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Vision Kilimanjaro

Hinterher weiß man es immer besser – dieses Buch ist hinterher geschrieben.

Der Hauptwert von „Vision Kilimanjaro“ liegt demgemäß gewollt darin, dass der Leser nicht aus Schaden klug wird, nicht erst während/hinterher feststellt: „Wie konnte das nur passieren? Ach hätte ich doch bloß …“

Nicht zuletzt geht es um unterhaltsame Wissensvermittlung en passant, Wissen, das einem Reisewilligen bei Vorbereitung und Durchführung einer Ostafrikareise deutliche finanzielle Spareffekte bringt.

Vorwort zur 3. Auflage

Im Nov./Dez. 2010 war ich in Kenia und Tansania unterwegs - auf meinen Fußtapfen von 2000/2001 um Änderungen abzuchecken und zusätzlich auf neuen Wegen. In den Jahren danach hatte ich Gelegenheit mit vielen Personen zu sprechen, die jeweils aktuell in Ostafrika gewesen waren. Ich habe festgestellt:

Seit meinem ersten Aufenthalt in Ostafrika hat sich, von den Preisen abgesehen, in Kenia gravierend so gut wie nichts geändert. Die von mir in der ersten Auflage von „Vision Kilimanjaro“ beschriebenen Ereignisse könnten so noch heute passieren.

Tansania ist von einem 2001 weitgehend sozialistisch geprägten Land erkennbar in der kapitalistischen Marktwirtschaft angekommen. Komplex zu ermitteln und zu bewerten, inwieweit das für die Wirtschaft und das Leben in Tansania positiv ist oder negativ, reichte meine Aufenthaltsdauer nicht aus. Eines ist ganz offensichtlich: Die Preise für Urlaubsunternehmungen sind in Tansania enorm angestiegen.

Prostitution war 2001 so gut wie out. Das hat sich nach mir in Gesprächen gegebenen Informationen in der Zwischenzeit geändert. Direkt aufgefallen ist mir offensichtliche Prostitution allerdings 2010 im Gegensatz zu Kenia nicht.

Auch die Kriminalitätsrate in Tansania soll deutlich zugenommen haben und nähert sich der in Kenia an. Entsprechend wird in einschlägigen Reiseführern ausdrücklich gewarnt.

Schlussfolgerung:

Mit den in die 2. Auflage eingefügten Änderungen ist nunmehr auch die 3. Auflage „Vision Kilimanjaro“, erweitert um „Ostafrika - Sequenzen“ plus „Safaris im Minutentakt“ [siehe dazu „Ergänzender Hinweis“ auf nächster Seite] nach wie vor die ideale Ergänzung zu üblichen aktuellen Reiseführern, wenn man sich vor der Reise auf das Land, speziell auf das Verhalten der Bevölkerung einstellen will, für Newcomer- Individualreisende fast ein Muss!

Aber !!! Alle in „Vision Kilimanjaro“ ausgewiesenen Preise sind überholt, sind im Normalfall wesentlich gestiegen.

Preisbeispiel 1: Eine 4-Tagestour über die von mir begangene Sirimon Route auf den Mt. Kenia kostet aktuell Ende 2020 etwa 700,- EURO pro Erwachsenen. Im Jahr 2000 hatte ich demgegenüber für eine 6-Tagestour nur 345,- US$ auf den Tisch legen müssen.

Preisbeispiel 2: Eine 6-Tagestour über die von mir begangene Marangu Route auf den Kilimandscharo kostet in Abhängigkeit von der Größe der Reisegruppe aktuell Ende 2020 zwischen ca. 1.300,- bis ca.1.850 EURO pro Erwachsenen. Somit ist sofort klar, dass die im Jahr 2000 von mir insgesamt bezahlten 665,- US$ für meinen 5-tägigen Kilimanjaroaufstieg dagegen Peanuts waren.

Beispielhinweis zur Kriminalität: Im Jahre 2001 durfte in Tansania im Unterschied zu heute nur in der Stadt wohnen, wer Arbeit hatte (siehe z.B. „Vision Kilimanjaro“, Seite 117). Es gab keine Slums an der Peripherie einer Stadt und demzufolge keinen aus der Notwendigkeit zu überleben erwachsenden Grund kriminell zu werden. Aber das war einmal !!

Jeder, der eine Reise nach Ostafrika plant, muss sich tagaktuell, am besten über das Internet, informieren, Beispiel siehe Fußnote: 1

Aus eigener Erfahrung heraus erlaube ich mir www.hotsunsafaris.com zu empfehlen. Wer sich auf mich beruft, darf von Ally bei Planung und Durchführung seiner Reise besondere Mühe erwarten - das hat er mir in die Hand versprochen [Ally hat alle mir Ende 2010 vor und während meiner Reise durch Tansania gegebenen Versprechungen auf den Punkt genau erfüllt].

Es gilt heute wie vor Jahren: Safaris bucht man wesentlich preisgünstiger vor Ort als über Reiseveranstalter hier in Europa. Das Risiko, einen Flop zu landen, ist gegeben, jedoch gering, wenn man vorsichtig und überlegt herangeht. Natürlich: Der Aufwand ist wesentlich größer.

Ergänzender Hinweis:

Meine Erlebnisse auf der Reise Ende 2010 sind nachlesbar in dem Buch „Ostafrika - Sequenzen“ [ISBN 978-3-347-18059-8 für Paperback, Preis 7,99 € und ISBN 978-3-347-18061-1 für E-Book, Preis 3,99 €] inklusive der dazugehörenden Anlage, die ihrerseits als eigenständiges Buch „Safaris im Minutentakt“ vorliegt [ISBN 9-783752-646153, Preis 4,80 € für Paperback und Preis 3,49 € für E-Book].

Vom Autor auf YouTube hochgeladene und bei Stichworteingabe „burghard zacharias“ schnellstens zu findende Videos, z. B.

- Kilimanjaroaufstieg und manches mehr,

- Löwen in der Serengeti,

- Elefanten in Tsavo Ost,

- Mt. Kenia Sirimon Route,

- Weihnachtsgrüße aus den Tropen

sowie eine bei Dr. Zacharias bei Nachweis des Erwerbs eines von ihm veröffentlichten Buches kostenfrei orderbare CD/DVD mit kommentierten Fotos/Videos/ Power-Point-Demo komplettieren die bereits im Buch enthaltenenen vielen Fotos, vervollständigen das Buch auf weiteren Kommunikationswegen. Sendet der Interessent nach vorhergehender Kontaktaufnahme einen Stick an Dr. Zacharias, erhält er ihn, entsprechende Dateien darauf, umgehend zurück.

Kontakt: z. B. Adresse, Telefon, E-Mail siehe www.burghard-zacharias.de.

1. Vorwort zur 1. Auflage

Jambo2.

Es berichtet ein Mitteleuropäer, der sich selbst als Otto Normalverbraucher versteht, über seine für ihn sehr erstaunlichen Erlebnisse und Eindrücke in Kenia und Tansania.

Beschreibungen und Bilder von fernen Landen faszinierten mich, seit ich lesen konnte. Im Dezember 2000 bin ich zu meiner „Tour auf eigene Faust“ gestartet. Mein Ziel war der Kilimanjaro3 - Gipfel.

Zuvor hatte ich mich in Reiseführern belesen, mich hier und dort umgehört und vor allem die Ratschläge von Personen, die vor mir aufgestiegen waren, begierig aufgesogen. Also, eigentlich nichts Ungewöhnliches. Heute, nach der Reise, weiß ich, dass der Unerfahrene sehr viele, oft schmerzhafte Fehler machen kann, wenn er die Sache nicht durchdacht genug angeht.

Es ist ein wesentliches Anliegen dieses Berichtes, dem Leser en passant sich tief einprägende Aha-Effekte nahe zu bringen, die ihm helfen, vor Ort in Ostafrika brenzlige, gefährliche Situationen unbeschadet zu überstehen. Dazu beschreibe ich u. a. wesentliche von mir gemachte Fehler inklusive ihrer Randbedingungen gnadenlos und ohne Vorbehalt. Durchaus gewollt ist auch, dass der Leser manchmal beim Schmunzeln über meine oft praktizierte „Blauäugigkeit“ von mir beabsichtigte Anregungen zum Vermeiden unliebsamer Erfahrungen aufnimmt; im laufenden Text und schließlich nochmals zusammengefasst am Ende des Buches finden sich gezielte Ratschläge.

Um die Ursprünglichkeit des Berichtes zu erhalten, gebe ich im Folgenden bewusst Tagebuchauszüge häufig unverändert und in der Gegenwartsform wieder, auch wenn sie im handschriftlichen Original gelegentlich nur stichwortartig aufgeschrieben sind.

Die Realität vor Ort bestätigt: Jeder, der gesund ist und sportlich nicht ganz ungeübt, ist physisch in der Lage, einen Kilimanjaroaufstieg durchzustehen, vorausgesetzt, er wird nicht höhenkrank. Ich kann allen, denen es „schon mal gejuckt“ hat, auf die behütete Sicherheit einer Pauschalreise zu verzichten, nur empfehlen, dem nachzugehen. In der Ferne Land und Leute im Rahmen selbst geschaffener, gewollter und manchmal auch ungewollter Ereignisse zu erleben, eröffnet eine eigene Welt der wohltuenden Selbsterkennung.

Möge dieses Tagebuch dem einen oder anderen Unentschlossenen den letzten Anstoß geben, sich in Eigenverantwortung in der Welt umzusehen - und sollte das Tagebuch dem Leser den „Mund wässrig machen“ in vergleichbare Fußstapfen zu treten, so wünsche ich ihm von ganzem Herzen gutes Gelingen.

Dr. Burghard Zacharias

2 Das Wort für „Guten Tag“ in Suaheli.

3 In „Vision Kilimanjaro“ die vor Ort in Afrika gebräuchliche Schreibweise und nicht das deutsche Wort Kilimandscharo zu benutzen habe ich entschieden, weil es mir in Kenia und Tansania so gebräuchlich geworden ist. Punkt.

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort zur 1. Auflage

2. Ausgangssituation

3. Ziel der Reise

4. Reisevorbereitungen

5. Die Reise

5.1. Kilifi, Teil 1

5.2. Abstecher zum Mt. Kenia

5.2.1. Über Nairobi nach Nanyuki

5.2.2. Stationen des Aufstiegs

5.2.3. Zurück in Nanyuki

5.3. Kilifi, Teil 2

5.4. Zwischenstation Moshi

5.4.1. In der Stadt

5.4.2. Ausflug in ein Urwaldgebiet um Moshi

5.4.3. Ausflug in den Arusha Nationalpark

5.5. Aufstieg auf den Kilimanjaro

5.5.1. Am Parkeingang

5.5.2. Aufstieg zur Mandara Hut

5.5.3. Die Horombo Hut

5.5.4. Auf der Kibo Hut

5.5.5. Höher hinauf geht es in Afrika nicht

5.6. Safari in der Serengeti

5.6.1. Erste Eindrücke

5.6.2. Tiere wie erwartet und manches mehr

5.7. Ein Tag im Ngorongoro- Krater

5.8. Abschluss

6. Literaturverzeichnis

2. Anlagen / Tabellen

3. Fehlertabelle

ABBILDUNGSVERZEICHNIS4

Abb. 1 Moderne Großstadt Nairobi

Abb. 2 "Repräsentatives Schild"

Abb. 3 Blick vom Bandari auf den Creek

Abb. 4 Bandari in Variationen

Abb. 5 Strandabschnitt am Bandari Fishing Club (Blick vom Wasser)

Abb. 6 Wohnen in Mnarani

Abb. 7 Begegnung am Strand

Abb. 8 Innenraum eines Hauses

Abb. 9 Brücke über den Creek

Abb. 10 Wahrzeichen von Mombasa

Abb. 11 Impressionen einer Großstadt

Abb. 12 Fort Jesu in Mombasa

Abb. 13 Mombasa: Straßenszenen

Abb. 14 Atiya in Variationen

Abb. 15 Unser Ausflugsboot

Abb. 16 Staken in der Flaute

Abb. 17 Das Ruder fest im Griff

Abb. 18 Letzte Stärkung vor dem Riff

Abb. 19 Lutheran Guest House

Abb. 20 Am Strand von Malindi

Abb. 21 Weihnachtsabend bei 320 C im Schatten

Abb. 22 "Leise rieselt der Schnee"

Abb. 23 Der Mt. Kenia aus der Ferne

Abb. 24 Corioliskraft am Äquator

Abb. 25 Nanyuki River Hotel - Bungalowgelände

Abb. 26 Start Sirimon Route

Abb. 27 Old Moses Camp

Abb. 28 Robert mit Gepäck

Abb. 29 Verpflegungsvariante

Abb. 30 Am Feuer in 3.300 m Höhe

Abb. 31 Zielen ist hier angesagt

Abb. 32 Schachpartie in dünner Luft

Abb. 33 Am Shipton's Camp

Abb. 34 Mt. Kenia Gipfel

Abb. 35 Lichtreflexe am Shipton's Camp

Abb. 36 Robert vor einer Senecia

Abb. 37 Mannshohe Lobelien am Wegesrand

Abb. 38 Auf dem Point Lenana

Abb. 39 Auf dem Weg zurück vom Point Lenana

Abb. 40 Robert ist der Farbklecks vorn am Pfeil

Abb. 41 Aufsteiger und Absteiger

Abb. 42 Hof vom Bandari Club

Abb. 43 Angelyacht vom Bandari Fishing Club

Abb. 44 Yacht und Brücke in der Dämmerstunde

Abb. 45 Garderoben

Abb. 46 Anlieferung im Bandari

Abb. 47 Händler am Überlandbus

Abb. 48 Der Kilimanjaro von Moshi aus

Abb. 49 Straßenszenen in Moshi

Abb. 50 Und überall Kinder

Abb. 51 Sandalen aus Altreifen

Abb. 52 Das Buffalo Hotel

Abb. 53 Moschee in Moshi

Abb. 54 Hindutempel in Moshi

Abb. 55 Diese Welt ist offen

Abb. 56 Frauen und Kinder bei der Feldarbeit

Abb. 57 Urwald bei Moshi

Abb. 58 Über den Baumstamm

Abb. 59 Am Rande des Urwalds

Abb. 60 Der Jeep sieht gepflegt aus

Abb. 61 Tansanische Landschaft am Mt. Meru

Abb. 62 Blick in den Ngurdoto-Krater

Abb. 63 Momela See

Abb. 64 Giraffen an einem der Momela-Seen

Abb. 66 Ein Flusspferd lässt grüßen

Abb. 65 Tiere im Arusha NP

Abb. 67 Aufstiegsetappen der Marangu Route

Abb. 68 Mein Expeditionsteam

Abb. 69 Der Kopf als Transportmittel

Abb. 70 Gepäckkontrolle vor dem Aufstieg

Abb. 71 Für die Sicherheit ist gesorgt

Abb. 72 Eintrag ins Besucherbuch

Abb. 73 Erstbesteiger-Gedenktafel

Abb. 74 Urwald am Startpunkt

Abb. 75 Mandara Hütten

Abb. 76 Jeder bekommt seinen !! Platz

Abb. 77 Zwischen Mandara und Horombo Hut

Abb. 78 Wo sind die Elfen??

Abb. 79 Rast auf dem Weg zur Horombo Hütte

Abb. 80 Horombo Hut

Abb. 81 Krankentransportgerät

Abb. 82 Hochfläche zwischen Horombo und Kibo Hut

Abb. 83 Wehe dem, der keine gute Regenplane hat

Abb. 84 Schnee an der Kibo Hut

Abb. 85 In der Kibo Hut

Abb. 86 Sonnenaufgang über dem Mawensi

Abb. 87 Am Gilman’s Point

Abb. 88 Blick zum Uhuru Peak

Abb. 89 Meditation am Uhuru Peak

Abb. 90 Gletscherwand am Äquator

Abb. 91 Glückwunsch zum Gipfelsieg

Abb. 92 Schlammeindrücke

Abb. 93 Abschiedsdank

Abb. 94 Stuckern/Bildschärfe beißen sich

Abb. 95 Mein Zelt auf der Lodge

Abb. 96 Gehöft und Anwohner

Abb. 97 Durch’s Massaigebiet

Abb. 98 Massai-Frau in Landestracht

Abb. 99 Barfuß

Abb. 100 Kind mit „Sonnenschirm“

Abb. 101 Streit am Mittagstisch

Abb. 102 Serengeti pur

Abb. 103 Ganz süße Großkatzen (aus sicherem Auto heraus beobachtet)

Abb. 104 Gemütliche Siesta

Abb. 105 Zeltplatz in der Serengeti

Abb. 106 Gepard on the road

Abb. 107 Büffel "grüßen" uns

Abb. 108 Hyäne im Vorbeigehen

Abb. 109 Ratschläge erwünscht ?

Abb. 110 Der Schotter war stärker

Abb. 111 Kopjes in der Serengeti

Abb. 112 Löwinnen mit Jungen

Abb. 113 Sie und Er auf dem Thron

Abb. 114 Festgefahren

Abb. 115 Löwen auf der Jagd

Abb. 116 Hippos

Abb. 117 Paviane blockieren die Straße

Abb. 118 Blick in den Ngorongoro Krater nach Nebelöffnung

Abb. 119 See im Ngorongoro Krater

Abb. 120 Löwen am Hinterrad

Abb. 121 Löwin schaut ins Auto

Abb. 122 Anstehen an der Tränke

Abb. 123 Zwei Nashörner

Abb. 124 Elefanten im Ngorongoro-Krater

Tabelle 1 Medizinkosten

Tabelle 2 Reiseausrüstung

Tabelle 3 Gipfel-Urkunde

4 In „Vision Kilimanjaro“ enthaltene bildliche Darstellungen erheben keinen Anspruch auf Professionalität. Vergleichbares ist andernorts in höherer Qualität zu finden - „Fotos“ in diesem Buch sind aus mit digitaler Handkamera aufgenommenen Filmen herausgeschnitten; oft aus fahrenden Fahrzeugen aufgenommen bzw. wegen der inneren Bewegung im Bild zum Zeitpunkt des „Fotoschnitts“ sind sie fallabhängig mehr oder weniger unscharf.. In der Hoffnung, ja eigentlich in der Erwartung, dass sie selbst mit dieser Einschränkung, und gerade mit dieser Einschränkung, das geschriebene Wort deutlich vertiefend einen natur- und wirklichkeitsnahen Eindruck vom Geschehen ermöglichen, habe ich sie gezielt in die Textfassung übernommen. Fotos mit Atiya darauf sind aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes im Gesicht verfremdet.

(siehe zudem auch den Hinweis unter Gliederungspunkt „Vorwort zur 3. Auflage“ auf die von mir erstellten, meine Bücher ergänzenden Videos sowie die entsprechende CD / DVD)

2. Ausgangssituation

Zu DDR-Zeiten gab es nach dem Mauerbau keine Möglichkeit, meine Fernreisewünsche in die Tat umzusetzen. Ein Strandurlaub in Bulgarien, mehrere Wanderurlaube in der Hohen Tatra und im Riesengebirge, einen Ausflug nach Danzig und Umgebung und je eine Städtereise nach Budapest und Prag, das war es dann auch.

Ab August 1990 begann ich nachzuholen. Zunächst waren es Pauschaltourismusreisen in die Türkei, nach Tunesien, nach Marokko.

Erstmals in Sri Lanka wandelte ich eine Pauschalreise zur Hälfte in eine Individualreise um. Eine Woche lang sind meine Lebensgefährtin und ich im Auto mit angemietetem Guide und Chauffeur durch das Land gereist.

Namibia habe ich mit drei Freunden individuell im Auto durchquert. Wir hatten über Internet in Windhoek zwei Jeeps mit zusammenklappbarem Zelt auf dem Dach angemietet und Namibia auf einer Rundreise von Süd nach Nord bis einschließlich zu den Viktoriafällen in Zimbabwe, insgesamt über eine Entfernung von 4.700 km, drei Wochen lang hautnah erlebt.

Ich war also nicht ganz unerfahren, als ich die Ostafrika-Reise plante und realisierte. Trotzdem, manchmal habe ich die einfachsten Dinge nicht beachtet - diese Aussage als ausdrückliches Achtungszeichen für jeden, der eine ähnliche Reise beabsichtigt.

3. Ziel der Reise

Aufstieg auf den Kilimanjaro5 in den Etappen:

- 1 Woche Klimaanpassung am Strand des Indischen Ozeans

- 5 Tage Höhentraining auf dem Mt. Kenia

- 5 Tage Marangu Route bis zum Uhuru Peak auf dem Kibo, dem Kilimanjarogipfel.

Einmal vor Ort, will ich abschließend vier Tage eine Safari durch die Serengeti machen. Inklusive An-/Abreisetage nach Kenia / Tansania und zu den Zwischenetappen ein Programm, das in drei Wochen zu packen sein sollte – dachte ich jedenfalls - und dann griffen „höhere Mächte“ ?!?!? ein.

4. Reisevorbereitungen

5.12.00

Tabletten, Salben und Tinkturen sind eingekauft und alle Impfungen hinter mich gebracht (siehe Tabelle 1 Medizinkosten).6

Bekleidung und sonstige Ausrüstung liegen wohlgeordnet bereit. (siehe Tabelle 2 Reiseausrüstung).

Die Aufgaben in der PC POINT Computer- und Datendienst GmbH (im folgenden kurz mit PC POINT bezeichnet) sind für die nächsten vier Wochen abgestimmt, alle wesentlichen Firmenaktivitäten nach bestem Wissen und Gewissen festgelegt. Die PC POINT erhofft sich als Nebeneffekt meiner Reise Umsätze vor Ort in Afrika.

Den Reiseführer „Kenia“ /1/ zur Hand genommen und nach Telefonnummern von Hotels durchgeblättert. Ich entscheide mich für Malindi. Gleich beim zweiten Anruf werde ich fündig. Im Lutheran Guest House reserviert man mir ein Zimmer.

Den Flug buche ich für 740,- US$ mit der Option, den Rückflugtermin zu einem Aufpreis von 50,- US$ jederzeit ändern zu können.

Auf der Bank: 850,- US$ „Thomas Cook-Travellers Checks“ gekauft sowie fürs Taschengeld 450,- US$ eingetauscht.

Im Wohnzimmer liegen auf einer extra leer geräumten Fläche der Anrichte alle wichtigen Dokumente, das US$-Bargeld, die Reisechecks und ergänzender Kleinkram.

9.12.00

Drei Tage vor Abflug beim nochmaligen Stöbern im Reiseführer /1/ auf Kilifi aufmerksam geworden, speziell auf den BANDARI BEACH FISHING CLUB.

Der Club wird als ein von Deutschen geführtes Gästehaus ausgewiesen, das vor allem Gruppen von Sportfischern beherbergt, aber auch Nichtangler aufnimmt, wenn gerade Zimmer frei sind.

Anruf im Bandari Fishing Members Club. Ein Mr. Kokartis ist am Telefon. „Mit mir kannst Du deutsch reden“, sagt er als er an meiner Stimme merkt, aus welcher Ecke dieser Welt der klar erkennbare nicht Englisch-Muttersprachler anruft.

„Zimmer für den von mir gewünschten Zeitraum frei?“ – „Ja“. „Strandlage?“ – „Ja“. „Abholen vom Flughafen?“ – „Selbstverständlich“ . „Preis pro Tag?“ - 35,- US$“.

Was will ich mehr? Außerdem: die ganze Kommunikation in Deutsch. Sprachliche Missverständnisse so gut wie ausgeschlossen.

Lutheran Guest House angerufen und Zimmerbestellung storniert. Ging problemlos.

5Im Folgenden gilt: NP=Nationalpark. Der Kilimanjaro liegt in Tansania, nahe der Grenze zu Kenia. Er „ist mit 5.895 m nicht nur der höchste Berg Afrikas, sondern auch einer der höchsten freistehenden Berge der Welt. Seine in Nordwest-Südost-Richtung verlaufende Längsachse ist 60 km lang, seine größte Breite beträgt 40 km. Dieser riesige Block besteht aus drei miteinander „verwachsenen“, erloschenen Vulkanen, Kibo (5.895 m), Mawenzi (5.149 m) und Shira (3.962 m). Bereits 1921 wurden die Hänge des Berges zum Forest und Game Reserve erklärt. 1973 verlief die NP-Grenze auf der 2.700-m-Linie, …1993 wurde die NP-Grenze auf diese 1.820-m-Höhenlinie nach unten verschoben. Der Nationalpark umfasst heute 1.682 km2. …
Vor ca. einer Million Jahren … entstand die heute als Kilimanjaro bezeichnete Erhebung. Vor ca. 750.000 Jahren bildeten sich drei zentrale „Kanäle“ zum Erdinnern: Kibo, Mawenzi und Shira. Lava strömte an die Erdoberfläche, Kegel begannen sich zu formen und wuchsen jahrtausendelang in die Höhe. Vor 500.000 Jahren kollabierte der Shira, … bildete eine riesige Kaldera und erlosch. Der Mawenzi erlosch auch bald danach, bildete keine Kaldera und erodierte ziemlich rasch. Vor ca. 450.000 Jahren stellte auch der Kibo sein Wachstum ein - bei mehr als 6.000 m Höhe. Seitdem wird er durch Erosion immer kleiner.“ /2, Seiten 392-393/

6 Aber !!!! Diese Tabelle aus dem Jahre 2000 ist für aktuelle Planungen natürlich nur als grobe Orientierung anzusehen. Sie muss vor jeder Reise tagaktuell recherchiert und entsprechend praktisch umgesetzt werden.

5. Die Reise

5.1. Kilifi, Teil 1

12.12.00

• Ca. 12:30 Uhr. Will als letzte Aktion die Nr. der Travellers Checks notieren. Großes Entsetzen: Das Reisegeld liegt nicht dort, wo ich es finden will. 850,- US$ Reiseschecks und 450,- US$ haben sich in Luft aufgelöst. Suchen, Hektik, … , Zweifel an mir selbst: „Wo hast du das hingelegt?“ Chaos, … , das Geld ist nicht auffindbar.A

Ca. 14:15 Uhr. Das Taxi kommt pünktlich. Breche meine Suchaktion ab. Hatte am Vormittag nochmals 1.000,- US$ eingetauscht, habe also Geld in der Tasche. Ich entscheide: die Reise findet wie geplant statt, 55 Min. bis Tegel, 56,- DM7 für die Taxifahrt.

Mein Anruf vom Flughafen bei Commerzbank mit Bitte, die Reiseschecks zu sperren. „Geht so klar“, wird mir versichert.

• Abflug pünktlich um 16:55 Uhr, Tegel.

13.12.00

• Zwischenlandung in Amsterdam. Umsteigen. Ankunft in Nairobi pünktlich um 6:40 Uhr Ortszeit.

Nächste Panne: Koffer nicht bis Mombasa durchgecheckt. B Bekomme das nur durch Zufall mit:

Da ich bis zum Weiterflug mehr als drei Stunden Zeit habe, beabsichtige ich, eine Stadtrundfahrt durch Nairobi mit dem Taxi zu machen. Ich verlasse den internationalen Flughafen und schaue mich nach einem Taxi um. „Eigentlich solltest Du sicherheitshalber auf dem Inlandflughafen nachfragen, ob denn Dein Weiterflug nach Mombasa wie geplant erfolgen wird“ geht es mir durch den Kopf. Gedacht, getan. „Haben Sie denn gar kein Gepäck?“ werde ich am Inlandschalter gefragt. „Äh, wie bitte??“. „Na ja, haben Sie nur Ihr Handgepäck?“. Ich werde aufgeklärt, dass der Koffer nicht, wie mir in Berlin gesagt worden ist, bis Mombasa durchgecheckt wird, sondern in Nairobi der Transport vom internationalen Flughafen zum Inlandflughafen durch den Reisenden selbst erfolgen muss. „Na prima“.

Im Laufschritt über die Straße dorthin zurück, wo ich gerade hergekommen bin. Es erfordert langwierige Verhandlungen, wieder durch die Absperrung in den Ausgangsbereich des Abfertigungsgebäudes zu gelangen. Irgendwie hat man Mitleid mit mir, und siehe da, mein Gepäck kreiselt als einziges immer noch auf dem Laufband. Glück gehabt.

• Am Taxistand verhandle ich den Preis einer Stadtrundfahrt Nairobi. Schließlich miete ich das Taxi für sixteen (16,-) US$, denke ich jedenfalls; schreibe die Zahl noch in die Luft und der Taxifahrer bestätigt.C Entspricht in etwa seinem mir auch in KES genannten Preis von 850,- KES – so kann man sich irren!

Nach Abschluss der Fahrt will der Taxifahrer sixty (60,-) US$ haben. Selbst wenn ich die 850,- KES verdopple (Hin-/Rückfahrt) und einrechne, dass wir eine zunächst nicht geplante „Biege“ in die Slums gefahren sind (dorthin, „where the poor peoples live“, wie er sagt), betrachte ich das als ausgesprochen unverschämt. Was tun: Ich bin unerfahren, vor uns eine Schlange von etwa 30 wartenden Taxis, deren Fahrer im Streit sicher auf der Seite meines Taxifahrers stehen dürften, …, „keine Chance“, denke ich und drücke meinem Taxifahrer 50,- US$ in die Hand, hoffe, er ist damit einverstanden und gehe mit mulmigem Gefühl im Magen einfach los. Er ist offensichtlich einverstanden, denn kein lautstarker Protest hinter mir. – Im Nachhinein (nach Herumfragen bei anderen Taxifahrern, für welchen Preis sie diese Fahrt mit mir gemacht hätten), weiß ich, dass ich etwa 30,- US$ zu viel gezahlt habe.

• Mehrfach wurden mir bereits auf dem Flughafengelände von „herumstreunenden“ Vertretern bzw. Reiseführern Safaris angeboten. Ich habe bis zum Abflug der Inlandmaschine noch ausreichend Zeit, mir konkrete Angebote einzuholen. Schließlich steuere ich auf einen seriös aussehenden Stand, Kairi Tours, zu und verhandle mit dem Standbetreuer, einem Mr. George.

Ich gehe davon aus, dass ich nichts zu verlieren habe und mir mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Tagen an anderer Stelle weitere Angebote einholen kann. Dementsprechend drücke ich die Preise mächtig. Mr. George vermittelt jedes Mal, wenn ich meinen Preis nenne, den Eindruck, gleich in Ohnmacht zu fallen. Zum Schluss nehme ich von ihm Angebote für Mt. Kenia-Besteigung, Kilimanjaro-Aufstieg und Serengeti-Safari als Notiz auf einem Zettel mit.

• N

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