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Vampira - Folge 21

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Tattoo
  5. Leserseite
  6. Leserbild von Roger Szilagyi
  7. Vorschau
  8. Infoblatt

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und der Vampirin Creanna, dazu gezeugt, eine geheimnisvolle Bestimmung zu erfüllen. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist zu früh erwacht – die Zeit ist noch nicht reif. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sich ihre Bestimmung erfüllt. Dabei hilft ihr ein Symbiont.

Der Symbiont – ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Einst gehörte es Creanna und wurde von ihr an Lilith weitergereicht. Der Symbiont ernährt sich von schwarzem Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.

Landru – Mächtigster der alten Vampire und der Mörder von Liliths Vater. Seit 267 Jahren jagt er dem verlorenen Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, ohne den es keinen Nachwuchs geben kann. Landru scheint irgendeine Schuld auf sich geladen zu haben – welche, ist noch unklar.

Duncan Luther – ehemaliger Priesteranwärter mit bewegter Vergangenheit. Er lernt Lilith kennen, verliebt sich in sie, wird in Indien von Vampiren getötet und taucht plötzlich und ohne Erinnerung wieder auf.

Beth MacKinsey – Journalistin bei einer Sydneyer Zeitung. Beth kennt Liliths wahre Identität – und hat sich, gleichgeschlechtlich veranlagt, in die Halbvampirin verliebt.

Dies wurde jedoch durch die Nachwirkungen der magischen Pest mittlerweile ins Gegenteil verkehrt: Unter deren Einfluss hat sie sich mit Landru gegen Lilith verbündet.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Seinerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Eine magische Pest wütet in Sydney! Als Lilith den Verursacher tötet, einen Tasmanischen Teufel, bleibt eine Nachwirkung: Die Gefühlswelt der Befallenen hat sich ins Gegenteil verkehrt. Auch bei Beth. Das macht Landru sich zunutze; er verbündet sich mit ihr gegen die nichtsahnende Lilith.

Auf der Suche nach einem Gegenmittel erfährt Lilith von dem finnischen Seuchenexperten Frans Stålheim. Sie bricht auf, um ihm den Tasmanischen Teufel zu bringen.

In Lappland erreicht sie ein mysteriöser Anruf: Ihr ehemaliger Gefährte Duncan Luther, vor Monaten in Indien von Vampiren ermordet, meldet sich aus Mauretanien! Er weiß weder von seinem Tod, noch wie er nach Afrika gelangte. Indem sich Lilith eilig auf den Weg macht, verpasst sie die Ankunft Landrus, der Stålheim bei der Suche nach dem Gegenserum »helfen« will.

In Mauretanien trifft sie auf eine Werwolf-Sippe unter der Führung von Landrus Freundin Nona und auf den Zauberer El Nabhal. Überraschend einfach kann Lilith Duncan befreien – denn damit handelt sie genau nach Landrus Plan. Doch El Nabhal ist eifersüchtig und will Landrus Pläne vereiteln, indem er Lilith beseitigen lässt. Nona tötet ihn mit Hilfe eines seiner magischen Tücher.

Lilith erhält von Stålheim das Serum, welches Landru aber zuvor manipuliert hat. Sie und Duncan kehren damit nach Sydney zurück und verabreichen es Beth. Duncan weiß nun zwar, dass er tot war, fühlt sich aber lebendig und als Herr seiner selbst. Lilith kostet sein Blut; es schmeckt fad, aber nicht wie das eines Toten. Doch nach dem Biss verschwinden – von Lilith unbemerkt – Duncans Schatten und Spiegelbild!

Als Lilith das Serum ins Hospital bringt, muss sie erfahren, dass die ersten Kranken bereits genesen sind – die Auswirkungen der Pest sind zeitlich begrenzt! Beths Gefühlswelt ist dagegen nach wie vor auf den Kopf gestellt. Sie wirft Lilith und Duncan hinaus.

Ein weiterer Schicksalsschlag: Die Sydney-Vampire lassen auf dem Grundstück, wo Lilith geboren wurde, ein Hochhaus errichten, dessen Fundament mit Weihwasser angerührt wurde. So zieht sie mit Duncan in das Haus des inzwischen toten Virgil Codd …

 

Tattoo

von Adrian Doyle

Vorgeschichte

Die Landschaft glich einem gewaltigen Friedhof. Böiger Wind trieb dürres Gestrüpp über rotverkrusteten Boden. Die grabsteinartigen Hügel entwarfen das Bild eines fremden Planeten mitten auf der Erde.

In den Hügeln summte und tickte Leben, das unermüdlich schien und an ein milliardenfach aufgespaltenes Gehirn erinnerte.

In diesem bizarren Szenario bewegten sich Gestalten, manche auf ihre Art nicht weniger bizarr, nicht weniger fremdartig …

Alex Pauwee stolperte. Er fiel mit dem Gesicht in eine Pfütze feinsten Sandes und spuckte, bis das Knirschen zwischen seinen Zähnen nachließ. Ungelenk richtete er sich wieder auf, klopfte sich den Staub von den Hosen und fluchte leise.

Solche Zurückhaltung hätte er sich sparen können. Die Kompasstermiten, die hier hausten, waren nicht nur blind, sondern auch taub. Weder das Licht des neben der Kamera aufgebauten Spezialscheinwerfers noch Geräusche schreckten die Insekten aus ihrer disziplinierten Plackerei.

Pauwee überprüfte sorgfältig den von ihm präparierten, keilförmigen Hügel. Die Schmalseiten maßen knapp einen Meter, die Längsseiten jeweils gut das Doppelte. Der Turm mit dem Nest verjüngte sich an der Spitze zu einer beilscharfen Kante.

Etwa im oberen Drittel dieses Baus hatte Pauwee in greller Hitze ein Stück aus der Wandung herausgeschnitten und durch eine Glasscheibe ersetzt. Die Gesamtstabilität des Turms war davon nie in Frage gestellt worden. Nun zog er behutsam jene Folie ab, die die Tageshitze ferngehalten hatte.

Pauwee war aufgeregter als bei der Verabredung mit einer schönen Frau. Wissensdurst und Erfindungsreichtum hatten ihn zu dieser ungewöhnlichen Aktion getrieben. Er wollte erforschen, wie die Termiten mit der Klimaveränderung fertig wurden, die auch den Menschen vor immer schwerer wiegende Probleme stellte. Das zurückliegende Dürrejahr musste Folgen für die Staatengebilde in den Hügeln haben.

Vielleicht, dachte Pauwee, ohne sich der Naivität dieses Wunsches bewusst zu werden, vielleicht konnte man von genialen Baumeistern dieser fragilen Konstruktionen sogar etwas lernen.

Pauwee war in der Gegend südlich um Darwin aufgewachsen, und die Kompasstermiten hatten ihn von Kindesbeinen an fasziniert. Es machte ihn traurig zu sehen, wie sich ihr Lebensraum immer radikaler zum Schlechten hin wandelte. Die Bauten hier sahen aus, als wären sie vor einer Ewigkeit errichtet worden – und gut für eine weitere solche Spanne, die sich menschlichen Denkschablonen entzog.

Über kurz oder lang würde sich dies jedoch als tragischer Irrtum entlarven …

Pauwee kehrte zu seiner windsicher verankerten Kamera zurück, justierte nach und schaltete dann den wärmefreien Scheinwerfer eine Stufe höher. Über Zoom sprang ihm das Nest förmlich entgegen. Ein kompliziertes Gewirr aus Gängen und Hohlräumen.

Überall war Bewegung.

Auch am unteren Bildausschnitt, wo sich aus dem spröden Material des Turms plötzlich etwas nach oben schob, was in dem Termitenstaat nichts zu suchen hatte.

Etwas unheimlich Banales, und doch reichte es aus, Pauwees Herz mehrere Takte überspringen und den Atem in seinen Lungen wie eine Flüssigkeit gerinnen zu lassen.

Hinter der Glasscheibe im keilförmigen Turm, noch unterhalb des wimmelnden Herzens, ragte eine Hand empor – zweifellos eine menschliche Hand!

Und sie schien Pauwee im nächsten Moment freundlich zuzuwinken …

Pauwees Hände krampften sich um das Kamerastativ. Er glaubte sterben zu müssen. Ein heißes Brennen quälte sich durch seinen Brustraum, und die vermeintlich flüssige Luft in seinen Lungen schien zu Gletschern zu erstarren.

Die Hand war immer noch da. Nur das Winken hatte aufgehört.

Pauwees Auge klebte immer noch am Okular des Camcorders. Er versuchte die Hände vom Stativ und das Auge von der Kamera zu lösen.

Beides misslang.

Kein Muskel gehorchte ihm.

Die bräunliche Hand spreizte sich zu einer gichtgekrümmten Klaue und bohrte sich höher. Das Nest zerbröselte. Die Termiten taumelten desorientiert durcheinander, und Pauwee meinte, den lautlosen Schrei des Volkes wie ein unmögliches Echo in seinem Schädel hallen zu hören.

Das Ergebnis hochkomplizierter Arbeit zerbrach binnen weniger Augenblicke, und doch war dies nur der Auftakt zu weit größerem Schrecken.

Viel mehr als diese Klaue schob sich von unten aus der Basis des Hügels empor. Etwas … richtete sich zu seiner vollen Größe auf …

Endlich gelang es Pauwee, die unerklärliche Lähmung abzuschütteln. Er stieß sich von der Kamera ab und überließ sich völlig seinen Instinkten, die nur noch eines kannten: das Verlangen nach heilloser Flucht.

Das dunkle Feld mit den bizarren »Grabsteinen« nahm ihn auf. Der Scheinwerferkegel wurde zum Inbegriff des Grauens, das nun versuchte, sich der letzten »Fesseln« zu entledigen.

Erstickte Laute krochen aus Pauwees Brust.

Er stolperte durch die Nacht.

Hinter ihm brannte das kalte Licht, in dessen Abglanz er sich zu orientieren versuchte. Er wusste, dass er die immer stärker um sich greifende Panik eindämmen musste. Aber dieses Wissen war unnütz, weil sein Körper tat, was er wollte …

Ein explosionsartiges Geräusch ließ ihn stocken. Sein Blick flog zurück. Zu dem Fanal in der Nacht, in dessen Zentrum der Termitenturm stand.

Gestanden hatte.

Jetzt war er zerborsten, dem Erdboden gleichgemacht, und die Trümmer gebaren etwas, das sich in die Lüfte erhob – und Pauwee mit heiser-triumphalem Schrei folgte.

Schwingen peitschten den Wind, entfachten einen noch stärkeren Sturm. Zugleich schwoll das Tosen in Pauwees Ohren an, und er dachte: Ein Fliegender Hund …?!

Es war seine Passion, sich in Australiens Fauna auszukennen. Aber dieses spukhafte, an Entsetzen kaum zu überbietende Geschehen verdeutlichte ihm sofort, dass er es mit keinem der fledermausähnlichen Tiere zu tun haben konnte …

Und dann verstummte der Flügelschlag urplötzlich. Der Schatten am Himmel verschwand.

Pauwee schrie auf und rannte weiter. Er wusste, er hatte Unmögliches gesehen und wurde nun von Unmöglichem verfolgt. Er ließ sich nicht täuschen.

Er zweifelte nicht an der Tücke dieser … Kreatur. Auch wenn er sie nur kurz gesehen hatte.

Eine menschliche Hand, wisperte es in seinem Verstand. Und dann dieses Tier? Nichts passte zusammen! Alles war Trug und Irreführung!

Seine Lungen pfiffen. Der böse fauchende Wind zerrte an Pauwees krausem Haar, und obwohl es ein warmer Wind war, der aus dem Zentrum des Kontinents kam, fror der Flüchtende, während es in den umliegenden Türmen zunehmend lauter tickte.

Hinter jeder Erhebung schien plötzlich die Möglichkeit weiterer Schocks zu lauern. Pauwees Körper war von Gänsehaut überzogen.

Und dann bäumte sich auch noch unter seinen Schuhen der verkrustete Boden auf. Faltete sich um seine Knöchel wie die stählernen Bügel einer zuschnappenden Falle.

Pauwees Lauf wurde abrupt gebremst. Mit der Stirn prallte er gegen den nächstliegenden mürben Hügel und durchbrach seine äußere Hülle.

Dunkelheit.

Scharren und Schaben an den Ohren.

Und ein leises, scharfes, verhöhnendes Flüstern.

Etwas griff von dort drinnen nach ihm. Unwiderstehlich. Durchbohrte seine Augen und krallte sich unbarmherzig in seinen blutenden Höhlen fest.

Fest!

Pauwees Pech war, dass nicht einmal dieser Schmerz reichte, ihn sofort die Besinnung verlieren zu lassen. Er bekam vieles mit, was ihm das Sterben nicht erleichterte.

Er schrie. Er brüllte. Ein Alptraum an Gerüchen wehte ihm ins Gesicht. Und dann zerfetzte ihn etwas unterhalb des schreienden Mundes. Durchtrennte die Haut. Beseitigte jedes Hindernis zu dem, wonach ihm dürstete …

»Hat es dir gefallen?«

»Sehr.«

»Dies ist unsere letzte Nacht«, sagte Tattoo.

Die Vampirin zerquetschte, nachdem ihr Begleiter das Genick des Toten gebrochen und ihm das Gesicht auf den Rücken gedreht hatte, eine Termite zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Flüssigkeit, die dem Insekt entwich, schien ihr interessant genug, sie an die Lippen zu führen und daran zu kosten. Ihr Mienenspiel verriet jedoch überdeutlich, was sie von solchem »Blute« hielt.

»Ich werde dich vermissen.« Sie redete zu dem zermalmten Insekt, aber sie meinte ihn.

»Du wirst immer bei mir sein. Wo immer ich bin.«

Nirea lächelte nachsichtig. In ihren Augen spiegelte sich wenig Hang zu menschlicher Romantik und damit verbundener Schwäche. Was sie mit Tattoo verband, war nie über das Oberflächliche einer Begierde hinausgegangen. Im Grunde schien sie sogar erleichtert, dass er sich nun zum Weiterziehen entschlossen hatte. Ein Mann wie er hätte auf Dauer nur geschadet.

»Du bist nicht sehr wohlgelitten in der Familie«, sagte er, als erahnte er ihre geheimsten Gedanken beim Blick in ihre onyxfarbenen Augen. »Wusstest du das?«

»Natürlich.«

»Und es ängstigt dich nicht?«

Sie lachte – rau und gewaltig, offenbar bereits bedauernd, dass sie sich den Geschmack des Menschenblutes verdorben hatte. »Weshalb sollte es mich ängstigen? Du überschätzt die Strömungen, die du wahrgenommen zu haben glaubst. Du bist ein Nomade. Dir fehlen die Wurzeln, sonst wüsstest du, dass eine Sippe gewisse Reibungsflächen braucht. Sie nützen dem Zusammenhalt.«

Ihre Worte fanden keinen erkennbaren Widerhall in seinem Gesicht. Doch sein Mund schimmerte weiter wie die ewige Versuchung. Um das Thema zu beenden, löste er den Knoten, der ihr Kleid zusammenhielt. Es fiel zu Boden.

»Du bist schön«, sagte er und neckte ihre Brüste mit den Zähnen.

»Ich bin zufrieden«, erwiderte sie kühl, was ihm sichtlich missfiel.

»War das Vergnügen, das ich für dich arrangierte, so wenig anregend?«

»Du hast dir große Mühe gegeben, aber ein Abschied bleibt ein Abschied«, heuchelte sie.

»Ich habe diese Jagd zelebriert für dich. Schade, dass du es nicht anerkennst …«

Sie packte ihn. »Du redest und redest!«

Ihre Hand grub sich in sein dichtes, metallglänzendes Haar und bog seinen Kopf nach hinten. Sie wusste, was sie wollte – und wie sie es wollte. Nur so gefiel es ihr. Dieses Gefühl der Überlegenheit durfte ihr kein Mann nehmen.

Sie schälte ihm die Kleidung vom Leib. Seine Haut war dunkler als die der meisten, die Nirea kannte. Sie spürte seine Unrast fast körperlich. Seine Unfähigkeit, längere Zeit an einem Ort zu verweilen.

Es war ihr gleich. Er ging auf sie ein, nur das zählte. Er ließ sich beugen. Er …

Dunkle Laute einer Sprache, die Nirea nicht verstand, rollten über seine Zunge. Noch während sich seine offene Hand, scheinbar eingebunden in Ekstase, um ihre Kehle legte, riss unerwartet der Zauber, von dem die Vampirin sich hatte forttragen lassen.

Es durchfuhr sie heiß.

Etwas, das nicht sein durfte, eigentlich nicht sein konnte, geschah. Sie versuchte sich unter ihm aufzurichten. Er lag, von einem Arm gestützt, mit dem anderen nach ihrer Kehle tastend, über ihr. Er blickte stumm. Abwartend.

Das herbe Kitzeln an Nireas Kehle unterbrach weitere ihrer Gedanken.

Tattoos Hand wurde zur Falle.

»Hör auf!«, krächzte sie.

Wieder leckte etwas rau und verlangend über ihren Kehlkopf. Wäre es seine Zunge gewesen, hätte sie es genossen.

Nireas Arme stemmten sich gegen die Brust ihres Liebhabers. Auch dort war er tätowiert. Gesicht reihte sich an Gesicht …

Nirea war entschlossen, dieses üble Spiel, das er mit ihr trieb, zu beenden. Sie sammelte ihre Kräfte. Doch jäher Schmerz sprengte die Konzentration. Seine Haut schien nun zu pulsieren. Die Bewegungen, die dort rollten, erinnerten an eine Folie, die jemand stramm über ein Stück bewegtes Meer gespannt hatte …

ICH VERLIERE DEN VERSTAND!

Er ließ es nicht zu.

Schneller als der Wahnsinn war die Hand an ihrer Kehle.

Tattoo tötete das Oberhaupt der Darwin-Sippe.

Und zu den Trophäen auf seiner Haut gesellte sich unsterblich eine weitere hinzu …

Gegenwart, Sydney

Er wartete, bis die Arbeiter gegangen waren. Kalt lächelnd sog er die Dämmerung in seine Lungen. Sein Brustkorb schwoll. Das alte Linnen, das ihn seit den ersten Tagen seiner Wanderschaft kleidete, rieb über die unsichtbaren Male.

Das stimmlose Flüstern seiner Begleiter konnte lästig werden, denn es verstummte nie. Weder bei Tag noch bei Nacht. Manchmal war es leise, manchmal laut. Aber immer war es Qual. Die Qual anderer …

Er durchwanderte die Baustelle. Den Keller mied er aus gebotenem Anlass. Dennoch wurde er rasch fündig.

»Da!«

Es war Achade, die Nimmermüde, die den Abdruck unter vielen fand.

Er lobte und streichelte sie dafür mit dem scharfen Nagel seines Zeigefingers. Achade ...

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