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Vampira - Folge 03

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Was bisher geschah ...
  4. Besessen
  5. Leserseite
  6. Vorschau

Eine junge Frau ohne Gedächtnis erwacht auf einem Friedhof – und wird von einem verletzten Mann angegriffen. Die aufgehende Sonne lässt ihn jedoch zu Staub zerfallen. Die Frau verlässt den Friedhof. Von einem Taxifahrer erfährt sie, dass sie in Sydney, Australien, ist. Plötzlich verspürt sie bohrenden Hunger und beißt den Driver in den Hals. Das ernüchtert sie auf einen Schlag; sie rennt davon, bis sie vor einem uralten Haus steht – das seltsamste Haus, das man sich vorstellen kann, denn Türen und Fenster sind bloße Attrappen. Trotzdem gelangt sie hinein. Visionen greifen nach ihr, bringen die verlorene Erinnerung Stück um Stück zurück.

Schließlich gelangt sie zu einer uralten Frau, die sie mit dem Namen Lilith Eden anspricht. Sie berichtet, dass Lilith nach dem »Erwachen« zu früh das Haus verlassen hätte. Die Häscher würden nur darauf warten, sie endlich in ihre Hände zu bekommen. Und es gebe eine Nachricht ihrer Mutter, die alles erklären würde.

Die Frau stirbt. Im Keller entdeckt Lilith einen Sarg mit ihrem Namen, darin ein rotes Kleid. Und sie findet das Grab ihrer Mutter. Dort überfällt sie eine weitere Vision. Lilith erfährt, dass sie die Tochter einer Vampirin und eines sterblichen Mannes ist, im Jahre 1896 geboren. Wie vorherbestimmt, starb ihre Mutter bei der Geburt des lebenden Kindes, und ihr Vater nahm Lilith mit sich in ein Haus, das mittels Magie zur uneinnehmbaren Festung gemacht worden war. Von Zeit zu Zeit jedoch musste er es verlassen, um Nahrung für Lilith zu besorgen: frisches Blut! Er nahm eine Waise als Spielkameradin für sie auf: Marsha, die im Gegensatz zu Lilith normal alterte. Um die Zeit im Haus erträglich zu machen, wurden die Mädchen immer wieder in magischen Schlaf versetzt, während dem sie ein »normales Leben« träumten.

Eines Tages wurde Liliths Vater von Vampiren getötet. Lilith lag zu dieser Zeit im Schlaf. Marsha öffnete einen hinterlegten Brief und richtete sich nach den Anweisungen: Sie ließ Lilith schlafen, führte ihr durch Infusionen Blut zu und wachte über sie. Nun, am Ende ihres Lebens, weckt Marsha Lilith. Diese flieht verwirrt und wird von einem seit fast einem Jahrhundert wartenden Vampir überfallen – der Mann auf dem Friedhof. Nun ist sie zurück im Haus, doch die Erklärungen der Mutter geben ihr keine klaren Hinweise auf ihre Bestimmung. Irgendetwas soll wohl zu ihrem 100. Geburtstag geschehen, also in zwei Jahren. Als Letztes fordert die Mutter Lilith auf, das Kleid anzuziehen. Es beißt sich wie mit Widerhaken in Liliths Haut, als sie es überzieht. Noch einmal meldet sich die Stimme der Mutter. Sie warnt vor einer feindlichen Vampirsippe und insbesondere vor deren Anführer Landru. Lilith müsse gegen die Vampire kämpfen, bis sie sich ihrer Bestimmung bewusst würde.

Als Lilith in die Halle hinaufsteigt, wartet draußen schon eine Menschenmenge, angeführt von dem Taxifahrer. Lilith verlässt das Haus durch einen Hinterausgang. Das Kleid hilft ihr, indem es die Form eines unauffälligen Kleidungsstücks annimmt.

Lilith lässt sich von einem Porno-Produzenten abschleppen. Er glaubt den Fang seines Lebens gemacht zu haben, doch am Ende fühlt sich Mr. Porno mehr als ausgepowert und Lilith mehr als gesättigt.

Dem Parapsychologen Brian Secada gelingt es unterdessen, in das verlassene Haus einzudringen. Was er in dessen Räumen erlebt, kostet ihn am Ende den Verstand. Als er schließlich dem Moloch entfliehen kann, ist er um Jahrzehnte gealtert. Das Haus versinkt in einer Erdspalte, nachdem es auch noch den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung die Lebensenergie geraubt hat.

Detective Warner soll auf Befehl seines Chefs in Sachen »verschwundenes Haus« ermitteln, obgleich er viel lieber seiner Lieblingstheorie von einem Serienmörder nachginge, der seit langer Zeit in Sydney sein Unwesen treibt und seine Opfer stets mit gebrochenem Genick zurücklässt.

Kurz nachdem Lilith ihren »Wirt« verlassen hat, taucht Hora, das Oberhaupt der Vampirsippe von Sydney, bei dem Produzenten auf. Er versucht Informationen aus ihm herauszupressen und verwandelt ihn in eine Dienerkreatur. Dann heftet er sich weiter an Liliths Fersen. Sein Sohn kann Lilith stellen – und wird von ihrem Kleid getötet. Als die ganze Sippe sich zusammenrottet, bringt Liliths Kleid auch noch Hora um, bevor sie mit Mühe in eine Kirche entkommt, deren Atmosphäre sie dank des menschlichen Anteils in ihren Genen nicht vernichtet …

 

Besessen

von Adrian Doyle

Der Sonnenschein beschönigte nichts. Es war und blieb der schlimmste Montag seit mindestens tausend Jahren. Ein Tag, der besser nie in den Kalendern aufgetaucht wäre.

Police-Detective Jeff Warner hatte Aberglauben stets abgelehnt. Er hatte mit beiden Beinen fest im Leben gestanden, bis … ja, bis sein glattes, berechenbares Weltbild binnen eines einzigen Tages von einem Sturm der Unmöglichkeiten hinweggefegt worden war!

Needles war tot. Sein Assistent lag vermutlich schon unter Hendriks Messer. Warner hatte den Polizei-Pathologen selbst darum gebeten. Schlimmer aber noch wog die Vorstellung, nie zu erfahren, woran Needles zugrunde gegangen war.

Er und ein Dutzend anderer, die dem Höllenhaus zu nahe gestanden hatten, als es losging!

Als was losging …?

»Wenn wir das wüssten!«, knirschte Warner und fuhr sich durch das widerspenstige, weil ungekämmte Haar.

»Bitte?«, fragte einer der Wissenschaftler, die in seiner Nähe arbeiteten. Er sah von seinem Messgerät hoch und erinnerte Warner von Statur und Gehabe her unwillkürlich an Brian Secada, den verschwundenen Parapsychologen, der das von Bäumen und Sträuchern umgebene Gebäude im Auftrag des Polizeichefs untersucht hatte – und seither vermisst wurde. Niemand wusste wirklich, was aus ihm geworden war. Es gab Zeugenaussagen, wonach eine uralte Gestalt aus dem Haus getaumelt war, ehe die Leute im Umkreis sterbend zu Boden gesunken waren. Möglicherweise hatte es sich bei dem Greis um Secada gehandelt, der einem ähnlichen Phänomen zum Opfer gefallen war wie die Leute draußen. Aber das war Spekulation. Warner hielt sich lieber an die Fakten.

Fakt eins war, dass sie, inklusive Secada, etwa fünfzehn Todesopfer zu beklagen hatten. Die meisten waren – so verrückt es sich anhörte – an Altersschwäche gestorben. Junge, gesunde Polizisten mit einem Durchschnittsalter von fünfunddreißig Jahren waren an Vergreisung gestorben und sahen jetzt aus wie Mumien!

Fakt zwei betraf das Gelände, auf dem Warner das Haus samt wucherndem Garten mit eigenen Augen gesehen hatte – vielleicht hätte er sonst an dessen Existenz gezweifelt, wie viele es taten, die jetzt erst zur Spurensicherung angerückt waren. Die Erde hatte sich geöffnet und das tür- und fensterlose Gebäude verschlungen. Auch alles Grün innerhalb der Gartenmauer war von der Erde getilgt worden. Aber weder das eine, noch das andere hatte Spuren hinterlassen. Kein Krater, keine Verwerfung, keine Narbe war zurückgeblieben, nur ebener, kahler Grund, auf dem nicht einmal mehr ein Grashalm wuchs!

Fakt drei ging Warner (nach Needles Tod) am meisten an die Nieren, betraf es ihn doch am persönlichsten. Jemand hatte versucht, ihn umzubringen. Ungefähr zur selben Zeit, als hier das Höllenspektakel losging. Drei Männer, die es so nicht hätte geben dürfen, hatten ihm in der Tiefgarage aufgelauert. Drei Kerle, deren Gesichter sich wie Knetmasse nach Belieben verformten und denen die Kugeln aus Warners Dienstrevolver, obwohl ausnahmslos Volltreffer, nichts anzuhaben vermochten. Nicht das geringste.

Sie hatten versucht, Warners Genick zu brechen, waren aber im letzten Moment gestört worden und geflohen.1)

Ich könnte tot sein, dachte Warner ohne Pathos. Ein Wimpernschlag länger, und ich wäre jetzt reif für Hendriks. Wie Needles.

»Nichts«, antwortete Warner mit Verspätung. »Ich rede nur mit mir selbst …«

Der Wissenschaftler nickte, als verstünde er das.

»Schon was herausgefunden?«, fragte Warner und begriff, dass er dieses Grundstück, das nun leer war, von Anfang an nicht gemocht hatte. Und der Boden unter seinen Füßen schien ihn ebenfalls nicht zu mögen. Vielleicht war es Einbildung – vielleicht aber auch eine schlichte Tatsache, die sich nahtlos in die anderen Unmöglichkeiten einfügte.

Statt einer Antwort stöhnte der Wissenschaftler plötzlich auf.

»Vorsicht!«

Er brüllte es seinen Kollegen und Warner zu. »Irgendetwas – tut sich da unten …! Aufpassen!«

Hastig schnappte er seine koffergroße, kompliziert wirkende Apparatur, die nach dem Prinzip eines Tiefseesonars arbeitete, und rannte damit Richtung Tor.

Weder Warner noch die anderen begriffen sofort den Ernst der Lage.

»Heh!«, rief der Detective dem Mann, der Fersengeld gab, hinterher. »Was, zum Henker, haben Sie denn festgestellt?«

Der Wissenschaftler blieb stehen. Sein Gesicht, das sich Warner zudrehte, wirkte ratlos. Er rief: »Ich weiß es nicht. Himmel, ich habe so einen Ausschlag noch nicht erlebt! Aber etwas scheint … zu kommen!«

»Zu kommen?«, echote Warner.

Jemand lachte respektlos. Aber dann fühlten es alle. Der Boden unter ihnen begann kurze tektonische Erschütterungen in ihre Beine zu stoßen. Die Erde innerhalb der mannshohen Mauern schien sich wie die Oberfläche eines Teichs im Wind zu kräuseln.

Nur dass es nicht windig war.

Nur dass dies kein See war.

Nur dass …

»Oh, verdammt …!«

Wer es rief, war nicht auszumachen, aber plötzlich rannten alle – Warner eingeschlossen. Sie hatten geglaubt, die Gefahr sei mit dem unbegreiflichen Haus verschwunden. Wer befürchtet hatte, dass der Wahnsinn noch nicht vorbei war, hatte es verschwiegen.

Warner hatte überhaupt keine Meinung zu dieser Frage besessen. Er war seit sechsunddreißig Stunden ohne Schlaf und hätte vermutlich im Auge eines Hurrikans wegnicken können.

Aber nun wurde er wieder hellwach.

Nach dem Wissenschaftler, der den Warnruf ausgestoßen hatte, war er der zweite, der durch das eiserne Gartentor flüchtete. Hinter ihm folgten die anderen. Manche zitterten noch, als sie längst wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten.

Warner war stehengeblieben, als er merkte, dass die Mauer die Grenze war. Dahinter – also außerhalb des Grundstücks, das in allen Akten der Baubehörde verleugnet wurde – herrschte eine beinahe gespenstische Stille.

Von allen Seiten drangen Stimmen.

Auch von denjenigen, die dafür sorgten, dass der über diesen Teil der Paddington Street ausgerufene Ausnahmezustand eingehalten wurde. Der Riegel um die Hausnummer 333 war inzwischen so großräumig, dass die Absperrungen von Warners Standort aus nicht zu sehen waren.

Er ging ans Tor.

Durch die Vergitterung hatte er uneingeschränkte Sicht auf das komplette Areal. Als sich neben und hinter ihm andere Personen drängten, die gemerkt hatten, dass der Vorgang, der sie in die Flucht geschlagen hatte, hier draußen keine Macht besaß, drehte er sich nicht nach ihnen um. Er starrte nur auf das Grundstück. Auf die kahle, sandige Erde, wo bis eben kein einziges Kraut mehr gewachsen war.

Bis eben …

Niemand verstand, was sich innerhalb der Mauern tat. Niemand hatte auch nur annähernd eine Erklärung dafür parat. Aber jeder konnte es sehen:

Der Garten, der so radikal verschwunden gewesen war, als hätte etwas von unten kräftig an jeder Wurzel gezogen – kehrte auf gespenstische Weise zurück! Zaghaft bohrten sich die ersten Keimlinge den Weg aus der versteppten Erdschicht. Überall, wohin man den Blick wandte, erwachte die verschwunden geglaubte Vegetation neu!

Wie im Zeitraffer.

Binnen Sekunden war die Ödnis begrünt. Und wucherte weiter. Nahm erste klare Formen an. Büsche, Bäume, Sträucher legten ein unheimliches Wachstum an den Tag …

»Darf’s ein bisschen mehr sein?«, fragte Abigail Jones. Ihr Rehblick grub sich in Duncan Luthers Augen, während ihr Dekolleté sich so ausladend auf die niedrige Metzgerei-Theke stützte, dass dem Betrachter Zweifel kommen mussten, ob die rosenwangige Verkäuferin wirklich nur das saftige Stück Fleisch auf der Waage meinte.

Der junge Priester-Aspirant allerdings schien über solche Anfechtungen erhaben. Schade eigentlich, fand Abigail. Sein Lachen war es, das sie sofort für ihn eingenommen hatte, als er den kleinen Laden zum ersten Mal betreten hatte. Schnell hatte Abigail seinen Namen in Erfahrung gebracht – nicht von ihm selbst, sondern von Charlotte, die hinten im Kühlhaus als Ausbeinerin arbeitete. Charlotte war – wenn sie nicht gerade das erlauchte Hackebeil schwang – eine eifrige Kirchgängerin. Sonntag für Sonntag pilgerte sie zu Pater Lorrimers Messe.

Duncan Luther hatte bei Lorrimer »angeheuert« – zumindest hatte sich Charlotte so despektierlich ausgedrückt. Sie schien selbst ein Auge auf den süßen, blauäugigen Jungen geworfen zu haben. Abigail rechnete der fleischigen Charlotte allerdings keine Chancen ein. Charlotte mochte mit Muskeln gesegnet sein – eine Figur konnte man dem, was sie durch die Gegend schob, beim besten Willen nicht nachsagen. Sie hatte eine beachtliche Oberweite, nur drückte die sich nicht in Busen aus, sondern in gleichmäßig verteiltem Speck. Wären Abigail und Charlotte keine Freundinnen gewesen, hätte Abi sich irgendwann die Bemerkung bestimmt nicht mehr verkneifen können, ob Charlotte schon mal aus Versehen an der falschen Schwarte herumgesäbelt habe …

Aber sie waren Freundinnen. Gute Freundinnen, die sich – fast – alle Geheimnisse anvertrauten.

»Noch mehr«, grinste Luther, »und die Theke bräche vermutlich zusammen …«

Abigail stutzte, schielte an sich herab, begriff, was er meinte, und begann so lauthals loszuprusten, dass es nur Sekunden dauerte, bis Charlottes Kopf in der Verbindungstür auftauchte, puterrot anlief und sofort wieder verschwand.

Abigail prustete noch einmal kurz ihrem eigenen Lachen hinterher und packte das Fleisch in eine Tüte. Luther zahlte wie immer in kleinen Scheinen und ein paar eilig abgezählten Münzen. Abigail brauchte keinen Cent herauszugeben.

»Kommenden Sonntag werde ich meine erste Predigt halten dürfen«, sagte der Sonnyboy von einem Priesteranwärter, ehe er die glöckchenüberfrachtete Tür öffnete. »Ich würde mich freuen, wenn Sie mir hinterher Ihre ehrliche Meinung dazu sagen würden …«

Abigail nickte eifrig. Sie hatte, als sie zu Hause ausgezogen war, auch der Kirche adé gesagt. Seit sie jedoch wusste, wen sie dort antreffen konnte, begleitete sie Charlotte jeden Sonntag, den der liebe Gott werden ließ. »Natürlich! Gern!«

Er nickte lachend, rief: »Schön!« und brachte nach Abigail nun auch das Glockenspiel durcheinander.

Kaum war er weg, schlüpfte Charlotte in den Verkaufsraum, wo sich zurzeit keine weitere Kundschaft aufhielt.

»Was für ein Lachen!«, schwärmte sie, senkte sogleich den Blick und hauchte: »Ob er mich meinte?«

»Natürlich«, log Abigail und stimmte ein: »Dass sich so ein Mann wegwerfen will …« Kopfschüttelnd versuchte sie, noch etwas von ihm an der Schaufensterauslage vorbei zu erhaschen.

Charlotte schüttelte ebenfalls den Kopf.

In dieser Sache waren sie sich einig.

Es war, als hätten sie sich unausgesprochen vorgenommen, den jungen Novizen vor dem »letzten Schritt« zu bewahren, den er irgendwann bitter bereuen würde …

»Ich kann es kaum noch erwarten«, seufzte Charlotte, »dass es Sonntag wird … Schließen wir ab? Ich glaube nicht, dass noch eine hungrige Seele vorbeikommt. Die meisten haben sich bereits mit ihrer Pro-Kopf-Wochenration eingedeckt. Mutig, mutig. Außerdem …«

Wenn sie unter sich waren, mokierten sie sich offen über die Vertrauensseligkeit, mit der die Leute das pharmazeutisch gemästete Fleisch kauften. Der tägliche Umgang damit hatte bei Abigail und Charlotte einen gesunden Ekel erzeugt, und sie wussten seit langem wieder die Vorzüge eines – nicht minder giftbelasteten – Salates oder Gemüses zu schätzen.

Momentan nahmen sie es mit der Arbeitsmoral aber beide nicht so genau. Ihr Chef hatte sich für zwei Wochen in die Ferien verabschiedet, was er sich einmal im Jahr leistete, und ihnen das Geschäft anvertraut. Im Großen und Ganzen konnte er sich auch auf sie verlassen. Das wusste er, sonst wäre er vermutlich nicht gefahren.

»Außerdem?«, fragte Abigail.

»Außerdem haben alle den Polizeiaufmarsch weiter oben in der Straße im Kopf«, meinte Charlotte in gesenktem Ton.

»Die meinst die Sache, von der alle, die hereinkommen, reden – aber keiner weiß etwas Genaues?«

»Genau!« Charlotte nickte. »Was meinst du, was es wirklich ist? Es soll ganz fürchterlich gerummst haben. Vielleicht war irgendwo eine Gasleitung leck, oder –«

»Hier hat doch niemand Gas!«

»Dann eben was anderes. Heutzutage gibt’s doch genug, was in die Luft fliegen kann. Vielleicht ein Hobby-Bombenbastler bei einem Praxistest mit ungeahntem ›Erfolg‹ …«

»Dein Humor wird von Tag zu Tag schwärzer. Du solltest etwas weniger ins Schlachtvieh, und etwas tiefer in dich gehen!«

Charlotte grinste zweideutig und kam auf ihr ursprüngliches Thema zurück. »Einige Anwohner wurden sogar aus ihren Häusern evakuiert. Ob sie wollten oder nicht.«

»Mit welcher Begründung?«

»Keine Begründung.«

»Polizeistaatmethoden!«, fluchte Abigail, die politisch eigentlich gänzlich unbeleckt war.

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