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That is Africa

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© 2016 Walter Ulrich

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback: 978-3-7345-4928-1
Hardcover: 978-3-7345-4929-8
e-Book: 978-3-7345-4930-4

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

That is Africa
Rita, meine Liebe in Ghana

Zufall, was ist das? Schicksal oder der Lauf des Lebens? Ich weiss es nicht.

Auf jeden Fall lebte ich alleine nach meiner Scheidung, und sah zufällig in dem kleinen

Mitteilungsblatt meiner Heimatstadt die Homepage einer Partnervermittlung.

Dort konnte man auch Frauen aus der eigenen Region finden. Man musste ein Profil von sich anlegen, 25 Fragen beantworten, Bilder laden, fertig.

Einfach so aus Langeweile und Neugierde konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. Der Erfolg war grandios. Ich konnte mich vor Besucherinnen meines Profils kaum retten. Ich fügte welche zu meinen Favoriten hinzu. Einige wollten sich mit mir treffen, oder schrieben mir eine E-Mail. Aber alle entsprachen nicht so meinen Vorstellungen, ich wollte eigentlich niemanden treffen. Doch plötzlich schrieb mir eine, sie würde gerne meine private

E-Mail Adresse haben, damit sie mir Bilder von sich schicken konnte. Sie war erst 38 Jahre alt, ich 62.

Ich gab ihr meine private E-Mail Adresse bekannt, und prompt kam ihre erste Mail. Sie wäre eine Amerikanerin aus Alabama und befinde sich mit ihrem Vater seit 2 Jahren in Ghana und suche einen Mann, der treu wäre, Respekt zeige und sie gut behandle. Mein Profil würde absolut zu ihr passen. Sie würde gerne mit mir chatten. Ich schrieb ihr darauf, dass ich doch so viel älter sei, als sie, dass

hätte doch kein Wert mit uns. Sie argumentierte so gut, dass ich es aufgab. Alter ist also kein Problem. Ihre Werte und Vorstellungen von einer Beziehung übertrafen meine bei Weitem. Sie schickte mir Bilder von ihr, und ich musste zugeben, sie war eine Traumfrau, sie war eine Latino. So fing ich an mit ihr zu chatten. Dies ging jedoch nur einen Tag wirklich perfekt, danach ging angeblich ihre Kamera defekt. Das machte mich dann doch misstrauisch. Ich erinnerte mich, dass vor zwei Wochen mein Onkel Willi, eine Geschichte von einem Schweizer erzählte, der in Ghana seine grosse Liebe fand, und diese dann zu ihm in die Schweiz reisen wollte. Er schickte ihr vorab das Geld für das Flugticket und wartete am Terminal auf Sie. Im Flugzeug war jedoch keine Frau mit ihrem Namen. Er hatte niemals mehr Kontakt mit ihr gefunden, das Geld war weg.

Vorsichtig also chattete ich weiter mit ihr, halt ohne Bild. Täglich waren wir 4-5 Stunden miteinander beschäftigt, manchmal fast die ganze Nacht, und es geschah das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich verliebte mich in Ihre Ansichten und in ihren Charakter, so wie sie auch in mich, wie sie sagte.

Dann kam der Tag, als sie meinte, sie würde gerne zu mir nach Deutschland kommen. Ich war begeistert. Allerdings, sagte sie auch, sie hätte kein Geld und bräuchte welches von mir für das Ticket.

Jetzt war ich im Alarmmodus, die will nur das Geld von dir. Ich nahm daraufhin Kontakt mit der Deutschen Botschaft in Accra auf. Eine sehr nette Frau machte mich dann auf die Betrügereien mit Europäern aufmerksam, und teilte mir dann auch mit, dass es meine angebliche Daniella Nathan gar nicht geben würde.

Jetzt schaltete ich auf Angriff, und teilte ihr direkt mit, dass sie eine Betrügerin sei.

Daraufhin geschah das Unerwartete. Sie rief mich plötzlich auf meinem Handy an und beteuerte, dass sie keine Betrügerin sei, sondern nur eine einfache Frau, die einen guten Mann suche. Und sie hätte sich das Geld geliehen und kaufe morgen das Ticket. Was, jetzt? Liege ich falsch? Was tun? Abwarten, ich musste ja kein Geld schicken. Tags darauf rief sie per Chatt bei mir an, und teilte mir mit, dass sie kein Ticket bekomme, man liesse sie nicht ausreisen, da sie kein Geld nachweisen konnte. Ein Officer von der Einwohnerbehörde teilte mir mit, dass meine Frau nicht ausreisen dürfe, da es in Ghana ein Gesetz gebe, dass besage, dass die Ausreisende mindestens ein Vermögen von 3000.- Euro vorweisen müsse, da ansonsten, falls ich sie nicht abholen würde, der jeweilige Staat für sie aufkommen müsse. Er mailte mir sogar das Gesetzdokument. Wenn ich wollte, müsste ich ihr die 3000.- Euro überweisen, die ich natürlich zurückbekommen würde.

Für mich war klar, die Betrügerei war auf dem Höhepunkt angekommen. Ich wusste auch, dass sie ein Schengenvisum für Deutschland benötigt. Da meldete sich wieder Daniella, und meinte, ich solle auf gar keinen Fall das Geld schicken, das wären Betrüger. Also meldete ich mich nochmals bei dieser Einwohnerbehörde und chattete mit einem Frimpong Prince. Ich beschimpfte ihn als Betrüger, er wehrte sich dagegen und meinte es entspreche alles der Wahrheit. So ging es hin und her, bis ich ihn fragte, was denn wäre, wenn ich sie abholen käme. Dann meinte er, müsse er sie ziehen lassen, da ich Bürger eines Schengenland sei, und dementsprechende Zuweisungen vorweisen könnte.

Also reifte in mir der Entschluss, sie zu holen. Zudem sie mir ja zeigte, dass sie es doch ehrlich meinte. Bei mir blieb jedoch weiterhin die Skepsis. Dennoch waren schon mehr als zwei Monate vergangen und unsere Liebe zueinander wuchs. Mein Gefühl aber sagte mir, dass irgendwas nicht stimmte, aber was.

Ich beantragte das Visum, und buchte meinen Flug auf Ende Juli 2015. Da geschah das, auf das ich seit Wochen wartete. Sie sagte, sie müsse mir was beichten, und ich solle mich doch bitte nicht von ihr abwenden. Sie hätte mich die ganze Zeit angelogen, sie wäre nicht diese Person, die sie angegeben hätte, aber es stimme, dass sie mich absolut liebe. Ich hatte irgendwie schon lange einen bestimmten Verdacht, und sagte ihr, da sie es nicht herausbrachte, sie sei eine Schwarze? Das bejahte sie, und ob ich mich jetzt von ihr abwenden würde. Ich sagte ich bräuchte etwas Zeit, ich hätte keineswegs was gegen Schwarze. Sie schickte mir daraufhin ihr Bild, von dem ich sehr angetan war. Ihr Name war Rita Owusuwa, 35 Jahre alt. Aber war sie das jetzt wirklich?

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