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Warrington - Ein Mann aus Granit

Thomas West

Warrington - Ein Mann aus Granit

Cassiopeiapress Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Warrington – Ein Mann aus Granit

Western von Thomas West

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress,Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

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Teil 1

Das Laubdach des Flusswaldes rauschte in der leichten Brise des morgendlichen Sommerwindes. Sonst war es fast still. Lediglich von fern klangen hier und da noch Kanonendonner und Gewehrfeuer. Vereinzelt nur und so weit weg, als würde es einen hier im Wald am Wilson's Creek nichts angehen.

Die Ruhe vor dem Sturm, weiter nichts. Dave T. Copeland machte sich nichts vor.

Er sah sich um. Die Männer zwischen den Bäumen und Büschen hinter ihm und rechts und links von ihm standen neben ihren Pferden. Sie flüsterten mit ihnen oder streichelten behutsam ihre Hälse und Nüstern. Kaum eines der Tiere gab einen Laut von sich. Wie gesagt – es war still im Uferwald.

 

Viele der Männer trugen graue Uniformen. Uniformen der Südstaatentruppen. Einige allerdings waren gekleidet, als wollten sie einen Viehtreck hinauf nach St. Louis begleiten: Schmutzige, blaue Hosen aus grober Baumwolle, ungefärbte Leinenhemden und helle, breitkrempige Hüte.

Andere trugen dunkle Gehröcke oder Jacketts und kleine, steife Hüte, und wieder andere helle Hemden mit breiten Hosenträgern darüber.

Der Krieg war noch zu jung, um schon für jeden eine Uniform bereitzuhalten.

Auch ein paar Indianer mit braunen Stirntüchern und in leichten Lederhemden sah Copeland zwischen seinen Leuten. Pawnees des Arkansas Regiments. Seine eigenen Leuten gehörten zu einer Kavallerieeinheit des Louisianaregiments. Auch Copeland stammte aus dem Süden Louisianas.

Hundertachtunddreißig Reiter hatten sich hier auf der flussabgewandten Seite des Oak Hills im Wald versteckt. Zwei Schwadronen. Captain Dave T. Copeland sollte sie in die Schlacht führen.

Dunst stieg aus dem feuchten Waldboden. Im dämmrigen Licht verschwammen Pferde, Männer und Büsche zu einer graugrünen Wand. Die Morgensonne tastete sich zaghaft durch das dichte Laubdach des Waldes. Von Osten her bohrten sich die ersten Strahlenbalken durch die Baumkronen. Aus ihrem spitzen Einfallswinkel schloss Copeland, dass es nicht später als acht Uhr sein konnte.

Wieder blickte er sich nach seinen Männern um. Auf den Gesichtern, die er in seiner nächsten Nähe erkennen konnte, spiegelte sich Anspannung und grimmige Entschlossenheit wieder.

Unter Copelands Leuten gab es keinen, den man zu den Waffen hätte prügeln müssen. In der ganzen Armee der Konföderierten gab es das nicht, da war Copeland sicher.

Der Junge direkt hinter ihm unter den tiefhängenden Eichenästen zum Beispiel – er brannte auf den Kampf. Copeland sah es an seinen leuchtenden Augen. Nicht älter als siebzehn oder achtzehn war er. Hatte sich bei Nacht und Nebel von der väterlichen Ranch in Wyoming davongestohlen, um für die Sache der Rebellen zu kämpfen. Er trug lederne Reithosen, Hemd und Weste – alles in schwarz. Auch sein Hut war schwarz.

Copeland lächelte ihm zu. Der Junge lächelte zurück. Prächtiger Bursche. Copeland grübelte nach seinem Namen. Er fiel ihm nicht ein.

Vor drei Stunden hatten die Yankees angegriffen. Kurz vor Sonnenaufgang. Die Wahnsinnigen mussten die ganze Nacht durchmarschiert sein!

Keiner hatte mit dem Angriff der Blauröcke gerechnet. Copelands Generäle McCulloch und "Old Pap" Price befehligten immerhin gut elftausend Mann. Und Lyon, der Yankeegeneral, hatte nicht einmal sechstausend Blauröcke unter seinem Kommando.

Vor fünf Tagen erst hatten sie den verdammten Yankeegeneral gezwungen, sich tief nach Missouri hinein zurückzuziehen. Kundschafter hatten seine Truppen noch vor zwei Tagen bei Springfield gesehen.

Und plötzlich taucht er hier im Grenzgebiet zwischen Arkansas und Missouri auf. Im Grenzgebiet zwischen Konföderierten und Union. Nimmt gleich mit der ersten Angriffswelle den Oak Hill und räumt die fünf Geschütze der Arkansas Battery ab!

Danach hatten fast zwei Stunden lang drei oder vier Yankee-Batterien Tod und Verderben vom Hügel aus auf das Flussufer, gegen die Berghänge und in die lichten Stellen des Waldes gespien. Überall dorthin eben, wo sie graue Uniformen entdeckten.

Der erste Versuch, die Stellung zurückzuerobern, war gescheitert. Achtzig Tote. Doppelt so viele Verletzte. Seitdem schwiegen die Geschütze der Yankees.

Copelands Kommandeur hatte Gift und Galle gespuckt. General McCulloch, ehemaliger Texasranger und Haudegen von der härtesten Sorte, wollte den Hügel ums Verrecken zurückerobern. Er hatte Copeland mit zwei Reiterschwadronen in den Wald geschickt. Nachdem "Old Paps" Infanteristen vergeblich versucht hatten, den Oak Hill zu stürmen, sollte es nun im zweiten Anlauf mit Unterstützung der Kavallerie gelingen.

Von fern erklang plötzlich Gewehrfeuer. Und Geschrei. "Old Paps" Infanteristen liefen vom Fluss her zum zweiten Mal gegen den Hügel an. Copeland lauschte konzentriert – seine Augen wurden schmal. Deutlich waren die Hurra-Rufe zu hören.

Und dann donnerten die Geschütze der Yankee-Batterien wieder los. Der zweite Angriff auf Oak Hill hatte begonnen!

Copeland strich sich seine widerspenstigen dunklen Locken aus der Stirn und drückte sich die Schildkappe auf den Kopf. Er hob den Arm und stieg in den Sattel. Ein starker Windstoß schien durch den Wald zu rauschen: Hundertachtunddreißig Reiter schwangen sich auf ihre Pferde.

Der Kanonendonner nahm zu. Das Gewehrfeuer verstärkte sich – jeden Moment musste das Signal für Copelands Schwadronen ertönen.

Der Captain zog einen seiner beiden Colts – einen .44er "New Model" Armeerevolver – und drehte sich noch einmal nach seinen Männern um. Alle saßen sie in den Sättel. Mit gezogenen Revolvern, in die Hüfte gestützten Gewehren oder mit blanken Säbeln.

Copelands Blick traf sich mit dem des Jungen aus Wyoming. Er sah dessen Kiefermuskulatur pulsieren. Und er sah sein blasses Gesicht. Ein Kindergesicht.

Copeland nickte ihm zu. Auch ihn selbst befiehl eine fiebrige Erregung. Selbst den abgebrühtesten unter seinen Leuten würde jetzt die Angst in den Gedärmen rumoren. Erst recht einem jungen Burschen, der seine erste richtige Feuertaufe noch vor sich hatte.

Plötzlich fiel Copeland der Name ein: Warrington. Chester Warrington, so hatten sie ihn genannt.

Und endlich das Horn – dreimal blies es das Signal zum Angriff. Irgendwo vom Flussufer her, wo McCulloch sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte.

Copeland winkte seine Leute hinter sich her.

"Attacke!", brüllte er. Es war als würde ein Hurrican durch den Wald jagen: Äste brachen, Laub raschelte, hundertachtunddreißig Männer brüllten "Hurra!", und fünfhundertzweiundfünfzig Hufe ließen den Boden erzittern. Copelands Schwadronen brachen aus dem Wald.

In einer langgezogenen Angriffskette galoppierten die Reiter den Hügel hinauf. Zwischen den Bäumen auf der Hügelkuppe sah der Captain Blauröcke herumrennen. Sie formierten sich zu einer doppelten Verteidigungslinie – kniende Schützen im Gras, dahinter stehende Schützen. Die erste Gewehrsalve krachte Copelands Reitern entgegen. Links und rechts des Captains stürzten Männer aus den Sätteln.

Copeland sah sich um. Direkt hinter ihm der Junge. Copeland steckte sich die Zügel zwischen die Zähne und zog seinen zweiten Colt. Mit den Knien lenkte er sein Pferd, aus beiden Revolvern nahm er die Yankee-Schützen unter Feuer. Sie waren noch gut dreihundert Schritte entfernt.

Ein starres Rohr tauchte zwischen den Bäumen auf, und noch eines. Die verdammten Blauröcke hatten zwei ihrer Geschütze von der Flussseite des Hügels abgezogen und gegen seine Reiter in Stellung gebracht. Sekunden später schlugen hinter Copelands Truppe die ersten Granaten ein.

Wieder ein Blick zurück. Die Geschosse waren weit hinter seiner Angriffslinie am Waldrand detoniert.

"Die Geschütze!", brüllte er. "Wir müssen sie ausschalten!"

Die Reiter scherten nach links und rechts aus. Weg aus der Schusslinie der Kanonen.

"Wir nehmen sie in die Zange!", brüllte Copeland. Er selbst jagte mit fünfzig oder sechzig Reitern nach rechts.

Wieder dröhnten die Geschütze. Männer und Pferde stürzten ins Gras. Die Yankees hatten die Geschütze herumgerissen. Spätestens in diesem Augenblick wusste Copeland, dass auch der zweite Sturm auf Oak Hill zum Scheitern verurteilt war, wenn es seinen Leuten nicht gelang, die Geschütze auszuschalten...

 

*

 

Chester Warringtons Hirn war wie leergefegt. Er fühlte nichts mehr, er dachte nichts mehr. Die Oberschenkel gegen den Pferdeleib gepresst, jagte er mit drei Dutzend anderen Kavalleristen dem Captain hinterher und schoss aus beiden Revolvern auf die Reihe Blauuniformierter über ihnen auf der Hügelkuppe.

Er hörte Verwundete schreien, er sah Männer aus den Sätteln und Pferde ins Gras stürzen, er hörte die Kugeln durch die Luft zischen, den ohrenbetäubenden Donner der Geschütze. Es gab kein Zurück mehr. Sie waren in die Hölle galoppiert, und jeder musste sehen, wie er lebend hindurchkam. Der Captain schien entschlossen, sie noch tiefer hineinzuführen. Er brüllte wie ein wütender Löwe, wechselte im Reiten die Trommeln seiner Revolver und hielt hartnäckig auf die Stellung der Yankees zu. Seine langen schwarzen Locken flatterten im Wind, und seine große Gestalt beugte sich tief über den Pferderücken.

Warrington hielt sich dicht hinter ihm – wie ein kleiner Junge sich im Gewitter hinter dem Rücken seines Vater versteckt. Von Copelands Pferd hochgeschleudertes Gras und feuchter Dreck spritzten ihm ins Gesicht.

Ihm nach, ihm nach, bellte eine Stimme in seinem Kopf zum rasenden Rhythmus seines Pulsschlages, dicht hinter ihm bleiben, dicht hinter ihm! Der wilde Mut des Captains, seine ungestüme Angriffslust steckten ihn an. Die Panik, die an seinen Nerven zerren wollte, hatte keine Chance.

Aus den Augenwinkeln sah der junge Warrington, dass der Hauptangriffskeil auf der linken Hügelseite zusammengebrochen war. Pferde mit und ohne Reiter flohen in den Wald zurück. Überall zuckende oder reglose Körper im Gras.

Der Feuerschutz für Captains Copelands Angriff auf die Geschütze wurde immer schwächer. Nur noch eine kleine Reitertruppe sah Warrington in weitem Bogen nach links schräg über den Hang von Oak Hill preschen.

Er blickte nach rechts. Dasselbe Bild – überall Tote und Verwundete. Und herrenlose Pferde in panischer Flucht. Und die Angriffsspitze hinter dem Captain war auf nicht einmal zwanzig Mann zusammengeschossen.

Ein Blick zurück – dreißig bis vierzig Reiter etwa zwanzig Pferdelängen hinter ihnen. Gut die Hälfte davon Pawnees des Arkansas Regiments. Warrington erkannte sie an ihren kleinen scheckigen Appaloosas. Freihändig hockten sie in ihren Sätteln und feuerten aus Spencergewehren auf die Verteidigungslinien des Gegners.

Plötzlich kam Bewegung in die Reihen der Blauröcke oben auf dem Hügel. Sie stürmten ihnen entgegen – hundertzwanzig, hundertfünfzig Infanteristen. Auch von rechts und links erklang Hurra-Gebrüll.

"Sie wollen uns einkreisen!", schrie ein Reiter neben Warrington. Im nächsten Augenblick stürzte er getroffen vom Pferd.

Der Captain riss die Zügel seines Pferdes zurück. Es stieg hoch und wieherte panisch. Auch Warrington hielt sein Pferd an. Kugeln pfiffen über seinen Kopf, Männer schrien getroffen auf, Das Hurra-Gebrüll kam näher und näher.

Copeland blickte sich um. Warrington sah das wutverzerrte Gesicht seines Captains. Und erfasste augenblicklich, dass der Angriff so gut wie gescheitert war. Der konföderierten Infanterie auf der anderen Hügelseite schien es nicht besser zu ergehen, sonst könnte Billy Yank nicht kompanieweise aus seiner Stellung stürmen.

Aber Copeland dachte nicht daran, aufzugeben. Mit einem Handzeichen bedeutete er dem größeren Reitertrupp hinter ihnen, die hügelabwärts stürmenden Blauröcke anzugreifen. Er selbst riss sein Pferd nach rechts herum und winkte Warrington und die übriggebliebenen Männer hinter sich her.

Warrington dachte nicht nach. Er folgte seinem Captain einfach. Und die restlichen fünfzehn, zwanzig Männer der Angriffsspitze taten es auch.

Während die Pawnees sich mit markerschütterndem Kriegsgeschrei den Yankees entgegenwarfen, ritt Copeland mit seinen wenigen Leuten um deren Angriffslinie herum. Jetzt war der Weg zum Hügel frei.

"Packt sie!", schrie der Captain. "Schießt die Kanoniere nieder!"

Copelands taktisches Manöver schien die Unionssoldaten für Sekunden völlig auszuhebeln. Die dicht gestaffelten Linien auf der Hügelkuppe wichen vor dem wuchtigen Angriff der kleinen Reitertruppe zurück. Chaos brach unter ihnen aus. Auf einen derart bedingungslos kämpfenden Haufen waren sie einfach nicht gefasst.

Begeisterung packte Warrington. Und berauschte ihn. Er schrie sich die Kehle heiser und schoss auf die Kanoniere. Einer nach dem anderen ging zu Boden oder rannte davon. Einige von Copelands Reitern sprangen aus den Sätteln und schoben die Kanonen an den Abhang. Die Geschütze holperten den Hügel hinunter und stürzten um. Lautes Jubelgeheul der Rebellen brandete auf.

Aber die Euphorie währte nur ein paar Minuten lang. Schon formierten sich die Yankees neu und gingen zum Angriff über. Wie aus dem Nichts tauchten Reiter zwischen den Baumgruppen auf. Fünfzig, sechzig Yankee-Kavalleristen. Hinter ihnen noch einmal so viele Infanteristen.

Ein hagerer Reiter in blauer Offiziersuniform führte den Angriff. Warrington sah sein schmales bärtiges Gesicht. Der aristokratische Ausdruck um seine Augen, die beherrschte Geste, mit der er den Degen schwang, die erwartungsvollen Seitenblicke der Reiter rechts und links von ihm – instinktiv erfasste Warrington, dass dieser Mann ein hoher Offizier sein musste.

Ohne einen Gedanken zu verschwenden, scherte der junge Bursche aus Wyoming aus seinem Verband aus und ritt dem Kavalleristen entgegen. Im Reiten steckte er seine leergeschossenen Revolver in die Halfter und riss seinen Coltkarabiner aus dem Sattelholster.

Einen einzigen Schuss gab er ab – und der Offizier stürzte getroffen vom Pferd. Wutgeheul ging durch die Reihen der Blauröcke. Statt zurückzuweichen, stürmten sie noch schneller voran.

Warringtons grimmige Freude war wie weggeblasen. Von allen Seiten näherten sich Blauröcke. Zu Pferd und zu Fuß.

"Rückzug!", schrie Copeland hinter ihm. "Zurück in den Wald!"

Warrington riss sein Pferd herum und hieb ihm die Sporen in die Flanken. Er erreichte noch den Hang, dann donnerte eine Schusssalve – und das Tier knickte in den Vorderläufen ein. Warrington schlug hart auf dem Grasboden auf. Der Captain und die übriggebliebenen Reiter preschten vor ihm den Hügel hinunter.

Warrington sprang auf. Die Blauröcke waren noch höchstens einen Steinwurf entfernt. Er warf sich hinter sein totes Pferd und feuerte die Trommel seines Colt-Karabiners leer.

Ein Blick zurück. Die Kameraden hatten schon fast den Wald erreicht.

Nur einer nicht. Der Captain. In rasendem Galopp jagte Copeland zurück, auf seinen jungen Soldaten zu. Chester Warrington sprang auf und spurtete ihm entgegen. Er bekam den Sattelknauf zu fassen, zog sich hoch und klammerte sich am Sattelriemen fest.

"Lass bloß nicht los!", brüllte der Captain. Copeland ließ sich seitlich vom Pferd rutschen. Das rechte Bein über den Sattel geklemmt, die Arme um Hals des Tieres geschlungen, presste er sich gegen dessen Flanke. Warrington auf der anderen Seite des Pferdes machte es genauso.

Schüsse pfiffen an ihnen vorbei, Hufschläge donnerten hinter ihnen heran, unzählige Yankeekehlen brüllten ihr "Hurra". Warringtons Eltern und Geschwister tauchten vor seinem inneren Auge auf, und für ihn war klar, dass seine Uhr abgelaufen war. Nicht mal achtzehn Jahre – und aus und vorbei...

Später konnte er sich nie erklären, wie er und der Captain es geschafft hatten, durch den Kugelhagel hindurch den Waldrand zu erreichen. Sie erreichten ihn einfach. Punkt.

Dort formierte sich der auf eine Schwadron zusammengeschrumpfte Haufen Copelands und nahm die Blauröcke unter Feuer. Aus irgendeinem Grund zogen die sich auf ihren dämlichen Hügel zurück.

Warrington lag neben dem Captain im Unterholz und bestaunte erleichtert den Rückzug der Blauröcke. Er sah Copeland von der Seite an. Bewunderung auf seinen blassen Zügen. Sogar Ehrfurcht.

"Danke, Captain Copeland", krächzte er. "Sie haben mir das Leben gerettet..."

Copeland stieß nur ein trockenes Lachen aus. "Ich hätt' nie mehr ruhig geschlafen, wenn ich's nicht getan hätte, Junge." Eine Mischung aus Spott und Erleichterung funkelte in seinen blauen Augen. "Heute ist der zehnte August 1861 – merk dir dieses Datum."

"Ich werde den Tag in Zukunft als meinen Geburtstag feiern."

"Nicht deswegen, Junge." Warrington sah seinen Captain begriffsstutzig an. "Weißt du denn nicht, wen du da oben auf dem Hügel erschossen hast?" Warrington schüttelte langsam den Kopf. "Den Yankee-General, Junge." Copeland grinste, packte Warrington an den Schultern und schüttelte ihn. "Du hast General Nathaniel Lyon erschossen, du Höllenhund!"

 

*

 

Z

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