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Unterwelt-versklavt UNCUT

Inhaltsverzeichnis

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Kapitel 30

Epilog

Personenverzeichnis

Prolog

* Vor 40 Jahren *

Nervös lief Cassandra auf und ab, während ihre Freundin in der Mitte des Raumes am Tisch lehnte und ihr dabei zusah. Eigentlich hatten sie den Vorgang schon so oft besprochen und Samantha war sich wirklich sicher, dass sie es schaffen konnten. Sie mussten am Ende nur tatsächlich dasselbe ausführen, völlig synchron. Außerdem zählten sie zu den mächtigsten Hexen und nur sie gemeinsam konnten diese Macht erzielen, die sie benötigten, um das alles zu vollenden und endlich Frieden zu schaffen. Ihnen konnte nur noch schwarze Magie helfen und nur sie gemeinsam waren in der Lage, so einen starken Spruch erfolgreich zu wirken.

„Wieso gibst du nicht endlich auf? Ich habe es getan. Wir haben den Kampf verloren“, versuchte Cassandra ihre Freundin endlich zum Aufgeben zubringen und lief weiter im Raum auf und ab.

Sie hatte es wirklich schon lange getan. Sie hatten ewig gekämpft, um gegen den Morren-Zirkel anzukommen, doch es war zu spät. Zuerst hatten sie noch gedacht, dass der Zirkel ihnen helfen könnte, ihr Problem zu beseitigen. Bald war ihnen bewusst geworden, dass sie die ganze Zeit nur hinters Licht geführt worden waren. Alles, was ihnen immer wieder gesagt wurde, war falsch. Alles erstunken und erlogen und nun gab es keinen Ausweg mehr.

Hier konnte ihnen nicht einmal mehr der Hexenbund helfen. Sie waren machtlos.

Als James Morren herausfand, dass sie versuchten, ihn zu hintergehen, war er schlau genug, sich in ihre Häuser zu schleichen und ihre Familien als Geiseln zu nehmen. Nun drohte er ihnen damit, sie zu töten, wenn sie nicht taten, was er wollte. Eine riesengroße Schmach für sie. Immerhin hatten ihnen ihre Familien andauernd eingetrichtert, sie sollten sich von James Morren fernhalten, doch keine von ihnen wollte hören. Sie waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie für das Gute einstehen würden, wenn sie sich dem Zirkel anschlossen.

Doch Cassandra und Samantha waren nur das perfekte Werkzeug für ihn. James hatte schon immer ein Problem mit den Dämonen, wollte sie tot sehen und allein über die gesamte Menschheit regieren. Doch nur diese beiden Hexen waren in der Lage, den Lord der Unterwelt zu töten.

„Wir können sie hinters Licht führen, dann ist alles geregelt. Wenn wir genau das befolgen, was wir mit Spike besprochen haben, dann kann uns nichts passieren. Wir können später, wenn die Luft rein ist und James uns nicht mehr im Visier hat, den Lord wieder zurückholen“, versuchte Samantha ihre Freundin erneut davon zu überzeugen, dass sie es schaffen konnten.

„In dieser Zeit durchlebt er die Hölle. Dafür wird er uns nicht gerade dankbar sein. Du bist dir sicher, dass wir dafür nicht zumindest von seinen Söhnen bestraft werden?“, fragte Cassandra misstrauisch.

„Spike weiß, worauf er sich einlässt. Es war seine Idee und dass sich seine Söhne da raushalten, hat er uns versprochen. Ich vertraue ihm und auch seinen Söhnen. Ich hoffe, er hat ihnen genug erzählt, damit sie wissen, was ansteht. Wenn sie sich nicht einmischen, müssen wir ihnen nichts tun. Bisher sieht James nur Spike als Bedrohung und wenn dieser weg ist, dann ist alles gut. Außerdem wird es nicht lange dauern. Wir müssen ihn nur so lange in der Hölle lassen, bis James sich sicher fühlt. Dann holen wir ihn raus und greifen gemeinsam mit seinen Söhnen James an. Aber zuvor müssen unsere Familien aus den Fängen des Zirkels heraus.“

„Ich trau der ganzen Sache nicht, Sam.“ Cassandra sah ihre Freundin verzweifelt an. Sie hatte Angst. Große Angst. Sie fürchtete sich davor, ihre Familie zu verlieren. Ebenso war ihr nicht wohl dabei, dem Dämon zuerst solchen Qualen auszusetzen und ihn dann zurückzuholen und zu erwarten, dass er sich für diese Schmerzen nicht rächen würde.

Eventuell wusste Spike nur noch nicht so richtig, worauf er sich einließ, und merkte es erst, wenn er dann da unten war. Vielleicht würde er nach der kurzen Zeit in der Hölle verändert sein und nichts mehr von dem Pakt wissen.

„Wir müssen es zumindest versuchen. Denn sonst sind wir alle dem Untergang geweiht. Besser nur wir als alle. Findest du nicht auch?“, fragte Samantha und sah ihre Freundin an. Dem hatte sie nichts entgegenzusetzen.

„Mit diesem Mittel schicken wir den Lord in die Hölle, mit dem Spruch, den ich in mein Buch geschrieben habe, holen wir ihn später wieder raus“, erklärte sie Cassandra noch einmal die Vorgehensweise, nachdem sich diese nicht mehr gegen die Tat aussprach. „Mach dir keine Sorgen, Cassie. Alles wird gut.“

Cassandra wollte noch etwas erwidern, ließ es dann aber bleiben, nahm ihren Teil der Sachen und verließ gemeinsam mit ihrer Freundin ihr Versteck, um zu dem Treffpunkt mit dem Lord zu laufen, wo sie von ihm schon erwartet wurden.

Die beiden Hexen stellten sich vor ihm hin, atmeten tief durch, drehten ihre Fläschchen in der Hand und fixierten den Dämon vor sich. Hoffentlich ging alles gut.

„Bringt es hinter euch“, antwortete Spike langsam, blickte Samantha noch einmal tief in die Augen und schloss sie dann. Die beiden Freundinnen zählten bis drei, dann warfen sie gleichzeitig das Mittel, das vor dem Dämon am Boden zerbrach und Rauch aufsteigen ließ. Der Mann vor ihnen wurde komplett verhüllt, als sich der Nebel um ihn lichtete, war er verschwunden.

„Ihr verdammten Hexen, was habt ihr getan“, brüllte hinter ihnen eine verärgerte Stimme.

Die beiden drehten sich geschockt um und blickten in die blutunterlaufenen Augen der Söhne des Lords.

„Wir haben ihn in die Hölle geschickt, aber …“, weiter kam Samantha nicht. Sie sah, wie sich die Mienen noch mehr verfinsterten und die beiden Dämonen zu vibrieren anfingen. Landon und Vincent hoben ihre Arme, richteten sie auf die beiden Hexen, begannen etwas zu murmeln, was sowohl Samantha als auch Cassandra nicht verstanden. Dann mussten die beiden Hexen zu sehen, wie aus den Händen der beiden Dämonen etwas schoss, das sie erfasste. Schmerz durchströmte sie, ließ die beiden aufschreien, bevor ihnen schwarz vor Augen wurde und sie in einem tiefen Loch versanken.

Kapitel 1

*Gegenwart*

Genervt saß Charlie auf der Bank vor dem Büro des Direktors und starrte an die Decke. Während ihre Freundinnen alle schon Schulschluss hatten, musste sie noch hier sitzen und darauf warten, dass ihre Eltern endlich aus dem Zimmer von Direktor Lippert raus kamen. Warum musste es eigentlich immer sie treffen?

Der Schulleiter war mal wieder genervt von ihrer Aufmachung und nach mehrmaliger Ermahnung, sie sollte sich doch bitte angemessen kleiden, hatte er schon wieder ihre Eltern zu sich ins Büro zitiert. Trotzdem nervte es einfach. Sie wusste ja, dass ein Minirock, der so kurz war, dass man noch ihren String sehen konnte, und ein Top, der nur ihren BH verdeckte, nicht die richtige Kleidung für die Schule war. Doch das war ihr egal. Ihre Rebellion gegen ihre Eltern war zu stark.

Was Charlie jedoch mehr ärgerte, war die Tatsache, dass ihre Freundinnen so gegen sie arbeiteten. Eigentlich hatten sie beschlossen, gemeinsam gegen ihre Eltern zu rebellieren. Aber sie hatten nach der zweiten Ermahnung einen Rückzieher gemacht und brav gehört. Das war nicht Charlie, sie hatte einfach ein kleines Rebellenherz, das immer wieder gegen Gesetze ankämpfen musste.

Endlich ging die Tür auf und ihre Eltern traten gemeinsam mit Direktor Lippert heraus. Sie unterhielten sich angeregt und verstummten, als sie Charlie sahen.

„Ah danke, dass sie gewartet haben, Miss Willow. Ich habe mit Ihren Eltern alles besprochen und hoffe wirklich sehr, dass sie es schaffen, Sie zur Vernunft zu bringen. Das ist Ihre letzte Chance. Ein weiteres Vergehen und Sie müssen die Schule verlassen“, erklärte der Direktor und sah sie finster an.

„Bitte was?“, fragte Charlie schockiert. Wie konnte dieser alte Knacker es nur so weit treiben? Sie war im letzten Jahr und kurz vor dem Abschluss. Ein Rauswurf würde bedeuten, dass all der Kampf, das Lernen und der viele Schweiß umsonst waren.

„Sie lassen mir keine andere Wahl. Ermahnungen, wenn keine Besserung in Sicht ist, bringen nichts. Irgendwann muss ich Sanktionen setzen, um den nötigen Respekt einzufordern. Und ich denke, dass ich Ihnen mehr als genug Chancen gegeben habe. Kommen Sie ab morgen mit normaler Kleidung in die Schule und dann brauchen Sie keine weiteren Konsequenzen befürchten.“

Die Schüler halten dich doch jetzt schon nicht für voll, schoss es Charlie durch den Kopf und zog es jedoch vor zu schweigen. Alles, was sie jetzt zu sagen hätte, würde eher gegen sie verwendet werden.

„Vielen Dank, Herr Lippert. Wir werden zu Hause noch einmal ein ernstes Wörtchen mit ihr reden und hoffen, dass wir sie so zur Vernunft bringen können“, betonte ihr Vater.

„Ich wünsche Ihnen alles Gute“, meinte der Direktor und reichte den Eltern die Hand. Dann wandte er sich an Charlie: „Und bei Ihnen hoffe ich, dass sie zur Vernunft kommen. Sie sind eigentlich ein nettes Mädchen und Sie haben so gute Noten. Werfen Sie das bitte nicht einfach so weg.“

Ja, sie hatte gute Noten und sie hatte sich eigentlich auch viel vorgenommen, doch sie wollte nicht einfach so klein bei Geben. Sie wollte wie andere Schüler sein. Ganz normal, doch das war sie nicht. Und sie hasste es, dass ihre Eltern meinten, sie müssten über ihr Leben bestimmen, darüber, was sie tat, was sie anzog. Sie wollte selbst entscheiden können. War das wirklich so falsch?

„Ja, Mister Lippert“, murmelte sie jedoch mit gesenktem Kopf und starrte Löcher in den Boden.

„Ich verstehe das einfach nicht. Warum tust du das immer wieder? Was haben wir getan, dass du uns solche Probleme bereitest?“, jammerte Charlies Mutter, nachdem sie im Auto saßen und zurück zu ihrem Haus fuhren. Das Mädchen sah gedankenverloren aus dem Fenster. Die Gebäude und Bäume schossen an ihnen vorbei. Sie hatten zwar kein Strandhaus, wie es sich ihre Mutter immer gewünscht hatte, aber ein schönes, etwas abseits mit einem großen Pool im Garten. Charlie war es egal, sie brauchte kein Meer, sie wollte einfach nur ihre Ruhe. Außerdem war der Strand von Miami der Hotspot für die ganzen Hexen und Hexer. Genau auf die hatte sie keine Lust.

„Wir versuchen wirklich, dir und deinem Bruder ein unbeschwertes Leben zu bieten. Ein Leben ohne Krieg, ohne Kampf und allem, was wir früher noch miterleben mussten. Früher hatte sich keiner Gedanken um uns gemacht, sei froh, dass sich die Zeiten so geändert haben“, klagte ihre Mutter weiter, nachdem Charlie keine Anstalten machte, etwas zu sagen.

„Was hat sich geändert? Ich weiß ja nicht die ganze Geschichte, denn du und Papa schweigt, wenn Leon und ich nachfragen, was damals geschehen ist. Doch von den Erzählungen, die wir so gehört haben, hat es sich nicht wirklich verbessert.“

„Zugegeben, dank eurer Großmutter und deren Freundin ist es uns nicht vergönnt, in Frieden zu leben. Sie waren einfach viel zu schwach. Sie hatten sich zu sehr blenden lassen und mussten mit dem Leben bezahlen. Und dafür müssen wir nun leider den Preis zahlen. Aber gerade deswegen ist es so wichtig, dass ihr unseren Anweisungen folgt.“

„Ach hör doch auf, Mom. Leon hat ja nichts zu befürchten. Das Problem haben nur Mädchen, oder wurde schon jemals ein Junge entführt und versklavt?“ Auf ihre Frage bekam Charlie nur das Schweigen ihrer Mutter.

Natürlich wusste diese darauf nichts zu antworten. Immerhin stimmte es ja. Von den Lords auserwählt, entführt und versklavt wurden nur Frauen. Die Dämonen machten sich nichts aus Männern, schöne junge Mädchen waren ihr Beuteschema und genau deswegen war auch Leon alles erlaubt, was Jugendliche in seinem Alter nun so machten. Und sie, Charlie, wurde zu Hause eingesperrt, musste sich kleiden wie eine Nonne und wurde ständig auf Schritt und Tritt bewacht. Das war kein Leben für sie.

„Ich bin mir sicher, dass du es irgendwann verstehst, und uns dann dankbar bist, Charlie“, meinte ihre Mutter und sah nun wieder aus dem Fenster. Für sie war die Sache erledigt. Sie würde nicht mehr jammern, wollte aber auch von ihrer Tochter keine Einwände mehr hören. Sie wusste selbst, dass es nicht richtig war, wie sie mit dem Mädchen verfuhr. Aber sie wollte ihr Kind nicht verlieren. Das war die einzige Möglichkeit, die sie sah, um Charlie zu beschützen und zu verhindern, dass einer der Lords einen Dämon schicken konnte, um sie zu entführen.

***

Etwas abseits in einer kleinen Strandbar hatte sich eine dunkle Gestalt niedergelassen und ein Bier bestellt. Landon wollte es langsam angehen, immerhin musste er noch ganz bei Sinnen sein, wenn er sich sein Opfer suchte. Schon als er die Bar betreten hatte, wurde er von dem Barkeeper misstrauisch gemustert. Er hatte schnell gemerkt, dass es sich hierbei um einen Hexer handelte. Ob dieser ahnte, dass er einem Dämon gegenüberstand? Wenn ja, dann hatte er es zumindest nicht gesagt. War es die Angst, bestraft zu werden, wenn sein Gegenüber es rausfinden würde? Oder einfach nur die Tatsache, dass einige Hexen und Hexer nur in Ruhe leben und nicht in die Sache hineingezogen werden wollten. Das wusste er nicht und es war ihm egal. Solange ihm der Hexer keine Probleme machte und einfach nur sein Bier brachte, war alles in Ordnung. Dann konnte er sich denken, was er wollte.

Auch wenn sein Bruder und er sich selten einig waren, zumindest dieses Mal stimmten sie überein. Die ganzen Mädchen, die ihnen die Tracker bisher gebracht hatte, waren einfach zu nichts zu gebrauchen. Heulsusen, eine größer als die andere. Keine mochte seine Neigungen richtig stillen. Auch wenn Vincent jemand war, der sich teilweise mit banalem Sex zufriedengab, so wusste Landon, dass sein Bruder lieber etwas Härteren bevorzugte und das konnte ihnen keine dieser Hexen bieten. Außerdem war es ihm langsam zuwider, dass keine ihm allein gehörte, sondern auch die anderen Dämonen Anspruch auf sie erhoben.

Eigentlich hätte er als Lord einfach nur ein Machtwort sprechen, eine für sich bestimmen und klarstellen müssen, dass diese keiner mehr anrühren durfte, wenn ihm sein Leben lieb war. Aber er konnte auch die anderen Dämonen verstehen. Immerhin waren sie es auch, die junge Hexen entführten und in der Unterwelt versklavten. Sie hatten die Arbeit mit den Frauen, um sie zu binden und foltern, wenn sie nicht spurten. Somit stand ihnen genauso auch das Recht zu, sie ebenfalls für sich zu beanspruchen.

Wenn er nun sagen würde, eine der Hexen, die sie bisher entführt hatten, würde nur noch ihm gehören, löste dies eventuell eine Revolte aus. Und er hatte nicht vor, in nächster Zeit abzudanken, doch das würde vermutlich das Resultat daraus sein.

Somit hatten er und sein Bruder sich dazu entschlossen, selbst in die Menschenwelt zu reisen und sich ihre eigene Hexe zu entführen. Die sie dann ganz ohne Probleme für sich beanspruchen konnten. Zur Züchtigung und Bindung an die Unterwelt würden er und Vincent nur besondere Dämonen auswählen, um zu verhindern, doch wieder Unmut aufkommen zu lassen.

Landons Aufmerksamkeit wurde geweckt, als drei Mädchen hereinkamen und sich ganz in der Nähe von ihm hinsetzen. Ein Seitenblick genügte, um zu bemerken, dass der Barkeeper ihn beobachtete und einschreiten würde, falls er etwas sah, was ihm nicht behagte. Doch Landon wollte im Grunde einfach nur dem Gespräch der Mädchen lauschen. Er hatte das Gefühl, dass es aufschlussreich sein würde.

„Meint ihr, wir hätten Charlie helfen sollen?“, fragte eine Schwarzhaarige mit langen glatten Haaren und warf diese zurück, nachdem sie sich hingesetzt hatte.

„Nein. Das hat sie sich selbst zuzuschreiben. Sie weiß genau, dass es in der Schule nicht erlaubt ist und sie tut es trotzdem. Und das alles nur, um ihren Eltern eines auszuwischen“, meinte ein rothaariger Lockenkopf und schüttelte den Kopf, sodass ihre Locken frech hüpften.

„Na ja, ihre Eltern übertreiben es auch wirklich. Zumindest am Abend könnten sie sie ohne ihren Bruder weggehen lassen und vor allem nicht mit einem Rollkragenpullover. Wir haben Sommer in Miami“, maulte die junge Blondine mit einem flotten Kurzhaarschnitt und verdrehte theatralisch die Augen.

„Tja, sie ist halt etwas Besonderes“, meinte nun wieder die Rothaarige mit einem Achselzucken.

„Was ist bitte so besonders an ihr?“, maulte Blondie und schien als würde es ihr absolut nicht gefallen, nicht im Mittelpunkt zu stehen.

„Laut meinen Eltern ist ihre Großmutter schuld daran, dass wir uns jeden Tag fürchten müssen, in die Unterwelt verschleppt zu werden. Ihre und die von diesem Montez“, meinte die Schwarzhaarige gelassen und betrachtete ihre rosa lackierten Fingernägel.

„Die Willow und die Montez stammen von den alten Hexenfamilien ab?“, fragte Blondie nun schockiert.

Rotschopf nickte heftig und erneut sprangen ihre Locken fröhlich auf und ab.

Mit Freude hörte Landon dem Gespräch der drei Mädchen weiter zu. Er war sich sicher, dass er gerade den Jackpot bekommen hatte.

Kapitel 2

Charlie lag auf ihrem Bett und starrte an die Decke. Sie hatte von ihren Eltern Hausarrest bekommen und brauchte gar nicht erst daran zu denken, am Abend noch auszugehen. Auch wenn sie normalerweise immer mit ihren Freundinnen unterwegs war, begleitet von ihrem Bruder als Anstandswauwau. Nach dem heutigen Besuch in der Schule, konnte sie es für einige Monate vergessen.

Erst das Geklapper am Fenster erweckte ihre Aufmerksamkeit. Neugierig erhob sie sich und sah nach. Ein Blick nach unten verriet ihr, dass zwei oder drei Personen vor dem Haus standen. Sie konnte nicht genau sagen, wie viele es waren, da es dafür zu finster war. Immerhin war es schon abends, Zeit, um in irgendeine Bar zu gehen und Spaß zu haben.

Sie öffnete das Fenster und sah hinunter.

„Charlie?“, drang es gehaucht zu ihr und sie erkannte die Stimme von Madison.

„Mad? Jil? Kara?“, fragte Charlie, ebenfalls im Flüsterton, damit es sonst niemand mitbekam.

„Wir holen dich hier raus“, antwortete Jil, um zu zeigen, sie tatsächlich ebenfalls hier war.

Charlie war überglücklich und gerührt, dass ihre Freundinnen sie nicht im Stich ließen. Auch wenn sie sicher ohne sie genau so viel Spaß gehabt hätten.

„Aber wie?“, fragte Charlie traurig und wusste nicht so recht, wie sie verschwinden sollte. Auch wenn es sich hier nur um ein Stockwerk handelte, war es trotzdem zu hoch, um einfach mal zu springen.

Als Antwort bekam das Mädchen ein Seil an den Kopf geworfen. Geistesgegenwärtig fing sie es auf, damit es nicht wieder nach unten zu Boden fiel.

„Du kannst es oben sicher irgendwo festbinden, oder?“, fragte Kara leise.

Charlie nickte und merkte, dass die Freundinnen das wahrscheinlich gar nicht sahen, so dunkel, wie es war. Also hauchte sie noch ein „Ja“ und sah sich dann suchend um. Schnell hatte sie etwas gefunden, wo sie das Seil herum wickelte und einen festen Knoten zog, damit er auch wirklich hielt, wenn sie daran hing.

Ihre drei Freundinnen kontrollierten noch einmal, ob es gut hielt und gaben ihr dann das Zeichen, dass sie los klettern konnte. Charlie hatte sich in der Zwischenzeit Kleidung zusammengesucht, die sie später anziehen würde, und in einen Rucksack gepackt. Diesen warf sie sich nun über die Schulter und setzte sich auf das Fensterbrett. Einmal atmete sie tief durch und sprach sich Mut zu. Bisher hatte sie das hier noch nie gemacht und sie hoffte, dass sie so lange die Kraft hatte, bis sie am Boden war. Dann ergriff sie das Seil und begann an der Hauswand entlang nach unten zu klettern. Auch wenn es wirklich schwer war, so gelang es ihr doch. Am Ende stand sie neben ihren drei Freundinnen am Boden.

„Danke“, sagte Charlie erleichtert.

Das Seil hängen lassend, liefen sie zu dem Fahrzeug und stiegen ein. Im Auto angekommen, begannen sie schallend zu lachen. Das war ein Meisterstreich.

„Wo geht es hin?“, fragte Charlie begeistert, nachdem Madison das Auto gestartet hatte und Gas gab.

„In den Oyster Club“, kam es unisono von ihren Freundinnen.

Als Riley, Harper und Olivia in den Oyster Club kamen, war er schon brechend voll und man konnte fast nicht mehr umfallen. Doch sie waren es gewohnt, kannten es gar nicht anders, da der Club das In-Lokal schlechthin war, und somit war dies normal. Es wäre eher verwunderlich gewesen, wenn es einmal anders gewesen wäre.

Am Nachmittag war es ein nettes Café am Strand, wo man für einen Kaffee, Saft oder ein Bier hinkam. In der Abendzeit allerdings wurde von angesagten DJs aufgelegt oder sehr oft Karaoke Abende veranstaltet und einfach nur gefeiert.

An den Händen haltend, damit sie sich nicht verloren, bahnten sie sich einen Weg durch die Menschenmenge, um zur Bar zu kommen. Heute wurden italienische Lieder gespielt, was besonders Riley sehr gut gefiel, da sie eine Vorliebe für diese Musik hatte.

„Drei Tequila Sunrise, bitte“, brüllte Harper dem Barkeeper entgegen und quetschte sich dann mit ihren Freundinnen in eine Ecke, in der etwas Platz war. Hier hatte man auch noch einen schönen Blick zum Eingang, um eine Übersicht zu haben, wer diesen Abend noch alles dazu stoßen würde.

„Prost, Mädels. Auf einen lustigen Abend“, meinte Olivia, hob ihr Glas und stieß mit ihren beiden Freundinnen an.

„Prost“ trällerten auch die anderen.

Vor allem Riley freute sich sehr über den Abend, da ihre Eltern an diesem Abend gute Laune hatten und ihr ausnahmsweise mehr erlaubten. Sie durfte sich dieses Mal mehr in Schale werfen als sonst und auch länger ausbleiben, sofern sie beteuerte, brav bei ihren Freundinnen zu bleiben. Sie musste versprechen, sich ab und an mit einer SMS zu melden und nicht mit fremden Männern mitzugehen. Auch wenn die Gefahr nicht ganz gebannt war, doch von einem Dämon entführt zu werden, war sie doch etwas geringer. Bei einem hatten ihre Eltern schon recht. Wenn drei Hexen beisammen waren, war die Chance, sich zu wehren, größer, als wenn eine allein unterwegs war. Und sie hatte auch wirklich vor, sich an diese Auflage zuhalten. Riley war der Meinung, wenn es nicht mehr war, war es zu ertragen und eigentlich hatte sie auch gar nicht vor, sich von ihren Freundinnen zu trennen.

„Oh man. Die Hexen von Eastwick sind da“, stöhnte Harper lautstark und verdrehte genervt die Augen. Nun blickten genauso Olivia und Riley zum Eingang, auch wenn sie eigentlich schon wusste, wen ihre Freundin meinte. Immerhin gab es nur eine Clique, die sie alle so nannten. Charlie, Madison, Jillian und Kara. Sie besuchten eine Klasse über ihnen dieselbe Schule und waren der Schrecken unter den Mädchen. Mit ihrem Aussehen waren sie top angesagt und jeder wollte so wie sie sein.

Außer Riley, Harper und Oliva, sie wollten den Mädchen einfach nur so gut es ging fernbleiben. Was sich leider nicht immer als so einfach erwies.

Wie üblich war Charlie jene von den vieren, die am leichtesten bekleidet war. Ein zu kurzer Minirock und ein bauchfreies Top waren alles, was sie anhatte, ansonsten konnte man nur nackte Haut sehen. Dazu trug sie rote High Heels, in denen sich Riley vermutlich die Füße gebrochen hätte. Wie die Männer auf diese Erscheinung abfahren konnten, war den Mädchen ein Rätsel.

„Und alles wird sich hier wieder nur um Miss Perfect drehen“, meinte Olivia seufzend.

„Aber fällt euch was auf?“, fragte Riley und stupste ihre Gefährtinnen an, als ihr dieses winzige Detail ins Auge gestochen war. Als ihre Freundinnen sie verwirrt an sahen fügte sie hinzu: „Sie ist ohne ihren Bruder da. Dass sie ohne ihr Hündchen überhaupt raus kann, hätte ich mir gar nicht gedacht.“ Ihr war zwar nie klar gewesen, weshalb ihr Bruder sie ständig begleitet. Aber jetzt schien es so, dass er sie im Auge halten musste.

„Wow, stimmt. Prinzesschen traut sich ja was“, meinte Olivia und musste kichern.

„Darf es für die Damen noch etwas sein?“, fragte der Kellner und riss die drei Mädchen aus ihren Gedanken. Bei ihrer gesamten Unterhaltung hatten sie gar nicht bemerkt, dass ihre Cocktails schon ausgetrunken waren.

„Ja, bitte noch einmal für alle dasselbe“, bestellte Harper, ohne ihre Freundinnen zu fragen, ob sie überhaupt wollten. Sie mussten einfach.

***

„Oh man. Die Langweiler sind auch wieder da“, meinte Madison und verdrehte genervt die Augen.

„Und? Lass sie links liegen. Bei den vielen Leuten hier fallen die gar nicht auf“, meinte Kara.

„Stimmt. Die gehen eher unter. Sie dir die katholischen Mädchen nur an. Eine Nonne ist im Gegensatz zu denen leicht bekleidet“, meinte Charlie grinsend, warf ihre langen blonden Haare nach hinten und stolzierte an die Bar. Dicht gefolgt von ihren drei Freundinnen, die hinter ihr irgendetwas tuschelten.

„Vier Sex on the Beach“, bestellte sie, setzte sich zum Warten auf einen inzwischen frei gewordenen Barhocker und schlug ihre Beine übereinander, während sie den gesamten Raum in Augenschein nahm.

„Und? Ein paar heiße Feger entdeckt?“, fragte Madison, die sich zu ihrer Freundin gesellte und sich gleich ihren Cocktail krallte, als der Barkeeper ihn auf den Tresen stellte.

„Oh ja, ich habe ein paar College Jungs gesichtet. Tommy ist auch mit von der Partie“, stellte Jillian fest und wäre sie eine Comic-Figur, hätte sie Herzchen-Augen bekommen. Sie wussten alle, dass sich das Mädchen Hals über Kopf in Tommy verliebt hatte. Er war nicht nur dort der Schwarm schlechthin, sondern auch bei ihnen an der High School heiß begehrt. Kein Wunder, dass somit alle, die im Oyster waren, die Augen offenhielten, ob er und seine Clique anwesend waren.

Wenn sie sich nicht gerade auf irgendwelchen Studentenpartys herumtrieben, dann feierten sie garantiert hier.

„Hm … Den kenne ich noch gar nicht“, stellte Charlie in Gedanken versunken fest und beugte sich etwas nach vorne, um genauer sehen zu können. Bisher saß er allein, doch nun gesellte sich ein zweiter Typ zu ihm. Der sah auch nicht schlecht aus, aber der andere hatte es ihr eindeutig angetan. Er hatte etwas an sich, was sie magisch anzog.

„Wer?“, fragten Madison, Jillian und Kara gleichzeitig und reckten ihre Hälse, um sehen zu können, wen ihre Freundin in Augenschein nahm.

„Heißer Typ auf zwölf Uhr“, stellte Charlie grinsend fest. Er hatte schwarzes kurzes Haar, ein markantes Gesicht und Muskeln, die einen nur dahinschmelzen ließen. Wie konnte jemand nur so verboten gut aussehen?

„Na, dann schmeiß dich an ihn ran. Oder sitzt eine Freundin bei ihm?“, fragte Madison grinsend.

„Nein. Eher ein Freund. Ein guter Freund, nicht so ein Freund“, fügte Charlie noch hinzu, als ihre Freundinnen sie misstrauisch musterten. Zumindest sah es nicht so aus, als wären die beiden ein schwules Pärchen, sondern eher normale Freunde.

„Na dann. Nichts wie los“, ermutigte auch Jillian ihre Freundin.

Charlie war sich sicher, dass sie aber nur deswegen übereifrig war, da sie hoffte, so eine Rivalin weniger zu haben, was Tommy betraf. Bisher hatte sie ihrer Freundin nicht mitgeteilt, dass sie sowieso nichts für den Typen übrighatte. Trotz allem ließ sie es sich nicht zweimal sagen und rutschte vom Barhocker.

Mit ihrem Glas bewaffnet, stolzierte sie auf den Tisch zu. Als sie durch den Raum spazierte, teilte sich die Menge, damit sie durch gehen konnte. Den Respekt, der ihr entgegengebracht wurde, hatte sie sich hart erarbeitet. Sowohl in der High School als auch bei den höheren Semestern im College.

Bei den Jungs war es sowieso kein Problem, da es fast keinen gab, mit dem sie nicht schon im Bett war. Die Mädchen wussten, dass man sie nicht zur Feindin haben sollte. Und sie nahm es auch mit einem Collegemädchen auf. Gar kein Problem.

Sofort fielen die Blicke der beiden Jungen auf Charlie. Sie selbst fixierte das Objekt ihrer Begierde genau und ging auch zielstrebig auf ihn zu.

„Hey. Ist hier noch ein Plätzchen frei?“, fragte sie und ohne eine Antwort abzuwarten, setzte sie sich auf den leeren Stuhl neben ihm.

***

Obwohl Landon nichts dagegen hatte, war er doch sehr überrascht über das selbstbewusste Auftreten dieses Mädchens. Sie war attraktiv, keine Frage und er war sich sicher, dass ihr die Männer zu Füßen lagen. Nur sie schien es auch durchaus zu wissen, denn diese Selbstsicherheit strahlte sie eindeutig aus.

Als sie sich ohne eine Antwort abzuwarten auf den leeren Stuhl neben ihm hinsetzte, hob Vincent eine Augenbraue. Gleichfalls er schien damit schier überfordert zu sein. Die beiden Lords waren es eigentlich gewohnt, dass sie es mit demütigen Hexen zu tun hatten, die ihnen zu Füßen lagen, sich nicht gegen sie wehrten, sondern eher Angst vor ihnen hatten und ihnen auch nicht so offen begegneten. Doch immerhin wusste dieses Mädchen wohl nicht, wer sie waren. Aber auch wenn die beiden Lords noch nicht wussten, wer sie war, so spürten sie beide sofort, dass es sich um eine Hexe handelte.

Konnte es möglich sein, dass ihnen eines dieser Wesen so leichtfertig in die Arme lief? Eigentlich konnten sie ihr Glück gar nicht richtig fassen. War hier irgendetwas faul? Wenn nein, die Demut würden sie ihr noch einbläuen, das war kein Problem. Wenn sie mit ihr fertig waren, würde sie sich wünschen, ihnen großräumig ausgewichen zu sein.

„Na Hübsche? Wie ist dein Name?“, fragte Landon neugierig und lehnte sich etwas nach vorne, um ihr näher zu sein, die sofort rot anlief. Wie niedlich, diese Reaktion passte so gar nicht zu dem selbstbewussten Mädchen, als das sie sich eigentlich gab.

„Charlie. Und deiner?“

„Landon. Aber du darfst mich Don nennen“, während er sich vorstellte, überschlug er in seinen Gedanken, woher ihm der Name Charlie bekannt vorkam. Als ihm endlich das Licht aufging, kamen die drei Mädchen auf sie zu, die er am Nachmittag belauscht hatte.

„Charlie. Sorry, wenn wir dich wegholen, aber du musst uns unbedingt bei was helfen“, kicherte Madison.

Als Charlie sich zu ihr umdrehte, sah sie, wie ihre Freundin wankend vor ihr stand. Auch die anderen beiden waren nicht mehr ganz nüchtern. Waren sie wirklich nur durch einen Drink so betrunken oder hatten sie es in der kurzen Zeit, in der sie weg war, tatsächlich geschafft, extrem viel zu trinken?

„Bei was?“, fragte Charlie sichtlich genervt. Eigentlich hatte sie nicht vor, sich jetzt schon von ihm zu trennen.

„Das siehst du nachher. Bitte. Wir kommen eh wieder zurück“, jammerte Kara und klammerte sich an Madison fest.

Charlie verdrehte die Augen und warf dann einen hilfesuchenden Blick zu Landon.

„Keine Sorge, ich bin noch länger hier. Und dann will ich dir einen Drink ausgeben“, meinte er grinsend.

„Ich komme wieder. Versprochen“, meinte Charlie dankbar, dass er nicht böse war und auf sie warten würde. Über den Drink freute sie sich jetzt schon und hoffte, dass es mit ihren Freundinnen nicht allzu lange dauern würde.

Das will ich doch hoffen und dann werden wir sehr viel Spaß miteinander haben, kleines Hexchen, schoss es Landon durch den Kopf, als er endlich erkannt hatte, mit wem er es hier eigentlich gesprochen hatte. Er sagte jedoch nichts, sondern nickte nur mit einem siegessicheren Lächeln auf den Lippen.

Kapitel 3

„Muss das wirklich heute sein?“, jammerte Charlie, während sie über den Strand auf eine Klippe zu liefen. Der Wind hob ihr Röckchen und sie fror zwischen den Beinen.

„Hab dich nicht so. Du bist doch sonst auch nicht so eine Spaßbremse“, maulte Madison und stupste ihre Freundin an.

„Ich bin mir sicher, dass dein Prinz sein Versprechen hält und auf dich wartet. So wie der dich mit seinen Blicken ausgezogen hat, hofft der sicher, dass eher du dein Versprechen wahr machst und sicher zurückkommst“, versuchte Jillian, ihre Freundin aufzubauen.

„Okay. Bringen wir es hinter uns.“

„Bringen wir es hinter uns? Verdammt, Charlie, wir wollen dich nicht vergewaltigen“, kicherte Kara.

„Sorry“, entschuldigte sich Charlie. Sie hatten ja recht. Sie sollte sich nicht so aufführen. Schließlich hatte sie es immer geliebt, Heimlichkeiten zu haben. Und nicht in der Öffentlichkeit zu Zaubern gehörte hier eindeutig dazu. Sie sollten dies aus zwei Gründen nicht machen. Erstens um nicht von Menschen entlarvt zu werden und zweitens, weil sie so viel leichter von Dämonen aufzuspüren waren.

Als sie an der Klippe angekommen waren, atmete sie tief durch und sog die frische Meeresbrise ein, die sie umgab.

Es war wunderschön, ein angenehmer, lauer Abend, wolkenfrei und der perfekte Ort, um einen Zauber zu wirken. Ihre Freundinnen hatten die Idee, dass sie den Schutzzauber wirkten, über den sie schon lange gesprochen hatten. Sie wussten alle vier, dass es ein großer Zauber war, der ihnen viel Kraft abverlangen würde. Und vor allem war es schwarze Magie, die diesen Zauberspruch umgab. Sie hatten durchaus alle Interesse an der dunklen Hexenkraft, doch besonders Charlie fühlte sich dazu mächtig hingezogen. Vielleicht lag es auch daran, dass in ihr sowohl schwarze als auch weiße Magie schlummerte. Und nur sie allein war laut ihren Eltern dazu im Stande zu entscheiden, welche Magie überhandnehmen würde. Charlie hätte kein Problem damit, wenn es die dunkle Magie wäre, denn sie war sich sicher, dass man damit wesentlich mehr schaffen konnte als mit der weißen.

Niemand außer Charlie und ihre Familie wusste über ihr Geheimnis Bescheid, denn hätten sie es gewusst, wäre sie von den anderen Hexen gejagt worden. Eigentlich durfte es nicht sein, dass eine beides in sich schlummern hatte. Immer wieder gab es welche, die schwarze Magie besaßen und benutzten, doch diese waren schnell von der Bildfläche verschwunden. Dafür hatte der Morren-Zirkel stets gesorgt.

Es gab immer wieder Hexen mit weißer Magie, die sich an der schwarzen versuchten. Aber das waren harmlose Rituale, natürlich war auch hier der Zirkel nicht sonderlich begeistert, wenn es auftrat, doch sagte man nichts und ließ es geschehen. Somit war es für sie kein Problem, wenn sie von einem der Zirkelmitglieder erwischt wurden. Der Schutzzauber war eines jener Rituale, was als ungefährlich eingestuft wurde. Immerhin handelte es sich hier nur um eine Magie, um Hexen zu schützen, was war hier denn auch gefährlich? Doch von ihren Eltern durften sie nicht erwischt wurden. Das konnte dann schwerwiegende Folgen haben.

Madison, Jillian und Kara hatten alle benötigten Sachen in ihre Taschen gepackt. Denn schon lange hatten sie das Ritual studiert und sie hatten immer mitgeschrieben, wenn Charlie ihnen davon erzählt hatte. Nachdem sie nun alles aufgebaut hatten, stellten sie sich in einem Kreis auf und schlossen andächtig die Augen, um die Worte aufzusagen.

Er war wie jeder Spruch ihrer Vorfahren in irgendeiner alten Sprache. Bisher konnten die Mädchen noch nicht wirklich sagen, in welcher, doch sie hatten alles, was sie benötigten, um sie aufzusagen und auch zu lesen, von ihren Eltern gelernt.

Wie auf Kommando begannen sie es gemeinsam laut zu sprechen. Immer wieder wiederholten sie es und dachten dabei genau an das, was sie wollten.

Ein leichter Wind kam auf, der die Mädchen umschloss und mit ihren Haaren spielte. Charlie sog die Luft ein und genoss die Macht, die sie alle umgab. Sie war ganz in ihrem Element und bekam nichts mehr um sich herum mit. Vergessen war sogar ihr verpatztes Date. Wichtig war nur noch der Augenblick.

***

„Alles in Ordnung? Du bist so verändert, seit das Mädchen bei uns war. Ich hoffe, du hast dich nicht ernsthaft in sie verguckt und es ist nur ein Flirt“, stellte Vincent fest und sah seinen Bruder besorgt an.

„Keine Sorge. Es ist nichts Ernsthaftes, aber es wird auch nicht nur ein Flirt bleiben.“

„Ich hoffe mal, dass du verstehst, dass ich dir nicht ganz folgen kann.“

„Ich habe heute Nachmittag herausgefunden, dass das Mädchen eine Nachfahrin von unseren Hexen Samantha und Cassandra ist.“

„Die beiden, die Vater getötet haben?“, fragte Vince geschockt.

„Richtig. Du weißt, was das bedeutet?“

„Ja. Dass sie eine von den beiden Hexen ist, die uns noch töten können.“

„Richtig. Sie sind genau im richtigen Alter dafür. Sie entdecken erst richtig ihre Magie und sie werden jetzt zu der Entscheidung kommen, was sie stärker beeinflusst. Die schwarze oder die weiße. Sie als Sklavin zu haben, könnte auf jeden Fall zu unserem Vorteil sein.“

„Noch vorteilhafter wäre, wenn wir beide hätten“, stellte Vincent fest.

„Wenn sie sich hier befindet, wird es sicher nicht schwer sein. Irgendjemand kennt sie sicher.“

„Weißt du, wie sie heißt?“

„Leider nicht den Vornamen. Nur den Nachnamen. Montez war der von der zweiten Hexe“, erinnerte sich Landon an das Gespräch der drei Mädchen.

„Hey!“, geistesgegenwärtig hielt Vince einen Jungen auf, der an ihm vorbeiging.

„Ja?“, fragte dieser sichtlich genervt. Er hatte nicht unbedingt große Lust mit jemandem, den er nicht kannte, Small-Talk zu führen.

„Ich habe da so ein junges, süßes Mädchen kennengelernt. Aber ich weiß nicht mehr, wie ihr Vorname war. Montez hieß sie. Das ist alles, was mir geblieben ist. Weißt du, ob sie hier ist?“, fragte er neugierig und Landon grinste in sich hinein.

„Also da fällt mir nur Riley ein. Aber wundert mich, dass die sich an irgendwelche Jungs ranschmeißt. Ich glaub ja, die ist noch Jungfrau. Die geht jedem aus dem Weg und so kleidet sie sich auch. Das ist das dunkelhaarige Mädchen da drüben. Süß ist sie ja wirklich. Ich glaube, fast jeder hier im Raum würde sie gerne nehmen, aber sie ist schwerer zu knacken als eine Nonne“, stellte der Junge kopfschüttelnd fest. „Ich muss mal wieder. Viel Glück, Mann“, fügte er noch hinzu und riss sich aus dem Griff von Vincent los.

Riley also.

„Ich lasse dich mal allein. Vielleicht kommt ja deine bald zurück. Ich habe noch etwas zu erledigen.“ Damit verabschiedete sich Vincent von seinem Bruder und bahnte sich einen Weg zu Riley.

***

„Hallo Schönheit. Darf ich dir einen Drink ausgeben?“, ertönte eine tiefe Stimme hinter Riley und riss sie aus ihren Gedanken. Ihre Mädels waren gerade voll und ganz damit beschäftigt, sich über Männer das Maul zerreißen und irgendwann war sie dabei ausgestiegen.

„Ähm … Ich habe noch danke“, meinte Riley und rutschte auf ihrem Stuhl, auf dem sie inzwischen saß, unruhig hin und her.

„Schade. Ich würde dir sehr gerne etwas ausgeben. Hm … Kann ich dir sonst etwas Gutes tun?“, fragte Vincent und überlegte, wie er das Mädchen doch noch begeistern könnte. Nachdem was der Junge gesagt hatte, würde er sie mit einem Sexangebot nicht um den Finger wickeln können, doch irgendwie musste er sie an sich reißen, damit er sie mit in die Unterwelt nehmen konnte.

„Ich wüsste gerade nicht was. Ich bin wunschlos glücklich, danke“, antwortete Riley lächelnd. Sie hatte nicht große Lust mehr Zeit mit diesem Mann zu verbringen. Sie kannte ihn nicht und wusste nicht, welche Absichten er hatte. Außerdem fühlte sie sich sowieso unwohl Männern gegenüber. Bisher hatte sie hier eher schlechte Erfahrungen gemacht. Eigentlich erhoffte sie sich Hilfe von ihren Freundinnen, doch diese waren immer noch damit beschäftigt, sich zu unterhalten und hatten sie links liegen lassen. Na toll.

„Stehst du auf Autos?“, fragte Vincent nun neugierig. Es war ein Versuch wert, sie mit seinem Auto zu locken. „Vielleicht könnten wir eine Runde drehen“, schlug er dann noch vor.

„Hm … Was fährst du denn?“, fragte sie nun schon neugieriger.

„Alfa Romeo 4c.“

Bei der Erwähnung des Fahrzeuges war Riley dann doch nicht abgeneigt, dem Angebot nachzugeben. Sie hatte eine Vorliebe für Autos und vor allem für den Alfa Romeo. Ein Blick zu ihren Freundinnen genügte. Sie waren noch immer beschäftigt und nahmen sie gar nicht mehr wahr. Wieso also blöd herumsitzen und sich langweilen, wenn sie Spaß haben konnte und was sprach schon dagegen, eine kleine Ausfahrt zu machen?

„Warum nicht“, antwortete sie ihm lächelnd.

„Sehr gut. Deine Entscheidung gefällt mir“, antwortete Vincent grinsend, nahm Rileys Hand und führte sie vor den Club auf den Parkplatz.

Das Mädchen sog hörbar die Luft ein, als sie den Wagen sah. Er war schwarz, tiefer gelegt und hatte diesen Charme, den sie an den italienischen Autos so sehr liebte. Sie war hin und weg. Der junge Mann öffnete ihr die Autotür und sie stieg sofort auf der Beifahrerseite ein.

„Ist ein schnittiges Auto, oder?“, meinte Vincent grinsend.

„Es ist der Hammer“, sagte Riley und strich über die Innenausstattung des Fahrzeuges. Sie konnte es immer noch nicht fassen, dass sie wirklich in dem Wagen saß. Unglaublich. Ihr Traum war Wirklichkeit geworden. Sie konnte, wie es aussah, doch endlich mal mitfahren.

„Mit wem habe ich eigentlich das Vergnügen?“, fragte sie dann und sah den jungen Mann an. Langsam wurde sie doch etwas mutiger und war sich sicher, dass er nicht Böses mit ihr im Sinn hatte. Er hatte dunkles, volles Haar und in seinen Augen konnte man versinken.

Sie war wie verzaubert, als sie ihm tief in diese dunklen Augen sah. Warum war ihr das zuvor nicht aufgefallen?

„Vincent Harford ist mein Name“, sagte er lächelnd. „Du stehst auf Autos?“, fügte er dann hinzu und war noch immer erfreut, doch noch ihren Geschmack getroffen zu haben. Noch nie hatte eine Frau das Auto mit so viel Begeisterung betrachtet wie diese. Es wirkte, als wüsste sie genau, in welchem Gefährt sie saß.

„Und wie. Ich wollte schon immer mal mit einem 4c fahren. Er ist einfach nur genial. Dieses Aussehen, die Ausstattung und vor allem diese Leistung“, meinte Riley und träumte wieder davon, selbst am Steuer zu sitzen und einfach mal so richtig Gas zu geben. Wobei sie noch immer glaubte, dass zumindest das ein Traum bleiben würde. „Wenn nur das nötige Kleingeld vorhanden wäre“, meinte sie dann und biss sich auf die Lippe. Eigentlich wollte sie das nicht laut sagen. Sie hatte es sich zwar gerade gedacht, wollte aber, dass es dortblieb.

Während sie sich unterhielten, hatte Vincent sie ganz fasziniert betrachtet. Es gefiel ihm, wie sie von dem Fahrzeug schwärmte. Außerdem wusste er nun, wie er sie bekommen konnte. Er würde noch ein bisschen Spaß mit ihr haben, in dem sie eine kleine Spritztour machten, wie er ihr versprochen hatte. Und dann würde er sich das kleine Ding schnappen. Bei dem Gedanken huschte auf sein Gesicht ein hämisches Grinsen.

„Wie heißt du eigentlich?“, fragte er dann und tat so, als hätte er zuerst nicht gehört, wie die beiden Mädchen sie angesprochen hatten.

„Riley Montez“, sagte diese und dachte in dem Moment gar nicht daran, dass ihr Name eigentlich schon einmal gefallen war.

„Schöner Name. Wie wäre es, wenn wir jetzt die versprochene Spritztour machen. Und wenn du ganz brav bist, darfst du dann sogar selbst mal eine Runde fahren. Wie klingt das für dich?“, fragte er und sah das Mädchen neugierig an. Ihre Augen begannen zu strahlen.

„Klingt sehr gut“, sagte diese und grinste ihn frech an.

Er erwiderte es mit einem Lächeln, stieg aufs Gas und fuhr quietschend los.

***

Landon spürte regelrecht die Magie, die von ihr ausging, als Charlie die Bar wieder betrat. Ihm entging auch nicht der Blick des Barkeepers, der ebenfalls in ihre Richtung sah, als sie an ihm vorbeischritt. War er ein Hexer? Zumindest schien sein Blick zu verraten, dass auch er die Aura um das Mädchen spürte. War es das, was ihre Freundinnen so dringend machen wollten? Magie wirken? Welches Ritual hatten sie ausgeführt?

Landons Blick erhellte sich, als Charlie zielstrebig auf ihm zukam. Der Zug war für ihn somit auf jeden Fall noch nicht abgefahren. Und sie kam allein. Ihre Freundinnen hatten es sich wieder an der Bar gemütlich gemacht, beobachteten sie zwar, erweckten jedoch nicht den Anschein, als wären sie ihm gegenüber misstrauisch.

„Sorry, dass es etwas länger gedauert hat. Freundinnen“, meinte Charlie und verdrehte die Augen. Dann setzte sie sich zu ihm an den Tisch und lächelte ihn fröhlich an.

„Was darf ich der Dame spendieren?“, fragte Don sofort und setzte ebenfalls ein fröhliches Lächeln auf.

„Einen Sex on the Beach bitte.“

„Mit Vergnügen“, antwortete er und rief den Kellner zu sich, um zu bestellen.

„Was habt ihr Schönes gemacht?“, fragte Landon neugierig.

„Wir waren baden“, log Charlie und lief dabei nicht einmal rot an.

„Baden also. Hast du Badezeug drunter?“

„Nein. Wir waren nackt baden“, meinte Charlie und dabei nahm sie einen Zug von ihrem Cocktail, als ihr dieser vom Kellner auf den Tisch gestellt wurde.

Landon zog eine Augenbraue nach oben. Verdammt. Erstens log sie wie gedruckt, denn er spürte eindeutig, dass sie einen Zauber gewirkt hatte, und dann auch noch so, dass er ganz erregt wurde. Er konnte sich sehr gut vorstellen, wie das Mädchen vor ihm nackt in das kühle Meer lief. Wenn er an ihre straffen Brüste mit den steifen Brustwarzen dachte, wurde ihm ganz heiß.

Charlie, die bemerkte, dass der Mann vor ihr ein Kopfkino zu haben schien. Sie begann sich nun verführerisch über die Lippen zu lecken, was ihm nur noch mehr Blut nach unten leiten ließ.

Verdammt, dieses Miststück. Landon rutschte näher an sie heran und tastete sich nun langsam mit seinen Händen ihr Bein hoch. Doch Charlie war geistesgegenwärtig und schob diese weg.

„Sorry, aber so betrunken bin ich noch nicht“, meinte sie mit einem süffisanten Lächeln.

„Dann sollten wir das schnell ändern“, meinte Don grinsend, doch Charlie schüttelte den Kopf.

„Darauf kannst du lange warten.“

„Hältst du so viel aus?“

„Nein, aber ich trinke fast nichts.“

Dass sie fast nichts trank, stellte Don fest, nachdem er mit ihr das fünfte Glas Tequila geleert hatte. Auch wenn sie sich zuvor wehrte und angab, nur Cocktails zu trinken, hatte er es geschafft, sie dazu zu überreden. Inzwischen waren ihre Augen glasig, ihre Wangen knallrot und beim Reden hatte sie schon einen ganz schönen Zungenschlag. Er war sich sicher, dass sie die Bar allein nicht mehr verlassen konnte. Das war ihm jedoch nur recht. Wenn sich ihre Freundinnen nicht einmischten, dann hatte er ein leichtes Spiel und würde ihr nach draußen helfen.

Nachdem der Kellner vorbeikam, bestellte Landon zwei Gläser Tequila. Inzwischen hatte Charlie aufgegeben und leerte nur noch brav die Trinkgefäße, wenn sie hingestellt wurden.

„Süße, wir gehen heim. Kommst du mit?“, fragte Madison und kam zu ihnen an den Tisch.

„Nö. Ich geh mit Don noch schwimmen“, trällerte Charlie und hatte Mühe, dass sie den Satz normal herausbekam. Nachdem der Kellner die zwei Getränke auf den Tisch gestellt hatte, hob sie das Glas und hielt es Landon hin. „Prost.“

„Keine Sorge. Ich bring sie heil nach Hause. Dieses eine noch und wir fahren“, log er und lächelte Madison dabei zuckersüß an.

„Ok. Bis morgen“, meinte sie und gab ihrer Freundin einen Kuss auf die Wange, bevor sie mit den anderen den Club verließ.

Landon wendete sich wieder an Charlie, stieß mit ihr an und die beiden tranken den Tequila in einem Zug. Nachdem er die Rechnung beglichen hatte, half er Charlie auf und bahnte sich gemeinsam mit ihr einen Weg aus der Bar.

„Wir gehen noch baden, oder?“, fragte Charlie und klammerte sich an den Dämon. Stehen war bei ihr nicht mehr richtig möglich, genauso, wie es sich Landon gedacht hatte.

„Aber klar“, meinte er grinsend. Er hatte kein Problem, die Hexe nackt vor sich zu haben, bevor er sie zu sich mit in die Unterwelt nahm.

Gemeinsam mit der schwankenden Charlie begab sich er in Richtung Ufer, wo er sie erst einmal in den Sand setzte.

Kaum war sie am Boden gelandet, begann sich das Mädchen schon auszuziehen. Mit etwas zittrigen Händen zog sie sich den Rock aus und auch ihr Top behielt sie nicht lange an. Bis sie nur noch in ihrer sexy roten Unterwäsche vor ihm saß.

„Ausziehen“, befahl sie mit einem Zungenschlag und deutete auf Landons Hose, die er noch immer trug.

Der Dämon grinste und fackelte nicht lange herum. Schneller als Charlie in ihrem Zustand denken konnte, ließ er seine Klamotten fallen und stand splitterfasernackt vor ihr.

„Ich habe aber das Gefühl, dass du noch zu viel anhast. Ich glaub vorher mit deinen Freundinnen war es weniger“, meinte Landon grinsend, sank vor ihr auf den Knien und begann sie leidenschaftlich zu küssen, bevor sie noch etwas erwidern konnte.

Charlie erwiderte den Kuss. Auch als er sich an ihrem Höschen zu schaffen machte und sie davon befreite, wehrte sie sich nicht. Als er sich mit den Lippen weiter nach unten zu bewegen begann, sank sie komplett in den Sand und ließ sich von ihm sogar noch den BH ausziehen. Nun fing der Dämon an in ihre Brustwarzen zu beißen und daran zu ziehen. Charlie schrie Schmerzensschreie aus, die er mit einer Handbewegung zu dämmen schaffte. Mit einer kleinen Bewegung ließ er einen Knebel in seiner Hand erscheinen, mit der er die Schreie erstickte.

Als Charlie klar wurde, was er gerade geschaffen hatte, war es schon zu spät. Trotz des Schleiers, der sie durch den Alkoholpegel umgab, erkannte sie, dass sie es mit einem Dämon zu tun hatte und ahnte Schlimmes.

Obwohl sie wusste, dass sie gerade in ihrem Zustand wenig Chancen hatte, versuchte sie sich gegen ihn zu wehren, doch wie sie es vermutet hatte, war sie chancenlos.

Landon ließ ein Seil erscheinen, drehte sie auf den Bauch, packte Hände und Füße und fesselte sie geschickt, sodass sie sich nicht mehr wehren konnte. Dabei spreizte er Charlies Beine, dass ihre Liebeshöhle, nachdem er sie wieder auf den Rücken zurückgedreht hatte, für ihn schön offen und bereit vor ihm lag.

Charlie wimmerte vor ihm am Boden, Tränen liefen ihr über die Wangen.

Eigentlich war das der Moment, wo er seinen Sklavinnen auch noch die Augen verband, doch er wollte die Angst der Hexe sehen, während er sie nahm. Ohne sie groß darauf vorzubereiten, drang er in sie ein. Er genoss jeden Stoß, jedes Winseln von ihr und befriedigte sich selbst an ihr.

Erst danach betäubte er sie und verschleppte den leblosen Körper in die Unterwelt.

***

In der Zwischenzeit genoss Riley die Fahrt mit dem 4c. Neugierig betrachtete sie die Landschaft, die an ihnen vorbeiflog. Mit hoher Geschwindigkeit düsten sie die Küstenstraßen entlang. Vincent kam nicht einmal auf die Idee, langsamer zu fahren, doch das war Riley nur recht. Sie mochte die Geschwindigkeit. Nicht umsonst liebte sie so schnelle Autos. Immer wieder riskierte sie einen Blick auf ihren gut aussehenden Fahrer, der sie durch die Gegend kutschierte.

„Gefällt es dir?“, fragte er lächelnd, als sie wieder einmal ihren Kopf zu ihm drehte.

„Oh ja und wie. Es ist der Hammer“, fand sie und war sich nicht sicher, ob sie ihn oder die Fahrt meinte. Eigentlich traf es auf beides zu. Die Fahrt war berauschend und er mit seinem Aussehen ebenfalls. Wusste er eigentlich, dass er so anziehend aussah?

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