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Vampira - Folge 17

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Der Schattenbote
  5. Leserseite
  6. Leserbild von Roger Szilagyi
  7. Vorschau

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und einer Vampirin, dazu gezeugt, eine geheimnisvolle Bestimmung zu erfüllen. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist zu früh erwacht – die Zeit ist noch nicht reif. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sich ihre Bestimmung erfüllt. Dabei hilft ihr ein Symbiont.

Der Symbiont – ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Einst gehörte es Creanna und wurde von ihr an Lilith weitergereicht. Der Symbiont ernährt sich von schwarzem Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.

Landru – Mächtigster der alten Vampire und der Mörder von Liliths Vater. Seit 267 Jahren jagt er dem verlorenen Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, ohne den es keinen Nachwuchs geben kann. Landru scheint irgendeine Schuld auf sich geladen zu haben – welche, ist noch unklar.

Virgil Codd – dem ehemaligen Polizeichef von Sydney und Dienerkreatur der Vampire wurde mit Hilfe einer Frucht aus dem Garten des Hauses, wo Lilith erwachte, das Menschsein zurückgegeben. Dafür muss er zu Liliths Verfügung stehen. Alle weiteren Helfer außer Jeff Warner, dem »Boten des HAUSES«, kamen bei der Wondjina-Krise um.

Beth MacKinsey – Journalistin bei einer Sydneyer Zeitung. Bei ihr fand Lilith Unterschlupf. Mittlerweile kennt Beth Liliths wahre Identität – und hat sich, gleichgeschlechtlich veranlagt, in die Halbvampirin verliebt.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Seinerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Nach einem Kampf gegen mutierte australische Schöpferwesen, die Wondjinas, verfällt Liliths arg mitgenommener Symbiont in einen Traum, den sie direkt miterlebt:

So erfährt sie, dass ihre Mutter Creanna von einer schwefeläugigen Vampirin, die den Lilienkelch gestohlen hatte, in fremdem Auftrag aufgezogen wurde – und dass sie lange Zeit mit Landru liiert war! Damals verübte Creanna auf Befehl der Unbekannten (und mit Hilfe des Symbionten) einen Mordanschlag auf Landru, dem dieser aber entging. Später verliebte sich Creanna in den Schotten Sean Lancaster und zog mit ihm nach Australien, um dort Lilith zu zeugen – ebenfalls ein Schachzug jener Unbekannten.

Als Lilith aus dem Traum erwacht, sieht sie sich – und ganz Sydney – einer neuen Gefahr gegenüber. Einer der bösen Wondjinas hat vor seinem Tod einen Tasmanischen Teufel – ein rattenähnliches Nagetier – mit einer schrecklichen Seuche infiziert: einer magischen Abart der Pest, die rasch um sich greift! Bald sind die Krankenhäuser überfüllt; alle Versuche, die Seuche einzudämmen, scheitern. Ein infizierter Mensch führt dem Tasmanischen Teufel als Rattenfänger immer neue Tiere zu, die den Keim weiter verbreiten, unter anderem durch die Verseuchung der städtischen Wasserversorgung.

Auch Lilith wird gebissen und gerät außer Kontrolle, bis ihre vampirische Abstammung sie zwar rettet, aber nicht ganz von dem fremden magischen Einfluss befreien kann. Die Magie des bösen Wondjina in dem monströs aufgedunsenen Nager erkennt Lilith als diejenige, die ihn damals vernichtete, und lockt sie unter dem Einfluss der Infektion in die Kanalisation, wo sie sich selbst ankettet.

Schließlich fallen auch Beth und ihr Kollege Moskowitz der Seuche zum Opfer und gelangen ebenfalls unter die Stadt, wo sie vor Liliths Augen getötet werden sollen.

Da taucht Virgil Codd auf, der nach seiner Menschwerdung Lilith zu Diensten ist. Das HAUS schickt ihn – und keine Sekunde zu früh! Er reißt das Herz aus dem Körper des mutierten Nagers und tötet ihn.

Die Erkrankten genesen augenblicklich, der Spuk scheint vorbei. Doch die Pest hinterlässt ein tückisches Erbe in den Menschen …

 

Der Schattenbote

von Adrian Doyle

Er war ein Reisender durch die Jahrhunderte. Ein Suchender. Ein Verdammter.

Seine Augen hatten Kulturen kommen und untergehen sehen. Die Wesen, zu denen er zählte, hatten sich durch perfekte Mimikry stets angepasst. Das Gesicht der Erde änderte sich – aber die Rolle von Jägern und Opfern war immer die Gleiche geblieben.

Bis zu jenem Tag, da der Kelch gestohlen wurde. Dem Tag, seitdem kein echtes vampirisches Leben mehr nachspross und Vergehendes ersetzte. Niemand nahm mehr den Platz derer ein, die gingen. Schon seit 267 Jahren nicht mehr. Genauso lange, wie auch die Verdammnis des Kelchjägers bereits andauerte …

Vergangenheit

Der schwarzgekleidete Mann betrat die Leichenkammer.

Der Gestank, der ihm entgegenschlug, war fast unerträglich. Manche der Toten leuchteten im Dunkeln, weil die Verwesung phosphoreszierende Gase freigesetzt hatte.

Während Landru sich umsah, begann die fingerlange Kreuznarbe auf seiner Wange zu jucken.

Er ignorierte es. Er hatte die unterirdische Versammlungshalle der Sydneyer Vampire aufgesucht und mühelos den »Wegweiser« aktiviert, den die Sippe bei der Aufgabe dieses Unterschlupfs hinterlassen hatte. Landru wusste nun, wo er sie finden konnte, wenn er dies beabsichtigte.

Seit er Sydney verlassen hatte, waren nach seinem Empfinden nicht mehr als ein paar Wimpernschläge vergangen.

In seinem feingeschnittenen, aber von einer perfiden Note beherrschten Gesicht zuckte kein Muskel, als er sich jene Ereignisse in Erinnerung rief, die ihn den Großteil dieser »Wimpernschläge« gekostet hatten. Länger als beabsichtigt hatte er sich bei Tanor in Indien aufgehalten. Und nun wollte er sich überzeugen, ob die Dinge, die dort aufwändig und höchst behutsam vorbereitet wurden, überhaupt Sinn machten.

»Morla …?«, rief er in den gähnenden Schlund des Labyrinths, das unmittelbar hinter dem Leichenberg begann. »Morla, mein Schatz, bist du da?«

Sie antwortete nicht, und er hörte auch sonst keine Geräusche. Entschlossen umrundete er die von Gräueln gezeichneten Vampiropfer, die neben dem unterschiedlichen Grad an Verstümmelung alle ein gemeinsames Merkmal aufwiesen: Ihr Genick war gebrochen. Man hatte verhindert, dass der Keim sie zu Dienerkreaturen machte.

An einer unkontrollierten Ausweitung untoter Servanten war niemandem gelegen – am wenigsten den Vampiren selbst. Auch Dienerkreaturen benötigten Menschenblut zur Aufrechterhaltung ihrer düsteren Existenz, und dieser Saft war zu kostbar, um ihn für zu viele der niederen Kreaturen zu vergeuden.

Landru betrat das Labyrinth der unterirdisch miteinander verzweigten Stollen, die zu Zeiten, als der darüber liegende Friedhof noch nicht entweiht gewesen war, zu jedem einzelnen Grab geführt hatten.

Mittlerweile konnte man davon ausgehen, dass alle diese »Ruhestätten« ihrer Inhalte beraubt waren.

Von Morla.

Zuletzt war sie auf das angewiesen gewesen, was die Vampire ihr übrig ließen – und hatte davon nicht schlecht gelebt.

Die meisten Vampire verachteten Geschöpfe wie Morla, nutzten sie aber nichtsdestotrotz als billige »Abfallentsorger«. Landru hingegen fand Morla und ihresgleichen nicht nur nützlich, sondern auch recht niedlich.

Immer wieder rief er den Namen der Ghul, der er Lancasters Schädel anvertraut hatte. Gewissenhaft nahm er sich die Zeit, jeden entlegenen Winkel der Schächte zu inspizieren.

Ghuls waren echte Meister im Stollenbau. Sie gruben nicht einfach, sondern tränkten die Wände mit einem körpereigenen Sekret, das in der Moderluft rasch zu einer harten Schicht trocknete, sodass man sich den Gängen bedenkenlos anvertrauen konnte.

Als Ghul.

Jeder andere, der sich hierher wagte, musste damit rechnen, dass diese Wesen entgegen landläufiger Meinung mitunter auch ihren Appetit an Lebendigem entdeckten …

Auch in Morlas Ruhehöhle fand Landru die Leichenfresserin nicht. Dennoch wirkten einige Spuren grünlichen Schleims, die er hier fand, ganz frisch. Und mit seinen geschärften Sinnen meinte er auch, die Anwesenheit von etwas, das er nicht sehen konnte, zu spüren.

»Morla …? Was soll das Versteckspiel? Ich trage es dir nicht nach, selbst wenn du versagt hast. Komm her, zeige dich!«

Er redete mit ihr wie mit einem Schoßhündchen.

Aber Morla war nichts weniger als das.

Plötzliches Poltern und Vibrieren des Bodens ließ Landru zusammenzucken. Einen Moment stand er regungslos, dann hetzte er den direkten Weg aus Morlas Höhle zurück. Er hatte trotz der labyrinthartig ineinander mündenden Stollen keine Orientierungsprobleme. Seine Augen zehrten geringfügigste Lichtmengen auf. Er rannte wie durch einen diffus erhellten Korridor …

… bis zu dem Punkt, wo kein Weiterkommen mehr möglich war. Wo die Decke herabgebrochen war und den Stollen hoffnungslos blockiert hatte!

Landru atmete tief und begierig. Er vermied es, Panik aufkommen zu lassen. Dafür bestand kein Anlass. Es gab noch genügend Umwege, die er in seinem Hirn gespeichert hatte und über die er zurück in die von den Vampiren verlassene, unterirdische Kathedrale gelangen konnte.

Er gönnte der Blockade einen letzten misstrauischen Blick, dann suchte er die nächste Kreuzung auf und nahm einen fast parallel verlaufenden Gang.

Er kam nicht weit. Wieder bebte der Boden, und diesmal kam die Decke so nahe herab, dass ihn die Druckwelle mit Staub puderte. Hustend wartete er, bis sich der aufgewirbelte Dreck gelegt hatte. Dann sah er, dass auch hier jeder Versuch, das Hindernis zu beseitigen, scheitern musste. Selbst mit Magie war in dieser Hinsicht nichts zu machen.

Landru stellte spätestens jetzt die Zufälligkeit der Einstürze in Frage.

»Morla?«, schrie er. »Morla, was tust du? Ich bin dein Freund … Erkenne mich!«

Er legte Suggestion in die Sätze, obwohl er wusste, dass Ghuls darauf nicht ansprachen. Als keine sofortige Antwort erfolgte, wusste er, dass es fatal werden konnte, sich auf ein Glück zu verlassen, das ihm eine Ewigkeit beigestanden hatte. Hier und jetzt konnten selbst dem Glück Grenzen gesetzt sein. Es war besser, sich auf die eigenen Fähigkeiten zu verlassen.

Er war sich nicht zu schade, sich zur schnellstmöglichen Flucht zu entschließen und nun doch Magie ins Spiel zu bringen.

Im Rennen beugte er sich nach vorn und verwandelte sich in einen silbergrauen Wolf. Dabei übernahm er die Schnelligkeit und die Instinkte eines Wolfs ebenso wie dessen spezielle Sehweise. Die Stollen, durch die Landru fortan jagte, nahmen einen fast surrealen Charakter an. Wie durch eine Infrarotkamera betrachtet, die selbst geringster Wärme nachspürte.

Das Wissen um die Beschaffenheit des Labyrinths blieb aber auch in diesem Gehirn erhalten.

Als die Decke über ihm ihre Stabilität einbüßte, als erste Brocken auf den »Wolf« herabregneten, stand Landru vor der Wahl, alles zu riskieren und den eingeschlagenen Weg beizubehalten, in der Hoffnung, doch noch heil aus dem Einsturzbereich herauszukommen – oder kehrtzumachen und sich auf diese Weise vor dem herabrutschenden Tonnengewicht in Sicherheit zu bringen.

Er entschied sich für die riskantere Variante.

Er wusste, dass er vielleicht immer diesen berühmten Schritt zu spät kommen würde, wenn er jetzt die Rute einzog.

Unter Hagelschlag aus Geröll und Sand hetzte er geradeaus weiter. Die Ausläufer der herabkommenden Massen trafen ihn noch mit solcher Wucht, dass ihm die Hinterläufe wegknickten und er nur durch eine abermalige Verwandlung in ein viel kleineres Tier, eine Fledermaus, überlebte.

Sofort setzte er die Flucht, getragen von ledrigen Hautschwingen, fort. Ultrahohe Töne gellten aus seinem halboffenen Rachen und schlugen als Echo auf ihn zurück. Mühelos stellte er sich auch auf die neuerlich veränderte Sehweise ein.

Aber selbst im Flug spürte er das Zittern, welches das Reich unter dem Friedhof durchlief. Diesmal stürzte der Stollen kurz vor der Stelle ein, wo der Durchbruch zur Leichenkammer lag.

Knapp vor dem Ziel musste Landru sich damit abfinden, dass er gefangen war.

Eingeschlossen in einem Stollenstück, dessen beide Enden über viele Meter so absolut blockiert waren, dass nicht einmal mehr eine Maus eine Lücke gefunden hätte!

Fast elegant bremste er seinen Flug und kehrte zur menschlichen Statur zurück. Dieselbe Magie, die ihm den Gestaltwechsel ermöglicht hatte, erschuf auch seine Kleidung wieder.

Landru fluchte.

Der Staub schwebte wie Nebel in der Luft.

»Morla, verdammt! Zügele deinen Irrsinn! Zeige dich!«

Was war passiert, dass die Ghuls – niemand sonst konnte für diese Einsturzserie verantwortlich sein – dermaßen verrückt spielte?

War Lilith hier gewesen, um sich den Kopf des Highlanders zu holen?

Es wäre ihr Tod gewesen – aber es hätte nicht Morlas Aggression ihm, Landru, gegenüber erklärt. Sie war einverstanden gewesen, den Kopf des Mannes zu hüten, den Landru vor sechsundsechzig Jahren eigenhändig enthauptet hatte. Auch wenn sie nichts über seine Beschaffenheit als Bombe gewusst hatte.1)

Was war es dann, das sie erzürnte?

Hatte die Explosion Lilith zerrissen, und nahm Morla es ihm krumm, dass auch sie dabei gefährdet worden war …?

Wie kleinlich!

Es passte nicht zu dem grünschleimigen Ungeheuer, das Landru ins Herz geschlossen hatte.

Abwartend stand er da. Die Schwebeteilchen senkten sich langsam aus der Luft, und Landru überlegte fieberhaft, was er tun konnte, wenn Morla sich nicht besann. Wenn sie ihn hier verschmachten lassen wollte …

Er zwang sich zur Kühle.

Die Stille schmerzte in seinen Ohren, aber davon ließ er sich nicht beeindrucken.

»Seit wann sind Ghuls feige?«, schrie er plötzlich überlaut, um die halbtaube, verborgene Widersacherin zu erreichen.

Ghuls waren immer feige. Alle Ghuls. Deshalb goutierten sie ja mit Vorliebe Nahrung, die sich nicht mehr wehrte.

Aber kein Ghul hörte gern, dass er feige war …!

Irgendwo in Richtung der unterirdischen Kathedrale rieselte verkrustetes Erdreich zu Boden – eine minimale Prise.

Landru gab durch nichts zu verstehen, dass er es bemerkt hatte. Aber fortan konzentrierte er sich besonders auf diesen Punkt an der Decke.

»Dein Fraß soll dir in der Kehle stecken bleiben, feige Morla!«, rief er – und wunderte sich, dass die nächste spürbare Reaktion vom gegenüberliegenden Ende des Schachtabschnitts kam. Auch dort rieselte etwas Sand herab.

Landru kannte die Gewandtheit von Morlas äußerlich plump wirkendem Körper. Aber die gerade demonstrierte Flinkheit übertraf alle seine Erwartungen.

Er schloss kurz die Augen.

Er atmete die Stille, die ihn umgab – und plötzlich hörte er hinter dieser Stille ein kaum wahrnehmbares Scharren.

Mit geschlossenen Lidern lokalisierte er den Ursprung.

Er lag genau über ihm!

Im nächsten Moment brach auch schon die dünne, gehärtete Oberfläche des Stollens und gebar das, worauf Landru die ganze Zeit gewartet hatte – und auch wieder nicht.

Der Gegner war von erschütternder Hässlichkeit, mit Mensch und Vampir nur insofern verwandt, dass auch er zwei Beine, zwei Arme und einen Kopf besaß.

Darin erschöpfte sich jede »Ähnlichkeit«.

Landru konnte gerade noch einen Ausfallschritt machen, um dem herabplumpsenden, seltsam konturlosen Körper auszuweichen. Er schlug direkt vor seinen Füßen zu Boden und quittierte den Fehlsprung mit wenig Sportsgeist. Hasserfüllt versuchte er auf Landru zuzurobben. Die breiigen Gesichtszüge mit den Nasenschlitzen waberten außer Kontrolle hin und her. Aus dem breiten, lippenlosen Maul fauchte und grollte es Landru wie aus den Ventilen einer unter Überdruck stehenden Dampfmaschine entgegen. Er erwartete förmlich, dass ihm Feuerlanzen entgegenzucken würden.

Aber dazu war das grünschillernde Wesen, das – obwohl zweifelsfrei eine Ghul – nicht Morla war, nicht in der Lage. Es besaß kein …

Landrus Gedankenkette endete, als von oben ein zweiter, ebenso schwammiger und vor Sekret triefender Körper auf ihn herabprallte und seinen kompletten Oberkörper begrub.

Hart schlug er zu Boden. Die Luft blieb ihm weg. Stattdessen füllte sich sein zu spät geschlossener Mund mit einer Substanz, die nicht nur widerlich aussah, sondern es zweifelsfrei auch war. Hustend und spuckend grub er beiden Arme bis zu den Ellenbogen in das teigige, grobporige Gewebe der Ghul, die über ihn kam wie eine tödliche Geliebte.

Obwohl er der Leichenfresserin eigentlich überlegen war, spürte er deren unbedingten Willen, ihn zu besiegen. Sie gebärdete sich wie tollwütig und riss ihm mit ihren Pranken, die rau wie schroffe Steinkeile waren, tiefe Wunden ins Fleisch.

Landru sah keine andere Möglichkeit als ein erneutes Morphing. Seine danach messerscharf gebogenen Klauen zerfetzten den Leib seiner Gegnerin, und ihr ohrenbetäubendes Gebrüll signalisierte ihm, dass er auf dem richtigen Weg war.

Die Kräfte der Ghul schwanden rapide.

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