekka waren auch nicht besser dran als viele andere benachbarten Völker. Allah hatte Erbarmen mit diesen Menschen und ernannte für ein letztes Mal einen, der weder in seinem Hab und Gut, noch in seiner Lebensart und in seiner Person keinerlei Dankbarkeitsschulden auswies; noch dazu von seinen Mitmenschen als “zuverlässig” genannt wurde. Gerade diese Person hatten die Mekkaner im Monat Ramadan, am Tag des Kadir, bei seinem Sozialengagement bei Kaaba handgreiflich verhindert und abgewiesen. Er war beleidigt und traurig, in diesem Zustand lies Allah ihn von Mekka ins 9 km entfernte „al-masdschid al-aqsa”1 laufen, um ihm dort seine Wunder zu zeigen und ihn in seiner neuen Tätigkeit als Prophet einzuweihen. Dieser ehrenhafte Mann namens Muhammed sa kam als Diener zum „al-masdschid al-aqsa” und kehrte als Rasul (Gesandter Allahs) zurück.

Mohammed as hatte einen Unterricht von drei Suren-Korankapitel-in denen er all seine Fragen und Bedenken beatwortet bekam. Wurde mit einem Anzug und einer Krawatte bekleidet und beauftragt mit den Fatiha-Ayads mit Basmala, die in der Muddaṭṭir-Sure platziert waren, laut zu verkünden, dass er von Allah als Rasul auserwählt und beauftragt wurde die Mitmenschen zu ermahnen. Anzug und Krawatte sind von mir mit Bezug auf die heutige Bekleidung von Führungskräften ausgedacht, um zu betonen, dass er eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen hatte.

Mohammad as versammelte die Menschen, die zum größten Teil seine Verwandten waren, um Kaaba2 und fragt sie:

„Wenn ich euch sage, dass hinter diesem Berg unsere Feinde zusammenkommen und uns angreifen werden, würdet Ihr mir glauben?“

„Ja, oh Mohammed! Wir würden dir glauben, du hast uns nie belogen.“

Die Menschen wurden dann von ihm zur Abkehr am Glauben an Götter und Götzen angemahnt und zum Glauben an den einzigen Allah eingeladen. Die vielen Götter aufgeben und an einen einzigen, unsichtbaren Gott namens „Allah“ glauben? Nein, nicht möglich.

Diese kindische Ablehnung ist wie, wenn Du einem Kind seine zehn Euromünzen nimmst und ihm dafür einen Zehn-Euro-Schein gibst. Das Kind wird das Gefühl haben nicht mehr in Besitz von vielem Geld zu sein!

Wir tun es uns immer noch so schwer wie die Menschen von damals. Alle Propheten haben dieselben Probleme gehabt. Traditionelles und familiäres wird nicht so einfach aufgegeben. Es wird behauptet, dass die Ahnen ja auch diese vielen Götter hatten und man tritt in die Fußstapfen der Ahnen. Wie heißt es so schön auf Deutsch?

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“

Hätte Mohammed as seine Anrede ohne Basmala angefangen, so hätte er noch massiveren Widerstand bekommen, als er sowieso schon bekam. Mit “Basmala” am Anfang hat er von vorhinein seine Aussage damit bekräftigt, dass er im Namen von Allah handelt und nicht in eigenem Namen. Ziemlich am Anfang seiner Tätigkeit hat Allah ihm, in dem er gesagt hat “Im Namen Allerbarmer und barmherziger Allah!“ die Möglichkeit zu seiner Verteidigung ermöglicht. Hätte ich mit diesem Buch auch mit Basmala angefangen, so wäre dieses Buch im Namen von Allah geschrieben, zudem wir alle allerdings kein Recht haben. Allah hat durch seinen Rasul Mohammed as alles, was er uns mitteilen wollte, in seinem Koran festgehalten. Wir handeln nicht im Namen Allahs, wir handeln im Namen des Korans.

Auch Du! Du bist nicht befugt in seinem Namen zu handeln. Es gibt nun “Bi Iznillah” (mit der Erlaubnis Allahs).

Der Standesbeamte sagt: “Mit der mir verliehenen Kraft meines Amtes, ernenne ich Sie beiden zu Mann und Frau“-

Schön! Wir haben somit gelernt, wie man Eheschließungen durchführen darf. Jetzt suchen wir uns die Hochzeitskandidaten, um ihnen den Weg zum Standesamt und gewisse Formalitäten zu ersparen und schließen selbst diese Ehe. Wir haben nun gelernt, wie man das macht. Nur den Satz haben wir gelernt, wir haben aber damit noch lange nicht die erforderliche Befugnis bekommen. Ohne Befugnis, kein Handeln! Ob ich mich einigermaßen ausdrücken konnte?

Der dritte Kalif Othman und sein Konsortium haben eigenhändig gehandelt und die Koran-Suren so sortiert, dass aus der Sure Muddaṭṭir die Fatiha-Ayads mit Basmala nach ganz vorne und die langen Suren nach Fatiha und die kurze Suren nach hinten gestellt wurden. Es ist schwierig zu verstehen, warum sie sowas gemacht haben. Vielleicht weil sie wussten, dass das Alte Testament und das Johannes Evangelium mit “B” anfangen und dachten, dass der Koran auch mit “B” anfangen muss. Die Ayads Gruppe, die damals den Namen Fatiha noch nicht hatte, aber “B”asmala beinhaltete, war ideal für diesen Zweck. Hätte der Kalif Othman mich gefragt, so hätte ich ihn von seinem Vorhaben abgehalten, da Allah mit Absicht den Koran mit dem Buchstaben “Alif”, in dem er den Befehl “Iqra!” aussprach, angefangen hatte, da “Alif” den Zahlenwert 1 hat und “B” die 2. Somit hat Allah alle anderen Bücher an die zweite Stelle gesetzt und den Koran, obwohl er als letzter kam, nach ganz vorne. Und es war von ihm ein gravierender Fehler die chronologische Offenbarung des Koran nicht beachtet zu haben. Dabei wurde der “logische” Aufbau ausradiert und der Koran wurde zu einem “Sammelbuch” degradiert. Allah hatte uns im Koran vorgewarnt, dass die Ungläubigen Veränderungen in ihm vornehmen und die Bedeutungen verfälschen werden. Während diese Handlung von ihnen zu erwarten war, dass es der Kalif sogar selbst getan hat, ist unverzeihlich.

Es ist sehr schwierig ein Buch mit 6666 Versen zu lesen. Wenn einem seit ‚eintausenddreihundert Jahren‘ noch dazu ständig gesagt wird: “Du kannst es nicht verstehen! Schau, ich habe es verstanden und werde es Dir erklären!” Dann werden dieselben fehlerhaften Interpretationen hin- und her gedreht, alle Aussagen werden immer vorserviert und Du hast keine Möglichkeit die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen.

Wir haben ihnen das Gesagte als wahr abgenommen und was haben wir davon gehabt? Nichts! Und was haben wir jetzt noch davon? Nichts! Wir sind keinen Schritt weitergekommen. “Im Koran soll stehen” ist ein sehr beliebtes Zitat der Muslime. Glaubst Du mir nicht? Geh raus und frage Deine muslimischen Mitmenschen, wie es zu einem Alkoholverbot kam. Erwarte aber keine Koranverse; dafür wirst du aber jede Menge verschiedene Geschichten hören.

Der Koran besteht aus 114 Suren (Kapiteln) und 6295 Ayad (Verse). Auch diese Zahl der Suren ist strittig und dadurch, dass die Verse anders geteilt werden, kann diese Zahl nach oben oder nach unten korrigiert werden. Die Ayads sind nummeriert und die Suren haben auch einen Namen. Meine Beispiele werden durch diese Nummern und Namen versehen.

Wer möchte schon über sechsttausend Verse lesen und sich bemühen sie zu verstehen, noch dazu die richtige Übersetzung zu finden. Das erfordert viel Energie. Ich nehme an, aus diesem Grund haben die meisten Muslime den Koran nicht gelesen. Den Christen ging es sicherlich auch nicht anders.

Es ist verständlich, dass Du nicht viel Zeit darin investieren wolltest und Du lässt Dir am liebsten vom Hodscha/Priester/Rabbi sagen, was für Dich in Frage kommt. So erging es mir auch eine Zeit lang. Ich habe von meiner Familie vieles über Theologie gelernt. Ich selbst hatte den Koran nicht gelesen. Eines Tages hatte ich jedoch den Drang ihn zu lesen. Also besorgte ich mir daraufhin eine Übersetzung des Korans und begann zu lesen. Bei der Sure 2/Al-baqara und Ayad 30 habe ich eine kurze Pause eingelegt. Dort steht etwas, was mich stutzig machte.

Die Engel haben nämlich behauptet, dass Adam in der Welt Blut vergießen wird. Woher wussten die Engel das? Mein Onkel, der Angehöriger des Melami-Ordens4 war, hatte mir beigebracht, dass nur Allah die Zukunft wüsste, von den Sterblichen jedoch niemand. Die Engel sind, genau wie wir, Diener Gottes und sie wurden, wie wir, erschaffen. Dann habe ich angefangen zu recherchieren, in dem ich meine Mitmenschen befragte. Die Sterblichen wussten sehr wenig, wenn es um solche Fragen ging. Schließlich habe ich bei den Freitagsgebeten angefangen die Unsterblichen ☺(Imams)5 zu befragen. Die Antworten waren unterschiedlich und nicht immer logisch.

Warte, ich gebe die betroffenen Ayad (Koran-Versen) an dieser Stelle weiter, so wirst Du mich doch besser verstehen.

„Und als der Herr den Engeln sagte, dass er auf der Erde einen Vertreter ernennen werde, erwiderten sie: „ Willst du dort einen Defätisten6 und Blutvergießender erschaffen?“ Wir verherrlichen Dich lobpreisend und betonen Deine Heiligkeit und der Herr sagte: „Ich bin allwissend, was ihr nicht wisset.“ 2/30

Und er lehrte/programmierte Adam mit den (göttlichen) Namen (Eigenschaften), dann forderte er die Engel auf, wenn sie immer noch der obigen Meinung sind, die Bedeutung der Namen zu erklären. Sie haben gesagt: Erhaben bist du, wir haben kein Wissen außer, was du uns lehrtest. Ohne Zweifel bist du Allwissend und Allweise. 2/31

In den Ayad 2/Al-baqara, 30 bis 38 ist die Erschaffung der Menschheit erklärt. Ich finde diese Zeilen sollten besonders unter die Lupe genommen werden. Schließlich geht es um unsere Erschaffung. Die Erschaffung ist eine Tür und der Tod eine andere. Wir leben in einer zweitürigen Welt.

Bald gibt es in der Welt zwei Milliarden Gewohnheits-Muslime. Wer sind diese Muslime? Was machen sie? Woran glauben sie? Wie leben sie? Wie fühlen sie?

Wenn Du daran glaubst, im Jenseits nichts verantworten zu müssen, betrachte dieses Buch als Kulturbuch; solltest Du doch an das Jenseits glauben, so nimm dieses Buch ernst und überlege Dir gründlich, ob es noch einiges zu ändern gibt. Allah sagt uns, dass er seine Rasuls und uns durch den Koran zur Verantwortung ziehen wird. Mit diesem Buch versuche ich die wichtigsten Regeln des Islams aufzuzählen, um Dir zu zeigen, wieviel Du eigentlich wissen musst, um ein Mumin (Gläubiger) und um ein Muslim zu sein, bessergesagt, zu werden.

İzmir-Türkei, Juli 2019

Wieviel Muslim bist Du im Moment?

Die fünf Säulen des Islams sind mittlerweile allen bekannt. Glaubensbekenntnis, Gebet, Pflichtabgabe, Fasten und Pilgerfahrt. Wer sie mehr oder weniger praktiziert, hat das islamische Wissen mit Löffeln gegessen. Diese kommt aber erst zum Vorschein, wenn man nach dem Grad des muslimischen Seins gefragt wird:

30% für das Glaubensbekenntnis;

20% für das Gebet;

10% für die Pflichtabgabe (Zakāt);

10% für den Fasten und

10% für die Pilgerfahrt nach Mekka.

So haben wir 70 bis 80 prozentige Muslime, je nach der errichteten Pilgerfahrt oder ohne.

Das Glaubensbekenntnis ist selbstverständlich das A und O des Islams. Ohne Tauwhid (Bekenntnis) ist man kein Mumin (gläubig), fehlt die Gläubigkeit ist man kein Muslim. Daher die 30%.

Die Muslime glauben, dass sie im Jenseits nach ihrem errichteten/nicht errichteten Gebet befragt werden. Daher 20%. Obwohl Allah in seinem Koran sehr verständlich signalisiert hat, dass er sie nach dem gesamten Koran befragen wird, werden trotzdem die persönlichen Gebete zu Hause oder kollektiv in der Moschee von den Muslimen sehr hochgeschätzt.

30% + 20% macht 50% und + 10% für etwas Almosen geben, dann hätten wir die 60% erreicht. Wir, die Muslime wissen, dass im Jenseits unsere positiven und negativen Noten ausgewogen werden. Wer mehr positives vorweisen kann als negatives, kommt automatisch ins Paradies. Mit 60% positivem, bestehend aus Bekenntnis + Gebet + etwas Almosen hat man natürlich ein Eckchen im Paradies sicher. Es gibt acht Ränge im Paradies. Mit 60% könnte man wohl einen sonnigen Platz im vierten Rang bekommen. Die höheren Ränge wollen wir nicht anstreben, denn dies würde bedeuten, dass man alle Ge- und Verbote Allahs beachten müsste. Das ist sicherlich sehr mühsam. Auf das Schweinfleisch kann man verzichten, auf Lügen? Auf Verleumdungen? Auf Hass? Nein! Ohne sie kommen wir nicht weiter. Uns reichen die 60% völlig aus!

Zum Bedauern aller Beteiligten (Muslime und Nicht-Muslime) muss ich euch mitteilen, dass es so gar nicht stimmt! Ansprüche von Allah sind anders:

Es gibt bei Allah, sprich im Islam, kein fünf Mal am Tag beten;

Zekāt ist eine "Glaubenssteuer", die man ständig und regelmäßig errichten muss und Salah bedeutet nicht "Beten“, sondern "Helfen"/Unterstützen".

Nun, wenn das Wort "Salah" nicht beten bedeuten soll, was passiert dann mit unseren 20%? Dezimieren wir auf 2%, und Tauwhid auf 3%. Somit hätten wir jetzt 3% + 2% (Bekenntnis + Beten) nur klägliche 5% erreicht.

Bedauerlicherweise muss ich mitteilen, dass bei allen Säulen des Islams eine ähnliche Situation herrscht. Ich bin deswegen angehalten zu betonen, dass das Paradies nicht so "billig" ist und keiner von uns Muslimen insgesamt mehr als 10% liefern können wird.

Die Regeln des Glaubens

Kein Gott, nur Allah

Wer ein Muslim werden will, muss sich zuerst an der Existenz eines einzigen Schöpfers bekennen. Das ist gleichzeitig das erste Gebot der Gläubigkeit. Wer “La ilahe ill’Allah” sagt wird zunächst Mumin. Vor ca. Fünfundzwanzig Jahren habe ich die Übersetzung eines Koranverfassers, der sich Ahmed Hulusi nennt, sehr logisch eingestuft und bei jedem lesen des Koran oder bei jeder Koraninterpretation seine Übersetzung mit der, den ich für nicht ausreichend betrachtete, ausgetauscht. Das war immer sehr hilfreich, da der Geist des Korans dadurch besser und treffender verstanden wurde.

„La ilahe, il’Allah“ „Es gibt kein Gott, nur Allah“ ist die richtige Übersetzung. Nicht etwa „Es gibt kein Gott, außer Allah“. Diese Übersetzung, die leider ständig in allen Sprachen der Welt in dieser Formulierung benutzt wird, entspricht nicht dem Geist des Islams und dem Glauben. Der Koran betont an unzähligen Stellen, dass es keinen Gott und keine Götter gibt. Es gibt nur einen einzigen Schöpfer namens „Allah“

Die Rasuls (Gesandter Allahs) versuchten dieses Missverständnis, das seit Jahrtausenden herrscht, immer wieder zu berichtigen. Der Menschheit gelang es nicht diesen Fehler zu korrigieren, so dass immer wieder Rasuls (Propheten) kommen mussten. Sie hatten stets die Aufgabe den Menschen Ihre Abstammung und ihren Schöpfer in Erinnerung zu bringen. Der Mensch ist nämlich sehr vergesslich. Wir vergessen ziemlich viel. Das brauchen wir sicherlich zum Leben. Stell Dir vor, Du würdest gar nichts vergessen und alle negativen Erinnerungen würden Dich dann massiv belasten. Denkst Du eigentlich gerade, während Du diese Zeilen liest, dass Du irgendwann und irgendwo sterben wirst? Sterben ist eine hundertprozentige Wahrheit, alles andere weniger. Obwohl jeder Mensch davon weiß, möchte keiner wahrnehmen, dass man eines Tages den Tod ‚kosten‘ wird, wie es im Koran an einigen Stellen so beachtenswert formuliert wurde.

In den Medien wird Theologie oft behandelt. Mal die Meinung der Theisten, mal die Meinung der Atheisten werden in den Vordergrund gebracht. Wir werden hier nicht darüber diskutieren, wer im Recht ist. Ich möchte eher von einem Programm berichten, das im Fernsehen ausgestrahlt wurde, um die Logik im Alten Testament zu zeigen. Also eine Sendung für die Theologie. Wie die moderne Wissenschaft den Entstehungsprozess der Menschheit schildert und was in der Bibel darüber berichtet wurde. Beides stimmte überein. Gut zu hören. Aber die Animation dazu war miserabel. Jedes Mal, wenn es um Gott ging, wurde ein Zeichenbild von einem alten Mann mit weißem Haar/Bart und ein Stock in der Hand eingeblendet. Die Zuschauer werden jetzt in Ihrem Unterbewusstsein eine falsche Meinung über Gott bilden. Gott ist menschenähnlich! Der Mensch ist zwar ein Ebenbild Gottes, Gott hat aber mit diesem Bild nichts gemeinsam. Laut dem Koran ist Allah uns näher als unsere Halsschlagader. Der Ibn Arabi7 sagt: „Es ist selbstverständlich, dass Allah uns Nahe ist, wichtig ist wie nahe der Mensch an Allah ist.

Der Freund und Gefährte des Mohammads sa und der großzügigste Spender des Islams Abu Bakr8 ra hat einmal gesagt: „Nach allem Wissen zu sagen, dass man über Allahs Wesen nichts zu sagen hat, ist sehr fortgestritten. “

Allah, als ein weißhaariger, reifer Mensch zu sehen, ist kindisch. Wenn Du so denkst, dann würdest Du, wie ich damals bei meiner sehr frühen Unterrichtung, die Frage stellen, wie der Todesengel gleichzeitig überall in der Welt die Seelen sammeln kann. Als Antwort kam eine Gegenfrage: Wie schnell ist Strom? Wenn man in einem Elektrizitätswerk einen Schalter betätigt, gehen alle Lichter der Stadt gleichzeitig an.

Wir müssen umdenken! Wir müssen versuchen zu verstehen, was der Koran, der eine Verlängerung der früheren Bücher ist und sie bestätigt und ergänzt, über Allah berichtet. Wir haben nämlich mit einem Schöpfer, der Milliarden Galaxien mit Milliarden Sonnen, die Millionen Grad Hitze produzieren und Billionen Lichtjahren voneinander entfernt sind, zu tun.

Der Höchste Gott in der Bibel entspricht zwar dem Namen Allah, erklärt aber nicht unbedingt das Wesen Allahs. Bis zur Koranoffenbarung haben alle Völker an einen ‚Höchsten Gott‘, geglaubt. Die Menschen in Mekka haben zwar diesen ‚Höchsten Gott‘ als ‚Allah‘ benannt, haben ihn aber so stark beeinträchtigt, so dass er in der Welt so gut wie nichts zu wirken hatte. Die Reichen Mekkaner waren die Herren der ‚Welt‘ und Allah ‚des Universums‘. Und daran wird sich bis heute nichts geändert haben.

Genesis 14; 18 bis 22

Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes.

Er segnete Abram und sagte:

Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, / dem

Schöpfer des Himmels und der Erde und

gepriesen sei der Höchste Gott, / der

deine Feinde an dich ausgeliefert hat.

Darauf gab ihm Abram den zehnten von allem.

Der König von Sodom sagte zu Abram:

Gib mir die Leute zurück, die Habe behalte!

Abram entgegnete dem König von Sodom:

Ich erhebe meine Hand zum Herrn, dem

Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels

und der Erde.

Der Rasulullah (Allah‘ s Prophet) hat in den ersten Jahren immer betont, dass Allah auch ‚Rabb/Herr‘ der Welt ist und nannte ihn „Rabb-ul Alemiyn“. Er wurde selbstverständlich nach diesem Herrn/ Rabb gefragt und die Antwort kam vom Herrn selbst:

Sag:

"Dieser Herr ist ein Einziger Allah,

Allah ist vollkommen.

Er zeugte nichts und er ist nicht gezeugt worden,

und nichts ist Ihm identisch." [20] (112)/Al-Iḥlāṣ, 1-4

Die Sure ‚ Al-Iḥlāṣ ‘ kommt in der Offenbarungsreihenfolge an der 20. Stelle. In den Suren bis dahin wurde sehr oft vom ‚Rabb/Herrn‘ gesprochen und darauf kam die Frage, wer wohl dieser Rabb sein soll. Die Sure ist eine Antwort und fängt mit ‚Sag-Sprich‘ an.

Sag: „Dieser (Herr) ist ein Einziger Allah“: Das Eigenwort im arabischem heißt Einziger ‚Ehad‘. Ehad ist eine Bezeichnung, die fast nur für Allah benutzt wird. Die Araber sagen, aber wenn es darum geht zahlenmäßig eins zu bezeichnen ‚Vahid‘. Ehad lässt sich nicht teilen. Ehad ist eine absolute Einzig(keit). Allein existiert Allah! Demnach existieren wir nicht. Doch! Wir existieren und wir werden immer existieren, selbst nach dem Tode(schmecken) werden wir existieren. Nur unser Dasein ist nur mit Allahs Existenz möglich. Wir brauchen den Schöpfer, er uns nicht.

„Allah ist absolut vollkommen“: Das Eigenwort im arabischem ist ‚Samad‘ bedeutet ‚zum Existieren braucht er außer sich selbst nichts‘ Er ist unvergänglich, wird immer und ewig existieren, und dafür benötigt er nichts. Er besitzt alles was er zum Dasein braucht.

„Er zeugte nichts und er ist nicht gezeugt worden“: Das bedeutet aus Allah ist kein anderes Wesen hervorgegangen und ein anderes Wesen hat ihn nicht gezeugt. Ein Beispiel: Wenn eine Frau ein Kind bekommt, dann gibt es zwei Wesen. Die Frau und das Kind. Bei Allah ist es nicht so. Aus ihm ist kein zweites Wesen hervorgegangen. Dann er erfasst alles, was wir unter Universum verstehen. Für uns scheint das Universum unendlich zu sein, für Allah eben nicht, da er es ja umfasst. Fazit: Das Universum hat Grenzen und ist endlich. Endlich, weil es auch erschaffen wurde. Es hat einen Anfang und was ein Anfang hat, hat auch ein Ende.

„und Ihm gleichwertig ist nichts“: Ein Vergleich mit dem was wir sehen ist unmöglich. Womit sollten wir auch Allah vergleichen. Wir existieren wahrhaftig nicht! Um Allah als Ganzes zu sehen, müssten wir ihm gegenüberstehen, aus seinen Grenzen hinausgehen und das nötige Wissen haben, um das gesehene zu erklären. Er ist unendlich, grenzenlos, absolut existent, unvergänglich. Die Menschen eben nicht. Ein Vergleich: In unserem Körper haben wir Milliarden

Zellen. Alle Zellen haben eine Funktion und bilden zusammen diverse Organe, die wiederum höhere Aufgaben erfüllen. Kann eine einzige Zelle bei Dir Deine Gesamtheit beurteilen?

Die vielen Erscheinungsformen, die Namen Allahs, sollen uns Anhaltspunkte seines Wesens geben. Der Koran nennt die Eigenschaftswörter wie barmherzig, Allweise mit Recht als Namen. Was für Allah Namen sind, sind für uns Erschaffenen. Eigenschaften, die jedem von uns mehr oder weniger limitiert gegeben wurden. Das macht uns dann zum Ebenbild Gottes.

Glaube nur an Allah

Der erste Grundsatz der Gläubigkeit ist der Glaube an ‚Allah‘.

In allen Religionsausübungen ist der erste Grundsatz: ‚Glaube an einen einzigen Schöpfer‘. Im Islam, im Judentum und im Christentum ist es auch nicht anders. Die Zehn Gebote des Propheten Mose beginnen allerdings mit: ‚Du sollst nicht töten, Du sollst nicht lügen…‘. Das erste Gebot der Thora ist aber:

„Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder oben oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott; Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.“ Exodus 20, 3-7

Allahs Warnung im Koran ist ähnlich:

„Sicherlich wird Allah nie verzeihen, dass ihm etwas gleichgestellt wird. Außer dieses, würde er verzeihen, wem er will. Wer ihn leugnet, begeht eine große Sünde, indem er verleumdete.“ [89](4)/An-Nisā‘-48

Also, es gibt keine Götter, es gibt nur Allah. Wir sollen an Allah glauben. Aber was bedeutet das Wort ‚Glauben‘?

In Wikipedia steht:

„Unter Glauben versteht man zumeist eine Wahrscheinlichkeitsvermutung. Glauben in diesem Sinne bedeutet, dass ein Sachverhalt hypothetisch für wahr gehalten wird. Darin unterscheidet sich „glauben“ einer-seits vom religiösen Glauben, der stets auf dem Willen zum Glauben beruht und die absolute Wahrheit des Glaubensinhalts (z. B. der Existenz Gottes) unterstellt. Andererseits unterscheidet sich Glauben von Wissen, das als wahre und gerechtfertigte Meinung verstanden werden kann. Glauben im alltäglichen Sprachgebrauch ist also eine Vermutung oder Hypothese, welche die Wahrheit des vermuteten Sachverhalts zwar annimmt, aber zugleich die Möglichkeit einer Widerlegung offenlässt, wenn sich die Vermutung durch Tatsachen oder neue Erkenntnisse als ungerechtfertigt herausstellt. Das Wort „glauben“ kann jedoch in unterschiedlichen Zusammenhängen unterschiedlich verwendet werden, etwa (in Bezug auf Personen) in der Bedeutung von „jemandem vertrauen“ oder auch in juristischen Kontexten. “

Im ‚Glaube‘ steckt also ein Hauch von Skepsis drin. Allah sagt:

„Wir haben unsere Propheten mit Beweismitteln gesendet und…“ [90](57)/Al-Hādīd, 25

Diese Beweismittel sind primär die offenbarten Bücher. Wir würden das Buch erkunden, wir würden über die Bedeutungen der Begriffe und über deren sozialethischen Wirkungen diskutieren und erst wenn wir sicher sind, dass so ein Buch von einem Sterblichen nicht verfasst werden konnte, so würden wir den Verkünder ernst nehmen und ihm glauben. Ab diesem Punkt bist Du frei von den Sanktionen, ob Du glauben willst oder nicht.

Nach der Anordnung des Korans ist der Glaube anders.

[84](2)/Al-baqara, 177 gibt uns eine Vorstellung von der gewünschten Art des Glaubens: Dass Gesichter nach Osten oder nach Westen richten, ist nicht Rechtschaffenheit. Die Rechtschaffenheit ist: Der Glaube an Allah, am letzten Tag, an Engel, an das Buch und an den Propheten; und von den geliebten Gütern für die Verwandten, für die Waisen, für die mittellose Reisende, für die Bedürftigen, für die Befreiung der Gefangenen zu spenden; und Sozialsein und Almosen zu geben; Versprechen halten bei der Einigung, Geduld zeigen bei der Bedrücktheit und bei der Krankheit, sie sind die Rechtschaffenheit“.

Hast Du gemerkt, dass es ‚Buch‘ genannt wurde und nicht ‚Bücher‘. Muslime glauben an den Koran und der Koran beinhaltet alle Heiligen Bücher. Übrigens erzählt uns der Koran wie das Universum funktioniert, wie das Leben entstanden ist, welche himmlischen Regeln wir beachten sollen. Das alles heißt „Sunnatullah“ das göttliche System. Mit dem ‚Buch‘ war eben unter anderem Sunnatullah gemeint.

Merken wir uns: zuerst kommt der Glaube:

an einen einzigen Allah,

an das Jüngste Gericht,

an Engel,

an das Buch (gemeint ist der Koran (Sunnatullah), nicht etwa mein Buch,

an den Propheten.

Allgemein wird aber der Glaube (Amentu) folgendermaßen deklariert und steht somit gleichzeitig im Konflikt mit der Ayad 2/177:

„Ich bezeuge die Existenz des Allahs‘ s, ✓

der Engel, ✓

der Bücher, ✓

der Propheten, ✓

des Jüngsten Gerichts, ✓

des Schicksals,

alles Positive und Negative von Allah kommen

und

der Wiederauferstehung nach dem Tode. ✓”

Fangen wir mit dem Glauben: ‚An einen einzigen Gott namens Allahs‘ an.

Allah ist der Eigenname des Schöpfers, der in anderen Religionsausübungen andere Namen wie Gott, Dieu, Jahwe und ähnliche Bezeichnungen hat. Der Name ‚Allah‘ als Eigenname darf nicht übersetzt werden mit ‚Gott‘. Du kannst, wenn es Dir lieber ist, jedes Mal wo ‚Allah‘ steht, den ‚Gott‘ darunter verstehen. Pass aber auf, dass Du ‚Allah im Islam‘ und ‚Gott in den anderen Religionsausübungen‘ nicht verwechselst.

Er hat sehr viele Namen, betont der Koran. Neunundneunzig davon sind allgemein bekannt und unten nenne ich einige Namen davon im Zusammenhang mit den Ayads.

„Er ist der Vorangängigster und der Endgängigster, der Sichtbare und der Unsichtbare, und er ist der Wisser aller Dinge.“[90](57)/ Al-Hādīd,3

Vor dem „Big Bang“ ist er Existent und nachdem alle Universen nicht mehr existieren werden, wird er da sein und alles was wir sehen und nicht sehen dort ist er und sein Wissen, sein Geist umfasst absolut alles.

„Allah tut keinem Menschen, das geringste Unrecht, dennoch tun die Menschen ihrem Ego Unrecht.“ [49](10)/ Yūnus, 44

So jetzt soll jemand diese Aussage mit dem allgemeingültigen ‚Gut und Schlecht von Allah‘ vereinbaren. Wer Amentu geschrieben hat, hat den Geist des Koran anscheinend nicht richtig verstanden.

„Wenn Allah bei dir eine Bedrängnis hervorruft, kann nur er es beheben; wenn er bei dir eine Zuträglichkeit hervorruft, kann keiner seine Huld entfernen. Seine Gnade lässt er von seinem Dienern, wem er will. Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“ [49](10)/ Yūnus, 107

Freue Dich nicht zu früh, von wegen, dass ich Gegensätzliches geschrieben habe. Die Aussage oben ‚eine Bedrängnis hervorruft‘ bedeutet, ‚Erzieltes für das eigenhändig Getane‘. Allah würde von sich aus ohne einen triftigen Grund, weder Dir oder mir nichts Schlechtes oder Gutes wünschen. Der Koran erwähnt an mehreren Stellen, dass wir nur das ernten, was wir säen.

“Allah weiß, dass was Ihr verheimlicht und was ihr kundtut.” [68] (16)/An-Nahl, 19

Wir würden einigermaßen verstehen, dass das Gesagte wegen der Vibration in die Tiefen des Universums gelangt. Nun, dass Allah über das, was wir verheimlichen oder sogar nur denken, auch Bescheid wissen soll, ist nicht so einfach zu glauben. Ist unser Gehirn womöglich mit der Tiefe des Universums verbunden? Ich stelle diese Frage deswegen, weil ich weiß, dass Allah seinen Thron, nach der Erschaffung, an der höchsten Stelle des Universums platziert hat. Für uns würde es bedeuten, dass er am Ende des Universums ist. Wir sind sozusagen sehr weit von ihm entfernt. Einen Schöpfer, der über Zeit und Raum steht, mit unserer vierdimensionalen Existenz erklären zu versuchen, ist absurd. Damit unser Kopf nicht zu heiß wird und nicht anfängt zu kochen, hat er uns in seinem Koran sehr verständlich erklärt, dass er uns näher ist als unsere Halsschlagader. Wenn es so ist, werden wir wohl glauben müssen, dass er imstande ist, auch das Gedachte zu wissen.

„Wahrlich, Allah tut nicht einmal in Form des Gewichts eines Stäubchens Unrecht.

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