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Vampira - Folge 14

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Die Apokalypse
  5. Leserseite
  6. Leserbild von Roger Szilagyi
  7. Vorschau

Lilith Eden – Tochter eines Menschen und einer Vampirin, dazu gezeugt, eine geheimnisvolle Bestimmung zu erfüllen. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist zu früh erwacht – die Zeit ist noch nicht reif. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sich ihre Bestimmung erfüllt. Dabei hilft ihr ein Kleid, das seine Form beliebig ändern kann – ein Symbiont.

Jeff Warner – der Police Detective wurde von Polizeichef Virgil Codd – einer Dienerkreatur der Vampire – in den Garten des Hauses geschickt, wo Lilith erwachte und wo seither etliche Menschen spurlos verschwanden. Doch Warner kehrt zurück – verändert. Im Auftrag des Hauses befreit er Codd vom Vampirkeim.

Beth MacKinsey – Journalistin bei einer Sydneyer Zeitung. Bei ihr fand Lilith Unterschlupf. Mittlerweile kennt Beth Liliths wahre Identität – und hat sich, gleichgeschlechtlich veranlagt, in die Halbvampirin verliebt.

Landru – Mächtigster der alten Vampire und der Mörder von Liliths Vater. Seit 267 Jahren jagt er dem verlorenen Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, ohne den es keinen Nachwuchs geben kann. Landru scheint irgendeine Schuld auf sich geladen zu haben – welche, ist noch unklar.

Esben Storm – Der Aboriginal-Schamane hat Lilith seit ihrer Geburt beobachtet. Nicht, um ihr zu helfen – Storm ist niemandes Freund. Landru tötet ihn, während Storm mit Lilith auf Traumzeit-Pfaden wandelt, indem er seinen Antiquitätenladen in Brand steckt.

Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Seinerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.

Überall dort, wo Traumzeit-Relikte der australischen Schöpferwesen aufbewahrt werden, wuchert seit Liliths Erwachen eine mysteriöse, stoffliche Schwärze. Esben Storm spürt den Wahnsinn darin; er kann sich ihr nicht weiter nähern. Als Auslöser erkennt er das Haus 333, in dem Lilith aufwuchs – doch das Gebäude wurde auf Befehl von Polizeichef Virgil Codd, einer Dienerkreatur der Vampire, dem Erdboden gleichgemacht. Später wird Codd von Warner vom Keim befreit – und Storm von Landru getötet.

Nun irrt Storms Seele auf Traumzeitpfaden umher. Sein Schatten erscheint Lilith als schwarze Flamme Banguma und bittet um ihre Mithilfe, die Bedrohung abzuwenden, die die Wondjinas, die australischen Schöpferwesen, mutieren lässt. Und er lässt ihr ein Aboriginal-Totem zukommen.

In Sydney ist derweil der Teufel los: Menschen drehen durch, bringen sich selbst oder andere um oder zerstören Dinge. Beth wird von ihrer Redaktion auf ein Pärchen angesetzt, das eine bevorstehende Apokalypse prophezeit – und verfällt beinahe deren Suggestivkraft. Sie folgt den beiden zu einem Hochhaus in der City und sieht sie in einen Lift steigen, der ganz nach oben fährt …

Ein Botaniker-Paar, das im Bergland der tasmanischen Insel campiert, identifiziert einen Wald aus Huon-Kiefern als einen einzigen, uralten Organismus. Ein Schöpferwesen wohnt darin, das die Forscher nach ihrer Entdeckung nicht mehr weglässt.

Die vom Vampirkeim befreiten Menschen versammeln sich am Treffpunkt, wo in fünf Tagen Lilith zu ihnen stoßen soll, als plötzlich ein von den guten Wondjinas erzeugtes Trugbild Warners auftaucht und sie zu dem tasmanischen »Kiefernwald« beordert. Fast gleichzeitig trifft dort aber ein Abgesandter der bösen Schöpferwesen ein und infiziert den Baum mit der magischen Seuche.

Lilith beschließt, dem »Hochhaus der Endzeit-Propheten« einen Besuch abzustatten. Und hat ihre erste Begegnung mit den Traumzeit-Dämonen. Als sie oben ankommt, machen die Dämonen das Haus unsichtbar. Lilith steht scheinbar im Outback, über ihr ein schwarzer Quader mit den mutierten Wondjinas. Ein Gebilde, das sie magisch lockt …

 

Die Apokalypse

von Adrian Doyle

Tasmanische Insel, Mount Reid

Der Wald starb. Die Nadeln der Huon-Kiefern wurden dunkel und regneten wie Teertropfen herab. Wo sie auftrafen, fauchte und zischte es, als würde aggressive Säure das Unterholz zerfressen.

Der weiche Boden erzitterte. Ein Beben, stärker und vernichtender als alle vorherigen, kündigte sich an. Die Kiefernstämme – in Wahrheit Triebe eines einzigen Baumes – knirschten, als würden ihre Jahresringe von monströser Gewalt gegeneinander gerieben und verdreht. Sie stemmten sich wie lebendige Wesen gegen das Verhängnis, das über sie gekommen war.

Eine Krankheit, gegen die es kein Mittel gab.

Das Böse …

Die Erde bäumte sich auf wie eine Bestie im Todeskampf.

Tyler Gravis wurde von den Beinen gerissen und schlug mit dem Kopf gegen einen der Ausleger des Jahrtausende alten Baumes, der sich inmitten regenwaldartiger Flora an den Hängen des Mount Reid ausdehnte und ein Hektar Land vereinnahmte.

Als der Botaniker wieder zu sich kam und sich benommen aufrichtete, war seine Freundin und Kollegin verschwunden.

»Tira …?!«

Panik färbte seine Stimme. Gehetzt sah er sich um – und konnte doch kaum etwas zwischen den durch die Luft peitschenden Ästen und Nadeln erkennen.

Er erhielt auch keine Antwort.

Die Sonne am wolkenlosen Himmel hatte sich verdüstert. Die Schatten des Bösen sickerten aus der Erde und aus den hart und dunkel gewordenen Ästen und Zweigen. Sie griffen nach Gravis, der sich nur noch wie ein in die Enge getriebenes Tier fühlte und bewegte.

»Tira …!«

Solange er mit Tira zusammen gewesen war, war der Wahnsinn erträglich gewesen. Gravis hatte das, was in ihm nagte, bezähmen können.

Allein zerbrach er daran. Allein in der Wildnis eines ihm fremd gewordenen Planeten, einem Dschungel jenseits des gesunden Menschenverstands …

Eines Alptraums!

Wieder blähte sich der Boden unter seinen Füßen auf. Wurzelwerk platzte ihm entgegen. Gespenstische Hände, tiefschwarz wie die Nadeln der gewaltigen Kiefer, die der unnatürliche Wind als Hagel auf Gravis niederprasseln ließ, versuchten nach ihm zu greifen.

Er fiel und rollte gedankenschnell zur Seite. Vom Grund des entstandenen Kraters starrte etwas zu ihm herauf, für das er keine Worte fand.

Gravis wich weiter zurück und schrie sich die Lungen nach Tira wund.

Schließlich stolperte er allein weiter zum Rand des tödlichen Waldes, in dessen dickstem Stamm vor Minuten ein schauriges Phantom verschwunden war – eine Puppe aus schwarzem Glas.

Das Unheimliche hatte sich regelrecht in den Körper des Baumes gewühlt. Unmittelbar danach hatte die Veränderung begonnen, war die Huon-Kiefer versprödet und hatte die Farbe geschmolzener, wiedererstarrter Lava angenommen …

»Tyler …?«

Gravis blieb wie angewurzelt stehen. Er hatte noch längst keinen sicheren Boden erreicht – und zweifelte insgeheim, ihn je zu erreichen, als er die Stimme, kaum mehr als ein zarter Hauch, hörte.

Gravis bemerkte sie, weil in diesem Moment das Krachen, Knirschen und Rumoren in der Pflanzenhölle erstarb. Auch die Beben endeten.

Nur die Düsternis blieb. Sie wob ihr Gespinst zwischen den Ästen.

»Tira …?«

Gravis drehte sich um die eigene Achse. Es regnete keine Nadeln mehr. Die meisten Äste waren zwischenzeitlich entblößt. Knöcheltief versank Gravis im schwarzen Nadelpolster.

»Hier … Hier bin ich …«

Er fand die Richtung.

Er sah Tiras hochgereckten Arm winken.

Mehr nicht.

Benommen wankte er auf sie zu.

Er wünschte sich, von Alkohol betäubt zu sein. Alles wäre erträglicher gewesen. Aber er war nüchtern. Er hatte Angst noch nie in seinem Leben mit solcher Intensität empfunden.

»Warte …«, rann es kehlig über seine Lippen. »Ich komme zu dir …!«

Die Erleichterung, sie wiedergefunden zu haben, machte ihn zunächst blind für alarmierende Anzeichen. Tira lag zwischen aufgebrochenen Wurzeln und war über und über mit Erde bedeckt.

Er kniete neben ihr nieder, umarmte sie kurz und streichelte ihr bleiches, von Waldboden eingerahmtes Gesicht.

»Ich dachte schon, ich hätte dich verloren!«, krächzte er.

Sie stand unter Schock, und ihre Augen blickten ihn an wie noch nie.

»Verloren …«, echote sie.

Wie eine Maschine begann er, ihre Beine mit den bloßen Händen freizuschaufeln. Den Gedanken, dass etwas nicht stimmte, ließ er zunächst nicht an sich heran.

Tira schwieg die ganze Zeit. War passiv. Starrte ihn nur an. Der Arm, mit dem sie ihm gestikuliert hatte, lag wieder leblos am Boden.

»Hilf mit«, forderte er sie auf. »Versuche, deine Beine zu bewegen, dann geht es schneller.«

Sie rührte sich nicht.

Ihre Augen fesselten ihn.

Plötzlich merkte Gravis, dass er aufgehört hatte, Tira von der aufgeworfenen Erde zu befreien. Kopfschüttelnd machte er weiter. Er spürte Nässe über sein Gesicht rinnen. Es waren Tränen, die er nicht länger zurückhalten konnte. Aber es blieb unklar, um wen er weinte.

Wieder streifte sein Blick den ihren. Ihre Pupillen waren so stark erweitert, dass er darin zu versinken glaubte.

»Deine Augen …«

Sie waren braun gewesen. Jetzt waren sie schwarz.

Dann geschah das, was Gravis versteinern ließ: Tira richtete den Oberkörper auf. Rumpf und Kopf lösten sich mit einem schmatzenden Laut vom Boden. Tira schüttelte den losen Grund ab. Dabei wurde sichtbar, was Tyler Gravis’ Blut in den Adern zum Gerinnen brachte.

Tiras Markenzeichen war ein kahlrasierter Schädel. Sie sah hinreißend mit ihrer Glatze aus. Aber ihr Leitspruch, einen schönen Menschen könne nichts entstellen, gehörte der Vergangenheit an.

Zum einen hatte Tira wieder Haare, was Gravis an seinen Sinnen zweifeln ließ.

Zum anderen …

Tiras Lippen formten ein Lächeln – oder vielmehr die verzerrte Parodie eines Lächelns. Ihr sinnlicher Mund bewegte sich. Sie öffnete ihn und ließ eine kleine, schwarze Zunge heraus …

Gravis’ Schrei gellte.

Die über die Lippen tanzende und leckende Zunge war schwarzverbrannt. Wie jene »Fäden«, die aus Tiras Kopfhaut wuchsen. Sichtbar wuchsen. Immer länger wurden …

Gravis stülpte es den Magen um. Er versuchte sich herumzuwerfen und von Tira fortzurennen. In diesem Moment fauchte abermals ein Sturm heran. Er wirbelte Tiras neue »Haare« auseinander und peitschte sie Gravis ins Gesicht.

Im gleichen Moment begann der SCHMERZ.

Giftige Nadeln bohrten sich in seine Haut. Brüllend versuchte er, die Fäden, die tiefer und tiefer in sein Fleisch drangen, mit den Fingern zu umschlingen und herauszureißen. Aber kaum berührte er sie, bohrten sie sich auch in seine Hand. Tief hinein. So tief, dass Gravis das Empfinden hatte, sie fädelten sich durch das weiche Mark seiner Knochen und tasteten weiter bis in sein Gehirn.

Er würgte.

Er erbrach sich.

Die Fäden schossen jetzt aus Tiras zerplatzenden Augen und schlugen eine Brücke zu den seinen. Sie durchstachen seine Augäpfel und gruben sich in die weiche Masse, die seine Gedanken beherbergte. Sie nahmen Kontakt auf zu seinem Nervengeflecht und spielten darauf wie auf einem lebenden Instrument.

Gravis ging durch die Hölle.

Er konnte noch denken, und das war schlimm.

Er sehnte Tod und Vergessen herbei und fragte sich zugleich, ob Tira dieses Stadium bereits erreicht hatte oder ebenso litt wie er.

Dann – schien etwas aus den Fäden heraus auf ihn überzuspringen. Wie flüssiges, sonnenheißes Metall in die Form seines Körpers zu drängen …

Fremde Gefühle begleiteten diesen Vorgang.

Unmenschliche, kranke Gefühle.

Aaaahh!, seufzte die Seele des Baumes in Tyler Gravis. Frei! Endlich …

Er glaubte zu halluzinieren.

Plötzlich wusste er, dass er dies alles nur träumte!

Das ganze Leben war Traum …

Wessen Traum?

Tiras Gesicht zerlief vor ihm. Gläserne Schwärze kam zum Vorschein. Vertraut wie ein Bruder. Vertraut wie ein Spiegelbild.

Aaahh! seufzte es erneut.

Schwärze fraß Gravis’ Leib. Schwärze ummantelte ihn und machte ihn zum Gefäß eines Wesens, das die Frau, die er einmal gekannt hatte, längst für seine Bedürfnisse umgeformt hatte.

Beide – Tira und Tyler – verließen kurz darauf ungehindert den Wald, der kein Wald mehr war.

So wie die beiden Menschen keine Menschen, sondern Krücken waren, auf denen sich ETWAS aus dem Baum davonstahl.

Dorthin, wo seinesgleichen wartete.

Nach Australien.

Nach Sydney.

Nach 144, Druit Street …

Pure Agonie war alles, was geblieben war.

Der Wondjina, das Schöpferwesen, das Jahrzehntausende in der Pflanze gelebt hatte, war nicht mehr. Die entartete Schwärze eines neuen Ichs hatte ihn verschlungen und umgestaltet zu einem neuen Wesen. Eine Kreatur, die die Schöpfung selbst verhöhnte, deren Gedanken, Wissen und Erbe ins Gegenteil verkehrt worden waren.

Einst hatten die Wondjinas das Land und alles Leben darauf gestaltet, indem sie ihm Namen gaben. Singend waren sie über den Kontinent gewandert, Traumzeitpfaden folgend, die zwischen den Dimensionen lagen und für Logik und rationales Denken nicht zugänglich waren. Und als ihre Schöpfung vollendet war, hatten sie sich in sie zurückgezogen, in Fels, Wasser, Pflanzen und Tiere. Von hier aus beobachteten sie den Lauf der Zeit.

Sie hatten nicht eingegriffen, als die Kreatur Mensch Teil der Schöpfung wurde, denn er war gut und lebte im Einklang mit der Natur und ihren Gesetzen.

Doch dann, Jahrtausende später, hatte eine neue Sorte Mensch den Kontinent betreten. Eine Abart in wahrsten Sinn des Wortes, denn dieser Mensch lebte nicht mit der Natur, sondern gegen sie. Er versklavte die Kinder der Schöpfung und schuf Siedlungen aus verderbter Technik und Maschinen, die seelenlos waren. Und je länger er darin lebte, umso seelenloser wurde er selbst.

Unter den Wondjinas wurden Stimmen laut, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Doch das hätte ihren eigenen Grundsätzen widersprochen, niemals gewaltsam in eine Entwicklung einzugreifen. So warteten sie ab, schweigend und unsichtbar. Und nur die weisesten unter ihren Kindern, die noch immer mit der Schöpfung im Gleichklang sangen, wussten von ihrer Anwesenheit.

In der Gestalt einer gewaltigen Kiefer hatte der Wondjina hier, an der Flanke des Mount Reid, die besorgniserregenden Vorgänge der letzten Monate beobachtet.

Es hatte begonnen, als mitten in einer der Städte, die sich wie Krebsgeschwulste an den Küsten des Kontinents ausbreiteten, eine neue, fremdartige Magie entfesselt worden war.

Diese Magie sang nicht.

Diese Magie zerstörte!

Die ersten Schöpferwesen, die sich ihr genähert hatten, waren infiziert worden, ehe sie die Gefahr erkannten. Ihr Denken hatte sich gewandelt, auf eine erschreckende Weise, die die anderen Wondjinas in Verwirrung und Orientierungslosigkeit stürzte.

Das Böse – ein Wort, das zuvor nicht einmal existiert hatte! – war in die Dimension der Schöpferwesen eingebrochen und hatte sich dort ausgebreitet, viel schneller noch als die seelenlosen Menschen und deren Städte. Alle Versuche, die Infizierten zu retten, waren auf schreckliche Weise gescheitert: Die Helfer waren selbst von der fremden Magie verändert worden.

Nun beobachteten sie nicht länger.

Nun handelten sie!

Und der Preis, den die Menschen zahlen mussten, würde furchtbar sein.

Die Infizierten suchten sich Körper, um ihre Schöpfungen, an die sie Jahrtausende gefesselt gewesen waren, zu verlassen und sich mitten in einer der Städte zu vereinen. Sie machten sich die Hüllen der Menschen untertan und fraßen deren Geist. So gelangten sie unerkannt nach Sydney, einer der größten Siedlungen der Fremden. Hier, in einem Gebäude, das hoch in den Himmel ragte, entstand die Neue Macht. Eine reinigende Schwärze, die bald über den Kontinent hinwegfluten und alles mit sich ins Nichts reißen würde, um Platz zu machen für eine neue Schöpfung.

Die ursprünglichen Wondjinas, die noch nicht vom Bösen infiziert waren, versuchten verzweifelt, dem Tun ihrer bösen Brüder Einhalt zu gebieten, ohne jedoch den eigenen Grundsätzen untreu zu werden. Sie wandten sich an einen Schatten; eines ihrer Kinder, das dem Tod anheimgefallen war. Früher hatte es auf den Namen Esben Storm gehört. Nun war es Banguma.

Banguma hatte Kontakt aufgenommen mit dem Wesen, das verantwortlich war für die fremde Magie, und einen Plan (der nicht mehr als ein Versuch war) entwickelt, die infizierten Schöpferwesen aufzuhalten.

Dem Wondjina, der sich in der äonenalten Huon-Kiefer manifestiert hatte, war eine Schlüsselrolle zugefallen: Er sollte einige Dutzend Menschen in seine Obhut nehmen, die der Schatten für den Plan benötigte.

Alles war zu Bangumas Zufriedenheit verlaufen – bis die Infizierten sein Vorhaben durchschauten. Und reagierten.

Einer von ihnen, im Körper eines Vampirs neu erstanden, erreichte den Wald noch vor den Menschen und gab den Keim des Bösen an den Wondjina weiter.

Erst war es nur wie der Windhauch eines nahenden Gewitters gewesen, kühl und böig und von diffuser Dunkelheit begleitet.

Doch der Wind wurde schnell zum Sturm. Schneller als ein Gedanke war der Keim über den Wondjina gekommen.

Seine Wurzeln und Äste, Zweige und Blätter wanden sich in Panik und Schmerz. Noch im Kern dem Guten verhaftet musste er mitansehen, wie immer mehr seiner Ausläufer der fremden Magie zum Opfer fielen.

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