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Versicherungslösungen für das Baugewerbe

Vorwort

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Kompendium und somit liegt laut Wikipedia ein kurz gefasstes Lehrbuch bzw. Nachschlagewerk vor.

Dieses Werk ist für die alltägliche Anwendung im Innen- und Außendienst gedacht und soll übersichtlich zusammengestellte Informationen vorhalten.

Daher wurde bei der Erstellung bewusst auf umfangreiche Paragrafen, Gesetzestexte und Bedingungswerke verzichtet.

Erklärtes Ziel vom Autor: Eine Art Arbeitsunterlage zu verfassen, in der die Informationen aus der Praxis für die Praxis enthalten sind.

Dieses Buch hat einen rein informatorischen Zweck und kann daher nicht verbindlich zur Beurteilung von zu versichernden Risiken herangezogen werden

Horstmar im April 2022,

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 Technische Versicherungen

Allgemein

• Technische Versicherungen in Deutschland und International

• Deckungsumfang CAR, EAR, AMoB, Builders Risk

• Vertragsformen der Technischen Versicherung

Bauleistung

• ABN

• ABU

• Klauseln ABN und ABU

• Begrifflichkeiten

• Altbausanierung / An- oder Umbauten

• CAR / Maintenance

• CAR / EAR-Deckung

Montage

• Welche Objekte können versichert werden?

• Montageausrüstung

• Fremde Sachen

• Welches Interesse kann versichert werden?

• Versicherungssumme

• Beginn der Haftung

• Was versteht man unter Erprobung?

Maschinenversicherung

• Stationäre Risiken

• Mobile Risiken

Einsätze auf „Schwimmkörpern“

Innere Betriebsschäden

Elektronik

Deckungsumfang ABE, AMB, ABMG, ABN, ABU, AmoB

Baufertigstellungsversicherung

Kapitel 2 Betriebsunterbrechung

Allgemein

• Gegenstand der Ertragsausfallversicherung

• Versicherte Gefahren der Feuer-BU

• Dauer des Unterbrechungsschadens

• Haftzeit

• Bewertungszeitraum

• Wechselwirkungsschäden

• Rückwirkungsschäden

• Auswirkungsschäden

• Ausfallziffern (PML / EML-Schätzung)

• Nachhaftung

• Betriebsertrag als versichertes Interesse

• Gewinn und Verlustrechnung

• Schadenminderungskosten

• Abrechnungsverfahren

• Was melde ich wann?

Maschinenversicherung

Bauleistung

Montage

Elektronik

Wann wirkt sich welcher Versicherungsschutz bei Bau- / Montageprojekten aus?

Kapitel 3 Betriebshaftpflichtversicherung

Allgemein

Hinweise und Tipps zu einzelnen Berufsbildern

• Schornsteinfeger

• Elektriker

• Dachdecker (Zimmermann, Spengler)

• Bautenschützer

• Industriekletterer

• Wohnungsbau- / Baubetreuungsunternehmen

Meisterbetriebe

• Handwerksausübung im Reisegewerbe

• Anlage A – Meisterpflicht

• Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke / keine Meisterpflicht

• Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe / keine Meisterpflicht

• Exkurs: Handwerker stößt auf Architekten

• Handwerkliche Selbstverständlichkeiten

• Schwierige und gefährliche Arbeiten

Mitversicherte Leistungen

• Handwerksbetriebe

• Produzierende Betriebe

• Winterdienste

• Echte Vermögensschäden

Erläuterung der wichtigsten mitversicherten Positionen für Handwerksbetriebe

• Arbeits- und Liefergemeinschaften

• Auslandsschäden

• Container

• Beauftragung von Subunternehmern

• Abwasserschäden/Allmählichkeitsschäden

• Arbeitnehmerüberlassung

• Belegschafts- und Besucherhabe

• Be- und Entladeschäden einschließlich Schäden am fremden Ladegut

• Tierhaltung, Tierhüterrisiko

• Medienverluste

• Leitungsschäden

• Mängelbeseitigungsnebenkosten

• Asbestausschluss / Asbestklausel

• Tätigkeitsschäden / Bearbeitungsschäden

• Senkungen, Erschütterungen und Erdrutschungen

• Unterfahrungen

• Unterfangungen

• Gründungsschäden

• Erweiterung der Nachhaftung auf 5 Jahre

• Verlängerung der gesetzlichen Gewährleistungsfrist auf 5 Jahre

• Unterscheidung von Gewährleistung und Garantie

• Versehensklausel

• Verzicht auf Untersuchungs-/Rügepflichten

• Aktive Werklohnklage

Erläuterung der wichtigsten mitversicherten Positionen für produzierende Betriebe / Handwerksbetriebe und Handelsbetriebe

• Erweiterte Produkthaftpflicht (ePH)

• Bausteinen:

4.1

4.2

4.3

4.4

4.5

4.6

• Nicht versichert

• Zusammenspiel zwischen BHV und ePH

• Versicherungsfall / Schadeneintritt-Definitionen

Betriebsstätten im Ausland

Internationale Konzepte

• Mastervertrag, ggf. mit DIC/DIL

• Lokalpolicen

• FOS-Policen

• Programm-Modelle

Das unkoordinierte Programm

Das koordinierte Programm

Das integrierte Programm

Das teilintegrierte Programm

• admitted / non admitted / non admitted-Verbot / erlaubte non admitted-Deckung

• Financial Interest Cover

Länderspezifika

• Belgien

• Dänemark

• Frankreich

• Großbritannien

• Norwegen

• Spanien

• Südafrika / Namibia

• USA

Arbeitsmaschinen

• Arbeitsmaschinen im Straßenverkehr

• Zulassung oder nicht?

• Deutsches Versicherungsrecht

• Baumaschinen Klassifikationen von Arbeitsmaschinen

Erdbaugeräte

Bohr- und Schlitzwandgeräte

Transportgeräte

Maschinen für Transport und Verarbeitung von Beton und Mörtel

Hebezeuge

Ramm- und Ziehgeräte

Geräte im Verkehrswegebau

Kanal- und Rohrleitungsbau

Verdichtungsgeräte

Tunnelbaugeräte

Kompressor-Geräte

Reinigungsgeräte

• Betriebs- oder Kraftfahrzeughaftpflicht?

Sonderfälle

• Bürgschaftsversicherung / Kautionsversicherung

Zielgruppe

Das Prinzip

Bürgschaftsarten

Versicherungsgegenstand

Gewährleistungszeiträume

Risiko des Versicherers

Leistung des Versicherers

Bürgschaftslimit als Versicherungssumme

• Excedent & DIC / DIL

• D&O

E&O

Straf-Rechtsschutz

Spezial-Straf-Rechtsschutz

• Vertrauensschaden

Kapitel 4 Bohrunternehmen / Brunnenbauer

Prinzip der Geothermie Warum sind Geothermieprojekte (Erdwärme) so reizvoll?

Risiken für die Sicherheit eines Geothermieprojektes

• Oberflächennahe Geothermie

• Tiefe Geothermie

• Risiken seismische Ereignisse

• Hebungen / Senkungen als Folge

Artesische Brunnen

• Arteser-Versicherung

Minimierung der Risiken

• Wirtschaftlichkeitsrisiken eines oberflächennahen Projekts

• Wirtschaftlichkeitsrisiken eines tiefen Projekts

• Fündigkeitsversicherung

Anfrage & Angebot / Beispiel aus der Praxis

• Absicherung über Bauherrenhaftpflichtversicherung?

• Absicherung über Bauleistungsversicherung?

• Ansprüche aus Bergschäden gemäß § 114 Bundesberggesetz (BbergG)

Kapitel 5 Sprengarbeiten

Allgemein

Fachbegriffe

Aufgaben des Unternehmers

Durchführung der Sprengarbeiten

Zusätzliche Schutzmaßnahmen bei besonderen Sprengarbeiten

• Kessel- und Lassensprengungen

• Großbohrlochsprengungen

• Geophysikalische Sprengarbeiten

• Sprengungen von Bauwerken und Bauwerkteilen

• Sprengungen für unterirdische Hohlräume

• Sprengungen unter Wasser

• Sprengungen in heißen Massen

• Eissprengungen

• Schneefeldsprengungen

Abbruch von Hand / Demontieren

Radiusklausel

Kapitel 6 Tunnelbau

Grundlagenwissen

• Grundzüge

• Voraussetzung

• Begriffsklärungen

Tunnelquerschnitt

Untertagebau / Einteilungen

Tunnelbaugeräte

Bauweisen und Vortrieb

Tunnelbau in festem Gestein

▪ Traditionelle Bauweise

▪ Moderner Vollausbau

Tunnelbau in nicht standfestem Gestein

▪ Kernbau / Deutsche Bauweise

▪ Unterfangbaueise / Belgische Bauweise

▪ Alte österreichische Bauweise

▪ Vortrieb / Englische Bauweise

▪ Versatz / Italienische Bauweise

▪ Ringbau

▪ Messerbauweise

▪ Schildvortrieb

▪ Gefrierverfahren

▪ Offene Bauweise

Vertieftes Wissen

• Hauptursachen für Tunnelbrände

Gibt es Sicherheitsunterschiede im Vergleich von ein- und zweiröhrigem Tunnel?

Vergleich Tunnel mit Gebäude

Schutzziele

Richtlinie 3502 / Mindestanforderung Brandbekämpfungssystem

Branderkennung

Versicherungskonzepte

Bauphase

Gefährdungspotenzial in der Bauphase

Versicherung in der Bauphase

▪ Die Bauleistungsversicherung

▪ Exkurs: Deckungen für Großprojekte

▪ Sachschaden bedingte verzögerte Inbetriebnahme

▪ Baumaschinen

Betriebsphase

Haftung bei Tunnelunglücken

Verschuldens- und Gefährdungshaftung in Deutschland

Verschuldens- und Gefährdungshaftung in Österreich

Verschuldens- und Gefährdungshaftung in der Schweiz

Produkthaftpflicht

▪ Deutschland

▪ Österreich

▪ Schweiz

Kumulrisiko Betriebs- und Produkthaftpflicht

Deckungskonkurs

Regressmöglichkeiten

• Zusammenfassung Haftpflichtaspekte

Kapitel 7 Wasserbau

Alles fängt mit einer Baugrube an

• Baugrubenwände

• Grundwasserabsenkung

• Baugrubensohlen

Natürliche Sohlenabdichtung

Unterwasserbetonsohlen

Injektionssohlen

Herkömmliche Injektionssohlen

Dichtungssohlen im Düsenstrahlverfahren

Exkurs: Haftpflichtrisiko von Tauchunternehmen im Bereich Wasserbau

Exkurs: Germanischer Lloyd

Kapitel 8 Umwelthaftpflichtversicherung

Umwelthaftpflichtversicherung

• Zusammenspiel BHV und UHV

Umwelthaftpflicht-Modell

• Umfang der Versicherung

Enumerations- und Deklarationsprinzip

• Deckungs-/Risikobausteine

Ziffer 2.1

Ziffer 2.2

Ziffer 2.3

Ziffer 2.4

Ziffer 2.5

Ziffer 2.6

Ziffer 2.7

• Allgemeine Hinweise

Transport

Einleitungsrisiko

Schäden vor Vertragsbeginn

Verfüllung und Rekultivierung von Erdaushubdeponien, Kiesgruben,

Steinbrüchen und sonstigen Tagebau-Abbaugruben

Serienschaden

Ausland

Umweltschadenversicherung

• Zusammenspiel UHV und USV

• Deckungskonzepte

• Grunddeckung

Zusatzbaustein 1

Zusatzbaustein 2

Versicherte Kosten

Primäre Sanierung / Ergänzende Sanierung / Ausgleichssanierung

• Zusammenspiel der einzelnen Bausteine (ohne USV)

Anlage

Die Architektendeckung

Deutsch-Englisch-Lexikon für Haftpflichtrisiken

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Kapitel 1

Technische Versicherungen

Allgemein

Technische Versicherungen sind eine Untergruppe der Sachversicherung, unter der Versicherungen zur Deckung technischer Risiken im wörtlichen Sinn eingeordnet werden.

Im Gegensatz zur allgemeinen Sachversicherung zeichnen sich technische Versicherungen mehrheitlich durch Versicherung spezifisch benannter Sachen gegen alle unvorhergesehenen Sachsubstanzschäden aus, soweit kein expliziter Ausschluss vorliegt (Prinzip der unbenannten Gefahren, Allgefahrenversicherung).

Dazu zählen die Versicherung betriebsbereiter technischer Anlagen gegen Sachschäden und/oder gegen Vermögensschäden, die Versicherung von Bauwerken oder sonstiger technischer Anlagen während der Errichtungsphase gegen Sachschäden, die Versicherung technischer Anlagen gegen Sachschäden aus Herstellungs- oder Ausführungsfehlern sowie während der Garantiezeit.

Technische Versicherungen in Deutschland:

-Montageversicherung

(AMoB)

-Bauleistungsversicherung

(ABN / ABU)

-Maschinengarantieversicherung

(MGar)

-Maschinenversicherung

(AMB)

-Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung

(AMBUB)

-Baugeräteversicherung

(ABMG)

-Elektronikversicherung

(ABE)

Internationale Technische Versicherungen nach Münchener Rück:

-Montageversicherung

(erection all risk = EAR)

-Montage–Betriebsunterbrechungsversicherung

-Bauleistungsversicherung

(contractor´s all risk = CAR)

-Bauleistung – Betriebsunterbrechungsversicherung

-Comprehensive Project Insurance

(CPI)

-Maschinenversicherung

-Comprehensive Machinery Insurance

(CMI)

Weitere Deckungen:

-Builders Risk (USA)

Folgende Vertragsformen können bei den Technischen Versicherungen vorkommen:

Einzelvertrag (EV)

Ein VN schließt für eine bestimmte Maschine (o.ä.) einen durchlaufenden Vertrag ab.

Rahmenvertrag (RV)

Mit einem Rahmenvertrag wird die Vertragsform für einzelne Risiken einheitlich festgelegt. Der Versicherungsnehmer (VN) ist nicht zur Anmeldung verpflichtet. Die Vertragsform bietet sich an, wenn eine Vielzahl einzelner Risiken von Fall zu Fall versichert werden sollen. Versicherbare Objekte müssen vor Risikobeginn angemeldet werden.

Generalvertrag (GV)

Wie beim RV wird der Inhalt von Einzelverträgen einheitlich festgelegt. Anders als beim RV ist der VN beim GV zur Anmeldung sämtlicher versicherbaren Objekte verpflichtet. Auch hier erfolgt eine Anmeldung mit entsprechendem Anmeldeformular der versicherten Objekte.

Umsatzvertrag (UV)

Die Berechnungsgrundlage ergibt sich aus dem Umsatz der VN für einen festgelegten Zeitraum. Der UV dient der Vereinfachung bei der Risikoerfassung, wenn die einzelnen versicherbaren Objekte nicht wie beim RV/GV deklariert werden können. Die Zusammensetzung des Umsatzes muss zweifelsfrei definiert sein.

Lohnsummenvertrag (LV)

Anwendung wie beim UV, wenn einzelne versicherbare Objekte nicht deklariert werden können. Berechnungsgrundlage ist jedoch die Lohn- und Gehaltssumme der VN für einen festgelegten Zeitraum. LV zum Beispiel, wenn nur Monteure der VN zu De- und Remontage von Maschinen eingesetzt werden und die Maschine selbst nicht zum Bestand der VN gehört.

Zu beachten:

Da beim UV und LV keine Einzelanmeldung der Risiken erfolgt, ist es üblich, dass die Ersatzleistung für jeden einzelnen Schadenfall begrenzt wird (Haftungslimit).

Bauleistung

Die Bauleistungsversicherung soll das Bauvorhaben gegen unvorhergesehene Schäden an versicherten Bauleistungen absichern.

Hierbei wird zwischen 2 Produkten unterschieden.

Absicherung der Bauleistung für Auftraggeber (= ABN) oder für den Unternehmer (=ABU).

In vielen Punkten sind sowohl diese Bedingungswerke als auch die dazu gehörigen Klauseln vergleichbar.

ABN (Allgemeine Bedingungen für die Bauleistungsversicherung durch Auftraggeber)

Mit der Bauleistungsversicherung wird dem Bauherrn eine Art Vollkaskoschutz angeboten.

Versichert sind alle Bauleistungen, Baustoffe und Bauteile für Neu- oder Umbaumaßnahmen im allgemeinen Hochbau einschließlich der Einrichtungsgegenstände, soweit sie wesentliche Gebäudebestandteile darstellen, sowie die Außenanlagen.

Ingenieur- und Tiefbauten können analog zu Hochbauten versichert werden. Diese Deckung kann für Auftragnehmer und Auftraggeber unter Einschluss der am Bau Beteiligten (auch ARGE) abgeschlossen werden.

Versichert ist der zu erstellende Gebäudeneubau (bzw. die Ingenieur- oder Tiefbaumaßnahme) während der Bauzeit gegen unvorhergesehene eintretende Schäden oder Zerstörungen, wie z.B. durch:

• Höhere Gewalt und Elementarereignisse wie Erdbeben, Erdrutsch, Überschwemmung und Hochwasser

• Ungewöhnliche Witterungseinflüsse durch Sturm, Hagel, Frost

• Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit sowie Böswilligkeit dritter Personen

• Mutwillige und vorsätzliche Beschädigung und Zerstörung durch unbekannte Personen

• Fehler bei der Bauausführung und mangelnde Bauaufsicht

• Folgeschäden durch Konstruktions- und Materialfehler sowie fehlerhafte statische Berechnungen

Die Versicherungsdauer in der Bauleistungsversicherung erstreckt sich meistens bis zur Bezugsfertigkeit, i.d.R. maximal aber 18 bis 24 Monate.

Ferner ist der Diebstahl von fest verbundenen Bestandteilen versichert.

Ein bereits montierter Heizkörper gilt als versichert, während noch nicht montierte Heizkörper nicht versichert sind.

Aber auch die Bauleistungsversicherung hat ihre Grenzen. Sie leistet keine Entschädigung bei nicht fachgerecht hergestellten Leistungen.

Versicherte Sachen

Alle Bauleistungen, Baustoffe und Bauteile für Neubau- oder Umbaumaßnahmen, einschließlich

• Einrichtungsgegenstände, soweit sie wesentliche Gebäudebestandteile darstellen,

• Außenanlagen mit Ausnahme von Gartenanlagen und Pflanzungen.

Nicht versicherte Sachen

• Maschinelle Einrichtungen für Produktionszwecke

• Einrichtungsgegenstände, die keine wesentlichen Gebäudebestandteile darstellen

• Baugeräte, Kleingeräte und Handwerkzeuge

• Baustelleneinrichtungen sowie Akten, Zeichnungen und Pläne

• Sonstige Sachen, die nach den ABMG versicherbar sind

• Fahrzeuge aller Art

Versicherte Gefahren

Unvorhergesehene Zerstörungen oder Beschädigungen der versicherten Sachen z.B. durch

• ungewöhnliche Witterungseinflüsse

• Einflüsse durch Dritte, kriminelle Akte

• Böswilligkeit, Sabotage

• Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit

Zusätzlich versicherbare Gefahren und Schäden

Sofern vereinbart (!) leistet der Versicherer Entschädigung für

• Diebstahl nicht eingebauter Teile (was sich aber in der Praxis als durchaus schwierig erweist)

• Brand, Blitzschlag, Explosion (in der Praxis ebenfalls unerwünscht, da hier i.d.R. Abgrenzungsschwierigkeiten zu einer z.B. bestehenden Feuerrohbauversicherung entstehen können).

• Innere Unruhen, Streik, Aussperrung.

Nicht versicherte Gefahren

Nicht versichert sind unter anderem Schäden durch

• mangelhafte Herstellung von Bauleistungen

• normale Witterungseinflüsse

• Krieg, Bürgerkrieg, hoheitliche Eingriffe

Versicherungssumme

Versicherungssumme ist die vertragliche Bausumme aller Bauleistungen.

Dazu zählen auch

• versicherte Außenanlagen

• und der Wert aller Lieferungen von Baustoffen und Bauteilen

• sowie Eigenleistungen und Lieferungen des Auftraggebers.

Die Versicherungssumme ist zunächst vorläufig. Die endgültige Festlegung erfolgt nach Ende der Haftung auf Grundlage der tatsächlichen Bausumme.

Ermittlung Versicherungssumme

Basis ist die vertragliche Bausumme / ggf. ohne Mehrwertsteuer, sofern der VN hierzu die Möglichkeit hat.

Darin müssen enthalten sein der Neuwert:

• der Baustoffe und Bauteile

• der Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe

die sowohl vom VN als auch vom Auftraggeber geliefert / erbracht werden.

Geltungsbereich

Ausschließlich die benannte Baustelle gilt als versichert.

Schadensfallleistung

Geleistet wird der Ersatz von notwendigen Kosten, um die Schadenstelle aufzuräumen und einen Zustand wiederherzustellen, der dem unmittelbar vor Eintritt des Schadens technisch gleichwertig ist.

ABU (Allgemeine Bedingungen für die Bauleistungsversicherung von Unternehmerleistungen)

Die Bauleistungsversicherung für Unternehmer schützt vor den Folgen durch Sachschäden an versicherten Bauleistungen oder an sonstigen versicherten Sachen.

Versicherungsnehmer bzw. Versicherte können sein:

• Bauunternehmer

• Subunternehmer

• Auftraggeber nach Vereinbarung

Der Versicherungsschutz entspricht i.d.R. den Gefahren, die der Bauunternehmer tragen muss, also gemäß der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB).

Besondere Vereinbarungen mit dem Bauherrn sind hier mit dem entsprechenden Versicherer individuell abzustimmen!

Auf besonderen Antrag (!) können versichert werden:

• Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion, Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung

• zusätzliche Aufräumungskosten

• Schadensuchkosten

• Baugrund und Bodenmassen

• Arbeitszeitzuschläge, Eil- und Expressfrachten

• Innere Unruhen, Streik, Aussperrung

• Altbauten, u. a. gegen Einsturz

• außergewöhnliche Witterungseinflüsse

Versicherte Sachen

Versichert sind alle Baustoffe, Bauteile und Bauleistungen für die Errichtung des im Versicherungsvertrag bezeichneten Bauvorhabens einschließlich aller zugehörigen Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe.

Zusätzlich versicherbare Sachen

Sofern vereinbart, sind zusätzlich versichert

• Baugrund und Bodenmassen, soweit sie nicht Bestandteil der Bauleistungen sind

• Altbauten, die nicht Bestandteil der Bauleistungen sind.

Nicht versicherte Sachen

Nicht versichert sind

• Wechseldatenträger

• bewegliche und sonstige nicht als wesentliche Bestandteile einzubauende Einrichtungsgegenstände

• maschinelle Einrichtungen für Produktionszwecke

• Baugeräte einschließlich Zusatzeinrichtungen wie Ausrüstungen, Zubehör und Ersatzteile

• Kleingeräte und Handwerkzeuge

• Vermessungs-, Werkstatt-, Prüf-, Labor- und Funkgeräte sowie Signal- und Sicherungsanlagen

• Stahlrohr- und Spezialgerüste, Stahlschalungen, Schalwagen und Vorbaugeräte, ferner Baubüros, Baucontainer, Baubuden, Baubaracken, Werkstätten, Magazine, Labors und Gerätewagen

• Fahrzeuge aller Art

• Akten, Zeichnungen und Pläne

• Gartenanlagen und Pflanzen

Versicherte Gefahren und Schäden

Der Versicherer leistet Entschädigung für unvorhergesehen eintretende Beschädigungen oder Zerstörungen von versicherten Sachen (Sachschaden).

Unvorhergesehen sind Schäden, die der Versicherungsnehmer oder seine Repräsentanten weder rechtzeitig vorhergesehen haben noch mit dem für die im Betrieb ausgeübte Tätigkeit erforderlichen Fachwissen hätten vorhersehen können, wobei nur grobe Fahrlässigkeit schadet und diese den Versicherer dazu berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.

Zusätzlich versicherbare Gefahren und Schäden

Sofern vereinbart (!), leistet der Versicherer Entschädigung für

• Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung

• Schäden durch Gewässer und/oder durch Grundwasser, das durch Gewässer beeinflusst wird, infolge von

ungewöhnlichem Hochwasser

außergewöhnlichem Hochwasser

Nicht versicherte Schäden

Der Versicherer leistet keine Entschädigung für

• Mängel der versicherten Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger versicherter Sachen

• Verluste von versicherten Sachen

• Schäden an Glas-, Metall- oder Kunststoffoberflächen sowie an Oberflächen vorgehängter Fassaden durch eine Tätigkeit an diesen Sachen

Nicht versicherte Gefahren und Schäden

Der Versicherer leistet ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen keine Entschädigung

für Schäden

• durch Vorsatz des Versicherungsnehmers oder dessen Repräsentanten

• durch normale Witterungseinflüsse, mit denen wegen der Jahreszeit und der örtlichen Verhältnisse gerechnet werden muss

• Entschädigung wird jedoch geleistet, wenn der Witterungsschaden infolge eines anderen entschädigungspflichtigen Schadens entstanden ist

• durch normale Wasserführung oder normale Wasserstände von Gewässern

• durch nicht einsatzbereite oder ausreichend redundante Anlagen zur Wasserhaltung.

Redundant sind die Anlagen, wenn sie die Funktion einer ausgefallenen Anlage ohne zeitliche Verzögerung übernehmen können und über eine unabhängige Energieversorgung verfügen.

• während und infolge einer Unterbrechung der Arbeiten auf dem Baugrundstück oder einem Teil davon, wenn diese bei Eintritt des Versicherungsfalls bereits mehr als __ Monat(e) gedauert hat

• durch Baustoffe, die durch eine zuständige Prüfstelle* beanstandet oder vorschriftswidrig noch nicht geprüft wurden

• durch Krieg, kriegsähnliche Ereignisse, Bürgerkrieg, Revolution, Rebellion, Aufstand

• durch Innere Unruhen

• durch Streik, Aussperrung oder Verfügungen von hoher Hand

• durch Kernenergie, nukleare Strahlung oder radioaktive Substanzen

*Anmerkung: Baustoffe können in Deutschland von mehreren Firmen oder Instituten geprüft werden. Unter anderem haben sich viele Technische Hochschulen dieser Aufgabe gewidmet. Wichtig ist, dass das geprüfte Teil neben einem CE-Kennzeichen auch über ein Ü-Zeichen verfügt.

Versicherungsort

Versicherungsschutz besteht nur innerhalb des Versicherungsortes. Versicherungsort sind die im Versicherungsvertrag bezeichneten räumlichen Bereiche.

Sofern vereinbart (!), besteht Versicherungsschutz auch auf den Transportwegen zwischen den im Versicherungsvertrag bezeichneten räumlich getrennten Bereichen.

Versicherungswert

Der Versicherungswert für die versicherte Bauleistung ist der endgültige Kontraktpreis, der sich aus dem Vertrag mit dem Auftraggeber ergibt und mindestens den Selbstkosten des Unternehmers zu entsprechen hat.

Für im Kontraktpreis nicht enthaltene Baustoffe, Bauteile, Hilfsbauten und Bauhilfsstoffe ist deren Neuwert einschließlich der Kosten für Anlieferung und Abladen einzubeziehen.

Ist der Versicherungsnehmer zum Vorsteuerabzug nicht berechtigt, so ist die Umsatzsteuer einzubeziehen.

Versicherungssumme

Die Versicherungssumme ist der zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer im Einzelnen vereinbarte Betrag, der dem Versicherungswert entsprechen soll.

Der Versicherungsnehmer soll die Versicherungssumme für die versicherte Sache während der Dauer des Versicherungsverhältnisses dem jeweils gültigen Versicherungswert anpassen. Dies gilt auch, wenn werterhöhende Änderungen vorgenommen werden.

Zu Beginn des Versicherungsschutzes wird für die versicherten Lieferungen und Leistungen eine vorläufige Versicherungssumme in Höhe des zu erwartenden Versicherungswertes vereinbart.

Nach Ende des Versicherungsschutzes ist die Versicherungssumme auf Grund eingetretener Veränderungen endgültig festzusetzen. Hierzu sind dem Versicherer Originalbelege vorzulegen, z. B. die Schlussrechnung.

Die endgültige Versicherungssumme hat dem Versicherungswert zu entsprechen.

Klauseln ABN und ABU

Ohne auf die einzelnen textlichen Inhalte eingehen zu wollen, führe ich hier zumindest mal die denkbaren Klauseln zu den einzelnen Bedingungswerken auf. Es gibt folgende Unterschiede:

 

ABN-Klauseln

ABU-Klauseln

Versicherte Sachen:

 

 

Mitversicherung von Altbauten gegen Einsturz

5155

6155

Mitversicherung von Altbauten gegen Sachschäden infolge eines Schadens an der Neubauleistung sowie infolge Leitungswasser, Sturm und Hagel

5180

Nicht vorhanden

Mitversicherung von Altbauten gegen Sachschäden

5181

Nicht vorhanden

Versicherte Gefahren:

 

 

Repräsentanten

5232

6232

Innere Unruhen

5236

6236

Streik, Aussperrung

5237

6237

Radioaktive Isotope

5254

6254

Aggressives Grundwasser

5256

6256

Undichtigkeit und Wasserdurchlässigkeit; Risse im Beton

5257

6257

Baustellen im Bereich von Gewässern oder in Bereichen, in denen das Grundwasser durch Gewässer beeinflusst wird

5260

6260

Brand, Blitzschlag, Explosion, Luftfahrzeuge

5266

6266

Nachhaftung (erweiterte Deckung)

5290

6290

Nachhaftung

5291

6291

Versichertes Interesse:

 

 

Einschluss von Auftraggeberschäden

Nicht vorhanden

6364

Tiefbau-Auftraggeber als Versicherungsnehmer

Nicht vorhanden

6365

Entschädigung:

 

 

Schäden infolge von Mängeln

5761

6761

Tunnel-, Schacht-, Durchpress- und Stollenarbeiten

Nicht vorhanden

6763

Höchstentschädigungsleistung für die Naturgefahren

5793

6793

Höchstentschädigungsleistung für die Naturgefahren (Jahresverträge)

5794

6794

Begrifflichkeiten

Was versteht man unter Außenanlagen und welche sind versichert?

Außenanlagen sind Bauleistungen außerhalb des Bauwerkes einschließlich der Verbindung der Versorgungsleitungen mit den Erschließungsanlagen.

Was ist Baugrund?

Zum Baugrund gehören die unterschiedlich gelagerten, häufig gewachsenen Schichten des Untergrundes und speziell der Teil desselben in oder auf dem das Bauwerk errichtet wird.

Was sind Bodenmassen?

Bodenmassen sind Böden jeder Art, die zum Zwecke des Bauens abgetragen oder zum Auffüllen und Gestalten angefahren werden, wie z.B. loses Gestein, Ton, Lehm, Kies, Sand, wasserhaltiger Boden, Mutterboden.

Sind Schäden "an" Baugrund und Bodenmassen versichert?

Baugrund und Bodenmassen sind nur versichert, soweit sie Bestandteil der Bauleistungen sind oder wenn dies besonders vereinbart ist.

Selbst durch besondere Vereinbarungen können sie nur gegen unvorhergesehene Schäden durch Einwirkung "von außen" versichert werden.

Ein Bedürfnis für diesen Einschluss besteht z.B. bei Hanglage der Baustelle. Falls Baugrund und Bodenmassen z.B. von außerhalb der Baustelle geliefert werden, ist ggf. beim Fortspülen derselben auch ihre Substanz zu ersetzen.

Die Substanz wird dagegen nicht schon Bestandteil der versicherten Bauleistung, wenn die Oberfläche bearbeitet wurde, wie z.B. bei Baugrubensohlen und Böschungen. Wird eine Böschung unvorhergesehen zerstört, ersetzt der Versicherer nur die Kosten der Oberflächenwiederherstellung, nicht jedoch die Kosten für nachzulieferndes Material.

Was sind Schäden "aus" Grund und Boden? Ein Beispiel für einen Schaden "aus" Grund und Boden ist die nachträgliche Schiefstellung eines Bauwerkes aufgrund von Eigenschaften oder Veränderungen des Baugrundes.

Was versteht man unter Gründungsmaßnahmen? Gründungsmaßnahmen sind erforderlich, um die Standsicherheit eines Bauwerkes zu gewährleisten.

Deshalb müssen die Bauwerkslasten in einen tragfähigen Untergrund abgeleitet werden. Das heißt, die Aufstandsfläche muss groß genug sein, um die vom Bauwerk übertragenen Lasten aufnehmen zu können.

Altbausanierungen / An- oder Umbauten

[exemplarisch nach den ABN]

Was sind Altbauten und wie können diese mitversichert werden? Altbauten sind bereits bestehende Gebäude, wie z.B. Nachbargebäude, an denen unmittelbar eine nach § 1 Nr. 1 ABN versicherte Bauleistung ausgeführt wird.

Wichtig sind hierbei vor allem 2 Fragen:

• Wird durch die aktuelle Maßnahme in die tragende Konstruktion des bereits bestehenden Objekts eingegriffen oder nicht?

• Handelt es sich bei dem Altbau um ein denkmalgeschütztes Objekt?

Hier sind für die Versicherung der Neubauleistung und die Mitversicherung des Altbaus folgende Informationen wichtig:

• Ist im Schadenfall die denkmalgeschützte Substanz gefährdet?

• Müssen bei der Schadenbehebung spezielle (ursprüngliche) Materialien verwendet werden?

• Ist die Materialbeschaffung möglich? Wenn ja, zu welchen Bezugskosten?

• Behördliche Auflagen beim Wiederaufbau?

• usw.

In der Regel werden derartige Baumaßnahmen im Vorfeld durch den Versicherer besichtigt.

Wichtig: Ausreichende Bemessung der Erstrisikosummen, da diese gerade im Altbau-Bereich schnell erschöpft sein können.

Ferner sollten die Klauseln TK 5155, TK 5180 sowie TK 5181 vereinbart werden.

TK 5155

Mitversicherung der Altbauten gegen Einsturz

Versicherte Sache:

Altbauten, soweit an ihnen unmittelbar nach Abschnitt A § 1 Nr. 1 ABN 2008 versicherte Lieferungen und Leistungen ausgeführt werden, durch die

 

• in die tragende Konstruktion eingegriffen wird

 

• oder durch die sie unterfangen werden.

Versicherungssumme:

Erstrisikosumme, die den maximal zu erwartenden Schaden (Einsturz oder Teileinsturz) durch unmittelbare Eingriffe in die tragende Substanz oder Unterfangungen abdecken sollte inkl. Aufräumungskosten.

Hinweis:

TK 5155 kann sowohl für eigene Objekte als auch für ein Nachbarobjekt, dass im Zuge der Bauarbeiten unterfangen wird, abgeschlossen werden.

TK 5180

Mitversicherung von Altbauten gegen Sachschaden infolge eines Schadens an der Neubauleistung sowie infolge Leitungswassers, Sturm und Hagel

sowie

 

TK 5181

Mitversicherung von Altbauten gegen Sachschaden

 

[Klauseln 5180 + 5181 sind inhaltlich gleichlautend, aber aufgrund der unterschiedlichen mitversicherten Gefahren werden in der Praxis abweichende Selbstbehalte vereinbart!]

Versicherte Sache:

Altbauten, soweit an ihnen nach Abschnitt A $ 1 Nr. 1 ABN 2008 versicherte Lieferungen und Leistungen ausgeführt werden.

 

Sofern vereinbart:

 

• Medizinisch-technische Einrichtungen und Laboreinrichtungen

• Stromerzeugungsanlagen (z.B. Photovoltaik)

• Datenverarbeitungsanlagen (z.B. Server) und sonstige selbstständige Anlagen, die unabhängig von der Nutzung des Objektes funktionieren

• Maschinelle Einrichtungen für Produktionszwecke

• Aufwendige Ausstattung und kunsthandwerklich bearbeitete Bauteile sowie Bestandteile mit unverhältnismäßig hohem Kunstwert (z.B. stuckierte oder bemalte Decken und Wandflächen, Jugendstilfenster, Steinmetzarbeiten, künstlerisch gestaltete Geländer, Türen, Brunnen, wertvolle Vertäfelungen, Fußböden etc.)

Versicherungssumme:

Ortsüblicher Neubauwert der Altbausubstanz nach der Entkernung.

Hinweis: Lediglich die Klausel 6155 (also analog 5155 ABN) gibt es für das ABU-Bedingungswerk auch!

Besteht über die nachfolgenden Klauseln eine Ersatzpflicht?

Besteht über die nachfolgenden Klauseln eine Ersatzpflicht?

CAR / Maintenance

Die CAR (contractor´s all risk) ist die internationale Variante der Bauleistungsversicherung.

Sie beginnt mit der Aufnahme der Bauarbeiten, endet mit der Abnahme/Inbetriebnahme und kann durch eine Maintenance Deckung erweitert werden.

Der Deckungsschutz umfasst auf All Risk-Basis alle Schäden, die plötzlich und unvorhergesehen an den versicherten Sachen eintreten, sowie an:

• Hoch- und Industriebauten

• Straßen, Eisenbahnanlagen und Flughäfen

• Brücken, Dämme, Tunnel usw.

Montagen von Maschinen, Anlagen und Stahlkonstruktionen können mitversichert werden, soweit deren Anteil weniger als 50% der Gesamtversicherungssumme ausmacht.

Maintenance-Periode

Die CAR Deckung ist erweiterbar auf eine zu definierende Deckung für den Zeitraum der (Garantie) Instandhaltung (i.d.R. 2 Jahre).

Hierbei unterscheidet man hinsichtlich der Maintenance Deckung zwischen:

• Visite Maintenance (Standard)

Haftung des Versicherers ist beschränkt auf Verlust/Schäden, die der Versicherungsnehmer während der Maintenance Periode bei der Ausführung seiner vertraglichen Pflichten an der versicherten Sache verursacht

• Extended Maintenance

In Erweiterung zur Maintenance Visits werden auch Schäden ersetzt, deren Ursache aus der Bauzeit herrührt.

CAR / EAR-Deckung

Die internationale Variante einer Bauleistungsversicherung für (Groß)Projektdeckungen