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Vampira - Folge 37

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Gedankengift
  5. Artikel
  6. Leserseite
  7. Leserbild von Roger Szilagyi
  8. Vorschau

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und der Vampirin Creanna. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist vor der Zeit erwacht. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sie sich ihrer wahren Bestimmung bewusst wird.

Der Symbiont – Ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Der Symbiont ernährt sich von Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.

Der Scout – Ein magisches Tattoo in Liliths linker Hand, das sie vom Körper lösen und durch dessen Augen sie sehen kann. Doch was man dem Scout zufügt, spürt auch sie.

Landru – Mächtigster der alten Vampire. Seit 268 Jahren jagt er dem Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, der ihm damals von Felidae gestohlen wurde.

Felidae – Vampirin im Auftrag einer geheimnisvollen Macht, die Liliths Geburt in die Wege leitete und damit einen Plan verfolgt, der die Welt der Menschen und Vampire verändern wird.

Beth MacKinsey – Gleichgeschlechtlich veranlagt, hat sich die Journalistin in Lilith verliebt und ist zurzeit deren einzige Gefährtin im Kampf gegen die Vampire.

Die Vampire – Noch kennt niemand ihre wahre Herkunft, doch sie leben seit Urzeiten neben den Menschen in Sippen zusammen. Um einen neuen Vampir zu schaffen, muss ein Menschenkind schwarzes Blut aus dem Lilienkelch trinken. Der Kodex verbietet Vampiren, sich gegenseitig umzubringen.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Ihrerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Für Robert Craven, einen uralten Hexer, befreit Lilith die Vampirin Fee aus der Gewalt rumänischer Blutsauger. Fees Biss kann Leben verlängern – doch sie hat in der Gefangenschaft den Verstand verloren. Craven verspricht, sich um sie zu kümmern. Er verschafft Lilith und Beth eine neue Existenz in Tokio. Doch auch hier kommt es zur Konfrontation mit den Erzfeinden: Fast verursacht Lilith einen Krieg zwischen den Werwölfen und Vampiren der Stadt. Die Wölfin Nona, Landrus Freundin, kann die blutige Fehde verhindern. Dabei droht sie Lilith zu enttarnen, wird aber kurz davor vom Geist eines Magiers, den sie einst verriet und tötete, aufgespürt und schwer verletzt. Im letzten Moment kann ihr Mentor, der Guru Chiyoda, sie retten und den Magier vernichten. Er versetzt Nona in einen langen Heilschlaf – Lilith ist fürs erste wieder sicher …

Nachdem sie ein von Vampiren initiiertes Satanistentreffen in Rumänien unterwandert und gesprengt hat, besucht Lilith das Dorf, das sie wenige Wochen zuvor von einer Vampirsippe befreite. Eine Dienerkreatur, ein Mädchen namens Laila, hat jedoch überlebt und terrorisiert nun das Dorf.

Als Lilith Laila aufspürt, erkennt sie, dass die Kreatur sich mit einem Artefakt bewaffnet hat, das einem aus der Sippe gehörte: eine Schlangenfigur mit erschreckenden magischen Eigenschaften. Als Lilith den Stab berührt, hat sie die blutrünstige Vision einer »Dunklen Arche« – ohne viel mit dem Begriff anfangen zu können. Sie erlöst Laila von ihrem Schattendasein und kehrt mit dem Schlangenstab nach Japan zurück.

Kurze Zeit später erhält sie eine Botschaft von ihrer Mutter Creanna, die sie zu einem Fremdenfriedhof am Rande Tokios führt. Dort entpuppt sich Creannas Ruf als Finte – der Geist einer schwangeren Vampirin, sozusagen eine Vorgängerin von Liliths Mutter, fleht um Hilfe. Sie wurde von Landru einst an ein Grab gebannt, am Leben erhalten von der Seele des halb menschlichen Kindes, das sie nie zur Welt brachte. Wieder erfährt Lilith Einzelheiten über das mysteriöse LICHT, das auch hinter ihrer eigenen Existenz zu stecken scheint und das mit ihrer noch immer rätselhaften Bestimmung eng verknüpft ist …

 

Gedankengift

von Adrian Doyle

Lilith wehrte sich mit allem, was ihrem Fledermauskörper zur Verfügung stand. Als sich die Fänge des Uhus in ihre Schwingen bohrten, reagierte sie sofort, indem sie auch ihre Krallen in das Gefieder des Angreifers senkte. Ineinander verschlungen fielen sie beide wie ein Stein zu Boden. Die Wucht des Aufpralls trieb sie auseinander, und sofort suchte Lilith mit ihren verletzten Flügeln der wesentlich plumper wirkenden Eule zu entkommen.

Doch schneller als erhofft erhob sich der riesige Uhu wieder in die Lüfte. Wenige Schläge seiner Fittiche genügten, Liliths Vorsprung aufzuheben. Von oben spreizten sich erneut die Fänge nach ihr …

Ein Ausweichmanöver brachte die Fledermausgestalt wieder ungewollt nahe an die Dienerkreatur heran, die den Zweikampf beobachtete: Laila.

Die Untote schien nur auf diese Chance gewartet zu haben. Sie schlug nach Lilith. Mit dem Ding in ihrer Hand!

Reflexartig beschleunigte Lilith mit hastigen Flügelschlägen die Abwärtsdrift und schlug schmerzhaft auf den Boden. Knapp entging sie dem Hieb.

Er traf nicht sie.

Er traf den Uhu, dessen dunkel krächzender Schrei Liliths Fledermausgehör kaum erreichte.

Sie spürte den Boden unter sich und gab sofort den Impuls zur Rückverwandlung. Mit einem Sprung warf sie sich zur Seite – außer Reichweite Lailas.

Doch dann sah sie, dass Laila überhaupt nicht mehr auf sie achtete. Wie von Sinnen hatte sich die Untote auf den getroffenen Uhu geworfen und setzte dessen flatternder Gegenwehr nun ein jähes Ende.

Seine Wirbel brachen. Über die großen gelben Augen schlossen sich Nickhäute und Lider.

Aber damit begann Lailas Toben erst. Mit dem seltsam geformten Werkzeug öffnete sie die Brust des toten Vogels …

Lilith zögerte nicht länger. Sie war nun überzeugt, dass die ungewöhnlichen Kräfte der Dienerkreatur mit dieser Waffe zusammenhingen. Sie musste Laila die Schlangenfigur entreißen!

Wie mit einem sechsten Sinn schien Laila die Gefahr zu ahnen. Sie hielt bereits das tote Vogelherz in den Linken, als sie herumfuhr.

Lilith unterdrückte den Ekel. Sie packte den Teil der Schlange, der aus Lailas Faust ragte, und versetzte ihr gleichzeitig mit dem Handballen einen kräftigen Schlag gegen das Kinn.

Auch wenn die Untote keine Schmerzen spüren mochte, die Wucht des Schlages warf Lailas Kopf in den Nacken und lockerte ihren Griff um die bizarre Waffe.

Lilith riss die Schlange aus Lailas vom Blut schlüpfriger Faust.

Was dann geschah, entsetzte sie. Es war, als würden feine, glühende Drähte von dem Kleinod aus in ihre Hand eindringen. Sie spürte, wie ihre Körperkräfte sich binnen dieser winzigen Zeitspanne um ein Vielfaches potenzierten.

Aber nicht nur Kraft, auch andere Neigungen strömten auf Lilith über …

Laila sah sie aus unnatürlich vergrößerten Augen an. In dem Maße, wie Lilith sich von ungeheurer Stärke durchpulst fühlte, wirkte die Untote schwach und verletzlich. Sie starb stumm. Lilith brach ihr das Genick, obwohl sie kaum der Verlockung widerstehen konnte, sich einmal Lailas Herz anzusehen …

Ein dämonisches Crescendo nackter Gewalt und ein unbändiger Blutdurst stürzten in Liliths Bewusstsein. Die Gegenwart verwischte vor ihren Augen. Ihr war, als würde sie die Schreie unzähliger Folteropfer hören und deren Schmerzen spüren.

Dann realisierte sie, dass es ihre eigene Stimme war, die da schrie. Die Schlange in ihrer Hand schien zu glühen und immer neue Drähte in ihre Hand zu bohren. Bald würde sie untrennbar mit ihr verbunden sein! Sklave, Opfer und Henker des Schlangenstabs zugleich.

Schmerz und Verzweiflung erreichten ihren Höhepunkt.

Sie öffnete die in Flammen stehende Hand.

Sie öffnete die Augen.

Sie … erwachte!

Zum sechsten Mal in vierzehn Nächten seit ihrer Rückkehr nach Tokio fuhr Lilith schweißgebadet aus dem Schlaf hoch und weckte dabei ihre Freundin.

»Schon wieder …?« Beth klang nur noch bedingt verständnisvoll.

Lilith verließ wortlos den Futon, schob die Papierwand beiseite und wechselte in den großzügigen Wohnbereich, von wo aus sie freie Sicht auf Stadt und Meer genoss. Aber selbst dieser faszinierende Ausblick hatte seinen Reiz verloren.

Sie wusste nicht, was mit ihr los war. Mit ihr und mit den Stimmen, die sie nicht zum Schweigen bringen konnte …

Bei ihrer Rückkehr war ihr Tokio wie eine Totenstadt vorgekommen. Bei Menschen, denen sie begegnet war, hatte sie zeitweise nur an deren unvermeidlichen Tod denken können. Glücklicherweise waren diese Wahnvorstellungen nach den ersten Tagen merklich zurückgegangen. Nur die Träume brauchten etwas länger. Sie ähnelten den bunt-verstörenden Teilen eines Schlachtengemäldes – bisweilen auch den wirbelnden Splittern eines Kaleidoskops, das unaufhörlich neue Bilder des Grauens entwarf.

Nie konnte Lilith sich nach dem Aufwachen an Details erinnern. Aber immer hatte sie das Gefühl, Zeugin eines unbeschreiblichen Verbrechens geworden zu sein. Eines Massakers, das entweder bereits geschehen war – oder noch geschehen würde.

(Wieder geschehen würde …?)

Eine Weile stand sie da und konnte sich nicht entscheiden, ob sie zu Beth zurückkehren oder einen Streifzug durch die Nacht unternehmen sollte. Sie verspürte zwar keinen drängenden Durst, aber die Unruhe wäre dadurch etwas gemildert worden …

Sie entschied anders und trat stattdessen vor den Wandsafe, in dem sie etwas aufbewahrte, über dessen Gefahrenpotential sie immer noch zu wenig wusste:

Der Schlangenstab aus der Höhle bei Râcâsdia … Die Schatulle aus dem Holz der Dunklen Arche …

Der Dunklen Arche, echote es in ihr, als würde sie das Kästchen bereits in der Hand halten. Wenig später tat sie es – und erstarrte. Denn es war zu leicht. Viel leichter, als es hätte sein dürfen …

»Entschuldige. Aber so konnte es nicht weitergehen. Ich musste etwas unternehmen …!«

Zur selben Zeit

Das Haus war still. Der alte Mann empfing selten Gäste. Er bevorzugte es, sich mit stummen Gesellschaftern zu umgeben. Es gab nur einen Raum, der etwas lauter als die anderen war, mit Geschäftigkeit gefüllt, die Wände voller Uhren.

Aber besser noch als dort erlauschte der alte Mann die verrinnende Zeit vor einem Spiegel. Uhrzeiger konnte man verstellen und sich damit selbst betrügen. Das Glas der Spiegel aber war unbestechlich …

Hikaru Tomaso fuhr über sein wächsernes, von Unebenheiten geprägtes Gesicht. Seine Haut hatte ihm immer Probleme bereitet, schon als ganz junger Mann. Und noch heute fanden sich die Spuren seiner Pubertät darin, die ein halbes Jahrhundert zurücklag: winzige Krater, Aknenarben, die unter dem Vergrößerungsglas aussahen, als hätten Parasiten sie hineingefressen.

Tomaso schnitt eine Grimasse und fuhr sich durch das schüttere graue Haar. Er war nicht eitel. Dass er sich fast allabendlich noch vor die Spiegelkommode setzte und Forschungen in seinem Gesicht betrieb, war schlicht Interesse. Er wollte wissen, was mit seinem Körper geschah. Er wohnte darin. Viel mehr noch als in dem Haus, das er mit alten, rührseligen Erinnerungen vollgestopft hatte. Die wahren Schätze bewahrte er allein in dieser immer welker werdenden Schale auf.

Vor fünf Jahren war seine Frau gestorben. Die Urne mit ihrer Asche und ein paar erhalten gebliebenen Knochensplittern bewahrte er in seinem Haus auf. Aber das wirkliche Gedenken an sie fand auch in diesem unscheinbaren, blassen, faltigen Körper statt.

Tomaso gab sich keine besondere Mühe damit. Er misstraute den Pülverchen, Formeln, Salben und Essenzen, mit denen viele seiner Landsleute dem falschen Ideal ewiger Jugend nachjagten.

Für ihn hatte Alter nichts Würdeloses, im Gegenteil. Auch alte Dinge hatten ihn immer magisch angezogen.

Und taten es noch heute.

Tomaso war ein Sammler.

Diese Leidenschaft, mit der er es in Kennerkreisen zu bescheidenem Ruhm gebracht hatte, bestimmte sein abgeschiedenes Leben am Rande der Hauptstadt. Für andere Menschen – vielleicht sogar andere Frauen – war darin kein Platz. Dennoch fühlte er sich nicht einsam. Er hatte ja seine Puppen, mit denen er Zwiesprache hielt. Kühle, oft traurig-schöne Gesichter mit langwimprigen Augen, die noch nie den Blick abgewandt hatten, wenn er seine geheimsten Sorgen und Nöte ausschüttete …

Tomaso änderte lächelnd seine Pläne. Zunächst hatte er sich gleich um den erhaltenen Auftrag kümmern wollen. Doch der Gedanke an seine porzellankalten Schönheiten lenkte ihn noch einmal ab, und er stieg die Treppen bis ganz hinauf unter das Dach seines aus den Nähten platzenden Heims.

Eine elektrische Glühbirne streute helles Licht aus dem freiliegenden Gebälk des Dachbodens, als Tomaso sich zwischen ein halbes Dutzend sorgfältig gearbeiteter, mit Brokat ausgeschlagener Truhen setzte. Er seufzte und jammerte ein wenig, wie jemand, der sicher ist, von niemandem umgeben zu sein, der ihm abverlangte, sich zusammenzureißen.

Die Puppen störte seine Alterswehleidigkeit nicht.

Er öffnete den Deckel der Truhe, in der neben zwei weiteren auch sein Lieblingsstück ruhte: eine Kimekoni-Puppe aus dem 18. Jahrhundert. Ihr Körper war aus einer Mischung aus Sägemehl und Kleister gefertigt, die Glieder aus Holz geschnitzt. Alle Teile waren mit Gofum bemalt, einer weißen Substanz aus pulverisierten Austernschalen. Die Kerben, mit denen der Puppenkörper übersät war, dienten dazu, dem bunten Kimono Schnitt und Form zu verleihen. Die Stoffenden waren in diesen Schlitzen festgeklebt, sodass sich das kunstvoll geraffte Gewand auch nach langer Zeit kaum verzog und der Faltenwurf sehr echt wirkte.

Am liebreizendsten aber war das Gesicht der Puppe.

Tomaso konnte stundenlang davorsitzen und an seine tote Frau denken, denn es hatte den Anschein, als hätte sie, als sie noch sehr jung, fast ein Kind gewesen war, für die Puppe Modell gesessen …

Der Sammler wusste, dass die Ähnlichkeit Zufall war und zu einem guten Teil auch seiner Einbildung entsprang. Aber daran dachte er nicht, während er mit ihr scherzte und erzählte.

Tomaso bildete sich keineswegs ein, dass seine Puppen lebten oder gar die Seele seiner Frau in dieser ihr so ähnlichen Hülle steckte. Er benutzte sie allein, um die Erinnerung an sie aufzufrischen – um ihr Bild in sich zu erhalten. Er war nicht verrückt. Es machte ihm einfach Freude, so zu tun, als verstünden ihn diese kunstvoll dem Leben abgeschauten Figuren.

Eine Stunde später kehrte er ins Kellergeschoss seines Hauses zurück, wo sich eine kleine Werkstatt und ein einzigartig umfangreiches Archiv befanden.

Und der Gegenstand, den zu untersuchen er eingewilligt hatte.

Tomaso öffnete den schweren, unmodernen Tresor, in dem er das Objekt gegen Mittag eingeschlossen hatte.

Es war in Tuch eingeschlagen. Die Frau, die es brachte, hatte wenig über seine Herkunft verraten können oder wollen. Was es darüber herauszufinden gab, hoffte sie von Tomaso zu erfahren.

Er übernahm hin und wieder solche Studien oder Gutachten. Sie brachten wenig Geld ein, aber wenn ihn ein Stück seiner Besonderheit wegen selbst interessierte, spielte der Verdienst eine untergeordnete Rolle für Tomaso.

So war es auch hier.

Das Artefakt, das er jetzt aus dem Tuch wickelte, war einzigartig in seiner nüchternen Gewaltsymbolik: ein handspannengroßer Stab aus einer unbekannten, matt schimmernden Metalllegierung, der in einen Schlangenkopf mit weit aufgerissenem Rachen mündete. Zwei gebogene Zähne standen so stark hervor, dass man den ganzen Stab vordergründig als Waffe verstehen musste.

Aber Tomaso ließ sich von Vordergründigem selten blenden. Sein Auftrag bestand darin, herauszufinden, woher dieses Objekt stammte, und möglichst auch sein Alter, die Epoche und den Ort seiner Entstehung zu bestimmen.

Gewissenhaft machte er sich ans Werk.

»Wie konntest du nur …?«

Liliths Stimme war kaum mehr als ein Hauch. Obwohl schon alles klar war, öffnete sie doch die Schatulle. Die passgenaue Aussparung für den Schlangenstab war wie befürchtet leer.

»Was hast du damit angestellt? Bist du denn von Sinnen? Wie oft habe ich dich gewarnt? Es hätte dich umbringen können!«

»Unsinn. Es ist nur ein Ding. Und so fühlte es sich auch an. Kalt und leblos.«

»Du hast es angefasst

»Wie hätte ich es sonst herausnehmen sollen?« Beth gab sich keineswegs kleinlaut, und sie ging auch keiner Konfrontation aus dem Weg. Wie sie mit in die Hüften gestemmten Fäusten dastand, erinnerte sie an die »Macbeth« der Anfangszeit ihrer Bekanntschaft. An die Reporterin mit den Haaren auf den Zähnen, die Wischiwaschi hasste und das, was sie sich einmal in den Kopf gesetzt hatte, nötigenfalls auch bis zum bitteren Ende durchzog!

Lilith trat auf sie zu und legte ihre Hände auf Beth’ Schultern. »Was hast du damit gemacht

»Nur das, was du auch schon längst hättest tun sollen.« Die blonde, knabenhaft schlanke Frau streifte Liliths Hände ab. »Ich habe dieses unglückselige Ding einem Experten übergeben.«

Lilith schüttelte den Kopf. Ihr schmales Gesicht, umrahmt vom mähnigen schwarzen Haar, wirkte noch bleicher, noch verletzlicher als sonst.

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