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Verborgene Gefühle

1. KAPITEL

Katharina war fort. Eine halbe Ewigkeit hatte Alexander dem Wagen hinterhergestarrt, in dem seine Frau davongefahren war. In eine Zukunft ohne ihn. Mit einem anderen Mann … Ihren Ehering hatte sie ihm zurückgegeben, und als der Juniorchef endlich ins Hotel zurückging, hielt er ihn noch immer fest umklammert.

Alfons Sonnbichler bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Herr Saalfeld? Was ist mit Ihnen?“, fragte er besorgt.

„Katharina ist weg“, murmelte Alexander. „Meine Ehe ist vorbei.“ Bestürzt sah der Portier ihn an. „Wir werden uns wohl scheiden lassen“, setzte der Juniorchef verzweifelt hinzu, bevor er in seinem Büro verschwand.

Alfons zögerte einen Augenblick, doch schließlich fasste er sich ein Herz und ging ihm nach. Immerhin war Alexander sein Sohn, auch wenn der Juniorchef davon keine Ahnung hatte.

„Ich dachte, Sie und Ihre Frau verlassen den ‚Fürstenhof‘ gemeinsam“, begann der Portier vorsichtig.

„Das dachte ich auch“, erwiderte der Juniorchef bitter. „Aber sie wollte ihren Liebhaber nicht aufgeben. Und mich auch nicht.“ Er seufzte. „Ich wollte klare Verhältnisse.“

„Bei allem Respekt für Ihre Frau …“ Alfons Stimme klang leidenschaftlich. „Ich kann sie nicht verstehen. So ein großartiger Mann wie Sie … Und da nimmt sie diesen dahergelaufenen Kunstmaler?“

„Herr Sonnbichler, Ihre Loyalität in Ehren, aber die Realität ist: Katharina und ich … Unsere Beziehung stand von Anfang an unter keinem guten Stern.“

„Sie haben sich doch geliebt“, widersprach der Portier. „Das konnte man sehen.“

„Vielleicht haben wir es uns auch nur sehr überzeugend vorgespielt“, entgegnete Alexander traurig. „Sogar vor uns selber …“

Widerstrebend ließ Alfons seinen unglücklichen Sohn allein.

Kurze Zeit später platzte Laura wegen einer Frage zum Menüplan ins Büro.

„Du bist ja völlig fertig“, bemerkte sie beunruhigt. In der Küche hatte sie bereits Gerüchte aufgeschnappt, die besagten, dass Katharina Saalfeld das Hotel verlassen hätte. „Was ich total verstehe … Nimm dir doch den Tag frei. Geh wandern, mach irgendwas, das dich ablenkt.“

„Nicht nötig, mir geht es gut“, erwiderte ihr Bruder mechanisch. Als sie ihm einen zweifelnden Blick zuwarf, sagte er aufgewühlt: „Lieb, dass du Anteil nimmst. Aber könntest du mich nicht einfach in Ruhe lassen? Die Trennung ist das einzig Richtige, glaub mir.“

„Ich hätte euch so gewünscht, dass ihr glücklich miteinander werdet.“ Laura meinte, was sie sagte. Auch wenn tief in ihrem Innern noch eine andere Wahrheit lag. Eine Wahrheit, die sie niemals würde aussprechen dürfen. Und auch Alexander wusste, dass es diese Wahrheit gab.

Entsprechend brüsk reagierte er auf ihre Worte. „Und ich erst.“

Voller Sorge um ihn ging sie zurück in die Küche.

Werner Saalfeld hatte von Katharinas Abreise nichts mitbekommen, und so fiel es Alfons zu, ihn von der neuen Sachlage in Kenntnis zu setzen.

„Katharina ist weg?“ Der Seniorchef war sichtlich verwirrt. „Ohne Alexander?“

Alfons Sonnbichler erläuterte, was vorgefallen war. „Ihre Schwiegertochter ist tatsächlich auf diesen Künstler reingefallen“, schloss er.

Der Direktor starrte ihn fassungslos an. Schließlich polterte er los, dass es Alfons’ Pflicht gewesen wäre, etwas dagegen zu unternehmen. Empört zog der Portier sich zurück.

Auf der Suche nach Alexander lief Werner seiner Schwägerin in die Arme.

„Man kann den Jungen doch jetzt nicht allein lassen“, sagte er erregt, nachdem er Elisabeth in knappen Worten geschildert hatte, was geschehen war.

„Alexander ist stark“, entgegnete sie ruhig. „Ich glaube, er braucht jetzt vor allem Zeit für sich allein.“

„Ich kann nur hoffen, dass das Mädchen zur Besinnung kommt!“

„Katharina und Alexander sind erwachsen“, hielt Elisabeth dagegen. „Die beiden haben lange genug um diese Entscheidung gerungen.“

„Unsinn!“, brauste er auf. „Katharina muss sich nur ein bisschen austoben. Aber sie liebt ihn. Irgendwann kommt sie zurück.“

Elisabeth schüttelte den Kopf. „Auch wenn sie ihn geliebt hat, oder sogar noch liebt … Das war leider einseitig.“ Ihr Schwager schwieg konsterniert. „Wir wissen beide, wer Alexanders wahre Liebe ist“, fuhr sie fort. „Und es war klug von Katharina, endlich zu gehen. Genauso klug wäre es von dir, das zu akzeptieren.“ Werner wollte jedoch nichts davon wissen. „Du willst das Ende dieser Ehe nicht akzeptieren, weil es bedeutet, dass du endlich Farbe bekennen musst.“

Ihr Ton war scharf geworden. Wütend funkelte Werner sie an, aber sie ließ sich davon nicht einschüchtern. „Alexander hat sich lange genug gequält. Du musst ihm sagen, dass Laura nicht seine Schwester ist – und du nicht sein leiblicher Vater.“

Robert und Miriam von Heidenberg begegneten sich wieder einmal im Gewächshaus. Der Küchenchef machte keinen Hehl daraus, dass er von hochgezüchteten Pflanzen, zum Beispiel von Orchideen, nichts hielt – seine Kräuter waren ihm lieber. Miriam wies ihn darauf hin, dass die neuen Orchideen im Gewächshaus ihrer Stiefmutter gehörten.

„Dein Vater hat ihr diese Sammlung geschenkt“, erklärte sie mit einem Lächeln. „Und ich bewache sie.“ Robert verdrehte gespielt verzweifelt die Augen. „Findest du Blumen denn überhaupt nicht schön?“, wollte sie wissen.

„Orchideen werden überschätzt“, entgegnete er ernsthaft.

„Für mich ist das Schlichte, Einfache immer das Schönste. Am liebsten mag ich es, wenn die Wiesen blühen.“

Sie wechselten einen langen Blick. Die gegenseitige Anziehung war immer noch zu spüren, auch wenn Robert nicht wusste, wie er mit Miriams Behinderung umgehen sollte.

Später an diesem Vormittag lernte auch Tanja endlich die Frau kennen, von der der Küchenchef ihr so viel vorgeschwärmt hatte. Die beiden Frauen unterhielten sich über Blumen, nachdem Tanja eine Orchidee bewundert hatte, die in Miriams Hotelzimmer in der Vase stand.

„Mir sind die Blumen am liebsten, die einfach so wachsen“, erklärte Barbaras Tochter und merkte nicht, dass sie Roberts Worte wiederholte. „Auf der Wiese …“

„Und welche genau?“, hakte das Zimmermädchen neugierig nach. „Ich meine, haben Sie irgendeine Lieblingsblume?“ Miriam nickte.

„Centaurien.“ Tanja sah sie verständnislos an, und Miriam musste unwillkürlich grinsen. „Tut mir Leid. Ich schreibe gerade meine Examensarbeit in Botanik. Deshalb verwende ich nur noch die lateinischen Ausdrücke. Centaurien sind Kornblumen. Ganz normale Kornblumen.“

Barbara von Heidenberg unterbrach die freundliche Unterhaltung zwischen den beiden, indem sie das Zimmermädchen schroff darauf hinwies, dass sie frische Handtücher benötigen würde.

Miriams Mutter war ohnehin schlecht gelaunt. Werner hatte sich zwar einverstanden erklärt, dass sie bei der Gestaltung eines Benefiz-Empfangs von Charlottes Stiftung ein Wörtchen mitzureden hatte, aber Charlottes Schwester, diese alberne Nonne, erwies sich als beratungsresistent. Sie wollte den handverlesenen Gästen doch tatsächlich afrikanisches Essen vorsetzen und ihnen einen langweiligen Dia-Vortrag zeigen.

„Ich habe mir Gedanken über das Charity-Event gemacht“, versuchte Barbara beim Mittagessen noch einmal ihr Glück bei Elisabeth.

„Sie meinen die Wohltätigkeitsveranstaltung“, korrigierte Elisabeth.

Barbara ignorierte diese Bemerkung. „Ich habe Ihnen alles zusammengestellt.“ Sie reichte Werners Schwägerin eine Mappe. „Menüvorschläge, Adressen von exklusiven Agenturen …“ Elisabeth schlug die Mappe nicht einmal auf. „Mit ein bisschen Couscous und einem Diavortrag ist es nicht getan“, beharrte Barbara von Heidenberg und lächelte künstlich dabei. „Das Motto muss lauten: Nicht kleckern, sondern klotzen!“

„Sie verstehen sicher viel von der Organisation solcher Veranstaltungen“, entgegnete Elisabeth. „Aber letztlich geht es nicht um den äußeren Rahmen, sondern um den Inhalt. Meine verstorbene Schwester wollte den Menschen helfen. Das steht im Mittelpunkt.“ Barbara wollte ihr widersprechen, doch Elisabeth ließ sie nicht zu Wort kommen. „Ich denke, das Anliegen spricht für sich“, erklärte sie würdevoll. „Und ich möchte, dass Charlottes Geist bei dem Empfang spürbar wird.“

„Da sind wir uns doch völlig einig“, behauptete Werners neue Freundin.

Elisabeth schenkte ihrer Heuchelei jedoch keinen Glauben. „Entschuldigen Sie, aber die Vorschläge tragen Ihre Handschrift. Ich fürchte, die Ideen meiner Schwester verschwinden dahinter.“

Damit war das Gespräch für sie erledigt. Barbara kochte vor Wut, wollte jedoch noch nicht aufgeben.

„Darf ich offen sein?“, säuselte sie. „Mit Ihrer Hingabe gelingt sicher diese eine Veranstaltung, doch … andere werden folgen. Und außerdem geht es auch darum, für die Charlotte-Saalfeld-Stiftung eine neue Leitung zu finden.“

Elisabeth nickte. „Ich tue meine Pflicht dort, wo ich gebraucht werde“, erklärte sie entschlossen. „Momentan ist das hier. Und wenn der Stiftungsrat es wünscht, werde ich Charlottes Nachfolgerin.“

Barbara von Heidenberg verlegte sich aufs Schmeicheln. „Aber werden Sie in Tansania denn nicht schon sehnsüchtig erwartet?“

Doch Elisabeth ließ sich davon nicht beeindrucken. „Die Sehnsucht gilt nicht mir persönlich, sondern meiner Arbeit.“ Ein feines Lächeln umspielte ihre Mundwinkel. „Und ich werde bestens vertreten. Solange mein Orden mich nicht ausdrücklich zurückruft, kann ich getrost hier bleiben.“

Das war nun das Allerletzte, was Barbara sich wünschte.

Zur gleichen Zeit spazierten Werner und Alexander durch den Hotelpark.

„Du willst dich wirklich scheiden lassen?“, wollte der Seniorchef wissen.

Alexander nickte. „Ich muss natürlich das Trennungsjahr abwarten. Aber dann …“

„Wart’s mal ab“, fiel sein Vater ihm ins Wort. „Vielleicht ist es sogar gut, dass du Katharina jetzt ein bisschen über die Stränge schlagen lässt. Umso schneller kommt sie zu dir zurück.“ Der Juniorchef schien ihm nicht zuzuhören. „Man muss sich doch wegen so einer oberflächlichen Liebelei nicht gleich scheiden lassen“, beharrte Werner.

„Dass du das so siehst, ist klar“, bemerkte Alexander sarkastisch.

„Du darfst nicht kampflos aufgeben!“, forderte der Senior.

„Ich habe gekämpft. Wir beide. Und gemeinsam haben wir beschlossen: Es ist gut. Es ist vorbei!“

„Aber so eine kleine Affäre …“

Alexander ließ seinen Vater nicht ausreden. „Die war höchstens der Auslöser, nicht der Grund“, stellte er traurig fest. „Unsere Ehe ist schon lange eine Lüge. Ein einziges Chaos …“ Werner schüttelte den Kopf. „Und das gilt nicht nur für unsere Ehe“, fuhr Alexander fort.

„Wie meinst du das?“

„Wir müssen endlich wieder klare Verhältnisse schaffen. Auch geschäftlich.“ Der Senior warf ihm einen alarmierten Blick zu. „Das Beste wäre, wir lösen die Fusion mit der Klinker-Emden-Hotel-Gruppe auf.“

Werner war noch immer vollkommen schockiert von dem, was Alexander ihm kurz zuvor mitgeteilt hatte. Er hatte sich umgehend mit Barbara getroffen und ihr beim Mittagessen alles erzählt.

„Wenn’s nach ihm geht, wird unser Vertrag mit der Klinker-Emden-Hotel-Kette so schnell wie möglich annulliert“, beklagte Werner sich bei Barbara. „Aber er braucht die Zustimmung aller Teilhaber. Und selbst wenn er Inge – seine Exschwiegermutter – rumkriegt … Mit mir nicht!“ Fragend sah seine Freundin ihn an. „Ich verwalte Charlottes Anteile und damit auch ihr Stimmrecht“, erklärte er entschlossen. „Der ‚Fürstenhof‘ ist mein Werk. Da lasse ich mir von niemandem reinpfuschen. Nicht mal von Alexander.“

„Du gefällst mir immer besser“, hauchte Barbara bewundernd, was er zufrieden zur Kenntnis nahm.

„Hast du es dir eigentlich überlegt?“, wollte er wissen. „Ich meine, ob du zu mir ziehst?“

„Findest du das nicht ein wenig früh?“, gab sie zu bedenken. „Nicht für uns, sondern für deine Kinder?“

„Vielleicht hast du Recht“, erwiderte er nachdenklich. „Aber ich will dich einfach bei mir haben. Immer!“ Er gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss.

Barbara hielt den Augenblick für günstig, ihm von ihren Schwierigkeiten mit Elisabeth zu erzählen. Doch Werner interessierte sich herzlich wenig für die Stiftungsarbeit. „Ich finde, ihr zwei ergänzt euch bestens“, bemerkte er leichthin. „Versuch bitte, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie will nur das Andenken ihrer Schwester in Ehren halten.“

„Wenn du mich fragst – die Frau ist größenwahnsinnig“, giftete seine Freundin. „Kommt aus dem Busch und denkt, sie kann hier das Zepter schwingen.“ Überrascht sah Werner sie an, doch sie redete sich immer mehr in Rage. „Die hat keine Ahnung, wie heikel Fundraising, Charity und so weiter sind. Für so etwas muss man sich auf gesellschaftlichem Parkett bewegen können. Aber sie wird entweder ausrutschen oder es kaputt trampeln.“

„Du kannst ja richtig wild werden“, stellte der Senior amüsiert fest. „Man könnte meinen, du willst den Vorsitz von Charlottes Stiftung übernehmen.“

„Nein, natürlich nicht.“ Barbara ruderte zurück. „Das steht mir gar nicht zu.“

„Gut. Solange das klar ist …“

Die beiden musterten einander forschend.

„Du möchtest also der Frau aus dem Busch die Verantwortung überlassen?“, fragte Barbara schließlich mit zucker süßer Stimme.

Er nickte. „Du bist eine kluge Frau. Und eine Nonne passt hervorragend zu der Stiftung. Ich bin sehr froh, dass sie Charlottes Arbeit fortführen will.“

Obwohl er einen freundlichen Ton anschlug, war es unüberhörbar, dass er in dieser Sache keinen Widerspruch duldete. Barbara gab sich alle Mühe, ihren Zorn hinunterzuschlucken.

Nur kurze Zeit später brachte Elisabeth bei ihrem Schwager ebenfalls das Stiftungsthema zur Sprache. Werner war einverstanden damit, im Stiftungsrat zu besprechen, ob sie Charlottes Nachfolgerin werden sollte. Und schließlich gab er ihr noch einige nützliche Tipps zur Platzierung der Gäste bei dem Empfang, die sie dankbar annahm.

Barbara hingegen dachte gar nicht daran, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Sie besorgte sich die Telefonnummer von Elisabeths Ordensleitung und meldete sich dort unter falschem Namen. Sie behauptete, dass Elisabeth Saalfeld unter dem Vorwand, Spenden zu sammeln, eine kommerzielle Veranstaltung planen würde. Die Ordensleitung versprach, dem Hinweis sofort nachzugehen. Barbara von Heidenberg rieb sich mit einem zufriedenen Grinsen die Hände.

Schwester Laetitia rief auf der Stelle bei Elisabeth an. Die Nonne besprach gerade mit Robert die afrikanischen Gerichte, die bei dem Empfang gereicht werden sollten. Verwundert erklärte sie ihrer Ordensleiterin, dass an den Vorwürfen nichts dran sei, und wollte wissen, wer solche Gerüchte in die Welt gesetzt habe. Schwester Laetitia gab ihr keine Antwort darauf. Ruhig erklärte Elisabeth, dass sie im Augenblick im Gespräch sei und später noch einmal zurückrufen würde.

„Schlechte Nachrichten?“, fragte Robert.

Elisabeth nickte bedrückt. „Ich weiß gar nicht, wie sie darauf kommen. Aber meine Ordensleitung denkt, ich würde hier meine Glaubenspflichten verletzen.“

2. KAPITEL

Laura machte sich noch immer Sorgen um Alexander.

Wenn sie und er sich nur niemals begegnet wären! Natürlich liebte sie ihren Bruder. Aber wenn das zwischen ihnen nicht passiert wäre … Bestimmt wären Alexander und Katharina heute glücklich verheiratet und hätten längst ihr erstes Kind. Alles wäre gut.

Unbemerkt hatte Christian sich ihr genähert und küsste sie zärtlich auf den Nacken. Erschrocken fuhr sie zusammen.

„Du siehst aus, als kämst du vom anderen Ende des Universums“, sagte Christian lächelnd.

„Hab nachgedacht“, erwiderte sie.

„Ganz was Neues.“ Sie lächelte verkrampft. „Du machst dir Sorgen, hm?“

Sie nickte. „Wie du das wieder merkst …“

„Ich kann deine Gedanken lesen, schon vergessen?“, entgegnete er liebevoll. Sie seufzte und schmiegte sich an ihn. „Wie geht es Alexander?“, wollte er wissen.

„Er lässt mich nicht an sich ran. Aber das kann ich verstehen.“ Der Haustechniker stimmte ihr zu. „Irgendwie … Ich werde das Gefühl nicht los, ohne mich hätten Alexander und Katharina eine Chance gehabt.“

„Hat Alexander dir etwa den Floh ins Ohr gesetzt?“, fragte er.

„Nein, so was würde er nie und nimmer tun“, antwortete sie beinahe empört.

„Du bist für das Scheitern ihrer Ehe nicht verantwortlich“, stellte Christian rigoros fest. „Das zwischen euch ist längst Vergangenheit.“

„Ich würde ihm nur so gerne helfen“, entgegnete sie leise. „Ich weiß bloß nicht, wie.“

Er gab ihr einen zarten Kuss. „Das Einfachste ist das Beste“, sagte er behutsam. „Sei einfach für ihn da.“

Einige Zeit später klopfte Laura noch einmal an Alexanders Bürotür und fragte ihn, ob er Lust habe, abends zum Essen zu kommen.

„Zu Tanja und mir“, erklärte sie. „Vielleicht tut dir ein bisschen Gesellschaft gut.“

„Danke, lieb von dir, aber ich glaube, ich möchte lieber allein sein.“

Sie erriet den wahren Grund seiner Ablehnung. „Keine Angst, Christian wäre nicht dabei“, sagte sie leise.

„Dein Freund und ich … unser letztes gemeinsames Essen war eine Katastrophe“, murmelte er, als hätte er sie gar nicht gehört.

„Ich sage doch, er hat was anderes vor.“ Auffordernd sah sie ihn an. „Komm, gib dir einen Ruck!“

„Ich glaube … eher nicht, nein.“

Enttäuscht wandte sie sich zum Gehen. „Na gut.“ An der Tür drehte sie sich noch einmal um. „Wenn du deine Meinung änderst, sag mir Bescheid, okay?“

Sobald Tanja eine freie Minute hatte, rannte sie zu Robert und erzählte ihm von der Unterhaltung mit Miriam. Der Küchenchef gab sich bemüht gleichgültig.

„Ich weiß jetzt, welche Blume sie am liebsten mag“, grinste das Zimmermädchen.

„Und?“, fragte er mit gespieltem Desinteresse.

„Kornblumen!“, antwortete sie triumphierend. „Stinknormale Kornblumen!“

Robert dachte nach. Schließlich erteilte er die Anweisung, das Restaurant für den Nachmittag mit Kornblumen zu dekorieren.

Kurz darauf ging er zu seinem Bruder. Es war höchste Zeit, dass er sich um Alexander kümmerte.

„Wie geht es dir?“, fragte er vorsichtig.

„Robert, ich weiß, ihr meint es alle gut, aber …“ Der Juniorchef beherrschte sich nur mühsam.

„Verstehe. Dir hängt das Thema schon zum Hals raus“, erwiderte sein jüngerer Bruder. Alexander lächelte gequält. „Wie auch immer: Wenn du dich mal ausquatschen willst …“

„Danke. Eigentlich habe ich genug gequatscht. Es ist Zeit zu handeln.“ Der Juniorchef zog seinen Ehering vom Finger und legte ihn in eine Schublade, in der Katharinas Ring bereits lag.

Robert beobachtete ihn fassungslos. „Du packst die Ringe einfach weg? Aus den Augen, aus dem Sinn?“

„Was soll ich denn sonst damit anstellen?“

„Aber du kannst Katharina doch nicht einfach aufgeben“, beharrte der Küchenchef. „Nach allem, was ihr durchgemacht habt.“

Sein Bruder widersprach: „Doch. Vielleicht gerade deswegen. Und letztlich können ja wohl nur Katharina und ich beurteilen, ob sich ein Weiterkämpfen lohnt oder nicht.“

„Du hättest zu ihr ins Auto steigen und dich nicht abwimmeln lassen sollen!“, erklärte Robert.

Der Juniorchef fühlte sich bedrängt. „Jetzt hör auf!“, entgegnete er unwillig. „Wir haben uns auseinandergelebt. Das ist die bittere Wahrheit.“

„Die Wahrheit?“ Der Küchenchef lachte sarkastisch auf. „Weißt du, was die Wahrheit ist? Deine Ehe ist dir schon lange egal, weil du jemand anderen liebst.“

„Pass bloß auf!“ Wütend funkelte Alexander seinen Bruder an.

Doch der ließ sich nicht beirren. „Gib’s doch zu! Wenigstens vor dir selbst. Du hast Katharina regelrecht in die Arme von diesem Sven getrieben! Sie hat gewusst, dass sie auf verlorenem Posten kämpft. Dass sie gegen Laura nicht ankommt.“

„Mit unserer Schwester hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun!“, rief Alexander zornig.

„Sieh der Wahrheit endlich ins Gesicht!“, forderte Robert. „Sieh Laura ins Gesicht.“ Damit ging er hinaus.

Miriam strahlte, als sie ins Restaurant kam, das über und über mit tiefblauen Kornblumen dekoriert war.

Ein Meer von Kornblumen …

Und Miriam hatte sogleich eine Ahnung, wer das veranlasst hatte.

Just in diesem Moment kam Robert, aufgewühlt von der Auseinandersetzung mit seinem Bruder, ins Restaurant, beruhigte sich aber schnell, als er Miriams Lächeln sah.

„Ich muss schon sagen, deine Mitarbeiter haben ein Händchen für Dekoration“, sagte Miriam gespielt sachlich.

„Ja, nicht wahr?“, entgegnete er im selben Ton. „Auf die kann ich mich hundertprozentig verlassen.“

Sie blickte ihm in die Augen. „Sie sind wunderschön. Wusstest du, dass Kornblumen meine Lieblingsblumen sind?“

„Tatsächlich?“, wich der Küchenchef aus, ließ ihren Blick jedoch nicht los.

„Danke“, sagte sie voller Wärme und spürte ihr Herz bis zum Halse schlagen.

Diese Nähe zwischen ihnen überforderte Robert. Deshalb fragte er sie aus Verlegenheit, wie sie zum Reiten gekommen sei.

„Ich wollte schon immer reiten, schon als kleines Mädchen“, erklärte Miriam bereitwillig. „Später habe ich als Springreiterin trainiert, aber dann kam der Unfall. Und jetzt …“ Ein wehmütiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. „Aus der Traum von Olympia.“

„Du reitest verdammt gut, dafür, dass … Ich meine, wie schaffst du das?“, wollte er wissen.

„Du hast Recht, kaum ein Mensch, der im Rollstuhl sitzt, kann reiten“, antwortete sie unbefangen. „Ich habe zum Glück nur eine inkomplette Querschnittslähmung.“

„Was ist das denn?“

„Ich bin ab dem untersten Lendenwirbel gelähmt“, erläuterte sie. „Das heißt, meine motorischen Fähigkeiten unterhalb der Hüfte sind nicht völlig weg. Ich habe etwas Oberschenkelkontakt zu meinem Pferd.“

„Respekt“, sagte er ehrlich. „Ich bewundere dich.“

„Man gewöhnt sich an alles“, gab sie bescheiden zurück.

„Aber schon, wie du davon sprichst … ‚Zum Glück habe ich nur eine halbe Lähmung.‘ Ich könnte in dem Zusammenhang das Wort ‚Glück‘ nicht in den Mund nehmen.“

„Brauchst du ja auch nicht.“ Sie lächelte verschmitzt. „Zum Glück.“

Obwohl Alexander nicht gerade begeistert auf ihre Einladung zum Essen reagiert hatte, bat Laura Tanja, ein Gedeck mehr aufzulegen.

„Der kommt doch sowieso nicht“, entgegnete Tanja.

„Wieso?“, fragte Laura konsterniert.

„Ausgerechnet zu dir? Nachdem seine Frau ihn verlassen hat?“

„Warum denn nicht?“, entgegnete Laura ruhig. „Ich bin seine Schwester. Ich möchte ihm zeigen, dass ich für ihn da bin.“ Ihre Freundin verdrehte die Augen. „Und kein Wort über Katharina! Es sei denn, er fängt selbst damit an.“

Es klingelte an der Tür. Laura lächelte triumphierend und ging öffnen.

„Was machst du denn hier?“, wollte sie verblüfft wissen, als sie Christian erblickte. „Wolltest du nicht noch mit Max …?“

„Der ist krank geworden“, erklärte Christian. „Passt es dir nicht?“ Er bemerkte, dass in der Küche für drei gedeckt war. „Da komme ich ja wie gerufen.“

„Das war eigentlich für Alexander gedacht“, platzte Laura heraus. Perplex sah er sie an. „Du hast selbst gesagt, ich soll für ihn da sein, und da dachte ich mir …“

Tanja kam ihrer Freundin zu Hilfe. „Der kommt sowieso nicht“, sagte sie leichthin.

Laura nickte eifrig. Christian blickte leicht verwundert von einer zur anderen, setzte sich schließlich jedoch unbekümmert an den Tisch.

„Dann ist ja gut. Unser letztes gemeinsames Essen war nämlich nicht gerade der Hit“, stellte er trocken fest.

Laura sah ihn an und seufzte leise. Sie wünschte sich, dass ihre Mitbewohnerin Recht behielt …

Tanja und Christian aßen mit großem Appetit. Nur Laura stocherte auf ihrem Teller herum und wirkte angespannt.

„Soll ich mich verziehen?“, schlug Christian liebevoll vor.

„Quatsch“, erwiderte sie halbherzig.

„Hör auf, Panik zu schieben!“, mischte sich Tanja ein. „Alexander kommt nicht mehr.“

Doch in dem Moment meldete sich die Türklingel. Die drei sahen sich betreten an. Keiner rührte sich. Es klingelte wieder. Laura stand seufzend auf und ging in den Flur.

„Psychonervkram“, flüsterte Tanja.

„Ich verschwinde besser“, entgegnete Christian ebenso leise.

„Hiergeblieben!“, verlangte sie energisch. „Alexander muss sich daran gewöhnen, dass er Laura nicht mehr für sich allein hat.“

Die beiden kamen herein. Und die Begrüßung fiel so verkrampft aus, wie es zu erwarten gewesen war.

Alexander aß schweigend. Tanja ertrug die Anspannung nicht, die am Tisch herrschte, und plapperte um ihr Leben. Als Alexander schließlich zu Ende gegessen hatte, erhoben sich Laura und Christian, räumten ab und begannen mit dem Abwasch. Alexander schmerzte die Vertrautheit, die zwischen den beiden zu herrschen schien. Ohne ein Wort des Abschieds erhob er sich und verließ die Wohnung.

Nach einer Schrecksekunde eilte seine Schwester ihm hinterher.

Christian und Tanja, die in der Wohnung geblieben waren, tauschten einen vielsagenden Blick.

Laura erreichte ihren Bruder an der Landstraße.

„Du kannst doch bei einer Dessertköchin nicht vor der Nachspeise verschwinden“, scherzte sie bemüht.

„Du siehst doch, dass ich’s kann“, erwiderte er kühl.

„Alexander!“ Die beiden sahen sich an. „Ich dachte wirklich, dass Christian verabredet ist“, erklärte sie hilflos.

„Schon gut. Ist ja auch egal.“ Mit schnellen Schritten ging er weiter.

Sie folgte ihm. „Ich lass dich gleich in Ruhe“, erklärte sie entschuldigend. „Ich wollte dir nur sagen: Wenn du glaubst, ich würde mich jetzt freuen … wegen eurer Trennung …“

„Etwa nicht?“, bemerkte er bitter und blieb stehen.

„Unsinn!“, widersprach sie leidenschaftlich. „Ich wollte nie, dass es so weit kommt.“

Unvermittelt verlor Alexander die Nerven und schrie Laura an: „Egal, was du wolltest – du bist schuld! Katharina hat Recht: Du hast unsere Ehe kaputt gemacht.“

„Alexander!“, rief Laura entsetzt.

Doch er war außer sich vor Verzweiflung. „Ich will dich nicht mehr sehen. Nie mehr!“

Vollkommen geschockt stand sie vor ihm. „Ich habe deine Ehe nicht zerstört“, rechtfertigte sie sich. „Katharina ist wegen dieses Künstlers gegangen.“

„Wenn du nicht wärst, wenn wir uns nie begegnet wären, dann …“ Verzagt fuhr er sich durchs Haar. „Katharina und ich hätten uns nie getrennt. Wir hätten längst Kinder. Wir wären glücklich. Durch dich habe ich alles verloren, was mir wichtig war.“

„Du bereust alles, was zwischen uns gewesen ist“, stellte sie tonlos fest.

„Ja.“ Seine Miene war hart. „Und ich bin froh, dass ich dir endlich die Wahrheit sagen kann.“ Er wandte sich zum Gehen.

„Willst du mich einfach so stehen lassen, nach all diesen Vorwürfen?“ Lauras Stimme klang vor Wut ganz heiser.

„Es dreht sich nicht alles immer nur um dich und deine Gefühle“, bemerkte er schroff.

„Warum willst du mich nicht mehr sehen?“, beharrte sie.

„Ich habe dich satt!“ Seine Stimme gellte in ihren Ohren. „Ich kann nicht mehr. Lass mich in Ruhe! Und spar dir deine Mitleidsnummern!“

In der Wohnung unterhielten sich unterdessen Tanja und Christian über Alexanders bühnenreifen Abgang.

„Er ist überempfindlich“, meinte Christian. „Kein Wunder, wenn ihm die Ehefrau durchbrennt. Das hat sein Ego nicht verkraftet.“

„Ich glaube nicht, dass es nur daran lag“, entgegnete Tanja bedeutungsvoll. „Er erträgt einfach nicht, dass Laura einen Freund hat. Er ist immer noch eifersüchtig.“

„Komm, die Geschichte ist vorbei“, widersprach er.

Doch Tanja war nicht zu bremsen. „Er wird nie akzeptieren, dass es einen anderen für sie gibt.“

Ihre Worte machten Christian nervöser, als er zugeben wollte. „Laura liebt mich“, erklärte er heftig. „Sicher, Alexander ist ihr nicht egal, und es gibt diese unglückliche Vorgeschichte, aber das ist vorbei.“

In diesem Augenblick kam Laura zurück. Es war nicht zu übersehen, dass sie geweint hatte. Christian machte Anstalten, ihr in ihr Zimmer zu folgen, doch sie bat ihn, sie allein zu lassen. Besorgt sah er ihr hinterher.

Laura fand die ganze Nacht keinen Schlaf.

Alexander wollte sie nicht mehr sehen. Sie bekam das einfach nicht mehr aus dem Kopf. Sie sollte schuld daran sein, dass Katharina und er sich getrennt hatten? Und wenn er nun Recht hatte? Hatte sie etwas falsch gemacht? Vor ein paar Monaten schon, das musste sie zugeben. Aber jetzt? Trotzig verzog sie das Gesicht. Nein! Die beiden hatten ihre Chance gehabt! Sie war mit Christian zusammen, und Alexander war nur noch ihr Bruder. Wie er sie während des Abendessens angesehen hatte … Vielleicht war er doch eifersüchtig auf Christian und reagierte deswegen so. Und sie hatte gehofft, sie hätten das alles hinter sich …

Am nächsten Morgen passte Christian Laura auf dem Weg zur Arbeit ab.

„Laura!“, rief er.

Überrascht hob sie den Kopf. „Hallo. Ich hab dich gar nicht gesehen.“

„Kein Wunder, wenn man ein Loch in den Boden glotzt“, bemerkte er liebevoll. „Alles okay?“ Sie nickte, und er gab ihr einen Kuss. „Wie kann man nur gleichzeitig so traurig und so süß aussehen?“

„Ich sehe grauenhaft aus“, widersprach sie schüchtern. „Ich habe schlecht geschlafen. Tut mir Leid wegen gestern Abend.“

„Was war denn los?“, wollte er wissen. Sie brauchte eine Weile, bis sie sich dazu durchgerungen hatte, ihrem Freund die Wahrheit zu sagen.

„Alexander hat gesagt, dass ich seine Ehe zerstört habe“, erklärte sie schließlich leise.

Ungläubig sah Christian sie an. „Der hat sie ja wohl nicht mehr alle!“, polterte er los. „Was kannst du dafür, wenn seine Frau mit dem Erstbesten in die Kiste steigt? Hätte er sich eben besser um sie kümmern müssen!“

„Vielleicht hat er ja nicht ganz Unrecht“, gab Laura zu bedenken.

„Wie bitte?“

„Diese Geschichte zwischen uns – bevor wir wussten, dass wir Geschwister sind …“

Er fiel ihr ins Wort. „Du nimmst ihn noch in Schutz?“ Sein ganzer Ärger brach aus ihm heraus. „Alexander kann noch so arrogant sein, du hast Verständnis!“

„Ich nehme ihn nicht in Schutz“, verteidigte sie sich. „Aber für ihn ist es auch nicht einfach.“ Sie spürte seine Gereiztheit. „Ich werde ihm aus dem Weg gehen“, nahm sie sich halbherzig vor. „Und ich wollte dich nicht in die Geschichte mit reinziehen. Bitte, sei nicht böse.“

Sie legte ihre ganze Liebe in den Blick, mit dem sie ihn ansah. Und sein Ärger schmolz dahin.

„Ich ärgere mich, weil ich sehe, wie dir die Sache an die Nieren geht“, meinte er. „Ich will, dass es dir gut geht, dass du glücklich bist.“ Er dachte einen Augenblick lang nach und begann unvermittelt zu lächeln. „Ich habe eine Idee. Du fängst gleich an, ihm aus dem Weg zu gehen. Wir machen einen Ausflug in die Berge.“

„Wie? Heute?“ Laura wirkte überrascht.

Er nickte begeistert. „Mit Picknickdecke, Brotzeit und Alpenglühen!“

Sie streichelte zärtlich seine Wange. „Du bist süß“, flüsterte sie. „Ich liebe dich.“

Und als die beiden sich innig küssten, war für einen Moment die Welt wieder in Ordnung.

3. KAPITEL

Schlecht gelaunt schob Maxim einen schweren Kofferwagen durch die Lobby und bemerkte nicht, dass er damit beinahe Werner Saalfeld über den Haufen gefahren hätte.

„Hallo!“, schrie der Senior gereizt. „Kannst du nicht aufpassen? Was machst du hier eigentlich noch?“ Bevor Maxim etwas hätte antworten können, hatte Werner schon einen anderen Pagen zu sich gewinkt, der den Kofferwagen übernahm.

„Werde ich befördert?“, fragte Katharinas Bruder frech.

„Du bist entlassen“, entgegnete der Direktor kühl. „Katharina hat sich mit ihrem Lover aus dem Staub gemacht. Dann hast du hier auch nichts mehr zu suchen.“

„Die Trennung ist doch nicht meine Schuld!“, wandte der junge Klinker-Emden ein.

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