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Tanz ins Glück

1. KAPITEL

„André? Was ist los? Warum lässt du mich nicht rein?“

Charlotte stand noch immer vor Johann Grubers Haus. Von Felix hatte sie erfahren, dass André sich dorthin zurückgezogen hatte. Aber er öffnete einfach nicht …

Sie ahnte nicht, dass André drinnen der Angstschweiß auf der Stirn stand – er hatte Klaus Krämer, der ihn in seiner Jugend drangsaliert hatte, entführt und in Johanns Küche an einen Stuhl gefesselt. Er konnte Charlotte unmöglich hereinlassen …

„Ist dir was passiert?“, rief sie von draußen. „Soll ich einen Arzt rufen?“

Er atmete tief durch. „Charlotte? Bist du’s?“, entgegnete er betont harmlos.

„Endlich! Ist bei dir alles in Ordnung?“ Die Erleichterung in ihrer Stimme war nicht zu überhören.

„Ja, ich habe dich nur nicht gehört“, behauptete er. „Ich mache gleich auf, kleinen Moment noch.“ Hektisch schleppte er seinen Gefangenen nach oben. Dann rannte er wieder nach unten, atmete noch einmal tief durch und öffnete die Tür.

Charlotte blickte ihn an und ging an ihm vorbei in die Wohnung. Stirnrunzelnd sah sie sich um. „Ist dir etwas runtergefallen, oder was hat da so gerumpelt?“

„Ich bin aus Versehen gegen den Tisch gestoßen“, log er und schloss die Tür.

Sie musterte ihn skeptisch.

„Als du geklopft hast, habe ich gerade geschlafen. Hier sah es bis eben noch ganz schrecklich aus. Ich wollte ein wenig Ordnung schaffen …“

Ihr war anzusehen, dass sie ihm nicht glaubte.

„Was hältst du von einem Spaziergang?“, versuchte André, sie abzulenken – und vor allem aus dem Haus zu locken.

Doch Charlotte ließ sich nicht so leicht abfertigen. Sie wollte mit ihm reden. Jetzt. „Gern. Aber hast du vorher was zu trinken für mich?“, fragte sie also und lief in die Küche.

Andre schluckte.

Charlotte hatte sich derweil an den Küchentisch gesetzt. Erwartungsvoll sah sie ihn an. „Möchtest du mir nicht endlich sagen, was los ist?“

„Nichts ist los!“, entgegnete André, dem es gar nicht recht war, sie im Haus zu haben. „Ich brauche einfach ein paar Tage Urlaub, das ist alles.“

„Warum verkriechst du dich hier?“

„Ich habe dir doch gesagt, ich brauche ein bisschen Abstand.“

„Ich weiß, dass es in der Küche oft stressig zugeht, aber bislang hast du das immer gut verkraftet.“

„Bislang ist mir dein Ex auch nicht an die Gurgel gegangen“, knurrte er. „Seit er weiß, dass wir miteinander geschlafen haben, greift er mich an, wo er kann. Und irgendwann läuft das Fass eben über.“

„Hat es was mit diesem Krämer zu tun?“ Forschend blickte sie ihm ins Gesicht.

„Quatsch!“

„Mach mir nichts vor! Du kennst den Mann, stimmt’s?“

André erstarrte. Jetzt war guter Rat teuer …

Zumindest gelang es ihm, Charlotte doch noch zu einem Spaziergang zu überreden. Das gab ihm ein wenig Zeit, um sich eine Ausrede einfallen zu lassen. Und als sie schließlich die Dorfstraße entlangschlenderten, war ihm eine passende kleine Geschichte eingefallen.

„Weißt du, was dieser Banause gesagt hat, nachdem wir ihm den Fasan serviert hatten?“, begann er und gab sich empört. „‚So schlecht habe ich das letzte Mal in einer DDR-Kantine gegessen.‘“

Charlotte konnte kaum glauben, was sie da hörte. „Aber dass du deswegen vor allen Gästen laut wirst … Das ist doch sonst nicht deine Art.“

„Dieser Krämer hat einen wunden Punkt bei mir getroffen“, erklärte André scheinbar zerknirscht. „Damals, im Osten, musste ich Kohl, Schnitzel und so was kochen. Dabei habe ich immer von der Haute Cuisine geträumt – Hummer, Filet …“

„Du bist ein Meisterkoch. Das sagen alle.“

André seufzte schwer. „Nur ich glaube nicht daran. Nicht wirklich.“

„Aber wieso? Du beweist dein Können jeden Tag. Denk an deinen Stern …“

Doch er sah sie nur voller Zweifel an.

Jana und Gregor saßen noch immer in der Praxis. Gregor hatte kurz zuvor mehr als ungeschickt versucht, sich Jana zu nähern. Und sie hatte ihm auf den Kopf zugesagt, dass er sie nur als Ersatz für Samia benutzen wollte.

„Du willst ihr eins auswischen“, erklärte sie unglücklich. „Du willst sie verletzen. Wegen Simon Konopka.“

„So was würde ich nie machen“, versetzte er.

„Ich sage ja nicht, dass du es bewusst tust.“

Gregor senkte den Blick. „Seit Samia und ich nicht mehr zusammen sind …“ Er seufzte. „Ich fühle mich einfach so leer.“ Plötzlich sah er sie eindringlich an und ergriff ihre Hände. „Aber mit dir, in deiner Nähe, da geht es mir besser. Da vergesse ich diesen ganzen Gefühlsschlamassel für eine Weile.“

„Soll ich mich jetzt darüber freuen?“, entgegnete Jana matt. „Du sagst mir gerade, ich bin das Pflaster, das du auf deine Samia-Wunde drückst.“

„So meine ich es aber nicht!“, beteuerte er. „Besser kann ich es nicht erklären.“ Er suchte nach den richtigen Worten. „Natürlich empfinde ich noch etwas für Samia“, versuchte er es noch einmal. „Aber für uns gibt es keine Zukunft. Also muss ich weitermachen …“

„Und ich bin die, die du dazu benutzt“, stellte Jana tonlos fest.

„Nein!“, widersprach er. „Ich will nach vorne schauen. Und mit dir könnte mir das gelingen!“

Sie sah ihn lange an. „Ich weiß, du meinst das als Kompliment. Doch zu wissen, dass du Samia noch liebst …“

„Manche Menschen trägt man ein Leben lang in seinem Herzen. Aber das heißt doch nicht, dass man nie wieder eine andere Beziehung haben kann …“

Derweil dachte Samia über die vergangene Nacht nach.

Es war so schön gewesen mit Simon. Wenn auch anders schön als mit Gregor. Mit Gregor war eben alles anders gewesen – sogar ein Spaziergang im Regen war mit ihm etwas Besonderes …

Aber sollte er doch mit Jana glücklich werden, wenn er das mit ihr nicht konnte. Vielleicht würde es ihr ja mit Simon gelingen …

War es unfair, wenn sie sich auf ihn einließ, obwohl Gregor noch in ihrem Herzen war?

Samia seufzte. Vielleicht waren Beziehungen ja einfacher, wenn die Liebe nicht ganz so tief ging. Mit Simon war es jedenfalls herrlich unkompliziert …

Charlotte war endlich verschwunden. Und André konnte sich wieder seinem Gefangenen widmen. Als Erstes nahm er ihm die Augenbinde ab und baute sich dann vor ihm auf.

„Und? Erinnern Sie sich jetzt an mich?“, herrschte er den verängstigten Krämer an.

„Wasser …“, keuchte er.

„Ich will eine Antwort!“, knurrte André.

„Wasser … Bitte …“

André nahm eine Flasche vom Tisch und hielt sie ihm an die Lippen. Krämer trank gierig.

„Also? Wer bin ich?“, wiederholte André seine Frage.

„Ich weiß es nicht“, beteuerte Krämer erschöpft. „Sie müssen mich verwechseln.“

„Sie lügen! Wer aufmüpfig war, kam zu euch. Damit ihr uns zu ‚guten Sozialisten‘ erzieht. Durch die Hölle haben Sie uns geschickt! Drei Tage Dunkelhaft für jeden Neuen …“

„Ich habe damit nichts zu tun!“

André schnaubte verächtlich. „Sie erinnern sich schon noch. Warten Sie, bis es dunkel wird.“ Seine Stimme war gefährlich leise geworden. Er legte Krämer die Augenbinde wieder an. „Ich bin in der Nähe, falls Ihnen die Wahrheit einfällt.“

„Hast du schon den Artikel in der Tageszeitung gelesen?“ Werner war bester Laune, als er am Nachmittag mit Charlotte zusammen einen Spaziergang zur Pferdekoppel machte.

Abwesend schüttelte Charlotte den Kopf.

„Da ist ein Bericht über den Scheich und seinen Aufenthalt bei uns drin“, berichtete der Senior euphorisch. „Er hat den ‚Fürstenhof‘ in den höchsten Tönen gelobt und will nächstes Jahr wiederkommen. Der Artikel beschert uns bestimmt noch mehr Buchungen. Es geht wieder bergauf mit dem ‚Fürstenhof‘!“

Doch Charlotte hatte gar nicht richtig zugehört. „Wusstest du, dass André an seinen Fähigkeiten als Koch zweifelt?“, fragte sie unvermittelt.

„Gibt es außer André eigentlich noch ein anderes Thema für dich?“, versetzte Werner gereizt.

„Deinem Bruder geht es schlecht. Du solltest dir auch Gedanken machen, warum das so ist.“

„An seinem Selbstbewusstsein liegt es jedenfalls nicht. André zweifelt nie an sich. Und an seinen Kochkünsten schon gar nicht.“

„Das dachte ich auch, aber da lagen wir wohl alle falsch“, hielt sie dagegen.

„Was genau hat er dir denn erzählt?“

„Dass er Angst hat, als Koch zu versagen.“

Werner ließ ein ungläubiges Lachen vernehmen. „Setz die rosarote Brille ab und glaub ihm nicht jeden Mist! Er macht nur auf Opfer, um dich zu manipulieren.“

„Warum sollte er das tun?“

Werner zuckte die Achseln. „Was weiß ich?“

Samia und Philipp waren mitten im Tanztraining, als Simon den Roten Salon betrat.

„Und? Wie geht es Ginger Rogers und Fred Astaire?“, begrüßte er die beiden freundlich.

Samia lief auf ihn zu und umarmte ihn.

Philipp nahm das missmutig zur Kenntnis, riss sich jedoch zusammen. „Samia macht große Fortschritte.“

„Prima!“ Simon freute sich. „Dann können wir ja guten Gewissens in den Feierabend starten und kochen.“

„Jetzt gleich?“, fragte Samia.

„Ich warte schon seit einer halben Stunde auf dich“, entgegnete Simon lächelnd.

„Oh, sorry …“ Sie sah auf ihre Uhr. „Tja, eigentlich wollten wir noch …“ Sie warf ihrem Tanzpartner einen unsicheren Blick zu.

„Du musst selbst entscheiden, was dir wichtiger ist“, erwiderte Philipp. „Nudeln mit Soße oder das Turnier für deinen Vater.“

Samia war hin- und hergerissen.

„Wie wäre es mit beidem?“, schlug Simon vor. „Du trainierst, und wenn du dann kommst, ist das Essen fertig!“

Strahlend gab sie ihm einen Kuss. Und auch Philipp war mit dieser Lösung einigermaßen zufrieden.

André hatte seinen Gefangenen einige Stunden allein gelassen. Nun kam er wieder zurück in Johann Grubers Küche und nahm Krämer Augenbinde und Knebel ab.

„Sie waren ewig weg“, klagte Krämer.

„Die Zeit wird lang, wenn man im Dunkeln sitzt, was?“, höhnte André. Er verlor sich in seinen eigenen bitteren Erinnerungen. „Am ersten Tag denkt man, es geht vorbei … Am zweiten glaubt man, drei sind rum. Und dann, irgendwann, vergisst man die Zeit. Man vergisst alles und glaubt, die da draußen vergessen einen auch. Man gibt sich auf. Und die Menschen, die man liebt, auch. Das ist das Schlimmste.“ Hasserfüllt musterte er den Gefangenen. „Wird Zeit, dass Sie erleben, wie das ist.“

„Warum machen Sie das?“, keuchte Krämer.

„Das habe ich mich damals auch gefragt“, erwiderte André. „Ich war vierzehn, als Sie mich eingesperrt haben. In einen Keller, ganz allein … Können Sie sich vorstellen, wie das war?“

Krämer schwieg.

„Niemandem konnte ich davon erzählen“, fuhr André fort. „Weil ich mich so geschämt habe. Weil ich so hilflos gewesen bin. Weil ich mich nicht gewehrt habe gegen Leute wie Sie …“

„Sie müssen mich freilassen“, flehte Krämer. „Ich bin krank.“

„Glauben Sie, ich falle auf Ihre Lügen rein?“, zischte André. Zornig stopfte er ihm den Knebel in den Mund.

„Bist du nicht fix und fertig vom Training?“, fragte Simon, als er und Samia sich nach dem Abendessen gemeinsam ins Bett kuschelten.

„Doch“, gab sie zu.

„Dafür wirkst du aber noch ziemlich wach.“

„Warum wohl?“ Sie gab ihm einen zärtlichen Kuss.

„Philipp sah aus, als würde er dich umbringen, wenn du das Training abgebrochen hättest“, stellte Simon nachdenklich fest.

„Er ist eben viel disziplinierter als ich“, entgegnete Samia. „Und das ist auch gut so. Ich habe das Training am Anfang nämlich ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Aber jetzt …“

„Willst du ernsthaft Profiwerden?“

Samia schüttelte den Kopf. „Aber wenn wir das Turnier gewinnen …“ Ihr Blick fiel auf das Foto von Joshua, das sie in ihrem Zimmer aufgestellt hatte.

Simon lächelte. „Egal, auf welcher Wolke dein Vater jetzt hockt … Er muss mächtig stolz auf dich sein.“ Seine Worte waren voller Zärtlichkeit.

„Schöne Vorstellung, dass er mir zusieht. Ihm war es sehr wichtig, dass ich wieder tanze.“

„Deswegen hat er dir den Roten Salon eingerichtet“, erinnerte sich Simon.

Samia wirkte auf einmal sehr traurig.

„Dass du von dem Erlös des Diamanten das Turnier ausrichtest, würde ihm sicher sehr gefallen“, sagte Simon leise und strich Samia tröstend übers Haar.

„Und ohne das Geld hätte ich auch den Saalfelds nicht helfen können.“

„Wäre dein Vater denn mit dem Kauf der Hotelanteile einverstanden gewesen?“

Sie nickte. „Bestimmt. Als er noch lebte, wollte er sich ja selbst in den ‚Fürstenhof‘ einkaufen.“

Zärtlich blickte Simon sie an. „Willst du seinetwegen das Turnier gewinnen?“, fragte er behutsam.

„Ja.“ Sie klang ruhig und entschlossen. „Ich tanze für ihn.“

Gerührt zog Simon sie an sich.

Krämer hatte die Nacht gefesselt und geknebelt auf dem Stuhl in Johanns Küche verbracht.

Nun hielt André ihm als Frühstück einen Müsliriegel entgegen. „Mund auf!“, knurrte er. „Nicht, dass Sie noch glauben, ich lasse Sie verhungern.“

Doch sein Gefangener wollte nicht essen und drehte matt den Kopf zur Seite.

„Stellen Sie sich nicht so an. Was anderes gibt’s hier nicht! Ich wäre damals froh gewesen, wenn ich überhaupt etwas bekommen hätte.“

Krämer reagierte nicht. Sein Atem ging schwer, und er regte sich kaum.

„Na los … Was ist denn?“ Beunruhigt sah André ihn an und nahm ihm schließlich die Augenbinde ab.

Krämer hatte die Augen geschlossen. „Meine … meine Medizin …“, flüsterte er. Schweißperlen glänzten auf seinem bleichen Gesicht.

„Der Trick zieht nicht“, stieß André hervor. Doch ihm entging nicht, dass Krämer wirklich fürchterlich aussah. Leicht verunsichert musterte André ihn.

„Mein Herz … Ich bin krank … Die Tropfen … Im Hotel … schnell …“, keuchte Krämer. „Oder wollen Sie jetzt auch noch zum … Mörder werden?“

Am Morgen begegneten Philipp und Simon sich im Personalraum.

„Ganz schön hart“, begann Simon freundlich ein Gespräch. „Am Tag die Arbeit und abends das Training …“

„Passt schon“, entgegnete der Haustechniker einsilbig.

„Tanzen Sie und Samia heute wieder?“

„Wir trainieren jeden Tag, falls Ihnen das entgangen sein sollte.“ Philipp wirkte sichtlich angespannt. „Wollen Sie Samia etwa wieder entführen?“

„Keine Sorge, ich weiß ja, dass sie trainieren muss“, winkte Simon versöhnlich ab. „Sie will das Turnier unbedingt gewinnen.“

„Was ist eigentlich aus Ihrem Drohbrief geworden?“, fragte Philipp unvermittelt.

„Hab ich weggeworfen“, erklärte Simon. „Frau Schneider konnte damit auch nichts anfangen. Was soll ich mich von so was einschüchtern lassen?“

„Ist wohl das Beste.“ Doch insgeheim ärgerte sich Philipp maßlos darüber, dass sein Plan gescheitert war. Er hatte gehofft, dass der anonyme Drohbrief, den er verfasst hatte und in dem er Simon dazu aufforderte, die Finger von Samia zu lassen, mehr Wirkung zeigen würde …

Zur selben Zeit kam Samia in der Saalfeld’schen Privatwohnung aus ihrem Zimmer ins Wohnzimmer, wo Charlotte gerade beim Frühstück saß.

„Du kommst genau richtig!“, rief Charlotte erfreut und bat sie, sich zu setzen. „Wo steckst du eigentlich die ganze Zeit?“

„Im Wellnessbereich und in der Ausbildung“, erklärte Samia. „Aber vor allem tanze ich viel. Und wenn ich dann noch eine freie Minute habe, verbringe ich sie mit Simon.“ Ein Lächeln umspielte ihre Mundwinkel.

Erstaunt stellte Charlotte die Kaffeekanne ab. „Es stimmt, was André in seiner Rede gesagt hat?“

„An dem Abend noch nicht, aber jetzt …“

Spontan schloss Charlotte sie in die Arme. „Wie schön, dass du wieder glücklich bist!“ Sie freute sich sehr für Samia.

„Mit Simon … Das ist einfach toll.“ Samias Augen leuchteten.

Beide Frauen frühstückten eine Weile schweigend.

Schließlich ergriff Samia wieder das Wort. „Ich war übrigens wegen des Turniers mit Herrn Krämer verabredet“, berichtete sie. „Aber er hat mich versetzt.“

„Was? Er hat dir abgesagt?“

„Nicht mal das“, entgegnete Samia achselzuckend.

„Hast du versucht, ihn zu erreichen?“

Samia nickte. „Aber es meldet sich immer nur die Mailbox. Und was wirklich komisch ist: Gestern war es ihm noch ganz dringend mit dem Treffen. Was kann ihm bloß dazwischengekommen sein?“

„Das frage ich mich auch.“ Doch Charlotte beschlich eine böse Ahnung.

Da es Krämer tatsächlich schlecht zu gehen schien, war André nichts anderes übrig geblieben, als in den „Fürstenhof“ zu gehen und Krämers Sachen aus seinem Zimmer zu holen.

Als er kurz darauf mit einer Reisetasche unter dem Arm aus dem Hotel hastete, stellte Fiona sich ihm in den Weg. Und sie forderte eine Erklärung.

„Ich ruf dich an, ich suche dich …“, zischte sie. „Wo steckst du die ganze Zeit?“

„Ich habe ein paar Tage Urlaub“, antwortete er knapp.

„Ich weiß. Und wo verbringst du die? In der Pension im Dorf?“ Wütend funkelte sie ihn an.

„Und wenn schon.“

„Wenn du unbedingt Urlaub brauchst, dann lass uns ein paar Tage zusammen wegfahren“, schlug sie gereizt vor.

„Ich brauche Abstand.“

„Von mir?“ Fiona schnappte nach Luft.

„Wundert dich das?“ Damit wollte er an ihr vorbeigehen.

Doch so leicht ließ Fiona sich nicht abspeisen und baute sich wieder vor ihm auf. „Ich bin deine Frau! Ich habe ein Recht darauf zu wissen, wo du dich herumtreibst.“

André schnaubte verächtlich. „Ach, wenn es dir in den Kram passt, spielst du die treue Ehefrau …“

„Du machst es doch nicht anders! Triffst du dich mit Charlotte?“

„Ich habe im Augenblick wirklich keinen Nerv, mich schon wieder mit dir zu streiten.“ Und mit diesen Worten ließ er sie endgültig stehen.

„Mistkerl!“ Ohnmächtig vor Wut sah sie ihm nach.

Als Fiona kurze Zeit darauf Ben über den Weg lief, wusste der Page nicht, wie er ihr Verhalten verstehen sollte.

In den letzten Tagen hatte sie ihm deutlich gezeigt, dass sie an ihm interessiert war. Die beiden hatten sich zum Abendessen im „Alten Wirt“ getroffen, und sie hatte ihm ein sündhaft teures Rasierwasser geschenkt.

Aber als er sich jetzt mit einer selbst gebrannten CD dafür revanchieren wollte, würdigte sie ihn kaum eines Blickes.

Was war bloß mit dieser Frau los?

Ben konnte ja nicht ahnen, dass Fiona ihn nur auserwählt hatte, um André eifersüchtig zu machen …

2. KAPITEL

Simon hatte nachgedacht und einen Entschluss gefasst. Neben dem Tanzturnier für die Profis würde im „Fürstenhof“ auch ein Ball stattfinden. Und er wollte sich auf keinen Fall blamieren, wenn er Samia zum Tanzen aufforderte. Also benötigte er Tanzstunden. Spontan bot sich Hildegard an – sie hatte ihren Alfons inzwischen auch zu einem Tanzkurs „überredet“, doch der Portier war nicht gerade mit Begeisterung bei der Sache. Und Simon nahm ihre Hilfe dankbar an.

Hildegard machte es wirklich Spaß, mit Simon im Personalraum die Grundschritte des Wiener Walzers zu üben – auch wenn Simon ihr immer wieder auf die Füße trat.

„Oh nein“, stöhnte er, als er wieder einmal ihren Fuß erwischt hatte. „Das wird nie was. Ich habe einfach kein Talent.“

„Nicht aufgeben“, machte Hildegard ihm Mut. „Sie sind jetzt schon um Klassen besser als mein Alfons.“

„Und Sie tanzen trotzdem noch mit ihm?“

„Es gibt keinen, mit dem ich lieber tanzen würde“, erklärte sie warmherzig. „Und die Tanzschritte sind doch nur das Gerüst. Wenn Sie Samia im Arm halten, tanzt sich der Walzer wie von allein.“

„Meinen Sie?“ Simon wirkte mehr als skeptisch.

„Wenn einem das Herz aufgeht, geht einem der Walzer ins Blut, und die Füße tanzen wie von selbst“, entgegnete Hildegard lächelnd.

„Eine bessere Lehrerin als Sie hätte ich nicht finden können“, stellte er strahlend fest. Noch einmal versuchte er es mit den Walzerschritten. Und siehe da: Es ging schon viel besser.

Weder er noch Hildegard hatten bemerkt, dass hinter der Tür, die halb offen stand, Samia erschienen war. Sie beobachtete gerührt, wie Simon sich alle Mühe gab, um für sie tanzen zu lernen. Und leise und unerkannt zog sie sich wieder zurück.

Jana lag auf einer Sonnenliege im Park und las.

Als Gregor auf dem Weg zu einem Hausbesuch aus dem Hotel kam und sie erblickte, blieb er stehen und kam kurzerhand zu ihr. Sie begrüßte ihn kühl, doch dadurch ließ Gregor sich nicht abschrecken und setzte sich schließlich neben sie. Sie mussten reden.

„Glaub mir, ich würde Samia gern vergessen“, begann er hilflos. „Aber es geht nicht. Und ich habe Angst …“

„Dass das noch eine ganze Weile dauert“, ergänzte Jana traurig.

Er nickte. „Tut mir leid“, flüsterte er.

Jana gelang es, ihm ein kleines Lächeln zu schenken. „Keine Sorge, ich komme schon damit klar“, behauptete sie und gab sich viel tapferer, als sie in Wirklichkeit war.

„Du meinst, das geht?“ Er sah sie überrascht an. „Dass wir Freunde bleiben?“

Sie streckte ihm ihre Hand entgegen. „Versuchen wir’s!“

Dankbar nahm er ihre Hand. Dann musste er wirklich weiter.

Und Jana sah ihm bekümmert hinterher.

Charlotte hatte in der Zwischenzeit nachgedacht und beschlossen, Felix noch einmal zu fragen, wie es zu der unschönen Szene mit Krämer gekommen war, von der André ihr erzählt hatte. „Hatte Krämer recht, sich über das Essen zu beschweren?“

„Welches Essen?“, entgegnete Felix verwundert. „Der Mann hatte doch noch nicht mal bestellt.“

Irritiert runzelte sie die Stirn.

„Hat Herr Konopka das behauptet?“

„Vielleicht habe ich da was missverstanden“, erwiderte sie hastig.

„Es war umgekehrt“, sagte Felix nun. „Herr Konopka kam rein, ist an Krämers Tisch gegangen und hat Streit angefangen – weiß der Himmel, warum.“

Charlotte konnte ihre Besorgnis kaum verbergen.

„Glaubst du etwa, Krämers Verschwinden hat was mit unserem Koch zu tun?“ Felix hatte bereits gehört, dass Samia vergeblich auf den Organisator des Tanzturniers gewartet hatte.

„Nein, nein …“, wiegelte Charlotte ab. „Werner und ich überlegen nur, ob wir André wegen des Streits abmahnen. Deswegen wollte ich alles noch einmal genau wissen.“

„Verstehe.“ Felix nickte. „Schwierige Situation. Er gehört zur Familie und letztlich … Einen Koch wie ihn findet man nicht überall. Und das weiß er auch.“

„Wie meinst du das?“

„Na, an Selbstbewusstsein fehlt es dem nicht“, stellte Felix fest. „Aber jetzt entschuldige mich bitte.“ Damit verschwand er in der Küche.

Und Charlotte war endgültig beunruhigt – offensichtlich hatte André sie belogen …

Kurz darauf wurde sie in ihrem Verdacht noch bestärkt: Ben hatte in Krämers leer geräumtem Hotelzimmer einen Brief gefunden. In dem Kuvert lagen ein paar große Geldscheine und ein Zettel mit der Nachricht, dass Krämer überraschend hätte abreisen müssen. Weder Alfons noch Charlotte konnten sich das erklären: Nicht nur, dass Krämer viel zu viel Geld dagelassen hatte – er hatte doch bis zum Ende des bevorstehenden Tanzturniers bleiben wollen. Immerhin war er der Organisator!

Charlotte war sich nun sicher, dass etwas nicht stimmte und wer womöglich dahintersteckte – und machte sich kurz entschlossen auf den Weg zu André.

André war derweil in größter Panik. Als er aus dem Hotel in Johanns Wohnung zurückgekehrt war, hatte er Krämer leblos auf dem Stuhl gefesselt vorgefunden. Hektisch rüttelte er ihn und schlug ihm auf die Wangen. Doch Krämer regte sich nicht. Er hatte kaum noch Puls. André löste die Fesseln und legte Krämer vorsichtig auf den Fußboden. Hektisch riss er ihm dann das Hemd auf und begann mit der Herzmassage.

In dem Moment tauchte Charlotte auf. André hatte offenbar nicht bemerkt, wie sie durch die Tür, die er offen stehen lassen hatte, hereingekommen war. Fassungslos starrte sie nun auf die Szene, die sich vor ihren Augen abspielte. Das durfte doch nicht wahr sein!

„Los … Kommen Sie!“, murmelte André und schlug Krämer, der ganz langsam zu sich zu kommen schien, wieder auf die Wangen. „Machen Sie mir nicht schlapp!“ Fahrig nestelte er an dem Röhrchen, in dem sich die Tabletten befanden, die Krämer benötigte. „Schlucken Sie!“, forderte er ihn auf und schob ihm eine Pille zwischen die Lippen.

Doch Krämer rührte sich nicht.

„André?“

Erschrocken fuhr er herum und entdeckte Charlotte, die ihn entsetzt anblickte.

„Schnell, Wasser!“, rief er. „Er braucht seine Herztabletten. Sonst …“

Hektisch füllte Charlotte eine Flasche und flößte Krämer etwas Wasser in den Mund. Er verschluckte sich und kam allmählich wieder zu sich.

„So ist es gut …“, seufzte André erleichtert, als Krämer die Tablette endlich geschluckt hatte.

„Was ist hier los?“, fragte Charlotte.

Erst jetzt realisierte André, dass er ihr die Situation würde erklären müssen.

„Was hat das alles zu bedeuten?“ Auffordernd sah Charlotte André an.

„Ich bitte Sie, rufen Sie die Polizei“, keuchte Krämer.

„Halten Sie den Mund!“, knurrte André.

„Ich habe nichts getan!“, beteuerte der Gefangene. „Ich weiß nicht, was dieser Mann von mir will!“

„Du machst ihn sofort los!“, verlangte Charlotte entschieden. „Sonst tue ich es.“

„Du hast ja keine Ahnung, wer dieser Kerl ist!“, erwiderte André aufgebracht. „Aber ich kenne ihn nur zu gut. Er ist der Schatten meiner Vergangenheit!“

„Was auch immer passiert ist – es gibt dir nicht das Recht, Herrn Krämer hier einzusperren!“, erklärte sie. „Noch dazu in seinem Zustand.“ Damit wollte sie den Gefangenen losbinden.

Doch André hielt sie am Arm fest. „Nein! Tu das nicht! Ich werde dir alles erklären. Aber mach ihn nicht los!“

Im Hotel wurde Klaus Krämer weiterhin vermisst.

In der Zwischenzeit waren für ihn zahlreiche Anrufe eingegangen, die das Tanzturnier betrafen.

„Unglaublich!“, empörte sich Werner. „Verschwindet einfach, und kein Mensch weiß, wo er zu erreichen ist …“

„Ja, seltsam …“ Viktoria sah ihren Chef nachdenklich an. „Wenn ich Samia richtig verstanden habe, hat er seit Jahren das Turnier allein organisiert“, fuhr sie fort. „Da verschwindet man doch nicht einfach so … Wir sollten etwas unternehmen.“

Nach einem kurzen Zögern pflichtete Werner ihr bei und beschloss, fürs Erste Jana Schneider mit dieser Angelegenheit zu betrauen. Immerhin war sie im Augenblick die Sicherheitsbeauftragte des „Fürstenhofs“.

Und auch Samia fiel aus allen Wolken, als Alfons ihr kurz darauf mitteilte, dass Krämer angeblich abgereist war.

„Aber … er ist doch der Organisator des Tanzturniers …“, stammelte sie überfordert.

„Er wird bestimmt eine Vertretung schicken“, entgegnete Alfons und reichte ihr eine Liste mit den eingegangenen Anrufen für Krämer. „Ich kenne mich mit dem Ganzen nicht aus“, erklärte er. „Vielleicht könnten Sie diese Leute zurückrufen? Als Sponsorin?“

Samia war zwar ein wenig überrascht, willigte jedoch ein – auch wenn sie eigentlich schon genug zu tun hatte.

Trotzdem konnte heute nichts ihre gute Laune trüben … Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

Es war so süß von Simon, dass er offensichtlich tanzen lernen wollte. Das tat er nur ihr zuliebe. Er schien es wirklich ernst zu meinen mit ihr. Im Gegensatz zu Gregor …

Auch wenn Simon sich bei der Tanzstunde, die sie heimlich beobachtet hatte, nicht sonderlich geschickt angestellt hatte. Gregor dagegen war ein fantastischer Tänzer …

Samia zuckte unwillkürlich zusammen. Warum dachte sie in diesem Moment ausgerechnet an Gregor? Kaum war sie ein bisschen glücklich, spukte er ihr schon wieder im Kopf herum. Hörte das denn nie auf?

Sie straffte entschlossen die Schultern. Jetzt würde sie sich einfach aufs Tanzen konzentrieren. Und auf das Turnier.

Werner trat unterdessen zu Alfons an den Empfangstresen.

„Ach, Alfons … Gab es noch weitere Anrufe für Herrn Krämer?“, erkundigte er sich geschäftig.

„Bisher nicht. Und alle anderen Anrufe habe ich Samia Gruber zur Beantwortung weitergegeben.“

„Sehr gut.“ Werner nickte und machte sich auf den Weg zum Büro. Als würde ihm noch etwas einfallen, hielt er noch einmal inne und fragte betont beiläufig: „Sie wissen nicht zufällig, wo Charlotte ist?“

Alfons schluckte. „Ich?“

„Sehen Sie noch jemanden außer uns beiden?“, entgegnete Werner spitz.

Verlegen druckste Alfons herum. „Nein, aber …“

In dem Moment wurde Werner klar, dass Alfons etwas vor ihm verheimlichte. „Also wissen Sie es.“

„Wissen nicht unbedingt, aber …“ Alfons brach ab.

Doch er musste gar nichts mehr sagen – Werner hatte auch so verstanden. „Sie trifft sich also mal wieder mit meinem Bruder“, seufzte er. Tatsächlich hatte Charlotte Alfons gegenüber erklärt, André aufsuchen zu wollen. „Hat sie sich zu einem heimlichen Schäferstündchen mit André abgemeldet?“, knurrte Werner.

„Ich weiß es wirklich nicht“, erwiderte der Portier verlegen. „Aber wenn Sie möchten, kann ich versuchen, sie telefonisch zu erreichen.“

„Danke, aber das kann ich selbst“, winkte Werner ab und verschwand ärgerlich in seinem Büro.

Schweren Herzens hatte Charlotte sich dazu überreden lassen, erst André anzuhören, bevor sie Krämer befreite.

„Nachdem Werner in den Westen geflohen war, standen sie bei uns vor der Tür: die Herren von der Staatssicherheit“, begann André stockend.

„Und Krämer war einer von ihnen?“

Er schüttelte den Kopf und musste sich räuspern, ehe er weitersprechen konnte. „Meine Mutter hat geweint und geweint, aber sie hatten kein Erbarmen. Die haben uns stundenlang verhört, bis mir irgendwann der Kragen geplatzt ist. Ich hatte so eine Wut auf Werner und auf diese selbstgefälligen Typen von der Stasi, dass ich mich zu ein paar ‚respektlosen‘ Äußerungen über unseren wundervollen Staat hinreißen ließ …“ Die Erinnerung an all das setzte ihm sichtlich zu. „Und dann haben sie mich mitgenommen“, fuhr er fort. „Weißt du, was es bedeutet, eingesperrt zu werden? Ohne die geringste Chance, sich verteidigen zu können?“

Betroffen sah Charlotte ihn an.

„Sie wollten ‚staatsfeindlichen‘ Jugendlichen Recht und Ordnung einbläuen“, versetzte er bitter.

„Das wusste ich nicht“, entgegnete sie leise.

„Woher auch?“ Er schnaubte verächtlich. „Nicht einmal Werner weiß es. Es hat ihn ja auch nie interessiert.“

Charlotte schluckte.

„Aber ich hatte gleich einen guten Freund im Knast: Krämer!“

„Er war mit dir dort?“

„Ja, allerdings auf der anderen Seite. Zur Begrüßung hat er mich sofort in Einzelhaft gesteckt. Drei Tage lang, bei völliger Dunkelheit … Weißt du, wie das ist? Drei lange Tage … ohne Licht, ohne irgendein Geräusch?“

Fassungslos schüttelte sie den Kopf.

„Du tastest dich an den kahlen Wänden entlang, fängst irgendwann an zu schreien, nur um irgendwas zu hören.“ Einen Moment lang schloss er gequält die Augen. „Nur, um nicht völlig wahnsinnig zu werden.“ Eindringlich sah er sie an. „Ich war noch ein Kind! Fünfzehn Jahre alt! Krämer hat mir meine Jugend gestohlen! Noch heute wache ich auf, mache das Licht an und bin in Panik …“ Er brach ab.

Charlotte berührte zaghaft seinen Arm.

„Glauben Sie ihm kein Wort!“, stieß Krämer hervor, der die Unterhaltung mit angehört hatte.

„Du musst mir glauben!“, bat André verzweifelt.

Völlig verunsichert sah Charlotte von einem zum anderen.

„Glauben Sie ihm kein Wort!“, wiederholte Krämer noch einmal. „Ich kenne diesen Mann nicht!“

Die Situation überforderte Charlotte. Wer sagte hier die Wahrheit? Wer log? Sie wandte sich André zu und strich ihm über den Rücken. „Ich kann mir vorstellen, wie schrecklich das alles für dich gewesen sein muss“, sagte sie leise. „Aber was ist, wenn du dich täuschst? Wenn nicht er es war, der dich damals …“

Abrupt schüttelte André den Kopf. „So ein Gesicht vergisst man nicht!“, erwiderte er hasserfüllt. „Die Stimme … Nacht für Nacht höre ich sein teuflisches Lachen. Wie die Tür zufällt, um mich herum nur noch Finsternis …“

Charlotte blickte ihn an – und glaubte ihm. „Und jetzt?“, fragte sie. „Du kannst ihn nicht gefangen halten!“

„Ich will ein Geständnis!“ André sah seinem ehemaligen Peiniger direkt ins Gesicht. „Alle Welt soll wissen, was dieser Dreckskerl verbrochen hat. Dann ist es vorbei mit diesem Leben in Luxus, das er nicht verdient hat.

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