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Unter der Fahne

1

Langsam und schnell, dasselbe.

 

Der Mann führte die Klinge langsam durch Bögen und Kreise. Er schnitt Linien und stieß auf imaginäre Punkte, so als bilde er eine unsichtbare Form ins Nichts. Als sie fertig war, zog er sie nach, doch bewegte er sich diesmal mit einer Schnelligkeit, der kein Gedanke hätte folgen können. Das Schwert schien überall gleichzeitig aufzublitzen, und aus der vorigen Stille wurde ein kaltes Fauchen. Das wiederholte der Mann ein ums andere Mal, im Wechsel von langsam und schnell, brach dann unvermittelt ab und steckte die Klinge mit einem abschließenden Zischen in die Schwertscheide. Dann trank er einen Schluck Wasser aus einer Kürbisflasche.

Er hatte unter einer mächtigen Eiche die Nacht verbracht und betrat jetzt wieder den Weg, der an dem Baum entlang führte. Er marschierte Richtung Norden durch eine karge Ebene und folgte dem Weg, der sich wie ein gerader Strich zum Horizont hinzog. An dessen linkem Ende ragten riesige Berge empor, so weit entfernt noch, dass sie in der Luft zu schweben schienen.

Der Mann mit dem Schwert ging stetig voran. Er war ein herrenloser Krieger, der seine ganze Habe auf dem Rücken trug, eingewickelt in eine Felldecke, die in der Nacht Nässe und Kälte von ihm fernhielt. Kurz nachdem die Sonne ihren Mittagsstand erreicht hatte, zeigten sich weiter hinten dunkle Erhebungen. Das konnten ein paar spärliche Baumgruppen sein, aber als er näher kam, erkannte er die Umrisse eines Dorfes. Er grunzte zufrieden. Die Aussicht, während seiner Rast an einem Tisch vor einer warmen Mahlzeit zu sitzen, ließ ihn unwillkürlich einen Schritt schneller gehen. Erst jetzt spürte er die Anstrengung, die ihn der zurückgelegte Weg gekostet hatte.

Das Dorf war klein und verschlafen, die Häuser dunkel und stumm. Er ging langsamer und hörte endlich ein Lachen aus einem der Gebäude vor ihm. Beim Näherkommen entpuppte es sich als ein Gasthaus. Es lag unmittelbar an seinem Weg, der sich mitten durchs Dorf zog und dann weiter zu den Bergen hin führte. Hier kamen viele Reisende durch und hatten jemanden auf die Idee gebracht, sich durch sie sein Auskommen zu sichern. Vor dem Gasthaus standen vier struppige Pferde, deren Felle zuckten, als er sich näherte. Er blieb einen Moment lang stehen und lauschte. Dann betrat er das Haus.

Im Schankraum waren nur die vier Reiter und der Wirt. Bei seinem Eintreten richteten sich die Blicke aller auf ihn. Er wurde gemustert und keinem entging das Schwert an seiner Seite. Da das Tragen von Waffen nur Angehörigen der Kriegerschicht erlaubt war, wusste man gleich, mit wem man es zu tun hatte. In ihren Augen las er Neugier und Ablehnung. Die Reiter standen an einem Tresen aus geflochtenem Holz. Jeder hatte eine Trinkschale vor sich. Alle vier trugen ein Schwert.

Er verbeugte sich und grüßte ehrerbietig. Als Antwort ließ sich nur ein zögerndes Gemurmel vernehmen. Er nahm seine Felldecke ab und bat die Anwesenden um die Erlaubnis, ihnen einige seiner Kalligraphien zeigen zu dürfen. Die vier Reiter grinsten spöttisch und gaben sich einverstanden. Er öffnete seine Felldecke und entnahm ihr ein Bündel gerollter Papierblätter. Mit einer schnellen, rituell anmutenden Geste strich er sie glatt und trat damit zu den anderen. Die Blätter waren in den Schlitz eines Bambusstabes geklemmt, so dass er jedes von ihnen nur umzuschlagen brauchte, um das nächste zu zeigen. Die Kalligraphien offenbarten jedem, der auch nur das Geringste davon verstand, dass der Mann, der im gleich bleibenden Rhythmus die Blätter umschlug, ein Meister seiner Kunst war. Die vier Reiter indessen gaben sich unbeeindruckt. Als er das letzte Blatt umgeschlagen und das Bündel mit eleganter Drehung wieder in seine ursprüngliche Ordnung gebracht hatte, blickte er bescheiden auf. Die Zuschauer grinsten und nickten übertrieben mit den Köpfen. Der größte von ihnen zog ein Kartenspiel aus seinem Umhang und forderte ihn zu einem Spielchen auf. Er entgegnete, dass er leider ablehnen müsse, da er zurzeit über keinerlei Geld verfüge, dass er aber gerne bereit sei, ein kleines Spiel zu wagen, wenn er erst eins seiner Schriftzeichen veräußert habe. Das war eine nur spärlich verkleidete Aufforderung, ihm eins der Blätter abzukaufen. Der größte der vier Reiter, die vermutlich alle dem Klan der Spieler angehörten, fragte nach einem besonderen Blatt. Es zeigte den Schriftzug für „Stille“ und war in der Tat hervorragend gelungen. Er sortierte es schnell aus dem Bündel heraus und hielt es dem Frager entgegen. Dieser nahm es in die Hand, betrachtete es mit unverhohlener Verachtung und knurrte dann, dass er den Ausdruck des Zeichens geschwätzig fände, ganz im Gegensatz zu dem, was es eigentlich ausdrücken solle, und ob es wohl sein könne, dass der Künstler seine Kunst bei einer ebenso geschwätzigen Hure erlernt habe.

Dann ging alles sehr schnell. Der Kopf des Spielers wurde glatt abgeschlagen und eine Blutfontäne sprang zischend aus seinem offenen Hals. Seine drei Begleiter zeigten, dass sie zu Recht ein Schwert tragen durften. Blitzschnell zückten alle drei ihre Klingen, doch sie vermochten nichts gegen den Wind, der sich ihnen entgegen warf. Der zweite fiel mit durchbohrtem Herzen, kaum dass er sein Schwert befreit hatte, dem dritten wurde der Schädel gespalten, allein dem vierten gelang ein Hieb, doch der wurde von dem einzelnen Krieger leicht abgewehrt, so leicht wie man den Schlag einer Kinderhand beiseite wischt, dann zerfetzte das Schwert die Gurgel des vierten, und er fiel sterbend zu Boden. Der Meister der Tusche erwies sich auch als Meister des Schwertes. Das entsprach alter Tradition, die den Spielern wohl nicht mehr vertraut gewesen war.

Nachdem er sein Schwert wieder in der Scheide hatte verschwinden lassen, trat der Wirt auf ihn zu. Er war ein zäher kleiner Bursche mit listigen Augen, der bislang im Hintergrund geblieben war, von wo aus er alles beobachtet hatte.

„Guten Tag, mein Herr“, grüßte er leise. „Darf ich Ihre Zeichnungen noch einmal sehen? Gern will ich euch bewirten mit Reis, Fisch und Wein, und vielleicht darf ich mir dann einen schönen Schriftzug dafür aussuchen?“

Der Krieger knurrte zustimmend, mehr mit dem Magen als mit dem Mund. Der Wirt wies lächelnd auf die leblosen Körper am Boden.„Das war fast so wie bei Hatamoto!“

Wie von allein sprang das Schwert aus der Scheide und drückte dem Wirt unsanft gegen die Kehle. Der Wirt erschrak und hielt unwillkürlich die Luft an.

„Kein Wort mehr davon!“, zischte der Krieger leise. Der Wirt nickte und versuchte trotz des Drucks an seiner Kehle, das Thema zu wechseln.

„Essen?“, würgte er mühsam hervor. Der Krieger nickte und stieß sein Schwert zurück in die Scheide. Der Wirt brachte Essen und Trinken. Der Krieger aß und trank, ließ ein Blatt als Bezahlung da, auf dem das Zeichen für Schweigen zu sehen war und verschwand.

 

*

 

Der Mann, der früher einmal Hatamoto gewesen war, hauste schon seit Jahren in den schwebenden Bergen. Er war zu seiner Zeit der berühmteste Schwertkämpfer im ganzen Land gewesen, unbesiegt in zahlreichen Kämpfen. Die vielen Siege hatten seinen Ruhm begründet und seinen Namen zu einem anderen Wort für Ruhm werden lassen. Doch mit den Jahren war ihm dieser Ruhm schal geworden, sein Name hatte irgendwann hohl in seinen Ohren geklungen und seine Taten ihn angeödet. Da war er in die Berge gegangen. Sein plötzliches Verschwinden hatte seinen Ruhm in unermessliche Höhen steigen lassen, genau so, wie er es vorausgesehen hatte. Doch nichts hätte ihm gleichgültiger sein können; gleichgültig war es, dass er in den Bergen nichts davon mitbekam, nicht einmal, ob er Recht behalten hatte oder nicht. Längst verachtete er den Ruhm, nicht weil es Ruhm war, sondern weil er sich gewöhnlichen Menschen verdankte. Dass die Besiegbaren den Unbesiegbaren verehren, ist diesem bald selbstverständlich, und das Selbstverständliche immer öfter und immer lauter wiederholt, wird schließlich zum Ärgernis. Er hatte den Weg des Bewegers durch das Schwert gefunden, er war im Kampf nicht Hatamoto sondern eine Offenbarung des Namenlosen gewesen, doch war der Kampf gewonnen, dann war er auch zu Ende und er wieder Hatamoto.

Er hatte den Weg auch in anderen Künsten gesucht, nicht ohne äußeren Erfolg: seine Kalligraphien schmückten Fürstengemächer, seine Gedichte galten als klassisch. Er hingegen hatte sich nichts vorgemacht. Es war sein berühmter Name, der als Signatur die Zeichnungen veredelte und die Achtung vor ihm ließ seine Verse wohlgeformter klingen, als sie es ohne diesen Beistand vermocht hätten. Die Gewissheit des Weges gewann er allein im Kampf, ohne ihn war er nicht mehr als ein Mensch. Je mehr er gekämpft hatte, desto mehr hatte es ihn danach verlangt. Er war immer mehr zu einem Getriebenen geworden, der sein Verlangen wie ein peinliches Laster zu verbergen suchte, was ihm auch bei allen gelungen war, sich selbst ausgenommen. Gleich vielen seiner Landsleute war er ein Anhänger des Buddhas gewesen, dessen Lehre sich in der Verwandlung, die sie durch die Kultur seines Landes erfahren hatte, nur zu gut auf den Kampf anwenden ließ. Askese als Stärkung des Leibes, Konzentration im Augenblick, die Verneinung von Leben und Tod – wie gut passte das zum Kampf. Aber hatte der Buddha nicht selbst das Leben geachtet, das sich in Form einer Mücke an seinem Blut labte? Hatte Shakyamuni im Umgang mit den Menschen je mehr als ein Lächeln benötigt? Man brauchte nur einmal zu versuchen, sich den Buddha mit einem Schwert vorzustellen, um sich das Fragwürdige, wenn nicht gar Lächerliche dieser Verbindung vor Augen zu führen.

Der Weg des Schwertes war ein Weg der Kraft, in seiner Vollendung ein Einswerden mit ihrer Quelle, ein Vollzug ihres Gesetzes, die Erleuchtung des Buddha aber war eine Erlösung von der Kraft, eine Befreiung von ihrem Gesetz, ein unerschütterliches Verharren in Glückseligkeit. Nun sagten die Weisen, dass dies alles eins sei, aber deshalb war es nicht dasselbe, und falls doch, dann war es dasselbe in nicht vergleichbarer Qualität. Es mochte sein, dass der Weg der Kraft in das Land des Buddhas führte, er aber kannte nur den Weg, und der Weg war nicht das Ziel. Je klarer ihm das geworden war, desto größer war seine Sehnsucht nach Erlösung geworden.

Er fand eine Höhle in den Bergen und schlief auf getrocknetem Laub. Er besaß eine Schale, einen Becher und eine Teekanne, dazu das, was er am Leibe trug, und das, was er vergessen wollte. Er aß Beeren, Wurzeln und Nüsse, pflückte wildes Obst und Gemüse, kochte Tee aus gesammelten Kräutern. Von Sonnenaufgang bis zur Mittagsstunde saß er vor seiner Höhle und blickte auf den höchsten Berg ringsum. Der Berg ragte in majestätischer Ruhe, der Gipfel schneebedeckt, ein Koloss des Schweigens. Er versuchte das Geheimnis des Bergs zu ergründen, ohne dessen Schweigen durch Gedanken zu stören, er versuchte stumme Zwiesprache mit ihm zu halten, er nahm seine Haltung an, schien sich manchmal in ihn zu verwandeln oder es kam ihm so vor, als ob der Berg sich anschickte, ihm eine Botschaft zu senden, die er dann im letzten Augenblick zurückhielte.Nachmittags ging er auf Nahrungssuche und erkundete die Umgebung nach den Spuren menschlicher Wesen. In den ersten Wochen seiner Hauslosigkeit wurde er oft sentimental und sprach mit sich selbst. Dann fragte er sich, was bloß mit ihm los sei, bis er schließlich darauf kam, dass er einsam war. Von da an begegnete er solchen Stimmungen, indem er sich selbst einen Narren schalt, mit einer schönen Blume sprach oder sich die Gesichter von zweien oder dreien der unzähligen Dummköpfe vergegenwärtigte, mit denen er zu tun gehabt hatte. Schwieriger war es, die Frage nach dem Sinn seines Hierseins abzuschütteln. Glaubte er denn wirklich, dass er Erlösung fände, wenn er tagein tagaus lebte wie ein wildes Tier und stundenlang einen Berg anglotzte? Da half nur ein Gang in die hinterste Ecke seiner Höhle, wo er sein Schwert mitsamt einiger seiner Kalligraphien versteckt hatte, zu unterst unter seinen Essensvorräten und von ihnen verdeckt. Dann holte er es langsam und verstohlen hervor, so als könne ihn hier jemand beobachten, zog es nur ein ganz kleines Stück aus der Scheide, vergegenwärtigte sich all das Blut, das durch den Stahl geflossen war, die kühlen und gleichwohl vulkanartigen Eruptionen des Kampfes, und die Leere danach. Jedes Mal stieß er dann das Schwert schnell und entschlossen zurück und bedeckte es wieder mit den Vorräten, in der Gewissheit, dass es kein Zurück für ihn gab.

Endlich kam der Tag, der eine Wende brachte. Es war ein diesiger, grauer Morgen, er hatte sein Frühstück beendet und sich dem Berg gegenübergesetzt. Um seinen Gipfel zogen zerfaserte Nebelschwaden, zum Hang hin trieb ein Wind nasse Schlieren vor sich her. Der Berg schien in sich selbst zu kreisen, leise und leicht, so als schwebe er über dem Tal wie die Ankündigung eines nahen Verschwindens. Er bemerkte, dass leiser Ärger in ihm hoch kroch, er versuchte, den Berg durch seine Konzentration zu bannen, der Ärger verstärkte seine Konzentration und gab ihr eine nie gekannte Kraft, die Bewegung des Bergs verstummte, er fühlte seine Kraft in sich wachsen, der Berg selbst schien in ihm zu wachsen, er wusste plötzlich, dass er der Kraft gebieten konnte, sie verkrampfte ihn nicht, machte ihm keine Angst, dass er sie nicht zu halten vermöchte, er gebot mit der Leichtigkeit eines Lächelns über sie, er brauchte ihr nur einen wortlosen Befehl zu geben, der Berg zog sich zusammen, jetzt würde er ihm sein Geheimnis entlocken, ein Sonnenstrahl spaltete plötzlich den Gipfel aus Schnee, er befahl dem Berg, sich zu öffnen, der Berg öffnete sich und heraus trat - - - ein riesiges Abbild seiner selbst, er, Hatamoto, kam sich selbst als schmierig grinsender Riese entgegen, er sprang auf, schrie und gab dem Abbild zwei gewaltige Hiebe mit einem imaginären Schwert, --- das Abbild verschwand.

Er sank zu Boden und Tränen liefen seine Wangen hinunter, er weinte wie ein kleines Kind, das sich ungerecht behandelt fühlt und zum ersten Male die Ordnung der Welt anzweifelt. Dann versiegten seine Tränen und schlagartig wusste er, was ihm zur Erlösung fehlte – eine Niederlage, denn er war nie besiegt worden, nur eine Niederlage konnte ihn erlösen.

 

*

 

Der einsame Krieger ging durch dichten Nebel. Nach dem Zwischenfall in dem Gasthaus, hatte er den Ort unverzüglich verlassen und war weitergewandert. An einer Quelle hatte er die Blutspritzer ausgewaschen, die sein Hemd bei dem Kampf abbekommen hatte. Er hatte es sich nass wieder übergezogen und seine Wanderung fortgesetzt. Dann war der Nebel aufgetaucht, der seine Sicht stark behinderte. Manchmal sah er seine Beine nicht mehr, dann seine Arme, ganz zu schweigen von dem Weg, dem er trotzdem ohne den geringsten Fehltritt folgte. Der Nebel umgab ihn wie eine bewegliche Decke, die sich unverhofft teilte und wieder zusammenfügte. Sein Schritt bekam etwas Leichtes. Der Name fiel ihm ein: Hatamoto. Es war auch sein Name. Er hieß wie der große Hatamoto. Seine Mutter hatte ihn regelmäßig daran erinnert: Du heißt wie der große Hatamoto. Er lernte es, den Namen zu hassen, und noch mehr als den Namen hasste er den anderen, nach dem er benannt worden war. Wenn er ihn träfe, würde er ihn töten und niemand würde davon erfahren. Sein Lachen klang bitter. Hatamoto ist getötet worden! Von wem? Von Hatamoto! Ein schlechter Witz. Nein, niemand würde davon erfahren. Niemand würde erfahren, dass er hieß wie der andere und sein Leben durch den Namen eines Fremden bestimmt worden war, niemand würde davon erfahren, denn ohne den fremden Namen war er ein Niemand, und ohne den, dem der Name eigentlich gehörte, konnte er endlich frei wie Niemand sein.

Der Nebel begann sich zu lichten. Um ihn herum wurde es hügeliger, die Bäume zahlreicher. Er verließ den Weg und suchte sich einen Platz, der vom Weg aus nicht gesehen werden konnte. Dort verbrachte er die Nacht. Am späten Nachmittag des nächsten Tages erreichte er eine Stadt, die am Fuße eines Bergausläufers lag. Er rastete unter einer mächtigen Bergkiefer und blieb dort bis zum Eintritt der Dämmerung. Dann erhob er sich und ging die nächstbeste Straße entlang. Einen entgegenkommenden, finster dreinblickenden Bauarbeiter fragte er, ob es hier irgendwo eine Schwertkampfschule gäbe. Der Mann sah ihn forschend an und wies dann schweigend nach Norden. Er bedankte sich und wandte sich in die gewiesene Richtung. Auf den Straßen herrschte reger Verkehr, die Menschen bereiteten sich auf den Abend vor. Nach wenigen Minuten stand er vor der Schule. Ihre Mauern waren aus Lehm erbaut, ihr Dach aus Stroh, die Tür aus Holz. Auf einer Veranda neben der Tür war allerlei Schuhzeug abgestellt. Er zog sich seine Ledersandalen aus und stellte sie daneben. Dann klopfte er an die Tür und trat ein, ohne eine Antwort abzuwarten. Er gelangte in einen länglichen Raum, der dreigeteilt war. Gleich nach der Tür kam eine Art Umkleidekabine mit Holzbänken, auf denen die persönlichen Sachen der Schüler abgelegt werden konnten; dann begann der eigentliche Übungsplatz, ausgelegt mit eng geflochtenen Strohmatten und weiter hinten schloss sich ein Geräteraum an, wo unter anderem die ...

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