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Wie aus dem Monstertiger mein bester Freund wurde

Simone Ulbricht

Wie aus dem
Monstertiger
mein bester
Freund wurde

Endlich erfährt Tessa die Wahrheit

Danksagung

In letzter Sekunde

Neuer Tag, gleicher K(r)ampf

Olle Penne

Ich bin zu nichts zu gebrauchen!

Erst mal Pause

Tessa und Insa – Freunde fürs Leben

Ab nach Hause

Tessa und Leon

Mum Larissa

Unentdecktes Talent

Alle Tage gleich beschissen

Davonlaufen? Keine Chance!

Was war das?

Das Experiment

Bin das wirklich ich?

Tschakka, ich schaff das!

Der erste Schultag

Die Reaktion

Ein Eis mit Leon

Unglaublich aber wahr

Fröhliche Tessa

Die Autorin Simone Ulbricht

Quellen / Empfehlungen

Danksagung:

Von ganzem Herzen möchte ich mich zuallerserst bei der Geduld meiner beiden Kinder bedanken. Ihr habt in den letzten Monaten auf viel Zeit mit mir verzichtet und seid trotzdem positiv auf das Buch gestimmt. Du meine liebe Tochter, hast die ständigen Leseproben und Ideen, welche ich Dir immer wieder unter Deine Nase gehalten habe, altersgerecht bewertet und mir so geholfen, ein leicht verständliches Jugendbuch zu schreiben. Ich liebe euch beide über alles!

Herzlichen Dank an meine Freundinnen, die meinen benötigten Rückzug zum Fertigstellen und wieder und wieder Überarbeiten des Buches toleriert haben. Ihr habt mich sehr in meinem Tun und Handeln untersützt. Ich habe euch lieb!!

Jürgen Schmeisser, ich danke Dir sehr für Deine Zeit, die Du für mich und das Buch aufgebracht hast und Deine kostbaren Anregungen zur Geschichte.

Vielen Dank an Jürgen Schröter, für das Ermutigen, dass ich meine Idee überhaupt umsetze und für sehr wertvolle Tipps und Profihinweise.

 

Hinweis

Liebe Leserin, lieber Leser,

aus juristischen Gründen weise ich darauf hin, dass dieses Buch die Ansichten und Einstellungen und somit das Leben des Lesers verändern kann.

Die Autorin hat die Inhalte gewissenhaft erarbeitet, jedoch haften weder der Verlag noch die Autorin für eventuelle Nachteile, die aus den gemachten Aussagen resultieren.

In letzter Sekunde

„Hilfe!“

„Hiiilfe!“, kreische ich panisch.

Warum ist hier niemand?

Ich renne um mein Leben.

Ich kann kaum noch atmen vor Anstrengung.

Ich bin allein, habe schreckliche Angst.

Es ist dunkel.

Er verfolgt mich.

Er kommt näher.

Er darf mich nicht erwischen, sonst ist das mein Ende.

Was soll ich nur tun? Wer kann mir helfen?

„Hilfe!“

Ich fange an zu weinen.

Warum komme ich kaum von der Stelle?

Ich stolpere, falle sehr hart zu Boden und knalle mit dem Kopf irgendwo gegen. Alles dreht sich.

Ich schaue mich erschrocken um und sehe ihn näher kommen… Ein Monstertiger mit großen Pranken und Krallen, schwarzen Flügeln, schwarzen Hörnern und scharfen Zähnen… jetzt hat er mich, ich kann nichts mehr machen, er reißt das Maul auf und stürzt sich auf mich…

Ich schreie, schrecke hoch und sitze kerzengerade im Bett, mit weit aufgerissenen blauen Augen.

„Aua, verflixt nochmal!“, zische ich.

Mein Kopf tut schrecklich weh und ich fühle die Beule an der Stirn.

Wahrscheinlich habe ich mich an der Wand gestoßen.

„Was soll das nur immer wieder?“, flüstere ich gedankenverloren.

Meine wilden Locken kleben an meiner schweißnassen Stirn.

Der Digitalwecker zeigt zwei Uhr nachts.

„Oh Mann, schon wieder die gleiche Uhrzeit und dieser Traum.“

Ein ebenso zerzauster Lockenkopf schaut in mein Zimmer: „Schatz, was ist los?“

„Nichts, Mum. Hab nur schlecht geträumt. Halb so wild.“, lüge ich.

„Schon wieder? Was beschäftigt dich nur?“, fragt sie.

„Ach nichts, lass mich in Ruhe!“

„Na gut, schlaf schön weiter Süße“, wünscht Mama geknickt.

Ich lege mich wieder hin und kann lange nicht wieder einschlafen.

Mein Kopf tut immer noch weh.

Ich will gar nicht wieder einschlafen, denn was ist, wenn dieses Monster wiederkommt und mich fressen will?

… ich habe Angst, fühle mich allein…

Doch plötzlich stehe ich mitten in einem Wald mit riesigen Bäumen, die große herzförmige Blätter tragen, durch die warme Sonnenstrahlen auf meine Arme und mein Gesicht fallen.

Vögel zwitschern.

In der Ferne rauscht ein Bach.

Der komplette Boden ist übersät mit roten, gelben und blauen Schmetterlingsblumen. Rechts von mir bewegt sich etwas. Es ist eine kleine, alte Frau mit strahlenden, blauen Augen, um die sich viele kleine Lachfältchen gebildet haben und witzigen weißen Locken.

Sie kommt auf mich zu, lächelt und will mir scheinbar…

- Piep - piep – piep… der blöde Wecker reißt mich mal wieder unsanft aus dem Schlaf.

Neuer Tag, gleicher K(r)ampf

Ich bin todmüde und hundsgenervt.

Ich will in die Welt mit der rätselhaften Frau zurück. Irgendwie fühlte ich mich zu ihr hingezogen, als wäre es jemand den ich kenne. Komisch.

„Ich will nicht in die Schule“, murmele ich vor mich hin.

„Jeden Tag der gleiche Mist.“

Meine Mutter kommt ins Zimmer. Sie zieht meine Jalousie hoch und versucht mich wie jeden Morgen lächelnd und gut gelaunt zu motivieren aufzustehen: „Guten Morgen mein müder, wunderschöner Schatz! Ein neuer Tag, die Sonne lacht und heute passieren bestimmt viele tolle Sachen.“

Ich kneife die Augen zusammen: „Mum, hör auf! Ich kann das nicht mehr hören. Ich will nicht aufstehen, bei mir passiert überhaupt nichts Gutes“, gebe ich bockig zurück.

Mum streicht sanft über meinen Kopf und lächelt mich an.

„Ach Schatz, mit 14 war für mich auch alles einfach nur doof. Schule doof, Klamotten doof, Figur doof, Eltern doof, Leben doof.

Leider hatte ich keinen, der mich aufgebaut und motiviert hat, daher habe ich viel zu lange gebraucht, um aus meiner schlechten Laune rauszukommen. Aber ich gebe nicht auf es bei Dir zu versuchen. Du bist so ein tolles Mädchen, mein Engel. Einmalig in deinem Verhalten, Aussehen und auch Denken.

Schau Dir Dein schönes Puppengesicht an, Deine wundervollen Locken, andere hätten die auch gerne. Deine witzige Art zu lachen ist ansteckend, wenn Du denn mal wieder lachst und Du hast so viele Talente. Genieße dein Leben und versuche mal Freude dran zu haben. Ich habe dich so lieb, ich könnte mir keine bessere Tochter vorstellen. Glaub mir mein Spatz. Und jetzt raus aus den Federn!“

Ich verdrehe die Augen.

Immer wieder dieses Gelaber, dass ich so super bin. Wen beschreibt sie da eigentlich? Ich kann es jedenfalls nicht sein.

„Ich will Dich nicht immer drängen und aus dem Bett zerren.

Wenn Du liegen bleibst, kommst Du zu spät, stehst Du auf, kommst Du pünktlich.

Entscheide selbst, aber beschwere Dich hinterher nicht, wenn Du Stress hast und Ärger bekommst.“

Ich schaue sie an und überlege kurz.

Jede unserer Entscheidungen, gestalten unseren Tag und bestimmen ganz genau was wir erleben.

„Das ist mal ein neuer Ansatz. Sie überlässt mir die Wahl? Cool, dann bleib ich halt liegen!“, denke ich überrascht und erleichtert.

Entschieden drehe ich mich um und will weiterschlafen.

Mum bleibt noch einen kurzen Moment stehen und geht dann raus.

Nach ca. 15 Minuten steige ich lustlos aus dem Bett, ich kann einfach nicht mehr schlafen.

Unser „innere Schweinehund“ kämpft ständig mit unserem Bewusstsein: „ich möchte einen angenehmen Tag erleben, ohne Stress und Ärger“ oder „mir ist das egal, ob es negative Konsequenzen hat, Hauptsache ich habe meine Ruhe und kann noch etwas schlafen“.

Jede unserer Entscheidungen nimmt Einfluss auf das was wir künftig erleben.

Also besiegen wir den inneren Schweinehund und entscheiden uns bewusst dafür, was wir erleben wollen. Was uns jedoch dabei im Wege steht, ist die Tatsache, dass wir Menschen – ob groß, ob klein - meistens mehr dafür tun unangenehme Dinge zu vermeiden, als angenehme herbeizuführen.

Beispiel: Aufräumen ist meistens unangenehm, blöd. Ein sauberes Zimmer jedoch, ist etwas Angenehmes. Also räumen wir doch einfach auf, um ein sauberes, aufgeräumtes Zimmer zu haben, in dem wir uns wohl fühlen.

Das kann man auf fast alle Situationen im Leben übertragen.

Schon stehe ich vor meinem nächsten Problem, was ich anziehen soll, als Mum wieder reinkommt.

„Der Schrank gibt aber auch gar nichts her, da ist nur hässliches Zeug drin“, stänkere ich herum.

Jetzt verdreht Mum die Augen. „Oh, Du armes Kind“, ärgert sie mich und straft mich mit einem gespielt mitleidigen Blick.

„Du hast so viele schöne Sachen. Entscheide Dich für etwas.

Wenn nicht, dann suche ich Dir was raus, aber dann meckere nicht, wenn es Dir nicht gefällt!“, zwinkert sie mir zu und verlässt lächelnd das Zimmer und ich verstehe nicht, wie man am frühen Morgen so gut drauf sein kann.

Entscheiden wir möglichst immer selbst, denn jede Entscheidung, die wir selbst treffen ist besser als die, die andere für uns treffen, denn nur wir kennen uns selbst am besten.

Und wenn wir noch nicht selbst entscheiden dürfen, sollten wir trotzdem immer unsere Meinung und Gefühle zu einer Situation mitteilen und darum bitten, dass auch unsere Stimme ernst genommen wird.

Ich krame in meinem Kleiderschrank und greife nach meiner grünen Shorts und einem knallig blauen Oberteil.

„Naja, besser als nichts und bestimmt besser, als wenn Mum was für mich rausgesucht hätte.“

Widerwillig ziehe ich mich an, wasche mich und versuche meine Lockenmähne zu zähmen, in dem ich sie mit nassen Fingern durchkämme, damit es wenigstens ein bisschen nach frisiert aussieht. Dann schaue ich in den Spiegel: zerzauste Haare, ein Mensch der fett, hässlich und einfach nur abstoßend aussieht. Angewidert von mir selbst, drehe ich mich schnell um und versuche den Anblick zu verdrängen. Ich bin frustriert und würde am liebsten wieder ins Bett unter die Decke springen.

Ist unser Spiegelbild nur unser Selbstbild oder sehen andere uns auch so? Tessas Mutter und auch andere, finden sie total hübsch und meinen sie ist ein tolles Mädchen.

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Viel Spaß!



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