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Weniger Druck – mehr Lebenserfolg – mehr Gelassenheit

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INHALTSVERZEICHNIS

Der Autor

Wie alles begann

Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung

Berufsrealität – ein Beispiel

„Mein Buch“

Das Ziel

Das Leben, – was ist das?

Erfolg im Beruf, aber die persönliche Lage spitzt sich zu

Wenn der Beruf fast alles ist

Achtung! Workaholics!

Meine Unabhängigkeitserklärung – die Richtung stimmt

Lebe ich, oder werde ich gelebt?

Die erste Seite „meines Buches“

Schwierigkeiten in der Umsetzung

Eigentlich würde ich gern etwas an meinem Leben ändern

So beginnt deine Erfolgsstory

Dein Glück fällt nicht vom Himmel

Voller Einsatz für deine Lebensziele

Lebensführung ist Unternehmensführung

So bin ich, so will ich sein

Spielt Gott eine Rolle?

Gott ist kein Lückenbüßer

Ein Gebet – wie ein Sonnenaufgang!

Schwierige Suche nach dem Lebensglück

Akzeptiere deinen Scherbenhaufen

Lebenskunst – ein Statement

Denkmodus neu einstellen! – Wo finde ich statt?

Du bestimmst dein Denken

Selektive Wahrnehmung

Probleme lösen!

Quälerische Denkschleifen wegschalten

Vorsorge und Realismus

Vorsorge und Sorge sind ungleich wie Tag und Nacht

Zwischen Pessimismus und Optimismus ist viel Platz

Jetzt steige ich aus!

„Wer bin ich?“ – Beginne dein Management in eigener Sache

„ . . . und vor allen Dingen Gesundheit!“

Überforderung – was nun?

Mit Stress richtig umgehen

Dem Diktat der Hektik ausweichen

Entspannung braucht Training

Lächle deinen Tag an

Partnerschaft

Gute Partnerschaft – ein Glücksfall?

Soziale Verantwortlichkeit ist nicht delegierbar

Die Identitätskrise unserer Gesellschaft

Zu viele Aussitzer und Abbrecher

Desiderata

Desiderata – Segenswünsche für deinen Lebensweg

Selbst errichtete Blockaden überwinden

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„Glück entsteht nicht durch
die Erfüllung von Ansprüchen,
sondern durch erfüllte Pflichten
gegenüber uns selbst.“

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Sorge für dein Lebensglück

Einige Naturwissenschaftler behaupten, dass glückliche Menschen über ein besonderes Gen verfügen.

„Das mag so sein“, habe ich mir gesagt, „aber ich weiß, dass mir und den meisten anderen Menschen dieses Gen nicht mitgegeben wurde. Und es wäre tragisch, wenn alle diese Menschen unglücklich bleiben müssten!“

Heute weiß ich: Die zahlenmäßig seltenen Glückskinder haben den Vorteil, für ihr Glück weniger tun zu müssen als wir Durchschnittsbegabten.

Wir aber können uns an die segensreiche Arbeit begeben, unser Lebensglück zu ganz großen Anteilen selbst zu entwickeln und es auch zu behalten:

Glücksempfinden, innere Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit.

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Der Autor

Wer schreibt dieses Buch? Was ist neu?

Wolf Bühlmann war als Ressortleiter in namhaften Unternehmen der freien Wirtschaft tätig. Seine Tätigkeitsschwerpunkte: Menschenführung, Förderung von Führungskräften, Unternehmensmarketing.

Sein Credo: „Ganzheitliche Lebensführung macht Menschen erfolgreicher und gelassener!“ Der ganzheitliche Lebensaspekt ist auch die tragende Idee seines Buches. Er fordert: „Begegne respektvoll und achtsam den Bedürfnissen von Körper, Seele und Geist.“

Es gibt ungezählte Literatur zum großen Thema der Lebensfragen. Immer wieder geraten Fragen nach sinngebender und vor allem glückbringender Lebensgestaltung in den Mittelpunkt manch kritischer persönlicher Betrachtung. Das ist oft dann der Fall, wenn in privaten Lebensbereichen etwas zu Bruch geht oder aus den Fugen gerät.

Aber genau in solchen Zeiten empfinden wir eine so große innere Anspannung, dass wir uns nicht die Mühe und den Zeitaufwand gestatten, tiefer in die vorhandenen Probleme einzusteigen und sie wirklich zu lösen.

Vielfach werden Probleme gar nicht konkret angeschaut. Sie geraten, so hoffen viele Menschen, mit der Zeit oder für eine Zeit aus dem Blickfeld oder sie spielen sie in ihrer Bedeutung herunter. Dabei betrügen sie sich selbst. Denn wir alle wissen natürlich, dass uns die ungelösten Probleme hinter der nächsten Ecke wieder entgegenkommen.

Wer seine Probleme nicht löst, kann weder im Beruf noch im Privatleben wirklich Erfolg haben. Herz und Kopf müssen frei und bereit sein den persönlichen Lebenserfolg zu gestalten.

Es gibt wissenschaftlich betriebene Glücksforschung. Mediziner, Psychologen, Pädagogen, Schriftsteller und Journalisten haben sich dem Themenkreis gestellt.

Warum sind die Aussagen dieses Buches ebenfalls wichtig?

Die kurz gehaltenen Kapitel sind authentisch, gut verständlich und gebrauchsfertig.

Wolf Bühlmann geht in vielen Lebensfragen analytisch und mit klarem Blick auf die Zielsetzungen seines persönlichen Lebenserfolges vor. Er kommt schnell auf den Punkt. Was er als Resultat oder Empfehlung liefert, ist problemlos nachvollziehbar.

Er bezieht seine „Extrakte“ und „Klarheiten“ aus der langen Zeit seiner persönlichen Suche nach glücklichen Lebensmomenten.

Seine Suche nach den Türen zu Glück, Zufriedenheit und Lebenserfolg und seine dauerhafte Orientierung auf die gefundenen Lösungen bezeichnet er als Erfolgsgeschichte.

Er hat sie nie als abgeschlossen betrachtet, er lebt sie weiter als Lebensaufgabe und Lebensinhalt.

Den Leser lässt er in diesem Buch an seinem Weg teilhaben. Er hält keine Vorträge, er setzt seine Erkenntnisse mit Achtsamkeit und Konsequenz um.

Der Autor erklärt, wie diese Texte entstanden. Er wollte nie ein Buch veröffentlichen. Er wollte „sein Buch“ schreiben und es sollte seinen persönlichen Zielsetzungen dienen. Er wollte seinen Lebensweg erfolgreicher und glücklicher gestalten, nachdem er eine für sein Leben entscheidende Entdeckung gemacht hatte:

„An meinem Glück kann ich konkret arbeiten.“

Aus ungezählten Notizen, geschrieben über den Zeitraum vieler Jahre und in den unterschiedlichsten Momenten des Alltags, filtert er aus Vorträgen, Konferenzen, Seminaren, Diskussionen, Medienberichten oder aus seinen Anmerkungen „auf dem Zettel neben der Kaffeetasse“ seinen roten Faden für ein zufriedenes und erfülltes Leben. Und er macht ihn für den Leser im Detail nachvollziehbar.

Wolf Bühlmann: Zunächst aber musste ich meinem „Tunnel“ entkommen! Das war harte Arbeit über einen verdammt langen Zeitraum. Und er fügt hinzu: „Keinen Moment würde ich zögern, alles wieder neu zu beginnen, das Durcheinander in meinem Leben aufzuräumen und mit klarer Zielrichtung dauerhafte Lebenserfolge zu schaffen. Durch meine Arbeit für mein Lebensglück und meinen Lebenserfolg machte ich mir das wertvollste Geschenk meines Lebens, meinen „Lebenskompass“, der mir stets die für mich richtige Richtung anzeigt.

Ein Leben in einer Vielzahl von Abhängigkeiten würde ich nie mehr ertragen wollen.

Seit vielen Jahren darf ich ein zufriedenes und entspanntes Leben genießen. Das ist ein unbezahlbarer Lebenserfolg und entschädigt vielfach für einen langen, nicht immer leichten Weg der Suche.

Ich habe mein Leben umgekrempelt, weil es für mich überlebenswichtig war. Ich war dabei, mich aufzureiben. Mein mich selbst schädigendes Verhalten hatte mich ausgelaugt. Das teilte sich nach außen nicht jedem mit. Denn mein Leben funktionierte ja, oberflächlich betrachtet, einigermaßen.

Jahr für Jahr verbuchte ich Erfolge im Berufsleben.

Auf die Frage „Wie geht‘s dir?“ mochte ich nicht ehrlich antworten. „Es ist, wie es ist“, sagte ich häufig und suchte schnell ein anderes Thema. Ich hatte keine Erfahrung darin, über mich selbst, mein Leben, meine Probleme zu berichten oder mich mitzuteilen. Wahrscheinlich wollte ich meine Schwächen, Enttäuschungen, Nöte und Verbitterungen aus Stolz nicht offenbaren.

Und eines wurde mir erst viel später klar: Ich hatte auch keinerlei Übung darin, mich mit mir selbst und meinen persönlichen Belastungen zu befassen. Gleichzeitig fiel es mir zunehmend schwerer, mit neuen Belastungen und neuen Problemen angemessen umzugehen. Ich war bereits hoch explosiv und insgesamt in einem hohen Maße gefährdet.

Was mir half, nicht umzufallen, war dem Kadettendrill in meiner elterlichen Erziehung zu danken. Ich gab nicht auf. Ich war daran gewöhnt, die Dinge durchzustehen.

Viel zu lange folgte ich einem falsch erlernten Lebensansatz: Anstatt mich selbst zu ändern, arbeitete ich mich erfolglos daran ab, andere Menschen ändern zu wollen.

Das musste letztlich scheitern.

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Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung des Bootes.

(chinesisches Sprichwort)

„. . . wenn man segeln kann“, sollte man der Überschrift hinzufügen.

Wenn es um die menschliche Fähigkeit geht, mit den Realitäten des Lebens umzugehen, erkenne ich viel Unsicherheit, Fehlentscheidungen, Zweifel oder gar Verzweiflung.

Um den Unterschied zwischen amateurhafter und gekonnter Lebensführung klarzumachen, greife ich gern zu dem Bild des erfahrenen Seglers. Er hat gelernt, wechselnde Gegebenheiten und Gefahrenstufen zu erkennen und in schwierigen Gewässern zu navigieren, um anzukommen.

Segeln zu lernen bringt erkennbare Vorteile.

Wer segeln kann, erreicht schneller seine Ziele als jemand, der es mit Rudern oder Schwimmen versucht. Die Strecke, die ich hier vor mir sehe, ist die Langstrecke eines menschlichen Lebens. Sie kann äußerst beschwerlich werden und sie steckt voller Gefahren.

Das ist keine Schwarzmalerei, sondern Realität. Machen wir uns doch einmal klar, welchen „Wetterwechseln“ wir Menschen auf der Langstrecke unseres Lebens ausgesetzt sind. Wir bewegen uns ununterbrochen zwischen unterschiedlichsten Wetterlagen und Strömungen.

Der Umgang mit den wechselhaften Geschicken eines menschlichen Lebens braucht Zuversicht, Erfahrung und Standfestigkeit. Wer sich die erforderlichen Fertigkeiten und Erfahrungen nicht aneignet, sie nicht sucht, entscheidet sich im schlimmsten Fall für das Schwimmen im offenen Meer.

Mache also deinen „Segelkurs“, erlerne die erforderlichen Techniken und übe sie ein. Es ist klar, dass du als Segler schneller und weniger erschöpft deine Ziele erreichst als Mitmenschen, die schwimmen oder rudern müssen.

Ob wir Segler werden oder Schwimmer bleiben, hängt davon ab, wie intensiv wir uns mit den wichtigen Lebensfragen beschäftigen wollen.

Und auch erfolgreiches Segeln verlangt neben der Beherrschung der Technik weitere Fähigkeiten und Eignungen wie Geduld, Augenmaß, Ausdauer, Willensstärke und Selbstvertrauen.

Wir sollten gut gerüstet sein, sobald wir den sicheren Hafen verlassen, wenn wir uns auf die Langstrecke unseres Lebens begeben, denn wir müssen mit einer Reihe von unbekannten Aufgaben, Ereignissen und reichlich Gegenwind rechnen. Wer dann auf ein Grundwissen oder gar einen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, findet schneller Lösungen, wenn er sie braucht.

Nur wenigen Menschen mag es erspart bleiben, sich das Augenmaß für eine glückliche und erfolgreiche Lebensführung anzueignen. Es sind wenige, über die man sagt, das Glück sei ihnen scheinbar mit in die Wiege gelegt worden. Persönlich kenne ich vier Paare, auf die diese Einschätzung zutreffen mag. Sie sind so unbeschwert und authentisch glücklich, dass es auffällt; und sie tragen ihr persönliches Glück in ihr gesamtes menschliches Umfeld. Es tut unendlich gut, mit ihnen zusammen zu sein.

Allen anderen kann ich nur empfehlen, sich entschlossen darum zu bemühen, Glück und Zufriedenheit durch richtige Einsichten und Zielsetzungen zu gewinnen. Dazu möchte ich mit diesem Buch einen praktischen Beitrag leisten. Dabei konzentriere ich mich darauf, Hilfen zu innerem Wachstum und innerer Sicherheit anzubieten.

Damit verstärken wir unsere Empfindungen von Ruhe und Ausgeglichenheit.

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Jeder hat sein eigenes Glück unter den Händen,
wie der Künstler die rohe Materie,
die er zu einer Gestalt umbilden will.

Aber es ist mit dieser Kunst wie mit allen;

Nur die Fähigkeit dazu wird uns angeboren,
sie will gelernt und sorgfältig ausgeübt sein.

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Berufsrealität – ein Beispiel

Von meiner Berufswahl war ich damals begeistert. Alles schien mir spannend und abwechslungsreich; ich sah ein Feld voller Verheißungen vor mir, erreichbar für leistungsstarke und leistungswillige Mitarbeiter in einem marktstarken Unternehmen mit vielen Aufstiegschancen.

„Sie alle haben den Marschallstab im Tornister“, hatte ein Vorstandsmitglied am ersten Tag bei der Begrüßung in die 30-köpfige Runde gerufen. „Jeder ist seines Glückes Schmied“, folgte dann. Und nach einer beeindruckenden Darstellung des Unternehmens hörten wir noch den Zuruf: „Viel Erfolg!“

Dann folgte ein Mittagessen an weiß eingedeckten Tischen. Das Essen wurde serviert. Am nächsten Tag begann mein Berufsleben.

In der zehnjährigen Qualifikationsphase zum leitenden Angestellten vollzog sich eine rasante berufliche Entwicklung mit zunächst zahlreichen Versetzungen im 6-Monats-Rhythmus. Es war eine Zeit voller Unruhe, Ehrgeiz und auch Misstrauen gegenüber Berufskollegen. Schließlich suchte jeder seinen Vorteil. Die Startblöcke hatten wir verlassen. Jetzt kam es darauf an, um die besten Plätze zu rennen. Daher war ich immer und überall bereit, persönliche Wünsche zurückzustellen und Firmenbelange und Karrierestreben als absolut vorrangig anzusehen.

Ich begriff schnell, dass ein hohes Maß an Mobilität für alle Führungskräfte eine nicht verhandelbare Bedingung darstellte und eine Familie in jungen Jahren eher hinderlich sein würde.

Es folgten Versetzungen und Beförderungen. In einzelnen Fällen hatte ich meinen neuen Job 24 Stunden später ein paar hundert Kilometer entfernt anzutreten.

Zwischenzeitlich hatten sich mir weitere Kernsätze des zuvor erwähnten Vorstandsmitgliedes eingeprägt. Ich lernte, dass Karriere im Unternehmen nichts für Weicheier sei und dass auch keine schönen Augen prämiiert würden. Nur wer durch den „Scheuersack“ gegangen sei, bekomme neue Chancen, hörte ich.

Der gekonnte Einsatz der Ellenbogen war in gleichem Maße gewünscht wie stromlinienförmiges Verhalten. Die „Jobrotation“ lief auf Hochtouren, damit an keiner Stelle des Unternehmens zu enge Bindungen entstünden und damit im permanenten Wettbewerb Maximalleistungen erzielt würden.

In diesem Umfeld war es kein Wunder, dass ich Karriereerfolg als vordringlichste Lebensaufgabe einstufte.

Trennungen, Neubeginn, fehlendes soziales Umfeld, menschliche Kälte, ununterbrochene Hektik, Leistungsbereitschaft und die nervige Motorik mancher Großstädte und Metropolen machten mir zu schaffen.

Als verlässlich hingegen erschien mir die Regelmäßigkeit der Versetzungen, meine permanent zu hohen monatlichen Geldausgaben, Gefühle von Unsicherheit und die Trauer, keine Vertrautheit mehr zu empfinden.

Die Unterkünfte wurden nach rein praktischen Überlegungen gewählt und hatten zumeist weder Atmosphäre noch Komfort.

„Lebe ich oder werde ich gelebt?“

Niemand hatte mich auf solche Belastungen durch mein Berufsleben hingewiesen. Mein Denken kreiste um meinen Erfolg. Mein Handeln war strategisch geprägt. Meine Empfindungen liefen ins Leere. Alles zusammen ergab das Gefühl einer trostlosen Zerrissenheit.

Überlastung, Reizbarkeit und Frustempfinden durften nicht nach außen dringen. Alles zusammen erzeugte in mir ein schreckliches Chaos. Was mich dennoch einstweilen vor meinem persönlichen Untergang rettete, war die Bereitschaft zu kämpfen, Grundsätze zu wahren, Verhaltensregeln einzuhalten und Disziplin.

Mir missfiel der nassforsche, herabsetzende Jargon im Unternehmen. Der produzierte eine konsequente Unverbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern und verletzte mich. Ich fühlte mich benutzt. Hier herrschte das Recht des Stärkeren.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich dieses Unternehmen mit seiner rüden Firmenkultur trotz bester Aufstiegschancen verließ.

Das Prinzip einer partnerschaftlichen Mitarbeiterführung hatte hier keinerlei Bedeutung. Mitarbeiter sah man als willfährige, käufliche Verfügungsmasse.

Ich blickte ein paar Jahre zurück und stellte fest:

Zuviel war in zu kurzer Zeit auf mich eingestürmt.

Vieles konnte ich noch nicht überschauen oder einorden. Bilder von unserer Abiturfeier erschienen mir. Sie waren geprägt von großer Freude über den Abschluss der Schulzeit und die vermeintlich gewonnene neue Freiheit des Lebens. Alles würde bunter und schöner werden, hatte ich gedacht. Endlich konnten wir unseren Mathe-Pauker vergessen! Der hatte die üble Gewohnheit, während der Rückgabe der Klassenarbeiten etwa die Hälfte der Klassengemeinschaft mit dem gleichen Kommentar zu bedenken. Er nannte den Hausnamen, dann den Vornamen des Schülers, danach folgte das nachstehende Zitat:

„Wenn es einen Weg gibt,

etwas besser zu machen,

so finde ihn!“

(Thomas Alva Edinson, amerikanischer Erfinder und Entdecker, 1847-1931)

Viele meiner Mitschüler waren ebenso glücklich wie ich, diesen Kommentar nicht mehr hören zu müssen. Doch er blieb natürlich in meinem Kopf.

Mein Leben hatte neue Inhalte erhalten. Problemvolle Situationen traten auf, und ich hatte die Antworten häufig nicht zur Hand. Die Realitäten, Risiken und Anforderungen meines neuen Lebens wie auch ganz generelle und unausweichliche Lebensfragen beschäftigten mich. Zweifel und immer mehr ungelöste Fragen häuften sich an. Ich spürte es immer deutlicher: Mein Leben geriet in eine Schieflage. Meinen persönlichen Erwartungen an mein Leben konnte ich nicht gerecht werden, wenn ich so weitermachen würde wie bisher. Doch wo sollte ich anfangen? Was genau war zu tun? Das habe ich eines Tages auf einen Zettel geschrieben, den ich dann auf dem Spiegel im Bad befestigte:

Wenn es einen Weg gibt,

mein Leben glücklicher zu machen,

so werde ich ihn finden und ihn gehen!

Täglich mehrfach erhielt ich so den Aufruf, der fortan mein Denken und Handeln begleitete.

Ich durfte den Weg finden!

Ich gehe ihn und teile ihn gerne mit dir!

Finde du den Weg zu deinen Zielen!

Jahre später erschien in meinen ständigen Notizen der Leitsatz:

„Akzeptiere keine herabwürdigende Behandlung. Vertragspartner sollten sich gegenseitig wertschätzen und auf Augenhöhe miteinander umgehen.“

Dieser Leitsatz erhielt bei mir für alle Lebensbereiche uneingeschränkte Gültigkeit.

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Dein Handeln bestimmt dein Leben,
deine Ziele setzen es in Bewegung.
Behalte deine Ziele im Auge,
dann wirst du handeln
und deinen Erfolg beflügeln.

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Mein Buch

„Mein Buch“ nannte ich, was ich über etwa zehn Jahre lang niederschrieb. Ich machte mir täglich mehrfach Notizen zu einem einzigen Zweck: Meine Lebenssituation zu verbessern.

Unaufhörlich hielt ich Aussagen zu Lebenserfolg und Lebensglück fest. Überall, wo sich verwendbare Hinweise finden ließen, notierte ich mit. Ganz gleich. ob es eigene Erfahrungen waren, Extrakte aus Veröffentlichungen, Diskussionen, Vorträgen, Seminaren, Abhandlungen, Stichworte aus Fachberichten.

Abends ordnete ich sie in meine lose Themensammlung ein und fasste das Wichtigste möglichst zeitnah zusammen. Warum lud ich mir bei einer 60- bis 70-stündigen Arbeitswoche eine solche Aufgabe freiwillig auf mein ohnehin kaum noch beherrschbares Zeitkonto? Die ehrliche Antwort war: Innerer Notstand!

Ich empfand meine Lebensführung als Lebenserleidung und in wesentlichen Bereichen als dramatisch unbefriedigend. Ich fühlte mich elend und ausgepowert, litt unter Magen- und Darmbeschwerden, häufigen Kopfscherzen, Nervosität und innerer Unruhe. Ich konstatierte zudem eine latente Aggressivität und Reizbarkeit bei mir, fand häufig keinen erholsamen Schlaf und empfand meine nachlassende körperliche Kondition als besorgniserregend. Jedem angeratenen Arztbesuch wich ich aus. Meine Selbstdarstellung im Beruf durfte das alles natürlich nicht widerspiegeln.

Irgendwie schaffte ich es, auf der gefahrvollen Aktionsebene erfolgsabhängig tätiger Ressortmanager eine ansehnliche Erfolgslinie vorzuweisen.

Doch ich wusste sehr genau: „So konnte das nicht lange weitergehen.“ Dem Tunnel, in dem ich mich befand, wollte und musste ich entkommen.

Mein Leben passte nicht mehr zu mir und ich nicht zu dem Leben, das ich führte.

Noch war mir die Richtung zum Tunnelausgang unklar, denn das Licht am Ende meines Tunnels hatte ich nicht mehr ausmachen können. Ich wusste buchstäblich nicht mehr ein noch aus. Es war also eine Reihe von Gründen, die mich in dieser Lage zu Befreiungsmaßnahmen aufriefen.

In erster Linie machte mir das Bewusstsein zu schaffen, mich in einer existenziellen Gefährdungslage zu befinden und damit nicht folgerichtig umgehen zu können.

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Viel Spaß!



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