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Wechselbad der Gefühle

1. KAPITEL

„Du willst Selbstanzeige erstatten?“ Cosima schnappte nach Luft. Das konnte ihr Sohn doch nicht ernst meinen. Aber Lukas nickte.

„Weil ich schuld bin an Annikas Tod“, fügte er hinzu.

„Es war ein Unfall“, meinte sie beschwichtigend. Aber er hatte ihn verursacht. „Du wolltest sie ins Krankenhaus fahren. Sie hat abgelehnt. Du hast dir nichts vorzuwerfen.“

„Ich hätte darauf bestehen müssen.“ Cosima spürte, dass sie so nicht weiterkam, also wechselte sie die Strategie.

„An mich denkst du wohl gar nicht“, jammerte sie nun.

„Ich habe einen Menschen auf dem Gewissen, Mama!“, brach es da aus ihm heraus. „Wie soll ich damit leben, wenn ich nicht bereit bin, die Konsequenzen zu ziehen?“

„Deine Gefühle in Ehren“, erwiderte sie. „Aber ist dir klar, was dich dann erwartet? Du wirst nicht mehr am Fürstenhof arbeiten können. Und ihr Bruder wird dich hassen.“ Dabei hatten sich die beiden doch gerade erst ein wenig angefreundet. „Alle werden dich meiden. ‚Mörder‘ werden sie dich nennen und mit dem Finger auf dich zeigen. Vielleicht musst du sogar ins Gefängnis.“

Doch das Horrorszenario, das sie entwarf, zeigte keine Wirkung. Lukas hatte sich entschieden. Cosima regte sich so darüber auf, dass sie kurz vor einem neuerlichen Herzanfall stand. Er brachte ihr ein Glas Wasser und bat sie, sich zu beruhigen.

„Ich bin genauso schuld“, sagte sie nun. „Wenn ich nicht zu deiner Freundin gesagt hätte, dass du nur mit ihr spielst, hätten wir uns nicht gestritten. Das hat dich abgelenkt.“

„Gefahren bin ich.“ Und nur das zählte für ihn. „Ich muss es tun, Mama.“

„Hätte sie dir das auch geraten?“, hakte Cosima nach. „Hätte Annika von dir verlangt, dass du dein Leben ruinierst?“ Sie griff nach seiner Hand. „Ich habe es dir nicht immer leicht gemacht“, gab sie zu. „Aber du bist alles, was ich habe. Markus ist tot.“ Und sie wollte ihn nicht auch noch verlieren. „Wenn du ins Gefängnis musst, das ertrage ich nicht.“

„Vielleicht muss ich ja nicht“, wandte er ein.

„Und wenn doch?“, insistierte sie. „Willst du mir das wirklich antun?“

Er war sichtlich hin- und hergerissen. „Beruhige dich doch erst einmal. Nimm dir Zeit für die Trauer. Das geht nicht von heute auf morgen. Und ich bin immer für dich da. Wenn ich irgendwas für dich tun kann, sag es. Ich helfe dir.“

„Kannst du nicht.“ Er schluckte. Ihre eindringlichen Worte hatten ihn gerührt. „Aber ich denke noch einmal über alles nach.“

Rosalie hatte ihre schlechte Laune gerade an Ben ausgelassen und den Pagen vor aller Augen vollkommen unverhältnismäßig gemaßregelt. Auch Charlotte war Zeugin dieses Vorfalls geworden und beschloss, sich die ungeliebte Geschäftsführerin sogleich einmal vorzuknöpfen.

„In einem Fünf-Sterne-Hotel werden die Angestellten nicht in der Öffentlichkeit heruntergeputzt, Frau Engel“, begann Charlotte also kühl, nachdem sie Rosalies Büro betreten hatte. „Was Sie sich da eben in der Lobby geleistet haben, ist völlig indiskutabel.“

„Sie meinen, ich soll mich lieber in vornehmer Zurückhaltung üben, so wie Sie?“, entgegnete Rosalie süffisant. „Und mir von allen auf der Nase herumtanzen lassen?“ Aber Charlotte ließ sich nicht provozieren.

„Ich denke, wir haben uns verstanden, und Sie ersparen mir eine schriftliche Abmahnung.“ Frau Engel schnappte nach Luft.

„Sie wollen mich abmahnen? Soll das ein Witz sein?“ Sie war Anteilseignerin, ihr gehörten zwanzig Prozent des Fürstenhofs.

„Eine Abmahnung gilt nicht der Anteilseignerin, sondern der Geschäftsführung“, erklärte Charlotte gelassen. „Und die kann ich abmahnen, wenn ein Fehlverhalten vorliegt. Bei der dritten Abmahnung sind Sie den Posten dann los.“ Rosalie war sprachlos vor Wut. Was erlaubte sich die alte Saalfeld, so mit ihr umzuspringen?!

Werner hatte noch immer schwer daran zu kauen, dass seine Exfrau offensichtlich wirklich mit Dr. Niederbühl zusammen war. Und jetzt suchte er den Schulterschluss mit Alfons. Er wollte wissen, was Herr Sonnbichler von Charlottes „Eroberung“ hielt.

„Das ist doch eine Peinlichkeit sondergleichen“, begann er.

„Darüber zu urteilen, steht mir nicht zu“, erwiderte Alfons würdevoll.

„Nun seien Sie mal nicht so dezent“, ereiferte sich der Senior. „Dieser Niederbühl ist viel zu jung für Charlotte. Zehn, wenn nicht gar fünfzehn Jahre. Sie macht sich doch lächerlich!“

„Sie sind auch ein paar Jährchen älter als Frau von Heidenberg, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf“, hielt Herr Sonnbichler dagegen.

„Danach kräht doch kein Hahn!“, polterte Werner. „Aber umgekehrt ist es einfach nur peinlich. Was findet sie überhaupt an diesem Kerl?“

„Er scheint mir sehr charmant zu sein. Feurig …“ Alfons erinnerte sich nur zu gut daran, wie er Charlotte und den Arzt in einem Hotelzimmer im Bett überrascht hatte.

„Feurig?“ Der Senior schnaubte. „Machen Sie Scherze? Dieser Möchtegerncasanova ist doch so unerotisch wie nur was. Der hat kein bisschen Sex-Appeal.“ Dem konnte Herr Sonnbichler nicht beipflichten. Und er war heilfroh, als das unangenehme Gespräch endlich vorbei war. Er hasste es, über intime Angelegenheiten anderer Leute zu reden – insbesondere wenn es dabei um Charlotte Saalfeld ging.

Charlotte genoss hingegen ihre Verliebtheit in vollen Zügen. Und sie konnte nur schmunzeln, als Rosi Zwick im Fürstenhof auftauchte und versuchte, mit Michael Niederbühl zu flirten. Auch die Landrätin hatte ein Auge auf den jungen Arzt geworfen, der sie jedoch immer wieder abblitzen ließ.

„Dass ich mich mal wieder nach einem Mann umdrehe …“ Frau Zwick hatte sich unaufgefordert zu Charlotte auf die Hotelterrasse gesetzt. „Aber dieser junge Mann ist wirklich jede Sünde wert. Zumal mein Herr Gemahl wieder auf Freiersfüßen wandelt …“ Sie hatte nämlich herausgefunden, dass ihr Mann, Alois Pachmayr, sie betrog. Vermutlich mit irgendeinem jungen Ding, das ihn im Augenblick auf seiner angeblichen „Geschäftsreise“ nach Brüssel begleitete. „Ich kann nur hoffen, dass er überhaupt daran denkt zu arbeiten“, zischte Rosi Zwick. „Der Mandant, den er gerade berät, ist nämlich nicht ohne … Der Kerl hat ein paar Milliönchen Schwarzgeld in die Schweiz geschafft. Wieder so ein Fall von Steuerhinterziehung.“ Charlotte war hellhörig geworden. Millionen in der Schweiz. Michael hatte ihr doch vor Kurzem etwas ganz Ähnliches erzählt … „Früher wäre man noch mit einer Geldstrafe und Steuernachzahlung davongekommen“, fuhr Frau Zwick fort. „Aber die Rechtslage hat sich geändert. Jetzt darf der Kerl mit ein bis zwei Jahren Gefängnis rechnen. Ohne Bewährung.“ Charlotte hatte Mühe, ihre Besorgnis zu verbergen.

„Wie … wie hoch wäre denn das Strafmaß bei etwa drei Millionen?“, fragte sie. Das war die Summe, die Michael ihr genannt hatte.

„Wozu wollen Sie das denn wissen?“ Rosi Zwick musterte sie scharf.

„Vergessen Sie’s“, winkte Charlotte ab. „Das war rein interessehalber.“ Die Landrätin glaubte ihr kein Wort.

„Schätze, der Fürstenhof setzt ganz schön was um“, stichelte sie. „Kostet aber auch. Da bringt man gern mal ein paar Milliönchen auf die Seite.“

„Ich darf Sie beruhigen. Der Fürstenhof führt seine Steuern korrekt ab.“ Frau Zwick grinste.

„Na, dann ist es ja gut.“ Charlotte nickte. „Und wenn nicht, wäre ich sicher die Letzte, der Sie das auf die Nase binden würden.“

„Sie böser Junge, Sie!“ Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit fühlte Rosi Zwick Werner Saalfeld auf den Zahn. „Drei Millionen sind kein Pappenstiel. Ich kann Sie nur warnen. Der Gesetzgeber kennt neuerdings kein Pardon.“

„Welche drei Millionen?“, fragte der Senior, der keine Ahnung hatte, wovon sie sprach.

„In der Schweiz“, antwortete sie lächelnd.

„Ich habe kein Geld in der Schweiz“, versicherte er.

„Bei Ihrer Ex klang das aber anders“, meinte sie augenzwinkernd. Werner runzelte die Stirn. Was hatte Charlotte denn gesagt? „Alles und nichts, aber genug“, meinte Rosi Zwick. „Ich kann Ihnen nur raten: Wenden Sie sich an meine Kanzlei. Ich deichsel das schon für Sie.“ Sie zwinkerte ihm noch einmal zu, dann ging sie weiter.

Charlotte sprach derweil schon mit Michael über die ganze Angelegenheit. Und der räumte ein, dass es sich bei den drei Millionen Euro, die sein Vater ihm vererbt hatte, um Schwarzgeld handelte. Er hatte erst nach Korbinians Tod davon erfahren und das Geld nicht angerührt.

„Hast du eine Ahnung, was auf Steuerhinterziehung steht?“, fragte sie alarmiert.

„Eine saftige Geldstrafe, nehme ich an“, erwiderte er achselzuckend.

„Plus Gefängnis“, ergänzte sie. „Pro Million bis zu einem Jahr ohne Bewährung.“ Entgeistert starrte er sie an. Das war ihm nicht klar gewesen. „Ich kann dir nur raten, nimm dir einen Anwalt und regele das.“ Aber er wollte sich nicht selbst anzeigen – das hieße ja, zu riskieren, ins Gefängnis zu wandern.

„Das Geld liegt seit Ewigkeiten in der Schweiz“, erklärte er. „Außer mir wissen nur Cosima und du davon. Und auf euch ist Verlass.“ Er zog Charlotte an sich. „Hoffe ich doch, oder?“

„Sicher.“ Aber ein gutes Gefühl hatte sie trotzdem nicht dabei.

Sandra war noch immer benommen von den Strapazen der Operation, bei der man ihr Annika Bruckners Herz transplantiert hatte. Aber sie erinnerte sich an einen Mann, der an ihrem Bett gesessen hatte. „Deine Liebe hat mich zu einem besseren Menschen gemacht“, hatte der gesagt. „Du hast meine Seele berührt. Du hast sie zum Leben erweckt.“ Eine schönere Liebeserklärung hatte Sandra noch nie gehört. Und sie fand es seltsam, dass sie sich nicht an das Gesicht des Fremden erinnern konnte. Aber vielleicht war es ja auch gar nicht wirklich gewesen, und sie hatte das alles nur geträumt …

„Ich habe seine Stimme gehört. Sie kam mir sogar bekannt vor.“ Sandra hatte ihrer Mutter von dem Mann an ihrem Bett erzählt.

„Vielleicht war es ja Julius“, überlegte Astrid.

„Wir haben uns getrennt, Mama.“ Sandra hatte das Gesicht verzogen.

„Aber er hat angerufen, um zu erfahren, wie es dir geht“, wandte Astrid ein. „Und ich habe ihm erzählt, dass du ein neues Herz hast.“ Aber Sandra war sich ganz sicher, dass die Stimme nicht ihrem Exfreund gehört hatte.

„Dieser Mann, er war so … Ich weiß auch nicht – wie aus einer anderen Welt. So sanft und voller Sehnsucht. Obwohl er mich sicher gar nicht gemeint hat.“ Einerseits hatte der Fremde seine Worte an sie gerichtet, andererseits aber auch irgendwie nicht. „Ich kann das schwer erklären. Es klang so traurig. Wie ein Abschied.“

Sandra war so dankbar für das neue Leben, das ihr geschenkt worden war. Wenn sie daran dachte, was sie noch alles hatte tun wollen, bevor sie starb. Eis essen, frisch gemähtes Gras riechen… Und das konnte sie jetzt jeden Tag – wenn nichts schieflief. Sie hatte solche Angst gehabt. Und nun durfte sie auf einmal leben. Aber jemand anders hatte dafür sterben müssen …

Hendrik Bruckner saß im Personalraum und starrte auf den Katalog eines Beerdigungsinstitutes. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Und er hatte keine Ahnung, wie er es schaffen sollte, die Beerdigung seiner Schwester zu organisieren.

„Geht es dir einigermaßen gut?“ Lukas war hereingekommen und betrachtete Annikas Bruder voller Sorge. Es war so schwer für ihn, mit der ganzen Situation umzugehen. Ihn selbst quälte die Trauer. Aber er war auch voller Schuldgefühle, schließlich hatte er den Unfall ja verursacht. Hendrik reagierte nicht. „Darf ich dir was vorschlagen? Ich übernehme das.“ Lukas würde sich um die Beerdigung kümmern. Ihn würde die Organisation ein wenig ablenken. Und für das Finanzielle war ja glücklicherweise gesorgt: Werner Saalfeld hatte einen Scheck über viertausend Euro ausgeschrieben. Das würde reichen. Hendrik war voller Dankbarkeit dafür, dass Lukas ihm die Organisation abnehmen wollte. Er wusste einfach nicht mehr ein noch aus.

„Ich brauche sie doch!“, schluchzte er plötzlich. „Wie soll ich ohne Annika weiterleben?“ Wortlos nahm Lukas ihn in die Arme. „Entschuldige“, sagte Hendrik schließlich und löste sich wieder von ihm. „Du hast sie geliebt, oder?“ Lukas nickte. Auch er kämpfte jetzt mit den Tränen. „Und sie dich. Das weiß ich. Obwohl ich dagegen war. Ich habe mich geirrt. Aber … ich bin froh, dass sie dich noch erleben durfte.“ Wie gern hätte Lukas ihm seine Schuld gestanden. Aber er brachte einfach kein Wort heraus. „Du bist das Beste, was ihr passieren konnte. Sie war sehr glücklich mit dir.“ Das schlechte Gewissen war für Lukas kaum noch zu ertragen. Da klingelte Hendriks Handy. Astrid Ostermeyer rief an, um ihm mitzuteilen, dass ihre Tochter die Operation gut überstanden hatte.

„Wir sind überglücklich“, sagte sie noch.

„Woher haben Sie meine Nummer?“, fragte Hendrik kühl.

„Von der Auskunft …“ Astrid klang plötzlich sehr verunsichert. „Ich wollte auch nicht stören. Ich wollte nur … Ich dachte …“

„Offensichtlich was Falsches. Auf Wiederhören.“ Er wollte das Gespräch schon beenden.

„Nein, bitte, warten Sie!“ Er hielt inne. „Ihr Verlust kann durch nichts aufgewogen werden. Aber der Tod Ihrer Schwester hat Sandra das Leben gerettet. Vielleicht ist das ein kleiner Trost. Kommen Sie doch mal vorbei. Sie würde sich gerne persönlich bedanken.“

„Ich will mit ihr nichts zu tun haben!“, brach es da aus Hendrik heraus. „Weder kann es mich trösten noch mir meine Schwester ersetzen.“ Er legte auf und pfefferte das Handy auf den Tisch. „Es ist mir egal, in wem Annikas Herz schlägt“, sagte er zu Lukas. „Es macht sie nicht wieder lebendig. Sie ist tot. Ich habe sie verloren. Für immer.“

Kurz darauf bereute Hendrik schon, dass er zu Frau Ostermeyer so unfreundlich gewesen war.

„Ich konnte einfach nicht anders“, flüsterte er und sah Lukas Hilfe suchend an. „Dabei weiß ich, dass Annika das nicht gefallen hätte. Aber sie ist tot. Ihr Herz hat ein Leben gerettet. Und was hab ich davon?“ Es war alles so verdammt ungerecht. „Wieso Annika?“ Hendrik weinte schon wieder. „Ausgerechnet sie. Aus heiterem Himmel, einfach so.“ Seine Schwester hatte doch niemandem etwas getan. „Und keiner ist schuld. Keiner! Ich kann nicht mal jemanden hassen. Das wäre ja noch was. Ich würde ihn zu Brei schlagen, in Stücke hauen. Umbringen würde ich ihn.“ Lukas verließ jeder Mut. Er hatte gedacht, irgendwann könnte er Hendrik gestehen, was wirklich passiert war. Aber nun schien ihm das absolut unmöglich zu sein. „Es muss doch jemand dafür bestraft werden, dass Annika tot ist!“, tobte Hendrik weiter. „Es kann doch nicht einfach nur Schicksal sein.“

„Ich komme gerade von Hendrik“, berichtete Lukas kurz darauf seiner Mutter.

„Du hast ihm doch nicht etwa von dem Unfall erzählt?“, fürchtete Cosima sogleich. Er schüttelte den Kopf.

„Das schaffe ich nicht“, seufzte er. „Hendrik vertraut mir. Er heult sich in meinen Armen aus, und er hat keine Ahnung, dass ich der Mensch bin, den er sucht.“

„Was sucht er denn?“, wunderte sie sich.

„Einen Schuldigen“, antwortete Lukas.

„Am Tod seiner Schwester ist niemand schuld.“ Sie wusste gar nicht mehr, wie oft sie das schon gesagt hatte.

„Und wenn du hundertmal anderer Meinung bist: Ich bin schuld“, hielt ihr Sohn dagegen. „Und ein Feigling dazu.“

„Dass du dem jungen Mann hilfst und ihm in seiner Trauer beistehst, ist alles andere als feige“, argumentierte Cosima nun. „Und sicher auch im Sinne der Verstorbenen.“

„Worte, Mama, leere Worte.“ Sein Gefühl sagte ihm etwas anderes.

Werner war das, was Frau Zwick vorhin zu ihm gesagt hatte, nicht aus dem Kopf gegangen. Und wieder suchte er das Gespräch mit Alfons.

„Vielleicht haben Sie ja etwas missverstanden?“, gab Herr Sonnbichler zu bedenken.

„Da gab es nichts misszuverstehen“, widersprach der Senior. „Die Zwick hat sogar eine Summe genannt: Drei Millionen.“ Die er angeblich an der Steuer vorbei in die Schweiz transferiert haben sollte. „Das ist doch absurd! Der Fürstenhof hinterzieht keine Steuern. Das würde ich nie tun.“

„Charlotte genauso wenig“, ergänzte Alfons. Grübelnd sah Werner ihn an.

„Also bleibt nur der Niederbühl“, stellte er schließlich fest. „Wie es scheint, wurde die Zwick durch eine Aussage Charlottes zu ihrer falschen Annahme veranlasst. Wenn diese sich aber weder auf sie selbst noch auf mich bezieht – auf wen dann?“ André konnte man getrost ausschließen. Der Chefkoch war schon froh, wenn er irgendwie mit seinem Geld über die Runden kam.

„Aber woher sollte Doktor Niederbühl so viel Geld haben?“, fragte Herr Sonnbichler. Werner zuckte die Achseln.

„Von seinem Vater?“ Aber wieso ein einfacher Landarzt im Besitz von drei Millionen Euro war, konnte er sich auch nicht erklären. „Und wenn es doch Charlotte war? Vielleicht hat sie sich an ihren Stiftungsgeldern vergriffen.“

„Charlotte würde nie etwas Ungesetzliches tun!“, protestierte Alfons sofort. „Erst recht nicht, wenn es sich um ihre Stiftung handelt.“ Aber Charlotte war die Einzige, die die ganze Sache aufklären konnte. Werner würde nichts anderes übrig bleiben, als seine Exfrau darauf anzusprechen.

„Wie lange kennen wir uns jetzt?“ Verwundert zog Charlotte die Augenbrauen hoch. Was wollte Werner denn damit sagen? „Siebenunddreißig Jahre“, fuhr er fort. „Und ich war sicher nicht der beste aller Ehemänner, aber ein offenes Ohr hatte ich immer für dich. Das wird auch so bleiben – ganz egal, wer dein Partner ist. Ich bin immer für dich da, wenn du ein Problem hast.“ Sie bedankte sich etwas ratlos. „Ganz gleich, welcher Natur es ist“, fügte er hinzu. „Auch wenn es um deine Stiftung geht.“

„Was willst du denn damit sagen?“, wunderte sie sich.

„Nun ja, ich kann mir vorstellen, dass du einiges an Geldern bewegst“, begann er vorsichtig. „Das ist sicher nicht immer unkompliziert, und hier und da mag auch einiges unter den Tisch fallen.“

„Moment mal!“ Sie starrte ihn aufgebracht an. „Unterstellst du mir gerade, dass ich Spendengelder unterschlage?!“

„Nein, ich meine nur … Also, Unterschlagung ist vielleicht nicht das richtige Wort …“ Also meinte er das tatsächlich!

„Ich fasse es nicht!“, empörte sie sich. „Wie kommst du denn auf diese absurde Idee? Bei mir wird alles korrekt abgerechnet!“

Rosalie hatte noch immer schlechte Laune, als sie abends an der Bar saß.

„Harter Tag?“, fragte Cosima, die neben ihr Platz nahm.

„Kann man wohl sagen“, seufzte Rosalie. „Da rackert man sich ab wie eine Blöde …“

„… und keiner dankt es einem“, ergänzte Cosima. „Ich weiß genau, was Sie meinen.“ Sie bestellte sich ein Glas Wein. „Ich mache mir Sorgen wegen Lukas“, sagte sie dann. Auch Rosalie war schon aufgefallen, dass ihr Kollege ganz schön neben sich stand. „Gebe Gott, dass er die Nerven behält und nicht doch noch zur Polizei rennt.“

„Wegen Frau Bruckner?“, fragte Rosalie. „Weil er ihren Sturz verursacht hat?“

„Selbstanzeige erstatten wollte er, weil er sich für ihren Tod verantwortlich fühlt“, berichtete Lukas’ Mutter. „So ein Quatsch.“

„Soll er doch, wenn er unbedingt will.“ Frau Engel war auf ihren Kollegen im Moment nicht besonders gut zu sprechen. Sie hatte versucht, ihn wegen Annika zu trösten. Aber er hatte sie einfach abblitzen lassen.

„Gut Ding will Weile haben“, mahnte Cosima. „Wenn es einer gelingt, dass mein Lukas irgendwann diese Küchenfee vergisst, dann sind Sie diejenige. Ich bin davon überzeugt. Auch dass mir Gerechtigkeit widerfahren wird.“ Sie würde schon noch an Charlottes Hotelanteile kommen. „Und dann tun wir beide uns zusammen und jagen das arrogante Pack in die Wüste!“

„Das ist doch mal ein Trinkspruch!“ Rosalie grinste breit.

Nachdem er bei Charlotte bezüglich des Schwarzgeldes nichts erreicht hatte, beschloss Werner, sich direkt an Dr. Niederbühl zu wenden. Gleich am nächsten Morgen sprach er den Arzt an.

„Auf ein Wort, Herr Doktor.“ Michael lächelte.

„Wollen Sie mich zum Duell fordern?“, scherzte er.

„Sehr witzig“, knurrte der Senior. „Hören Sie zu. Dass Sie ein Faible für reifere Damen haben, juckt mich nicht. Das ist Ihre Sache.“

„Schön, dass wir da einer Meinung sind“, entgegnete Michael trocken.

„Aber bilden Sie sich nicht ein, Sie könnten Charlotte für Ihre dubiosen Finanzgeschäfte missbrauchen!“, polterte Werner. „Da hört der Spaß nämlich auf.“

„Wovon reden Sie?“, erwiderte Dr. Niederbühl verblüfft.

„Wenn Sie Geld waschen wollen, tun Sie das woanders! Nicht in Charlottes Stiftung!“ Natürlich war das ein Bluff –Werner wusste ja gar nicht, ob er mit seiner Vermutung überhaupt richtiglag.

„Ich verstehe kein Wort“, stellte Michael fest.

„Sie haben drei Millionen Schwarzgeld gebunkert“, hielt der Senior ihm nun vor. „Schön für Sie. Aber lassen Sie Charlotte da raus. Sonst kriegen Sie es mit mir zu tun!“

„Was hast du dir dabei gedacht?“ Auf der Stelle war Michael zu Charlotte in die Wohnung gestürmt. „Wie kannst du mir nur so in den Rücken fallen?“

„Was habe ich denn getan?“, erwiderte sie verwundert.

„Tu nicht so unschuldig!“, herrschte er sie an. „Gib es wenigstens zu!“

„Was denn um Himmels willen?“ Auch sie erhob nun ihre Stimme.

„Dass du deinem Exmann von meinem Geld in der Schweiz erzählt hast!“ Charlotte brauchte einen Moment, um diesen Vorwurf zu begreifen. Sie hatte Werner gegenüber das Geld mit keiner Silbe erwähnt. Aber Dr. Niederbühl glaubte ihr nicht.

„Woher weiß er dann von dem Schwarzgeld?“, beharrte er.

„Keine Ahnung“, entgegnete sie kühl. „Frag ihn selbst. Und im Übrigen finde ich es mehr als verletzend, wie wenig Vertrauen du zu mir hast.“

„Wundert dich das?“, giftete er.

„Allerdings.“ Sie nickte. „Weil ich dir blind vertraue, und ich dachte, dass du das erwidern würdest. Liebe basiert nämlich auf Vertrauen.“ Die beiden tauschten einen langen Blick.

„Vielleicht tue ich dir unrecht.“ Er räusperte sich. „Aber ich will dich trotzdem nicht mehr sehen. Jedenfalls erst mal nicht.“ Sie fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen.

Hendrik war über seinen Schatten gesprungen und hatte sich auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Um Sandra Ostermeyer zu besuchen. Astrid stellte die beiden einander vor und ließ sie dann allein.

„Vielen, vielen Dank“, sagte Sandra leise und sah Hendrik in die Augen. Er tat ihr so leid. „Sie müssen sehr traurig sein. Wollen Sie mir nicht von Ihrer Schwester erzählen? Sie war sicher ein wunderbarer Mensch.“ Hendrik kämpfte mit sich. Aber dann überwand er sich schließlich, und er erzählte Sandra von seiner über alles geliebten Schwester.

„Wir haben so viel gelacht“, meinte er. „Aber wir haben auch gestritten. Und wie. Annika konnte eine Furie sein.“ Andächtig legte Sandra beide Hände auf ihr neues Herz. Sie konnte spüren, wie es schlug. „Für mich war sie der wichtigste Mensch auf der Welt“, fuhr Hendrik leise fort.

„Ich wünschte, ich könnte sie Ihnen zurückholen“, entgegnete Sandra ehrlich. „Auch wenn ich dafür das Herz wieder hergeben müsste.“ Es war ungerecht, dass eine Leben durfte und die andere sterben musste.

„Es ist nicht Ihre Schuld.“ Hendrik liefen nun die Tränen über die Wangen. „Sie können ja nichts dafür …“ Weinend vergrub er den Kopf in seinen Händen.

2. KAPITEL

Eine Woche war vergangen. Sandra konnte inzwischen schon aufstehen und im Freien sitzen. Sie genoss es, den Sonnenschein auf ihrem Gesicht zu spüren.

Hendrik hatte es sich angewöhnt, sie regelmäßig zu besuchen. Heute kam er direkt von Annikas Beerdigung ins Krankenhaus, wo er Sandra im Park antraf.

„Wahnsinn, du siehst von Tag zu Tag gesünder aus“, stellte er fest.

„Ich fühle mich so gut!“, erklärte sie dankbar. „Vor allem, seit ich endlich wieder an der frischen Luft sein kann.“

„Das freut mich für dich.“ Seine Miene hatte sich wieder versteinert.

„Ihre Beerdigung hat gerade stattgefunden?“ Hendrik war ganz in Schwarz gekleidet. Er nickte. „War es sehr schlimm?“ Wieder nickte er.

„Meine Mutter ist am Grab zusammengebrochen“, berichtete er dann mühsam. Er hatte sie gerade wieder in die Klinik zurückgebracht.

„Das muss schrecklich gewesen sein“, flüsterte Sandra.

„Es hat mich abgelenkt“, meinte er. „Ich musste mich um sie kümmern. Sonst wäre ich wohl zusammengeklappt.“ Die beiden sahen einander an. Anfänglich hatte es Hendrik ja gar nicht glauben wollen, aber es stimmte: Es war ein Trost, dass ein Teil von Annika in Sandra weiterlebte.

Die beiden gingen ein wenig im Park spazieren. Sandra setzte einen Fuß vor den anderen, langsam und bedächtig.

„Wird dir das wirklich nicht zu viel?“, fragte Hendrik etwas besorgt.

„Keine Sorge, ich gehe mit dem Herzen deiner Schwester vorsichtig um“, versicherte sie. „Besser als mit meinem eigenen.“ Als das noch anstandslos funktioniert hatte, hatte sie sich nie Gedanken darüber gemacht, was dieses Organ alles leistete. Das war jetzt anders. Hendrik schenkte Sandra ein schiefes Lächeln.

„Ich glaube, wenn ich Annika fragen könnte, würde sie sagen, ich habe alles richtig gemacht.“ Sandra nickte. So, wie er ihr seine Schwester geschildert hatte, glaubte sie das auch. „Sind denn die Ärzte zufrieden mit deinen Fortschritten?“

„Sehr!“, antwortete sie eifrig. „Das größte Risiko ist jetzt noch die Abstoßungsreaktion. Aber dagegen bekomme ich Medikamente.“

„Es wird klappen.“ Da war sich Hendrik ganz sicher.

„Ich bin auch sehr zuversichtlich“, entgegnete sie. „Ich fühle mich ja jeden Tag besser.“ Er sah auf die Uhr und verabschiedete sich dann. Im Fürstenhof fand heute noch eine Trauerfeier für Annika statt. Und er hatte sich vorgenommen, dort eine Rede auf seine Schwester zu halten.

Sandra blickte ihm nach, während er den Park in Richtung Ausgang durchquerte. Wie schön es war, dass sie beide jetzt so ungezwungen miteinander umgehen konnten. Dass Hendrik am Anfang mit ihr Probleme gehabt hatte, war ja nur allzu verständlich. Aber das war zum Glück vorbei. Sie fand ihn richtig nett. Und sie lebte. Sie lebte! Sie durfte weiterleben! Konnte es ein größeres Glück überhaupt geben?

Lukas fühlte sich nach der Beerdigung entsetzlich. Und seine Mutter reagierte nicht gerade zartfühlend auf seinen Schmerz und seine Verzweiflung.

„Glaubst du, ich weiß nicht, wie du dich fühlst?“, sagte Cosima. „Aber was bringt es denn, wenn du dich quälst? Es ändert nichts. Du musst nach vorn schauen! An deine Zukunft denken!“

„Ich kann nur daran denken, dass Annika keine Zukunft mehr hat!“, gab er heftig zurück. „Und warum nicht? Weil ich Mist gebaut habe!“ Sie hatte ihm schon hundertmal gesagt, dass er keine Schuld trug an dem ganzen Drama. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen, nichts weiter.

„Hör auf mit deinen ständigen Selbstvorwürfen!“, riet sie. „Deine Freundin wird dadurch nicht wieder lebendig.“ Verbittert schüttelte er den Kopf.

„Wo warst du? Ich habe dich auf dem Friedhof nicht mehr gesehen.“ Lukas war ins Restaurant gegangen und entdeckte Hendrik an einem der Tische.

„Ich war im Krankenhaus“, berichtete der. „Bei der Frau, die Annikas Herz hat.“

„Wieso tust du dir das an?“ Lukas klang beinahe ärgerlich. „Damit machst du alles nur noch schlimmer!“ Doch Hendrik verneinte entschieden.

„Es ist ein gutes Gefühl, bei Sandra zu sein“, erklärte er. „Ich besuche nicht nur sie, ich besuche auch Annika. Zumindest ein bisschen …“

„Ich könnte das nicht“, flüsterte Lukas. Aber er hatte es ja auch noch gar nicht versucht.

„Du müsstest Sandra erleben“, meinte Hendrik. „Sie ist so dankbar. Und es ist schön, dass Annikas Tod nicht ganz so sinnlos ist. Denk mal darüber nach. Vielleicht hilft es auch dir, wenn du Sandra begegnest.“ Davon wollte Lukas nichts wissen.

„Es hat seinen Sinn, dass Transplantationen normalerweise anonym erfolgen“, glaubte er. Doch Hendrik ließ nicht locker.

„Ich war in der letzten Woche täglich bei Sandra. Ich musste mich immer wieder davon überzeugen, dass das Leben, das Annika hinterlassen hat, noch da ist. Danach ging es mir jedes Mal ein wenig besser.“ Lukas seufzte.

„Also gut“, sagte er dann. Er würde es zumindest versuchen, Sandra Ostermeyer einen Besuch abzustatten.

Seit dem Streit vor einer Woche hatten Charlotte und Michael kaum ein Wort miteinander gewechselt. Beide litten unter der Situation.

„Soll das jetzt immer so weitergehen?“, sprach Charlotte ihn heute in der Lobby an. „Fühlst du dich eigentlich gut dabei?“

„Und wie fühlst du dich, wenn du Vertraulichkeiten ausplauderst?“, hielt er dagegen. „Wie oft denn noch?!“, zischte sie. „Ich habe Werner nichts von deinem Schwarzgeld verraten.“

„Und woher wusste er es dann?“, forschte Michael.

„Wie wäre es mit Cosima?“ Aber der Arzt hatte sie schon gefragt. Cosima war es nicht gewesen. „Ihr wird also ohne Weiteres geglaubt“, stellte Charlotte bitter fest. „Aber mir vertraust du nicht.“

„Meinst du, ich bin blind?“, entgegnete er. „Deine Bindung an deinen Exmann ist viel enger, als du zugibst. Ich glaube, ihr erzählt euch eine ganze Menge.“ Nun riss ihr endgültig der Geduldsfaden. Dieses Gespräch führte einfach zu gar nichts.

Aber sie beschloss, nun doch Werner zur Rede zu stellen – sie hatte bislang zu der ganzen Angelegenheit geschwiegen.

„Wie konntest du nur herumposaunen, dass Michael Schwarzgeld hat?!“, warf sie Werner jetzt also vor.

„Ach! Hat er das?“ Der Senior zog anzüglich die Augenbrauen hoch.

„Selbst wenn, es hat dich nicht zu interessieren“, giftete sie.

„Das sehe ich anders“, erklärte er. Schließlich ging es hier auch um den Ruf des Fürstenhofs. „Und was ist mit dir und deiner Stiftung? Wenn rauskommt, dass du mit einem Mann zusammen bist, der irgendwo Schwarzgeld versteckt, dann ist Schluss mit den Spenden. Und deinen Orden kannst du dann auch zurückgeben.“ Charlotte presste die Lippen zusammen. So ungern sie das auch anerkannte – Werner hatte recht.

Die Trauerfeier für Annika sollte erst am Nachmittag stattfinden, und so war Lukas kurz entschlossen ins Krankenhaus gefahren. Im Park kam ihm Sandra Ostermeyer entgegen. Er hatte die junge Frau damals am Teich getroffen hatte, kurz bevor Annika gestorben war. Sie saß jetzt nicht mehr im Rollstuhl.

„Geht es Ihrer Freundin besser?“, fragte Sandra, die sich natürlich auch an ihn erinnerte, aber noch nicht wusste, wie schicksalhaft sie nun miteinander verbunden waren.

„Leider nicht“, antwortete er leise. „Sie ist gestorben. Heute wurde sie beerdigt.“ Sandra stockte der Atem. Sie begriff.

„Es ist ihr Herz.“ Er nickte stumm. Dann zwang er sich dazu, sie anzusehen.

„Annikas Bruder hat gemeint, ich soll Sie besuchen“, erzählte er. „Ihm hilft das, sagt er, und ich glaube, er hat recht. Es tut etwas weniger weh, wenn man sieht, dass Annikas Tod nicht ganz sinnlos war.“ Plötzlich stahl sich sogar ein kleines Lächeln in sein Gesicht. „Sie haben mich ganz schön an der Nase herumgeführt.“ Sandra hatte damals behauptet, sie würde bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Deshalb hatte Lukas nicht gedacht, dass sie etwas Schlimmes hatte.

„Jetzt wissen Sie, wie es gemeint war.“ Ihre Stimme war voller Wärme. „Ich durfte nicht mehr damit rechnen, dass sich ein Spenderherz für mich findet.“

„Aber Sie waren trotzdem so … fröhlich.“

„Es war ein weiter Weg bis dahin“, gab sie zu. „Ich habe lange kämpfen müssen, bis ich mich damit abfinden konnte, dass mein Leben bald vorbei ist.

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