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Wenn ein Gangster nicht verzeiht (FBI Special Agent)

Pete Hackett

Wenn ein Gangster nicht verzeiht (FBI Special Agent)

Cassiopeiapress Krimi





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Wenn ein Gangster nicht verzeiht

FBI Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

 

Robin Spencer war in ein abbruchreifes Haus in der Montgomery Street geflüchtet. Es war ein regnerischer Abend im Oktober. Der Wind pfiff kalt durch die Straßen Manhattans und peitschte das Wasser des East River auf. Die Meteorologen hatten verheerende Unwetter vorausgesagt.

Ron Harris sicherte den Hinterausgang der Ruine, deren Fenster von jugendlichen Randalierern eingeworfen worden waren und an deren Wänden sich selbsternannte Graffiti-Künstler ausgetobt hatten. Von sexistischen Sprüchen bis zu rechtsradikalen Parolen war hier alles zu lesen. Und so manches Bild hätte jedem Porno-Comic zur Ehre gereicht.

Spencer war der Chef einer Bande, die in der Lower East Side von den Barbesitzern und Kneipenwirten Schutzgelder erpresste und die nicht gerade zimperlich mit jenen Leuten umging, die nicht bezahlen wollten. Die Palette der Mittel, die die Gang anwandte, um die Erpressten kirre zu machen, reichte von einfacher Sachbeschädigung bis hin zur schweren Körperverletzung.

Jetzt hatte Spencer seine Finger ins Rauschgiftgeschäft gestreckt - und das hieß, dass das FBI auf den Plan gerufen wurde. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz sind Angelegenheit der Bundespolizei - und der Direktor des FBI New York hatte die Special Agents Owen Burke und Ron Harris mit der Angelegenheit betraut.

Die Agents hatten Spencer sozusagen in Flagranti ertappt, als er in einer düsteren Kneipe einem Dealer ein Paket mit abgewogenen Heroinmengen für den Straßenverkauf aushändigte. Eine Rauschgiftmenge, die ausgereicht hätte, um sämtliche Bewohner einer Kleinstadt süchtig zu machen.

Als die Agents Robin Spencer festnehmen wollten, griff er nach der Waffe und feuerte zweimal. Er zwang sie mit seinen Schüssen, in Deckung zu gehen und es gelang dem Gangster, ihnen durch den Hinterausgang des zwielichtigen Etablissements zu entwischen.

Jetzt lauerte er in dem abbruchreifen Gebäude und wartete darauf, dass die G-men eindrangen, damit er ihnen ‚heißes Blei’ servieren konnte. Sie erwiesen ihm jedoch nicht den Gefallen, vor die Mündung seiner Pistole zu spazieren. Burke und Harris warteten auf die Verstärkung, die sie angefordert hatten. Die Kollegen kamen schließlich mit drei Dienstfahrzeugen, deren Sirenen heulten und auf deren Dächern die Lichter rotierten. Geisterhafte Lichtreflexe zuckten über den nassen Asphalt und die Fassaden der Häuser.

Das Heulen verstummte. Aus den Fahrzeugen sprangen fast ein Dutzend FBI-Agents. Sie waren mit Helmen, Headsets und Kevlar-Westen ausgerüstet. Einige von ihnen trugen Maschinenpistolen. Ein unübersehbarer Strom von Entschlossenheit ging von der Polizeitruppe aus.

Owen Burke gab einen knappen Lagebericht ab, dann umstellten die Beamten das Haus, so dass wahrscheinlich nicht mal mehr eine Kellerratte eine Chance gehabt hätte, ungeschoren zu entkommen.

Owen Burke nahm das Megaphon zur Hand und ließ seine lautsprecherverstärkte Stimme erklingen: „Robin Spencer, das Haus ist umstellt. Geben Sie auf, kommen Sie waffenlos und mit erhobenen Händen auf die Straße. Ich gebe Ihnen drei Minuten Zeit. Dann stürmen wir.“

In dem Gebäude blieb es still.

„Noch zwei Minuten!“, rief Owen Burke.

Spencer gab kein Lebenszeichen von sich. Und Burke begann sich schon zu fragen, ob er überhaupt noch in dem Gebäude steckte. Eine andere Annahme jedoch war nicht gerechtfertigt. Er hatte ihn mit eigenen Augen hineinflüchten gesehen, und herausgekommen war der Gangster nicht mehr.

„Noch eine Minute, Spencer!“, hallte Burkes Organ durch die Dunkelheit und den feinen Nieselregen.

Die Sekunden verrannen in zäher Langsamkeit.

„Die Zeit ist um!“

Mit dem letzten Wort legte Owen Burke das Megaphon weg und zog die SIG. Er ordnete den Zugriff an. Drei Beamte, die sich auf der anderen Seite des Gebäudes postiert hatten, drangen durch den Hintereingang in das Haus ein. Diese Gruppe führte Ron Harris. Owen Burke und drei Kollegen nahmen den Vordereingang.

Einige Agents blieben auf der Straße und ihm Hof, um zu sichern und gegebenenfalls die Flucht des Gangsters zu verhindern.

Im Erdgeschoss gab es drei Türen. Eine davon führte in den Keller. Eine Holztreppe schwang sich rechter Hand nach oben. In den unteren Räumen befand sich Spencer nicht. Ron Harris und die Kollegen verschwanden im Keller. Der Schein Stablampe, die Owen Burke in der Linken hielt, huschte die Stiege empor. Oben war ein Absatz, von dem aus die Treppe in die obere Etage führte.

Burke und seine Begleiter stiegen hinauf. Der Taschenlampenschein glitt vor ihnen her. Die Stufen knarrten unter ihrem Gewicht. Stufe um Stufe nahmen sie, bereit, blitzschnell zu reagieren, sollte Spencer auch nur seine Nasenspitze sehen lassen.

Die Treppe endete auf einem Flur. Von dort aus führte sie weiter in die nächste Etage. Zunächst aber wollten sich die Beamten die Räume vornehmen, die von dem Korridor aus zu erreichen waren.

Owen Burke lugte um die Ecke, und als die Luft rein schien, knipste er die Lampe aus, wirbelte in den Gang, kniete rechts ab und bestrich mit der Pistolenmündung die Türen, von denen die meisten geöffnet waren und schief in den Angeln hingen.

Und aus der hintersten Tür sah er Spencers schemenhafte Gestalt auftauchen. Eine Fußbodendiele ächzte durchdringend. Burke schaltete die Stablampe ein. Der Lichtstrahl prallte regelrecht in das Gesicht des Gangsters. Geblendet schloss er die Augen, gleichzeitig drückte er ab.

Burke aber reagierte geistesgegenwärtig und warf sich flach auf den schmutzigen Boden. Die Kugel sengte über ihn hinweg. Die SIG bäumte sich auf in seiner Faust, eine Feuerlohe stieß aus dem Lauf, der Knall vermischte sich mit der Detonation von Spencers Schuss, und wahrscheinlich hatte das Haus nach dem explosionsartigen Donnerknall noch ein paar Risse mehr in den Wänden.

Spencers Bein wurde vom Boden weggerissen. Mit einem gellenden Aufschrei stürzte er zu Boden. Der Strahl der Lampe in Burkes Hand folgte ihm nach unten und traf wieder sein Gesicht. Der G-man sah, dass es vor Schmerz und Schreck verzerrt war. Spencer riss die linke Hand hoch, um seine Augen vor dem blendenden Strahl zu schützen. Die beiden Agents, die Burke begleiteten, drängten an diesem vorbei.

„Waffe weg!“, brüllte einer der G-men und jagte einen Warnschuss in die Decke. Kalkbrocken regneten auf den Flur. Staub senkte sich nach unten und saugte den Lichtstrahl der Taschenlampe auf wie Nebel.

Aber Spencer hatte genug. Burkes Geschoss hatte seinen Oberschenkel durchschlagen. Seine Hand öffnete sich, die Automatik polterte auf den Fußboden, er hob die zitternden Hände.

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