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Tee? Kaffee? Mord! – Die letzten Worte des Ian O’Shelley

Inhalt

  1. Cover
  2. Tee? Kaffee? Mord! – Die Serie
  3. Über diese Folge
  4. Über die Autorin
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Prolog
  8. Erstes Kapitel
  9. Zweites Kapitel
  10. Drittes Kapitel
  11. Viertes Kapitel
  12. Fünftes Kapitel
  13. Sechstes Kapitel
  14. Siebtes Kapitel
  15. Achtes Kapitel
  16. Neuntes Kapitel
  17. Zehntes Kapitel
  18. Elftes Kapitel
  19. Zwölftes Kapitel
  20. Epilog
  21. Wie es weitergeht …

Tee? Kaffee? Mord! – Die Serie

Davon stand nichts im Testament …

Cottages, englische Rosen und sanft geschwungene Hügel: das ist Earlsraven. Mittendrin: das »Black Feather«. Dieses gemütliche Café erbt die junge Nathalie Ames völlig unerwartet von ihrer Tante – und deren geheimes Doppelleben gleich mit! Die hat nämlich Kriminalfälle gelöst, zusammen mit ihrer Köchin Louise, einer ehemaligen Agentin der britischen Krone. Und während Nathalie noch dabei ist, mit den skurrilen Dorfbewohnern warmzuwerden, stellt sie fest: Der Spürsinn liegt in der Familie …

Über diese Folge

»Leb wohl, tristes Dasein.« Der berühmte Schriftsteller Ian O’Shelley wird tot in seinem Cottage in Earlsraven aufgefunden – neben ihm liegt ein Abschiedsbrief. Aber war es tatsächlich Selbstmord? Oder wurde der sympathische Bestsellerautor umgebracht? Nathalie ist ein großer Fan des Autors und fängt an, sich genauer mit dem Fall zu befassen. Sie entdeckt schnell, dass O’Shelley eine ganze Reihe an Geheimnissen hatte – findet sich hier das Motiv für einen Mord? Doch während Nathalie O’Shelleys Leben durchleuchtet, muss sie feststellen, dass es auch in ihrem Privatleben drunter und drüber geht und ihr Umzug nach Earlsraven nicht ohne Folgen bleibt …

Über die Autorin

Geboren wurde Ellen Barksdale im englischen Seebad Brighton, wo ihre Eltern eine kleine Pension betrieben. Von Kindheit an war sie eine Leseratte und begann auch schon früh, sich für Krimis zu interessieren. Ihre ersten Krimierfahrungen sammelte sie mit den Maigret-Romanen von Georges Simenon (ihre Mutter ist gebürtige Belgierin). Nach dem jahrelangen Lesen von Krimis beschloss sie vor Kurzem, selbst unter die Autorinnen zu gehen. »Tee? Kaffee? Mord!« ist ihre erste Krimireihe.

Ellen Barksdale lebt mit ihrem Lebensgefährten Ian und den drei Mischlingen Billy, Bobby und Libby in der Nähe von Swansea.

Ellen Barksdale

Tee? Kaffee?
Mord!

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DIE LETZTEN WORTE
DES IAN O’SHELLEY

Aus dem Englischen von Ralph Sander

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Prolog, in dem telefonisch eine blutige Tat verabredet wird

»Ja?«, meldete sich die Frauenstimme, nachdem ein paar Mal das Freizeichen ertönt war.

»Ich bin es«, sagte der Mann. »Sie wissen Bescheid?«

»Natürlich«, erwiderte die Frau. »Haben Sie die Daten?«

»Es ist der besprochene Reisetermin, es hat sich nichts daran geändert.«

»Gut«, sagte sie. »Dann ist er also zuverlässig.«

»Wie das berühmte Schweizer Uhrwerk«, meinte der Mann.

»Oh, die sind gar nicht so zuverlässig, wie gern behauptet wird«, gab die Frau zurück. »Wirklich zuverlässige Uhrw…«

»Denken Sie wirklich, ich will das wissen?«, unterbrach er seine Gesprächspartnerin ungehalten.

»Es kann nie schaden, Dinge zu wissen«, sagte die Frau unbeeindruckt. »Aber es kann schaden, Dinge nicht zu wissen.«

»Haben Sie Philosophie studiert?«

»Man muss nicht studiert haben, um intelligente Konversation zu betreiben«, machte sie ihm klar.

»Können wir zum Geschäftlichen zurückkommen?«

Sie lachte amüsiert auf. »Sie haben es eilig, nicht wahr?«

Er atmete frustriert durch. »Ich habe es nicht eilig, aber ich möchte dieses Gespräch trotzdem gern zu Ende bringen.«

Die Frau schwieg.

»Wie werden Sie vorgehen?«, wollte er wissen.

»Das werden Sie schon sehen«, antwortete sie, schien aber immer noch nicht über seine Art oder seinen Tonfall verärgert zu sein.

»Ich würde es gern wissen«, beharrte er.

»Umso größer wäre das Risiko, dass Ihnen eine falsche Bemerkung rausrutscht, wenn Sie mit jemandem sprechen«, sagte sie. »Haben Sie nie Columbo gesehen? Der Täter verrät sich am Ende immer selbst, weil er unentwegt versuchen muss, Ahnungslosigkeit vorzutäuschen. Ahnungslos geben kann sich nur, wer auch wirklich ahnungslos ist. Darum wissen Sie ja auch so gut wie nichts über mich.«

»Wie Sie meinen«, sagte der Mann. »Aber ich kann mich darauf verlassen, dass Sie den Auftrag erledigen werden?«

»Ich habe noch nie ein Ziel lebend zurückgelassen.«

»Gut. Das Geld ist auf dem Weg zu Ihnen.«

»Es ist schon da«, sagte die Frau, dann legte sie auf.

Der Mann hielt das Smartphone noch einen Moment lang ans Ohr, dann schaltete er das Gerät aus und legte es in die Schublade. Bald würde das Problem gelöst sein, und zwar für immer.

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