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Vampira - Folge 27

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Landrus Sohn
  5. Leserseite
  6. Leserbild von Roger Szilagyi
  7. Vorschau

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und der Vampirin Creanna. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist vor der Zeit erwacht. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sie sich ihrer wahren Bestimmung bewusst wird.

Der Symbiont – ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Der Symbiont ernährt sich von Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.

Landru – Mächtigster der alten Vampire und der Mörder von Liliths Vater. Seit 268 Jahren jagt er dem verlorenen Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, der ihm damals von Felidae gestohlen wurde.

Felidae – Vampirin im Auftrag einer geheimnisvollen Macht, die Liliths Geburt in die Wege leitete und damit einen Plan verfolgt, der die Welt der Menschen und Vampire verändern wird.

Beth MacKinsey – Journalistin bei einer Sydneyer Zeitung. Gleichgeschlechtlich veranlagt, hat sie sich in Lilith verliebt. Dies wurde jedoch durch eine magische Pest ins Gegenteil verkehrt: Unter deren Einfluss hat sie sich mit Landru gegen Lilith verbündet.

Die Vampire – Noch kennt niemand ihre wahre Herkunft, doch sie leben seit Urzeiten neben den Menschen in Sippen zusammen. Der einzige Weg, einen neuen Vampir zu schaffen, besteht darin, ein Menschenkind schwarzes Blut aus dem Lilienkelch trinken zu lassen. Der Kodex verbietet Vampiren, sich gegenseitig umzubringen. Lilith verstößt dagegen und wird gnadenlos gejagt.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Ihrerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Duncan Luther, Liliths wiedererweckter Mitstreiter, der Chefarzt Dr. Romano und der Callboy Paul Kravetz haben eines gemeinsam: Sie sind tot und wurden von Lilith gebissen. Nun gehorchen sie einem magischen Programm, das sie mit Macht nach Uruk in den Irak (das ehemalige Mesopotamien) zieht. Als sie dort mit Grabungen beginnen und ein Symbol in einer Felsenhöhle aktivieren, erwacht in Schottland die Kelchdiebin Felidae aus langem Schlaf.

Die Vampirin, die einst Liliths Mutter Creanna zeugte, sucht und findet Lilith. Rasch erkennt sie, dass Lilith durch das zu frühe Erwachen ihre Bestimmung nicht kennt. Sie bietet ihr die fehlenden Erinnerungen – Lilith muss nur aus dem Lilienkelch trinken. Dass sie damit ihre menschliche Seite aufgeben würde, verschweigt ihr Felidae.

Die drei Toten in Uruk haben mittlerweile eine unterirdische Höhle freigelegt, in der ein Wächterwesen lauert, das Kravetz tötet, bis es von den anderen überlistet und vernichtet werden kann. Die Höhle mündet in einen schier endlosen Gang. Luther und Romano machen sich auf den Weg …

Auch Landru spürt, dass der Kelch wieder da ist. Er hat die Spur schon aufgenommen – und platzt, dank Beth’ Verrat, mitten in die Zeremonie. Lilith kommt nicht dazu, aus dem Kelch zu trinken. Landru und Felidae stehen sich nach 268 Jahren wieder gegenüber. Denn damals stahl Felidae das Unheiligtum vom Kelchhüter Landru. Beim Kampf werden beide Vampire schwer verletzt. Landru flieht und nimmt den Kelch mit sich.

Als Lilith ihm folgt, spaltet er sie mit Kelchmagie in einen menschlichen und einen vampirischen Körper. Nachdem die böse Lilith ihre dunklen Neigungen ausgelebt hat, erhält sie von Landru den Auftrag, ihr gutes Ich einzufangen und bei Salem Enterprises abzuliefern – einer Genschmiede der Sydney-Sippe, wo künstliche Vampire geschaffen werden sollen und ein abgetrenntes Stück des Symbionten untersucht wird. Doch sie will sich Landru nicht mit ihrem guten Selbst teilen und beschließt, es umzubringen. Ein« »Fehler« – denn dabei verschmelzen beide Körper wieder.

Ein Ziel hat Landru dennoch erreicht: Er konnte mit dem Kelch entkommen …

 

Landrus Sohn

von Adrian Doyle

Das Gelände des Sydneyer Museumsdorfes lag taghell eingebettet in die Nacht. Insbesondere die Halle, in der die meisten Skelette gefunden worden waren, war in grelles Kunstlicht getaucht. Der Gestank von alten, ohne Sinn und Verstand geöffneten Gräbern schwebte in der Luft.

Joe Hardley hatte sich einen Mundschutz vor Lippen und Nase gespannt und sich dadurch Spott und Hohn einiger Kollegen zugezogen. Er glaubte, auch jetzt noch den abartigen Geruch wahrnehmen zu können. Aber wenigstens wähnte er sich sicher vor den Bakterien, die sich in diesem Schlaraffenland der Würmer und Maden tummelten.

Er blieb stehen. Sein Verlangen nach einer Zigarette wuchs, aber dafür hätte er den Schutz vor seinem Mund entfernen müssen, und das war es ihm nicht wert.

Roy Bourmester stand grinsend ein paar Schritte entfernt und tat, was verboten war. Er kickte mit der Spitze seines Stiefels gegen den angewinkelten Ellbogenknochen eines hingeworfenen Gerippes und gluckste, als der morsche Zusammenhalt zerbarst.

Nicht das allein ließ Zweifel an Bourmesters geistiger Verfassung aufkommen. Bei ihm hegte Hardley seit langem den latenten Verdacht, dass er den Polizeijob nur angenommen hatte, um dabei zu sein, wenn irgendwo etwas passierte. Es war dasselbe, als hätte jemand Chirurgie nur deshalb studiert, um seinen dunklen Neigungen, in menschlichem Fleisch herumzuschneiden, einen legalen Rahmen zu verleihen …

»Dem Ärmsten fehlt eindeutig Kalzium«, kicherte Bourmester. »Der Schimmel sieht aus wie Karies, findest du nicht auch, Joe?«

»Ich finde«, erwiderte Hardley und wandte sich ab, »dass du ein gottverdammter Idiot bist. Man sollte dir die Knarre wegnehmen, bevor du anderen Leuten damit im Nabel puhlst!«

Bourmesters lautes Lachen zog unweigerlich die Aufmerksamkeit von Franklin und Menning auf sich. Die beiden standen am gegenüberliegenden Ende der Halle vor einem Fenster und unterhielten sich gedämpft. Bei einer Zigarette, wie Hardley neidvoll erkannte.

»Willst du sie mir abnehmen?«, rief Bourmester ihm mit der Freundlichkeit einer Kreuzotter hinterher.

Hardley drehte sich nicht mehr nach ihm um. Es geschah nicht aus Feigheit, nur aus Ekel, und dagegen gab es keine Prophylaxe.

Sein Blick schweifte über den Boden. Etwa in der Mitte der Halle stand ein leerer Sockel. Das Ausstellungsstück, das sich darauf befunden hatte, war noch nicht wieder gefunden worden. Die Vandalen schienen es mitgenommen zu haben. Aber um diesen Sockel herum befand sich eine geometrisch fast exakte, kreisförmige Grenze, entlang der die Gerippe abgelegt worden waren. Zuvor waren sie von den Unbekannten unter unglaublichem Aufwand aus dem Boden der näheren Umgebung gegraben worden – selbst dort, wo sich Bauten und Baracken des historischen Viertels befanden, war der Dielenboden aufgestemmt und nach Skeletten gebuddelt worden.

Und das alles in einer einzigen Nacht!

Der zuständige Wachmann namens Orkney befand sich seither in psychiatrischer Behandlung. Er schwor Stein und Bein, die Gerippe gesehen zu haben, wie sie von allein durch das nächtliche Freilichtareal geklappert waren!

Die Indizien, dass es tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugegangen war, blieben einem genauen Beobachter nicht verborgen. Dennoch handelte in Kreisen der Ermittlungsbehörden niemand wirklich mit dieser These. Man suchte nach Beweisen für Übeltäter aus Fleisch und Blut – und man würde sie, wie immer, wenn man etwas finden wollte, auch finden.

Einerseits hasste Hardley den Gedanken an die Überschaubarkeit des Alltäglichen – andererseits war er gerade angesichts der hiesigen Vorfälle froh über jede natürliche Erklärung.

Er vergewisserte sich, dass Bourmester zu Menning und Franklin getrottet war und nun deren Geschmacksnerven beleidigte. Dann verließ er die Halle und trat hinaus in die warme Nacht. Ende November ging es mit Riesenschritten auf den australischen Sommer zu.

Sommer …

Kein Gedanke lag Hardley momentan ferner. Gerade hatte Annie mit ihm Schluss gemacht. Die dritte, die sich nicht an seine extremen Arbeitszeiten gewöhnen konnte. Dabei hatte er so große Hoffnungen in die heißblütige Brünette gesetzt. Ihr Schoß hatte diesen unvergleichlichen Duft besessen, den er liebend gern gegen das hier eingetauscht hätte.

Vielleicht ließ sich ja doch noch etwas reparieren. Er lief zwar keiner Frau hinterher, aber Annie …

Schwer sog er die Luft durch die Nase. Der Schutz störte. Er stülpte ihn nach oben, sodass er wie ein deplatzierter Schnurbarthalter stramm über Nasenwurzel und Wangen lief. Er hätte das Ding ganz abziehen können, aber er wusste nicht, ob er es nicht gleich wieder brauchen würde. Man konnte überall über die Skelette stolpern. Einige lagen noch auf der Straße verstreut; andere steckten noch halb in ihren Löchern. Es war, als hätte sie keine Menschenhand, sondern ein auf Knochen gepolter Magnet aus der Tiefe gezerrt.

Hardley kramte in der Hosentasche und zog eine Schachtel hervor. Sekunden später sog er begierig an einer Zigarette und schickte den Qualm zum Mond hinauf.

Eine kaum überblickbare Zahl von Lampen badete die Umgebung in helles Licht. Überall patrouillierten Polizisten. Der Vorfall hatte hohe Wellen geschlagen. Die Schändung dieses Ortes hatte erst die Medien auf den Plan gerufen, dann die Bevölkerung. Die übliche Lawine eben. Und nun hieß das Motto Schadensbegrenzung. Maulkorb für die Presse. Nachrichtenzensur …

Kopfschüttelnd blieb Hardley vor einem Krater im Boden stehen. Das Loch sah aus, als wäre im Boden etwas explodiert. Pflastersteine lagen in der ganzen Umgebung verstreut. Angesichts solcher Bilder durfte es niemanden verwundern, dass die Zeitungen der letzten zwei Tage voll mit Schauergeschichten waren.

»Na, Roy? Der Weg zur Lunge will geteert sein, wie?«

Er zuckte zusammen. Louise sah selbst in Uniform wie ein männerverschlingender Vamp aus. Ihre blonde Haarpracht lag dank Gel wie eine glänzende Kappe um ihren Kopf. Der Lidstrich und das Augen-Make-up vertieften den Eindruck, sie könnte es darauf anlegen, Köpfe zu verdrehen.

Hardley kam im Allgemeinen ganz gut mir ihr zurecht. Er wusste, dass er keine Chancen bei ihr hatte. Damit war er gegenüber anderen Träumern des Reviers klar im Vorteil. Louise behandelte ihn in der Regel wie einen Menschen, nicht wie ein Konsumobjekt.

Er ließ die Zigarette fallen und zerrieb sie unter dem Absatz. »Ich wusste nicht, dass man dich auch strafversetzt hat …«

»Hat man auch nicht. Ich brauche Überstunden, um mal wieder ein paar Tage am Stück ausschlafen zu können.«

Hardley wusste nicht, ob er das glauben sollte. Eigentlich spielte es auch keine Rolle.

»Das Ding steht dir. Wofür ist es?« Sie deutete auf sein Gesicht und den Atemschutz unter den Augen.

»Wogegen«, korrigierte er und wies mit geringer Leidenschaft in Richtung des Gebäudes, aus dem er gerade gekommen war. »Ich trage es hauptsächlich wegen Bourmester – wenn du verstehst.«

Louise rümpfte die Nase. Sie sah zum Anbeißen aus, aber das wusste sie. »Verstehe. Ich kenne viele Widerlinge. Bourmester muss sie alle ausgebildet haben. Oder er hat Brüder, von denen er nichts ahnt …«

Hardley lachte.

In Louises Blick trat neben eigener Heiterkeit noch ein unerwarteter Ausdruck von Zuwendung. Sie sah sich kurz um, als müsste sie sich vergewissern, dass niemand nahe genug stand, um zu verstehen, was sie zu Hardley sagte. Dann schürzte sie die Lippen. »Warum hast du eigentlich nie versucht, mich anzumachen?«

Er überspielte seine Verblüffung nicht. Aber er forschte nachdrücklich in ihrer Miene, ob sie Anlass hatte, ihn zu veralbern. Er wurde nicht fündig, sie schien es ernst zu meinen, aber wer kannte die Frauen?

»Ich muss wieder ’rein …« Er nickte zu dem Gebäude, hinter dessen Fenster sich die Silhouette Bourmesters abzeichnete. Er stand mit dem breiten Rücken dagegen und kratzte sich am Gesäß.

»Warte!« Sie verstellte ihm den Weg. »Wovor hast du Angst? Vor mir?« Sie lachte, was ihre eigene Verlegenheit entlarvte, und fügte hinzu: »Das brauchst du nicht. Ich mag dich. Ich mag dich wirklich. Du bist nicht wie die meisten …«

Er stand unschlüssig. Das Gewicht war bereits, um sich in Gang zu setzen, auf ein Bein verlagert. Aber Hardley fürchtete, dass er Probleme bekommen hätte. Seine Beine verrieten, wie es um seine zur Schau getragene Ruhe tatsächlich bestellt war. Er hatte Angst, Louise zu glauben. Aber es gab vermutlich nichts, was er sich momentan mehr ersehnte als ihre ehrliche Zuneigung. Der Ruf, der ihr vorauseilte, war ihm egal. Er kannte sie gut genug, um zu wissen, dass er sie auch über das Kumpelhafte hinaus mochte.

»Soll das«, fragte er kratzig und ohne sich von der Stelle zu rühren, »eine Liebeserklärung werden?«

»Eine Sympathiekundgebung – fürs erste.« Sie lächelte und drehte sich um. »Ruf mich doch mal an meinen freien Tagen an. Die Nummer steht verschlüsselt auf deinem Spindkalender. Du bist doch ein cleveres Kerlchen …«

Hardley blickte ihr mit trockener Kehle hinterher. Er hatte plötzlich einen unmenschlichen Durst. Er hätte ein ganzes …

Seine Gedanken gerannen wie Blut außerhalb einer offenen Wunde.

Louise hatte sich ein paar Schritte von ihm entfernt. Noch während er ihren geradezu atemberaubenden Po unter dem Dienstrock bewunderte, entstand ein gleißender Strich vor ihr, dünn wie eine Rasierklinge und genauso hoch wie Louise. Diese senkrechte Linie veränderte sich nicht. Aber Louises Traumfigur wurde vor Hardleys Augen zusammengepresst und zerquetscht, bis sie in den hauchfeinen Spalt passte.

Ein schrecklich saugendes Geräusch begleitete ihr Verschwinden. Dann war die Stelle, wo sie gegangen war, leer, und Hardley taumelte mit einem erstickten Schrei darauf zu.

Es fraß auch ihn.

Hinter dem gleißenden Spalt lauerte erstickendes Dunkel – rabenschwarze Finsternis.

Joe Hardley fühlte sich sekundenlang tatsächlich auf Strichstärke reduziert. Etwas hatte ihn inmitten der Vorwärtsbewegung gepackt – überall am Körper – und an sich gerissen.

Etwas …

Im ersten Moment glaubte er an einen Stromausfall. Alle Lampen mussten gleichzeitig erloschen sein. Aber als er den Kopf in den Nacken legte, sah er keinen einzigen Stern, und die Stille hatte eine unheimliche Dimension angenommen.

Als er leises Weinen hörte, glaubte er zunächst, es käme aus seinem Mund. Himmel, er war kein Held, und nichts Menschliches war ihm fremd. Er wäre ein ebensolcher Armleuchter wie Bourmester gewesen, hätte er seine Gefühle verleugnet …

Aber es kam nicht von ihm.

Das Wimmern gehörte …

»Louise …?«

Stille.

Eine ängstliche Stimme sagte: »Joe? Wo – bin ich? Hilf mir! Ich muss irgendwo ’reingefallen sein …«

Er zögerte und überlegte, ob er ihr diese Hoffnung lassen sollte. »Wir sind nicht gefallen«, sagte er schließlich. Er streckte die Arme aus, weil er sie hörte, als stünde sie direkt vor ihm. Er fand keinen Widerstand, auch nicht, als er glaubte, ihr ein Stück entgegenzugehen. Die Schwärze war wie Flüssigkeit, die nicht nässte und in der man auch nicht ertrinken konnte, obwohl sie die Körper vollständig einhüllte.

Ertrinken …

Trinken …

Jesus, er hatte noch nie solchen Durst verspürt. Ihm höhlte es die Kehle aus. Er hob die Hand und presste sie gegen den Hals. Dabei machte er die beruhigende Entdeckung, dass sein Tastsinn noch nicht gelitten hatte. Er fühlte sich an wie gewohnt. Was das anging, hatte sich nichts verändert. Der Unterschied war seine Umgebung, die sich aufgelöst zu haben schien. Irgendetwas existierte immer noch, aber es ließ sich nicht festmachen. Es entglitt jedem Gedanken und …

»Wo – bist du, Joe?«

»Hier«, antwortete er heiser. »Hier …«

»Wo?«

»Ich weiß es nicht.«

»Beweg dich nicht. Ich komme zu dir …«

Viel Glück, dachte er, entsetzt über den eigenen Sarkasmus.

Plötzlich spürte er sie. Sie hatte es tatsächlich geschafft, ihn in diesem Labyrinth der Leere und der Schwärze zu finden.

Ihre Hand strich über seinen Bauch. Die Fingernägel krallten sich in den Stoff seines Hemdes und nahmen auch etwas Haut mit.

Hardley hätte ihr noch viel mehr verziehen. Die Berührung gab ihm neuen Mut. Seine eigenen Hände stießen nach vorn und fanden Halt. Fanden weiche Wärme, tasteten höher und berührten rissige, spröde Lippen.

»Bist du das?«, fragte er beklommen.

»Durst. Ich komme um vor – Durst … Wo sind wir?«

»Wenn ich das wüsste. Aber es kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Hast du die Linie gesehen, die dich verschlungen hat?«

»Linie?

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