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Tee? Kaffee? Mord! – Tod eines Schneemanns

Inhalt

  1. Cover
  2. Tee? Kaffee? Mord! – Die Serie
  3. Über diese Folge
  4. Über die Autorin
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Prolog
  8. Erstes Kapitel
  9. Zweites Kapitel
  10. Drittes Kapitel
  11. Viertes Kapitel
  12. Fünftes Kapitel
  13. Sechstes Kapitel
  14. Siebtes Kapitel
  15. Achtes Kapitel
  16. Neuntes Kapitel
  17. Zehntes Kapitel
  18. Epilog
  19. Leseprobe

Tee? Kaffee? Mord! – Die Serie

Davon stand nichts im Testament …

Cottages, englische Rosen und sanft geschwungene Hügel: das ist Earlsraven. Mittendrin: das »Black Feather«. Dieses gemütliche Café erbt die junge Nathalie Ames völlig unerwartet von ihrer Tante – und deren geheimes Doppelleben gleich mit! Die hat nämlich Kriminalfälle gelöst, zusammen mit ihrer Köchin Louise, einer ehemaligen Agentin der britischen Krone. Und während Nathalie noch dabei ist, mit den skurrilen Dorfbewohnern warmzuwerden, stellt sie fest: Der Spürsinn liegt in der Familie …

Über diese Folge

Weihnachten steht vor der Tür und Nathalie genießt den Winter in Earlsraven in vollen Zügen. Über den großen Schneemann, der eines Morgens auf ihrem Parkplatz steht, wundert sie sich zunächst, doch er passt einfach perfekt zum verschneiten Pub. Aber dann passiert es: Auf der vereisten Straße kommt ein Transporter ins Rutschen, fährt mitten in den Schneemann – und enthüllt eine Leiche! Wer um Himmels Willen versteckt eine Leiche in einem Schneemann? Nathalie und Louise wollen wissen, was mit dem Toten vor ihrem Pub wirklich geschehen ist. Schon bald müssen sie feststellen, dass dem Täter auch kurz vor Weihnachten nichts heilig ist …

Über die Autorin

Geboren wurde Ellen Barksdale im englischen Seebad Brighton, wo ihre Eltern eine kleine Pension betrieben. Von Kindheit an war sie eine Leseratte und begann auch schon früh, sich für Krimis zu interessieren. Ihre ersten Krimierfahrungen sammelte sie mit den Maigret-Romanen von Georges Simenon (ihre Mutter ist gebürtige Belgierin). Nach dem jahrelangen Lesen von Krimis beschloss sie vor Kurzem, selbst unter die Autorinnen zu gehen. »Tee? Kaffee? Mord!« ist ihre erste Krimireihe.

Ellen Barksdale lebt mit ihrem Lebensgefährten Ian und den drei Mischlingen Billy, Bobby und Libby in der Nähe von Swansea.

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Prolog, in dem es zu nächtlicher Stunde zu einer unerfreulichen Begegnung kommt

»Mann, hat der eine Straßenlage!«, rief Jessy begeistert, während ihr Freund Matthew das Gaspedal noch etwas weiter durchtrat. »Und dabei komme ich mir vor, als würde ich im Sessel sitzen.«

Matthew warf einen flüchtigen Blick zur Seite und grinste seine Freundin an. »Ich hab dir doch gesagt, dass der besser ist als jeder Porsche oder Jaguar.«

»Vor allem total bequem«, stimmte Jessy ihm zu.

»Kannst du bitte etwas langsamer fahren?«, warf Eliza von der Rückbank her ein. »Es ist Winter, es hat geschneit, und du bist viel zu schnell!«

»Wir haben doch noch nicht mal die Hundert-Meilen-Grenze geknackt«, hielt Jessy dagegen und strich sich diese eine blonde Strähne hinters Ohr, die ihr immer wieder ins Gesicht fiel. Dann drückte sie sich in das weiche Leder des Beifahrersitzes und räkelte sich genießerisch. »Unter hundert macht so ein Wagen doch keinen Spaß.«

»Außerdem hat dieser Maserati jedes Assistenzsystem, das man sich nur vorstellen kann«, ergänzte Matthew. »Da kann gar nichts passieren.«

Eliza schüttelte ungehalten den Kopf. »Ihr und eure Assistenzsysteme! Eines davon funktioniert ganz sicher nicht, nämlich das, das den Motor gar nicht anspringen lässt, wenn der Fahrer einen zu niedrigen IQ hat.«

»Autsch, Eliza«, gab Matthew in einem gespielt gequälten Tonfall zurück. »Ich habe auch Gefühle, ich bin schließlich nur ein Mensch.«

»Du glaubst auch alles, was man dir erzählt, Matt!«, rief Martin und ließ ein schallendes Gelächter folgen. Dann wandte er sich seiner Freundin Eliza zu. »Du musst dir keine Sorgen machen, Süße. Ich kenne Matt schon seit dem Kindergarten, der war noch nie leichtsinnig.«

Eliza seufzte. »Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wann für dich Leichtsinn anfängt. Aber mitten im Winter über eine Autobahn zu rasen, auf der selbst im Sommer nur siebzig Meilen erlaubt sind, halte ich für Leichtsinn. Wir haben neun Grad unter null, wenn diese Anzeige da vorn stimmt, rechts und links an der Seite liegt Schnee. Da kann man doch nicht so tun, als wäre man mitten im Sommer unterwegs. Und es ist auch noch Nacht.«

»Freitagabends um diese Zeit ist doch kein Mensch unterwegs«, beharrte Matthew. »Da kann nichts passieren, glaub mir.«

Frustriert ließ sich Eliza nach hinten in den Rücksitz sinken. »Wenn ich schon nicht an deine Vernunft appellieren kann, Matthew, kannst du vielleicht einfach aus Rücksicht auf meinen Magen etwas langsamer fahren. Der dreht sich nämlich bedenklich hin und her, und ich weiß nicht, wie gut das aus diesem Wildleder wieder rausgeht, wenn ich mich gleich übergeben muss.«

»Matt, du solltest diese Kotztütchen zur Hand haben, die man im Flugzeug bekommt«, meinte Martin, klatschte seine Hand auf Elizas Knie und ließ abermals ein schallendes Gelächter folgen.

Matthew stöhnte leise auf. »Schon gut, schon gut. Pass auf, Eliza, ich schlage dir einen Deal vor: Ich gebe jetzt noch einmal Gas, bis wir die nächste Kurve hinter uns haben, danach halte ich mich ans Tempolimit. Okay?«

Sie reagierte mit einem skeptischen Brummen. »Ist an der nächsten Kurve irgendwas Besonderes?«

»Die ist nur ein bisschen enger«, sagte er und zuckte mit den Schultern. »Da bekommt ihr einen Eindruck davon, was diese Sitze für einen Halt bieten.«

»Ich würde dir das zwar auch ohne Demonstration glauben …«, begann Eliza und ließ den Satz unvollendet. Sie winkte ab, um ihn ohne weitere Einwände gewähren zu lassen. Gleichzeitig wurde sie in ihren Sitz gedrückt, da Matthew wie angekündigt Gas gab und auf über hundertdreißig Meilen beschleunigte. Sie war nur froh, dass es dunkel war und sie nicht sah, wie links und rechts die Landschaft an ihnen vorbeiraste.

Mitten in der Kurve schrie Jessy plötzlich: »Da vorne, Matt! Pass …«

Eliza sah am Armaturenbrett gleich mehrere Warnsymbole aufleuchten. Eines davon machte auf eine vereiste Fahrbahn aufmerksam, die anderen konnte sie in der Kürze der Zeit nicht mehr erfassen. Sie kniff die Augen zu, während Jessy schrie und schrie. Dann … gab es einen Knall.