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Treffpunkt Bismarckplatz

Vorwort / Einleitung

Dieser Groschenroman ist ein Projekt, das mir vor einigen Wochen eingefallen ist. Ich bin schon sein Bestehen der Big Brother Staffeln ein bekennender Big Brother Fan. Und seitdem ich mit meiner heutigen Frau zusammen bin, haben wir praktisch keine Staffel und auch keinen Montagabend (die großen Shows) verpasst. Bei uns gab es dazu eine Tradition: Pizza und Bier - na, und auch wenn die letzte Staffel (Nummer 11 in Deutschland) nun schon vor einigen Monaten zu Ende gegangen ist, denken wir beide gerne daran und haben unser kleines Ritual mit dem Montagabend beibehalten. Mir kam dazu dann die Idee - warum nicht mal einen Groschenroman im Big Brother Stil zu machen, nicht in einem abgeschlossenen Haus, sondern unter Kamerabeobachtung, sozusagen live und dazu mit fixen Regeln. Ich konnte meine Frau bald dafür begeistern und so kommt es, dass diese Zeilen am 25.02.2012 um 0:20 Uhr entstehen, meine Frau sitzt neben mir und ist meine Social Media Managerin. Das heißt im Konkreten, dass hier vor mir drei Computer und vier Monitore aufgebaut sind. Sie sitzt an einem Laptop und beobachtet Facebook, die Maileingänge, Google Plus und unseren Live Chat - und ich sitze daneben und arbeite an dem Groschenroman. Die Regeln zu diesem Projekt sind einfach und leicht nachvollziehbar: Wir senden 48 Stunden live, mit einer langen Unterbrechung von Samstagnacht 24 Uhr bis Sonntag 9 Uhr, die Zeit wird zum Schlafen abgezweigt. Ansonsten gibt es jede Stunde 5 Minuten Pause zum Bewegen, Luft schnappen und auf WC gehen. Am Samstagmorgen gibt es eine Unterbrechung von 30 Minuten für die Dusche. Das ist alles. Einfache nachvollziehbare Regeln. Julia will durchhalten, wäre schön, wenn sie die ganze Zeit dabei bliebe. Im Projekt wird es regelmäßig Umfragen geben und die Zuschauer sollen live an dem Entstehungsprozess beteiligt werden. Das, was ich jetzt schon auf dem Papier stehen habe, ist der Name meiner Figur Vicky und die durch Abstimmung herausgefundenen Männernamen Daniel und Niklas. An dieser Stelle schließe ich jetzt die einleitenden Worte zu diesem Groschenroman und schreibe für alle, die es interessiert, gleich mal dazu, dass am Ende des Buches so etwas wie eine chronologische Auflistung des Projekts Autor 48 steht. Wer also neugierig ist, wie dieser Roman weiter entstanden ist, der kann das am Schluss nachlesen.

Das Projekt war außerdem auf der Seite https://autor48.alexandernastasi.de zu sehen und wir werden diese Seite auch mit Berichten über dieses Event beibehalten. Schaut also mal drauf.

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Verwendung außerhalb des persönlichen und individuellen Nutzens der Informationen, insbesondere Kopieren, Verbreiten im Internet oder anderen elektronischen Medien, sowie Abdruck ist nicht gestattet. 

Urheber Alexander Nastasi

Gesamtherstellung Julia Nastasi

In der Groschenromanserie von Alexander Nastasi sind bisher folgende Werke erschienen:

Der Babymacher

Nichts wie raus

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Vicky hatte ihr Abitur bestanden, darüber war sie glücklich - endlich. Endlich sollte sich ihr junges Leben gründlich verändern. Ihre Eltern waren ja beide superlieb. Auch ihre Schwester mochte sie wirklich. Aber nun war die Zeit, eigene Abenteuer zu erleben, zum Greifen nah. Und das sollte an diesem ersten Tag nach der großen Abifeier losgehen. Sie hatte im Internet recherchiert und würde heute nach Heidelberg fahren. Dort würde sie zwei WGs ansehen, sie war schon sehr aufgeregt. Zwar war Heidelberg nur zwei Stunden von Köln entfernt und sie könnte theoretisch pendeln, um an der Heidelberger Uni zu studieren, doch sie wollte ihr eigenes Leben führen. Endlich heimkommen, wann sie wollte, ausgehen, mit wem und wann und überhaupt, sie hatte sich lange genug etwas vorschreiben lassen. Jetzt begann das richtige Leben.

Sie kam an diesem Tag ohne Stau durch und fand dank Navi schnell die Straße in Rohrbach, in der die erste WG war. Nach kurzer Parkplatzsuche klingelte sie und eine junge Frau öffnete die Tür. Sie zeigte ihr die kleine, aber feine Frauen WG, drei Mädels, zwei hatten sie schon. Jede sollte ein Zimmer bekommen, Küche und Bad sollten gemeinsam genutzt werden. Telefon gebe es für jede ein Eigenes, dank ISDN und Flatrate war das auch kein Problem und den Internetanschluss würden sie sich über W-Lan auch teilen. Die Miete betrug warm 260 Euro. Sie sah sich das Zimmer an. Es war das kleinste Zimmer von den dreien und es hatte nur ein Fenster hinten zum Berg. Viel sehen konnte man nicht, es war eher dunkel. Vicky bedankte sich und dachte bei sich, dass sie ja noch eine Möglichkeit hätte. Sie sagte, dass sie sich morgen entscheiden und melden würde. Als nächstes ging es nach Neuenheim, hier öffnete ein junger Mann, ach was, ein »Wow«-Mann, groß, trainiert, leuchtende Augen und ein gewinnendes, strahlendes Lächeln. Er stellte sich als Sebastian vor und meinte, dass er auch in Heidelberg studiere, dann zeigte er ihr eine unglaubliche Wohnung, Blick auf das Schloss, den Neckar, die Neckarwiese. Hohe Altbauräume, eine 4-Zimmer-WG, es gab schon drei belegte Zimmer. Wie Vicky erfuhr, war das eine von einer Frau belegt, die Psychologie studierte und nach Aussage von Sebastian sollte man sich nur auf Diskussionen einlassen, wenn man echt Zeit hätte. Die beiden anderen Räume wären zum einem von ihm und, wie er nebenbei bemerkte, von seiner Freundin und von einem Medizinstudenten belegt. Vicky dachte sich, das wäre ja auch zu schön gewesen, wenn bei dieser WG gleich dieser schnuckelige Mann dabei gewesen wäre. Doch wer wüsste, was die Zeit bringen mochte. Das war der Zeitpunkt, als er sie die kleine Treppe nach oben bat und in der loftähnlichen Altbauwohnung einen kleinen Flur entlang ging und ihr das noch freie Zimmer zeigte. Wow - ein großes, helles, freundliches Zimmer, die Sonne schien herein. Sebastian wies auf die Vorzüge hin: In jedem Zimmer lägen ein Telefonanschluss mit eigener Nummer und der Anschluss für schnelles Internet. Die Zimmer wären dank Altbauweise recht geräuschdämmend und neben den auch hier gemeinsam genutzten Räumen Küche und Badezimmer gab es ein Gäste WC und einen Gemeinschaftsraum mit offenem Kamin. Als sie den Preis von 450 Euro hörte, schluckte sie schon ein wenig, doch dann müsste sie halt was dazu verdienen, dachte sie sich.

Sie war so begeistert, dass sie gar nicht mehr an die WG in Rohrbach dachte. Sie wollte hier leben, sie sagte direkt zu. Der Rest waren Formalitäten, der Mietvertrag - wie sollte sie das nur ihrem Vater erklären - Unterschriften, Kontoverbindung und der Handschlag. Sie könne sofort einziehen.

Das war schnell, schneller als gedacht. Das nächste Semester würde erst in Wochen beginnen, doch sie würde die Zeit nutzen, um sich an Heidelberg zu gewöhnen und um sich hier zurechtzufinden.

Mit einem begeisterten Lächeln stieg sie wieder ins Auto nach Köln. Mit jedem Kilometer, den sie fuhr, wurde es für sie schwerer. Wie sollte sie es heute abend ihrem Vater erklären, wie sollte das alles funktionieren ? Die Wohnung war teuer und es war viel zu früh, die Zweifel zerrten an Vicky, doch sie beschloss, zuerst ihrer Mutter und ihrer Schwester von den Neuigkeiten zu erzählen.

Diese reagierten positiv, was Vicky bestärkte, an diesem Abend den Vorstoß zu wagen und es ihrem Vater zu erzählen.

Erstaunlicherweise reagierte er auch ganz anders als erwartet, positiv. Er meinte, dass er 600 Euro im Monat für das Studium aufwenden könne. Wie sie es einsetzen wolle, wäre ihre Sache. Vicky war begeistert. So viel Geld hatte sie noch nie zuvor gehabt. Dass sie davon Miete und Lebensunterhalt bezahlen müsste, schien ihr in diesem Moment gar nicht so bewusst zu sein.

Mit Schwester und Mutter wurde besprochen, dass man schon in zwei Tagen nach Heidelberg fahren würde und alles ausmessen und ihr die notwendigen Einrichtungsgegenstände für ihr Studium besorgen würde.

Und so waren drei Frauen zwei Tage später auf dem Weg nach Heidelberg, in Vickys neue Heimat und sowohl die Schwester als auch die Mutter waren gleich von dem gewinnenden Lächeln, na ...

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