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Tee? Kaffee? Mord! – Der Club der Giftmischer

Inhalt

  1. Cover
  2. Tee? Kaffee? Mord! – Die Serie
  3. Über diese Folge
  4. Über die Autorin
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Prolog
  8. Erstes Kapitel
  9. Zweites Kapitel
  10. Drittes Kapitel
  11. Viertes Kapitel
  12. Fünftes Kapitel
  13. Sechstes Kapitel
  14. Siebtes Kapitel
  15. Achtes Kapitel
  16. Neuntes Kapitel
  17. Zehntes Kapitel
  18. Elftes Kapitel
  19. Zwölftes Kapitel
  20. Epilog
  21. Leseprobe

Tee? Kaffee? Mord! – Die Serie

Davon stand nichts im Testament …

Cottages, englische Rosen und sanft geschwungene Hügel: das ist Earlsraven. Mittendrin: das »Black Feather«. Dieses gemütliche Café erbt die junge Nathalie Ames völlig unerwartet von ihrer Tante – und deren geheimes Doppelleben gleich mit! Die hat nämlich Kriminalfälle gelöst, zusammen mit ihrer Köchin Louise, einer ehemaligen Agentin der britischen Krone. Und während Nathalie noch dabei ist, mit den skurrilen Dorfbewohnern warmzuwerden, stellt sie fest: Der Spürsinn liegt in der Familie …

Über diese Folge

Ein gemütlicher Abend im Black Feather … Doch plötzlich fasst sich ein Gast an den Hals, röchelt und fällt vom Stuhl – und Nathalie und Louise schauen ungerührt zu! Aber natürlich gibt es eine Erklärung. Das »Opfer« gehört zum sogenannten »Club der Giftmischer«: Etwa zwei Dutzend Apotheker halten ihr jährliches Treffen in Earlsraven ab und der Höhepunkt ist eine große Show mit »Heiterem Symptome-Raten«, »Tabletten-Bingo« und dem überaus beliebten »Rate das Gift«. Doch aus dem heiteren Spaß wird tödlicher Ernst, als der Apotheker Travis Bertram tot auf der Bühne umfällt – vergiftet. Nathalie und Louise helfen Constable Strutner bei den Ermittlungen und diesmal gibt es jede Menge Verdächtige – nämlich den gesamten Club! Und je mehr die beiden sich mit dem Fall beschäftigen, desto klarer wird, dass Liebe und Gier oftmals nah beieinander liegen …

Über die Autorin

Geboren wurde Ellen Barksdale im englischen Seebad Brighton, wo ihre Eltern eine kleine Pension betrieben. Von Kindheit an war sie eine Leseratte und begann auch schon früh, sich für Krimis zu interessieren. Ihre ersten Krimierfahrungen sammelte sie mit den Maigret-Romanen von Georges Simenon (ihre Mutter ist gebürtige Belgierin). Nach dem jahrelangen Lesen von Krimis beschloss sie vor Kurzem, selbst unter die Autorinnen zu gehen. »Tee? Kaffee? Mord!« ist ihre erste Krimireihe.

Ellen Barksdale lebt mit ihrem Lebensgefährten Ian und den drei Mischlingen Billy, Bobby und Libby in der Nähe von Swansea.

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Prolog, in dem sich Beängstigendes abspielt

»Hier, trink das, dann geht es dir gleich besser«, sagte die Frau, die, in ein langes lila Gewand gehüllt, vor ihm stand und ihm einen Becher hinhielt.

»Was ist das?«, fragte er.

»Es wird dir guttun.«

»Aber das ist keine Antwort auf meine Frage«, beharrte er.

»Manchmal ist keine Antwort die bessere Antwort«, tat die Frau in Lila seinen Einwand ab.

»Was soll denn das heißen?«, gab er verständnislos zurück.

»Es soll heißen, dass sie dich vergiften will. Mit Arsen«, warf eine andere Frau in einem hellblauen Gewand ein, die ebenfalls mit einem Becher zu ihm kam. »Trink das, dies wird dir wirklich guttun«, versicherte die Frau in Hellblau. Auch sie hatte ein Tuch in der gleichen Farbe wie ihr Kleid so über den Kopf gelegt, dass ihr Gesicht in tiefe Schatten getaucht wurde.

»Aber … was ist das?«, wollte er wissen und zeigte auf diesen Becher.

»Sie bringt dir Zyankali«, sprach eine dritte Frau ganz in Rot.

»Wer bist du, und was …?«, begann er, wurde aber von einer weiteren Frau unterbrochen, die in helles Grün gewandet war.

»Sie bringt dir Strychnin«, verkündete sie.

Von allen Seiten kamen immer mehr Frauen, deren Gewänder alle Farben des Spektrums abdeckten. Alle trugen sie einen Becher vor sich her, und alle wollten sie zu ihm.

Er wandte sich ab und lief los, doch der breite Korridor wurde umso schmäler, je weiter er rannte, bis er schließlich spitz zusammenlief und es kein Entkommen mehr gab.

Er drehte sich um; die Frauen waren dicht hinter ihm. Es waren Dutzende … nein, Hunderte. Vielleicht sogar Tausende. Sie alle stürmten auf ihn zu, rissen ihn zu Boden, warfen sich auf ihn, um ihn am Entkommen zu hindern. Eine hielt seinen Kopf fest, eine andere öffnete ihm den Mund, dann hoben sie die Becher über ihm und neigten sie zur Seite, bis der Inhalt über den Rand schwappte und …

»Ha!« Der Mann schreckte aus dem Traum hoch und schnappte nach Luft. Er war stets froh, wenn der Tag gekommen war. Dann hörten endlich diese Albträume auf. Sein Blick wanderte zu der Frau, die neben ihm lag und fest schlief. Er fragte sich, ob sie auch von Träumen heimgesucht wurde. Von Albträumen …