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Vom Tatort bis zu den lieben Schnecken

Ursina Müller

Vom Tatort bis
zu den lieben
Schnecken

Dieses Buch soll deine Lebensgeister wecken

Danksagung

Vielen Dank meinen Lieben Verbündeten in dieser Welt.

Diese Geschichten zeigen Einblicke in mein reiches Leben,

voller Freude, Rätsel, Geschehnissen und Erlebtem.

Danke euch allen, die dieses Buch möglich machen.

Ursina

Inhaltsverzeichnis

Gedichte

1.   Der Besuch

2.   Ring

3.   Sandwiche

4.   Gedicht über Düfte

5.   Maiglöckchen

6.   Sudoku

7.   Die Falte

8.   Tatort

9.   Selbstportrait

10.  Menschenrechtskonvention

11.  Ou die Suecherei

12.  Der Sauger

13.  Alles Gute zum Muttertag

14.  Die braune Samtjacke

15.  L’ amour et 1000 baisers

16.  L’ amour et 1000 baisers Part 2

17.  Hofladen

18.  Schlaflied

19.  Les escargots - Die Schnecken

20.  Einkaufsbummel

21.  Ha wieder mol en Kafi kauft, am Kiosk i de Stadt

22.  Meine Seele schreit nach Berührung

23.  Erwachen

24.  Alter und Tod

25.  Die Heiligkeit des Lebens und Sterbens

26.  Was ist Trauer

27.  Der goldene Osterhase

28.  Liebe ist

29.  Die Vulva

30.  Geburtstag von Sun

31.  Eine wundervolle Stimme

32.  Das Ausflugsziel

Corona

1.  Corona 1

2.  Corona 2

3.  Corona 3

4.  Pik

5.  Die Wende

6.  Morgenstund hat Gold im Mund

7.  Corona 4

8.  Es hat wieder Eis

9.  Corona 5

10. Corona 6

11. Sonntag

Rätsel

1 – 15

Die Lösungen sind auf der letzten Seite.

Gedichte

Der Besuch

Eines Abends besuchte ich meinen Bruder in Immensee. Wir sassen zusammen und tranken Bier und Tee.

Darauf wollte er noch etwas fort. Und wir gingen ins Bijou, am selben Ort.

Der Spass war riesig, er redete – wir lachten. Und nahmen durch so manche Sachen.

Um halb elf wollte ich dann auf den Zug. Denn ich musste noch heimreisen, nach Oberwil Zug.

Es war die letzte Verbindung die ich hatte. Und in Goldau verlangte es, dass ich warte

55 Minuten auf dem Anschlusszug. Von Milano nach Zürich, und zwar im Flug.

Ich trinke also einen Kaffee im Bahnhofbuffet. Und wollte heim, und nur noch ins Bett.

Ich schaute, welches Geleis ich nehmen muss. Und das Bahnhofbuffet machte auch grad Schluss.

Huiii! Der Zug, der war schon da. Und ich die Türen schliessen sah.

Ich sprang hinein in den letzten Zug. Und wollte so rasch wie möglich nach Zug.

Der Zug fuhr an – und ich merkte dann, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Dann die folgende Durchsage erklang - worauf ich mich innerlich noch besinnen kann - der nächste Halt sei Bellinzona. Darauf Lugano und Locarno.

Was soll das jetzt, hab ich gedacht. Auf dass hier jemand Scherze macht??

Das kann nicht sein, das ist gewiss. Und beisse mir auf mein Gebiss.

Bin ich wirklich im falschen Zug? Und mache jetzt noch einen grossen Ausflug!

Ist das wahr, oder spinn ich jetzt! Hab ich in Goldau zu viel gehetzt?

Ich setze mich hin, und rechne jetzt. Fast kein Abteil ist besetzt.

Es dauert wohl gut eine Stunde. Und wie ist das mit dem Verbunde?

Erwische ich einen Zug zurück. Und habe ich vielleicht noch etwas Glück?

Ich wusste es nicht - da gab‘s noch kein Handy. Aber ich wünschte mir jetzt einen Brandy.

Nach langer Fahrt stieg ich in Bellinzona aus. Wollte immer noch nur erreichen mein Haus.

Und sah schon bald, das wird nichts mehr heute. Wollte nur zielstrebig wie die anderen Leute.

Nach Hause in das warme Bett. So ziemlich rasch und sehr konkret.

Ich schaute mich um, am Bahnhof nun. Was sollte ich jetzt, mit mir bloss tun?

Die Wartehalle hatte so Bänke drin. Und ich doch wirklich müde bin.

Gibt’s da nicht ein bequemeres Bett? Ich doch nur schlafen möchte, im eigenen Bett.

Ich trete hinaus in die dunkle Stadt. Und hoffe, dass es ein Hotel hat.

Ich rechne grad mit hohen Kosten. Mit achtzig Franken für diesen Posten.

Und sehe jetzt ein Hotel, wie toll. Worauf ich hier nur läuten soll.

Gemacht. Getan. Es bewegt sich nichts. Nicht einmal ein gedämpftes Licht.

Ich warte lange vor verschlossenem Tor, und komme mir etwas merkwürdig vor.

Aber es kommt heut keine Page - keine Person. Auch nicht an diesem Haustelefon.

Das wird hier nichts, hab’ ich begriffen. Und werde wohl ohne Buchung wieder abzischen.

Ich gehe etwas durch die dunklen Strassen. Und hoffte noch, es könnt was passen.

Aber kein Hotel, kein Gasthaus hat offen. Und ich habe auch noch niemanden getroffen.

In der Ferne leuchtet gross eine Mauer. Das möchte ich mir genauer anschauen.

Und gehe zielstrebig immer fort. Bis ich komme an den beleuchteten Ort.

Ein Riesenbauwerk mit Burg steht vor mir. Und ich ziemlich schnell kapier.

So etwas Grandioses zu sehen, passiert nur mir. So prunkvoll zu sehen bekommst du es nie.

Eine Pracht von Mauern und Gebäuden. Das bereite mir grosse Freuden.

Nur wäre da nicht das fehlende Bett. Ich doch etwas mehr Musse hätt.

So ziehe ich wieder zum Bahnhof zurück. Und werde so langsam ziemlich verrückt.

Es gibt kein Hotel in dieser Stadt, das um Mitternacht noch offen hat.

Ich nehme aber trotzdem die Strasse nach West. Und hoffe immer noch sehr auf das Best

ein Hotel zu finden, zu später Stund. Allmählich wird es mir ungesund.

Aber trotz allem Laufen und Sehen, und der vielen 100 Meter Gehen:

Ich sehe nur Palmen und einen Park. Und das finde ich jetzt nicht wirklich stark.

Die Häuser sind dunkel und alle sind zu Haus. Für mich ist es der Horror, ja wirklich ein Graus.

Zu guter Letzt kehre ich um. Und sage mir, du bist nicht dumm.

Nimm die Bank im Wartesaal! Aber es ist halt das erste Mal.

Wo ich auf einer Bank muss liegen, um bald den ersten Zug zu kriegen.

Ich lag drei Stunden auf dieser Bank, fand aber mit Nichten meinen Rank um zu schlafen an diesem Ort, wo alle Züge sind schon fort.

Um sechs Uhr in der Früh, so steht, dass der erste Zug dann wieder geht.

Nach Zug und Zürich, in dieser Richtung. Ich denke schon, mir fehlt eine Dichtung.

Wie war ich froh, dann einzusteigen und mich zu verabschieden, vom Land der Feigen,

und endlich doch noch nach Zug zu fahren. Wie kurios doch diese Eindrücke waren!

Und irgendwann, so morgens um acht, sage ich dann endlich gut Nacht.

Wie hab’ ich bloss diese Nacht verbracht.? Wer hat sich das nur ausgedacht?

Aber die Geschichte ist wirklich wahr. Auch wenn doch etwas sonderbar.

Und wie schrecklich lang war diese Nacht, die ich habe auf der Bank verbracht.

Eins kann ich nur sagen heute: Erkundet mal, ihr lieben Leute,

Bellinzona – ja diese Stadt – bei Nacht. Denn die Burg ist eine wahre Pracht.

5. 5. 2020

Ring

Einst sah ich einen Ring an einem Stand. So schön wie kein anderer im ganzen Land.

Es war ein Bergkristall - gefasst. Mit einem Ring, der jedem passt.

In der Form eines Brillanten, so war da er. Und gefiel mit wirklich sehr.

Nach unten im Spitz. Ein schöner Schliff. Sicher gibt es dazu einen Begriff.

Ich verliebte mich in diesen Ring. Ob ich das Geld wohl zusammenbring?

Er wurde von einem Mönch geschliffen. Einmalig und wundervoll. Ich hab’ s begriffen.

Tibet sei sein wahrer Ursprungsort. Und ich wollte ihn tragen, nun, sofort.

All mein Geld hab’ ich ausgegeben. Damit wir zusammen unsere Wege gehen.

Eine starke Faszination hat dieser Stein. Er ist sehr edel, und total rein.

Umfasst wird die Krone mit 24 Haltern. Und ich werde ihn für immer behalten.

So trug ich voller Ehrfurcht diesen Stein. Denn er war nun völlig mein.

Oft wurde ich darauf hingewiesen. Und die Bewunderer haben ihn gepriesen.

Er begleitet mich nun viele Jahre. Und die Geschichte so fortfahre.

Einst steckte ich den Ring in die Tasche. Ich wollte ihn schützen, wenn ich abwasche.

Ging drauf mit dem Velo in die Stadt, wo es halt einfach so Vieles hat.

Mit dem Velo zur Bahnstation und holte etwas von meinem Lohn.

Darauf erstand ich was ich wollte, damit es mir wieder reichen sollte.

Ich wollte nach Hause mit den Sachen, ja wollte zügig vorwärts machen.

Holte den Schlüssel aus dem Sack und belud mein Fahrrad mit dem Pack.

Es vergingen einige Tage, und dann - ich den Ring nicht mehr finden kann.

Ich hab’ ihn verlegt, bin ich mir gewiss. Sonst hab’ ich doch alles, stehts im Griff.

In der Wohnung wird er irgendwo sein. Strahlend und schön, hart und doch fein.

Ich ging bald darauf wieder in die Stadt. Wo‘s alles gibt, und es alles hat.

Fuhr mit dem Velo wieder zur Bahn und jetzt hat‘s mir mein Gefühl grad angetan.

Ich parkte wie immer, ganz vorne gelinde. Dass ich mein Velo schnell wiederfinde.

Und du denkst, das ist nicht wahr! Mein Ring schlicht auf dem Boden war.

Seit zwei, drei Tagen lag er nun dort. Und es nahm ihn keiner fort.

Es ist wirklich ein wahres Wunder. Und ich hatte ihn wiedergefunden.

Da lag er auf dem Boden, am selben Ort. Und ich nahm ihn auf, so dankbar, sofort.

Welch ein Glück ward mir beschenkt, wenn man dies einmal bedenkt.

So habe ich ihn wieder, den edlen Stein. Nun ist er wirklich, wirklich mein.

Wir gehören zusammen, das ist gewiss. Dieser Bergkristall, mit dem schönen Schliff.

Er ist mein Ein und Alles, dieser Ring. Was einst im Mai, in Zug, da anfing.

29. 4. 2020

Sandwiche

Immer wenn ich auf Reisen gehe. Und dann schon beim Bahnhof stehe.

Gönn ich mir etwas, ganz speziell. Etwas am Kiosk, gar nicht schnell.

Es kann dies einmal ein Heftli sein. Oder für die Ankunft, einen Wein.

Gerne nehme ich auch etwas zu lesen. Ich kann‘s ja nehmen auf die Spesen.

Und immer nehme ich etwas zu trinken. Um meiner Stadt Ade zu winken.

Sei es eine Cola oder Kaffee, oder auch ein Münzentee.

Heute ist es wieder einmal soweit und ich bin zum Reisen bereit.

Mein Handy, meine Medis sind in der Tasche und noch eine Weissweinflasche.

Etwas Reis und Süsses für die Kinder. Das lieben sie sehr, ja gar nicht minder.

Ich kaufe noch ein Feuerzeug ein. Das sollte immer bei mir sein.

An etwas zum Schreiben hab’ ich gedacht, auf dass man im Zug ja etwas macht.

Nun sitze ich bereit, in Zug, in der Stadt. Auf dem Bahnhof - wo es Bänke hat.

Ich sitze so da, und denke mir jetzt, etwas zu Essen, das wäre nicht schlecht.

So nehme ich meine sieben Sachen. Ich muss ja noch nicht vorwärts machen.

15 Minuten bleiben mir Zeit. Und ich bin für ein Sandwich bereit.

So stehe ich an, vor der begehrten Tür. Ich wäge ab, alles spricht dafür.

Ein Sandwich will ich mir erstehen und damit dann zum Zuge gehen.

Ich schau jetzt auf die vielen Brote. Auch gibt es eine Früchtetorte.

Was soll es sein, werde ich gefragt. Ich muss noch schauen, habe ich gesagt.

Brote mit Schinken, saftig und fein? Oder soll es eine Gemüsewähe sein?

Es gibt auch grosse Salamibrote. Das ist zu viel, was mir geboten.

Was ist in den luftigen Weggli drin? Das frage ich einfach, so wie ich bin.

Ein Eierbrot wird mir gepriesen. Und ich muss jetzt fast noch niessen.

Das Wasser läuft mir im Mund zusammen. Ich muss ja nicht mehr lange plangen.

Ich kaufe geschwind das Brot, so frisch, und werd’ es geniessen, im Zug, am Tisch.

Ach, wie freue ich mich auf diesen Moment. Das Ei zerschmilzt, so sanft, behänd.

Die Sauce hat‘s mir angetan. Was haben sie wohl alles reingetan?

Es geht nicht mehr lange, der Zug fährt ein. So wie man‘s mag, so soll es sein.

Schnell hab’ ich mir ein Abteil ergattert und der Zug nur noch kurz wartet.

Ich setze mich hin, Richtung Lokomotive. Und sehe aus dem Fenster - Gebäude Motive.

Meine Taschen hab’ ich links hingestellt, so, dass keine hinunterfällt.

Ein Schluck Coca Cola, sollte es sein. Aber das dünkt mich gar nicht fein.

Ach ja, mein Sandwich, fällt mir ein. Das sollte nun das nächste sein.

Behände zog ich die Tüte hervor. War völlig zufrieden und stellte mir vor

wie er sein soll, der Biss, der Erste. Und ich voller Vorfreude jetzt fast berste.

So tat ich dies, mit Serviette zur Hand. Ich aber den Geschmack nicht richtig verstand.

Klar, darin war Mayonnaise mit Ei. Aber was wohl das andere sei?

Ich wusste es nicht, und biss beherzt. Auf einmal, es mich beinahe schmerzt.

Ajaaaa, sag ich laut, das ist versalzen.

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