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TIFFANY SEXY BAND 88

LISA RENEE JONES

Stepping up: Im Rhythmus der Nacht

Darla weiß: Ihre Karriere hängt von der Tanzshow ab, in deren Jury sie sitzt – und die gefährlich aus dem Takt gerät, als Darla mit dem Kollegen vom Konkurrenzsender dem heißen Rhythmus der Nacht verfällt …

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Stepping up: Im Rhythmus der Nacht

1. KAPITEL

Darla James’ Nervosität stieg von Sekunde zu Sekunde. Sie stand in der Schlange vor dem Sicherheitscheck und versuchte, nicht darüber nachzudenken, dass sie gleich in ein Flugzeug steigen musste. In eine dieser Blechdosen, bei denen sie sich nie erklären konnte, wieso sie überhaupt fliegen konnten. Darla versuchte, sich zu beruhigen. Sie musste unbedingt diese Ängste in den Griff bekommen, denn in den nächsten Wochen würde sie viel Zeit in der Luft verbringen. Stepping Up, die erfolgreiche Reality-Dance-Show, ging in die zweite Staffel, und Darla war Teil der Jury. Das bedeutete, dass sie zu unzähligen Castings und Auftritten überall in den USA reisen musste. Der Fernsehsender hatte ihr sogar gestattet, ihr eigenes Morgenmagazin während dieser Reisen weiterzuführen, obwohl sie dieses Format für einen konkurrierenden Sender produzierte. Dies war eine einmalige Chance. Und gerade jetzt, wo die Zukunft der Ranch ihrer Eltern von ihrem Erfolg abhing, konnte sie nicht zulassen, dass ihre Flugangst alles ruinierte.

Darla pustete sich eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht, zog ihre Stiefel aus und durchquerte die Sicherheitsschranken. Im Check-in-Bereich blieb sie stehen und überprüfte noch einmal, ob sie alles dabeihatte. Schokolade, das neue Buch ihrer Lieblingsautorin und Kopfhörer, um sich mit Musik abzulenken. Darla hasste den Gedanken, dass sie sich bei jedem Geräusch während des Fluges fragen könnte, ob die Maschine gleich abstürzte. Am schlimmsten waren die mitleidigen Blicke der Mitreisenden. Darla hasste diese Blicke. Und sie hasste Flugzeuge.

Sie griff nach ihrer Tasche, drehte auf dem Absatz um – und wurde von der ersten Turbulenz des Tages eiskalt erwischt. Unvermittelt stieß sie mit Blake Nelson zusammen. Ausgerechnet Blake. Fernsehmoderator, Konkurrent um die besten Einschaltquoten – und ihr Erzfeind.

Darla reichte ihm gerade einmal bis zur Brust, und so konnte sie nicht verhindern, einen Blick auf die wohlproportionierten Muskeln zu erhaschen, die sich deutlich unter seinem Shirt abzeichneten. Aber dass dieser Mann attraktiv war, hatte sie bereits zu einer anderen Gelegenheit herausgefunden – ein Erlebnis, das sie nur zu gerne vergessen würde.

Rasch wandte Darla den Blick ab. Ihre Knie fühlten sich plötzlich wie Pudding an. Anscheinend hatte ihre Produzentin Kayla recht – sie fühlte sich immer zu den falschen Männern hingezogen.

„Wie kommt es, dass ich dich immer ohne Schuhe erwische?“, hörte sie Blakes dunkle Stimme dicht an ihrem Ohr. Darla blickte auf. Blake deutete amüsiert auf ihre Füße und Darla unterdrückte ein Stöhnen. Sie war so mit ihrer Angst beschäftigt gewesen, dass sie nicht bemerkt hatte, dass sie noch immer auf Socken in der Halle stand.

Sie verzog die Mundwinkel. „Ich dachte, die Schuhwitze hätten wir hinter uns. Hat es dir wenigstens gefallen, mich während deiner Show in aller Öffentlichkeit lächerlich zu machen?“, entgegnete sie kühl. Die Erinnerung war sofort wieder da. Blake und sie waren bei einer Gala eingeladen gewesen und während des Gangs über den roten Teppich hatte Darlas hoher Absatz den Geist aufgegeben. Sie hatte das Gleichgewicht verloren und war im letzten Moment von Blake aufgefangen worden. Noch immer konnte sie deutlich seine starken Muskeln dicht an ihrem Körper spüren …

Rasch drehte sie sich weg und marschierte zu einer kleinen Sitzgruppe. Blake folgte ihr und blieb dicht vor ihr stehen. „Mein Gast hat Witze über dich gemacht, nicht ich“, entgegnete er ruhig.

Darla heftete den Blick fest auf Blake. „Es wurde in deiner Show gezeigt. Dein Gast war Rick, der Moderator von Stepping Up, und er hätte gar nicht die Befugnis gehabt, das zu zeigen. Du bist verantwortlich für das, was in deiner Show passiert. Du hättest verhindern müssen, dass man über mich herzieht.“

„Das war eine Absprache zwischen Rick und dem Produzenten, Darla“, sagte Blake. „Es ging ihnen um Einschaltquoten. Ich war dagegen und das weißt du auch, schließlich habe ich versucht, dich anzurufen, um mich zu entschuldigen.“

Darla zog energisch den Reißverschluss ihres rechten Stiefels nach oben. „Ehrlich gesagt ist mir das egal. Ich wollte weder mit dir noch mal darüber reden noch weiterhin etwas mit Rick zu tun haben. Aber man kriegt eben nicht immer, was man sich wünscht.“

Über Blakes arrogantes Gesicht huschte Überraschung. „Und du bist immer ehrlich, ja?“

Darla zog den zweiten Stiefel an und stand auf. „Ich mache zumindest keine Witze auf Kosten anderer Leute. Ihr hättet meine Karriere ruinieren können. Gut, ich bin nicht gefeuert worden, aber wenn meine Quoten gesunken wären, wäre das Thema wieder aufgekommen und das weißt du auch.“ Darla schulterte ihre Tasche. „Ich habe deinen Anruf nicht angenommen, weil ich fürchten musste, dass unsere Gespräche wieder in der Öffentlichkeit breitgetreten werden. Damit ist das Thema für mich beendet. Und jetzt muss ich mich beeilen.“

Sie drehte sich auf dem Absatz um und ging mit schnellen Schritten Richtung Abfluggate. Blake blieb ihr dicht auf den Fersen. Darla runzelte die Stirn. „Warum verfolgst du mich?“ Sie begegnete dem Blick seiner blauen Augen und sofort begannen Schmetterlinge in ihrem Bauch zu tanzen.

Er ignorierte die Frage. „Die ganze Sache hat mir wahrscheinlich mehr geschadet als dir. Ich habe jede Menge wütende Briefe bekommen und das Telefon stand wochenlang nicht still. Es gab jede Menge Publicity, ja. Aber keine gute.“

Darla wusste, dass er die Wahrheit sagte, denn auch sie hatte unzählige Briefe bekommen. Nur die aufmunternde Fanpost und ihre Familie hatten sie davon abgehalten, alles hinzuwerfen.

„Trotzdem war es unverantwortlich“, sagte sie kühl.

Blake hob die Hände. „Ich schwöre dir, Darla, ich wusste nichts von dem Plan. Auf der Aufzeichnung ist deutlich zu sehen, dass ich vollkommen geschockt war. Ich habe noch während der Show versucht, das Schlimmste zu verhindern.“

Verdammt. Er klang so aufrichtig, dass Darla versucht war … Tu das nicht, ermahnte sie sich. Sie vergab Menschen immer zu schnell.

Wohl wissend, dass sie ganz kurz davor war, einen schweren Fehler zu begehen, steuerte sie auf die Damentoilette zu. Dorthin würde er ihr wenigstens nicht folgen können.

„Du entschuldigst mich“, sagte sie.

„Warte“, warf Blake ein. „Darla, da ist noch etwas …“

„Tut mir leid“, sagte sie und öffnete die Tür. „Nur für Damen.“

Darla hastete zu den Waschbecken und atmete tief durch. Gut, dass sie auf Abstand gegangen war. Noch ein paar Sekunden länger neben Blake, noch ein einziger Blick in seine Augen und sie hätte alle guten Vorsätze über Bord geworfen.

Sie kramte noch einmal in ihrer Tasche. Hatte sie wirklich alles dabei? Schokolade – war da. Das Buch ebenfalls. Kopfhörer? Wo, zur Hölle, waren die Kopfhörer?

Oh nein, dachte Darla und unterdrückte ein Fluchen. Sie brauchte diese Kopfhörer. Dringend.

Hektisch durchwühlte sie ihre Tasche, doch die Kopfhörer tauchten nicht auf. Darlas Magen krampfte sich zusammen. Hatte sie die Kopfhörer etwa in der Eile auf dem Küchentisch liegen lassen?

Sie schnappte sich ihre Tasche und hastete nach draußen. Wenn sie sich beeilte, konnte sie vielleicht noch neue besorgen.

Blake war verschwunden, und obwohl Darla es sich nur ungern eingestand, fühlte sie Enttäuschung in sich aufsteigen. Ganz offensichtlich hatte sie das Problem, die falschen Männer interessant zu finden, noch lange nicht im Griff.

Sie blickte auf die Uhr und stellte fest, dass die Zeit nicht mehr ausreichte, um neue Kopfhörer zu kaufen. Sofort stieg die Angst wieder in ihr auf. Was, wenn das Flugzeug abstürzte? Was, wenn die Triebwerke versagten?

Mit wackligen Knien schritt sie über die Gangway. Eine Stewardess begrüßte sie freundlich. „Herzlich willkommen an Bord. Ihr Platz ist in Reihe 4, direkt am Fenster.“

„Vielen Dank“, erwiderte Darla. Ihre Stimme klang belegt. Am liebsten hätte sie der Flugbegleiterin unzählige Fragen gestellt. Wie erfahren der Pilot war zum Beispiel. Und ob er genug Schlaf gehabt hatte. Doch im letzten Moment hielt sie sich zurück.

Langsam schritt sie den schmalen Gang entlang und blieb dann wie angewurzelt stehen. Die zweite Turbulenz des Tages erwischte sie mit voller Wucht. Direkt neben dem für sie gebuchten Platz in Reihe 4 saß Blake Nelson.

2. KAPITEL

„Ich wollte dich warnen“, sagte Blake und unterdrückte ein Lachen.

„Warnen?“ Darla strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Ganz genau“, antwortete er. „Ich wollte dir mitteilen, dass wir gemeinsam fliegen werden. Aber du hast ja gekniffen und dich stattdessen in der Damentoilette eingeschlossen.“

„Ich habe nicht gekniffen … Woher wusstest du, dass wir im gleichen Flieger sind?“ Sie kämpfte sich zum Fensterplatz durch und Blake nahm den frischen Geruch ihres Parfums wahr. Es roch süß, nach Blumen und Sommer. Und es passte perfekt zu Darla. Blakes Pulsschlag beschleunigte sich.

Darla heftete den Blick fest auf ihn. „Also, was ist hier los?“

„Ich mache eine Reportage für Stepping Up“, antwortete er.

Darla klammerte sich an ihre Handtasche. „Warum hat mir keiner etwas gesagt?“

„Ich habe das schon im letzten Jahr gemacht“, sagte Blake. „Wahrscheinlich dachten alle, dass du informiert bist. Wir werden uns also definitiv öfter begegnen. Sobald die Finalisten gemeinsam in das Haus in Las Vegas gezogen sind, werde ich erneut filmen. Und dann noch einmal, sobald der Gewinner feststeht.“ Er lehnte sich in seinem Sitz zurück. „Vielleicht dachten die anderen, dass du empfindlich auf mich reagierst.“

„Ich bin nicht empfindlich. Ehrlich gesagt habe ich gerade andere Probleme“, konterte Darla. „Ich sage es dir besser gleich: Ich hasse fliegen. Vielleicht solltest du mit jemandem die Sitze tauschen. Ich werde dich wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben. Obwohl … das könnte meine Rache für damals sein.“

„Ah“, grinste Blake. „Du bist ein kleiner Kontrollfreak.“

„Das bin ich nicht.“

„Natürlich. Alle Menschen mit Flugangst sind Kontrollfreaks.“

Darla seufzte. „Ich aber nicht. Übrigens hättest du mich nicht warnen müssen. Es bestand kein Grund zu glauben, dass ich empfindlich auf deine Anwesenheit reagiere.“

„Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?“, fragte in diesem Moment die Stewardess neben ihnen.

„Ja, einen Sekt bitte“, sagte Darla hastig.

Blake hob eine Augenbraue. „Es ist nicht einmal zehn Uhr morgens.“

„Also gut“, stöhnte Darla und wandte sich an die Stewardess. „Dann mischen Sie den Sekt eben mit Orangensaft.“ Sie funkelte Blake an. „Das war kein Witz. In einem Flugzeug bin ich nicht ich selbst.“ Sie richtete den Blick erneut auf die Stewardess. „Vielleicht sollte er auch einen Drink nehmen. Schließlich sitze ich neben ihm.“

Blake lachte laut auf und nickte der Stewardess zu. „In Ordnung. Ich nehme auch einen.“

Die Stewardess deutete auf Darlas Handtasche. „Die muss leider unter Ihren Sitz, wenn wir starten.“

Darla zog energisch den Reißverschluss auf und griff in die Tasche. „Hier, nimm das mal“, sagte sie und drückte Blake die Schokolade und das Buch in die Hand.

Er musterte es. „Gefährliche Leidenschaft von Lisa Renee Jones? So etwas liest du?“

Darla schob ihre Handtasche unter den Sitz. „Aber sicher. Ein Held mit übersinnlichen Fähigkeiten rettet die Welt und die Frau, die er liebt. Ich lese es, um es in meiner Morgenshow vorzustellen. Hast du ein Problem mit romantischer Lektüre?“

„Nein, nicht im Geringsten“, lachte Blake. „Ich glaube sogar, das wäre etwas für meine Schwester. Sie hat einen grauenvollen Geschmack, was Männer angeht. Und wundert sich dann, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt werden. Mir wäre es lieber, sie würde ihren Helden in einem Buch finden, als dass sie weiterhin versucht aus Verlierern Helden zu machen.“

„Deine Schwester und ich würden uns bestimmt verstehen“, murmelte Darla. Doch bevor Blake darauf eingehen konnte, fügte sie hinzu: „Und damit das klar ist: Kein einziges Wort, das wir beide auf diesem Flug wechseln, taucht in deiner Show auf. Wenn du Witze auf Kosten meiner Flugangst machst, schwöre ich dir, dass ich …“

„Das werde ich nicht tun“, sagte Blake ruhig. Er suchte Darlas Blick, um ihr zu zeigen, dass er es ernst meinte.

„Ihre Drinks sind da“, erklang in diesem Moment die Stimme der Stewardess neben ihnen.

Blake reichte Darla eines der Gläser. Als sie danach griff, berührten sich ihre Finger und ein elektrischer Schlag schien sie zu durchfahren.

Blake schluckte schwer. Er erinnerte sich noch genau, wie es sich angefühlt hatte, Darla damals auf dem roten Teppich aufzufangen. Noch heute spürte er ihren Körper verführerisch an seinem. Und den Wunsch, sie erneut festzuhalten, sie in seine Arme zu schließen und jeden Millimeter ihres Körpers zu erkunden. Irgendetwas an dieser Frau brachte ihn dazu, sie näher kennenlernen zu wollen – etwas, das er seit einer sehr langen Zeit nicht mehr gefühlt hatte.

Er hob das Glas. „Auf einen neuen Anfang.“

Darla musterte ihn einen Moment prüfend, dann ließ sie ihr Glas gegen das seine klingen. „Auf einen neuen Anfang.“

Dann, plötzlich, sprangen die Turbinen des Flugzeugs an.

„Oh mein Gott!“ In Darlas Blick lag pure Panik.

„Keine Sorge“, sagte Blake. Am liebsten hätte er Darla geküsst, doch er widerstand dem Impuls. Es gab wahrscheinlich keinen unpassenderen Moment dafür. „Ich bin schon sehr oft geflogen.“ Er musterte sie und bemerkte einmal mehr den kleinen sexy Leberfleck über ihrer Oberlippe. Verdammt, er liebte diesen Leberfleck. Blake deutete auf Darlas Glas. „Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für den Drink.“

Darla schüttete ihn in einem Zug hinunter. „Kann ich noch einen haben?“

Blake reichte ihr sein Glas. „Ich dachte, du trinkst nicht viel?“

„Tue ich auch nicht.“ Sie lachte auf. „Oh Gott, ich habe schon einen Schwips.“

Mit einem Ruck setzte sich das Flugzeug in Bewegung und rollte langsam zur Startbahn. Darla setzte sich auf und starrte aus dem Fenster.

„Das ist eine ganz schlechte Idee“, sagte Blake. Darla funkelte ihn an.

„Ich möchte wenigstens sehen, was da draußen los ist. Und woher willst du wissen, dass es eine schlechte Idee ist?“

„Weil meine Mutter Flugangst hatte“, sagte er. „Und sie ist ein hundertprozentiger Kontrollfreak.“ Er zog das kleine Rollo am Flugzeugfenster herunter.

„Was soll das?“, fauchte Darla.

„Es bringt nichts rauszuschauen.“

„Ich muss aber rausschauen!“

„Das hat meine Mutter auch immer gesagt. Bis sie es einmal mit heruntergezogenem Rollo probiert hat. Sie konnte zum ersten Mal wirklich entspannen und hat den Flug genossen. Heute ist sie übrigens Reisejournalistin.“

„Ich bin aber nicht deine Mutter.“

„Nein“, sagte er sanft und legte eine Hand auf der Darlas Knie. „Das habe ich mitbekommen.“

Da war es wieder, das erotische Flirren zwischen ihnen.

Das Flugzeug beschleunigte, bis es sich schließlich in die Luft erhob.

Darla starrte Blake an. „Sind wir abgehoben?“, flüsterte sie.

Blake klappte die Armlehne zwischen ihnen hoch. „Ja.“ Er lächelte ihr zu. „Siehst du, wie unspektakulär alles ist, wenn du abgelenkt bist? Wie wäre es jetzt mit einem Stück Schokolade?“

„Aber ich muss doch nach draußen sehen!“

Blake fasste sie am Arm. „Sieh lieber mich an.“

Ihre Blicke trafen sich, und Blake konnte sich nicht erinnern, dass jemals eine Frau ein solches Feuer in ihm entfacht hatte. „Du brauchst definitiv eine neue Strategie“, sagte er. „Schokolade und Alkohol sind keine Lösung. Immerhin musst du zu dreißig verschiedenen Wettbewerbsorten fliegen. Du wirst das nicht durchstehen, wenn du so angespannt bleibst. Mach es wie ich. Bleib vom Fenster weg und konzentriere dich auf andere Dinge. Auf mich zum Beispiel.“

„Ich glaube, das ist eine schlechte Idee.“

„Und warum?“

„Weil ich getrunken habe. Es könnte sein, dass ich vergesse, dass ich dich nicht leiden kann.“

„Oder“, schmunzelte er, „du stellst fest, wie sehr du mich magst.“

Genau davor hatte Darla Angst. Dass sie Blake mochte. Und dass sie vergaß, weshalb sie sich von ihm fernhalten sollte. Er war nur ein weiterer machthungriger Mann, der früher oder später auf ihren Emotionen herumtrampeln würde. Und er konnte eine echte Bedrohung für ihre Karriere werden. Warum also konnte sie einfach nicht damit aufhören, seinen Mund anzustarren? Diese sinnlichen Lippen … Konnte er sie nicht einfach küssen? Das wäre die perfekte Ablenkung.

„Es könnte sogar sein“, sagte er leise, als hätte er ihre Gedanken gelesen, „dass du mich plötzlich küssen möchtest.“ Er lehnte sich zu ihr hinüber und Darla nahm den herben Geruch seines After Shaves wahr.

Ja, sie wollte ihn küssen. Aber das war absolut unmöglich.

Sie rückte von Blake ab. „Nein. Auf keinen Fall. Ich werde lesen.“ Ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen, schlug sie das Buch auf.

Sie legte ihre Handflächen auf seinen nackten Oberkörper und drängte ihn zurück in die Kissen. Damian hätte nicht beschreiben können, was Lauras wilde und fordernde Küsse in ihm entfachten, als sie sich auf ihn setzte. Sie küssten sich wie Ertrinkende, erforschten jeden Millimeter des anderen, berührten sich, schmeckten sich. Damian spürte Lauras heiße Haut an seinem Unterleib. Fühlte das sehnsüchtige Verlangen nach mehr in sich aufsteigen. Er konnte nicht genug von ihr bekommen. Konnte nicht aufhören, sie zu küssen, sie zu streicheln. Ihre Brüste lagen klein und fest in seinen Händen, und er hörte, wie Laura aufstöhnte. Es war wie das Verschmelzen zweier verwandter Seelen und nichts außer diesem Moment zählte. Niemals hatte Damian etwas Ähnliches mit einer anderen Frau erlebt. Es gab nichts mehr zu sagen. Nichts, über das man hätte nachdenken müssen. Nur noch reines Fühlen.

Damian strich mit einer Hand an Lauras Rücken entlang, ließ die Finger hochwandern bis zu ihrem weichen Haar. Der Kuss wurde drängender, tiefer. Und alles außerhalb dieses Raums wurde unwichtig. Es gab kein richtig oder falsch mehr, keine Freundschaft oder Feindschaft. Nur sie beide und das Verlangen, das sie vereinte.

Darla ließ das Buch sinken. Keine Freundschaft oder Feindschaft. Dieser kurze Satz spiegelte genau das wider, was sie gerade mit Blake erlebte. Oder sich in ihrer Fantasie zusammenreimte. Dieses Buch war definitiv die falsche Strategie, um Blake Nelson zu widerstehen. Sie griff nach der Schokolade, doch gerade, als sie sich ein Stück in den Mund stecken wollte, geriet das Flugzeug in Turbulenzen. Es gab einen heftigen Ruck und Darla schrie auf. Vor Schreck ließ sie die Schokolade fallen.

Blake reagierte sofort. Er fing die Schokolade auf und klappte das Tischchen nach oben. „Keine Panik, das sind nur leichte Turbulenzen. “

Die Stewardess eilte zu ihnen. „Ist alles in Ordnung?“

„Das wollte ich Sie fragen“, keuchte Darla nervös.

Die Stewardess lächelte. „Selbstverständlich. Diese Luftlöcher sind harmlos. Es ist August, und die heiße Luft in Erdnähe führt zu Turbu­lenzen, wenn sie aufsteigt.“

„Sind Sie sicher?“ Darla musterte die Flugbegleiterin prüfend.

„Glauben Sie mir, es ist alles in Ordnung.“

„Wir nehmen noch zwei Drinks, bitte“, sagte Blake, während er Darla nicht aus den Augen ließ. „Wenn du später betrunken bist, sorge ich dafür, dass du sicher in deinem Hotelzimmer ankommst“, sagte er und lächelte sie an. „Und ich verspreche dir, ich werde keinen Vorteil aus der Situation schlagen. Auch wenn der Gedanke ziemlich verlockend ist.“

3. KAPITEL

Er würde keinen Vorteil aus der Situation schlagen, selbst wenn der Gedanke verlockend war. Diese kurze Bemerkung brachte Darla aus dem Konzept. Konnte es sein, dass hinter Blakes Fassade tatsächlich ein einfühlsamerer Mann steckte, als sie dachte?

„Bitte schön“, sagte die Stewardess. „Zwei Gläser Sekt mit Orangensaft.“

Blake reichte Darla ihren Drink und behielt einen für sich.

„Danke“, wehrte Darla ab. „Ich hatte bereits zwei. Die beiden sind für dich.“

Blake hob eine Augenbraue. „Ich halte mein Versprechen. Ich sorge dafür, dass du heil im Hotel ankommst. Auch wenn du diese beiden jetzt noch trinkst.“

„Ich glaube dir“, sagte Darla leise. Dann musterte sie ihn. „Wie alt ist deine Schwester? Älter oder jünger als du?“

„Sie ist fünf Jahre jünger als ich“, sagte er. „Siebenundzwanzig.“

„Ich dachte immer, die Tendenz zu falschen Männern ist ein Fluch der Medienbranche. Aber vielleicht ist es einfach der Fluch der Siebenundzwanzigjährigen.“

Blake lachte. „Unsere Branche ist nicht gerade beziehungsförderlich, oder? Zu viele Menschen, die nach oben wollen. Und das um jeden Preis.“ Blake musterte sie prüfend. „Ein großer Unterschied zu deinem Leben in Colorado.“

„Ich bin immer noch die Tochter eines Ranchers aus Colorado“, antwortete sie „Daran hat auch das Showbusiness nichts verändert.“

„Manchmal bekommt man die Veränderung nicht mit.“

„Meine Familie würde mich darauf hinweisen.“

Blake lächelte. „Genau wie meine.“

„Steht ihr euch nah?“

„Ja, ich verdanke ihnen alles, was ich erreicht habe. Ehrlich gesagt haben mich die Investmentstrategien meines Vaters so weit gebracht. Schon als Student habe ich Videos mit Börsentipps veröffentlicht.“ Er nippte an seinem Glas. „Es wurde ganz unerwartet ein Riesenerfolg, deshalb habe ich weitergemacht. Irgendwann wurde ein Produzent darauf aufmerksam. Und der Rest ergab sich von selbst. Das ist übrigens der Grund, weshalb ich Aktien und Investitionen auch in meinem Morgenmagazin immer wieder behandle.“

„Ist doch wunderbar“, sagte Darla trocken. „In deiner Show geht’s um Aktien, in meiner um Schnulzenromane. Wir sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht.“

„Richtig. Man könnte auch sagen, wir ergänzen uns perfekt.“

Darla hatte diesen Gedanken selbst schon oft gehabt. „Davon wirst du meine Fangemeinde allerdings nicht überzeugen“, sagte sie. „Nach allem, was passiert ist, wollen sie, dass ich dich fertigmache.“

In Blakes Augen trat ein gefährliches Glitzern. „Und was möchtest du?“

„Nachdem du mich vor aller Welt zum Idioten gemacht hast, habe ich alles gesagt, was zu sagen war.“

„Ich habe dich nicht …“

Darla winkte ab. „Ich akzeptiere, dass du es vielleicht nicht geplant hast.“, sagte sie.

„Vielleicht?“

„Ja, vielleicht. Und mehr Zugeständnisse bekommst du von mir nicht.“

„Immerhin ein Fortschritt.“ Blake trank sein Glas in einem Zug aus. „Übrigens dauert unser Flug drei Stunden. Du kannst also locker noch einen Drink nehmen, ohne betrunken am Ziel anzukommen.“

Darla runzelte die Stirn. Nur für den Fall, dass ihr kleiner Flirt sich fortsetzte, wollte sie einen klaren Kopf bewahren. Sie nahm ihm das Glas ab und ersetzte es durch das zweite volle. „Hier. Ich nehme vielleicht noch einen Drink, wenn wir wieder auf der gleichen Höhe sind.“

Er grinste breit. „Dann sollte ich mich beeilen.“ Er leerte das Glas und rief die Stewardess.

Darla lachte. „Wolltest du nicht auf mich aufpassen? Stattdessen sorgst du dafür, dass ich mich betrinke!“

„Falsch, ich machte dich betrunken, damit ich auf dich aufpassen kann.“ Er zwinkerte ihr zu. „Übrigens hätte ich kein Problem damit, dass du mich betrunken machst, um die Situation dann auszunutzen.“

Bevor Darla etwas antworten konnte, geriet das Flugzeug erneut in Turbulenzen. Es fühlte sich an, als würden sie in ein Loch fallen. Aus einem Reflex heraus klammerte sie sich an Blakes Knie.

„Ganz ruhig“, murmelte er, während er seine Hand auf ihre legte. „Du erinnerst dich? Es ist nur die Hitze.“ Er rückte näher an sie heran, bis ihre Oberschenkel sich berührten.

Die Hitze. Ja. Darla spürte sie mehr, als ihr lieb war. Ein Glühen, das ihren ganzen Körper durchströmte.

„Hi“, hörte sie in diesem Moment die Stimme der Flugbegleiterin neben sich. Blake musterte Darla aus dem Augenwinkel. „Noch einen Drink?“

„Erst muss ich etwas essen.“

Nachdem sie aus der Karte gewählt hatten, wandte Blake sich zu Darla um. Sie realisierte erst jetzt, dass er noch immer ihre Hand hielt, und ihr Pulsschlag beschleunigte sich. Er hatte wunderbare Hände, groß und kräftig. Hände, bei deren Anblick ihre Fantasie lebhaft angeregt wurde …

„Also, wo waren wir stehen geblieben?“, fragte er. „Ach richtig. Es ging darum, dass du mich betrunken machen willst. Aber das sollten wir uns für ein anderes Mal aufheben“, fuhr er grinsend fort. „Du könntest mir allerdings erzählen, wie du zu deiner Fernsehshow gekommen bist.“

Darla atmete tief durch. „Ich habe Journalismus an der Colorado University studiert. Und als ich später dann für einen Casting-Agenten in New York gearbeitet habe, traf ich einen Produzenten, der auf der Suche nach einem neuen Gesicht für eine Morgenshow war.“

„Und dieser Produzent hat sich dann für dich entschieden.“

„Ja, aber zuerst habe ich abgelehnt. Die Vorstellung, vor der Kamera zu arbeiten, hat mir wirklich Angst gemacht Manchmal geht es mir noch heute so.“ Darla rutschte tiefer in ihren Sitz. „Ich habe immer das Gefühl, dass irgendwann jemand merken könnte, dass ich vor der Kamera eigentlich gar nichts verloren habe.“

„Aber genau deswegen lieben dich deine Fans“, sagte Blake sanft. „Es ist Teil deines Images. Das Mädchen vom Land macht Karriere im Showbusiness.“

Darla wurde rot. „Danke. Aber mal ehrlich, nach nicht mal einem Jahr fühlt sich das alles noch immer völlig irreal an.“

„Du gehörst ins Rampenlicht. Das sehen die Produzenten von Stepping Up ebenfalls so.“

„Hatte ich erwähnt, dass ich in dem Casting-Team war, das Rick als Moderator für Stepping Up ausgewählt hat? Ganz genau. Der Rick, der sich dann in deiner Show über mich lustig gemacht hat. Eigentlich verdankt er mir seinen Job.“

Blake starrte sie an. „Das ist ein Witz, oder?“

„Nein“, antwortete Darla. „Ich glaube, die Tatsache, dass er mich so hintergangen hat, hat mich am meisten verletzt.“

„Interessant“, sagte Blake. „Und ich dachte schon, es hätte dich verletzt, weil du eine Verbindung zwischen uns gefühlt und diese dann hinterfragt hast.“

Darla atmete tief durch. Verdammt. Ja, sie hatte gespürt, dass zwischen ihnen etwas war. Und sie spürte es noch immer.

„Das Essen ist da“, tönte in diesem Moment die Flugbegleiterin. Darla war ihr dankbar. Auf diese Weise musste sie Blake nicht antworten.

Der Gedanke, sich auf ein Date mit ihm einzulassen, brachte ihr Herz zum Rasen. Sie war so darauf bedacht, nicht verletzt zu werden, dass sie in letzter Zeit überhaupt keine Dates mehr eingegangen war. Sich jetzt ausgerechnet wegen Blake wieder dafür zu öffnen, erschien wie reiner Wahnsinn.

Als das Essen vor ihnen stand, lenkte Darla die Unterhaltung in eine weniger brisante Richtung. „Um noch einmal auf Stepping Up zurückzukommen … Ich habe nicht nur dafür gesorgt, dass Rick den Job bekommt, sondern war auch bei der Auswahl einiger Tänzer für die erste Staffel beteiligt. Drei von ihnen sind unter die Top Ten gekommen. Auch deshalb wollten Sie mich jetzt wohl in der Jury haben.“

„Was bedeutet, dass du jetzt mit Rick zusammenarbeitest.“

„Richtig“, seufzte Darla. „Dieser Mistkerl.“

Blake lachte. „Ja, das ist er. Das habe ich ihm nach meiner Show auch gesagt.“

„Genau wie ich“, gab Darla mit einem Lächeln zu.

„Seinen Anruf hast du also angenommen?“

„Er hat sich nicht bei mir gemeldet“, sagte sie. „Ich habe ihn angerufen.“

„Ich hätte mich liebend gern von dir beschimpfen lassen, wenn mir das die Chance gegeben hätte, alles zu erklären.“

Darla schluckte. Je länger sie hier saßen, desto lockerer wurde die Unterhaltung. Sie fühlte, wie sie sich immer mehr entspannte. Und die gegenseitige Anziehung ließ sich nicht mehr ignorieren. Sie wusste, dass sie genau eine Nacht gemeinsam in der Stadt hatten. Und für diese Nacht gab es zwei Möglichkeiten: Entweder sie verbrachte sie allein in ihrem Hotelzimmer oder aber gemeinsam mit Blake.

Sie konnte sich nicht mehr belügen: Sie wollte Blake. Vielleicht war er nicht der Richtige für sie. Doch für diese eine Nacht, beschloss Darla, würde sie ihn erobern.

4. KAPITEL

Es war bereits sieben Uhr am Abend, als Darla und Blake vor dem Flughafen in Denver auf ihr Auto warteten.

Blake atmete tief den süßen Duft von Darlas Parfum ein. „Wirst du eigentlich deine Eltern während dieser Reise besuchen?“, fragte er.

„Das wäre schön.“, erwiderte Darla. „Aber ich bin zu kurz hier. Oh, sieh nur, da kommen einige Taxis.“

Eine schwarze Limousine hielt direkt vor ihnen. Sekunden später sprang der Fahrer heraus. „Es tut mir leid. Auf der Autobahn gab es einen Unfall, deshalb bin ich zu spät dran.“ Er öffnete den Kofferraum. „Ich kümmere mich sofort um das Gepäck.“

Blake kam ihm zuvor und ergriff Darlas Koffer. Laut stöhnend hievte er ihn in den Kofferraum. „Das Ding wiegt ja eine Tonne! Du solltest auf mindestens die Hälfte verzichten. Nächstes Mal bin ich nicht da, um dir zu helfen.“

Darla schnaubte. „Typisch Mann. Ich muss in dreißig verschiedene Städte. Und wie wir alle wissen, braucht man gute Schuhe, um sich nicht zu blamieren. Eine Menge guter Schuhe.“

„Gut, dass ich ein Mann bin“, erwiderte Blake. „Über Schuhe muss ich mir keine Gedanken machen.“ Er öffnete eine Autotür. „Bitte schön. Ladies first.“

Sie stiegen ein. „Machen Sie es sich bequem“, rief der Fahrer ihnen über die Schulter zu. „Wir brauchen sicher eine Dreiviertelstunde bis in die Stadt.“

„Oh nein“, entfuhr es Darla bei einem Blick auf die Uhr. „Ich soll die Produzentin um halb neun auf einen Drink treffen.“

„Meagan Kellar?“, fragte Blake.

„Ja“, erwiderte Darla. „Hast du auch einen Termin mit ihr?“

Blake nickte. „Wahrscheinlich ist es ein Gruppenmeeting.“

„Ich gebe ihr trotzdem besser Bescheid“, sagte Darla und zückte ihr Handy.

„Ich habe ihr bereits eine SMS geschickt, dass wir uns verspäten“, sagte der Fahrer.

„Oh, wunderbar“, sagte Darla erleichtert. „Vielen Dank.“

Blake musterte sie unauffällig von der Seite. Ihre frische, dynamische Art gefiel ihm. Sie wirkte trotz aller Verpflichtungen frei und ungebunden. Das machte sie anziehend.

„Weißt du“, sagte er, „eigentlich bin ich froh, dass du vorhin wütend auf mich warst.“

Darla hob überrascht die Brauen. „Wie bitte?“

„Ernsthaft. Du warst in deinem Hass auf mich vollkommen ehrlich. Das gibt es nicht besonders häufig in unserem Business.“

„Blake, ich hasse dich nicht“, sagte Darla lächelnd. „Nach dem zweiten Drink habe ich damit aufgehört.“

„Und dieser Zustand hat angehalten?“

„Schockierenderweise ja“, neckte sie ihn.

Blake musterte sie. „Hast du deine Meinung über mich geändert?“

„Ich habe lediglich beschlossen, den Moderator nicht für das verantwortlich zu machen, was sein Gast verbrochen hat“, entgegnete sie, während sie seinem Blick standhielt. „Unter Vorbehalt natürlich.“

„Wie wäre es mit einem gemeinsam Dinner, um den Frieden zu besiegeln? Ich lade dich ein.“

Darla runzelte die Stirn. „Die Produktionsfirma zahlt für mein Essen.“

Blake lachte. „Okay, was kann ich dann tun?“

Darla hob die Brauen. „Ich weiß nicht.“

„Meine Mutter würde jetzt sagen, komm nicht ohne Schokolade vorbei, aber die hast du dir ja auch schon selbst gekauft.“

„Und was würde dein Vater sagen?“

„Hast du jemals eine meiner Shows gesehen, in denen mein Vater zu Gast war? Das Publikum liebt ihn. Er war früher Rodeostar und hat ein ziemlich loses Mundwerk. Du würdest nie vermuten, dass er Ahnung von der Börse hat. In meiner Show redet er darüber und das gefällt den Leuten. Allerdings müssen wir viele seiner Ausdrücke zensieren.“

Darla lachte auf. „Klingt nach einem interessanten Vater.“ Ein geheimnisvoller Ausdruck huschte über ihr Gesicht. „Meine Mutter verfolgt da eine andere Strategie.“

Blake spürte, wie ihm unter ihrem verführerischen Blick heiß wurde. „Und welche?“

Darla beugte sich zu ihm hinüber und lächelte. „Geben und nehmen. Ab hier darfst du deine Fantasie benutzen.“

Blake schluckte schwer. Seine Fantasie lief schon längst auf Hochtouren, und er wusste genau, was er Darla geben würde, wenn sie es zuließ. Und was er sich nehmen würde …

„Ich muss dich warnen“, sagte er leise. „Ich habe eine sehr lebhafte Fantasie.“

„Dann“, entgegnete Darla, „sollte ich wohl hohe Erwartungen haben.“

In diesem Moment klingelte Blakes Handy. Ausgerechnet jetzt! Stirnrunzelnd blickte er auf das Display. „Da muss ich leider rangehen. Es ist mein Produzent.“

Das Gespräch drehte sich um die nächsten Tage.

Plötzlich lächelte Blake. „Ob ich ein Interview mit Darla James bekomme? Mal sehen. Ich gebe dir Bescheid.“

Nie im Leben würde er sich die Gelegenheit entgehen lassen, Darla näherzukommen. Doch er hatte nicht vor, sich dabei auf ein Interview zu beschränken.

„Du kriegst dein Interview. Unter einer Bedingung.“

Blake grinste. „Lass mich raten.“ Seine blauen Augen funkelten amüsiert. „Du möchtest, dass ich dich interviewe, um das Ganze dann in deiner Show zu senden. Frei nach dem Motto ‚Geben und Nehmen‘?“

„Jetzt hast du das Konzept verstanden“, sagte Darla. Sie konnte noch immer nicht fassen, wie offen Blake und sie miteinander flirteten. Aber zu ihrer großen Überraschung fühlte sie sich in der Gegenwart ihres ehemaligen Erzfeindes erstaunlich wohl.

„Da wären wir“, sagte der Taxifahrer in diesem Moment und hielt vor einem Hotel.

Darla runzelte die Stirn. „Hatten wir nicht im Rocky Mountain Tower gebucht?“

„Tut mir leid“, sagte der Fahrer entschuldigend. „Ich dachte, Sie wüssten von der Änderung. Im Rocky Mountain Tower wimmelt es vor Paparazzi.“

„Oh“, sagte Darla, während ein merkwürdiges Gefühl sie beschlich. „Paparazzi?“

„Überrascht?“, fragte Blake. „Die Einschaltquoten der letzten Staffel waren gigantisch. Es wäre ein Wunder, wenn die Presse sich jetzt nicht um uns prügeln würde.“

„Ja, ich weiß“, erwiderte Darla und versuchte möglichst gelassen zu wirken. Doch innerlich fühlte sie sich alles andere als ruhig.

„Du siehst aus, als würdest du dich verkriechen wollen“, sagte Blake.

Darla verzog die Mundwinkel und seufzte leise. „Noch etwas, woran ich arbeiten muss.“ Sie lächelte ihm zu. „Also dann. Wir sehen uns draußen.“

Darla stieg aus dem Wagen und ging zum Kofferraum, wo sie und Blake wieder aufeinandertrafen. Dieser Mann war so sexy! Die perfekte Mischung aus Höflichkeit, umwerfendem Charme und ein paar Ecken und Kanten, die ihn nur umso interessanter machten. Wenn irgendjemand dafür sorgen konnte, dass Darla den ersten Drehtag noch für eine Weile vergessen konnte, dann war es Blake.

„Ich werde dafür sorgen, dass Ihr Gepäck auf Ihre Zimmer gebracht wird“, sagte der Fahrer und überreichte ihnen die Zimmerschlüssel. „Sie sind beide im achtzehnten Stock untergebracht. Der Raum, in dem Sie Mrs Kellar treffen, befindet sich ebenfalls dort.“

„Vielen Dank“, sagte Darla, während sie den Schlüssel in die Tasche gleiten ließ. Blake gab dem Fahrer ein Trinkgeld, dann machten sie sich auf den Weg. Sie durchquerten die Lobby und begaben sich direkt zum Fahrstuhl. Während sie auf den Lift warteten, beantwortete Blake kurz eine Textnachricht auf seinem Handy und steckte dann das Telefon ein. „Höhenangst hast du aber nicht?“

Darla schürzte die Lippen. „Nein, solange es Fenster und feste Wände gibt, habe ich keine Probleme.“

Blake lachte leise. „Wie wäre es mit einem Fallschirmsprung vom Dach?“

Darla wehrte ab. „Du meine Güte, nein. Das ist definitiv nichts für mich.“

Blake musterte sie mit einem verdächtigen Glitzern in den Augen. „Hmm“, sagte er. „Wir sollten eine Wette abschließen. Wenn ich gewinne, dann gehst du gemeinsam mit mir zum Fallschirmspringen.“

„Du hast mich im Flugzeug erlebt, oder?“, entgegnete Darla trocken. „Ich war die Frau, die hysterisch ihre Fingernägel in deinen Oberschenkel gekrallt hat.“

Die Türen des Fahrstuhls öffneten sich.

Blake lächelte. „Ich schwöre dir, wenn du den ersten Fallschirmsprung hinter dir hast, willst du nie wieder damit aufhören. Außerdem hast du damit gleichzeitig deine Flugangst besiegt.“

Darla stieg in die Kabine. „Indem ich aus einem Flugzeug springe? Was für ein Quatsch. Mich wirst du nicht dazu überreden.“

„Du weißt doch noch nicht einmal, worum wir wetten“, entgegnete Blake.

„Ich wette niemals.“

„Dir ist aber klar, dass du etwas sehr Interessantes gewinnen kannst?“

Etwas sehr Interessantes. Oh ja, Darla konnte sich einige Dinge vorstellen, die gemeinsam mit Blake interessant wären … Sie lachte laut auf. Das könnte ihre Chance sein, ihn zu verführen, wenn sie sich nur richtig trauen würde.

Blake hob amüsiert eine Augenbraue. „Lässt du mich an deinen Gedanken teilhaben? Sie scheinen es wert zu sein.“

„Ich habe nur über den möglichen Preis nachgedacht.“ Darla spürte eine Million Schmetterlinge in ihrem Bauch.

„Deinem Gelächter nach zu urteilen, hat der Preis sicher etwas mit Rache zu tun“, sagte Blake.

Darla winkte ab. „Ich habe nicht vor, dich zu blamieren.“ Doch plötzlich war sie sich nicht mehr sicher, ob der Plan, die Nacht mit ihm zu verbringen, wirklich so eine gute Idee war. Was, wenn er sie erneut hinterging? Ein öffentlicher Witz über ein Missgeschick war eine Lappalie gegen eine Bettgeschichte, die in der Presse breitgetreten wurde …

„Dein Schweigen macht mich neugierig“, sagte Blake.

„Es ist nicht so wichtig“, sagte sie mit belegter Stimme. „Außerdem haben wir einen Termin bei Meagan, nicht wahr? Es bleibt keine Zeit mehr für Wetten. Oder irgendetwas anderes.“

Hatte sie das wirklich gesagt? „Irgendetwas anderes“?

Die Türen des Fahrstuhls öffneten sich und Darla trat schnell auf den Gang hinaus. „Ich ziehe mich noch schnell um.“ Sie konnte fühlen, dass ihre Nerven zu flattern begannen. Seit Stunden stellte sie sich vor, wie es wäre, endlich im Hotel anzukommen. Und dann mit Blake zusammen auf dem Zimmer zu sein. Alleine.

Sie warf einen Blick auf ihren Schlüssel. „Ich bin in Zimmer 1835.“

„Und ich direkt nebenan“, erwiderte Blake.

„Hoffentlich sind unsere Koffer schon angekommen“, sagte Darla und merkte, wie nervös sie klang. Blake war das nicht entgangen.

„Du scheinst dir wirklich Sorgen wegen dieser Paparazzi zu machen.“, sagte er ruhig. „Dir ist klar, dass das zum Leben eines Stars dazugehört? Wer im Rampenlicht steht, wird beobachtet.“

„Noch bin ich nicht berühmt“, erwiderte sie. „Außerdem ist es egal, wie erfolgreich die erste Staffel war. Die zweite könnte trotzdem floppen. Oder ich komme mit den Teilnehmern nicht zurecht. Oder mit dem Publikum. Oder …“

„Du machst dir zu viele Gedanken.“

Darla seufzte. „Ja, darin bin ich gut.“

„Das solltest du dir abgewöhnen oder du gehst in diesem Business gnadenlos unter.“

Sie erreichten ihre Zimmer und blieben vor den Türen stehen.

„Siehst du?“, sagte Blake lächelnd. „Wie ich es dir versprochen habe. Du bist sicher an deinem Zimmer angekommen. Und ausgenutzt habe ich die Situation auch nicht.“ Er lehnte sich lässig mit der Schulter an seine Zimmertür. „Was nicht bedeutet, dass du nicht die Gunst der Stunde nutzen kannst.“

„Ich bin aber nicht betrunken“, entgegnete Darla, während eine glühende Hitze in ihr aufstieg. Ihre Gedanken jagten sich. Sollte man Gelegenheiten nicht beim Schopf packen? Jetzt oder nie!

Am Ende des Flures öffnete sich eine Tür und Darla zuckte zurück. Doch es war nur ein Portier, der ihre Koffer brachte.

„Gerettet“, sagte Blake leise und stieß sich von der Tür ab.

Darla drehte sich langsam zu ihm um. Als ihre Blicke sich trafen, begann das innere Glühen zu pulsieren. „Wer hat denn behauptet, dass ich gerettet werden wollte?“

5. KAPITEL

Darla konnte sich nicht erinnern, dass ein Mann sie jemals so angesehen hatte. Es lag eine Leidenschaft in Blakes Blick, die ihr den Atem raubte. Er wollte sie. Eigentlich hielt sie nicht viel von unverbindlichem Sex mit fremden Männern … aber Blake war ja nicht wirklich ein Fremder.

„Miss James?“, sagte der Portier hinter ihr.

Darla drehte sich um. „Ja, das bin ich. Danke, dass Sie das Gepäck so schnell hergebracht haben.“ Sie machte sich daran, die Tür zu ihrem Zimmer aufzuschließen.

„Ich kümmere mich um den Rest“, sagte Blake, ohne den Blick von Darla abzuwenden. Sie fixierte ihn warnend. Blake verzog die Mundwinkel zu einem Grinsen und das amüsierte Funkeln in seinen Augen verstärkte sich. Er reichte dem Hotelangestellten ein Trinkgeld. „Vielen Dank.“

Der Portier verschwand und Blake deutete mit einem Nicken in Richtung des Fahrstuhls. „Wir treffen uns dort wieder, in Ordnung? In zwanzig Minuten?“

Darla schluckte trocken. „Ähm, ja. Natürlich.“ War das sein Ernst?

Tatsächlich. Er griff nach seinem Koffer und öffnete seine Zimmertür.

Darla fühlte sich verwirrt, und das Glühen, das jede einzelne Zelle ihres Körpers ergriffen hatte, ließ sich nur schwer bändigen. Sie betrat ihr Hotelzimmer und schloss die Tür hinter sich. Dann lehnte sie sich mit dem Rücken an das Holz und atmete tief durch. Was war hier los? Spielte Blake etwa mit ihr?

Vorsichtig öffnete sie die Tür wieder. Der Gang war leer. Blake war in seinem Zimmer. Und hatte ganz offensichtlich kein Interesse an ihrer Gesellschaft.

Sie kehrte in ihren Raum zurück und versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Vielleicht wollte er nur diskret sein. Ja, daran musste es liegen.

Es konnte doch nicht sein, dass er das erotische Knistern zwischen ihnen nicht gespürt hatte … diese ganz besondere Verbindung.

Als es leise klopfte, fuhr sie zusammen. Dann hastete sie zur Tür und öffnete.

Blake. Er trug noch immer die Jeans und das T-Shirt – und sah so sexy aus, dass Darla den Blick nicht von ihm abwenden konnte.

„Bittest du mich herein, oder soll ich hier draußen stehen bleiben, bis es jemand mitbekommt?“

„Ich muss mich frischmachen und umziehen. Wir haben noch fünfzehn Minuten.“

„Das Treffen wurde abgesagt“, erwiderte er ruhig. „Lässt du mich jetzt rein?“

Darla trat einen Schritt zurück. „Was soll das heißen, abgesagt? Ich habe keinen Anruf bekommen.“

Blake betrat ihr Zimmer und zog sorgfältig die Tür hinter sich zu. Dann drehte er den Schlüssel im Schloss herum. Darla merkte, wie ihr Herz schneller zu schlagen begann. Blake wandte sich zu ihr um und sein Blick jagte ihr heiße Schauer über die Haut. Sie nahm den herben Geruch seines Aftershaves wahr und fühlte leichten Schwindel in sich aufsteigen. Direkt hinter ihr stand ein nahezu unanständig breites Bett. Und vor ihr stand Blake Nelson.

„Meagan hat versucht, dich zu erreichen, aber hier in den Bergen hast du anscheinend keinen Empfang. Es gibt ein Problem, das vor der ersten Show noch dringend geklärt werden muss.“ Er lehnte sich gegen die Tür. „Deshalb haben Sie das Treffen abgesagt.“

Darla spürte, wie sie nervös wurde. „Was denn für ein Problem? Wir müssen sofort dorthin, Blake. Vielleicht können wir helfen.“

„Moment“, sagte er und warf einen erneuten Blick auf sein Handy. „Was steht hier? Blake, wenn Darla dir vorschlägt, dass ihr beide herkommt, um uns zu helfen – und ich weiß, das wird sie tun –, dann halte sie davon ab. Sam möchte nicht, dass zu viele Leute hier herumschwirren. Macht euch einen entspannten Abend. Wir sehen uns morgen.“

Er machte einen Schritt nach vorne, fasste Darla an der Hüfte und zog sie an sich. Darla spürte die verführerische Wärme seines muskulösen Körpers, fühlte, wie eine seiner Hände sanft an ihrem Rücken nach unten wanderte. Sie waren sich so nah, dass sie deutlich seine Erregung wahrnehmen konnte. Nur mit Mühe unterdrückte sie ein Aufstöhnen.

„Wie wäre es mit einem Deal statt einer Wette?“, flüsterte er ihr ins Ohr.

„Macht das einen Unterschied?“, antwortete Darla leise. „Damit eins klar ist: Ich werde nicht Fallschirm springen.“

„Ich werde versuchen, dich doch noch umzustimmen“, sagte er lachend. „Also gut, hier ist der Deal: Wenn ich es im Lauf dieser Nacht nicht schaffe, dich von deinen Sorgen abzulenken, dann darfst du meinen Vater in deine Show einladen. Er wird dir mit Vergnügen die peinlichsten Geschichten über mich erzählen, die es gibt. Aber wenn ich es schaffe, dich abzulenken – und ich meine wirklich abzulenken –, dann bekomme ich ein Interview von dir. Wir werden diese Schuhgeschichte ein für alle Mal klären, auf die gleiche Weise, wie dieser Krieg überhaupt erst begonnen hatte.“

„Das sind große Worte, findest du nicht?“

Blakes Hand glitt Darlas Rücken hinauf, streifte kurz die zarte Haut in ihrem Nacken und wanderte dann in ihr seidiges Haar. „Ja, Süße, ich weiß. Auch wenn Reden nicht das ist, was ich für den Rest der Nacht geplant habe.“ Er brachte sein Gesicht so nah an Darlas, dass ihre Lippen sich fast berührten. Und jeder Atemzug schien ein Versprechen zu sein. Mehr von ihm. Viel mehr.

„Also?“, fragte er leise. „Haben wir einen Deal?“

Wenn das bedeutete, dass er sie endlich küsste – ja, dann hatten sie einen! „Selbstverständlich“, sagte Darla. „Wie könnte ich mir so eine Gelegenheit …“ Noch bevor sie den Satz zu Ende bringen konnte, senkte er seine Lippen auf ihre.

Blake hatte es langsam angehen wollen. Verführerisch. Er wollte Darla küssen, erst sanft, dann immer inniger. Und schließlich jeden einzelnen Millimeter ihres atemberaubenden Körpers mit den Lippen erkunden.

Doch der Plan scheiterte schon innerhalb von Sekunden.

Darla schlang ihre Arme um seine Hüfte und drängte sich ihm entgegen. Er spürte die weichen Rundungen ihrer Brüste dicht an sich, nahm ihren warmen Atem an seinem Hals wahr.

Verdammt, und wieder war sie es, die ihn um den Verstand brachte, nicht umgekehrt. Seit er sie zum ersten Mal gesehen hatte, war ihm klar, dass diese Frau ihm gefährlich werden konnte. Sie legte es nicht darauf an, doch sie bezauberte ihn durch alles, was sie tat. Und jetzt, in diesem Moment, ihre weichen Lippen süß auf seinen, wollte er sie mehr denn je.

Während der Kuss sich vertiefte, inniger und drängender wurde, ließ Blake seine Hand zu ihrem Po wandern. Mehr als nur einmal war ihm aufgefallen, wie knackig und verführerisch er war. Unter seinen Berührungen stöhnte Darla leise auf. Blake spürte diesen Laut ihrer Lust in jeder Faser seines Körpers. Und er wollte mehr davon. Zu wissen, wie sehr er sie erregte, fühlte sich an, als würde glühende Lava durch seine Adern jagen. Seit er Darla auf dem roten Teppich aufgefangen hatte, schlummerte diese wilde Leidenschaft in ihm. Er hatte seit damals keine andere Frau mehr angefasst, und jetzt wusste er auch, warum. Es ging um mehr als puren Sex, um mehr als schnelle Befriedigung. Es ging um eine tiefe Verbindung, die ihn und Darla vereinte. Durch sie fühlte er endlich etwas Echtes, etwas, für das es sich lohnte zu bleiben. Sie machte sein Leben besonders.

Er fasste sie an der Taille und drängte sie sanft gegen die Wand. Seine Hände glitten an ihrem schlanken Körper hinauf bis zu ihren Brüsten. Vorsichtig knabberte er an ihrer Unterlippe und löste sich dann einige Zentimeter von ihr. „Und, woran denkst du?“

„An dich“, antwortete Darla, die Stimme dunkel und verführerisch. „Und an morgen früh. Den Tag, an dem ich den größten Sprung meiner bisherigen Karriere machen werde. Du hast also noch einiges zu tun, wenn du den Deal gewinnen willst.“

„Du bist ein böses Mädchen“, murmelte er.

Ihre Blicke trafen sich. Blake ließ seine Daumen sanft über ihre Brüste wandern, hin zu ihren aufgestellten Spitzen. Darla biss sich auf die Unterlippe und stöhnte auf. Ihre Erregung spiegelte sich deutlich in ihrem Gesicht wider.

„Vielleicht überlege ich mir das mit unserer Wette ja noch einmal anders, wenn du dich über mich lustig machst.“

„Es war keine Wette.“ Darla schloss die Augen. „Ein Deal. Schon vergessen?“

„Richtig“, antwortete er, schob ihr das T-Shirt über den Kopf und warf es achtlos auf den Boden. Sein Blick wanderte zu ihren Brüsten, die in diesem BH noch viel hinreißender aussahen, als er es sich vorgestellt hatte. „Ich wusste, er würde Pink sein.“

Darla runzelte die Stirn. „Wusstest du nicht. Und überhaupt, solltest du nicht zuerst an etwas anderes denken als an meinen BH?“

„Ich werde mich bessern“, sagte Blake, während er den BH mit geschickten Fingern öffnete und dann begann, ihre Brustwarzen mit den Fingerspitzen zu umspielen. „Versprochen. Nächstes Mal.“

„Es wird kein nächstes Mal geben“, keuchte Darla. „Wir sind Gegner. Miteinander im Bett zu landen, ist nichts, was wir wiederholen sollten. Das verstößt gegen meine Prinzipien.“

Blake legte den Kopf schräg. „Ach ja? Und doch bin ich hier.“

„Wir haben diese eine Nacht“, stimmte Darla zu und ließ eine Hand über Blakes Hüfte zwischen seine Beine wandern. Sie konnte seine Erregung deutlich durch den Stoff der Jeans spüren. „Diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Aber uns beiden muss klar sein, dass sich das nicht wiederholt.“

Blake musterte Darla. „Ich habe mir vorgenommen, dass du diese Nacht nicht vergisst“, sagte er leise und legte seine Hand auf ihre. „Und dass du in Erinnerung behältst, was für ein böses Mädchen ich sein kann.“

Bevor Darla reagieren konnte, fasste er sie an der Hüfte und drehte sie herum, sodass sie mit dem Gesicht zur Wand blickte.

„Blake …“ Sie versuchte sich umzudrehen, doch er hielt sie fest.

„Bleib, wo du bist.“ Es klang wie ein Befehl. Seine Hände lagen noch immer an ihrer Hüfte. Und er spürte Darlas vibrierenden Körper so nah an sich, dass es ihm fast den Verstand raubte.

„Ich möchte aber …“

„Die Kontrolle behalten, immer und überall“, beendete er ihren Satz und drängte sie stärker gegen die Wand. Dann brachte er seine Lippen dicht an ihr Ohr. „Und wenn es tatsächlich das ist, was du möchtest, dann bin ich ganz dein. Aber weißt du, was ich denke?“

Seine Hände umschlossen ihre kleinen festen Brüste. „Du wirst wieder zu denken anfangen. Du wirst dich fragen, was das bedeutet, Kontrolle zu haben. Du wirst befürchten, dass ich dich beurteilen könnte, wie alle im Showbusiness das tun, dass ich vielleicht denke, du wärst zu alt oder zu was weiß ich …“ Er drehte sie zu sich herum und blickte ihr direkt in die Augen. „Und während du noch zweifelst, bin ich einfach nur glücklich, dass ich hier sein und dich in meinen Armen halten darf. Weil du perfekt bist, Darla.“

Blake legte all seine Überzeugungskraft in seine Stimme, denn er wollte, dass Darla ihm glaubte. Er musste sie davon überzeugen, dass er jedes Wort ernst meinte. Denn genauso war es. Hier ging es nicht nur um körperliche Anziehung. Es ging um mehr.

„Blake.“ Darlas Stimme war nicht mehr als ein Flüstern und in ihrem Blick konnte er ihre Verletzlichkeit sehen.

„Glaub mir“, sagte er und strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Was zwischen uns geschieht, wird diesen Raum niemals verlassen. Es ist unsere Nacht. Unsere Zeit, unser Geheimnis.“ Er küsste sie zärtlich auf die Lippen. „Ich gebe dir mein Wort.“ Seine Finger strichen über ihre Wangen, ihren Nacken, über das Schlüsselbein hinunter zu ihren Brüsten. Zart wie ein Streicheln glitt sein Blick an ihrem Körper entlang. Dann trafen sich ihre Blicke erneut und für eine gefühlte Ewigkeit versanken sie in den Augen des anderen. Die Luft zwischen ihnen schien vor Spannung zu knistern.

Endlich fanden sich ihre Lippen erneut zu einem noch innigeren Kuss. Blake fühlte, wie Darlas Hände sich unter sein T-Shirt schoben und über seine Haut strichen.

Er zog das Shirt über seinen Kopf, und noch bevor er es zur Seite werfen konnte, spürte er schon Darlas Lippen auf seiner Haut, sanft an seinen Brustwarzen knabbernd. Er konnte sich nicht erinnern, dass ihn eine Frau jemals so erregt hatte. Es fühlte sich an, als würde sie auf jedem Millimeter seines Körpers ein Glühen hinterlassen.

Als sie am Reißverschluss seiner Jeans nestelte, zog er scharf den Atem ein. „Nein, Süße, nicht so schnell“, löste sich ein Grollen tief aus seiner Kehle. „Ich will dich viel zu sehr, um das hier zu übereilen. Schließlich sollst du dich ein Leben lang an diese Nacht erinnern.“

Und ihm eine weitere Nacht schenken. Er wusste, dass es nicht einfach werden würde, aber genau das wollte er. Mehr von Darla. Viel mehr.

Darla stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn erneut. In dem Moment, als ihre Zungenspitzen sich sanft berührten, wusste Blake, dass er verloren war. Er ließ sich hineinfallen in die Süße dieses Kusses, in das verlockende Gefühl, Darlas Körper so nah wie nie zuvor an seinem zu spüren. Und bevor er wusste, was geschah, hatte sie den Reißverschluss seiner Jeans geöffnet. Ihre Hand wanderte in seine Boxershorts und im nächsten Moment spürte er ihre warmen Finger an seinem Schaft. Blake stöhnte auf und trat rasch einen Schritt zurück. Alles hier ging ihm viel zu schnell, und er wollte nicht, dass Darla diese Nacht nur als kleines Intermezzo in Erinnerung behielt. Das würde er sich niemals verzeihen. Er musste das Tempo rausnehmen.

Er beugte sich hinunter und zog Darla die Stiefel von den schlanken Beinen. Dann ließ er die Hände wie beiläufig über ihre Hüfte gleiten. „Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja. Wir hatten uns darauf geeinigt, dass du die Kontrolle abgibst. Richtig?“

„Wir hatten uns auf gar nichts geeinigt“, antwortete Darla und schluckte schwer, als Blake die Knöpfe ihrer Jeans öffnete. Ganz langsam. Einen nach dem anderen.

„Dann tu einfach so.“ Er streifte ihr die Jeans herunter und hob überrascht die Augenbrauen. „Du trägst keine Unterwäsche?“

„Ich hasse es, wenn sich das Höschen unter der Kleidung abzeichnet“, antwortete sie gelassen und schob die Jeans mit der Fußspitze zur Seite.

„Oh, natürlich“, sagte Blake, während er sich wieder ihren Brüsten widmete. „Es gibt nichts Schlimmeres.“

„Du hältst dich für unglaublich witzig, oder?“ Darla konnte ihre Erregung kaum verbergen. Und es gefiel Blake, dass sie anmachte, was er tat.

„Witzig sein ist eigentlich nicht Teil meines Plans“, antwortete er, während er mit seinen Daumen über ihre harten Brustwarzen strich. „Im Gegenteil. Ich denke, ich sollte dir zeigen, wie ernst es mir ist.“ Er ging vor ihr in die Knie und legte seine Hände fest an ihre Hüfte. „Sehe ich aus, als würde ich Witze machen?“

Darla befeuchtete ihre Lippen mit der Zungenspitze. „Nein, eigentlich nicht.“

Blake senkte seine Lippen auf ihren Bauch und ließ seine Zunge dann sanft um ihren Nabel kreisen. „Wonach sieht es denn aus?“ Er sah, wie sie unter seinen Berührungen und Küssen erzitterte. Sie war wie eine verletzliche, zarte Blume, und er fühlte in sich das seltsame Verlangen aufsteigen, sie beschützen zu wollen. Er wollte ihr nah sein, auch wenn das bedeutete, jede Sicherheit aufzugeben. Und auch seinen Vorsatz, sich selbst nicht zu viel von dieser Begegnung zu versprechen. Er blickte zu ihr auf. „Woran denkst du?“

„Muss ich in diesem Moment denken?“

Er lächelte zufrieden. Genau das hatte er bezwecken wollen. Darla sollte endlich einmal aus diesem Hamsterrad aus Sorgen und Gedan­ken aussteigen. Das konnte sie nur, wenn sie ihm vertraute. Und offensichtlich hatte er dieses Ziel erreicht. „Nein. Nicht wenn ich es verhindern kann.“ Er ließ sein Hand an der Innenseite ihres Oberschenkels nach oben wandern, bis er das Dreieck feiner goldener Härchen zwischen ihren Beinen erreichte. Dann glitt sein Finger langsam in sie. Sie war so feucht, schon jetzt bereit für mehr. Und Blake konnte spüren, wie seine Erregung stieg. Ein heftiges Pulsieren erfasste seinen Unterleib.

Darla stöhnte leise auf und drängte sich ihm entgegen. „Wir sollten dringend ins Bett gehen“, keuchte sie. „Ich weiß nicht, wie lange ich mich noch auf den Beinen halten kann.“

„Ich lasse nicht zu, dass du fällst“, murmelte Blake, während er mit den Lippen über die feine Linie ihrer Hüftknochen strich.

„Wenn du so weitermachst, kann ich für nichts garantieren“, hauchte Darla.

Blake unterdrückte ein Lächeln und schob die Finger weiter vor, hin zu diesem einen bestimmten Punkt, von dem er wusste, dass er ihr den Verstand rauben würde. Genau das hatte er vor. Er wollte miterleben, wie sie sich ganz ihrer Lust hingab – und ihm. „Ich möchte dich schmecken, Darla“, flüsterte er, fasste eines ihrer Beine und legte es sich über die Schulter. Der Anblick ihrer empfindlichsten Stellen jagte ihm ein heißes Glühen über die Haut. Während seine Finger sie weiter erkundeten, strich er mit dem Daumen ebenso zart wie unerbittlich über die sensible Perle zwischen ihren Beinen. Dann leckte er spielerisch mit der Zungenspitze darüber. „Irgendwelche Einwände?“

„Du erwartest nicht ernsthaft, dass ich etwas dagegen habe, oder?“

Blake lachte leise auf. Dann widmete er sich Darla voll und ganz, umspielte ihre Lustperle mit der Zungenspitze, bis Darla laut aufstöhnte und den Kopf in den Nacken legte. Ihre langen, dunklen Wimpern zeichneten feine Schatten auf ihren vor Hitze geröteten Wangen. Blake intensivierte die Stöße seines Fingers in ihr. Und er wusste, dass er den entscheidenden Punkt gefunden hatte, als Darla erneut laut aufstöhnte und ihre Finger in seine dichten Haare krallte. Doch Blake dachte gar nicht daran, aufzuhören. Er presste seine Zunge härter gegen Darlas Schoß und seine Bewegungen wurden fordernder. Je mehr er ihr gab, desto stärker reagierte sie auf ihn. Blake spürte, wie Darla sich ihm entgegendrängte, fühlte, wie jeder einzelne Muskel ihres Körpers sich anspannte. Plötzlich zog sie scharf den Atem ein und erstarrte mitten in der Bewegung. Sie war so weit. Nur noch eine winzige Berührung vom Absprung entfernt.

Blake saugte an ihrer kleinen Knospe, umspielte sie mit den Lippen – und spürte, wie ein gewaltiger Orgasmus Darlas Körper zum Beben brachte. Sie legte die Handflächen an die Wand, um sich abzustützen, zuckte unter seinen Fingern und presste sich ihm zitternd entgegen. Niemals hatte eine Frau sich Blake so intensiv und vorbehaltlos hingegeben. Sein Körper reagierte sofort auf sie. Er merkte, wie er noch härter wurde, bereit, sie zu nehmen.

Sein Handy, das er zuvor auf lautlos gestellt hatte, begann zu vibrieren, doch er ignorierte es. In diesem Moment würde nicht einmal ein Feueralarm ihn von hier wegbringen. Darla nahm ihn gefangen, mehr als er es sich jemals hatte träumen lassen. Es waren ihr Geruch, ihre Wärme, das Gefühl ihrer weichen Haut an seiner. Und ihre Lust.

Blake spürte ein Beben in sich. Er wollte nichts mehr als diese Frau glücklich machen.

Darla atmete tief durch und blinzelte zu ihm hinunter. Ihre Lip­pen waren leicht geschwollen von den Küssen, und Blake sah, wie ihr eine heiße Röte ins Gesicht stieg. „Das war … absolut unglaublich“, sagte sie heiser.

„Und es war nur der Anfang“, entgegnete Blake. Sanft küsste er sie auf die Innenseite ihres Oberschenkels, während er ihren Fuß zurück auf die Erde brachte. „Wir haben noch die ganze Nacht vor uns.“ Er richtete sich auf, fasste Darla an der Hüfte und hob sie hoch.

Sie schrie vor Überraschung auf und schlang die Arme um seinen Hals, während ihre Beine sich wie von selbst um seine Hüfte legten. Blake trug sie zum Bett hinüber und legte sie vorsichtig auf die weichen Laken. Dann ließ er sich über sie gleiten. „Ich muss dich warnen“, sagte er leise. „Du treibst mich in den Wahnsinn. Und wenn wir nicht aufpassen, könnte meine romantische Ader in Sekundenschnelle umschlagen. Dann wird das hier eine verdammt schnelle und harte Nummer.“

„Hart und schnell klingt gut“, antwortete Darla, und das Funkeln in ihrem Blick zeigte Blake einmal mehr, dass sie nicht halb so unschuldig war, wie sie für gewöhnlich wirkte. „Allerdings hast du noch immer deine Jeans an.“

Erneut vibrierte das Handy an Blakes Gürtel. Darla riss die Augen auf. „Ist das dein Telefon?“

„Ja“, entgegnete Blake. „Aber wer auch immer das ist, er kann warten.“

Er senkte seinen Mund auf ihre Lippen und küsste sie so leidenschaftlich, dass Darla aufseufzte. Sie schlang ihm die Arme um den Nacken und zog ihn an sich, als würde sie ihn nie wieder loslassen wollen.

Erneut meldete sich das Handy. Verdammtes Telefon. Doch hier, mit Darla in seinen Armen und ihren Küssen auf seiner Haut, fiel es ihm leicht, es zu ignorieren. Sie schmeckte nach Honig und roch wie der Sommer. Blake unterdrückte ein Grinsen. Er schaffte es ja nicht einmal, sich lange genug von dieser umwerfenden Frau zu lösen, um seine Hose auszuziehen! Wie sollte er da telefonieren?

Er spreizte ihre Beine weiter und drängte sich ihr entgegen, während er seine Hände über ihre weiche Haut gleiten ließ. Er wollte jeden einzelnen Millimeter von ihr erkunden.

„Bitte“, flüsterte Darla. „Zieh endlich diese Hose aus oder ich werde noch wahnsinnig.“

„Ein Kuss noch“, entgegnete er leise. Doch dann zerriss das schrille Klingeln des Hoteltelefons die Stille.

Blake hielt mitten in der Bewegung inne. Er brannte darauf, Darla weiter zu küssen, immer weiter und weiter, bis sie beide in einem Strudel aus Leidenschaft versanken. Doch dieses Klingeln ließ sich nun wirklich nicht mehr ignorieren. Blake unterdrückte ein Fluchen. Das Letzte, was er wollte, war, dass Darla sich zurückgesetzt fühlte, weil irgendein Businesstermin scheinbar wichtiger war! Er blickte sie entschuldigend an. „Es tut mir leid“, sagte er leise. „Ich würde am liebsten gar nicht darauf reagieren. Aber es könnte wichtig sein. Vielleicht ist es die Produktionsfirma.“

Er löste sich aus der Umarmung und griff nach seinem Handy. Hastig überflog er die SMS, die er bekommen hatte. „Es ist Meagan“, sagte er. „Sie will uns jetzt doch noch auf einen Drink treffen.“

Darla schnellte aus dem Bett und griff nach dem Telefon, das auf dem Nachttisch stand. Blake erhaschte einen Blick auf ihren verführerisch knackigen Po, den er nur kurz zuvor noch mit den Händen umfasst hatte. Und ihn beschlich das ungute Gefühl, dass er Darla so schnell nicht mehr so nah kommen würde. Nicht in dieser Nacht.

„Meagan? Hi“, sagte Darla. Sie warf Blake einen Blick über die Schulter zu. „Keine Ahnung, wo Blake sich herumtreibt. Wahrscheinlich hat er auch Probleme mit dem Handyempfang.“ Blake sah, wie sie die Stirn runzelte. „Ja, in Ordnung, ich werde an seine Tür klopfen und ihm Bescheid geben, wenn ich ihn sehe. Wir treffen uns dann in zwanzig Minuten.“ Sie ließ den Hörer auf die Gabel sinken. „Ich glaube das einfach nicht.“

Blake zog sie zurück in seine Arme. Sie fühlte sich so unfassbar gut an … „Und ich kann nicht glauben, dass ich mit dir in einem Bett lag und es nicht einmal geschafft habe, die Hose auszuziehen. Es wird dir leidtun, sobald wir dieses Zimmer verlassen haben, oder nicht?“

„Natürlich wird es mir leidtun“, entgegnete Darla und Blakes Herz machte einen Sprung. Doch dann fuhr sie fort: „Welche Frau schafft es denn nicht, einen Mann dazu zu bringen, die Hosen fallen zu lassen? Das ist ein Armutszeugnis.“

Sie küsste ihn auf die Lippen. „Ich werde darüber nachdenken, was ich anders machen muss, während wir den Abend mit Meagan verbringen.“

Blake legte den Kopf schräg. „Selbst wenn ich dir das jetzt glaube, Fakt ist, dass unsere einzige gemeinsame Nacht hiermit beendet ist.“

„Wer weiß“, sagte Darla lächelnd, „vielleicht wird das ja ein kurzer Abend.“

„Wahrscheinlicher ist, dass es sich hinzieht, obwohl alle schon längst im Bett liegen und schlafen sollten“, erwiderte Blake trocken. „Mit Ausnahme von dir natürlich. Du solltest in meinem Bett liegen und mit anderen Dingen beschäftigt sein.“

Darla lachte auf. „Das war mein Plan, erinnerst du dich?“ Sie strich ihm mit den Fingerspitzen über die Wange. „Danke, dass du dafür gesorgt hast, dass ich doch noch ans Telefon gehe.“

Blake ergriff ihre Hand und küsste sie auf die Fingerspitzen. „Ich sollte jetzt gehen. Sonst hast du keine Chance, dich anzuziehen. Ich würde es nämlich nicht zulassen.“

Er wollte sich erheben, doch Darla fasste ihn am Arm. „Warte. Was, wenn jemand sieht, dass du aus meinem Zimmer kommst? Blake, wenn meine Produktionsfirma Verdacht schöpft, dass wir etwas miteinander haben, dann könnte sich das wirklich übel auf meine Karriere auswirken!“

Blake verzog die Mundwinkel. „Klar. Alles, was schiefgehen kann, geht schief, und selbst die unwahrscheinlichsten Katastrophen werden geschehen, nur um deine Karriere zu zerstören …“ Er sah, dass Darla protestieren wollte, und hob beruhigend die Hände. „Keine Sorge, ich verstehe das Problem. Ich werde diskret sein, in Ordnung? Und falls doch irgendjemand etwas mitbekommt, dann sagen wir einfach, ich wäre bei dir vorbeigekommen, um sicherzustellen, dass Meagan dich auch erreicht hat. Damit haben wir eine plausible Erklärung.“

„Ja, das klingt gut“, sagte Darla und atmete auf.

Blake ließ den Blick hinunter zu ihren wohlgeformten Brüsten gleiten und dann wieder hinauf zu ihren Augen. „Das war übrigens kein Scherz. Solange ich hier bin, bekommst du keine Chance, dich anzuziehen.“

Darla zog sich lächelnd die Bettdecke bis zum Hals. „Verschwinde, bevor ich dich nicht mehr gehen lasse. Das wäre viel schlimmer.“

„Oder eine hervorragende Idee.“

Blake stand auf, hob sein T-Shirt vom Boden auf und zog es sich über den Kopf. Dann schlüpfte er in seine Stiefel. Während er zur Tür ging, spürte er deutlich, dass er Darla überhaupt nicht alleine lassen wollte. Das gab ihm zu denken. Normalerweise konnte er nach einem sexuellen Abenteuer nicht schnell genug wieder auf Abstand gehen. Sicher, sie waren nicht zu allem gekommen, was er geplant hatte, aber trotzdem … Er wollte hierbleiben. Hier, bei Darla.

Er musste sich zusammenreißen, um nicht auf halben Weg wieder umzudrehen und ihr genau das zu sagen. Oder eine neue Verabredung zu treffen. Doch er widerstand der Versuchung, auch wenn der Gedanke, sie erneut in seine Arme zu schließen, seinen Pulsschlag beschleunigte. Verdammt, irgendetwas in ihm schrie geradezu danach, sie zu erobern. Für immer.

Diese Erkenntnis erschütterte Blake zutiefst. Rasch zog er die Tür hinter sich ins Schloss. In seinem Zimmer wartete eine kalte Dusche auf ihn. Und die Chance, wieder zu sich zu finden.

6. KAPITEL

Darla saß auf dem Bett und versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Blake war gegangen. Sicher, er hatte keine Wahl gehabt, und es war nur vernünftig, niemanden Verdacht schöpfen zu lassen. Er hatte sogar zugegeben, dass er lieber bei ihr bleiben würde. Aber letztendlich war er trotz allem gegangen. Und sie war allein.

Sie biss sich auf die Unterlippe. Sie hatten nicht einmal Pläne für die restliche Nacht geschmiedet. Würde es eine gemeinsame Nacht geben? Jemals?

Energisch schlug Darla die Bettdecke zur Seite und stand auf. Sie musste sich beeilen. Stattdessen saß sie untätig hier herum und dachte über Blake nach.

Fünfzehn Minuten später stand sie geduscht und in eine frische Jeans und Bluse gekleidet vor dem Spiegel. Die Haut um ihren Mund brannte noch immer ganz leicht von den Küssen. Darla schloss die Augen. Wie gut sich Blakes Bartstoppeln angefühlt hatten … Ihr Herz machte einen nervösen Sprung. Wie sollte sie ihm jetzt nur gegenübertreten und so tun, als wäre nichts zwischen ihnen passiert?

Sie griff nach ihrer Handtasche und verließ das Hotelzimmer. Einen Moment lang war sie unschlüssig. Sollte sie bei ihm klopfen? Was würde sie tun, wenn sie beide gerade nicht gemeinsam im Bett gelegen hätten? Es war schwer, sich das vorzustellen, denn die Lust, die Blake ihr bereitet hatte, brannte noch auf jedem Millimeter ihrer Haut.

Darla atmete tief durch. Nein, sie würde professionell sein. Sie und Blake waren Konkurrenten, aber gleichzeitig hatten sie sich auf dem Flug gut verstanden, waren sich sympathisch geworden. Dann konnten sie ja wohl auch gemeinsam hinuntergehen.

Darla klopfte an Blakes Tür, doch nichts geschah. Sie klopfte erneut, lauter und sicherer dieses Mal, doch im Zimmer blieb es still. Blake war nicht da. Er war zu dem Treffen gegangen, ohne zuvor bei ihr zu klopfen.

Darla schluckte schwer. Nein, sie würde jetzt nicht zu grübeln anfangen. Es gab Wichtigeres zu tun. Sie musste sich um ihre Karriere kümmern.

Es mussten um die fünfzehn Leute sein, die Meagan zu dem Treffen eingeladen hatte. Als Darla die Lounge erreichte, ließ sie den Blick über die Runde gleiten.

„Darla!“ Meagan sprang auf und winkte ihr zu. Die Produzentin trug Jeans und ein T-Shirt und wirkte so locker, als wäre das hier kein Teammeeting, sondern eine Cocktailparty. Neben Meagan erhob sich ein großer, blonder Mann mit breiten Schultern, von dem Darla vermutete, dass er Meagans neuer Mann war. Er war außerdem der Chef der Security Firma, die für die Studios arbeitete, und konnte somit immer ein Auge auf seine Frau haben.

Darla seufzte erleichtert. Es tat gut, Meagan zu sehen. Sie war ihre Chefin, aber gleichzeitig auch eine gute Freundin.

Meagan eilte auf sie zu und schloss sie in die Arme. „Wie schön, dass du hier bist!“ Dann trat sie einen Schritt zurück. „Ist es nicht verrückt, wie schnell sich unser beider Leben verändert hat?“

Sie hatten sich während der ersten Staffel der Tanzshow kennengelernt. Meagan war früher Tänzerin gewesen, doch eine Verletzung hatte sie ihre Karriere gekostet. Daraufhin hatte sie sich als Produzentin der Show einen Namen gemacht. In der Zwischenzeit war Darla von der Casting-Organisatorin zur beliebten Moderatorin geworden.

Darla lächelte gerührt. „Ich bin dir so dankbar, dass du mich für diesen Job engagiert hast“, sagte sie. „Ich verspreche dir, ich werde dich nicht enttäuschen.“

„Das weiß ich doch“, entgegnete Meagan lächelnd. „Ich bin froh, dass dieses Treffen jetzt doch noch stattfindet. So können alle sich noch vor Beginn der Show kennenlernen. Aber bevor ich dich den anderen vorstelle, muss ich dich warnen. Während der ersten Staffel von Stepping Up haben sich anfangs nur ein paar Reporter für die Sendung interessiert. Aber das alles hat sich jetzt radikal verändert. Es gibt Teilnehmer, die schon jetzt mit dem Schlafsack vor der Halle ausharren. Die zweite Staffel ist der pure Wahnsinn, noch bevor sie überhaupt begonnen hat.“

Darla grinste breit. „Ja, ich kann mich erinnern.“ Im letzten Jahr hatte Darla selbst noch einige zusätzliche Castings in New York arrangiert, nur damit sich am Ende genügend Teilnehmer für die Show fanden. In diesem Jahr war alles anders.

Meagan erwiderte das Grinsen. „Siehst du, und deswegen bist du perfekt für die Jury. Du weißt, worauf du dich einlässt. Auch wenn ich befürchte, dass es noch viel verrückter wird, als wir alle erwarten.“

„Und das ist keine Übertreibung.“ Der große Mann war neben Meagan getreten und reichte Darla die Hand. „Sam Kellar. Es freut mich, dass wir uns heute noch ganz in Ruhe kennenlernen. In den nächsten Wochen werden wir kaum zum Luftholen kommen.“

„Ich freue mich auch.“, erwiderte Darla und schüttelte Sams Hand. „Ist das Problem von vorhin inzwischen gelöst?“

„Ja, zum Glück“, sagte er und rieb sich das Kinn. „Einige der Teilnehmer sind vor der Halle aufeinander losgegangen. Wegen irgendeiner Kleinigkeit.“

„Ich muss wohl nicht erwähnen, dass diese Gruppe ihre Chance für die Show verspielt hat“, sagte Meagan ernst. „Skandale können mir gestohlen bleiben. Ich möchte, dass diese Show anspruchsvolle Unterhaltung bietet. Und das ist ohnehin eine Gratwanderung, sobald man die Teilnehmer im Rahmen von Reality-Shows filmt. Man weiß ja nie genau, wie sich alles entwickelt.“

Meagan deutete lächelnd auf einen Sessel. „Ich habe dir einen Platz freigehalten.“

Sie und Sam setzten sich und Darla folgte ihnen. Sie ließ den Blick über die mit ihr am Tisch sitzenden Menschen schweifen, und es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie mitten in der Bewegung erstarrte. Blake saß ihr schräg gegenüber. Und in seinen Augen lag dieses sexy Funkeln, das ihr den Atem raubte.

„Schön, dass du gekommen bist“, sagte er mit einem unmerklichen Lächeln.

„Wir hatten schon befürchtet, du wärest eingeschlafen “, sagte Meagan. „Aber Blake hat erzählt, dass du während des Fluges Unmengen an Kaffee getrunken hast.“

„Ja, das stimmt“, sagte Darla, während sie tiefer in ihren Sessel sank und sich insgeheim fragte, was Blake den anderen wohl noch erzählt hatte. Ganz offensichtlich genoss er es, sie zu verunsichern. „Und da ich fürchterliche Flugangst habe, hat Blake das volle Programm abbekommen. Aber wen würde ich lieber quälen als meinen direkten Konkurrenten?“

Meagan lachte auf. „Stimmt. Ihr zwei habt ja eine ganz besondere Beziehung. Inklusive einiger Unstimmigkeiten.“

„Das haben wir geklärt“, sagte Blake. „Darla hat mir verziehen.“

Darla runzelte die Stirn und ertappte sich dabei, dass sie den Blick nicht von Blakes Lippen abwenden konnte. Und sie wusste auch genau, warum. Es waren diese sinnlichen Lippen, die sie nur kurz zuvor überall auf ihrem Körper gespürt hatte. „Ich würde nicht sagen, dass ich dir verziehen habe.“

Okay. Weitestgehend. Und vielleicht ganz, wenn sie noch ein wenig mehr Zeit miteinander gehabt hätten.

„Hatten wir nicht einen Deal vereinbart, Darla?“, fragte Blake ruhig. „Eine Vereinbarung, von der wir beide profitieren?“

Darla zog scharf den Atem ein. „Wie bitte?“ Er würde jetzt nicht vor allen Leuten darüber reden! Das konnte er nicht tun!

„Hi, Darla. Wie schön, dich wiederzusehen.“

Darlas Magen zog sich zusammen. Links von Blake saß Lana Taylor, eine hinreißende Broadwaytänzerin Mitte zwanzig, die bereits während der ersten Staffel von Stepping Up Teil der Jury gewesen war. Lana war fast zu perfekt, mit ihren langen roten Haaren, der alabasterweißen Haut und ihrem strahlenden Lächeln. Doch ihre Persönlichkeit war mit Vorsicht zu genießen. Innerhalb der Jury fiel ihr die Rolle der Gnadenlosen zu, und Darla fand, dass diese Bezeichnung großartig zu ihr passte.

„Hi, Lana“, sagte sie und ließ ganz bewusst den Zusatz „Schön dich zu treffen“ weg. Ihr Blick wanderte zurück zu Blake, und sie schluckte schwer beim Gedanken daran, wie offen sie sich ihm hingegeben hatte. Wenn Blake wollte, konnte er sie nun bis auf die Knochen blamieren.

„Darla, wie schön, dich zu treffen!“

Darla zwang sich zu einem Lächeln und grüßte Jason Alright, einen Produzenten aus Las Vegas, der ebenfalls schon in der ersten Staffel Teil der Jury gewesen war.

Die Vierte und Letzte im Team war Ellie Campbell, eine der begna­detsten Choreographinnen im Showbusiness. Ellie war in Darlas Alter und dafür bekannt, dass sie immer wieder mit neuen, verrückten Frisuren überraschte. Sie saß am anderen Ende des Tisches, stand aber sofort auf und kam zu Darla herüber, um sich vorzustellen. Darla mochte Ellie sofort, und als Jason sich in das Gespräch einschaltete, stellte sie fest, dass auch er sehr sympathisch war.

Sie war erleichtert über die Gesprächsmöglichkeiten, denn so konnte Blake nicht länger auf ihrer Vereinbarung herumreiten. Trotzdem würde sie ein ernstes Wörtchen mit ihm reden. Später.

„Ich bin wirklich so aufgeregt, dass ich dich widertreffe“, sagte Lana, als sich der erste Wirbel am Tisch wieder beruhigt hatte. „Du hast es von einer einfachen Casterin zur eigenen Fernsehshow gebracht. Beeindruckend.“

Der gemeine Stachel hinter dem zuckersüßen Tonfall war nicht zu überhören. Darla beschloss, nicht darauf einzugehen.

„Bevor ich es vergesse“, sagte sie stattdessen und winkte einen Kellner heran. „Könnten Sie mir bitte die Dessertkarte bringen?“

„Kein Abendessen?“, fragte Blake.

Darla schenkte ihm einen vielsagenden Blick. „Ich habe plötzlich das Bedürfnis nach etwas Stärkerem.“

„Vor der Kamera wirkt man immer fünf Kilo schwerer als in der Realität“, flötete Lana.

„Gut“, erwiderte Darla, während sie nach der Karte griff. „Dann werde ich heute Abend eben nur ein halbes Kilo zulegen.“

„Ich hatte es, glaube ich, schon einmal erwähnt“, warf Blake ein. „Ich bin froh, ein Mann zu sein. Wir machen uns keine Gedanken über fünf Kilos mehr oder weniger.“

Er trug jetzt ein dunkelblaues Shirt mit dem Logo des Fernsehsenders darauf und wirkte darin so selbstsicher, wie es nur jemand sein konnte, der mit sich und seinem Körper vollkommen zufrieden war. Jede seiner Bewegungen strahlte diese lässige Zufriedenheit aus, und es schien, als könnte nichts auf der Welt Blake Nelson erschüttern. Darla beneidete ihn darum.

„Was habe ich nur gesagt, dass du dringend etwas Süßes bestellen musst?“, lachte Lana. „Oder bist du nervös?“

Darla wusste, dass es nichts brachte, sich zu verstellen. Sie war nicht so cool, wie sie gerne wäre. „Ja, ich habe eine Show und auch ein Publikum, das mich schätzt“, sagte sie. „Aber das hier ist etwas Besonderes. Es ist eine große Show zur besten Sendezeit. Millionen von Menschen werden uns zusehen, und selbstverständlich erwarten sie, dass die zweite Staffel noch besser wird als die erste. Als neues Mitglied der Jury werden sie mich besonders im Auge haben.“

„Wow, jetzt ist mir plötzlich auch nach einer mächtigen Kalorienbombe“, sagte Meagan trocken und beugte sich zu Darla hinüber, um einen Blick auf die Dessertkarte zu erhaschen. „Ich bin davon überzeugt, dass jedes Fernsehformat irgendwann den Bach runtergeht. Und je erfolgreicher man ist, desto tiefer kann man fallen. Die Kunst besteht darin, rechtzeitig den Absprung zu finden. Aber so weit sind wir noch lange nicht. Du wirst morgen da rausgehen und dein Bestes geben, mit all dem Charme, den die Zuschauer kennen und lieben.“

„Indem du über den Untergang der Show redest, trägst du nicht gerade zu meiner Sicherheit bei“, entgegnete Darla.

„Ihr beide seid Gift füreinander“, warf Blake ein. Sein Blick wanderte zu Sam hinüber. „Ich habe im Flugzeug mehrere Stunden neben Darla gesessen. Sie treibt sich selbst in den Wahnsinn vor Nervosität. Wenn dann noch Meagan dazukommt, ist die Katastrophe perfekt.“

„Für die beiden und für alle, die hier arbeiten“, sagte Sam nickend.

„Ich schlage vor, dass Lana und Darla die Plätze tauschen“, sagte Blake. „Dann ist die Gefahr erst einmal gebannt.“

Darla glaubte sich verhört zu haben. Meinte er das ernst? Wollte er wirklich, dass sie sich neben ihn setzte? Auffälliger konnte man sich ja nicht verhalten. Die anderen würden sofort merken, dass zwischen ihnen etwas lief! Sie warf Blake einen mörderischen Blick zu und trat unter dem Tisch nach seinem Bein.

„Autsch!“, kreischte Lana auf. „Jemand hat mich getreten! Welcher Idiot war das?“

Darlas Herz begann wie rasend zu schlagen, während Blake in schallendes Gelächter ausbrach. Meagans Blick wanderte von Darla zu Blake und wieder zurück. Dann musterte sie Lana, die noch immer ihr Bein rieb, und wandte sich an ihren Ehemann. „Sam“, sagte sie vorwurfsvoll. „Ich habe dir doch schon tausendmal gesagt, dass du mit deinen langen Beinen vorsichtig sein sollst.“

Danke, Meagan! Doch Darla kam nicht dazu, aufzuatmen, denn Blakes Lachen wurde lauter und alle am Tisch drehten sich neugierig zu ihnen um. Darla war einen winzigen Moment versucht, erneut nach Blake zu treten, doch die Gefahr, ihn nochmals zu verfehlen, war zu groß. Glühende Wut kochte in ihr hoch. Dieser verdammte Mistkerl! Sie würde ihn umbringen!

„Hör auf zu lachen!“, maulte Lana. „Das hat wirklich wehgetan.“

„Es tut mir leid, Lana“, sagte Meagan und schenkte ihr einen warmherzigen Blick, während sie unter dem Tisch nach Darlas Hand griff und sie kurz drückte.

Darla hielt den Atem an. Meagan wusste also sehr genau, wer Lana getreten hatte.

„Sam, bitte entschuldige dich bei Lana!“, forderte sie ihren Mann auf.

Sam runzelte die Stirn. „Aber ich habe das nicht …“

Ganz offensichtlich traf auch ihn ein Tritt unter dem Tisch, dieses Mal von Meagan.

„… das nicht gewollt“, beendete er seinen Satz. „Tut mir leid, Lana. Ich werde in Zukunft besser aufpassen.“

Lana warf Sam einen finsteren Blick zu. „Ich setze mich nie wieder in deine Nähe.

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