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Vampira - Folge 36

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Artikel
  5. Der Geist der Vampirin
  6. Leserseite
  7. Leserbild von Roger Szilagyi
  8. Vorschau

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und der Vampirin Creanna. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist vor der Zeit erwacht. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sie sich ihrer wahren Bestimmung bewusst wird.

Der Symbiont – ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Der Symbiont ernährt sich von Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.

Landru – Mächtigster der alten Vampire. Seit 268 Jahren jagt er dem Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, der ihm damals von Felidae gestohlen wurde.

Felidae – Vampirin im Auftrag einer geheimnisvollen Macht, die Liliths Geburt in die Wege leitete und damit einen Plan verfolgt, der die Welt der Menschen und Vampire verändern wird.

Beth MacKinsey – Gleichgeschlechtlich veranlagt, hat sich die Journalistin in Lilith verliebt und ist zurzeit deren einzige Gefährtin im Kampf gegen die Vampire. Nach ihrer gemeinsamen Flucht aus Sydney bauen sie sich in Tokio eine neue Existenz auf.

Die Vampire – Noch kennt niemand ihre wahre Herkunft, doch sie leben seit Urzeiten neben den Menschen in Sippen zusammen. Der einzige Weg, einen neuen Vampir zu schaffen, besteht darin, ein Menschenkind schwarzes Blut aus dem Lilienkelch trinken zu lassen. Der Kodex verbietet Vampiren, sich gegenseitig umzubringen. Lilith verstößt dagegen und wird gnadenlos gejagt.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Ihrerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Für Robert Craven, einen uralten Hexer, befreit Lilith die Vampirin Fee aus der Gewalt rumänischer Blutsauger. Fees Biss kann Leben verlängern – doch sie hat in der Gefangenschaft den Verstand verloren. Craven verspricht, sich um sie zu kümmern. Er verschafft Lilith und Beth eine neue Existenz in Tokio. Dort bekämpft Lilith in der U-Bahn einen Werwolf und beschwört so einen Krieg zwischen Vampiren und Wölfen herauf.

Im Sanktuarium des Gurus Chiyoda erfährt Landrus Freundin Nona von den Vorgängen in Tokio – könnte nicht Lilith Eden dahinterstecken? Sie macht sich auf den Weg, nicht ahnend, dass ein Feind auf ihrer Fährte ist: El Nabhal, ein Magier, den sie tötete, lebt in einem magischen Tuch weiter und benutzt die Körper Unschuldiger, um Nona zu suchen. Als er in Tokio vom bevorstehenden Krieg hört, übernimmt er eine Vampirin, um durch weitere Morde Aggression zu schüren. So bringt er Nona ungewollt von ihrer Fährte ab, Lilith könnte hinter den Anschlägen stecken.

Die Halbvampirin wird Zeuge, wie El Nabhal Nona stellt, sie besiegt und schwer verletzt – bevor plötzlich Chiyoda auftaucht, den Magier tötet und Nona mit sich nimmt …

Später gerät Lilith an eine Satanistin, deren Einladungskarte zu einem Treffen in Rumänien auf Vampire hinweist. Lilith reist an Stelle der jungen Frau. Tatsächlich stecken Vampire dahinter: die Gefolgsleute Leanders, der vor über 50 Jahren in Prag den Golem biss und von einer Seuche infiziert wurde. Durch das Blut von 666 Satanisten will er nun genesen. Lilith vereitelt sein Vorhaben und kann im entstehenden Chaos unerkannt entkommen.

Sie kehrt nicht gleich nach Tokio zurück, sondern fährt in das rumänische Dorf, das sie vor wenigen Wochen von der Vampirsippe befreit hat. Dort hat eine Dienerkreatur, ein Mädchen namens Laila, überlebt.

Als Lilith sie aufspürt, erkennt sie, dass die Kreatur sich mit einem Artefakt bewaffnet hat, das einem aus der Sippe gehörte: eine Schlangenfigur mit erschreckenden magischen Eigenschaften. Als Lilith die Schlange berührt, hat sie die Vision einer »Dunklen Arche« – ohne viel mit dem Begriff anfangen zu können. Sie erlöst Laila von ihrem Dasein und kehrt mit der Figur nach Japan zurück.

Kinder, Krieg und Glaube – Die Chronologie der Kreuzzüge

Um die Heiligen Stätten Palästinas aus den Händen der »Ungläubigen« zu befreien und um die Wallfahrer zu schützen, wollte das in dieser Frage erstaunlich einige Europa ein eigenes Herrschaftsgebiet in Palästina etablieren. Kriegszüge, die im Einzelnen noch andere Ziele verfolgten, fanden über zwei Jahrhunderte verteilt statt.

Diese Kreuzzüge kennzeichnen den Höhepunkt des schwärmerischen, kriegerischen Glaubens im hohen Mittelalter. Scheiterten sie, führten sie zur Krise, auch was das päpstliche Ansehen anging. Gleichzeitig vermittelten sie dem Abendland die hautnahe Bekanntschaft mit der religiösen Welt des Islam.

1. Kreuzzug: 1096-1099

Papst Urban I. ruft in Clermont zum Kreuzzug auf. Ein Einsiedler namens Peter wirbt in Mittel- und Ost-Frankreich dafür. Die sich bildende Anhängerschar (Peter-Banden) brechen am 20. April 1096 ins Heilige Land auf. Nach Station in Konstantinopel setzt das Volksheer über den Bosporus. Gleichzeitig bricht ein reines Ritterheer unter Hugo von Vermandois zum Kreuzzug auf. Der schlecht organisierte Vortrupp Peters wird bei Civetot vollständig aufgerieben. Ein weiteres Heer, unter Gottfried von Bouillon, trifft in Konstantinopel ein und setzt über den Bosporus. Noch drei Heere unter Bohemund, Raimund und Robert von der Normandie vereinigen sich mit denen Gottfrieds und Hugos vor Nicaea. Die Stadt wird eingenommen. Danach durchqueren die Kreuzfahrer die kleinasiatische Halbinsel. Am 20. Oktober 1097 wird Antiochia belagert, am 3. Juni 1098 eingenommen. Am 13. Januar 1099 bricht das Ritterheer nach Jerusalem auf, wo es am 7. Juni eintrifft. Die Belagerung dauert nur eine Woche, dann fällt die Heilige Stadt unter dem Ansturm. Ein großes Massaker beginnt. 1100 wird das Königreich Jerusalem proklamiert. Balduin I. wird in der Geburtskirche von Bethlehem zum König gekrönt.

2. Kreuzzug: 1147-1149

Berühmte Kreuzzugspredigt von Bernhard von Clairvaux. König Konrad III. von Deutschland bricht auf Bitten des Abts Bernhard zum Zug ins Heilige Land auf. In Konstantinopel trifft er im September 1147 mit dem französischen König Ludwig VII. zusammen. Am 25. Oktober desselben Jahres wird das deutsche Kreuzritterheer bei Doryläon geschlagen. Die Reste marschieren zusammen mit dem französischen Heer weiter nach Antiochia. Ein Feldzug gegen Damaskus wird geplant, doch die Belagerung dieser Stadt durch das vereinigte Heer bleibt erfolglos. Der Kreuzzug löst sich auf.

3. Kreuzzug: 1189-1192

Teilnahme des deutschen Kaisers sowie des englischen und französischen Königs. Friedrich I. stirbt im Saleph. Erstritten wird der freie Zugang nach Jerusalem.

4. Kreuzzug: 1202-1204

Von Innozenz III. ins Leben gerufen, gerät dieser Kreuzzug durch die Aktivitäten der Venezianer in völlig andere Bahnen als ursprünglich beabsichtigt. In Konstantinopel wird das »lateinische Kaiserreich« manifestiert und hält bis 1261.

Kinderkreuzzug 1212

Von Köln ausgehend, ziehen deutsche Kinder unter Führung eines Jungen namens Nikolaus ins Heilige Land. Nicht nur Jungen, auch Mädchen, Erwachsene und sogar Frauen mit Säuglingen nehmen teil. August 1212 treffen, glaubt man den Quellen, etwa 7000 Pilger in Genua ein. Ab dort werden die Berichte über das weitere Schicksal dieses Volksheers widersprüchlich und ungenau. Wahrscheinlich aber sterben die meisten Beteiligten oder werden versklavt.

5. Kreuzzug: 1228/29

Dem gebannten deutschen Kaiser Friedrich II. glückt auf diplomatischem Weg die Wiederinbesitznahme Jerusalems.

6. und 7. Kreuzzug: 1248-1254, 1270

Ludwig IX. von Frankreich kämpft vergeblich, die letzten christlichen Besitzungen gehen verloren.

Adrian Doyle

Quellen: »Operation Heiliges Grab«, Pörtner, Econ Verlag, 1977; »Wörterbuch der Religionen«, A. Kröner Verlag, 1952; »Die Kreuzzüge«, Peter Milger, C. Bertelsmann Verlag, 1988

 

Der Geist der Vampirin

von Adrian Doyle

Jerusalem, 1071

Golgatha war eingeebnet, die Grabeskirche abgetragen, und sämtliche Reliquien hatte man verbrannt. Dennoch floss der Pilgerstrom fast wie zu Zeiten, da dies alles noch existiert hatte.

Das Grab Jesu Christi zu sehen, selbst über den Boden, den er einst beschritten hatte, zu wandeln, den Staub zu küssen und mit der Zunge zu schmecken – dafür opferte manch einer all sein Hab und Gut.

Und Tausende ihr Leben.

Die grazile Gestalt, die den weiten, auch bei Nacht nie völlig verwaisten Platz im Auge hielt, liebte die Lebendigen mehr als die Toten. Aber letztlich war dies reine Geschmackssache …

Kalif Al Hakim hatte gute Arbeit geleistet, fand Salena. Für eine Dienerkreatur sogar geradezu phantastische Arbeit.

Sein größtes Verdienst bestand darin, den einst von seinem verräterischen Vorgänger Harun al Raschid mit Karl dem Großen ausgehandelten Schutzbrief für christliche Pilger für null und nichtig zu erklären.

Dadurch war die interessante Situation eingetreten, dass fromme Männer, die mit ihren Schiffen in Jaffa oder Akkon ankamen, zunächst einmal hohe Wegzölle zu entrichten hatten, bevor sie anschließend einigermaßen ungeschoren zu ihrem »Heiligen Ort« weiterreisen durften. Natürlich garantierte selbst der entrichtete Obolus niemandem, dass er auch tatsächlich sein Wunschziel erreichte …

Salena strich lächelnd und voll verhaltener Sehnsucht über die straffen Brüste, die sie unter dem schwarzen Scharschaff genauso vor begehrlichen Männerblicken verbarg wie ihr fiebrig glühendes Gesicht unter dem blutroten Schleier.

Seit einem Monat hielt sie sich, aus dem Jemen kommend, an der legendenverklärten Stätte auf, welche seit langem den Saljuken unterstand, die es doch noch immer nicht verstanden hatten, alle Spuren des Gekreuzigten zu tilgen.

Salena hatte sich, seit sie hier war, oftmals gewünscht, dabei gewesen zu sein, als Er die Massen bezauberte. Vieles von dem, was in tausend Jahren um seine Person gewoben worden war, hielt sie für schamlose Übertreibung. Aber längst nicht alles.

Selbst jetzt, da sie sich unter den Wallfahrern ihren Gespielen für diese Nacht ausspähte, spürten ihre Sinne, dass da etwas war – immer noch!

Sie löste sich aus der Deckung eines schlichten Lehmhauses, das keinem näheren Vergleich mit der Baukunst in Salenas Heimatstadt Shibam, im Schatten der Tafelberge von Wadi Hadramaut, standhielt.

Ihre Schritte fanden den sicheren Weg durch das Dunkel. Ihr Lächeln war geronnen, wie das Blut manchen Mannes, nachdem sie ihm den Schleier gelüftet hatte.

Zielstrebig näherte sich die Vampirin dem Südländer mit der imposantesten Statur unter all den nächtlich Versammelten. Er stand abseits, in ein stummes Gebet vertieft, als sie hinter ihn trat und ihm die kühle Hand in den Nacken legte.

Er zuckte zusammen und fuhr herum. Sie gaukelte ihm ein Trugbild vor, dem er nicht würde widerstehen können.

»Folge mir«, hauchte sie. »Denn wisse: Du bist auserwählt!«

Von mir, fügte sie in Gedanken spöttisch hinzu, grub ihren Blick in seine glänzenden schwarzen Augen, unterdrückte jedes Zaudern, jeden Argwohn, drehte sich um und lief voraus.

Er folgte ihr wie am Gängelband.

Die Nacht war lau. Klar funkelte das Sternenmeer über den niedrigen Häusern der Stadt. Die Sichel des Neumonds verbreitete vage Helligkeit. In den Gassen staute sich noch Hitze vom Tag.

Nach kurzem Weg betraten sie das Haus, das Salena bezogen hatte. Stumm stand ihr Diener hinter der Tür und nahm ihren Scharschaff in Empfang, kaum dass sie die Schwelle überschritten hatte.

»Wie heißt du?«, fragte sie den Pilger.

»Julio Ordoño«, antwortete er rau.

»Möchtest du es auch, Julio?«

»Was?«, fragte er. Seine Stimme hatte einen heiseren Klang. Er kämpfte einen sinnlosen Kampf.

»Gefalle ich dir nicht?«

Er beherrschte nicht ihre Art zu sehen. Noch nicht. Deshalb überforderte ihn die Frage zunächst.

»Entzünde ein Licht«, befahl Salena ihrem Diener und wartete darauf, dass die Erregung erst ihren Schoß und schließlich ihren ganzen Körper in einen unersättlichen Schlund verwandelte.

Wenig später geisterte der Schein einer Öllampe durch das Haus. Der Diener stellte sich neben seine Herrin, als müsste er ihre allzu offensichtlichen Vorzüge erst feilbieten.

Julio Ordoño stöhnte gepresst. Schweiß glitzerte auf seiner Stirn. »Ungläubige!«, keuchte er und ballte die Hände zu Fäusten. »Dirne!

Salena brach gelassen seine Arroganz. »Würde ich deine Zunge nicht noch brauchen, schnitte ich sie dir ab«, sagte sie kalt.

Diener und Lampe nahmen ihren Platz neben dem Schlaflager ein. Die Augen des feisten Mannes, der ihr Gastfreundschaft gewährte, blieben in stummer Qual bemüht, ihr jeden Wunsch zu erfüllen.

Die Augen des Spaniers brannten ebenfalls in verzehrendem Feuer. Zitternd stand er da, als wüsste er immer noch nicht, was sie von ihm erwartete. Aber er wusste es genau, und deshalb bebte er.

Salena betrachtete ihn eine Weile, während sie sich längst hingelegt hatte und den glattrasierten Venushügel streichelte. Ihre Hände waren, wie im Süden ihrer Heimat üblich, mit farbigen Mustern bemalt – keine Tätowierungen, sondern Zeichnungen in Braun, Rot und Indigo. Das Rot war aus dem Blut ihres letzten Liebhabers gewonnen.

»Du kennst dich aus mit Dirnen? Das ist gut! Ich mag keine Anfänger. Und keine staubigen Kleider. Zieh dich aus und komm!«

Er zitterte nicht mehr – er wankte. Der Dolch in seinem Gürtel schien ihm plötzlich erreichbar. Mit verzerrtem Gesicht schob er die Hand darauf zu.

Salena lachte.

»Willst du dir die Zunge selbst herausschneiden? Hör auf, dich zu zieren! Winde dich aus den Fesseln deines Irrglaubens. Ich bin dein Schicksal!«

Er berührte den Schaft des Messers, krümmte die Faust darum, zog es wie ein Zentnergewicht aus dem Leder – und ließ die Klinge im nächsten Moment mit einem dumpfen Aufschrei fallen, als hätte er weißglühende Kohle umfasst. Die Nebel hinter seinen Augen verdichteten sich.

»Genug!«, sagte Salena. Mit ihrer Geduld war es vorbei. Wie ein Pfeil drang das Wort in Julios Gehirn.

Er entspannte sich, schälte sich aus der kuttenartigen Kleidung und folgte nackt ihrem Fingerzeig.

Er konnte sich sehen lassen. Ein athletischer, von der Sonne verwöhnter Körper glitt neben Salena, die nun auch die letzte Hülle, ihren Schleier, ablegte und ihm das hennagefärbte Gesicht darbot.

Ihre Zunge tanzte über die Lippen. In dieser Gestalt gefiel sie jedem Mann – auch wenn nicht jedermann es freiwillig zugab. Ihre Fingerspitzen mit den ebenfalls bemalten Nägeln liebkosten kurz die Höfe und harten Spitzen ihrer vollen Brüste, ehe sie sich Julio zuwandten und seinen Nabel streichelten.

Der Nabel eines Menschen faszinierte und erotisierte sie fast mehr als die Geschlechtsmerkmale. Irgendetwas in ihr fühlte sich von der Symbolik, die dahinterstand, angezogen. Der Nabel bedeutete, dass eine Mutter ihren Spross im Leib ausgetragen, genährt und lebendig geboren hatte.

Für Vampire ein Unding.

Vampire besaßen nur deshalb einen Nabel, weil sie noch als Mensch geboren worden waren. Aber der Lilienkelch hatte sie bereits in früher Kindheit getötet und ihnen, während er ihnen wahres Leben neu einflößte, die Erinnerung an alles genommen, was die Unvollkommenheit ihres Menschseins ausgemacht hatte.

Aber Salena kam es manchmal vor, als hörte sie noch ein sonderbares Echo aus dem Damals. Aus den Ursprüngen …

Sie richtete sich auf und zog Julio über sich. Schwer legte er sich zwischen ihre gespreizten Beine. Sein Glied pochte hart gegen ihre geschmeidige Scham, aber ehe er auch nur den Versuch unternehmen konnte, dort einzudringen, begann der Diener neben ihnen plötzlich wild mit den Armen zu fuchteln und kollernde Schreie auszustoßen.

Erzürnt fauchte Salena: »Was ist? Kannst du nicht einmal das zu meiner Zufriedenheit: ruhig dastehen und uns leuchten?«

Die Kreatur hielt inne. »Sein – Rücken!«, ächzte sie. »Sein …«

Salena brachte die Stimme zum Schweigen. Über Julios Schulter hinweg blickte sie auf das, was ihr bis zu diesem Moment verborgen geblieben war. Initialen waren in beide Schulterblätter des Spaniers eingestochen: I. N.

JESUS NAZARENUS.

Noch während die Bedeutung der Buchstaben wie Säure durch ihr Gehirn sickerte, erteilte Salena bereits unmissverständliche Weisung.

Mit mühsam kontrollierten Bewegungen stellte der Diener die Lampe auf den Boden und hob das Messer auf.

Salena schob sich unter Julios Körper hervor und verbot ihm, ihr den Rücken zuzudrehen. Aus einem Nebenraum lauschte sie dem Keuchen, das die Arbeit des Dieners begleitete.

Endlich kam er zu ihr und winkte mit einem zusammengerollten Stück blutiger Haut.

»D

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