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Unerfüllte Liebe

1. KAPITEL

Nachdem Nora Jonas am Bahnhof abgeliefert hatte, machte sie noch einen schnellen Abstecher in den Stall. Und ahnte nicht, dass Werner, der sich an diesem Morgen höchstpersönlich von Jonas verabschiedet hatte, nur auf ihre Rückkehr gewartet hatte und ihr nun folgte.

„Nora?“

Sie stand vor einer Box und streichelte nachdenklich Jonas’ Lieblingspferd. „Sie suchen mich?“ Erschrocken war sie herumgefahren.

„Nicht doch. Ich bin hier, weil ich nachdenken muss“, behauptete er und trat dicht an sie heran. „Und zwar darüber, ob es ein Zufall sein kann, dass wir uns schon wieder bei den Pferden treffen …“

Beschämt senkte sie den Blick.

„Ich glaube nicht an Zufälle“, flüsterte er und hob sanft ihr Kinn.

„Und ich auch nicht“, hauchte sie.

Zärtlich küsste er sie auf die Stirn. Es war Nora deutlich anzumerken, wie sehr sie mit sich rang. Aber schließlich gab sie allen Widerstand auf – und ließ sich auf die leidenschaftliche Umarmung des Seniors ein …

Just in dem Moment kam Barbara in voller Reitmontur die Stallgasse herunter.

Der Schreck fuhr ihr in alle Glieder, als sie das eng umschlungene Paar direkt vor sich bemerkte.

Und als Nora mitten im Kuss die Augen öffnete, blickte sie in das wutverzerrte Gesicht von Barbara von Heidenberg. Entsetzt stieß sie den Senior von sich.

„Was ist denn los?“, fragte er vollkommen irritiert. „Was soll das denn werden?“

„Eine Schmierenkomödie!“ Barbaras Stimme gellte durch den Stall.

Entgeistert drehte Werner sich zu seiner Frau um. „Frau Dammann … hatte eine kleine Kreislaufschwäche …“, stammelte er. „Da habe ich sie gestützt …“

„Und von Mund zu Mund beatmet!“, höhnte Barbara. „Verkauf mich nicht für dumm!“

Nora war während dieses Wortwechsels wie gelähmt gewesen. Aber nun ging ein Ruck durch ihren Körper – und sie rannte davon.

„Wenigstens erkennt deine Gespielin, wann sie gehen muss“, zischte Barbara. „Und du solltest jetzt ein umfassendes Geständnis ablegen!“

„Süß, wenn du so eifersüchtig bist!“, versuchte er, sie zu besänftigen.

„Lass das!“, fauchte sie und funkelte ihn an.

„Wegen eines kleinen Kusses gibst du hier die Rachegöttin?“ Langsam gewann er wieder Oberwasser.

„Das ist keine Antwort!“, empörte sie sich. „Gib es zu – du warst mit ihr im Bett!“

„Dass du dich über einen kleinen Ausrutscher so aufregen kannst …“, erwiderte er.

„Du Schwein!“ Voller Zorn versetzte Barbara ihrem Mann eine Ohrfeige. „Du hast mich die ganze Zeit angelogen!“

„Jetzt komm mal wieder runter!“ Es fiel Werner schwer, nach der Ohrfeige Haltung zu bewahren. „Es ist nun mal passiert. Ich kann’s nicht ändern.“

„Eine Entschuldigung stelle ich mir anders vor“, erwiderte sie wutentbrannt.

„Die ganze Sache hat nichts zu bedeuten“, beteuerte er.

„Ob deine Eskapaden etwas zu bedeuten haben, entscheidest nicht du allein, mein Lieber“, stellte sie wütend fest. „Dein erster Seitensprung war auch dein letzter. Hast du mich verstanden?“

„Du drohst mir?“ Er zog die Augenbrauen hoch.

„Du willst offenbar noch einmal von einer Ehefrau verlassen werden.“

Das hatte gesessen. Der Senior schwieg betroffen.

„Dabei kommst du so schlecht allein klar“, spottete sie. „Und damit du nicht noch einmal in Versuchung gerätst …“

„Ich kann mir vorstellen, was du willst“, seufzte er. „Ich soll Frau Dammann entlassen.“

Sie nickte.

„Aber so einfach ist das nicht.“

„Es ist sogar ganz einfach“, widersprach sie. „Du kündigst ihr fristlos. Ein Grund wird dir schon einfallen.“

„Sie wird sich an uns rächen“, vermutete er. „Sie wird im Hotel herumerzählen, warum sie gefeuert wurde. Das kann nicht in unserem Interesse sein!“

Tatsächlich wurde Barbara unsicher.

„Du machst uns zum Gespött unserer Angestellten“, fügte er eindringlich hinzu.

„Ich will dieses Blondchen aber nicht mehr sehen!“, zischte sie.

„Dann müssen wir eine andere Lösung finden“, entgegnete er.

„Lass dir was einfallen!“, verlangte sie. „Und zwar bald!“

„Na, fleißig bei der Arbeit …?“ Werner wirkte ein wenig unsicher, als er wenig später das Büro des „Fürstenhofs“ betrat.

„Dafür werde ich bezahlt“, gab Nora distanziert zurück.

Der Senior trat zu ihr. „Nora, es tut mir leid“, sagte er leise. „Das ist alles sehr unglücklich gelaufen.“

Aufmerksam sah sie ihm ins Gesicht.

„Aber ich kann Ihnen versichern, dass Sie wegen dieser Geschichte keine Nachteile haben werden“, fuhr er fort.

„Ich denke, Frau von Heidenberg sieht das etwas anders“, warf sie skeptisch ein.

„Ich gebe zu, die Diskussion mit meiner Frau ist noch nicht ausgestanden“, seufzte er. „Sie ist etwas schwierig …“

„Verschonen Sie mich bitte mit Klagen über Ihre Frau“, unterbrach Nora ihn sofort. „Wir wollten ohnehin zu einer rein beruflichen Ebene zurückkehren.“

„Ich bin froh, dass Sie das so sachlich sehen.“ Erleichtert atmete er auf. „Ich wusste ja, dass sie eine vernünftige Frau sind. Und es war uns ja beiden klar …“

„… dass Sie es nicht ernst gemeint haben“, stieß sie plötzlich wütend hervor. „Ja, jetzt ist mir das auch klar!“

„Sie werden mir doch keine Szene machen?“, fragte er irritiert.

„Das ist mir die Sache nicht wert, Herr Direktor“, antwortete sie mit einem bitteren Lachen. „Und nun entschuldigen Sie mich. Ich habe auch noch ein Privatleben.“ Damit ging sie hinaus.

Nachdenklich sah Werner ihr hinterher.

Zu seiner Überraschung traf Felix Robert in der Küche an. Robert gab dem Küchenpersonal gerade Tipps zur Zubereitung einiger Speisen.

„Was machst du denn hier?“, wollte Felix unangenehm berührt wissen.

„Auch wenn ich nicht mehr schmecken kann, darf ich mal in der Küche vorbeischauen“, antwortete Robert mit einem Lächeln. „Ich schreibe schließlich an einem Kochbuch – und außerdem gehört mir die Hälfte des ‚Fürstenhofs‘.“

Felix nickte genervt. „Ich muss dir was sagen“, begann er dann leise. „Miriam hat sich endgültig für mich entschieden.“ Er beobachtete Robert aufmerksam, doch der verzog keine Miene. „Das tut sicher weh“, fuhr er fort. „Aber du kannst daran nichts ändern.“

„Ich habe nicht vor, dir Miriam wegzunehmen“, versicherte Robert.

„Da habe ich aber schon ganz andere Sätze von dir gehört“, bemerkte Felix.

„Früher vielleicht. Aber jetzt ist das anders.“

Felix zog spöttisch die Augenbrauen hoch. „Und was hat sich geändert?“, fragte er. „Du weißt, dass sie zu mir gehört?“

„Ich weiß, dass das geschehen wird, was geschehen muss“, gab Robert zur Antwort. „Und deshalb werde ich nicht mehr kämpfen, sondern nur abwarten.“

Felix’ Selbstbewusstsein fiel in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Gegen Roberts neue Gelassenheit kam er nicht an.

Um seine Gedanken wieder zu ordnen, ging Felix in den Park und traf dort auf seinen Vater, der wie ein Verrückter die Beete jätete.

„Ärger mit dem Chef?“

Johann winkte ab. „Ärger mit allen“, knurrte er. Und das stimmte. Denn nicht nur, dass Werner Saalfeld ihn auf dem Kieker hatte, seit Elisabeth abgereist war – selbst Hildegard und Alfons unterstellten ihm eine Affäre mit Vera. Anders konnten sie sich Elisabeths überstürzten Abschied vom „Fürstenhof“ einfach nicht erklären. „Aber egal“, murmelte Johann. „Erzähl mir lieber, was es bei dir Neues gibt.“ Er war in die Eheprobleme seines Sohnes seit Langem eingeweiht.

„Es ist alles wieder in Ordnung“, sagte Felix nach einem kurzen Zögern. „Ich war ein bisschen unsicher, als Robert zurückgekommen ist. Aber jetzt … Miriam hat sich für mich entschieden.“

„Du musst ihr vertrauen“, mahnte sein Vater. „Misstrauen macht jede Beziehung kaputt. Das hast du ja bei deiner Mutter und mir gesehen.“

„Schlimm genug, dass es so kommen musste“, erwiderte Felix.

„Macht bitte nicht den gleichen Fehler wie wir.“ Väterlich klopfte Johann seinem Sohn auf die Schulter. „Ich wünsche euch beiden viel Glück.“

Noch spät am Abend saß Miriam in ihrer Wohnung und arbeitete an einer Duftkreation.

Doch sie konnte sich einfach nicht auf die Arbeit konzentrieren.

Sie kam mit ihren Gefühlen nicht mehr zurecht.

Robert! Jeder zweite Gedanke galt Robert!

Aber sie durfte nicht an ihn denken. Sie musste ihn vergessen.

„Du arbeitest noch?“ Felix war eingetreten.

„Du hast doch auch gerade erst aufgehört“, gab sie mit angestrengter Heiterkeit zurück.

Er bemerkte ihr künstliches Lächeln sofort. „Dir geht es nicht gut“, stellte er besorgt fest.

„Wie kommst du denn darauf?“

„Ich sehe es dir an.“

Sie seufzte. „Im Moment gelingt mir einfach gar nichts“, behauptete sie dann.

„Aber es liegt nicht nur an der Arbeit, oder?“, forschte er weiter.

Doch sie schwieg beklommen.

„Es ist wegen Robert.“ Er blickte sie an.

Wieder entgegnete sie nichts.

„Auch wenn er behauptet, dass er nicht mehr um dich kämpfen wird – seine neue Gelassenheit macht dir mehr zu schaffen als sein früherer Hitzkopf“, vermutete Felix.

„Du hast recht.“ Sie sprach so leise, dass er sie kaum verstand. „Ich komme mit der neuen Situation nicht klar.“

Liebevoll legte er den Arm um sie. „Alles braucht seine Zeit“, sagte er tröstend.

„Ja, das hoffe ich auch …“ Sie schmiegte sich Schutz suchend an ihn.

„Wir sollten schlafen gehen“, fand er.

„Halt mich einfach noch einen Augenblick lang fest“, bat sie und vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter.

In der Saalfeld’schen Privatwohnung herrschte an diesem Abend Eiszeit.

Barbara dachte gar nicht daran, sich von Werner besänftigen zu lassen. „Ich bin nicht wie Charlotte!“, fauchte sie. „Ich wahre nicht immer die Contenance! Und ich lasse mich auch nicht vorführen und leide still vor mich hin!“ Sie zog den Brillantring vom Finger, den Werner ihr geschenkt hatte, und schleuderte ihn vor seine Füße.

„Es tut mir leid, Barbara“, entschuldigte er sich verunsichert.

Aber da hatte sie bereits die Tür hinter sich zugeschlagen.

Am nächsten Morgen platzte Barbara ohne anzuklopfen in Noras Büro.

„Wenn ich Sie noch ein einziges Mal dabei erwische, dass Sie sich an meinen Mann ranmachen, dann lernen Sie mich richtig kennen!“, drohte sie.

„Ich hab’s Ihnen doch schon gesagt: Ich habe mich nicht an ihn rangemacht“, beteuerte Nora kleinlaut.

„Ach“, spottete Barbara, „er hat Sie verführt?“

„Nein, das nicht gerade …“, gab Nora zu.

„Eben! Da gehören immer noch zwei dazu. Und eine Frau kann immer Nein sagen!“

Nora nickte schuldbewusst. „Es tut mir wirklich leid“, flüsterte sie. „Aber die Geschichte ist wirklich zu Ende. Von mir haben Sie nichts mehr zu befürchten.“

„Ach, Gottchen“, entgegnete Barbara herablassend.

Nora fasste sich ein Herz. „Eigentlich spielt Ihr Mann uns dauernd gegeneinander aus“, stellte sie vorsichtig fest.

Barbara schwieg einen Moment lang. Es war deutlich zu sehen, wie es in ihr arbeitete. „Sie haben mich da auf eine Idee gebracht.“ Ihre Miene war plötzlich um einiges freundlicher geworden. „Schließlich haben wir beide mit Werner Saalfeld ähnliche Erfahrungen gemacht …“

Miriam hatte kein Auge zugetan.

Bei den ersten Strahlen der Morgensonne setzte sie sich im Bett auf und betrachtete wehmütig ihren schlafenden Mann.

Er war das Beste, was sie sich hätte wünschen können. Er war immer an ihrer Seite gewesen, hatte zu ihr gehalten …

Warum nur konnte sie nicht glücklich mit Felix sein?

Und warum fühlte sie sich so stark zu Robert hingezogen?

Sie durfte Felix nicht wehtun. Das hatte er nicht verdient.

Leise stand sie auf, zog sich an und verließ die Wohnung.

Als sie das Gewächshaus betrat, fuhr ihr der Schreck in alle Glieder. Der Rosmarin war weg! Das konnte nur Robert gewesen sein. Der Rosmarin war das Symbol ihrer Liebe gewesen. Und Robert hatte ihn weggeworfen …

Völlig verstört starrte Miriam auf das Loch im Beet.

Robert saß derweil über seinem Kochbuch. Der Rosmarin stand in einem Topf auf seinem Schreibtisch.

Es klopfte an der Tür, und Viktoria kam herein. „Tut mir leid, wenn ich störe“, entschuldigte sie sich. „Aber in einer halben Stunde stellt sich ein Koch vor. Ich wäre froh, wenn du ihn dir ansehen könntest.“

Er nickte. „Klar, mache ich gern.“

„Was schreibst du denn da?“, wollte Viktoria neugierig wissen.

„Es soll ein besonderes Kochbuch werden“, erklärte er.

„Und der Rosmarin inspiriert dich dabei?“, hakte sie nach.

Wieder nickte er. „Es war Miriams und meiner“, antwortete er knapp.

„Und woher hast du ihn?“, fragte sie weiter.

„Aus dem Gewächshaus. Ich finde, dort ist es zu eng und stickig für ihn.“

Sie runzelte die Stirn. „Und hier bei dir hat er es besser?“

Robert lächelte. „Das ist nur eine Zwischenstation“, entgegnete er. „Ich möchte ihn später an einem schönen Ort in der freien Natur einpflanzen.“

Überrascht blickte sie ihn an.

„Der Rosmarin soll frei sein“, fuhr er fort. „So wie meine Liebe zu Miriam.“

„Glaubst du vielleicht immer noch, dass ihr zusammenkommt?“, erwiderte sie genervt – immerhin sprach er von der Frau ihres Bruders.

„Ich weiß, was ich fühle und wonach ich mich sehne. Aber ich bin nicht so vermessen zu glauben, ich könnte die Zukunft vorhersagen.“ Damit hatte er ihr den Wind aus den Segeln genommen. „Ich will auch nichts erzwingen“, setzte er noch hinzu. „Man muss den Dingen ihren Lauf lassen können.“ Beinahe zärtlich streichelte er über den Rosmarin.

Als Miriam an diesem Vormittag über die Almwiese lief, entdeckte sie dort zu ihrer Überraschung den Rosmarin. Robert musste ihn aus dem Gewächshaus geholt und hier eingepflanzt haben!

Strahlend beugte Miriam sich zu der üppigen Kräuterpflanze hinab.

Sie hätte es nicht ertragen, wenn er sie nicht mehr geliebt hätte.

Und sie liebte ihn.

Mehr denn je!

Entschlossen machte sie sich auf den Rückweg zum Hotel. Sie hatte eine Entscheidung getroffen …

Robert saß unterdessen auf einer Bank im Park des „Fürstenhofs“ und blätterte in seinen Notizen.

„Du hast unseren Rosmarin auf die Almwiese gepflanzt.“

Er blickte auf. Miriam stand vor ihm und sah ihn an.

„Im Gewächshaus kann er sich nicht richtig entfalten“, bestätigte er. „Er braucht mehr Freiraum.“

„Du hast recht“, brach es aus ihr heraus. „Mit allem. Auch damit, dass ich dich immer noch liebe. Ich habe dich immer geliebt, Robert.“

Er brauchte einen Augenblick, bis er begriff, was sie da gesagt hatte. Dann ging ein Leuchten über sein Gesicht. Er stand auf und umarmte sie innig. „Endlich ist es raus“, flüsterte er bewegt. „Du weißt gar nicht, wie glücklich ich bin.“

„Lass uns von hier weggehen!“

Verständnislos runzelte er die Stirn.

„Weg von all diesen Leuten, die mich daran erinnern, was für Fehler ich gemacht habe.“ Sie wirkte auf einmal ausgesprochen nervös.

„Ganz ruhig“, sagte er sanft. „Ich gehe überall mit dir hin. Aber warum hast du es so eilig?“

„Ich will mein neues Leben mit dir sofort beginnen!“, behauptete sie.

„Hast du gepackt? Hast du Abschied genommen?“

Sie zögerte.

Und er verstand. „Du hast Felix noch gar nichts gesagt.“

„Bitte, Robert!“, flehte sie verzweifelt. „Lass uns einfach weggehen!“

Er löste sich von ihr. „Nein. So nicht.“

Unter Miriam tat sich ein Abgrund auf. Niemals würde sie es schaffen, ihrem Mann zu sagen, dass sie ihn verließ. Das konnte Robert einfach nicht von ihr verlangen.

„Ich lege dir mein Herz zu Füßen, und du sagst Nein?“, flüsterte sie unglücklich.

„Wir können nicht einfach so abhauen“, fand er.

„Natürlich können wir das“, widersprach sie. „Wir packen unsere Sachen und beginnen anderswo von vorne. Gib mir eine halbe Stunde …“ Er packte sie an beiden Schultern.

„Miriam!“ Sein Atem ging heftig. „Es ist mein größter Wunsch, mit dir zusammen zu sein. Aber doch nicht so!“

„Wie denn dann?“ Sie wand sich unter seinem forschenden Blick. „Ich bringe es nicht übers Herz, Felix die Wahrheit zu sagen.“

„Wir haben so viel falsch gemacht“, stellte Robert traurig fest. „Unser Neuanfang darf nicht auf Lügen und Feigheit aufbauen.“

„Ich weiß, dass es feige ist“, gab sie zu. „Aber was soll ich denn sonst machen?“

„Wenn du Ja zu mir sagst, musst du auch Nein zu Felix sagen“, erklärte er schlicht.

„Ach, das ist es, was du willst!“ Wütend funkelte sie ihn an. „Du willst dich an ihm rächen!“

„Das ist doch Quatsch!“ Doch sie steigerte sich immer weiter in ihren Vorwurf hinein.

„Wir könnten zusammen sein!“, rief sie. „Aber dir ist es wichtiger, dass ich mit Felix Schluss mache.“

„Nein. Ich will nur klare Verhältnisse.“ Bittend blickte er ihr in die Augen. „Du musst mit Felix sprechen.“

„Ich schaffe das einfach nicht.“ Sie kämpfte gegen die Tränen, die sich kaum noch unterdrücken ließen. Beruhigend streichelte er ihr über den Rücken.

„Ich glaube, du hast dir mit deiner Ehe von Anfang an etwas vorgemacht“, meinte er sanft. „Und ich würde dir diese Szene gern ersparen. Eigentlich müsste ich Felix ja hassen, wegen meiner kaputten Nase. Aber er hat das Recht zu wissen, woran er ist.“ Wieder verstand sie seine Worte falsch.

„Weißt du, was ich glaube?“, fauchte sie. „Du bist nur zurückgekommen, weil du Felix fertigmachen willst! Du hast noch eine Rechnung mit ihm offen. Nur deswegen soll ich ihm die Wahrheit sagen.“

„Das ist doch absurd“, verteidigte sich Robert.

„Es geht dir letztendlich gar nicht um mich“, warf sie ihm vor. „Sondern darum, recht zu behalten.“

„Es hat keinen Sinn.“ Die Resignation stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er aufstand und sie allein ließ.

Wie konnte er nur so kalt zu ihr sein! Miriam ließ ihren Tränen jetzt freien Lauf. Sie hatte ihm ihr Herz zu Füßen gelegt, und er trampelte darauf herum. Felix hätte sie niemals so behandelt. Er war der Einzige, auf den sie sich verlassen konnte. Wie hatte sie ihn nur so verraten können!

2. KAPITEL

Barbara hatte eine Überraschung für ihren Mann: Als Werner zum Mittagessen in die Wohnung kam, lagen drei Gedecke auf dem Tisch. Und dann ging die Tür auf, und Nora kam herein. Die beiden Frauen begrüßten sich mit einem Kuss auf die Wange – der Senior wusste nicht, wie ihm geschah.

„Also gut, meine Liebe“, seufzte er und wandte sich an Barbara. „Ich weiß, wann ich verloren habe. Es tut mir leid, ich habe mich nicht korrekt verhalten.“

„Das ist leicht untertrieben“, erwiderte sie mit einem bitteren Lachen.

„Gut. Entschuldige bitte, dass ich dich belogen und betrogen habe“, fuhr er mit süffisanter Übertreibung fort. „Das hast du nicht verdient.“ Sie zeigte ihm ein huldvolles Lächeln.

„Du bist auf dem richtigen Weg …“ Sie deutete auf Frau Dammann. Werner verstand.

„Auch bei Ihnen muss ich mich entschuldigen“, erklärte er, während Nora vor Peinlichkeit am liebsten im Boden versunken wäre. „Ich habe Sie in eine dumme Situation gebracht. Das tut mir leid, aber ich hoffe, dass wir trotzdem weiter gut zusammenarbeiten können.“ Er streckte ihr die Hand entgegen, die sie schnell ergriff und gleich wieder losließ.

„Ich kann doch nicht zum Essen bleiben“, meinte sie und sah hastig auf die Uhr. „Ich habe noch so viel zu tun.“

„Das holen wir nach“, säuselte Frau von Heidenberg. „Wir haben uns ja noch einiges zu erzählen.“ Die Geschäftsführerin verabschiedete sich verkrampft.

„Ich hoffe, du hast verstanden“, sagte Barbara zu ihrem Werner, sobald sie allein waren. „Wenn ich will, sind Frau Dammann und ich ein Herz und eine Seele. Und du bist der böse Mann.“

„Ja, das habe ich verstanden“, gab er amüsiert zurück. „Verbrüderung mit dem Feind, alle Achtung! Du schaffst es immer wieder, mich zu überraschen. Aber du kannst mir nicht erzählen, dass ihr zwei jetzt dicke Freundinnen seid.“

„Wieso nicht?“, fragte sie schnippisch.

„Diese merkwürdige Frauensolidarität hat nur einen Zweck“, stellte er gelassen fest. „Auf diese Weise kannst du sie besser kontrollieren.“

„Findest du, Frau Dammann und ich passen nicht gut zusammen?“, provozierte sie weiter. Spott stand in seinen Augen.

„Du hattest deinen großen Auftritt“, sagte er nun. „Und ich habe mich entschuldigt. Lass uns von anderen Dingen reden.“

„Zum Beispiel?“, lauerte sie.

„Hättest du nicht Lust, im ‚Fürstenhof‘ mehr Verantwortung zu übernehmen?“, begann er. Desinteressiert verzog sie das Gesicht. „Du könntest zum Beispiel das bevorstehende Golfturnier in die Hand nehmen“, schlug er vor. „Das wäre doch eine Aufgabe nach deinem Geschmack.“ Sie dachte einen Augenblick nach.

„Das kann ich mir tatsächlich vorstellen“, entgegnete sie dann betont sachlich.

Aber Werner spielte viel zu gern mit dem Feuer, als dass er es dabei belassen hätte. Wie selbstverständlich erklärte er tags darauf, dass Nora seine Frau bei der Organisation des Golfturniers unterstützen würde.

„Und komm ja nicht auf die Idee, dem Turnier zu schaden, um Frau Dammann in die Pfanne zu hauen“, warnte er. „Im Zweifelsfall werde ich immer dir die Schuld geben.“

„Das hast du dir fein ausgedacht“, erwiderte sie kühl. „Aber ich kann dich beruhigen: Das Projekt ist jetzt mein Baby und wird perfekt geplant. Mit oder ohne Blondchen …“

Viktoria spürte sofort, dass Robert etwas bedrückte.

„Lass mich raten: Miriam?“, fragte sie behutsam. „Habt ihr euch gestritten?“

„Ja“, seufzte er, und die Verzweiflung war ihm deutlich anzusehen. „Sie wollte mit mir durchbrennen. Aber ich Idiot habe abgelehnt, weil sie es Felix noch nicht gesagt hatte.“

„Sie wollte was?!“ Fassungslos starrte Viktoria ihn an. Er hatte ganz vergessen, dass er immerhin über die Frau ihres Bruders sprach. Trotzdem hörte Viktoria sich nun die Einzelheiten seiner Auseinandersetzung mit Miriam an.

„Ich kriege es einfach nicht hin“, schloss er seinen Bericht. „Irgendwas geht immer schief.“

„Ich finde, du hast alles richtig gemacht“, widersprach seine Exfreundin. „Du bist einfach ehrlich.“ Ungläubig verzog er das Gesicht. „Schau uns beide an“, fuhr sie fort. „Am Anfang hat es mich sehr verletzt, als du mir ins Gesicht gesagt hast, dass du mich nicht liebst. Ehrlichkeit hin oder her, wer hört schon gern, dass es aus ist.“

„Ich habe mich dafür gehasst“, gab er zerknirscht zu.

„Ich weiß.“ Sie schenkte ihm ein offenes Lächeln. „Aber dann habe ich kapiert, dass du mir gerade dadurch gezeigt hast, dass ich dir nicht ganz egal bin.“

„Willst du damit sagen, ich bin kein völlig hoffnungsloser Fall?“ Ihr Zuspruch tat ihm sichtlich gut.

„Miriam sollte bei Felix auch mit offenen Karten spielen“, fand sie. „Das hat er verdient.“

„Warum können wir uns nicht endlich in die Arme fallen und in den Sonnenuntergang reiten …“ Er unterbrach sich, als er bemerkte, dass Viktoria ihren Blick gesenkt hatte. „Entschuldige, dass ich ausgerechnet dir diese Geschichte …“

„Schon gut“, unterbrach sie ihn tapfer. „Hauptsache, es kommt endlich alles ins Lot. So kann es ja nicht weitergehen.“ Aber Robert glaubte nicht mehr daran, dass die Dinge in Ordnung kommen würden. So weh es auch tat – wahrscheinlich hatte er die Liebe seines Lebens jetzt endgültig verloren …

Miriam war unterdessen zu Felix geflüchtet. Sie hatte ihren Mann angebettelt, sich den Rest des Tages freizunehmen, um Zeit mit ihr zu verbringen. Und dabei klang sie so verzweifelt, dass der Restaurantleiter ihrem Wunsch sofort nachgekommen war.

Jetzt saßen die beiden auf einer lauschigen Bank im Wald.

„Warum bist du so durcheinander?“, wollte Felix wissen und strich ihr dabei zärtlich durchs Haar.

„Ich bin mit Robert aneinandergeraten …“ Er nickte düster. Das hatte er sich schon gedacht. „Aber es ist unwichtig“, behauptete sie. „Ich will nicht mehr daran denken. Es ist so schön hier. Mit dir.“

„Dieser Kerl macht mich wahnsinnig!“, stöhnte er, aber seine Frau legte ihm schnell eine Hand auf den Mund.

„Das Wort ‚Robert‘ ist heute aus unserem Wortschatz gestrichen, okay?“ Notgedrungen stimmte er zu. „Hauptsache, wir sind zusammen.“ Sie kuschelte sich in seinen Arm. „Wären wir doch nur allein auf der Welt“, flüsterte sie. „Ich kann den ‚Fürstenhof‘ nicht mehr sehen.“

„Den werden wir wohl nicht so schnell los“, entgegnete er mit einem schiefen Grinsen. „Aber ich habe eine andere Idee …“

Alfons hatte in der Zeitung eine Todesanzeige für Martha Preisinger entdeckt. Es hatte einen Moment gedauert, bis er den Namen zuordnen konnte – aber dann erinnerte er sich daran, dass Martha eine Freundin seiner Mutter gewesen war.

„Meine Mutter war damals sehr traurig, als Martha weggegangen ist“, erzählte er Hildegard. „Deshalb fühle ich mich jetzt verpflichtet, bei ihrer Beerdigung dabei zu sein.“

„Das verstehe ich gut“, meinte seine Frau und begleitete ihn zu der Urnenbestattung.

Neben ihnen stand nur noch eine junge Frau am Grab.

„Leonie Preisinger“, stellte sie sich den Sonnbichlers vor. „Ich bin die Enkelin.“ Die beiden sprachen Leonie ihr Beileid aus. Und der jungen Frau schien der Verlust ihrer Großmutter ehrlich nahezugehen. Während der gesamten Zeremonie liefen ihr die Tränen die Wangen hinunter.

„Können wir irgendetwas für Sie tun?“, fragte Hildegard, nachdem die Bestattung vorüber war.

„Nein, nein, vielen Dank.“ Leonie drückte den Sonnbichlers die Hände und wollte schon gehen, da fiel ihr noch etwas ein. „Vielleicht, wenn Sie ab und zu mal nach dem Grab schauen könnten“, bat sie. „Dann hätte ich ein gutes Gefühl, dass sich jemand um meine Omi kümmert.“ Selbstverständlich versprachen die beiden, das zu tun.

„Sie sieht so verloren aus“, meinte Hildegard nachdenklich und folgte der jungen Frau mit ihrem Blick.

Schon am nächsten Tag sah sie Leonie wieder. Martha Preisingers Enkelin hatte nämlich auf dem Gelände des „Fürstenhofs“ übernachtet, und Frau Sonnbichler entdeckte auf ihrem Weg zur Arbeit das kleine Zelt.

„Was machen Sie denn hier?“ Die Portiersfrau war sichtlich verdutzt, als sie begriff, wer da aus dem Zelt gekrochen kam. „Haben Sie kein Zimmer?“

„Zu teuer für mich“, erklärte Leonie und fröstelte.

„Aber das geht doch nicht …“ Die junge Frau sah sich um. Erst jetzt registrierte sie, wie nah das Hotel lag.

„Oh Mist!“, entfuhr es ihr. „Es war so dunkel … Ich habe nicht gemerkt, dass das hier ein Privatgrundstück ist. Tut mir leid.“ Auf der Suche nach einer warmen Jacke krabbelte sie zurück ins Zelt.

„Das ist viel zu kalt“, stellte Hildegard fest. „Und gefährlich ist es auch. So ein junges Mädchen nachts draußen alleine …“

„Ich habe eine Jacke, und ich kann mich schon wehren, wenn mir einer blöd kommt“, erwiderte Martha Preisingers Enkelin, die Frau Sonnbichlers Hartnäckigkeit noch nicht kannte.

„Jetzt kommen Sie erst mal mit zum ‚Fürstenhof‘. Da kriegen Sie eine heiße Tasse Tee und ein schönes Frühstück.“

„Zum ‚Fürstenhof‘?“ Leonie hatte aufgehorcht.

„Da arbeite ich“, erklärte Hildegard und zog die junge Frau mit sich.

Im Personalraum wurde also ein üppiges Frühstück aufgetischt, und Frau Sonnbichler holte ihren Mann dazu. Die waren beide neugierig auf die Geschichte, die Leonie zu erzählen hatte.

„Mein Vater ist schon lange tot“, berichtete Martha Preisingers Enkelin bereitwillig. „Und meine Mutter ist seit dem Tsunami verschollen und wurde nach einem Jahr für tot erklärt. Blieb nur noch Omi. Sie war die Einzige, die ich noch hatte.“

„Wie traurig.“ Hildegards Miene war voller Mitgefühl.

„Ich habe mich immer wieder gefragt …“, setzte die junge Frau nachdenklich hinzu. „Es war irgendwie komisch, warum sie ausgerechnet hier im Ort beerdigt werden wollte. Sie war doch schon so lange fort.“

„Vielleicht hat sie hier ihre schönste Zeit erlebt?“, meinte Alfons.

„Ja, vielleicht …“ Leonie nickte. „Aber warum hat sie mir dann nie Genaueres davon erzählt?“ Die Sonnbichlers zuckten ratlos die Schultern.

„Und nachdem sie hier wegging – ist sie nie wieder hier gewesen?“, wollte Hildegard wissen.

„Nein, nie.“

„Haben Sie eigentlich ein Foto von ihrer Großmutter? Ich habe sie ja gar nicht gekannt.“ Die junge Frau kramte ein zerknittertes Bild aus ihrem Rucksack.

„Da war sie noch fit.“ Hildegard betrachtete das Foto.

„Sie sieht lebenslustig aus“, stellte sie fest.

„Das war sie“, bestätigte Marthas Enkelin liebevoll.

„Sie war eine hübsche Frau“, fand Alfons, der das Bild nun in die Hand genommen hatte. „Da fällt mir was ein!“ Er wandte sich an Leonie. „Meine Mutter hat mir von ihrer Großmutter erzählt. Sie war eins der ersten Zimmermädchen im ‚Fürstenhof‘.“

„Wirklich?“, fragte sie verblüfft.

„Ja! Ich selbst habe sie allerdings kaum gekannt. Ich war damals ja noch ein kleiner Bub …“

„Das hat Omi nie erzählt!“, wunderte sich Leonie. „Aber sie hat oft vom ‚Fürstenhof‘ geschwärmt: Ein tolles Hotel, mit so vielen interessanten Gästen. Aber dass sie Zimmermädchen war …“

„Merkwürdig …“, sagte Hildegard, doch ihr Mann unterbrach sie.

„Jetzt zu Ihnen. Wie soll es denn weitergehen?“

„Zurück nach Münster will ich auf keinen Fall“, antwortete die junge Frau ausweichend. „Ansonsten weiß ich noch nicht. Irgendwo neu anfangen …“ Die Sonnbichlers tauschten einen Blick.

„Also, wenn Sie wollen … können Sie erst mal bei uns wohnen.“ Leonie war sichtlich verblüfft von Hildegards Angebot.

„Wir haben genug Platz“, ergänzte der Portier. „Sie könnten dann in aller Ruhe überlegen, wie es weitergeht. Und das Zelt packen Sie mal schön weg. Für Ihren nächsten Urlaub.“ Dankbar sah die junge Frau von einem zum anderen. Sie konnte es kaum glauben, dass ihr unverhofft so viel Gutes widerfuhr.

„Sie scheint ein selbständiges Mädel zu sein“, stellte Alfons fest, als er später mit seiner Frau allein war.

„Trotzdem braucht sie unsere Hilfe“, fand Hildegard.

„Das sehe ich genauso“, pflichtete er ihr bei. „Sie hat kein Zuhause mehr.“

„Sie muss ihre Oma sehr geliebt haben“, meinte sie nachdenklich. „Weißt du eigentlich noch mehr von Martha?“

„Ich habe sie nur ein- oder zweimal gesehen“, erzählte er. „Aber meine Mutter sagte immer, Martha war eine Schönheit und bei allen im Dorf beliebt. Und dann war sie plötzlich von heute auf morgen fort. Einfach so. Keiner wusste, wo sie hinging.“

„Da muss doch was vorgefallen sein“, vermutete sie.

„Das haben wir uns auch gedacht“, nickte er. „Die Leute im Dorf haben sich das Maul zerrissen und die wildesten Geschichten erfunden …“

„Die Arme! Ich weiß, wie es ist, wenn die Leute sich das Maul zerreißen.“ Auch ihr Mann erinnerte sich nur allzu gut an die schreckliche Zeit, in der man Hildegard Korruption vorgeworfen hatte. Und dann fiel ihm noch etwas ein.

„Vielleicht sind wir beide auch nicht viel besser …“, gab er zu bedenken. „Wegen dem Johann… Er hat Stein und Bein geschworen, dass er nichts mit Vera hatte …“ Seit Elisabeth abgereist war, hatten die Sonnbichlers jeden Kontakt zu Gruber abgebrochen. Sie lasteten ihm an, Charlottes Schwester vom „Fürstenhof“ vertrieben zu haben. „Aber der Johann ist doch kein schlechter Mensch“, sagte der Portier jetzt.

„Sicher nicht“, stimmte Hildegard ihm zu. „Da haben wir wohl etwas gutzumachen …“

Die beiden entschuldigten sich sowohl bei Johann als auch bei Vera Obote für ihr Benehmen in der letzten Zeit. Und Alfons versprach Samias Mutter, im „Fürstenhof“ ein gutes Wort für sie einzulegen. Vera brauchte dringend einen Job, und im Hotel wurde ein Zimmermädchen gesucht.

Wie es zu erwarten gewesen war, ging Barbaras und Noras Zusammenarbeit nicht lange gut. Als der Journalist einer renommierten Golfzeitung Frau Dammann für Werners Lebensgefährtin hielt, platzte Frau von Heidenberg ...

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