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Unmasked – Jetzt gehörst du mir

Zum Buch

Lainey Kline hat ein Ziel, bevor sie Melbourne für immer verlässt: sich in eine sexy Femme fatale zu verwandeln, auf den glamourösesten Maskenball der Saison zu gehen und ihren absoluten Traummann zu verführen. Und tatsächlich geht ihr Plan auf. Es gibt nur ein kleines Problem – eine köstlich heiße Nacht mit dem unwiderstehlichen Damien McNight ist ihr plötzlich nicht genug. Nun will Lainey mehr. Aber ein leidenschaftlicher One-Night-Stand ist eine Sache, sein Herz zu verlieren, eine ganz andere …

»Die Leserin wird in eine Welt von Lust und Leidenschaft entführt.«
Dailymail

Zur Autorin

USA-Today-Bestsellerautorin Stefanie London hat für ihre prickelnden Romane schon mehrere Preise gewonnen, unter anderem den RITA-Award. Die gebürtige Australierin lebt mit ihrem ganz persönlichen Romanhelden in Toronto. Sie liebt guten Kaffee, Lippenstifte, Liebesromane und alles, was mit Zombies zu tun hat.

1. Kapitel

Lainey Kline starrte die Schokoladentorte an, auf der in zittrigen Worten aus weißem Zuckerguss Sorry, dass ich euch verlasse stand. War ein Entschuldigungsdessert übertrieben? Subtilität war noch nie ihr Ding gewesen, und die Ankündigung, dass sie einen neuen Job an Land gezogen hatte – und von Melbourne nach London ziehen wollte –, vertrug ja schließlich einen besonderen Pfiff. Einen besonders schokoladigen Pfiff.

Ihre beiden besten Freundinnen, Imogen und Corinna, starrten sie an. »Du machst per Torte mit uns Schluss?«, fragte Imogen. »Im Ernst?«

»Ich mache nicht Schluss«, erwiderte Lainey und bemühte sich, eines der positiven Argumente anzubringen, die sie vor dem Spiegel geübt hatte. »Ich schlage euch einfach nur eine Fernbeziehung vor.«

Imogen schüttelte den Kopf. »Ein Monat ist viel zu kurz, um sich zu verabschieden.«

»Ich fasse es nicht, dass du es eine ganze Woche lang für dich behalten hast.« Corinna grinste.

Die drei saßen an dem Picknicktisch im Garten von Corinnas Eltern. Corinna war zwar schon vor zwei Jahren ausgezogen, aber noch immer trafen sich die drei Frauen gern im Haus der Familie McKnight, vor allem im Sommer. Der üppige, weitläufige Garten stand voller einheimischer Bäume, die schillernd bunte Vögel wie Rosellasittiche und Rosakakadus anlockten. Normalerweise wirkte das Vogelgezwitscher beruhigend auf Lainey, doch heute nicht.

»Leicht war das nicht, das könnt ihr mir glauben.« Lainey beobachtete, wie die Bläschen in ihrem Sektglas nach oben stiegen. »Als ich den Flug gebucht hatte, wollte ich es am liebsten überall herumposaunen. Aber euch beiden musste ich es unbedingt gleichzeitig erzählen, und es ist so schwierig, eure Termine unter einen Hut zu bekommen.«

Bei Imogens langen Arbeitszeiten und Corinnas aktivem Sozialleben hatte es eine Woche gedauert, einen Tag zu finden, an dem beide Zeit hatten. Aber so hatten sie es sich geschworen – alle Neuigkeiten mussten innerhalb ihrer Dreierclique verkündet werden. Wenn niemand bevorzugt wurde, konnte das berühmte »Drei sind einer zu viel«-Problem gar nicht erst entstehen. Doch damit würde es bald vorbei sein. Lainey war vor lauter Sorge ganz flau im Magen. Sie war sich bewusst, dass ihre besten Freundinnen zwangsläufig enger zusammenrücken würden, sobald sie fort wäre, und hoffte, dass sie sie nicht völlig vergessen würden.

Darum die Torte. Jemanden, der sich mit Buttercremetorte entschuldigte, konnte man ja wohl kaum vergessen.

»Also, Stylistin der Stars, hm? Vielleicht frisierst du ja am Ende noch die königliche Familie.« Imogen rang sich ein Lächeln ab, aber ihre Augen schimmerten feucht. »Na ja, zumindest Prince Harry. Der gute alte Will hat ja kaum noch was. Der kann sich seine spärlichen Reste höchstens noch quer über die Glatze kämmen.«

»Ich bezweifle, dass sie mich in die Nähe der Royals lassen«, entgegnete Lainey, griff nach dem großen Messer neben der Torte und schnitt das Sorry mittendurch. »Außerdem werde ich eher mit Social Media zu tun haben.«

Lainey war Friseurin, seit sie an ihrem sechzehnten Geburtstag die Schule abgebrochen hatte. Jetzt arbeitete sie schon seit acht Jahren in dieser Branche, länger, als sie je zuvor irgendetwas durchgehalten hatte. Auf jeden Fall länger als ihre gescheiterten Laufbahnen als Tarotkartenleserin oder Werbe-Girl für Red Bull. Vor zwei Jahren hatte sie dann – gelangweilt und auf der Suche nach einem kreativen Ventil – damit begonnen, ihre Frisuren auf Instagram zu veröffentlichen. Innerhalb von einem Jahr hatte sie über eine Million Follower gehabt, und jede Menge Markenhersteller rissen sich darum, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Und so hatte sie eine Stelle als Social-Media-Beraterin bei einem bekannten Promi-Hairstylisten in London ergattert.

»Der Vertrag läuft aber nur über sechs Monate, richtig?«, fragte Imogen und reichte Corinna ein Stück Torte. »Danach kommst zurück?«

»Ich hoffe, dass sie mich fest anstellen.« Die Endgültigkeit ihres Umzugs lag Lainey schwer im Magen.

»Wir werden dich natürlich vermissen«, sagt Corinna und warf Imogen einen Blick zu, »aber es freut mich für dich, dass du eine Möglichkeit gefunden hast, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Klingt nach einer fantastischen Chance.«

Als die Spätnachmittagssonne langsam tiefer sank und Eukalyptusduft die Luft erfüllte, fragte Lainey sich, ob sie sich nicht besser einen anderen Ort für ihre große Bekanntgabe hätte aussuchen sollen. Hier gab es so viele Erinnerungen. Und so aufgeregt sie wegen ihres neuen Jobs auch war, beim Gedanken daran, ihre besten Freundinnen zurückzulassen, wurde ihr ganz schlecht. Als würde sich ihr Körper physisch gegen die Trennung von den anderen sträuben.

Es ist das Beste so. Du warst unglücklich, und ein Neuanfang ist genau das, was du brauchst.

»Ich freue mich ja auch für dich«, versicherte Imogen mit schon leicht schwammigen Worten. Die Frau war wirklich ein Leichtgewicht – zwei Gläser Sekt, und schon hatte sie einen kleinen Schwips. »Aber ich wünschte, du hättest hier einen so coolen Job gefunden.«

»Ich muss einfach weg.« Zu Laineys Entsetzen zitterte ihre Stimme.

Imogen runzelte die Stirn. »Weg wovon?«

Das Geständnis lag ihr schon auf der Zungenspitze. Zu gern wäre sie mit ihrem Geheimnis herausgeplatzt, aber was würde das bringen? Die Entscheidung war gefällt. Schon in einem Monat würde sie abreisen, und Lainey hatte es sich zur Regel gemacht, nie auf den negativen Dingen herumzureiten.

»Ich meine damit nur, dass es in Übersee mehr Chancen gibt«, erklärte sie behutsam. »Hier kann ich mich nicht weiterentwickeln. Marsha schien es nicht das Geringste auszumachen, dass ich gekündigt habe. Sie hält jeden für ersetzbar. Und es ist ja nun mal auch nicht so, als hätte ich eine Beziehung, die mich hier hält. Zum Glück

Lainey hoffte, dass Imogen wegen des Alkohols nicht bemerken würde, wie falsch ihre Stimme klang. Corinna zog eine Augenbraue hoch, hakte aber zum Glück nicht weiter nach.

»Jedenfalls seid ihr zur Verschwiegenheit verpflichtet«, fuhr Lainey fort. »Ich will es allen anderen selbst erzählen.« Sie sah den beiden fest in die Augen und lächelte, als sie nickten. »Ich möchte, dass die Leute es von mir persönlich erfahren.«

Das Bewerbungsverfahren für diesen Job lief zwar schon seit fast zwei Monaten, doch Lainey hatte niemandem ein Sterbenswörtchen erzählt, bis sie vor einer Woche den Vertrag unterschrieben und ihren Flug gebucht hatte. Irgendwie hatte sie nicht wirklich daran geglaubt, dass es klappen würde. Selbst jetzt noch kam ihr die ganze Sache ein bisschen unwirklich vor.

»Hast du eine ›Bevor ich meine Heimat verlasse‹-Löffelliste?«, fragte Corinna. »Es muss doch irgendetwas geben, das du vor deiner Abreise unbedingt noch abhaken willst.«

Nicht irgendetwas, sondern irgendjemanden. Laineys Umzug hatte genauso viel mit der Verwirklichung ihrer Karriereträume zu tun wie mit der Flucht aus ihrer aussichtslosen Situation in Melbourne. Sie hatte etwas Dummes getan. Idiotisches. Ungeheuer Dämliches.

Etwas, das sich eines Tages im Kapitel »Wie ich mich am liebsten selbst foltere« in ihren Memoiren wiederfinden könnte.

Im Laufe der Jahre hatte Lainey sich über beide Ohren in den einen Mann verknallt, der absolut unerreichbar war. In den einen Mann, der sie keines zweiten Blickes würdigte – Corinnas großen Bruder.

Und zusehen zu müssen, wie Damian McKnight heiratete, sich scheiden ließ und schließlich in der Fernseh-Kuppelshow Australia’s Most Eligible groß herausgebracht wurde, hatte sie innerlich zerrissen. Ihr großer Traum, dass sich ihre Liebe erfüllte wie in ihren heiß geliebten romantischen Komödien, hatte sich in Luft aufgelöst. Und jetzt blieb ihr nur noch eine Lösung: Irgendwohin zu gehen, wo sie sich auf die wichtigen Dinge – wie ihre Karriere – konzentrieren und vergessen konnte, dass sie zu einem unglücklichen Liebesleben verdammt war. Weil sie den einen Mann haben wollte, den sie nicht haben konnte.

»Das ist doch die perfekte Gelegenheit, mal über die Stränge zu schlagen«, sagte Corinna. »Du kannst hier anstellen, was immer du willst, und dann nach England abhauen, ohne dich den Konsequenzen stellen zu müssen. Es gibt doch garantiert jemanden, an dem du dich schon immer mal rächen wolltest. Vielleicht ein bescheuerter Kunde, der dir das Leben schwer gemacht hat?«

»Oder vielleicht sage ich einfach deinem Bruder, dass ich ihn scharf finde«, erwiderte Lainey augenzwinkernd. Corinna tat so, als würde sie sich die Finger in den Hals stecken, und alle lachten.

Es war ein Running Gag. Sowohl Lainey als auch Imogen hielten Damian McKnight für den heißesten Typen überhaupt – ein Prädikat, das normalerweise für die Hemsworth-Brüder und Prince Harry reserviert war. Aber darüber Witze zu reißen, war die einzige Möglichkeit, geheim zu halten, wie sehr Lainey sich zu ihm hingezogen fühlte – denn je mehr sie es übertrieb, desto weniger glaubten die beiden anderen, dass es ihr ernst wäre. So konnte sie ihre wahren Gefühle vor aller Augen verbergen.

Er war ihr Märchenprinz, ihr Mr. Darcy, er war Harry und sie Sally. Er war Danny und sie Sandra Dee. Der einzige Mann, der sie je wirklich gekannt hatte.

»Apropos Damian«, bemerkte Corinna, »wusstet ihr, dass er eine Karte für den Carmina-Ball abgegriffen hat?«

»Wow.« Imogen zwinkerte. »Der bescheuerte Verlobte meiner Schwester geht auch hin … ohne sie, wie ich hinzufügen möchte, was ja nun wirklich niemanden überrascht.«

Der Carmina-Ball war etwas, von dem Lainey nur wusste, weil sie im Internet die Ballkleider vom Roten Teppich bewundert hatte. Man kam nur mit Einladung hinein, und er war eindeutig den oberen Zehntausend vorbehalten – also nichts für einfache Friseurinnen wie sie.

»Angeblich kostet die Karte fünftausend Dollar«, fügte Imogen hinzu. »Fünf. Verdammte. Tausend!«

»Für die ist das bestimmt bloß Kleingeld«, sagte Lainey und verdrehte die Augen. »Trotzdem, Damian ist sicher aufgeregt, dass er eine Einladung bekommen hat.«

»Wer weiß das schon bei ihm?« Corinna zuckte mit den Schultern. »Der Kerl guckt dieser Tage ständig so finster drein. Ich habe ihm gesagt, er soll mal lieber vorsichtig sein – nicht, dass sich der Wind dreht und ihm diese hässliche Fratze am Ende noch für den Rest seines Lebens bleibt.«

Lainey prustete. »Ich würde ihn trotzdem vernaschen.«

Imogen verschluckte sich beinahe an ihrer Torte, als Corinna sichtbar erschauderte und sagte: »Ihr seid ja widerlich.«

»Er ist süß, Cori. Auch wenn ihr verwandt seid – das kannst du nicht abstreiten.« Imogen grinste.

»Wir reden jetzt nicht über meinen Bruder«, entschied Corinna. »Außerdem will ich wissen, was es da mit deiner Schwester auf sich hat, Immie. Willst du mir erzählen, Richie Rich hätte es sich nicht leisten können, ihr eine Karte zu kaufen?«

»Er hat gesagt, es würde da nur um Geschäfte gehen und dass er das Geld lieber für eine romantische Reise mit ihr in irgendein schickes Resort in Thailand als für eine Karte zum Ball ausgeben würde.« Imogen verzog die Lippen zu einem für sie völlig untypischen, spöttischen Grinsen. »Aber ich glaube, der wahre Grund ist, dass er sie mit einer Frau betrügt, die dort sein wird.«

»Langsam.« Lainey hob die Hände. »Seit wann betrügt er sie denn?«

»Penny hat da etwas gesagt, das schon lange an mir nagt. Dass Dan jeden Monat für ein paar Tage zum Arbeiten nach Sydney fährt.« Imogen spielte an ihrem Perlenohrring herum. »Letzten Monat war ich mit ein paar Arbeitskollegen im Boatbuilders Yard in South Wharf etwas trinken, und da habe ich ihn gesehen.«

»Als er eigentlich in Sydney hätte sein sollen?«, fragte Corinna.

»Jepp, und ich hatte gerade an diesem Nachmittag noch mit Penny gesprochen. Sie meinte, er würde erst am nächsten Abend zurückkommen.« Sie biss die Zähne zusammen. »Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Er war mit so einer Blondine da, und sie sahen aus, als würden sie flirten, aber in der Menge habe ich ihn aus den Augen verloren.«

»Hast du es Penny erzählt?«, fragte Lainey.

Imogen seufzte. »Ich habe es versucht, aber sie hat mir vorgeworfen, ich hätte ihn von Anfang an nicht ausstehen können. Sie wollte nichts davon hören.«

»Vielleicht ist er früher zurückgekommen«, meinte Lainey. »Er wurde vielleicht wegen eines Meetings zurückbeordert. Das Ganze könnte völlig harmlos sein.«

»Ich kann’s nicht erklären …«, seufzte Imogen. »Ich weiß einfach, dass da irgendwas läuft. Ich bin mir sicher

»Und was willst du unternehmen?«, fragte Lainey.

Imogen zog ihr Handy aus der Tasche und rief ein Foto von einer Frau mit einer Maske auf. Die Maske war roséfarben und mit rosa Schmucksteinchen besetzt. Im oberen Rand steckten weiße Federn, und zu beiden Seiten hingen hauchzarte Ketten aus Roségold in eleganten Schlingen hinab.

»Bist du das?«, fragte Lainey, und Imogen nickte. »Ich verstehe nicht ganz.«

»Ich werde mich auf den Carmina-Ball einschleichen. Dann werde ich ihn in flagranti erwischen und dafür sorgen, dass meine Schwester nicht mit dem falschen Kerl vor den Altar tritt.«

Lainey sah sich das Bild mit zusammengekniffenen Augen an, fasziniert von dem aufwendigen Design aus Edelsteinen und Perlen. Es war unmöglich, Imogens Gesichtszüge auszumachen. Noch ein bisschen dramatisches Make-up und eine Perücke oder eine andere Haarfarbe, und niemand würde sie erkennen.

»Du spinnst«, sagte Corinna und schüttelte den Kopf. Ihr Handy summte, und sie schnappte es sich vom Tisch. »Sorry, Ladys, das ist Joe. Da muss ich rangehen.«

»Hi, Joe!«, riefen Lainey und Imogen im Chor, als Corinna den Anruf entgegennahm, und brachen in Gelächter aus, als Corinna die Augen verdrehte und ins Haus ging.

»Und schon sind wir abgemeldet«, sagte Imogen und griff nach ihrem Sektglas. Dabei schwappte ein bisschen über den Rand. Heute Abend würden sie definitiv mit dem Taxi nach Hause fahren.

»Er scheint echt ein netter Kerl zu sein«, bemerkte Lainey. »Sie hat jedenfalls mehr Glück als ich, so viel ist mal sicher. Ich hatte schon seit Monaten kein Date mehr.«

Imogen lachte. »Also besser gesagt: Dein Leben wurde schon seit Monaten nicht mehr unnötig verkompliziert.«

»Ich dachte, du hörst immer gern von meinen Dating-Desastern.« Lainey grinste und kratzte ein bisschen Zuckerguss von den Überresten der Torte. Ihre Botschaft war jetzt nur noch ein unleserliches Durcheinander. »Zumindest haben die immer großen Unterhaltungswert.«

Desaster war auf jeden Fall die richtige Bezeichnung. Während Corinna immer nur süße, anständige Männer abbekam, landete Lainey ständig in den schrägsten Dating-Situationen, die man sich nur vorstellen konnte. Sie war mal mit einem Typen ausgegangen, der sich als so alt wie ihr Vater entpuppte, außerdem mit zwei Ex-Knackis und mit einem Zirkusartisten, der ihr am liebsten dabei zusah, wie sie mit nichts außer zwei unterschiedlichen Socken bekleidet herumlief.

»Auf irgendwie masochistische Art und Weise … ja, ich geb’s zu.« Imogen schob sich mit der Gabel einen Happen Torte in den Mund.

»Wieso ist das masochistisch?«

»Weil mir klar ist, dass ich wieder die Scherben aufsammeln darf, wenn es schiefläuft.« In Imogens Augen funkelte es, dann lächelte sie amüsiert. »Was war damals, als dieser Typ wollte, dass du mit ihm in die Hippie-Kommune in Nimben ziehst? Ich hab dir gesagt, du sollst nicht mit ihm gehen.«

»Ich bin ja auch nicht mit ihm gegangen … na ja, zumindest nicht ganz.« Lainey biss sich auf die Lippen, um sich das Lachen zu verkneifen.

Gut, dann war Imogen eben normalerweise die Stimme der Vernunft. Was ihren Plan, sich auf den Carmina-Ball zu schleichen, umso interessanter machte. Denn wenn Imogen sich irgendetwas vornahm, selbst etwas so Verrücktes, dann hatte es Hand und Fuß. Sie würde einen handfesten Plan parat, sämtliche Eventualitäten abgewogen und alle notwendigen Einzelheiten ausgeklügelt haben.

»Ich bin den ganzen Weg bis zur Staatsgrenze gefahren, um deinen Hintern wieder nach Hause zu schleifen«, sagte Imogen und verschränkte die Arme. »Und was war dieses eine Mal, als du mit diesem Kerl mitten im Nirgendwo zelten gegangen bist und er dann verhaftet wurde und dich da draußen hat sitzen lassen?«

»Ich wusste doch nicht, dass das Auto gestohlen war.« Lainey zuckte mit den Schultern. »Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass mir in diesem besonderen Fall Damian aus der Patsche geholfen hat.«

Imogen kicherte. »Wenn man vom Teufel spricht.«

Lainey warf abrupt den Kopf herum. Das Objekt ihrer Fantasien stand im Türrahmen. Damian McKnight in all seiner Pracht. Ein Anblick, bei dem Lainey ein Ziehen zwischen den Beinen verspürte. Er trug eine verwaschene Jeans, die sich perfekt um seine Schenkel schmiegte. Sein blau kariertes Hemd stand am Kragen offen, und er hatte die Ärmel hochgekrempelt, was Laineys Blick auf seine samtige, olivfarbene Haut lenkte.

»Was redet ihr da gerade über mich?«, fragte er argwöhnisch, während er näher kam.

Wie üblich schenkte Lainey ihm ein zuckersüßes Lächeln, das er nicht erwiderte. Er besaß zwar anbetungswürdige Oberarme und absolut umwerfende Augen, aber Damian McKnight war eine absolute Spaßbremse. Mr. Stock-im-Hintern hatte sie ihn einmal genannt.

Es war ihr wirklich ein Rätsel, wieso sie seine Ernsthaftigkeit so verdammt anziehend fand.

Früher war er mal witzig und locker gewesen, bevor Jenny ihm das Herz in eine Million kleine Stücke gebrochen hat. Vielleicht musst du ihm einfach nur zeigen, wie er wieder Spaß haben kann …

Aber klar doch. Damian hatte sich immer so verhalten, als wäre sie ein lästiges Insekt, das ihn umschwirrte und sich ihm aufdrängte. Das dort herumhing, wo es unerwünscht war. Und dann diese Sache in dem Jahr nach seiner Scheidung. Als sie betrunken gewesen war und versucht hatte, ihn zu küssen. Da hatte er ihr deutlich zu verstehen gegeben, dass er sich nicht darauf einlassen würde, obwohl er ihr den ganzen Abend über Blicke zugeworfen hatte. Sie war damals einundzwanzig und sich voll und ganz im Klaren darüber gewesen, was sie von ihm wollte.

»Wir haben in Erinnerungen an ein paar von Laineys denkwürdigen Dating-Erlebnissen geschwelgt«, antwortete Imogen.

Damian schmunzelte. »Wie das eine Mal, als du bei diesem Anwaltstypen aus dem Fenster klettern musstest, weil seine andere Freundin früher nach Hause kam?«

»Er hatte mir erzählt, er wäre single«, protestierte Lainey und griff nach ihrem Glas. »Ich wäre nie mit ihm ausgegangen, wenn ich das gewusst hätte.«

Er schüttelte den Kopf. Das tat er oft in ihrer Gegenwart … eigentlich taten das alle. »Wo steckt euer dritter Musketier?«

»Drinnen und telefoniert mit ihrem Loverboy«, erwiderte Lainey.

»Und was ist mit dir?« Er musterte sie. »Irgendwelche neuen Opfer in letzter Zeit?«

Lainey trank den Rest ihres Sekts aus und versuchte, so zu tun, als hätte sie seinen glühenden Blick nicht bemerkt. Damian beherrschte den »Blue Steel«-Blick perfekt, und sie wusste genau, dass Frauen in ganz Melbourne ihren rechten Arm dafür geben würden, um einmal mit diesem Blick von ihm bedacht zu werden. Und seit seinem Abstecher ins Fernsehen hatte der Typ sogar einen Fanclub auf Facebook. Einen Fanclub, Himmel noch mal!

»Ich bin gern single, das weißt du. Aber vielleicht ziehe ich später noch um die Häuser und schaue, ob mir irgendjemand ins Auge fällt.«

Seine Kiefermuskeln spannten sich an. Interessant. »Wenn ja, dann richte demjenigen doch bitte mein Beileid aus.«

Ein seltsamer Unterton schwang in Damians Stimme mit, ein Hauch von Angespanntheit, der ihre Neugier weckte. Kam das daher, dass es ihm einfach nur egal war, oder gefiel ihm die Vorstellung nicht, dass sie auf Anmachtour ging?

Bei ihm wusste sie nie, woran sie war. Er hatte gesagt, er wäre nicht interessiert, aber seine Körpersprache erzählte etwas anderes.

»Und was hast du heute Abend vor?«, fragte sie.

»Nicht viel. Mum brauchte Hilfe bei den Rohrleitungen in der Küche, und Dads Rücken setzt ihm immer noch schwer zu«, sagte er mit kurzem Nicken. »Ich leiste Frondienste und bekomme Lasagne.«

Bei diesen Worten schmolz Lainey innerlich dahin. Trotz seines rasanten und lukrativen Aufstiegs in der Geschäftswelt vergaß Damian nie, wo er herkam oder wer in seinem Leben wichtig war. Seine Familie ging ihm über alles, und er war immer und jederzeit für seine Eltern oder seine Schwester da.

Es verblüffte Lainey noch immer, wieso ihn seine Frau verlassen hatte. Wer, der noch recht bei Verstand war, würde ihn verlassen?

Damian musterte sie erneut kurz, und sie spürte seinen Blick bis in die Zehenspitzen. »Ich mache mich dann mal besser an die Arbeit. Benehmt euch, okay?«

»Nie.« Lainey musste sich das Lachen verkneifen, als er die Augen verdrehte und ging, ohne sich noch einmal umzudrehen.

Der Mann hatte einen so perfekten Hintern, dass er in einer Galerie ausgestellt gehörte.

»Total verkrampft«, murmelte Lainey, den Blick auf seine Hüften gerichtet, während er im Haus verschwand. »Aber verdammt heiß.«

Imogen schnaubte. »Du meinst wohl ›verdammt unerreichbar‹.«

»Kommt aufs Gleiche raus.« Lainey klopfte mit den Nägeln auf den Tisch. »So, und jetzt will ich mehr über diesen Carmina-Ball-Plan hören. Ich bin fasziniert.«

»Ich wollte es eigentlich geheim halten.« Imogen vergrub das Gesicht in den Händen. »Aber Corinna hat mir dauernd Sekt nachgeschenkt, und dann der Schock über deine Neuigkeiten, da ist es mir einfach … ooh. Bitte erzähl’s keinem.«

»Meine Lippen sind versiegelt.« Lainey tat so, als würde sie einen Schlüssel im Schloss drehen. »Wie willst du denn ohne Einladung überhaupt reinkommen?«

»Ich kenne die Chefin vom Catering-Service.« Imogen beugte sich vor. »Ich gehe mit ihrem Team rein, und sobald die Party beginnt, schleiche ich mich davon und ziehe mein Kostüm an.«

Lainey saugte an ihrer Unterlippe. Der Plan war völlig verrückt. Absolut und total beknackt.

Apropos Damian, wusstet ihr, dass er eine Karte für den Carmina-Ball abgegriffen hat?

Corinnas Worte hallten ihr durch den Kopf wie Sirenengesang, zusammen mit der verführerischen Vorstellung, alles tun zu können, worauf sie Lust hätte, bevor sie nach London abreisen würde. Wenn Imogen sich verkleidet auf den Ball schleichen konnte, dann konnte Lainey das auch.

Und was zum Teufel willst du tun, wenn du drin bist?

Alles, was sie wollte. Sie lächelte verrucht. Sie würde alles tun können, was sie wollte.

»Bei deinem großen Abenteuer ist nicht zufällig noch ein Platz frei?«, fragte Lainey.

»Ach, und was hättest du davon?«

Im Allgemeinen war sich Lainey ihrer Verführungskünste bei Männern wohl bewusst – doch an Damian biss sie sich die Zähne aus. Er widerstand ihr, wo andere Männer ihr verfielen, und sie glaubte nicht, dass es an mangelnder körperlicher Anziehungskraft lag. Die gab es zwischen ihnen zur Genüge. Ihr Körper entflammte lichterloh, wann immer er ihr nahekam. Und was ihn anging … tja, sie hatte ihn schon früher dabei ertappt, wie er sie mit diesem heißen Blick aus seinen stahlblauen Augen ansah. Doch aus irgendeinem Grund ging er nie auf ihre Flirts ein, erwiderte keine ihrer neckenden Anspielungen.

Aber der ganze Sinn und Zweck eines Maskenballs war es doch, ein bisschen Spaß zu haben, ohne sich zu erkennen zu geben, oder? Sie würde ihre Theorie, dass da doch irgendetwas zwischen ihnen war, auf die Probe stellen können.

Damian McKnight übte eine Faszination auf sie aus wie noch niemand je zuvor. Er war ein Mann unter lauter Jungs. Ein absolutes Hirngespinst.

In ruhigen Augenblicken hatte sie sich schon oft gefragt, ob er der Grund für ihre Dates mit flatterhaften, unzuverlässigen Typen war. Sie konnte Damian niemals haben, also suchte sie sich das genaue Gegenteil – die tickenden Zeitbomben und die Spaßvögel. Typen, bei denen nicht das geringste Risiko bestand, sich in sie zu verlieben.

»Ich korrigiere«, sagte Imogen und kniff die Augen zusammen. »Will ich das überhaupt wissen?«

»Wahrscheinlich nicht«, gab Lainey zu. Ihr Blick hing an dem leeren Türrahmen, durch den Damian gerade verschwunden war.

»Hast du das vor, was ich gar nicht zu vermuten wage?«, fragte Imogen und folgte Laineys Blick. »Keine gute Idee.«

»Bitte, Immie«, sagte Lainey. »Er wird doch gar nicht wissen, dass ich es bin. Ich behalte meine Maske an, und falls es schiefläuft, mache ich mich aus dem Staub.«

»Ich dachte immer, du willst Corinna bloß aufziehen.« Die Freundin nahm ihr Glas, ließ aber die Hand auf halbem Weg in der Luft hängen, als hätte sie den Drink völlig vergessen. »War es dir die ganze Zeit über ernst mit ihm?«

»Ja«, gab Lainey zu. »Aber er hat mich immer nur wie eine Art kleine Schwester behandelt. Bitte. Das ist vielleicht meine einzige Chance. Wenn ich erst mal weg bin … dann war’s das.«

Imogen zögerte einen Augenblick, dann nahm sie die Hände hoch. »Von mir aus. Aber ich werde nicht Partei ergreifen, wenn dir das Ganze um die Ohren fliegt.«

Lainey biss sich auf die Lippe und versuchte, sich ihre Aufregung nicht anmerken zu lassen. Eine Nacht, um ihre Fantasien in die Tat umzusetzen. Danach würde sie weiterziehen und so tun, als wäre es nie passiert.

2. Kapitel

Damians Woche hatte schon nicht gut begonnen und endete noch schlimmer. Dass er am Wochenende Lainey gesehen hatte, hatte ihn mit allerlei unangemessenen Gedanken abgelenkt, wodurch er sich schuldig und reizbar fühlte. Er kam sich vor wie Schneewittchens verstoßener achter Zwerg.

Mit Ablenkung konnte er umgehen. Eine Niederlage andererseits … das war nicht zu ertragen.

»Wie ist das Meeting gelaufen?« Aaron griff nach seinem üblichen Gin Tonic. Sie hatten sich in ihrer Stammkneipe verabredet, einer alten Bar, die nicht mehr trendy war und in der man deshalb ordentlich bedient wurde. Und da der Carmina-Ball morgen Abend bevorstand, wollte Damian Energie tanken, um sich zu wappnen. Partys waren nicht wirklich sein Ding, aber dass er eine Einladung zu diesem Event erhalten hatte, zeigte, dass er in die richtigen Kreise vordrang. Zwar würden alle verkleidet sein, doch man hatte ihm gesagt, dass dort jede Menge Geschäfte abgewickelt würden, wenn man die richtigen Menschen kannte und die richtigen Fragen stellte.

Ihm kam das alles wie eine kleine Geheimgesellschaft vor.

Er knurrte. »Frag nicht.«

»So gut, ja?«

Damian kippte seinen Drink hinunter, um die Übelkeit in seinem Magen zu ertränken. Das Meeting vorhin hätte der Beginn einer neuen Ära für seine Unternehmensberatung sein sollen. Eine weitere Sprosse auf der Leiter hin zu der verlockenden, saftigen Karotte, die um Haaresbreite außer Reichweite baumelte. Anerkennung. Vergeltung.

Stattdessen hatte man ihm eine dicke, fette Ablehnung mitten ins Gesicht geschmettert. Nach weniger als fünf Minuten, was wie Salz in der Wunde war. Nicht, dass Damian je Angst vor dem Wort Nein gehabt hätte. Als er sich selbstständig gemacht hatte, war er anfangs überall abgewiesen worden. Aber bei diesem Klienten war es etwas anderes.

Bei diesem Klienten war es etwas Persönliches.

»Er meinte, er will nicht, dass sein familienfreundliches Image mit jemandem wie mir in Verbindung gebracht wird. Als wäre ich ein beschissener Geächteter. Es war eine Reality Show, verdammt noch mal.«

Er bereute seine Teilnahme bei Australia’s Most Eligible mehr als jeden anderen Mist, den er im Laufe seiner Karriere gebaut hatte. Er war nicht auf der Suche nach Liebe gewesen, wie die Show vorgab – das war keiner der Kandidaten. Sie alle wollten bloß Publicity. Bekanntheit. Sein PR-Berater hatte ihm damals versichert, dass die Show sein junges Melbourner Unternehmen landesweit bekannt machen würde … und das hatte sie ja auch. Damian war auf dem Bildschirm gut rübergekommen, und sein Geschäft hatte nach Ausstrahlung der Show einen ordentlichen Zuwachs an Aufmerksamkeit erhalten.

Doch die neuen Kunden waren größtenteils nur kleine Fische. Und Damian gab sich nicht mit Brotkrumen zufrieden – er wollte das ganze verdammte Brot.

Nur durch harte Arbeit hatte er sein Unternehmen so weit bringen können. Er hatte zahllose Überstunden gemacht und sich schwer ins Zeug gelegt, um Klienten zu bekommen. Jetzt hatte er eine Ebene erreicht, von der andere nur träumen konnten, doch die Tage seiner Reality-TV-Show hafteten ihm noch immer an wie ein übler Geruch.

»Und der verdammte Scheiß läuft nach Drehbuch. Die machen dich zu einer bestimmten Figur – das weiß doch jeder.« Damian schüttelte den Kopf. »Aber er sagte, Leute, die sich ›billiger Tricks‹ bedienen, um voranzukommen, seien nicht die Art von Menschen, mit denen er Geschäfte machen will. Ach ja, und offenbar sind diese Art von Fernsehshows der Grund, wieso unsere Gesellschaft den Bach runtergeht. Weil niemand mehr ›gute, altmodische Werte‹ besitzt.«

»Klingt nach einem Arschloch. Aber du landest doch immer wieder auf den Füßen«, erwiderte Aaron mit einem Schulterzucken. »Du findest einen anderen Klienten.«

»Klar. Aber ich will diesen.« Damian drehte das leere Whiskyglas in den Händen. »Ich muss es einfach irgendwie schaffen, familienfreundlicher zu wirken.«

»Du?« Aaron lachte. »Keine Beleidigung, Kumpel, aber du bist nicht gerade der familienfreundliche Typ.«

Verärgerung brodelte in ihm auf. Das wusste er. Sechs Monate vor seinem dreißigsten Geburtstag die Scheidungspapiere zu bekommen, hatte bei ihm einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, was das Thema Familie anging. Und Beziehungen. Weshalb er sich bei diesen auch immer an ein festes Ablaufdatum hielt. Damit kam er gut klar, und es verhinderte, dass die Dinge kompliziert wurden. Doch seit seinem Abstecher ins Fernsehen nahmen mehr Menschen Notiz von seinen Dating-Gewohnheiten. Und darunter eben auch potenzielle Klienten.

»Um welche Firma geht es?«, fragte Aaron.

»McPartlin & Co.«

Das Unternehmen hatte mit einem einzigen Restaurant begonnen, besaß mittlerweile sieben gehobene Speiselokale im ganzen Land und hatte zudem erst kürzlich eins in Neuseeland eröffnet. Außerdem hatte der Inhaber einen lukrativen Deal mit der Supermarktkette Coles abgeschlossen. Es gab sogar Pläne, schon innerhalb der nächsten fünf Jahre nach Singapur, Hongkong und Dubai zu expandieren.

Der Unternehmenschef war allerdings bekanntermaßen stockkonservativ und traditionsverbunden. Verdammt, er hatte sogar einen der besten Köche der Welt gefeuert, weil der in der Küche geflucht hatte und »Kraftausdrücke« nicht toleriert wurden. Da es aber nicht gerade unüblich für Chefköche war, sich anschaulicher Sprache zu bedienen, hatte der Vorfall Schlagzeilen gemacht.

»Jerry McPartlins Unternehmen.« Aarons Gesicht war abzulesen, dass ihm nun einiges klar wurde. »Der Klient deines Ex-Bosses?«

»Genau der.«

»Okay, Kumpel. Du solltest mal tief durchatmen und gründlich nachdenken.« Aaron stellte seinen Drink ab und legte Damian eine Hand auf die Schulter. »Ich weiß, du bist stinksauer auf Ben wegen dem, was passiert ist, aber …«

»Er hat meine Frau gevögelt, Aaron.«

Darum ging es hier. Rache. Der Deal mit McPartlin & Co. hatte Bens kleine Beratungsfirma in die Oberliga katapultiert. Dieses Unternehmen war Bens Aushängeschild.

Und Damian würde alles in seiner Macht Stehende tun, um ihm diesen Kunden wegzunehmen, genauso, wie Ben Damian etwas Kostbares genommen hatte.

Bei der Erinnerung daran flackerte es ihm rot vor den Augen wie der Umhang eines Matadors. »Und dann hat er noch die Dreistigkeit besessen, mir zu sagen, ich würde es nie zu etwas bringen. Dass ich nie auch nur annähernd die Liga erreichen würde, in der er spielt.«

»Er ist ein Arschloch, das ist eine wohlbekannte Tatsache.« Aaron schüttelte den Kopf. »Aber du musst loslassen. Das ist jetzt vier Jahre her. Es ist nicht gesund, so lange an so etwas festzuhalten.«

»Bist du fertig, Oprah?«

»L

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