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Unbequem und ungewöhnlich

Clemens Engling
Unbequem und ungewöhnlich
Anna Katharina Emmerick – historisch und theologisch
neu entdeckt

Clemens Engling

Unbequem
und ungewöhnlich

Anna Katharina Emmerick –
historisch und theologisch neu entdeckt

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Die Neuentdeckung Anna Katharina Emmericks

2. Die Quellenlage

3. Der verspätete Prozessbeginn in Münster

4. Der römische Prozess

5. Zum Stand der Verehrung

6. Der Stand der Forschung

7. Ausblick

Erster Hauptteil:
Ihr Leben im historischen Kontext

1. Kriterien der Erforschung

2. Geburt und Kindheit. Die Eltern. Das soziale und religiöse Umfeld

3. Anna Katharinas weitere Kinder- und Jugendjahre. Ihre religiös-sittliche Entwicklung

4. Emmericks Ausbildungszeit als Magd auf dem Bauernhof und als Schneiderlehrling. – Ihr Klosterwunsch

5. Die zwanziger Jahre der Emmerick bis zum Klostereintritt

6. Emmericks Klosterjahre (1802–1812)

Exkurs: Zur historischen und kirchengeschichtlichen Situation der Jahre 1802–1824

7. Stigmatisation und Nahrungslosigkeit (1812–1819)

Exkurs: Das Tagebuch des Dr. Wesener

8. Lebensumstände und Phänomene der Jahre 1813–1819 im Leben der Emmerick

a) Andrang von Besuchern

b) Todesschwäche

c) Stärkung durch die hl. Kommunion, die Beichte und geistliche Begleitung

d) Begegnung mit »Himmel und Hölle«

Exkurs: Emmerick und die Zeitumstände

9. Die ständigen Kontaktpersonen der Emmerick

a) Personen ihrer nächsten Umgebung:
Jean Martin Lambert (1753–1821)

Alois Josef Limberg (1782–1852)

Gertrud Emmerick (geb. etwa 1778)

b) Ständige Besuchskontakte:
Clemens Brentano (1778–1842)

Bernhard Overberg (1754–1826)

Bernhard Rensing (1760–1826)

10. Besondere Kontakte:
Luise Hensel (1798–1876)

Johann Michael Sailer (1751–1832)

Melchior von Diepenbrock (1798–1853)

11. Die staatliche Untersuchung (7.–29. August 1819)

12. Die letzten Lebensjahre (1819–1824)

Zweiter Hauptteil:
Perspektiven einer theologischen und geistlichen Existenz

I.  Die Mystikerin

1. Anna Katharina Emmerick – die exemplarische Christin

a) Gottesbild, Gebet und Askese

b) Beziehung zu den Sakramenten

c) Selbstverwirklichung und Gewissen

d) Die Tugenden

e) Der Bezug zur Kirche

f) Glaubensvollzüge und traditionelle Muster

2. Anna Katharina Emmerick – die außergewöhnliche Frau

a) Visionen

Exkurs: Zur Einschätzung der Visionsgabe A. K. Emmericks

Exkurs: Die Visionen Anna Katharina Emmericks und die Dichtung Clemens Brentanos

b) Anfälle von Ohnmacht und Ekstasen

c) Nahrungslosigkeit

d) Weitere Phänomene der Mystikerin

(1) Kardiognosie (Herzensschau)

(2) Erkenntnis von Reliquien und geweihten Gegenständen (Hierognosis)

(3) Trockenheit des Geistes, Bitterkeit und »Süßigkeit« des Gemütes

(4) Die Gabe der Tränen

II. Die Leidende

1. Ihre Einstellung zum Leiden

2. Ihre Haltung zu den Wundmalen

3. Ihre Leidensmystik

III. Die Liebende

1. Praktische Nächstenliebe

2. Solidarität und Stellvertretung

3. Trostkompetenz

Dritter Hauptteil:
Anna Katharina Emmerick – Ihre Bedeutung für die Gegenwart

I.   Ihr Zeugnis von Gott

1. Das Zeugnis vor den Ungläubigen

2. Die mystische Dimension im Leben der Christen

a) Der Vorrang des Gebetes

b) Die Verinnerlichung der Liturgie

3. Prophetische Kritik in der Kirche

II. Ihre Sprache in Bildern

III. Ihre Sinndeutung des Leidens

Schluss:
Die Ausstrahlung Anna Katharina Emmericks – Zeugnisse

Aus der Geschichte

Aus der Gegenwart oder der nahen Vergangenheit

Personenverzeichnis

Quellen- und Literaturverzeichnis

Vorwort

»Die selige Anna Katharina Emmerick hat ›das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus‹ geschaut und an ihrem Leib erfahren. … So hat ihr Beispiel die Herzen armer und reicher, einfacher und gebildeter Menschen für die liebende Ganzhingabe an Jesus Christus erschlossen.«

(Papst Johannes Paul II.)

Durch die Seligsprechung am 3. Oktober 2004 ist Anna Katharina Emmerick uns als Vorbild und Fürsprecherin durch einen offiziellen Akt der Kirche vor Augen gestellt. Seit meinem Amtsantritt als Pfarrer der Hl.-Kreuz-Pfarre, die das Grab der Mystikerin birgt, am 27. April 1980, und vor allem seit meiner Emeritierung am 1. Juli 2001 bemühe ich mich, durch Studium der ursprünglichen Quellen Anna Katharina neu zu entdecken, von den Übermalungen zu befreien und die große und absolut reine Gestalt unserer Frömmigkeitsgeschichte so darzustellen, dass sie auch kritischen Nachfragen standhält, ja möglicherweise auch dem religiösen Suchen unserer Tage entgegen kommt.

Auf diesem Wege haben mich viele Menschen fachkundig und freundschaftlich begleitet, denen ich herzlich danken möchte. Vom Jahre 1993 bis zur Seligsprechung war ich zugleich Vizepostular und konnte in die römische Prozessführung Einblick nehmen. In dieser Zeit bin ich besonders den Offizialen unserer Diözese, dem jetzigen Bischof von Aachen, Dr. Heinz Mussinghoff, und Domkapitular Martin Hülskamp zu echtem Dank verpflichtet, wie auch den Postularen in Rom, zunächst dem Augustinerpater Professor Dr. Fernando Rojo, in den letzten Jahren Herrn Anwalt Andrea Ambrosi. Die Arbeit der eben Genannten wurde immer von der kenntnisreichen und fürsorglichen Haltung unseres Bischofs, Dr. Reinhard Lettmann, begleitet.

Fast 25 Jahre war ich eingebunden in Emmerickbund und Bischöflicher Emmerick-Kommission. Ich bin allen Mitgliedern für anregende Gespräche und kooperative Arbeit sehr dankbar. Beim Entstehen der Arbeit war mir die unmittelbare Begleitung durch die Freunde sehr hilfreich: Mein Neffe Sebastian Engling begleitete die Textfassung. Die Erstfassung der Texte lasen und besprachen mit mir: Dr. Heinz Gerwers, Monika Hantzko und Pfarrer Peter Nienhaus. Die befreundeten Professoren Elmar Klinger und Eberhard Rolinck sahen die Texte auch kritisch durch und gaben mir wertvolle Ratschläge.

Die Zusammenarbeit mit dem Echter Verlag und seinem theologischen Lektor, Herrn Heribert Handwerk, gestaltete sich sehr kooperativ.

Olfen, am Rosenkranzfest, dem 7. Oktober 2004

Dr. Clemens Engling

Einleitung

Erster Hauptteil:

Anna Katharina Emmerick

(1774 – 1824)
Ihr Leben im historischen Kontext

»Der Historiker ist ein rückwärts gekehrter Prophet.«
Friedrich Schlegel

1. Kriterien der Erforschung

Zu Beginn meines Versuches, die Biographie Anna Katharina Emmericks aus den historischen Quellen1 neu zu lesen und zu schreiben, möchte ich Kriterien nennen, die mich von der bisherigen hagiographischen Betrachtungsweise unterscheiden, aber auch Gesichtspunkte, die mich leiten, wie sie z. T. schon in der Einleitung anklangen.

Zunächst möchte ich einschränkend feststellen: Ich schreibe keine historisch-kritische Biographie2. Das scheint mir bei Anna Katharina Emmerick deswegen nicht erforderlich, weil das reichlich vorhandene historische Material mir genügend erforscht erscheint. Die Art, wie es vorgelegt wurde, scheint mir das Problem zu sein. – Vielleicht muss ich vorsichtiger formulieren, wie es schon mehrfach in der Einleitung anklang: Die Darbietung der bisherigen Biographien ist sehr zeitbezogen, ja einem nicht unbekannten hagiographischen Stil verhaftet3, sodass von mir das verlangt ist, für den Beginn des 21. Jahrhunderts Anna Katharina Emmericks Leben, Leiden und Wirken neu zu entdecken und kritisch zu würdigen.

Drei Biographien sind zu nennen, die jeweils zu ihrer Zeit eine große Bedeutung bei aller Einseitigkeit hatten: A) K. E. Schmöger, Das Leben der gottseligen Anna Katharina Emmerich. Erster Band: Vom Jahre 1774–1819, Freiburg 1867. – Zweiter Band: Letzte Lebensjahre und Tod, Freiburg 1870. – B) Th. Wegener, Das Leben der Anna Katharina Emmerick, Stein am Rhein 1990.4 C) H. J. Seller, I. Dietz, Im Banne des Kreuzes. Lebensbild der stigmatisierten Augustinerin A. K. Emmerick, Aschaffenburg 1974. – Im Unterschied zu Schmöger und Wegener nehmen der Verfasser P. Seller und der Herausgeber P. Dietz schon eine kritische Haltung gegenüber Brentano ein. Doch darf die von Clemens Brentano verfasste »Einleitung und Lebensumriss der Anna Katharina Emmerich«6,

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