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Wenn Olli zaubert: Puh – ein Stinktier in der Stadt

Vorwort

Auf den ersten Blick sieht Olli aus wie ein normaler Junge. In Wirklichkeit ist er ein Kobold. Sein Gesicht ziert eine riesige Knubbelnase. Die feuerroten Haare lugen wie vertrocknete Strohhalme unter einem giftgrünen Käppi hervor. Olli ist noch sehr jung und besucht die Schule für angehende Zauberer. Längst hat er nicht die magischen Kräfte erfahrener Hexenmeister und manchmal kommt es vor, dass nicht immer alles so läuft, wie er es gerne hätte.

In dieser Folge ist ein Stinktier die Hauptfigur. Zwischen Puppen, Teddybären und bunten Spielsachen versteckt, sitzt das Plüschtier traurig in der Schaufensterecke einer Spielwarenhandlung. Kaum beachtet fristet der kleine Kerl ein trauriges Dasein. Sein größter Wunsch wäre, einmal die Welt draußen vor dem Fenster kennenzulernen. Ganz klar, ein Fall für Olli. Mit seinen magischen Kräften verwandelt er Puh in ein lebendes Stinktier und öffnet das Fenster. Der nächtliche Streifzug wird zum Abenteuer, bei dem sich der kleine Stinker selbst in eine lebensgefährliche und schier ausweglose Situation bringt.

Kaum hatte Olli die fantastische Reise mit Ferdinand an den Nordseestrand hinter sich, wartet schon das nächste Abenteuer auf ihn. Im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht, trieb es ihn wie schon so oft an den Bodensee. Ob das ein Zufall war? Seinen heiß geliebten Fesselballon hatte er dieses Mal zu Hause gelassen, ziellos steuerte er mit einem Trike Flieger durch die Luft. Das war vielleicht ein komisches Ding. Es sah aus wie ein überdachtes Dreirad für Erwachsene. Man musste direkt zwei Mal hinschauen, auf dieses dreieckig geformte Segel, welches einfach über ein Gestänge gespannt war.

Gemütlich sah es aus, wie Olli in seinem Sitz an diesem Monster-Drachen hing. Über ihm leuchtete der wolkenlose Himmel und unter ihm lag der tiefblaue See. Schon öfters hatte er ihn überflogen, trotzdem konnte er sich nicht sattsehen. Am Horizont die Alpen mit imposanten Bergen, kleinen Bächen, die den See speisten und ausgedehnte Schilfgebiete, die sich an sein Ufer schmiegten. Viele Arten von Vögeln fanden dort in der wunderschönen Natur ihr zu Hause.

Über einem mächtigen Wasserfall zog der rothaarige Kobold mit seinem Fluggerät eine ausladende Runde. Entlang des Rheins, so wie dieser breite Fluss hieß, segelte er jetzt zurück in Richtung Bodensee. Zu seiner Rechten lag das Schweizer Ufer und links sah er einen Höhenzug, der in Form einer Halbinsel den Fluss vom Untersee trennte. Wie eine Eisenbahnschiene erstreckte sich dieser in den tiefblauen See. Ob man ihn deshalb den „Schiener Berg“ nannte?

Ollie zog seinen motorisierten Drachen nach oben, um nicht mit den Rädern in den hohen Bäumen hängenzubleiben. Geschafft. Gemächlich ging er wieder in einen sanften Gleitflug über. Tief unter ihm schlängelte sich eine schmale Straße in unzähligen Kurven durch den bewaldeten Bergrücken. Zickzack fliegend versuchte er ihrem Verlauf zu folgen.

Das seltsame Fluggerät fest im Griff überquerte Olli erst ein kleines Dorf, dann endlos grüne Wiesen, die durch Feldwege getrennt wurden. Vor ihm tauchte ein besonders hoher Kirchturm auf. Neugierig steuerte er schnurstracks darauf zu. Nachdem er ihn dreimal bewundernd umrundet hatte, machte sich Olli auf die Suche nach einem geeigneten Landeplatz. Am Stadtrand wurde er schließlich fündig. Auf einer grünen Wiese vor dem Industriegebiet landete er seinen Flieger im hohen Gras.

Ha, beinahe wäre die ganze Fuhre vorne übergekippt. Die Wiese entpuppte sich nämlich als Sumpf. Verschreckt machte ein Storch den Abflug, ihm kam dieser Riesenvogel nicht geheuer vor, der mit seinem vorderen Bein bis über die Knie im Morast versank. Olli musste lachen über sein Missgeschick, jedoch mit seinen magischen Kräften wird er sicherlich wieder freikommen.

Gemächlich schlenderte er am Seeufer entlang in Richtung Radolfzell. So hieß nämlich dieser schöne Ort mit dem prächtigen Münsterturm, zu dessen Fuß sich ein riesengroßer freier Platz befand.

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