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Waschlappen

Inhalt

  1. Cover
  2. Inhalt
  3. Über das Buch
  4. Über die Autoren
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Danksagung
  8. Zitat
  9. 22 Uhr
  10. 23 Uhr
  11. 24 Uhr
  12. 1 Uhr
  13. 2 Uhr
  14. 3 Uhr
  15. Epilog

Über das Buch

Alex ist ein Waschlappen. Er schmeißt den Haushalt und erzieht die Kinder – seine Frau hat eben den besseren Job. Bei Vigo ist das anders. Der ist dreißig und immer auf der Piste. Gemeinsam wollen sie herausfinden, was ein echter Mann eigentlich ist und starten zu einem letzten verrückten Abenteuer.

Über die Autoren

Sascha Zeus, geboren am 18.05.1957, hat vor seiner Zeit bei SWF/SWR 3 in Bayern als Witzeschmuggler gearbeitet. Das war zwar nicht einfach, denn es war die dunkle Zeit der Witzprohibition, aber er konnte ganz gut davon leben. Jetzt holt er in der Morningshow für Michael Wirbitzky den Kaffee, schreibt Gags mit ihm und lässt sich im Studio oder auf der Bühne von ihm demütigen. Sascha Zeus und Michael Wirbitzky erhielten den RadioJournal-Rundfunkpreis 2006 für ihre unterhaltsame, frische und vor allen Dingen freche Morningshow.

Michael Wirbitzky hat Abitur gemacht, Geschichte studiert, Journalist gelernt, Radio moderiert (RTL), Sender gewechselt (SWR 3), Frau geheiratet, Kind gekriegt, glücklich geworden. Nun steht er früh auf und moderiert die SWR 3-Morningshow mit Sascha Zeus. Sascha Zeus und Michael Wirbitzky erhielten den RadioJournal-Rundfunkpreis 2006 für ihre unterhaltsame, erfrischende und wirklich freche Morningshow.

Danksagung

Wir möchten uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die die Arbeit an diesem Buch nicht übermäßig behindert haben.

Dazu gehören nicht unsere vier Kinder, die durch Spielplatzverletzungen, Noroviren und das Hören indiskutabler Musik entscheidend zu Verzögerungen beigetragen haben. Auch unsere Ehefrauen bringen durch permanente Auftragsvergabe (Rasen mähen,
Getränke holen, Steuererklärung machen) den internationalen Literaturbetrieb langfristig in eine Schieflage.

So ist der männliche Kampf um ein gutes Buch heutzutage gleichzusetzen mit dem Jagen und Sammeln früherer Tage.

Danke.

Michael Wirbitzky, Sascha Zeus im Mai 2009

Red ich zu viel? Manchmal red ich zuviel. Sie müssen’s einfach sagen, wenn ich zu viel rede.

Ja, eins nehm ich noch. Manchmal trink ich auch zu viel.

Das ist ein schönes Kleid, was Sie da anhaben. Schwarz. Schwarz steht Ihnen.

Haben Sie wahrscheinlich schon tausendmal gehört.

Haben Sie Kinder?

Ich hab Kinder. Zwei. Jungs. Ich kann nur Jungs. Die sind super, die Jungs. Nur ihr Vater ist ein bisschen blöd. Dafür haben sie eine schlaue Mutter. Mann, ist die schlau.

Danke. Das ist jetzt aber echt das letzte. Fahren kann ich eh nicht mehr.

Trinken Sie was mit? Kommen Sie. Ich sag’s auch keinem.

Das glänzt so schön, das Schwarz.

Ich rede zu viel, oder? Sagen Sie’s ruhig. Inga und ich reden gar nicht mehr. Alles gesagt. Immer wieder. Das siebte Jahr ist gar nicht das verflixte. Das ist alles Quatsch! Zum Wohl! Ich bin Alex.

Gala? Schöner Name.

Rumänien? War ich noch nicht. Inga wollte immer nach Italien. Is ja auch schön. Aber man muss ja auch mal woanders hin. Jetzt ist sie woanders.

Wie sind die rumänischen Männer?

Ja, ja, überall dasselbe.

Vigo hatte mal ’ne Freundin aus Rumänien. Eigentlich hatte Vigo eine Freundin aus überall. Sagen Sie irgendein Land. Da hat er ’ne Freundin. Also gehabt.

Jetzt auch nicht mehr.

Vigo? Ja, Vigo ist auch ne Stadt. Aber das ist sein Spitzname, weil sein Vater daher ist.

Meiner? Hab keinen Spitznamen. Im Moment würde »Idiot« ganz gut passen. Inga hat mich »Schatz« genannt. Originell. Will sie jetzt nicht schlechtmachen. Fand sie ja mal toll. Und … ach egal.

Schon wieder leer. Also eins noch. Was läuft ’n da für Musik? »Smoke Gets in Your Eyes«. Dürfen Sie das hier überhaupt spielen? Ist doch überall Rauchverbot? Ha, ha. Super Scherz. Bin toll drauf. Wir hatten mal ’ne Band. An der Uni. »Guevaras Revenge«. Einfach furchtbar. Echt das Grauen. Vigo war Sänger. Ich Bass.

Der Sänger kriegt die Frauen. Der Bass kriegt nie die Frauen.

Hatte das Ding noch Jahre im Keller. Jetzt ist es weg. eBay. Den Wickeltisch auch. Das Scheißding stand überall im Weg. Langweile ich Sie?

Das ist nett. Einfach schön gelogen.

Mit Schwarz macht man einfach nichts falsch.

Hier, das sind meine Jungs. Ist so ’n Jahr alt das Bild. Sizilien. Inga will ja immer nach Italien. Der mit dem Eis ist Tobias. Das war gutes Eis. Kann ich auch selber. Vanille. Bin ich sozusagen berühmt für. Viele sagen ja: Was soll an Vanille schon schwer sein? Aber Sie müssen echte Tahiti-Vanille nehmen, also nicht so’n Aromadreck. Und halt Sahne, Milch, Eigelb. Und ’ne richtige Eismaschine brauchen Sie natürlich auch. Nicht so ’n Ding ohne Kompressor.

Was?

Der Blonde ist Florian. Der Große. Sind echt super Jungs. Das hier ist Inga. Da hatte sie die Haare noch lang. Florenz.

Scheißitalien.

Ich hätte damals doch auf Vigo hören sollen. Damals, vor acht Jahren …

15. Januar 2000

Las Dunas Beach Resort,

Canyamel, Mexiko

Hola Alexito,

viva Mexiko!! Die drei Chicas vorne auf der Postkarte sind seit gestern meine »Produktionsassistentinnen«. Die Blonde hinten in den Wellen zögert noch, aber ich bin ja noch zwei Wochen hier. Wetter bueno! Frauen geilissimo! Vom Job her ist es allerdings nicht ganz so doll. Das halbe Team hat die Scheißerei. Montezuma rächt sich mit verseuchten Eiswürfeln. Unser Kameramann hängt sogar am Tropf. Los salmonellos! Sprühwurst. Du weißt schon, was ich meine. Nur Dein Kumpel Vigo heilt alles mit Tequila. Salut! Eigentlich sollten wir diesen Duschgel-Spot in zwei Wochen abgedreht haben, aber jetzt wird’s was länger. Wie is’ bei Dir? Passt Inga noch durch die Tür? Frontspoilertechnisch ist sie ja echt ganz vorne. Seid Ihr sicher, dass es keine Vierlinge werden? Apropos vier, ich muss mich wieder um die vier Mädels kümmern. Viel Arbeit für einen alleine. Magst Du nicht ’ne Woche kommen? Mein »Best Boy« kotzt sich die Seele aus dem Leib. Ich brauch Ersatz. Und gerade Du würdest hier Augen machen. Hier fahren Karren rum, mit denen hat schon Cortés die Azteken überfahren. Da könntest Du mal einen abgefahrenen Artikel drüber schreiben. Überleg’s Dir. Kannst auf Produktionskosten rüberjetten. Lauer Job. Musst nur mein Glas nachfüllen. Melde Dich.

Hasta luego!

Vigo

Las Dunas Beach Resort, Diego Villa, Recepción. Buenos días!

Äh … ja. Buenos días! Alex Thomsen, Alemania. Quiero hablar … äh … con Señor Seidelmann. Vigo Seidelmann.

Ah Señor Vigo. Sí, Sí! Habitación 302. Un momento por favor!

Ja … Aua. Niemand, den ich kenne, würde mich um diese Zeit anrufen.

Morgen Vigo. Alex hier. Hab ich dich geweckt?

Geweckt? Ich bin gar nicht wach! Leg auf, wenn du mein Freund bist.

Ich denk, du bist da zum Arbeiten.

Ja, ja, nachmittags. A la tarde. Capito?

Ja, ’tschuldigung. Aber ich kann nur jetzt, ich muss Inga gleich zum Ultraschall fahren.

Kann die nicht selber fahren? Oder verwechselt man Kupplung und Bremse, wenn man schwanger ist?

Nein. Aber in ihrem Zustand muss man schon ein bisschen Rücksicht nehmen. Gestern beim Geburtsvorbereitungskurs ist sie fast zusammengeklappt.

Wieso weißt du denn das? Warst du etwa dabei?

Ja sicher.

Bei so ’nem Hechel-Scheiß?

Vigo, was anderes: Ich kann nicht kommen.

Du musst hecheln, oder?

Jetzt mach dich nicht lustig! Es sind jetzt nur noch vier Wochen bis zum Termin. Inga braucht mich. Sie ist sehr dünnhäutig.

Schon gut … Ne, jetzt nicht. Dar por el culo!

Wie bitte?

Ach nix. Nicht du.

Verstehe, du bist nicht allein. Auf jeden Fall kann ich nicht kommen. Lass uns quatschen, wenn du wieder zurück bist.

Sí, claro. Unsere Biketour steht aber, oder?

Ja klar. Wie immer.

Bueno. Grüß Inga.

Mach ich.

Irgendwann müssen wir uns entscheiden, Alex. Wenn du mich fragst, ist das meiste Schrott. Eigentlich kommen nur drei in Frage. Hier, diese Anja aus Krakau. 19 Jahre alt, spielt Klavier, liest viel und mag Kinder, steht hier. Ja hoffentlich. Wo ist denn das Foto? Hier. Nee. Die nicht.

Wieso? Die ist zu hübsch. Die kommt mir nicht ins Haus. Dann vielleicht die aus Moldawien. Alena, 20, spielt Klavier, liest viel … wer’s glaubt. Merkwürdigerweise kommt die über die gleiche Au-pair-Agentur wie die Polin. Wo ist eigentlich Moldawien?

»Irgendwo im Osten« … das hätte ich auch gewusst. Danke. Mensch, Alex, jetzt hilf mir doch ein bisschen.

Natürlich eilt es. Ich will so schnell wie möglich nach der Geburt wieder einsteigen. Wir haben im Oktober den Relaunch von »Belezza«. Ich hab nur zehn Wochen, um die ganze Zeitschrift umzukrempeln … Vielleicht ist es ja auch die hier: Antonia aus Portugal, ist 22, kann nix, mag aber Kinder. »… will Deutsch von Grund auf lernen.« Heißt im Klartext: Kann nicht ein Wort. Sieht aber wenigstens nicht gut aus. Die wär vielleicht was. Alex! Jetzt sag doch auch mal was! Aber die Polin scheidet aus.

Münze schmeißen? Meinetwegen. Also, Zahl ist Moldawien, der Adler ist Portugal.

Zahl. Moldawien. Wo ist die Telefonnummer? Rufst du an? Ich fühl mich nicht so.

Nein, du kannst nicht heute Abend anrufen. Da ist der Geburtsvorbereitungskurs. Das ist wirklich süß, dass du da mitkommst.

Aaaaaaaaaaa!!! Oooooooooo!!! Und jetzt mal nur die Männer bitte. Aaaaaaaa!! Oooooooooo!! Fühlen Sie es? Nein, Sie fühlen es nicht. Können Sie auch nicht. Denn unser Wehensingen im Rahmen einer ganzheitlichen Geburtsvorbereitung dient ja der Entspannung im Moment des Schmerzes. Und noch mal: Aaaaaaaa!! Oooooooo!! Atmen Sie! Singen Sie! Bei der Geburt lösen Sie durch die gesungenen Vokale die Verkrampfung. Das mag Ihnen jetzt noch abstrakt erscheinen, aber wenn der Schmerz erst da ist, müssen Sie die Technik beherrschen. Sonst ist es zu spät. Sie müssen die Wehen durch den Gesang gewissermaßen verarbeiten. Und dann öffnet sich auch der Muttermund schneller. Wie bitte? U? U geht natürlich auch. Aaaaaaa!! Uuuuuuuu! Sehen Sie diesen Tennisball hier? Ich möchte nun die Männer bitten, sich dort drüben jeweils einen Tennisball zu nehmen … Hat jeder einen? Sehr schön. Jetzt hocken Sie sich bitte hin und setzen sich auf den Tennisball. So, dass er hier unten liegt, direkt unter dem Damm … Ja, ja, natürlich tut das weh. Ich möchte Ihnen nur einen kleinen Eindruck von dem Schmerz geben, den Ihre Partnerinnen teilweise über Stunden hinweg erdulden müssen. Schließen Sie die Augen, meine Herren! Atmen Sie! Singen Sie! Aaaaaaa!! Ooooooo!! Nein, nicht »Au«! Aaaaaaa!!!!

16. Januar 2000

Las Dunas Beach Resort,

Canyamel, Mexiko

Hola Alexito,

estas bien? Hoffe, Dir geht’s so gut wie mir. Echt schade, dass Du nicht hier sein kannst. Jason, unser Regisseur aus Miami, rockt hier echt den Laden. Jede Nacht ’ne Zimmerparty. Ich will’s mal so sagen: Du ahnst ja nicht, was man mit einem Tennisball alles machen kann. Hast Du mal versucht, einen auf dem Schwanz zu balancieren? Jason kann’s. Nächste Karte kommt.

Adiós!

Vigo

***sms***Alex, warten auf Text. Red.-Schluss ist um 12. Christian***sms***

Mehr Bock auf Boxster?

»Automagazin«-Redakteur Alex Thomsen hat den Boxster mit neuem 220-PS-Motor und Facelift schon gefahren.

»Signore, noch ein Espresso?«, fragt Luigi, der Barista in Positano. Ich lehne dankend ab. Es ist kurz vor acht am Morgen. Noch gehört die Straße mir. Mir und dem neuen Boxster 2,7. Schon beim Starten wird klar: Hier will’s jemand wissen. Die Stuttgarter Sound-Designer haben ganze Arbeit geleistet. Ein tiefes Grollen, begleitet von heiseren Obertönen, bahnt sich durch das ovale Auspuffrohr seinen Weg in den kampanischen Morgen. Selbst die italienische Mama, die gerade in der Panificio an der Ecke Dutzende Panini gekauft hat, hält inne und lauscht ehrfurchtsvoll. Kupplung, erster Gang, Gas. Langsam ganz langsam, rollen die 255er Breitreifen über das Kopfsteinpflaster vor der Kirche Santa Maria Assunta. Ist es wirklich Zufall, dass in diesem Moment die Glocken läuten? Ich stoppe kurz, und per Knopfdruck öffnet sich in nicht mal zwanzig Sekunden das elektrische Verdeck. Jetzt darf es schon ein bisschen mehr Gas sein, denn vor mir liegen die legendären Kurven der Amalfitana. Traumsportwagen trifft Traumstraße. Dank des aufpreispflichtigen Sportfahrwerks, mit der deutlich härteren Abstimmung, frisst der Mittelmotor-Roadster eine Kurve nach der andern wie auf Schienen. Que bella macchina! Das lederbespannte Gestühl bietet dabei ausreichend Seitenhalt und macht die rauschhafte Kurvenjagd auch zu einem äußerst komfortablen Vergnügen. Voller Vorfreude schalte ich runter, denn hinter der nächsten Kurve erwartet mich eine längere Gerade. Schon der kleinste Druck aufs Pedal macht deutlich, wie viel besser der neue Boxster am Gas hängt. Man mag kaum glauben, dass es nur 16 PS sind, die meinen Testwagen vom Vorgängermodell trennen. Der Gewinn an Elastizität ist deutlich spürbar. Die Folge ist eine viel gelassenere Fahrweise. Denn der Boxster-Fahrer weiß nun, dass er speziell bei Überholvorgängen im mittleren Drehzahlbereich stets über ausreichende Reserven verfügt. Bei aller Gelassenheit sollte man die Tachonadel aber nie aus den Augen lassen. Denn scheinbar mühelos stemmt sich der Boxster gegen den Fahrtwind und erreicht Geschwindigkeiten, die selbst bei italienischen Ordnungshütern auf wenig Begeisterung stoßen. Wäre ich zu schnell gewesen, hätte ich auch Katharina übersehen, die schwedische Studentin, die an diesem Morgen an der Piazza auf eine Mitfahrgelegenheit hofft. Bella donna! Natürlich halte ich an. Und da der Boxster sowohl vorne als auch hinten über einen Kofferraum verfügt, ist auch der Transport ihres Reiserucksacks kein Problem. Sie will nach Neapel. Und ich? Nun, das griffige Lederlenkrad in beiden Händen weiß ich: Für mich ist an diesem Morgen eh nur der Weg das Ziel. Warum also nicht nach Neapel? Hochschalten und Gas geben. Vom Meer her weht eine frische Brise durch das offene Cockpit. Neben mir flattern blonde Haare im Fahrtwind. La vita e bella!

Die ist ja wirklich blond. Hast du die Fotos selbst gemacht, Alex?

Ja. Kuck mal, Christian, das hier ist auch ganz schön. Aus Schweden war die natürlich nicht. Slowakei. Aber das fand ich für den Artikel irgendwie unsexy.

Dieses hier ist auch gut, wo die Kirche sich in der Motorhaube spiegelt. Ich denk, das nehmen wir für die Doppelseite. Und hier die vier mit Capri im Hintergrund, machen wir als so eine Leiste links auf der Seite.

Ich hab auch überlegt, Christian, ob wir ihre Augen hier auf dem Foto blau machen. So voll Schweden-Klischee.

Gute Idee. Ich geb’s mal in die Grafik.

Gut. Aber der Björn soll nicht wieder so übertreiben. Nachher hat sie auf dem Bild wieder zwei Meter lange Beine und 80 Doppel D.

Text ist gut, Alex. Nehmen wir so. Irgendwo müssen wir noch zweihundert Anschläge streichen. Kriegst es dann noch mal zu lesen.

Gut, Christian. Dann war’s das, oder?

Ne, bleib mal noch ’n Moment. Brandy?

Mittags?

Egal. Alex, ich bin raus.

Du bist was?!!

Raus. Ich krieg ’n dicken Scheck, zum 1.4. Umstrukturierung, Relaunch, blabla.

Die können dich doch nicht einfach absägen.

Tun sie offiziell auch nicht. Ich könnte rüber in die Personalplanung. »Beförderung«. Gleiches Gehalt, nix zu sagen. Ich hab ihnen den Finger gezeigt. Den Winter bleib ich erst mal in unserem Häuschen in Ste Maxime.

Mensch, Christian, die Auflage ist doch okay. Du machst hier seit zehn Jahren den Chef und du machst es gut.

Ja, ja, aber die Anzeigen: satte 40 Prozent weniger letztes Jahr. Konjunkturflaute hin oder her, schuld bin natürlich ich. Außerdem soll sich »Automagazin« am Markt neu positionieren, andere Zielgruppen: vor allem mehr Frauen.

Mehr Frauen?! Wir sind ’ne Autozeitung!

Irrtum. Wir sind demnächst ein »Lifestyle and Mobility«-Magazin.

Wer sagt denn das?

Meine Nachfolgerin.

Jetzt nehm’ ich ’nen doppelten Brandy.

Halt dich fest: Es ist Svenja Richter.

Die Richter??!!

Genau. Die zukünftige Ex-Chefin deiner Frau. Unser Oberboss hat sie von »Belezza« weggekauft.

Die Richter? Die fährt doch nur Fahrrad.

Ja …

Die kann doch ’n Auto nicht von einem ...

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