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Tools für ein gutes Leben nach dem Krebs

Autorin

Petra Anke Luck, Dipl.-Psychologin, seit vielen Jahren als Seminarleiterin im Bereich Gesundheitsförderung tätig. Mit den Themenschwerpunkten Gesundheitsförderung, Stressbewältigung, Stress und Entspannung. Neben der Seminartätigkeiten weitere Tätigkeiten im Bereich psychosoziale Beratung und Schulungen tätig. Die Autorin lebt in Norddeutschland und ist bundesweit im Einsatz.

Inhalt

Die Geschichte dieses Buches

1. Kapitel Wieso - Weshalb - Warum?

2. Kapitel Strategien gegen die Angst

3. Kapitel Den Diagnoseschock löschen

4. Kapitel Den Körper wieder mit Energie und Kraft füllen

5. Kapitel Das Leben umarmen, Leben – Jetzt!

Die Geschichte dieses Buches

Wie und warum ist dieses Buch entstanden?

So viele Menschen erkranken an Krebs. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes hat sich die Anzahl der Neu erkrankten seit 1970 verdoppelt.

Mit der Erkrankung Krebs bin ich Stück für Stück in Berührung gekommen. Erst erkrankten immer mehr Menschen in meinem Bekannten- und Freundeskreis und dann hat es mich erwischt.

Plötzlich, völlig unerwartet, war sie da: Die Diagnose „bösartiger Tumor“. Während der Zeit der Erkrankung und während den dann folgenden Behandlungen war ich oft zwei Personen: Ich, Petra Anke Luck, die Patientin. Ich, Petra Anke Luck, die Dipl.-Psychologin, die all das, was da rings um mich passiert ist, mit professionellem Auge beobachtet hat. Als Patientin war ich betroffen, erschüttert, hilflos. Als Psychologin habe ich an manchen Stellen gedacht: „Nun wäre es doch gut, wenn … Oder auch: „Oh nein, eine Diagnose überbringt man wirklich nicht so – wann haben Sie Ihre letzte Schulung zum Thema „Diagnosen mitteilen“ belegt?“

Mir war die Dipl.-Psychologin an meiner Seite eine große Hilfe. Immer, wenn ich selbst schwere Zeiten oder Krisen erlebe, bin ich sehr dankbar, über das Wissen einer Psychologin zu verfügen. Manch schwerer Weg lässt sich mit gezieltem Wissen schneller, leichter, effektiver gehen. So habe ich mir auch in den schweren Zeiten der Tumorbehandlung Wissen und Unterstützung geholt, habe Freunde um Rat und Unterstützung gebeten, habe mich neben meinem Fachwissen viel auf den Weg des Herzens und der Intuition verlassen. Und fühlte mich trotz all dem Chaos geführt und beschützt. Ich war dankbar über die sehr gute medizinische Behandlung und das zugewandte Wesen meiner mich behandelnden Ärzte.

Schnell habe ich während meines Weges durch die Behandlungen gemerkt, an wie vielen Stellen auch psychosoziale Unterstützung wichtig und notwendig wäre. Ich habe viel mit anderen Betroffenen gesprochen und mich mit ihnen ausgetauscht. Und so wuchs der Wunsch, die Lücke, die ich im psychosozialen Nachsorgebereich gespürt habe, zu füllen.

In diesem Buch habe ich vor allem die Themen zusammengetragen, die nach meinem Eindruck in anderen Büchern oder Angeboten zu kurz kommen. Es gibt zurzeit viele gute Bücher, die sich mit Ernährungsfragen bei Krebs beschäftigen. Hierzu schreibe ich aus diesem Grund nichts – denn das ist nicht nötig. Hier haben andere, z.B. David Servan-Schreiber (auch ein Betroffener), sehr gute Empfehlungen und Ratschläge zusammengetragen.

Sport ist, das weiß man inzwischen, ein sehr wichtiger Baustein auf dem Weg in der Wiederherstellung der Gesundheit. Auch zu diesem Bereich gibt es gute Veröffentlichungen und Ratschläge. Von daher verweise ich nur darauf und erspare mir, schon Bekanntes zu wiederholen.

Wenig finde ich, gibt es für die Themenbereiche: Angstbewältigung und Aufarbeitung des Schockes, den die Diagnose „Krebs“ bei fast vielen Betroffenen verursacht. Erstaunlich, denn die Psychologie hat in den letzten Jahren viel dazu beigetragen, dass Angststörungen sehr gezielt und effektiv aufgelöst werden können.

Verstehen, was passiert ist, und aufarbeiten, was sich aufarbeiten lässt. Und dann das Leben wieder willkommen heißen – das war mein Weg und mein Wissen möchte ich von Herzen gerne für alle anderen Betroffenen zur Verfügung stellen.

Dieses Buch ist aus der Perspektive einer Betroffenen geschrieben. Auf meinem Weg durch die Krankheit habe ich manches (nicht alles) erlebt, was viele erleben, die diesen Weg durchmachen müssen. Ich glaube, dass meine Erfahrungen, gepaart mit meinem Wissen als Psychologin, wertvoll dazu beitragen können, dass wichtiges, hilfreiches Wissen zur Verfügung gestellt kann.

Das Buch ist als Arbeitsbuch konzipiert. Neben Informationen gibt es direkt in diesem Buch Arbeitsblätter und Übungen. Empfehlen würde ich, das Buch Kapitel für Kapitel durchzuarbeiten. Am besten mit Zeit. So manche Übung oder Anregung wird dann ihre wohltuende Wirkung entfalten, wenn sie sich setzen darf und aus der erfahrenen Tiefe heraus wirken kann. Wenn es Kapitel gibt, die Sie gar nicht interessieren, ist es aber auch möglich, dieses Kapitel zu überspringen.

Auf dem Weg durch die Erkrankung, auf dem Weg hin zu „einem guten Leben nach dem Krebs“ wünsche ich alles Gute und viel Erfolg!

Petra Anke Luck, Lübeck 2020

1. Kapitel

Wieso - Weshalb - Warum? Den eigenen Ursachen auf der Spur

Viele Menschen, die eine Krebserkrankung hinter sich haben, möchten danach viel dafür tun, um auf möglichst vielen Ebenen Gesundheit zu ermöglichen.

Was kann getan werden, um Gesundheit zu fördern? Wieso hatte der Krebs eine Chance, sich bei Ihnen breit zu machen und sein Unwesen zu treiben? Was lässt sich tun, um eine Neuerkrankung zu verhindern? Lässt sich überhaupt etwas tun?

Nach meiner Beobachtung gibt es hierbei bei Betroffenen zwei Wege. Manche versuchen alles, wirklich alles, um für so viel Gesundheit wie irgendwie möglich zu sorgen. Andere Betroffene sagen: „Die Erkrankung war Pech, Schicksal. Ich kann daran nichts ändern und möchte mich auch nicht stressen mit den Fragen nach dem „Warum“. Möchte auf nichts verzichten, möchte mein Leben nicht verändern.

Gibt es hier ein „Richtig“ oder ein „Falsch“? Ich denke: Nein! Es gibt auf diese Fragen nur individuelle Antworten. Mein Weg besteht immer darin, dass ich verstehen und dann verändern will. Ich kann den Weg des „Lass mich damit in Ruhe…“ aber genauso gut verstehen und akzeptieren.

Mich hat die Diagnose „Krebs“ völlig unvermittelt getroffen. Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet und hätte damit auch niemals gerechnet. Im Nachhinein verstehe ich manche Symptome der davor liegenden Jahre. Nun verstehe ich manche Zeit der Erschöpfung und Kraftlosigkeit - verstehe diese Zeiten im Nachhinein – absehbar war meine Erkrankung für mich nicht.

Die Diagnose Krebs stellt für viele ein einschneidendes Ereignis dar. Für viele Menschen kommt sie völlig unerwartet, denn Krebs verursacht wenig spezifische Symptome.

Gibt es Gründe, warum Menschen an Krebs erkranken? Und wenn ja, welche Gründe sind dies? In der Forschung werden viele Gründe für Krebserkrankungen genannt. Im Allgemeinen gibt es Ursachen für Krebs. Wer wann, wieso und warum an Krebs erkrankt, das kann niemand erklären. Denn bei jedem Menschen wirken neben allgemeinen Faktoren individuelle.

Wie entsteht Krebs? Wie entsteht eine Krebserkrankung? Wer die Erkrankung „Krebs“ verstehen will, muss sich mit dem Immunsystem beschäftigen. Jeder Mensch, so postuliert es die entsprechende Forschung heutzutage, hat Krebszellen in sich. Aber nicht jeder, der Krebszellen in sich hat, erkrankt auch an Krebs. In einem „normalen“ Zustand bekämpft das Immunsystem die in uns vorhandenen Krebszellen.

Bei manchen Menschen setzt dieser Mechanismus aber nicht ein. Warum? Das ist die entscheidende Frage! Wer etwas für sich und die eigene Gesundheit tun will, muss die Wirkungsweise des Immunsystems verstehen. Und Faktoren vermeiden, die das Immunsystem schwächen. Welche sind das?

Schwächungen des Immunsystems können durch folgende Faktoren erfolgen:

* Karzinogene Stoffe

* Rauchen

* Krankheiten

* Schlechte Ernährung

* Stress, Sorgen, Ärger

* Bewegungsmangel

Bei und in jedem Menschen wirken Umgebungs- und Lebensfaktoren unterschiedlich. Dieses spezifische Zusammenspiel von unterschiedlichen Faktoren kann zu Erkrankungen führen.

Um zu verstehen, was Ihr Immunsystem vor dem Zeitpunkt der Erkrankung geschwächt haben könnte, habe ich Ihnen ein Arbeitsblatt vorbereitet. Dieses können Sie nutzen, um einmal in Ruhe der Frage nachzugehen: „Wieso - Weshalb -Warum?“

Auf dem Arbeitsblatt finden Sie in der Mitte ein Oval. Hier schreiben Sie die Frage rein: „Warum?“ oder „Wieso?“ oder „Gründe für meine Krebserkrankung“ oder ähnliches. Wählen Sie eine Formulierung, die zu Ihnen und Ihren inneren Fragen passen.

Und nun schreiben Sie auf, was Ihnen zu dieser Frage einfällt. Sicher haben Sie gleich eine Assoziation. Ein belastendes Ereignis etwa. Sie schreiben Ihren ersten Einfall auf und verbinden ihn durch einen Strich mit der Mitte. Wenn Ihnen zu diesem Thema noch etwas einfällt, schreiben Sie auch diese Gedanken auf. Bis alle Gedanken zu diesem Thema aufgeschrieben sind.

Dann holen Sie Luft und lassen wieder die Frage: „Wieso, Weshalb, Warum?“ auf sich wirken. Ein neuer Gedanke kommt, den schreiben Sie wieder auf, ein neuer Gedankenstrang entsteht.

Füllen Sie so das ganze Blatt. Lassen Sie sich Zeit dafür. Legen Sie das Blatt unter Umständen mal zur Seite, lassen Sie das Aufgeschriebene auf sich wirken und schreiben Sie später weiter. Vielleicht brauchen Sie auch eine Pause, weil Tränen kommen. Lassen Sie das zu. Weinen Sie. Lassen Sie die Gedanken, Gefühle, die da sind, zu.

Es kommt nicht darauf an, schnell fertig zu werden. Im Gegenteil. Sondern darauf, dass Sie in die Tiefe Ihres Selbst eintauchen. Bis es irgendwann von allein wieder gut wird. Denn so ist das mit Gefühlen. Wenn wir ihnen komplett nachgehen, wenn wir uns erlauben, alles zu spüren, alles zu erkunden, was mit einem Gefühl zu tun hat - irgendwann ist es dann von allein gut. Alle Tränen sind geweint. Alle Gefühle gespürt. Heilung passiert dann von allein - von innen heraus. Am tiefsten Punkt des „Gefühlsbodens“ geht es von allein wieder aufwärts.

Schlecht, schädigend ist, wenn wir unsere Gefühle nicht zu Ende fühlen. Wenn wir irgendwann ein „Stopp“ einlegen. Dann bleibt das Thema, löst sich nicht von allein auf. Dann entsteht eine Art „Energiestau“. Und dieser hält das Thema, hält die Gefühle, die Gedanken daran. Hält das Thema lebendig. Und sorgt dafür, dass die daran geknüpften Gedanken und Gefühle weiter in Ihnen leben. Und das ist nicht gut. Denn es sind meist negative Gefühle, die wir versuchen „wegzudrücken“. Und diese Gefühle werden dann nicht Vergangenheit, sondern bleiben Gegenwart und sorgen für einen „Grauschleier“ in uns, für negative Gefühle.

Irgendwann ist Ihr Blatt gefüllt. Vielleicht reicht Ihnen das vorbereitete nicht. Vielleicht brauchen Sie ein größeres Blatt. Dann nehmen Sie dieses. Fangen nochmal an, schreiben weiter, bis Sie den Eindruck haben, dass alles Wichtige aufgeschrieben ist.

Wenn Sie möchten, können Sie jetzt beginnen, Ihr eigenes Mindmap auszufüllen!

 

Arbeitsblatt:

Erstellung eines Mind-Map

 

Fertig? Ich empfehle Ihnen, dass Sie sich zur Erstellung dieses Mindmaps Zeit nehmen. Die Fragen auf sich wirken lassen. Und erst weiter machen, wenn Sie den Eindruck haben, dass alles Wichtige aufgeschrieben ist.

In der Forschung werden folgende Themen genannt, die mit dazu beitragen, dass sich bösartige Tumore entwickeln können.

Themenbereiche, die mitverantwortlich für die Entstehung von Krebs sein können:

* Schädigende Umwelteinflüsse, Kontakt mit karzinogen Stoffe

* Beschaffenheit des Körpers, genetisches Erbe

* Ernährung

* Stress

* Unverarbeitete Emotionen

* Lebensweise

Enthielt Ihr Mindmap diese Themen? Und wenn nein, haben Sie Lust, Ihre Themensammlung, um die fehlenden Punkte zu erweitern?

Es kann Sinn machen, all die oben genannten Themen auf sich wirken zu lassen und sich zu fragen, welchen Einfluss diese eventuell auf Ihr Immunsystem gehabt haben.

Denn wenn Sie sich einmal die Mühe machen, all diese Themen zu überdenken, haben Sie zugleich einen Fahrplan in der Hand, was Sie künftig zur Verbesserung Ihrer Gesundheit tun können.

Sie haben nun einen Überblick, welche Bereiche Ihres Lebens mehr Aufmerksamkeit benötigen. Was sie künftig vermeiden, reduzieren, weglassen können, wie etwa ungesunde Lebensmittel. Oder was Sie tun können, um die Vitalität des Körpers zu erhöhen, z.B. mehr Bewegung oder gesündere Lebensmittel. Es ist auch wichtig, sich den unverarbeiteten Emotionen zu widmen und einen Blick auf Lebensereignisse zu richten, die unter Umständen immer noch in Ihnen nachwirken und ihre Spuren hinterlassen.

Mein Rat ist hierbei, dass Sie achtsam und behutsam mit sich umgehen! Geben Sie sich und möglichen Veränderungen Zeit. Widmen Sie sich Stück für Stück den Themen, die vielleicht schon lange aufgearbeitet werden wollen. Und hören Sie auf sich. Vertrauen Sie Ihrer eigenen, inneren Stimme und verändern die Dinge, die Ihnen selbst am wichtigsten erscheinen.

Ich kenne Menschen, die sagen: „Ich verändere nichts an meinen Lebensgewohnheiten. Das erzeugt doch noch mehr Stress.“ Oder auch: „Auf Zucker verzichten? Das kann ich nicht. Und überhaupt, es ist ja gar nicht bewiesen, dass ein Zuckerverzicht dazu führt, dass der Krebs nicht ...

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