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The Billionaire Prince

Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses Buch
  3. Über die Autorin
  4. Weitere Titel der Autorin
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Widmung
  8. KAPITEL eins
  9. KAPITEL zwei
  10. KAPITEL drei
  11. KAPITEL vier
  12. KAPITEL fünf
  13. KAPITEL sechs
  14. KAPITEL sieben
  15. KAPITEL acht
  16. KAPITEL neun
  17. KAPITEL zehn
  18. KAPITEL elf
  19. KAPITEL zwölf
  20. KAPITEL dreizehn
  21. KAPITEL vierzehn
  22. KAPITEL fünfzehn
  23. KAPITEL sechzehn
  24. KAPITEL siebzehn
  25. KAPITEL achtzehn
  26. KAPITEL neunzehn
  27. KAPITEL zwanzig
  28. Epilog
  29. Danksagung

Über dieses Buch

Er könnte alles verlieren, auch sein Herz …

Aiden Kelley ist ein milliardenschwerer CEO und liebt Planung über alles. Doch sein extravagantes Leben wird auf den Kopf gestellt, als seine Exfreundin mit einer Zehnjährigen auftaucht, die seine Tochter sein soll. Hilfe muss her, denn er weiß nicht, wie er sich plötzlich um ein Kind kümmern soll. Die einzige Frau, die Aiden helfen könnte, ist ausgerechnet seine persönliche Assistentin Chelsea Houston – die gerade gekündigt hat. Unter der Bedingung, nach einem gemeinsamen Roadtrip sofort sein Unternehmen verlassen zu können, lässt sich Chelsea auf einen Deal mit Aiden ein. Während die beiden gemeinsam Familie spielen, entdeckt Aiden auf einmal für sich, dass Liebe und eine feste Beziehung doch nicht so unvorstellbar sind, wie er immer dachte. Und auch Chelsea, die schon lange heimlich in ihren Boss verliebt ist, ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie Aiden wirklich verlassen will …

Band 2 der heißen und romantischen Billionaire-Dynasties-Reihe.

Über die Autorin

Die USA-Today-Bestsellerautorin Virginia Nelson, die sich mit The Penthouse Prince einen Namen gemacht hat, lebt gemeinsam mit drei eigenen und einer Menge adoptierter Kinder im Nordosten Ohios. Sie hat bereits Abschlüsse in Naturwissenschaften und Anglistik absolviert und studiert derzeit Kreatives Schreiben. Virginia Nelson gilt auch als das »regenbogenfarbene Einhorn« der Liebesromane – bunt, außergewöhnlich und weit davon entfernt, perfekt zu sein.

Weitere Titel der Autorin

The Penthouse Prince

VIRGINIA NELSON

THE BILLIONAIRE
Prince

Aus dem amerikanischen Englisch von
Michael Krug

Gewidmet Barb, Stacey und Lisa. Danke für all die freundlichen Worte während der frühen Seiten dieses Buchs! Ich bin durch Zufall dazu gekommen, mit euch zusammenzuarbeiten, aber ich hatte Riesenglück, weil ihr alle spitze seid!!

KAPITEL eins

Chelsea

Diesmal würde sie endgültig kündigen. In letzter Zeit schien sie mindestens hundertmal am Tag daran zu denken. Als sie auf einen über der Rückenlehne ihres Stuhls hängenden Spitzen-BH stieß, wollte ihr das Universum offenbar bloß einen weiteren Wink geben, dass sie es endlich tun sollte. Nur bezahlte er verdammt gut. Aber der Mann trieb sie in den Wahnsinn, und das schon seit Jahren. Jedes Mal, wenn sie das Handtuch werfen wollte, was sie im vergangenen Monat mindestens viermal versucht hatte, gelang es ihm irgendwie, sie zu überreden, die Kündigung zurückzuziehen und doch zu bleiben.

Aber nicht dieses Mal. Sie war fertig. Mit allem.

Ganz gleich, wie charmant oder verführerisch Aiden Kelley sein mochte, diesmal meinte es Chelsea mit der Kündigung todernst. Und sie würde sich nicht erneut von ihm davon abbringen lassen.

»Du gehst also wirklich?« Die Stimme ihrer Freundin Kimmie, die durch das Headset drang, riss sie aus ihren Gedanken und lenkte ihre Aufmerksamkeit zurück auf das Gespräch. »Was hat er diesmal gemacht?«

»Ich gehe definitiv, und ich hab’s ihm heute Vormittag gesagt«, erwiderte Chelsea mit Nachdruck. »Ich hab heute Morgen in meinem Büro einen BH gefunden. Und es ist mit Sicherheit keiner von meinen.«

Kimmies Gelächter drang klar und deutlich über die Leitung. »Ist er neuerdings Transvestit?«

Chelsea griff sich die Schale mit Steinen, setzte sich an den Schreibtisch und betrachtete die Steine, um sich zu beruhigen. »Würde ich ihm ohne Weiteres zutrauen – und der Mistkerl hat auch noch die Beine dafür, dass es ihm wahrscheinlich sogar gut zu Gesicht stünde. Aber nein. Ich glaube, er hat gestern Abend jemanden in meinem Büro ›unterhalten‹. Oder zumindest hat er es als Zwischenstopp auf dem Weg zu seinen Räumen benutzt.«

Ein rosa Quarz erregte ihre Aufmerksamkeit, also zog sie ihn heraus, um gedankenverloren daran zu reiben, während sie redete.

Ein Kaugeräusch ging Kimmies Erwiderung voraus. »Also hat der Billionaire Prince versaute Sachen auf deinem Schreibtisch getrieben? Bitte sag, dass er einen Hinternabdruck auf dem Mahagoni hinterlassen hat. Schick mir ein Foto davon, dann werde ich in den sozialen Medien auf einen Schlag berühmt. Bitte, Süße. Tu mir den Gefallen.«

Chelsea zuckte angewidert von besagtem Schreibtisch zurück und beäugte ihn argwöhnisch. Nein …

»Er hätte es nicht auf meinem Schreibtisch mit ihr getan«, sprach Chelsea laut aus, nicht sicher, ob sie Kimmie oder sich selbst zu überzeugen versuchte. »Und hör auf, ihn so zu nennen. Er hasst diese alberne Bezeichnung. Dabei ist das allein Camden James’ Schuld. Wäre er entschlossener gegen den idiotischen Spitznamen vorgegangen, den die Medien ihm verpasst haben, würden sie nicht neuerdings alle reichen Typen nach Prinzen benennen.«

»Und? Ist da ein Hinternabdruck? Ich weiß, dass du nachgesehen hast.«

Langsam öffnete sich die Tür zu Chelseas Büro, und Lucy lugte herein. Chelsea setzte sich aufrechter hin und legte den rosa Kristall zurück in die Schale. »Kann ich dir helfen, Lucy?«

»Oooh – ist sie doch glatt dabei erwischt worden, wie sie darüber geredet hat, dass ihr Boss eine Nummer auf ihrem Schreibtisch geschoben hat«, trällerte Kimmie vergnügt in ihr Ohr. Chelsea hielt die Hand über das Gerät, obwohl Lucy ihre Freundin natürlich ohnehin nicht hörte. Aber man konnte nicht vorsichtig genug sein.

»Jemand ist hier und will zu Mr. Kelley …«, begann Lucy.

»Du weißt so gut wie ich, dass er auf Wochen ausgebucht ist, Lucy. Wer immer es ist, sag der Person, sie soll uns anrufen und einen Termin ausmachen.« Eigentlich sollte es wirklich nicht nötig sein, Lucy das zu sagen, da sie bereits lang genug für die Firma arbeitete und wusste, wie es Mr. Kelley haben wollte. Er hielt nichts von spontanen Besuchen, mochte generell nichts, was er nicht im Voraus geplant hatte. Gehörte alles mit zu seiner Natur als Kontrollfreak. Chelsea vermutete, dass er nicht bloß alles in der Hand haben wollte, sondern es tiefer reichte – wie bei einer Angststörung oder so. Aber sie war vor langer Zeit zu dem Schluss gekommen, dass der Versuch, einen zu genauen Blick in Aiden Kelleys Persönlichkeit zu werfen, kein gutes Ende nehmen konnte.

»Das hab ich versucht, Chelsea. Sie lässt nicht locker.« Lucy kaute auf ihrer bezaubernden Unterlippe wie ein Model für Make-up-Werbung.

»Sie?« Ah, also handelte es sich wohl um eine von Aidens zahlreichen Geliebten. In der Regel genügte ein strenges Nein, damit sie mit eingezogenem Schwanz den Rückzug nach Hause antraten. Den anscheinend höschenlosen Beinen, warf ein zynischer Teil von Chelseas Gehirns ein. »Lucy, wer immer es ist, erklär doch, dass …«

Jemand schob die Tür weiter auf, und eine rothaarige Frau bedachte Chelsea mit einem vernichtenden Blick. »Mich kann er bestimmt zwischenschieben.«

Chelsea erkannte sie auf Anhieb. Andererseits: Wer hätte America’s Sweetheart nicht erkannt? »Äh, Ms. Welles …«, begann Chelsea. »Entschuldigen Sie bitte. Aber wenn Sie mir einen Moment geben, bin ich sicher, wir können eine Lücke in seinem Terminplan finden, um …«

»Wissen Sie, vielleicht hat er für mich keine Zeit.« Margo Welles trat beiseite. Ein junges Mädchen kam zum Vorschein. »Aber wenn nicht für mich, dann bestimmt für sie

Das Mädchen besaß lockige Haare und fein geschnittene Wangenknochen, die erahnen ließen, dass sie zu einer umwerfenden Schönheit heranwachsen würde. Aiden musste als Kind dieselben Wangenknochen besessen haben. Mittlerweile war er schier unmöglich attraktiv …

Moment mal.

Nein.

Das kann nicht …

Sie warf einen weiteren Blick auf das Mädchen und sah eine unheimliche Ähnlichkeit.

Heilige …

Und plötzlich wusste Chelsea, warum Margo Welles zu Aiden wollte. Scharf sog sie die Luft ein, als ein Schock sie durchzuckte. Es dauerte zwar einen Moment, aber schließlich fand sie die Stimme wieder und war stolz, dass sie nicht zittrig klang. »Lucy, sag Mr. Kelleys Termine für den Rest des Vormittags ab und mach dich daran, sie so bald wie möglich neu einzuplanen.«

***

Aiden

Aiden Kelley hatte sich beinah daran gewöhnt, gegen ein Gefühl von Langeweile und Eintönigkeit anzukämpfen. Früher hatte er um alles, was er wollte, mit Zähnen und Krallen kämpfen müssen. Da er als Kind einer Tellerwäscherin und eines Fensterputzers mit irischer Abstammung der zweiten Generation in der Bronx geboren worden war, hatte er nicht viel auf einem Tablett präsentiert bekommen, geschweige denn auf dem Silbertablett. Er ging zur Air Force, um von dort wegzukommen, und als er nach Hause zurückkehrte, schrieb er sich an der Wirtschaftsakademie ein. Einen Abschluss machte er nicht. Stattdessen hatte er einen Job als Vertriebsassistent bei Marcy’s ergattert und die Fertigkeiten, die er sich beim Militär und an der Akademie angeeignet hatte, klug eingesetzt, um der Beste auf seinem Gebiet zu werden.

Seine wahre Leidenschaft waren Erfindungen. Er hatte einen Kilt mit Cargotaschen erfunden und seinem damaligen Boss gezeigt, der die Idee prompt abgewürgt hatte, weil er meinte, sie ließe sich vermutlich nicht verkaufen. An Motivation hatte es Aiden nie gemangelt, daher hatte er den Job einfach gekündigt und mit etwas Geld, das er beiseitegelegt hatte, und einem Darlehen von seinem Vater sein eigenes kleines Unternehmen gegründet. Schon bald verkaufte er seine Kilts an kleine Boutiquen in ganz New York, bis er den ersten großen Abschluss bei Marcy’s direktem Konkurrenten landete.

Im Wesentlichen wusste er, wie man von nichts zum großen Durchbruch kam, und es gelang ihm mittlerweile seit Jahren, seine Firma ohne Probleme am Laufen zu halten. Was sich ironischerweise als Problem herausgestellt hatte. Er langweilte sich nämlich zu Tode. Es stand nichts mehr wirklich auf dem Spiel.

Zumindest bis Margo aufgekreuzt war, behauptet hatte, Waverley wäre seine Tochter, und Geld wollte. Nicht mal viel Geld – was Aiden beinah mehr verblüfft hatte als das mutmaßliche Kind selbst. Gerade genug, um sicherzustellen, dass sie bequem über die Runden kamen. Die Aufträge als Model wurden rarer und rarer, schwanden mit Margos zunehmendem Alter, denn die Karriere eines Models hatte ein Ablaufdatum. Sie wollte Sicherheit für Waverleys Zukunft, bis sie sich die nächsten Schritte für ihr Leben überlegt hätte. Was gar nicht mal so schlimm war …

Nur fair, wenn das Kind wirklich von ihm stammte. Eigentlich sogar mehr als fair.

Als er an diesem Tag ins Büro gekommen war, hatte er das Universum angefleht, ihm eine Herausforderung zu schicken. Etwas Neues, das er bewältigen müsste. Wie hätte er ahnen können, dass es in Form eines kleinen Mädchens auftauchen würde, das im Büro seiner Assistentin der Geschäftsleitung saß?

Und nun, nachdem er ein paar unbehagliche Stunden in seinem Büro mit Margo verbracht hatte, lieferte der in aller Eile durchgeführte Vaterschaftstest, den sein Reichtum ermöglicht hatte, alles an Beweisen, was sie brauchten.

»Waverley ist also meine Tochter«, sagte er.

Margo verschränkte die Arme vor der Brust. »Ja. Und da du mir jetzt glaubst, musst du mir geben, was ich verlange.«

Definitiv nicht langweilig, was eigentlich eine angenehme Abwechslung hätte sein sollen. Stattdessen zog es ihm den Boden unter den Füßen weg. Margo gehörte zu einer ganzen Reihe von Models und Schauspielerinnen in seiner Vergangenheit und hatte nie als jemand hervorgestochen, der vielleicht sein Leben verändern würde. Als Mutter seines Kindes hätte sie einen unvergesslichen Platz in seinem Gedächtnis einnehmen sollen.

Tat sie aber nicht. Wenn er sich recht erinnerte, hatten sie für kurze Zeit eine heiße und intensive Affäre gehabt, die sie anschließend einigermaßen einvernehmlich beendet hatten. Damals hatte sie ihn als Kontrollfreak bezeichnet. Aiden hatte dazu nur mit den Schultern gezuckt, denn der Reiz der Eroberung war zu dem Zeitpunkt bereits aus der Beziehung verschwunden gewesen. In den zehn Jahren seit ihrer Trennung hatte er nicht mehr an sie gedacht.

Dafür dachte er nun umso eingehender über sie nach. Was mochte sie dazu getrieben haben, ihr Kind allein aufzuziehen? Was hatte sie in Wirklichkeit bewogen, ausgerechnet jetzt an seiner Schwelle aufzutauchen? Wie schrecklich war er als Mensch, wenn er eine Tochter hatte, die all die Jahre ohne Vater aufwachsen musste, ohne dass er von ihr wusste?

Aiden war nicht mehr sicher, was er vor so vielen Jahren in Margo gesehen hatte. Die meisten ihrer Bewegungen und Gesten wirkten so geübt, so einstudiert, dass sie durch und durch künstlich zu sein schienen. Ganz anders als bei seiner Assistentin, die fürchterlich auf der Nase landen würde, sollte sie sich je an Glücksspiel statt in der Privatwirtschaft versuchen. Chelsea war vollkommen unfähig, ihr Mienenspiel zu filtern. Selbst wenn sie etwas sagte, von dem sie glaubte, er wollte es hören, konnte er mühelos in ihrem offenen Gesicht lesen und die Wahrheit erkennen.

Und gerade das gefiel ihm an Chelsea. Wesentlich besser als die Perfektion eines Models. Margo nahm unaufgefordert ihm gegenüber Platz, was gut war, weil er sich immer noch nicht überlegt hatte, was er zu ihr sagen sollte.

»Du bist hergekommen, um Geld zu verlangen«, meinte er schließlich. »Du wirst schon entschuldigen müssen, wenn ich auch darüber reden möchte, was für Auswirkungen die Erkenntnis hat, dass ich eine Tochter habe.«

»Ich habe dem Vaterschaftstest zugestimmt. Die Zahl, die ich dir genannt habe, ist mehr als fair, also hoffe ich, wir können die Angelegenheit schnell über die Bühne bringen und hinter uns lassen, Aiden.« Nichts verriet, was Margo empfand. Sie wirkte nur sachlich, ruhig, gefasst.

Und Aiden? Er fühlte sich, als würde in seinem Gehirn ein Krieg ausgetragen. Seine Emotionen lagen blank, in seinen Gedanken herrschte Chaos, und er hatte keine Ahnung, welches Ergebnis er sich für dieses Treffen wünschte. Also entschied er sich für Ehrlichkeit.

»Margo, du hast zehn Jahre mit unserem Kind gehabt.« Er hob die Hand, als sie den Mund öffnete, um etwas zu sagen. »Zehn Jahre, in denen ich nicht mal wusste, dass es Waverley überhaupt gibt. Ich hatte keine Chance, über ihren Namen mitzuentscheiden, ich hatte keine Chance, ihr Geschenke zu kaufen, ich hatte keine Chance, für sie da zu sein. Ich weiß, du kannst wahrscheinlich nicht begreifen, warum irgendetwas davon eine Rolle für mich spielen sollte. Tut es aber. Sie ist von mir, und du hast mir ein Jahrzehnt lang die Möglichkeit vorenthalten, für sie da zu sein.«

Margo runzelte die Stirn. Er reagierte eindeutig nicht so, wie sie es gehofft hatte. »Und wie ich dir schon auf dem Weg in dein Büro gesagt habe: Gib mir einen Scheck, und dein Leben ist wieder genau, wie es heute Morgen war. Sei realistisch, Aiden. Du willst im Augenblick kein Kind. Du hast ein Leben zu führen, ein Unternehmen zu leiten. Ich verlange lediglich, dass du einen Beitrag zu ihrem Unterhalt leistest. Mach es nicht unnötig kompliziert.«

Aber es war kompliziert. Das Kind war ein Teil seines Lebens, kam jedoch völlig unerwartet. Situationen zu kontrollieren und wissen zu wollen, was als Nächstes passierte, gehörte zu dem, was ihn ausmachte. Ärzte nannten das Angststörung, Aiden hingegen betrachtete es lediglich als einen Teil seiner Persönlichkeit. Er hatte die Dinge gern organisiert – daran gab es im Normalfall nichts auszusetzen. Aiden mochte Routine, Terminpläne, strukturierte Abläufe … diese Situation jedoch brachte seine Hände zum Zittern und drohte ihm mit einem Schwindelgefühl. Doch es kam nicht infrage, Margo etwas davon merken zu lassen.

So einfach die Antwort zu sein schein – er bräuchte lediglich Margo die Kontrolle über die Situation zu überlassen –, es war für ihn inakzeptabel. Aidens Vater hatte zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben gehört. Er hatte hinter ihm gestanden, als sich Aiden zum Dienst verpflichten wollte, und geweint, als Aiden vereidigt worden war. Er hatte Aiden einen Teil des Gelds für die Gründung seines Unternehmens geliehen. Sein Vater war großartig, ohne jede Frage der beste Vater, den sich Aiden hätte erhoffen können.

Und Aiden wollte lieber sterben, als seinem Beispiel nicht zu folgen. Verdammt, Margo hatte auch seinen Eltern ihr einziges Enkelkind vorenthalten. Insgesamt hatte sie abscheuliche Verbrechen gegen ihn begangen.

Ungeachtet dessen würde es nichts bringen, auf Konfrontationskurs mit dem Model zu gehen. Immerhin hatte die Frau sein Kind großgezogen, wenn auch ohne seine Zustimmung, und Waverley liebte ihre Mutter wahrscheinlich. Mit ihr zu streiten würde ihn nur noch weiter von dem Kind entfremden, das ihn ohnehin für einen Fremden hielt.

Das war es! Er brauchte Zeit mit Waverley. »Was, wenn ich deiner Forderung zustimme, aber eigene Bedingungen habe?«

Margo zog die Augenbrauen hoch. »Zum Beispiel?«

»Du hast zehn Jahre mit ihr gehabt. Jetzt will ich etwas Zeit mit ihr. Die Möglichkeit, sie kennenzulernen. Ich gebe dir jeden Cent, den du verlangst, und sogar noch was obendrauf, aber ich will künftig ein Teil ihres Lebens sein.«

Margo lehnte sich auf dem Stuhl zurück. Sie wirkte völlig überrascht. »Du willst ein Teil ihres Lebens sein?«

Aiden nickte. Nun, da er darüber nachgedacht hatte, sah er keine andere Möglichkeit. Nur so konnte er hoffen, einer an sich ziemlich beschissenen Situation noch etwas Gutes abzugewinnen. Es mochte nicht viel an Kontrolle sein, aber wenigstens etwas. Ein Weg aus dem Chaos zurück in ein vernünftiges, geordnetes Leben … mit regelmäßigem Besuchsrecht oder einer ähnlichen Regelung. Allein der Gedanke beruhigte seinen rasenden Herzschlag und linderte das Brodeln in seinem Magen.

»Wenn ich einverstanden bin, gibst du mir das Geld?«, hakte Margo nach.

»Jeden Cent, den du verlangst, und sogar noch was obendrauf«, wiederholte Aiden.

Margo schlug elegant die Beine übereinander und schien über seinen Vorschlag nachzudenken. Ihr musste klar sein, dass eine Weigerung lediglich einen unschönen Krieg anzetteln würde. Da er nun wusste, dass er eine Tochter hatte, würde er sie nicht kampflos wieder aus seinem Leben verschwinden lassen. Wenn es sein müsste, würde er Margo vor Gericht zerren – pfeif auf die Presse und die Konsequenzen. Lieber jedoch wäre ihm eine einvernehmliche Lösung.

Hoffentlich würde Margo zu demselben Schluss gelangen.

»Dann habe ich eine Gegenforderung«, sagte Margo schließlich.

»Du hast bereits Geld verlangt und mir zehn Jahre lang mein Kind vorenthalten. Was willst du denn noch?« Die Worte klangen gehässiger als beabsichtigt, aber aus ihm sprachen seine Gefühle, nicht die Logik. Wieder hob Aiden die Hand, bat sie stumm um einen Augenblick Zeit, bevor er sich entschuldigte. »Das war barsch, und es tut mir leid. Meine Emotionen gehen mit mir durch. Was hättest du gern zusätzlich, Margo?«

Ihre skeptische Miene blieb, aber sie seufzte. »Waverley hat ein Faible für Gestein. Sie liebt alles, was mit Geologie zu tun hat, und durch die Arbeit … Ich bin nie dazu gekommen, mit ihr den Grand Canyon zu besuchen. Du willst sie kennenlernen, sie will den Grand Canyon sehen. Fahr mit ihr hin, und danach vereinbaren wir eine weitere Besuchsregelung.«

Aiden streckte die Hand aus. »Abgemacht.«

Erst als Margo sie schüttelte und damit die Abmachung besiegelte, wurde ihm klar, worauf er sich gerade eingelassen hatte.

Er musste sich überlegen, wie man sich an einem einzigen Wochenende vom begehrtesten Junggesellen der Welt in den tollsten Vater der Welt verwandelte.

KAPITEL zwei

Chelsea

Das kleine Mädchen, das in Chelseas Büro saß, wirkte zu Tode gelangweilt. Andererseits war die Kleine erst ungefähr zehn. Einfach so auf einem schwarzen Ledersessel zu hocken würde jedes Kind in dem Alter langweilen. Vor allem, da sie schon geschlagene zwei Stunden wartete. Worüber redeten Aiden und Margo bloß so lange? Und warum ließen sie das Mädchen bei Chelsea? Sie war Sekretärin, keine Babysitterin.

Die Tochter sah dem Vater unbestreitbar ähnlich, vor allem um die Augen. Sowohl die Form als auch die Farbe erinnerten an ihn, wenngleich ihre dichten, dunklen Brauen nicht so penibel gepflegt wie seine waren. Die Haare hingegen … die musste sie von ihrer Mutter haben, die sich als Model und Schauspielerin durchs Leben schlug. Die leuchtend rote Pracht galt als Markenzeichen der Frau – im Verlauf der Jahre hatten die vollen feurigen Locken die Titelseiten etlicher Zeitschriften geziert. Bei dem Kind hatte man sie zu zwei eng geflochtenen Zöpfen gebändigt.

Obwohl sich gerade niemand mit der Kleinen beschäftigte und sie nichts zu tun hatte, wippte sie nur gleichmäßig mit den dünnen Beinchen und hielt die Hände gefaltet auf dem Schoß – eine Selbstbeherrschung und Kontrolle, die wie eine Leuchtreklame auf eine echte Kelley hinwies. Einem größeren Kontrollfreak als Aiden war Chelsea nie begegnet. Daher erschien ihr nur logisch, dass er diese nervende Eigenschaft weitervererbt hatte.

Es war nicht zu übersehen und erhöhte zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Mädchen tatsächlich um die Tochter ihres Bosses handelte, des berühmten Philanthropen und Geschäftsführers eines weltweit tätigen Konzerns, Aiden Kelley. Dass seine Exfreundin – Margo Welles, selbst eine Berühmtheit – das Kind ein Jahrzehnt lang unter den Teppich kehren konnte, brachte Chelseas Alarmsirenen zum Schrillen. Wieso sollte sie ihr gemeinsames Kind vor Aiden verstecken? Wichtiger noch, wie hatte sie das Kind vor der Presse geheim gehalten?

Aber es stand Chelsea nicht zu, diese Fragen auszusprechen. Immerhin war sie Kelleys persönliche Assistentin, keine Verhörleiterin. Doch obwohl sie wusste, dass es sie nichts anging, konnte sie ihre angeborene Neugier nicht so recht unterdrücken, weshalb sie alle paar Sekunden verstohlene Blicke zu der Kleinen warf.

Das Kind verhielt sich auffallend ruhig, wippte nur mit den Beinen und wartete wirklich geduldig für jemanden in diesem Alter – anderseits konnte das für eine Zehnjährige auch normal sein. Chelsea hatte noch nicht viel Zeit in der Gegenwart von Kindern verbracht. Den größten Teil ihrer wachen Stunden arbeitete sie entweder oder dachte zumindest an die Arbeit. Somit blieb wenig Zeit dafür, unter Menschen zu kommen. Und selbst wenn sie mehr Freizeit gehabt hätte … im Großen und Ganzen mochte sie Kinder nicht wirklich. Sie waren zu laut. Zu unordentlich. Standen zu sehr mit einer festen Beziehung im Zusammenhang. Und davon war Chelsea meilenweit entfernt.

Und verdammt, wieso war sie heute so grüblerisch? Als sie an ihrem Kaffee nippte, warf sie einen weiteren Blick zu der Kleinen und bemerkte, dass sie die Schale mit Steinen auf dem Tisch neben dem Stuhl betastete. Ah, ihr Zen-Steingarten. Chelsea hatte die Schmucksteine aus einer Laune heraus gesammelt. Früher hatte sie das gern getan, außerdem brachten sie die hübschen Farben zum Lächeln – aber das Mädchen schien aufrichtig interessiert an den Steinen zu sein. Vorsichtig ergriff die Kleine einen nach dem anderen und begutachtete jeden mit gespannter Aufmerksamkeit.

»Ein Amethyst«, sagte Chelsea schließlich und zeigte auf den violetten Edelstein in der Hand des Mädchens. Schließlich hatte Aiden nicht gesagt, dass sie nicht mit ihr reden sollte, als er sie achtlos in Chelseas Büro abgesetzt hatte.

Das Kind schaute auf – wie hieß das Mädchen noch mal? Waverley? War das überhaupt ein richtiger Name?

»Ja«, sagte Waverley. »Das ist ein wirklich schöner Amethyst. Es gibt eine Zeichentrickserie mit einer Figur namens Amethyst, und sie ist ein Kristall. Sind das Ihre Steine?«

Na so was, das war eine regelrechte Einladung zu einer Unterhaltung. Kann ja nicht schaden, ein bisschen zu plaudern. Chelsea stand auf und ging zu dem Mädchen hinüber. »Ja, und danke für das Kompliment. Hast du die Quarzkugel gesehen?« Sie zeigte auf einen cremefarbenen, durchscheinenden Edelstein, der die Form eines Kristalls aufwies.

»Und ob!« Waverley ergriff den entsprechenden Stein und betrachtete ihn eingehend. »Das ist ein ziemlich großer Quarz.«

»Magst du Edelsteine?«, erkundigte sich Chelsea und nahm auf dem Stuhl gegenüber von Waverley Platz.

»Oh ja. Ich werde mal Geologin. Dann reise ich um die Welt und sehe mir die schönsten Steine an.« Das Kinn der Kleinen hob sich zu einem Ausdruck, der so sehr ihrem Vater ähnelte, dass er sich als Ersatz für einen Vaterschaftstest geeignet hätte.

»Cool. Das wollte ich auch mal werden. Welche Steine kennst du sonst noch?«

Das Kind wühlte in der Schale, hob verschiedene Steine heraus und identifizierte sie auf den ersten Blick. Waverley erkannte Jade, Rosenquarz und Pyrit auf Anhieb. Als sie zu einem orangefarbenen Edelstein gelangte, legte sie die Stirn in Falten. »Den kenne ich nicht.«

»Darf ich?« Chelsea streckte die Hand aus, und Waverley reichte ihr den Stein. »Das ist ein Karneol. Gehört zur Familie der Quarze. Ist einer meiner Lieblingssteine. Ich mag die Farbe Orange.«

»Ich auch«, antwortete Waverley grinsend. Sie wollte gerade nach einem weiteren Schmuckstein greifen, als sich die Verbindungstür zwischen Chelseas und Aidens Büro öffnete und Waverleys Eltern herauskamen. Das Grinsen der Kleinen verblasste sofort beim Anblick der ernsten Mienen der Erwachsenen.

Auch Chelseas Lächeln wankte. Das kurze Lächeln von Aiden, als er sie beide sah, verschwand ebenfalls gleich wieder. Ein bis ins Mark erschütterter Mann kam zum Vorschein. Chelsea wusste, wie beklommen er sich in Situationen fühlte, die er nicht unter Kontrolle hatte. Von einer Tochter zu erfahren, von der er ein Jahrzehnt lang nichts gewusst hatte, musste einen Kontrollfreak wie ihn regelrecht in Panik stürzen, vermutete sie. Für Waverley jedoch verzog sie die Lippen erneut zu einem hoffentlich herzlich wirkenden Lächeln. »War schön, dich kennenzulernen, Waverley.«

Das Mädchen nickte und rannte an die Seite der Mutter.

»Wir sind gleich zurück«, kündigte Margo an. »Ich muss nur kurz mit meiner Tochter reden.«

Chelsea entging die Wortwahl keineswegs. Nicht »unser Kind«, sondern »meine Tochter«. Tja, allzu gut konnte Margo nicht auf Aiden zu sprechen sein, wenn sie das Kind so lange vor ihm geheim gehalten hatte.

Kaum waren sie durch die Tür hinaus verschwunden, fuhr sich Aiden mit der Hand durch die dunklen Locken.

Der Mann war selbst dann unverschämt attraktiv, wenn er durcheinander war. Es schien einfach nicht fair zu sein, dass er so verdammt heiß und gleichzeitig so unerreichbar war.

Männer wie Aiden Kelley bemerkten Frauen wie Chelsea Houston nicht. Oder eigentlich schon – allerdings wegen ihrer Nützlichkeit in der Geschäftswelt, wegen ihres Verstands, wegen ihrer Fähigkeit, Probleme zu lösen und knifflige Situationen zu bewältigen. Sie nahmen sie jedoch nicht als Frauen wahr – ziemlich ärgerlich, denn Chelsea konnte nicht umhin, ihn als Mann wahrzunehmen.

Als Prachtexemplar von einem Mann, mit dem man bestimmt viel Spaß haben konnte, wenn er keinen Geschäftsanzug trug.

Was sie nie herausfinden würde. Nach den nächsten zwei Wochen würde sie ihn nie wiedersehen.

Apropos …

»Mr. Kelley, ich weiß, der Zeitpunkt ist ungünstig, aber ich muss Sie daran erinnern …«

»Wir müssen meinen gesamten Terminplan umkrempeln.« Damit wandte er sich ab und ging zurück in sein Büro.

Okay, ich schätze mal, er will, dass ich ihm folge.

»Mr. Kelley, warten Sie, ich muss Ihnen …«

»Sagen Sie diese Woche alle meine Termine ab.« Er setzte sich an seinen Schreibtisch und wandte sich dem Computermonitor zu. »Keine Treffen zum Mittagessen. Keine Treffen zum Abendessen. Schaffe ich alles nicht. Ich fahre mit Waverley zum Grand Canyon. Und Sie müssen mitkommen.«

Chelsea erstarrte. Sie wusste rein gar nichts über Kinder. Und mit ihrem Boss und seinem plötzlich aufgetauchten Kind zu verreisen stand unheimlich weit unten auf ihrer Wunschliste. Lieber würde sie sich die eigenen Zehennägel ausreißen.

Als es ihr gelang, den sperrangelweit offenen Mund unter Kontrolle zu bekommen, sagte sie: »Nein. Ich kann nicht mitkommen.«

Er tippte auf seiner Tastatur. »Natürlich können Sie. Mir ist schon klar, dass es außerhalb des Büros sein wird, aber die Tätigkeit unterscheidet sich nicht von dem, was Sie …«

»Aiden. Ich kann nicht.«

Dass sie seinen Vornamen benutzte, erregte seine Aufmerksamkeit.

Er löste den Blick vom Bildschirm und sah sie an. »Na schön, Chelsea. Warum können Sie nicht?«

»Weil ich kündige, wie ich Ihnen bereits gestern mitgeteilt habe.«

KAPITEL drei

Chelsea

Man musste schon eine leicht masochistische Ader besitzen, um im Raum bleiben zu wollen und der unangenehmen Unterhaltung zwischen Aiden und seiner neu entdeckten Tochter beizuwohnen. Aber Chelsea war neugierig. Zumindest bis sie zum Gegenstand des Gesprächs wurde.

Waverley streckte die Unterlippe vor und schaute mürrisch drein. Ihr Vater sagte: »Deine Mutter hat mir erzählt, dass du ein Faible für Gestein hast. Würdest du mir das genauer erklären?«

Die Kleine verdrehte die Augen und warf Chelsea einen Blick zu, der stumm besagte: Siehst du, womit ich mich herumschlagen muss? Laut jedoch sagte sie: »Das bedeutet, dass ich verschiedene Mineralsteine sammle und kategorisiere.«

»Aha.« Aiden schien keine Ahnung zu haben, mit welcher Folgefrage er das Gespräch fortsetzen sollte. »Also, äh, mir ist aufgefallen, wie du dir Chelseas Schale mit Steinen angesehen hast. Was hältst du davon, ein paar dieser Steine in freier Natur aus der Nähe unter die Lupe zu nehmen, indem wir zum Grand Canyon fahren?«

Waverley schüttelte vehement den Kopf und sah ihre Mutter an. »Ich will keine Reise mit ihm machen, nicht mal zum Grand Canyon. Ich kenne ihn doch gar nicht, Mama! Wieso soll ich ihn jetzt kennenlernen wollen, wenn er bisher immer zu beschäftigt gewesen ist, um mich besuchen zu kommen? Ehrlich, das ist blöd.«

Aus ihrer Sicht verdiente er das wahrscheinlich, auch wenn er sie nicht absichtlich den Großteil ihres bisherigen Lebens vernachlässigt hatte. Zum Glück drängte er seine Frustration über Margo zurück und konzentrierte sich stattdessen ganz auf seine Tochter. »Aber ich möchte dich unbedingt kennenlernen, Waverley.«

Die Kleine setzte eine sture Miene auf, und Chelsea konnte ihr keinen Vorwurf daraus machen. »Ich werd’s mir nicht anders überlegen.« Sie wandte sich sowohl von Aiden als auch von Margo ab, so störrisch wie ihr Vater. Als ihr Blick auf Chelsea fiel, hellten sich ihre Züge auf. Chelsea sah in ihrem Gesicht dasselbe milde Lächeln, das ihr bei Aiden so oft verriet, dass er wusste, was er wollte und sich nicht davon abbringen lassen würde. »He, wenn ich wirklich mit dir zum Grand Canyon muss, kann Chelsea dann mitkommen? Ich bin dabei, wenn sie mit dabei ist.«

Chelsea drehte sich Aiden zu, wurde bereits wütend auf ihn, als hätte er sie irgendwie in eine Falle gelockt. Aber sie musste ihm zugutehalten, dass er den Kopf schüttelte. »Das liegt ganz bei Chelsea.«

Wow. Also konnte der Mann doch auch an jemand anderen als an sich selbst denken. Vielleicht. Es sei denn, es handelte sich um irgendeine geniale Strategie, damit sie so oder so mitkommen würde.

»Ich halte das eigentlich für keine gute Idee«, meinte Chelsea. »Aber weißt du was? Ich denke darüber nach. Und jetzt muss ich mich kurz entschuldigen, ich muss mir die Nase pudern.«

»Was bedeutet das?«, fragte Waverley.

Ohne darauf zu warten, was Aiden antworten würde, legte Chelsea einen schnellen Abgang hin. Sie sah noch, dass auch Margo aufbrach. Mist. Na ja, vielleicht würden die beiden aus ihrem Büro verschwunden sein, wenn sie zurückkäme, und sie könnte ihre letzten zwei Wochen bei der Firma in Ruhe verstreichen lassen. Auf dem Weg zu den Toiletten überprüfte sie rasch ihr Smartphone auf neue E-Mails und stieß dabei auf eine SMS von ihrem Vater.

Ihr Dad war spitze. Chelsea war kaum älter als Waverley gewesen, als ihre Mutter gestorben war und Chelseas Vater die Rolle des Alleinerziehers übernehmen musste. Und er hatte sich darin ausgezeichnet, schon damals, als Chelseas Mutter zwar noch gelebt hatte, aber krank gewesen war. Ein Vater, der gelernt hatte, wie man Haare flocht, damit Chelsea genauso »hübsch«

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