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Vampira - Folge 31

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Der Blutschädel
  5. Leserseite
  6. Leserbild von Roger Szilagyi
  7. Der Gast – Kurzgeschichte
  8. Vorschau

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und der Vampirin Creanna. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist vor der Zeit erwacht. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sie sich ihrer wahren Bestimmung bewusst wird.

Der Symbiont – ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Der Symbiont ernährt sich von Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.

Landru – Mächtigster der alten Vampire und der Mörder von Liliths Vater. Seit 268 Jahren jagt er dem verlorenen Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, der ihm damals von Felidae gestohlen wurde.

Felidae – Vampirin im Auftrag einer geheimnisvollen Macht, die Liliths Geburt in die Wege leitete und damit einen Plan verfolgt, der die Welt der Menschen und Vampire verändern wird.

Beth MacKinsey – Journalistin bei einer Sydneyer Zeitung. Gleichgeschlechtlich veranlagt, hat sie sich in Lilith verliebt. Dies war zeitweilig durch eine magische Pest ins Gegenteil verkehrt: Unter deren Einfluss hatte sie sich mit Landru gegen Lilith verbündet.

Die Vampire – Noch kennt niemand ihre wahre Herkunft, doch sie leben seit Urzeiten neben den Menschen in Sippen zusammen. Der einzige Weg, einen neuen Vampir zu schaffen, besteht darin, ein Menschenkind schwarzes Blut aus dem Lilienkelch trinken zu lassen. Der Kodex verbietet Vampiren, sich gegenseitig umzubringen. Lilith verstößt dagegen und wird gnadenlos gejagt.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Ihrerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Nach 268 Jahren stehen sich der ehemalige Kelchhüter Landru und Felidae, die Kelchdiebin, gegenüber – just in dem Moment, als Lilith durch den Kelch ihre wahre Bestimmung erfahren (und ihre Menschlichkeit verlieren) soll. Nun kann sie nur den Kampf der beiden Vampire beobachten.

Felidae wird fast tödlich verletzt, der siegreiche Landru zieht sich mit dem Kelch nach Polen zurück. Hier schafft er Lazarus, den ersten neuen Vampir, mit seinem eigenen Blut. Doch sein Sohn missrät – dank einer »Diebstahlsicherung« Felidaes. Lazarus folgt einem Zwang: den Lilienkelch zu Felidae zurückzubringen! Nichts kann ihn stoppen, denn sein Körper verbrennt die Energien unglaublich schnell und entwickelt dabei riesige Kräfte. Bei Warschau stellen sich ihm Landru und auch Lilith entgegen, doch er umhüllt sie mit Kelchmagie und besteigt ein Flugzeug Richtung Australien. Landru befreit sich schneller als Lilith aus dem Kokon, kann Lazarus aber nicht mehr einholen.

Als schließlich Lilith Sydney erreicht, ist der Kelch wieder in Felidaes Besitz, die sich damit zurückgezogen hat, um ihn zu reinigen. Zuvor hat sie Beth, die in ihrem veränderten Zustand Felidae töten wollte, von den Auswirkungen des Pestkeims endgültig geheilt.

Landru erkennt dies, als er Beth kontaktet, im Glauben, sie wäre ihm noch untertan. Beth brüllt die Flughafenpolizei zusammen, und während Landru als Sittenstrolch verhaftet wird, macht sie sich mit Lilith davon.

Doch Landru lässt nicht lange auf sich warten. Nur dem Eingreifen eines rotblonden Hünen ist es zu verdanken, dass beide Frauen entkommen können. Der geheimnisvolle Mann bringt sie nach England, wo eine lebende Legende auf sie wartet: Robert Craven, der Hexer, inzwischen 137 Jahre alt und an der Schwelle des Todes. Er hat Fee aufgespürt, die Vampirin, deren Biss das Leben verlängert. Sie wird in einer rumänischen Burg von Vampiren gefangengehalten.

Craven bittet Lilith, Fee zu befreien. Sie willigt ein. Nach einigen Rückschlägen vernichtet sie die Vampirsippe und erlöst ein ganzes Dorf aus deren Knechtschaft. Doch Fee, die sie mit zurückbringt, hat in der Gefangenschaft den Verstand verloren …

 

Der Blutschädel

von Adrian Doyle

Überall war Blut.

Es lief aus den Wänden. Es tropfte von der hohen, stuckverzierten Decke. Und es wälzte sich in zähem Strom über schwere Brokatteppiche.

Was habe ich getan?, dachte Lilith Eden und fühlte ohnmächtig die magische Anziehungskraft der lebendigen Nässe.

Unsichtbare Dämme brachen. Das Haus der Marionetten wurde von Beben erschüttert, die keinen natürlichen Ursprung hatten.

Beth war vielleicht schon tot – und möglicherweise war dieses Schicksal sogar allem vorzuziehen, was ihr sonst gedroht hätte.

Marionetten …

Schinrei, hatte Craven gesagt, bedeutet Geborgenheit …

Daran musste Lilith denken, während sie durch ein Haus irrte, das einem Alptraum entsprungen schien. Sie wünschte sich, gleich mit Beth nach Japan gereist zu sein und sich nicht noch für diesen Abstecher nach Schottland entschieden zu haben. Aber der Wunsch kam zu spät. Das Haus der Marionetten würde sie verschlingen.

Abrupt blieb sie vor einem Blutbach stehen, der wie eine bizarre Kette von Fällen die Treppe aus der oberen Etage herabstürzte.

Dieses zweite Stockwerk war unzugänglich. Lilith hatte versucht, es zu erreichen. Es war ihr nicht gelungen, obwohl sie früh angefangen hatte, daran zu glauben, dort oben könne der Schlüssel zu allen Grausamkeiten liegen.

Als wieder ein heftiges Beben das Gebäude erschütterte, sah sie einen der unheimlichen Bewohner aus der nächsten Tür treten und orientierungslos an ihr vorbeitaumeln.

Der Mann war bleich wie Kreide, als hätte nie auch nur ein Sonnenstrahl seine Haut gestreichelt. Er sah aus wie Ende Vierzig. Aber Lilith wusste, dass er vermutlich weit über hundert Jahre alt war.

Er gehörte zum Geheimnis dieses Hauses. Zu den unglücklichen Opfern. Seine Führungsfäden waren durchtrennt. Er zog die blutenden Enden hinter sich her, und Liliths Mitleid mündete beinahe in den Entschluss, ihm entgegenzueilen und ihn von seinem Leid zu erlösen.

Sie tat es nicht.

Der Mann verschwand, und Lilith starrte zurück zur Treppe, zu den blutigen Stufen. Wie von selbst setzte sich ihr Körper in Bewegung. Die nackten Füße wateten durch klebriges Nass. Das Mimikrykleid umschloss ihren Körper nur von den Fußknöcheln aufwärts. Es wirkte wie ein zerrissenes, enganliegendes Catsuit aus schwarzem Leder. Das in ihm schlummernde Leben war nicht spürbar. Es hatte versagt, einmal mehr, und Lilith wusste, dass auch ihr symbiontischer Partner sie nicht vor dem bewahren würde, was mit dem Untergang des Hauses unwiderstehlich nach ihr griff.

Was habe ich getan? fragte sie erneut, und ihre Gedanken wirbelten wie Eiskristalle dorthin zurück, wo alles begonnen hatte …

Das herrschaftliche Anwesen im Norden Londons fiel hinter ihnen zurück, und Beth MacKinsay sagte wehmütig: »Ich hoffe, er hat Erfolg.«

»Mit Fee?« Lilith saß hochaufgerichtet neben ihrer Freundin und schloss kurz die Augen, als könnte sie damit Abstand zu den zurückliegenden Ereignissen gewinnen.

»Auch«, erwiderte Beth. Sie hatte ein dezentes Make-up aufgelegt, um die Müdigkeit zu vertuschen. Ihre Augen strahlten zaghafte Zuversicht aus. Und ganz offensichtlich stand sie immer noch im Bann jenes Mannes, dessen Gastfreundschaft sie für mehrere Tage genossen hatte.1) »In erster Linie meine ich seine Sehnsucht, den Tod auf Distanz zu halten. Unvorstellbar, welche Erfahrung und welches Wissen verloren gingen, würde ein Mann wie er –«

»Du klingst, als hättest du dich in ihn verliebt.« Liliths Stimme war weit entfernt von Spott. Das einzige, was sich heraushören ließ, war Neugierde, ob es sich so verhalten könnte, wie sie gerade in den Raum gestellt hatte.

»Wenn ich mich in etwas verliebt habe, dann in seine Güte«, nickte Beth. Sie lenkte den Austin nordwärts, nicht zum Flughafen Heathrow, sondern weiter Richtung Landesinneres. »Du hast selbst gesehen, mit welcher Warmherzigkeit er sich Fee angenommen hat. Das ging weit über egoistische Interessen hinaus. Möglicherweise wird er von ihr nie erhalten, was er sich erhofft. Unsterblichkeit …«

»Langlebigkeit«, korrigierte Lilith. Sie schürzte die Lippen. Es hatte den Anschein, als erinnerte sie sich des Preises ihrer eigenen Existenz, die ebenfalls lange währen konnte, wenn …

»Es würde ihm genügen«, unterbrach Beth ihre Gedanken und ergänzte beinahe pathetisch: »Er hat die Aufgabe, die das Leben ihm stellt, noch nicht erfüllt.«

»Meinst du damit etwas Konkretes?«, fragte Lilith. »Ihr habt viel miteinander gesprochen.«

Beth nickte. Ihr Blick richtete sich tiefer nach innen. Sie schien dem Echo der Unterhaltungen mit Robert Craven zu lauschen. »Er hatte mächtige Gegner – und vielleicht hat er sie noch. Müsste er sich sonst so von der Welt abschirmen?«

»Wen?«, fragte Lilith.

»Ich weiß es nicht«, gab sie achselzuckend zu und wechselte das Thema. »Findest du es klug, die Abreise auf die lange Bank zu schieben? Erhoffst du dir Konkretes von Schottland? Ich habe Verständnis dafür, wenn sich jemand für die Wurzeln seiner Herkunft interessiert. Nur frage ich mich, ob es nicht geeignetere Zeiten dafür gäbe …«

»Wann? Wir sind auf dem Sprung in einen neuen Lebensabschnitt. Wir brechen sämtliche Brücken hinter uns ab. Vergiss nicht, dass wir Tickets nach Japan in der Tasche haben – nicht zurück nach Australien. Wir hatten bisher kaum Zeit, uns über die Konsequenzen klar zu werden. Wir fangen beide irgendwo bei Null an … Lass es mich knallhart ausdrücken: Du bist ohne Job. Die Zeit, ein Arrangement mit deiner Zeitung zu treffen, haben wir nicht. Moe Marxx wird dich auf die Verlustliste setzen, und vermutlich wird er es nicht einmal sehr bedauern. Weder du noch ich können voraussagen, welche Situation wir in Tokio vorfinden. Ob diese Zuflucht dauerhaft akzeptabel sein wird, muss sich erst erweisen. Wir werden uns mit einer ungewohnten Lebensweise auseinanderzusetzen haben, und Landru, falls er überhaupt noch in Sydney weilt, wird die erneute Demütigung nicht auf sich sitzen lassen. Er wird Felidae und uns jagen. Du kannst dir vorstellen, was das heißt …«

Beth schüttelte den Kopf. »Kaum. Und du kannst es, wenn du ehrlich bist, auch nicht. Außerdem …« Sie strich eine nicht vorhandene Strähne aus der Stirn. »… will ich im Moment nicht an Landru erinnert werden.«

»Den Kopf in den Sand stecken hilft uns auch nicht weiter.«

»Ich weiß. Sag mir lieber, was dich so dringend zum Lancaster-Haus zieht, mehr als hundert Jahre danach …«

»Wir werden uns nicht lange aufhalten«, wich Lilith aus.

Beth wiegte zweifelnd den Kopf.

Kyle of Lochalsh wirkte ausgestorben, als sie bei Dunkelheit die Ortsgrenze passierten, wo ein unübersehbares Schild darauf hinwies, dass der kleine Fährhafen, von dem aus man zu den inneren Hebriden übersetzen konnte, über die Wintermonate geschlossen war.

Lilith versuchte vertraute Landmarken zu entdecken. Sie war nie persönlich hier gewesen, aber sie hatte Creannas und Felidaes Leben »nacherlebt«. Beide Schlüsselfiguren waren ein Jahrhundert zuvor in dieser Gegend aktiv gewesen. Creanna auf »Bräutigam-Schau«, Felidae als Intrigantin par excellence.

Es schien nicht, als hätten hundert Jahre diese Landschaft, nicht einmal das Dorf Kyle of Lochalsh, wesentlich verändert. Nur die Leute, die hier lebten, hatten gewechselt. Kein Mensch wurde alt genug, um noch als Augenzeuge der damaligen Zeit zur Verfügung zu stehen.

Zumindest kein Menschgebliebener.

Lilith kannte nicht jede Untat Felidaes im Detail, deshalb schloss sie nicht aus, dass sich irgendwo eine von der Kelchdiebin vergessene Dienerkreatur herumtrieb.

Raureif überzog die Landschaft wie eine frostige Kruste.

»Wir suchen uns irgendwo ein Hotel«, entschied Beth. »Einwände?«

Lilith schrak aus ihren Gedanken. »Nein. Nein … Wer weiß, ob es das Haus meines Vaters überhaupt noch gibt. Und selbst wenn, können wir nicht davon ausgehen, dort willkommen zu sein. Ich glaube nicht, dass es sich noch in Familienbesitz befindet.«

»Was erhoffst du dir dann überhaupt hier?«

Lilith zögerte, weil ihr die Antwort schwerfiel. Sie wusste selbst nicht, was genau sie hierher zog. Die Herkunft ihres Vaters war ihr immer nebensächlicher erschienen als Creannas Werdegang. Erst die Erinnerungssequenzen Felidaes hatten dies geändert. Die Kelchdiebin hatte großes Unglück über die Lancasters gebracht. In der Wahl ihrer Mittel war sie nie besonders wählerisch gewesen.

»Es klingt bescheuert sentimental: Ich will mich einfach hier, wo mein Vater aufwuchs, umsehen und umhören. Es hat nichts mit dem Lilienkelch und nichts mit der Alten Rasse zu tun – nur mit mir. Ich verübele es dir nicht, wenn du keinen Sinn darin siehst. Es hat keinen Sinn.«

»Ich dachte«, sagte Beth ruhig, während sie auf das dunkle Meer hinausblickte, »dein Vater wäre auf der Insel Skye groß geworden.«

»Später«, bestätigte Lilith. »Nach Felidaes Intrige.«

Das Lochalsh-Hotel besaß laut Hinweistafel vierzig Zimmer. Aber es war unbeleuchtet, als Beth den Wagen auf dem verwaisten Gäste-Parkplatz abstellte.

»Möglicherweise ist hier auch über Winter dicht«, sagte Lilith. »Dann bleibt uns nur noch, in einem der Pubs nachzufragen.«

»Wofür wir uns auch beeilen müssten«, erwiderte Beth mit Blick auf die fortgeschrittene Abendstunde. »Meines Wissens schließt hier ab elf Uhr nachts der Zapfhahn.«

»Wie spät ist es?«

»Eine Minute vor elf.«

»Dann haben wir ja noch jede Menge Zeit.« Lilith stieg aus.

Kalter Wind schlug ihr entgegen. Der Boden knirschte unter Schuhen, die nicht zum Mimikrykleid gehörten. Ebenso wenig wie der lammfellgefütterte, hellbeige Mantel, den Craven ihr vermacht hatte.

Wild-mähniges, kaum zähmbares schwarzes Haar bildete einen eindringlichen Kontrast zur Kleidung und umrahmte ein Gesicht, dessen Züge den Betrachter mit vollkommener Anmut täuschten. Liliths jadegrüne Augen zogen jeden Mann in den Bann. Dass hinter der attraktiven Fassade eine Furie schlummerte, jederzeit in der Lage zu erwachen und dann nur auf die Befriedigung ihrer Sinnlichkeit bedacht, ahnte kein Außenstehender.

Beth wusste es.

Beth wusste alles von ihr …

Das schlichte Eingangsportal des Hotels war verschlossen. Während Lilith den Klopfer betätigte, erschien Beth neben ihr. Weiße Atemfahnen lösten sich von ihren Mündern und trieben in die Nacht.

»Niemand da«, sagte Beth, als keine Reaktion erfolgte. Sie entfernte sich von Lilith. »Ich seh mal nach, ob ich irgendwo ein Schild finde, das uns Aufschluss über die Öffnungszeiten gibt.«

Lilith hörte, wie sich ihre Schritte entfernten.

Sie versuchte erneut, sich Gehör zu verschaffen. Der Schlag des Messingklopfers hallte drinnen wider. Etwas anderes war nicht bemerkbar.

Als Beth nach ein paar Minuten nicht zurückgekehrt war, umrundete auch Lilith das Gebäude. Es hatte Stil, aber es litt auch unter offensichtlichem Geldmangel. Überall waren renovierungsbedürftige Mängel erkennbar. Risse in der Fassade, blätternde Farbe …

Plötzlich bemerkte Lilith Lichtschein, dem sie folgte, bis sie zu einer Tür auf der rückwärtigen Seite gelangte. Von Beth war immer noch nichts zu sehen, aber die Tür war nur angelehnt, und als Lilith eintrat, hörte sie die Stimme der Freundin.

Sie folgte dem Klang und fand sie im Gespräch mit einem fremden jungen Mann, der aussah, als hätte man ihn aus dem Bett geworfen. Trotz der Kälte war sein Oberkörper nackt. Das Muskelspiel unter der blassen Haut erregte Lilith, aber sie beherrschte sich.

»Hallo«, sagte sie lächelnd.

Zwei Gesichter drehten sich ihr zu, eines langsamer und wenig überrascht, das des Mannes schneller. Fragend blickte er zu Lilith.

»Meine Freundin Lilith«, stellte Beth vor und wies auf den braunhaarigen Mann, der etwas jünger als sie zu sein schien. »Das ist Peter Stratton. Der Hotelverwalter. Es hat geschlossen. Bis März. Wir werden uns nach etwas anderem umsehen müssen …«

Stratton stand bewegungslos da. Er sah nur Lilith.

»Werden wir?«, fragte sie, an ihn gewandt. »Wir sind nicht anspruchsvoll und bleiben auch nicht lange …«

Stratton blinzelte. »Ich …« Er räusperte sich. Seine Hände vollführten verlegen ein paar kleine, ineffiziente Bewegungen.

»Sie werden keine Unannehmlichkeiten durch uns haben«, fuhr Lilith fort. »Zum Essen gehen wir in ein Pub. Aufs Frühstück können wir ohnehin verzichten. Wenn Sie uns einen Schlüssel überlassen, können wir zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen und gehen, ohne Ihnen zur Last zu fallen.«

»Es ist gegen die Vorschrift«, sagte Stratton. »Ich würde gern eine Ausnahme machen, aber es kostet mich meinen Job. Mein Vorgänger hat den Fehler gemacht, ab und zu ein Zusatzgeschäft zu machen. Es verläuft sich immer mal wer hierher. Aber es kam raus, und seitdem bin ich hier.«

Lilith fand die Stimme angenehm mit dem Äußeren des Verwalters harmonierend.

»Niemand wird davon erfahren«, sagte sie. »Notfalls geben Sie Beth als Ihre Schwester aus, die ein paar Tage bei Ihnen wohnt.

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