Logo weiterlesen.de
Weibersachen

KATHRIN SPOERR

WEIBER
SACHEN

EIN TROSTBUCH FÜR ALLE, DIE ZU
SCHWACH SIND UM STARK ZU SEIN

INHALT


  1. DIE FETT-TRILOGIE
    Drei Kapitel für Menschen, die sich zu dick finden
    1. ZEHN JAHRE, ZEHN KILO Wie ich eines Tages in den Spiegel sah und feststellte, dass ich zu dick geworden war und mir vornahm, wieder dünn zu werden

    2. OBST, IMMERZU OBST Wie ich versuchte, mit Weight Watchers abzunehmen, bis ich merkte, dass Weight Watchers wirklich so blöd ist, wie ich gedacht hatte

    3. DICK UND DOOF Wie ich erkannte, dass ich trotzdem nicht aufgeben darf im Kampf gegen das Fettwerden und zu philosophischen Einsichten kam


  2. WASSER! WASSER! WASSER! Wie ich versuchte, weniger Cola und Kaffee und mehr Wasser zu trinken, um schön alt zu werden und immer gesund zu bleiben – und schließlich einsah, dass mir Wasser nicht schmeckt


  3. WAS QUALMT DENN DA? Wie ich mit dem Rauchen anfing und wieder aufhörte und wieder anfing und wieder aufhörte und wieder anfing und schließlich beschloss, wieder aufzuhören


  4. SCHLECHTE TAGE Wie ich lernte, mit den beschissenen Tagen im Monat umzugehen, und wie doch eines Tages wieder alle drei Rettungsnetze rissen


  5. GANZ SCHÖN UNFIT
    Drei Kapitel für Menschen, die mehr Sport treiben wollen
    1. MIT DEM FAHRRAD INS BÜRO Wie ich einen Tag lang gesund, schlank, sportlich und ökologisch zugleich sein wollte und am Ende an den Umständen scheiterte

    2. KARTEILEICHE Wie ich einem Fitnessstudio beitrat, schließlich aber zu der Einsicht gelangte, dass ich dort meine Zeit verschwende

    3. DIE JOGGINGSCHUHE Wie ich nach jahrelanger Kinderpause wieder mit dem Joggen beginnen wollte, aber irgendwann merkte, dass ich nicht mehr die Jüngste war

      1. 1. Vom Dauerlauf zum Jogging

      2. 2. Joggen, bis der Arzt kommt

      3. 3. Laufen gegen Zeit und Raum

      4. 4. Der letzte Versuch


  6. EIN LEBEN OHNE BRILLE Wie ich verzweifelt versuchte, gegen meine Altersweitsichtigkeit anzukämpfen – und scheiterte


  7. ACH, DU LIEBE ZEIT Wie ich beschloss, künftig nicht mehr zu spät zu kommen, dann aber merkte, wie viel Zeit man verschwendet, wenn man nie zu spät kommt


  8. FUSS VOM GAS Wie die beste Autofahrerin der Welt genug hatte von Punkten und Strafzetteln, die Punkte und Strafzettel aber nicht genug von der besten Autofahrerin der Welt


  9. DAS PINKELVERBOT Wie ich mir eine schlechte Angewohnheit abgewöhnte und wieder angewöhnte


  10. ICH WOHNE SO GERN Warum ich aufgeräumte Wohnungen wie das Paradies empfinde und dennoch nie eine aufgeräumte Wohnung hatte

    1. 1. Meine unordentliche Gegenwart

    2. 2. Meine unordentliche Vergangenheit

    3. 3. Die Quelle des Übels

    4. 4. Meine ordentliche Zukunft

    5. 5. Gegendarstellung meines Freundes

    6. 6. Gegendarstellung der Putzfrau

    7. 7. Gegendarstellung der Katze

    8. 8. Gegendarstellung der Kinder


DIE FETT-TRILOGIE

Drei Kapitel für Menschen,
die sich zu dick finden

Für Andrea, Anne, Julia, Karina und Susi

Und für Tante Karin

ZEHN JAHRE, ZEHN KILO

Wie ich eines Tages in den Spiegel sah und feststellte, dass ich zu dick geworden war und mir vornahm, wieder dünn zu werden

Als ich neulich vor dem Spiegel stand, gefiel mir gar nicht, was ich sah. Ich stehe natürlich jeden Tag immerzu vor irgendwelchen Spiegeln. In jedem ordentlichen Haushalt gibt es ja mehr davon, als einer Notwendigkeitsprüfung standhalten würde: Über dem Waschbecken, in der Garderobe, aber auch an Wänden, wo sie weniger offensichtlichen Nutzen haben, hängen heutzutage Spiegel herum. So ist es auch bei mir. Ich kann gar nicht anders, als mich beim Zähneputzen, beim Mützeaufsetzen und beim Vorbeigehen an den anderen, den überflüssigen Spiegeln anzuschauen.

Doch neulich war es anders. Ich sah mich nicht nur, sondern ich betrachtete mich. Es handelte sich um den großen Badezimmerspiegel. Ich betrachtete mich also und es war so, dass ich fand, dass es reichte. Dass es nun endgültig reichte. Also: Ich fand, dass es so nicht weitergehen konnte. Kurz: Ich fand mich zu fett.

Was war geschehen? Das letzte Mal, dass ich mich so im Spiegel betrachtet hatte, lag schon einige Zeit zurück. Ich muss zugeben, dass ich mich schon immer zu dick fand, auch als ich nur 53 Kilo wog, also vor ungefähr zehn Jahren. Und in diesen zehn Jahren hatte ich weiß Gott nicht alle Spiegel von den Wänden entfernt, um unbeobachtet fett zu werden. Tatsächlich ist es so, dass ich heute mindestens doppelt so viele Spiegel habe wie vor zehn Jahren. Ich habe sie gekauft, weil sie mir gefielen, weil sie hier oder da dekorative oder nützliche Zwecke erfüllten. Aber nicht, um mich, so wie neulich, darin zu betrachten.

Nun, da ich der Realität ins Antlitz gesehen hatte, wollte ich die ganze Wahrheit wissen. Dazu musste zunächst das Faktische geklärt werden. Ich wollte Wahrheit in Form von Zahlen. Um mich gegen das Unvermeidliche zu wappnen, schätzte ich erst einmal. Ich schätzte großzügig, damit ich später, wenn Beweise vorliegen würden, vielleicht ein bisschen erleichtert sein könnte. Aber irgendwann war der lange hinausgezögerte Schritt, der Schritt auf die Personenwaage, nicht länger aufzuschieben.

Leider bestätigte meine Waage meine pessimistischsten Erwartungen, und es gab keinen, gar keinen Grund, irgendetwas zurechtzuinterpretieren. Es gab erst recht keinen Grund, heimlich erleichtert zu sein: In den letzten zehn Jahren waren ziemlich genau zehn Kilo dazugekommen. Zehn Kilo! Pro Jahr ungefähr ein Kilo. Ich versuchte, mir ein Kilo vorzustellen. Ein Kilo Fett dürfte wohl so viel sein wie ein Liter Milch. Zehn Kilo waren zehn Liter Milch, also praktisch ein ganzer Eimer voll. Zehn Kilo Fett waren nun gleichmäßig an meinem Körper verteilt. Nicht einmal bei meinen Schwangerschaften, als ich also jeweils ein ganzes Kind und dazu noch einen Haufen Wasser in Bauch und Beinen mit mir herumschleppte, hatte ich so viel Lebendgewicht auf die Waage gebracht.

Hätte mein Körper die Gnade gehabt, problemzonenweise Fett anzulagern, wäre das hier bestimmt nicht passiert. Hätten die Massen sich nur am Bauch, nur am Hintern oder nur an den Oberschenkeln angelagert, so wäre ich bestimmt schon nach zwei Kilo erwacht aus diesem Dämmerzustand des langsamen Fettwerdens. Das hatte er aber nicht getan. Beim Betrachten sah ich es. Ich sah es überall, wo es sich festgesetzt hatte: Natürlich dort, wo es den klassischen weiblichen Körper üppig macht, in jenen Zonen, auf die sich die Fitnessstudios der Welt spezialisiert haben – an Bauch, Beinen, Po. Aber nicht nur dort. Sondern auch an den Armen! Am Hals! Im Gesicht! An den Hüften! Und – am schlimmsten – am Busen!

Ich muss zugeben, dass ich mit all diesen Fürchterlichkeiten noch gerade so hätte leben können. Sogar mit der Hüfte, die, wie ich in aller Deutlichkeit sah, irgendwie in die Höhe gewachsen war. Ja, auch diese Hüfte, die dabei war, sich in den Bereich der Taille hochzuarbeiten, hätte ich ertragen können. Aber den Blick auf diesen Busen, den ertrug ich nicht. Mein Busen war regelrecht explodiert. Ein großer Busen, das war immer so ziemlich das Hässlichste, was ich mir vorstellen konnte, allen (ich möchte fast sagen: perversen) Wünschen meiner männlichen Artgenossen zum Trotz. Ich hätte lieber einen Hintern gehabt wie ein Brauereipferd, Beine wie Elli Pyrelli und einen Bauch wie Berlins Sechslingsmutter, aber nicht einen Busen wie Dolly Buster.

Woher diese ländliche Üppigkeit kam, hatte ich mir schnell klargemacht: Stoffwechseltechnisch ist es bekanntlich so, dass man, wenn man zehn Jahre älter geworden ist, schneller fett wird, auch wenn man das Gleiche isst wie zehn Jahre zuvor. Wahr ist wohl auch, dass das Kinderkriegen und das Cocooning mit dem eigenen Fleisch und Blut nicht dazu taugen, den Body-Mass-Index nach unten zu treiben. Schließlich kommt bei mir noch hinzu, dass ich irgendwann aufgehört habe, auf Dauerdiät zu sein. Ich habe einfach damit aufgehört, täglich zwei, drei, vier, fünf oder auch 20 Mal auf die Waage zu steigen und innerlich grammweise Buch zu führen über meinen Abstand zum Traumgewicht von deutlich unter 50 Kilo und dabei genau zu differenzieren in Morgengewicht, Abendgewicht, Angezogengewicht, Nacktgewicht, Vorklo- und Nachklogewicht. Ich habe ganz und gar damit aufgehört, mich zu wiegen.

Dabei war ich früher im Wiegen eine Spezialistin. Natürlich berücksichtigte ich beim Wiegen die Tageszeit, die Jahreszeit, meinen Zyklus und die Zahl der absolvierten »Fatburner«-Stunden im Fitnessstudio. Große Bedeutung maß ich damals aber auch der Art bei, wie ich auf der Waage stand: Beugte ich mich vor, wog ich sofort 800 Gramm mehr. Je weiter ich mich zurückbeugte, desto leichter wurde ich. Wollte ich mein unmanipuliertes Gewicht erfahren, musste ich also immer in der gleichen Weise auf der Waage stehen. Damit keine ungewollten Ungenauigkeiten entstanden, hatte ich mit einem roten Edding zwei Kreuzchen auf die Waage gezeichnet. Auf diesen Kreuzen hatten meine beiden großen Zehen zu stehen. Dieses − und nur dieses − Messergebnis zählte.

Zu meinem 32. Geburtstag schenkte mir meine beste Freundin Imke dann eine Hightech-Waage. Die konnte auf irgendeine geheimnisvolle Weise den Fettgehalt meines Körpers ausrechnen. Eigentlich eine feine Sache, fand ich. Aber beim ersten Benutzen stellte sich heraus, dass diese Waage nicht ganz richtig im Kopf war. Sie wog mich um mehr als ein Kilo schwerer. Sie war noch nicht mal in der Lage, zu unterscheiden, ob ich vorn, hinten, links oder rechts stand. Ein Kilo mehr? Einfach so? In einer Zeit, in der ich um jedes Gramm rang, war so eine Waage natürlich nicht akzeptabel. Sie hat sehr schnell über eBay einen neuen Besitzer gefunden.

Mit meiner alten Soehnle und ihren herrlich altmodischen roten Digitalzahlen hatte ich solche Probleme nicht. Mit dieser treuen Seele erlebte ich vor Jahren viele beschwingte Morgenstunden. Diese verliefen so: aufstehen – wiegen, aufs Klo gehen – wiegen, Pyjama ausziehen – wiegen. Noch einmal auf die Waage steigen und erst weit, dann weiter und beim letzten Mal ganz weit nach hinten beugen. Auf diese Weise hatte ich innerhalb von drei Minuten anderthalb Kilo abgenommen und sofort gute Laune.

Aber irgendwann, nach vielen, vielen Jahren, erklärte ich diese Art von Beschäftigung für Zeitverschwendung und zudem für eigentlich dauerfrustrierend. Die Themen Abnehmen, Hungern, Fasten sollten der Vergangenheit angehören! Dieser Entschluss fiel ungefähr in die Zeit der Familiengründung. Eine Mutter sollte über Teenager-Benehmen erhaben sein, fand ich damals. Und das finde ich eigentlich heute noch. Bis zu jenem Tag vor dem großen Badezimmerspiegel.

Ich fasste nun einen Entschluss, der mir so fest vorkam wie Granit. Die zehn Kilo sollten wieder weg. Und weil diese Granithärte mich stark und froh machte, verzichtete ich sofort auf das Frühstück. Die Kinder aßen ihr warmes Nutellabrötchen wie immer. Sie ließen wie immer die Hälfte liegen. Und ich nahm die verlockenden Frühstücksreste, nahm sie wie jeden Morgen. Doch ich aß sie nicht auf wie sonst, sondern ich schmiss sie froh und standhaft in die Mülltonne. Das, fand ich, war ein guter Anfang meines neuen Lebens.

Doch schon gegen Mittag wurde ich unsicher. Der Hunger hatte inzwischen mehrfach an die Magenwand geklopft. Das konnte ich in meiner Prä-, Post- und Spät-Teenagerzeit sehr gut aushalten. Damals hungerte ich ohne Mühe wochenlang. Jeder Apfel machte mir damals schon ein schlechtes Gewissen. Und weil Sport den Weg zum Untergewicht beschleunigt, tobte ich täglich ins Fitnessstudio und gab mir physisch den Rest. Es war eine schreckliche Zeit. So sollte es nie wieder werden. Ich musste es also anders angehen. Aber wie? Ich tat das, was alle Frauen in dieser Situation tun: Ich rief meine Freundinnen an.

Es stellte sich schnell heraus, dass alle, wirklich alle meine Freundinnen Expertinnen auf dem Gebiet waren. Jede von ihnen hatte nicht nur Erfahrungen mit dem Thema postfamiliärer Gewichtszunahme, sondern jede war akut damit beschäftigt, ihr derzeitiges Gewicht zu reduzieren. Einige schon seit Jahren.

Andrea versuchte es mit Trennkost. Sie ernährte sich einfach einseitig. Mit nur Eiweiß, nur Fett oder nur Kohlehydraten. Ihr Körper war also immerzu geflutet und unterversorgt zugleich. Als ich sie anrief, war sie gerade in der Eiweißphase. Fünfmal am Tag aß sie zwei gekochte Eier mit Salz. Hatte ihr Körper Appetit auf Süßes, fütterte sie ihn mit Eiern. Hatte er Lust auf Nudeln, gab sie ihm Eier. Wollte er Obst, bekam er Eier. Andrea war dabei nicht sehr glücklich. Und ihr war immerzu schlecht.

Anne versuchte es mit »Schlank im Schlaf«. Sie erzählte mir eine halbe Stunde lang, was dabei zu tun ist. Es klang irgendwie wissenschaftlich, und ich verstand nicht recht, wie es wirkte, was unter anderem daran gelegen haben mag, dass Anne es auch nicht richtig verstand. Jedenfalls, das habe ich zweifelsfrei verstanden, ist es bei »Schlank im Schlaf« mitnichten so, dass man nur zu schlafen braucht, um schlank zu werden.

Susi versuchte es mit FDH. Sie war also eine von denen geworden, die einen vollen Teller nur halb leer essen, eine von denen, die »Nein danke« sagen, wenn die Tüte Gummibärchen rumgeht, eine von denen, die sich Margarine statt Butter aufs Brot schmieren.

Julia hatte gerade wieder eine »Brigitte«-Diät hinter sich. Frühling für Frühling versucht sie es damit und nimmt ab. Und spätestens im Sommer hat sie wieder zugenommen. Julia hatte es satt. Darum hat sie sich in diesem Herbst für einen neuen Weg entschieden, einen Weg, der mich, wie ich zugeben muss, mit Respekt, Neid und Ekel zugleich erfüllte: Sie plant einen Besuch bei Professor Mang in der Bodenseeklinik. Er soll ihren Wohlstandspfunden mit der Methode der Absaugung ein für alle Mal beikommen.

Zum Schluss sprach ich mit Karina. Karina versuchte es mit professioneller Hilfe. Dabei, sagte sie, gehe es nicht um quälende Diät, um Entzug, um Hungern und Widerstehen. Es gehe nicht um Schmerzen. Es gehe um »Ernährungsumstellung«. Ein sympathisches Wort, fand ich. Es klingt irgendwie robust, gesund und nachhaltig. Ein Coach half ihr beim Abnehmen. Und eine Gruppe. Soziale Kontrolle, Gruppendynamik, multiple Motivation. Ich war begeistert. Ich war überzeugt.

Als sie mir dann sagte, die gruppendynamische Motivationsveranstaltung heiße Weight Watchers, musste ich schlucken. Natürlich kannte ich Weight Watchers schon vor dem Gespräch mit Karina. Man kann Weight Watchers ja auch eigentlich gar nicht nicht kennen. Was ich bisher über Weight Watchers wusste, war, dass Weight Watchers so etwas Ähnliches sind wie die anonymen Alkoholiker – Entzug für Superfette. Weight Watchers ist uncool, asozial und peinlich. Selbstverständlich hatte ich in meinem bisherigen Leben nicht einmal ansatzweise in Betracht gezogen, auch nur darüber nachzudenken, zu einem solchen Lower-Class-Treffen zu gehen.

Ich sah mir Karina an. Sie hatte zwar immer noch zu viele Liter Fett an sich, sympathischerweise sogar deutlich mehr als ich. Aber: Vor dreizehn Monaten, als ihr drittes Kind auf die Welt kam, war sie noch deutlich üppiger gewesen, da hatte sie mindestens einen Eimer mehr Fett auf ihrer Körperoberfläche mit sich herumgeschleppt. Sie war den Eimer wieder losgeworden – und zwar mit Weight Watchers. Und von Lower Class ist Karina mehrere soziale Schichten weit entfernt.

Mir schwante, dass meine frühere Einstellung zu den Weight Watchers möglicherweise deshalb eine andere war, weil ich dieses Schlüsselerlebnis vor dem großen Badezimmerspiegel noch nicht hinter mir hatte. Und dann erzählte mir Karina Folgendes, dass sie nämlich gerade eine Hose, die sie vor Jahren aufgegeben, als für immer unerreichbar erklärt und in den Keller gebracht hatte, dass sie diese Hose heute Morgen aus dem Keller geholt und einfach angezogen hat. Sie passte ihr wieder! Obwohl sie, wie sie beteuerte, mit Weight Watchers nicht ein einziges Mal Hunger hatte. Hunger nicht, nur Heißhunger. Und den hat sie niedergerungen! Mit der Kraft der Gruppendynamik.

Ich erinnerte mich an meine helle Lieblingsjeans, die ich vor zehn Jahren das letzte Mal angezogen habe, die ich aber trotz all der Liter Fett, die sich auf meinem Körper niedergelassen haben, niemals weggeworfen hätte, weil die Erinnerung daran, wie gut ich darin aussah, mir schmeichelte und weil ich immer der Meinung war, diese Hose werde ich eines Tages wieder tragen können. Dieser Tag, das Comeback meiner hellen Levi’s, schien mir in diesem Moment zum Greifen nahe.

Und ich erinnerte mich an meinen eigenen Heißhunger. Ich hatte niemanden, der mir half, ihn niederzuringen. Ich hatte mich in den letzten zehn Jahren an ihn gewöhnt. An jedem Abend, den der liebe Herrgott werden ließ, kam er zu Besuch und wollte, dass ich Dinge in mich hineinstopfe: Schokoladentafeln, Schokoladenpralinen, Schokoladenkekse, Schokoladenriegel, Schokoladenpudding, Schokoladentorte, Schokoladenweihnachtsmänner, Schokoladenosterhasen, Schokoladenmilch, Schokoladenknuspermüsli, Schokoladencornflakes, Schokoladentoffees, Schokoladengeleebananen, Schokoladeneiscreme, kurz: alles, was die Schokoladenindustrie so herstellt, um den Heißhunger zu stillen, der Frauen über 30 allabendlich heimsucht. Damit, das wusste ich seit dem Gespräch mit Karina, sollte, musste und würde es nun ein Ende haben.

Ich fasste einen Entschluss. Ich wollte von heute an spielerisch und berufsbegleitend die Waage zurückdrehen auf die Zeit vor zehn Jahren, auf die Zeit meiner hellen Jeans, die im Schrank ganz zuunterst auf ihre Rückkehr wartete. Ich wollte zu den Weight Watchers.

OBST, IMMERZU OBST

Wie ich versuchte, mit Weight Watchers abzunehmen, bis ich merkte, dass Weight Watchers wirklich so blöd ist, wie ich gedacht hatte

Weihnachten war es dann so weit. Anfang Dezember wurde bei uns wieder die Weihnachtsbäckerei eröffnet, und ich verfluchte wie jedes Jahr Rolf Zuckowski, der mit seinem Gesinge weihnachtliches Backen mit Kindern in den Alltag der Durchschnittsdeutschen zurückgeholt hat, kurz bevor es in der kulturellen Versenkung verschwunden wäre. Wochenlang lag schweres Aroma von Butter und Zucker, von Schokolade und anderen nahrhaften Lebensmitteln im Haus. Verschärfend kamen Kälte und Schnee hinzu. Was sollte man da anderes tun, als zu backen und zu braten und am Ende all das Zeug vor dem Kamin aufzufressen?

Natürlich essen die Kinder nicht mit. Ihnen genügt die Kleckerei in der Küche. Aufessen muss ich, die Mutter. Ich freue mich dann immer auf meinen Freund. Der hilft mir gern beim Verzehr der Plätzchenmassen, was allerdings seinem Waschbrettbauch nicht wirklich guttut.

So war es gekommen, dass ich kurz nach Weihnachten und kurz vor dem Jahreswechsel merkte, dass meine bequeme Lieblingshose plötzlich im Bauchbereich unbequem geworden war. Dann folgte jener lange, sehr lange Blick in den großen Badezimmerspiegel und die Erkenntnis: Ich war fett geworden – und das war nicht gut so. Wäre Karina nicht gewesen, ich hätte wohl gemacht, was ich in ähnlichen Situationen zuvor getan hatte: wegsehen, verdrängen, Kinder anmeckern.

Doch das Gespräch mit Karina über ihre Erfahrung mit Weight Watchers hatte mich nachdenklich gemacht: Acht Kilo in zwölf Wochen. Für kleines Geld. 11 Euro pro Sitzung – der Preis für ein Dessert im »Borchardt«. Das ist eigentlich fast zu billig dafür, das teuer angefressene Wohlstandsfett ohne Schmerzen wieder loszuwerden.

Es ist lange her, dass ich mir für irgendein neues Jahr etwas vorgenommen habe. Mit ungefähr neun Jahren hatte ich mal versprochen, mit dem Popeln aufzuhören. Es war mir aber nicht gelungen. Solange ich erwachsen bin, war ich immer erhaben über silvesterliche Vorsätze, unter anderem deswegen, weil ich, seit ich neun war, wusste, dass es schwer ist, das ganze Jahr über so stark zu sein wie an diesem Abend.

Nun aber gelobte ich: »Die zehn Kilo kommen weg!« Genau diese Worte sprach ich. Und ich sprach sie vor strengen Zeugen: vor meiner Mutter und meiner Schwägerin. Mein Freund war auch dabei. Er ist aber als Zeuge komplett unbrauchbar. Denn er ist freundlich und sieht immer alles positiv, selbst meine steigende Hüfte, meinen schwellenden Busen und meine stattlichen Oberschenkel. Er ist einer von den Männern, die einem Worte ins Ohr flüstern wie: »Je mehr von dir da ist, desto besser!« Er meint es noch nicht einmal ironisch, sondern so, wie er alles meint: freundlich und positiv.

Nachsicht war aber das Letzte, was ich von jetzt an brauchen konnte. Wer abnehmen will, muss stark sein. Wenn nach Tagen und Wochen die Momente kommen würden, in denen ich schwach und wütend und schrecklich hungrig sein würde, wenn der Heißhunger mir seinen Abendbesuch machen würde, dann wäre ein freundlicher Mensch, der mir die Schokolade bringt, nach der ich verlange, das Schlimmste, was mir zustoßen könnte.

Dass ich mit Weight Watchers versuchen wollte, meine Üppigkeit zu reduzieren, verschwieg ich am Silvesterabend. Es war mir irgendwie unangenehm, vor allem vor meiner Schwägerin. Ich wollte vor ihr nicht wie ein sozialer Absteiger dastehen.

Am Neujahrsmorgen schaltete ich meinen Computer ein und fand mithilfe einer Suchmaschine sogleich die zeitlich und wohnortmäßig passende Gruppe. Immer mittwochs um 18 Uhr traf sie sich ganz bei mir in der Nähe im Berliner Südwesten. Am ersten Mittwoch im neuen Jahr hatte diese Gruppe ein neues, besonders hoch motiviertes Mitglied.

Ich war so motiviert, das ich mich in die erste Reihe setzte. Der Raum war sehr klein und sehr gut gefüllt, überwiegend mit Geschlechtsgenossinnen. Der weibliche Coach hieß, sagen wir mal, Beate. Beate sah sich fröhlich in ihrer im Januar traditionell sehr groß gewordenen Schar um und nickte mir und den anderen Erstlingen aufmunternd zu. Es waren einige da, die, wie ich, Weihnachtsmast und Silvestervorsatz hinter sich hatten.

In der ersten Reihe saß ich so dicht vor Coach Beate, dass sich unsere Knie fast berührten. Ich schlug, weil ich eine Berührung unbedingt verhindern wollte, die Beine übereinander, obwohl ich weiß, dass Übergewicht nicht ansteckend ist. Bevor es losging, hatte ich noch etwas Zeit, um mich unter meinen neuen Mittwochsgefährtinnen umzusehen. Es waren einige unter ihnen, die wirklich, wirklich überreif waren für eine Diät. Es gab aber auch solche Frauen, die noch nicht fett, sondern lediglich zu fett waren. Bei den Stattlichsten unter ihnen reichte das Hüftfett allerdings schon bis an die Schultern – mit dem Effekt, dass die Oberkörper total deformiert wirkten. Sie sahen von hinten aus wie Kästen mit runden Ecken, wie weiche, atmende Schränke, taillenfrei und eingeschnürt. Kurven gab es nur noch dort, wo die BHs und ihre überaus stabilen Träger die Fettschichten einkerbten.

Von vorn sahen die dicksten dieser Frauen auch nicht viel besser aus. Sie kamen mir vor wie Geiseln ihrer Brüste. Von Brüsten, die so groß waren, dass auch der stabilste BH sie nicht halten konnte, und die darum auf ausladendem Bauchspeck Halt suchen mussten. Das sah nicht schön aus, und die Frauen taten recht daran, hier zu sein.

Ich will die Männer nicht unterschlagen. Vier Stück hatten sich unter die 20 Frauen gemischt. Sie trugen ihre Probleme an der Vorderseite mit sich herum. Ich fand ihre dicken Bäuche, vor allem aber ihre bloße Anwesenheit ziemlich störend. Es gibt Zonen, da stören Männer, und in der genuin weiblichen Problemzone Weight Watchers störten sie allemal.

Es kann aber sein, dass das nur mir so geht. Mich stört es auch, wenn Männer und Frauen, wie im Intercity-Express der Deutschen Bahn, das gleiche Klo benutzen müssen und wenn Männer und Frauen, wie heute üblich geworden, im gleichen Friseursalon sitzen. Ich sehne mich dann immer in die Zeiten zurück, in denen die Friseursalons entweder »Brigitte« oder »Peter« hießen und geschlechtermäßig klar getrennt waren.

Dass ich mit meinem Gefühl irgendwie richtigliege, merkte ich vor etwa einem Jahr, als ich beim Friseur einen Kollegen traf. Besser gesagt, ich traf ihn nicht, ich sah ihn. Er hatte die eine Kopfhälfte schon geschnitten, und zwar peinlicherweise ohne vorher waschen zu lassen. Ich hatte eine Packung Farbe auf dem Kopf und erkannte mich so selbst kaum. Die Situation war nicht nur mir unangenehm, sondern auch ihm, der im normalen Leben ein höflicher Mensch ist, der nie vergisst, »Guten Tag« zu wünschen. Hier aber bemühten wir uns beide darum, aneinander vorbeizusehen, was schwer ist, wenn überall Spiegel hängen und man nicht so leicht den Platz wechseln kann.

Da ich aber heute in der ersten Reihe saß, musste ich mich nur umdrehen, um die Männer aus meinem Gesichtskreis zu entfernen. Die Frauen waren auch viel interessanter. Denn es gab nicht nur die Superdicken. Ziemlich viele waren von Adipositas sogar überraschend weit entfernt. Sie sahen mehr oder weniger so aus wie ich. Leider machte mir ein kurzer, aber präziser Check schnell klar, dass ich nicht mal in dieser Gruppe die Schlankste war.

Der Raum war voller Motivation. Wohl auch darum war es hier so heiß. Beate, welche die Mitglieder zunächst gewogen, dann 11 Euro Gebühr kassiert hatte, begann zu reden. Das Thema lautete: »Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund? Sinn und Zweck der ProPoints«, oder so ähnlich.

Beate hatte Schautafeln dabei, die sie von der Weight-Watchers-Zentrale bekommen hat. Sie hatte schnell dargelegt, warum ProPoints viel besser geeignet sind, Ernährung zu valorieren, als beispielsweise die altmodischen und von amerikanischen Wissenschaftlern längst in Misskredit gebrachten Kilokalorien.

Beate hatte auch ihre alte Hose dabei, die sie gern zeigte und die sie auch bei den kommenden Treffen immer wieder präsentieren würde. Es handelte sich um ein zeltartiges Gebilde, das alle handelsüblichen Konfektionsgrößen bis rauf zur 48 niedlich aussehen ließ. Zur Wanddekoration der Weight-Watchers-Treffen gehörte auch ein nicht sehr schmeichelhaftes Foto, das Beate in einer Leibesfülle zeigte, an die sie sich, wie sie selbst bekannte, nicht so gern erinnerte.

Beate lacht auf dem Foto. Sie lachte auch jetzt viel und gern. Auch wenn es nichts zu lachen gab. Gute Laune, schoss es mir durch den Kopf, muss etwas Angeborenes sein. Ich an ihrer Stelle wäre eher in der Nähe einer stärkeren Depression.

Das Foto und die Hose waren Beates Trophäen. Sie war stolz darauf, denn, das würde sie bei jeder Sitzung wiederholen, sie hatte selbst mit Weight Watchers abgenommen. Sie hatte vermutlich so viel abgenommen, wie ich noch nie gewogen habe. Und trotzdem – schlank war sie nicht.

Bevor ich das erste Mal die heilige Weight-Watchers-Waage betreten durfte, bevor ich ein Tagebuch, eine Mitgliedsnummer und das Privileg bekam, hier mit Namen angesprochen zu werden, begann ich mich zu fragen, ob dies hier die Art Motivation war, nach der ich gesucht hatte. Ich schob meine Zweifel beiseite, denn ich weiß, wie gut ich darin bin, mit Selbstzweifeln dies oder jenes kaputt zu machen. »Meine Selbstzweifel haben hier nichts zu suchen«, dachte ich mir und sah auf das Foto von Beate, die lachte, obwohl sie so dick war, dass es nichts zu lachen gab.

Ich hörte Beate zu und merkte schnell, dass sie sich mit dem inneren Schweinehund gut auskannte, bestimmt so gut wie ich. Sie wusste, dass er morgens klein und schwächlich ist, gegen Mittag das erste Mal aufwacht, aber mit ein paar Tricks bezwungen werden kann, dann aber am Abend zur Hochform aufläuft. Der Abend-Schweinehund ist auch deswegen so schwer zu bekämpfen, weil er zwei fiese Mitstreiter hat: den Fernseher und den Kühlschrank. Das alles wusste die lachende Beate. Ich fühlte mich verstanden.

Die anderen Frauen auch. Es begann so etwas wie eine kollektive Beichte. Die Frauen beichteten sich ihre Sünden von der Seele. Sie beichteten die zwei Tafeln Schokolade, die innerhalb von fünf Minuten verschlungen worden waren, sie beichteten Chips- und Studentenfutterorgien, Sahnetortenexzesse und heimliche Besuche bei McDonald’s.

Eine Dame, schon in den Sechzigern, brauchte nur drei Worte, um die Gründe für ihre mangelhafte Disziplin zu beschreiben: »Hunger tut weh«, sagte sie und schaute Beate flehend an, denn bei ihr »bewegt sich seit Monaten nichts«. »Versuchen Sie es doch mit einem Fischgericht. Und mit Reis«, sagte Beate, doch der Blick der Dame wurde noch trauriger: »Ich mag doch keinen Fisch. Und Reis schon gar nicht.« Nun verlangte Beate das Ess-Tagebuch der Dame, doch es stellte sich heraus, dass die Dame ihr Tagebuch nicht führte. Und dann wurde Beate streng: »Abnehmen ist ein Langzeitprojekt, meine Damen. Sie müssen mitarbeiten!«

Die strenge Beate hat mich überzeugt. Am Ende zahlte auch ich meine 11 Euro Sitzungsgebühr. Und durfte dann das erste Mal auf die Weight-Watchers-Waage. Dann passierte etwas, das mein junges Vertrauen massiv erschütterte. Ich sollte mich mit Schuhen wiegen! Ich habe mich in meinem Leben Tausende Male gewogen, aber noch nie habe ich dabei die Schuhe angelassen. Doch ich wollte der strengen Beate nicht schon am ersten Mittwoch mit Widerstand kommen. Ich stieg mit meinen mindestens 20 Kilo schweren Winterstiefeln auf ihre Waage, schloss die Augen und wartete demütig.

Beate las ab und schwieg. Dann griff sie zum Taschenrechner. Sie tippte und tippte. Es war ein geheimnisvoller Moment, denn ich wusste, jetzt kommt die Formel zum Einsatz. Jene Zauberformel, die aus drei oder vier Parametern meinen persönlichen Ernährungswegweiser für die nähere Zukunft erstellt. Diese Formel ist die Krone und das Unternehmensgeheimnis von Weight Watchers. Dann sprach Beate leise, diskret und erbarmungslos mein Urteil: »Neunundzwanzig.« 29 ProPoints pro Tag. »Ja, sei hart zu mir, Beate«, hörte ich eine innere Stimme sagen. Und im Hintergrund kicherte jemand, der sich wie mein innerer Schweinehund anhörte.

Mit diesem Urteil, zwei Tütensuppen aus Beates fliegendem Supermarkt und dem legendären Einkaufsführer der Weight Watchers ging ich nach Hause. Jetzt gehörte ich dazu.

Zwischen Mittwoch und Mittwoch lagen sieben lange Tage. Ich schwebte auf einer Wolke der Veränderung. Alles sollte anders werden. Zuerst das Einkaufen. Ich wollte besser einkaufen: fettärmer, disziplinierter, bewusster, fröhlicher. Das Erste, was ich dabei lernte, war aber leider, dass Einkaufen plötzlich viel länger dauerte. Denn ich musste bei all den Nahrungsmitteln, die nun in meinen Einkaufswagen wandern sollten, immer erst in meinem neuen Einkaufsführer nachsehen und die ProPoints-Wertigkeit bestimmen. Das war überraschend zeitraubend. Als meine Einkäufe dann so dalagen, auf dem Fließband der Kasse, staunte ich kurz über den Anblick. All die Light- und Fitnessverpackungen: Sie waren bunt, aber irgendwie dennoch freudlos anzusehen.

Auch Essen wurde jetzt anders. Ich aß Fisch, obwohl ich Fisch nie gemocht habe. Ich aß nicht Lachs (5 ProPoints), sondern Kabeljau (2 ProPoints). Ich aß Quark der Magerstufe, obwohl ich Quark immer ekelhaft fand (6 ProPoints). Ich kippte mir Süßstoff rein, viel sogar, denn ich wollte die Illusion, etwas Süßes zu schlucken. Ich aß Salat. Nur zwei Löffelchen Öl (4 ProPoints) und nur 10 oder 12 Pinienkerne (3 ProPoints). Und Obst. Immerzu Obst, denn Obst hat 0 ProPoints. Ich machte eine ganz neue Erfahrung: Ich merkte, dass ich voll sein kann bis an den Rand mit Obst, Salat, Fisch, Quark – und trotzdem unerträglichen Hunger habe. Auf einen Duploriegel (8 ProPoints), auf eine Handvoll Tropifrutti (7 ProPoints) und auf ein Magnum-Schokoladeneis (12 ProPoints).

Es war Mittwoch. Eine unkulinarische Woche lag hinter mir, als ich auf die Waage von Beate stieg. Beate gratulierte mir. Ich wog 1,5 Kilo weniger. »Das sind sechs Päckchen Butter«, rechnete Beate blitzschnell aus und lachte. Das Wort »Butter« löste bei mir einen Speicheleinschuss aus. Kein Wunder, wenn man tagelang Sachen wie Fisch und Quark in sich reingewürgt hat. Ich müsste nur so weitermachen, dann wäre ich in acht Wochen am Ziel.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Weibersachen" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen