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Tagebuch eines Eselfohlens

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© 2018 Karin Storrer

Verlag und Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN
Paperback:978-3-7469-5733-3
Hardcover:978-3-7469-5734-0
e-Book:978-3-7469-5735-7

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Hallo, mein Name ist Happy. Ich bin ein Poitou-Eselfohlen. Meine Mama heißt Uluna und mein Papa Unik de Re. Es gibt nur noch wenige Esel unserer Rasse. Wir haben ein ganz langes, dunkelbraunes Fellkleid und unsere Ohren sind richtige Fellpuschel. Ich möchte euch hier von meinen bisherigen Erlebnissen auf dieser Welt erzählen.

Meine Mama Uluna hat mich 377 Tage in ihrem Bauch spazieren getragen. Ganz schön lange! Das war zwar anfangs ganz gemütlich, aber irgendwann wurde es doch ziemlich eng. Und wenn sie sich dann noch auf ihrem Sandplatz herumwälzte, was sie mit wahrer Begeisterung mehrmals am Tag tat, wurde ich ganz schön durchgeschaukelt. Manchmal wurde mir richtig schwindelig dabei.

Irgendwann habe ich dann mal von innen ganz vorsichtig ein bisschen getreten und gehofft, dass sie merkt, dass ich gerne raus wollte. Das hat sie aber überhaupt nicht interessiert, sie wollte mich lieber noch bei sich behalten. Wahrscheinlich dachte sie, so hätte sie mich leichter unter Kontrolle.

Unsere menschlichen Betreuer wurden auch allmählich unruhig. Sie haben meiner Mama jeden Tag ans Euter gefühlt um zu sehen, wie weit es schon angeschwollen ist und nachgeschaut, ob an der Milchzapfstelle schon Propfen zu sehen sind. Das sollte ein Zeichen für eine baldige Geburt sein und da wollten sie bereitstehen. Als die Anzeichen da waren, hat der Chef sogar eine Nacht über dem Stall auf dem Heuboden geschlafen. Na ja, zumindest hat er es versucht, obwohl bei dem Gescharre und Geschnaube meiner Mama wohl nicht an Schlaf zu denken war. Und er wollte das große Ereignis ja auch nicht verschlafen und uns bei meinem Auszug helfen.

Aber meine Mama konnte ganz schön stur sein. Sie hat dem Chef eine schlaflose Nacht bereitet und ist morgens strammen Schrittes auf die Weide marschiert. Dort hat sie sich direkt am Waldrand eine ruhige Ecke gesucht und kaum waren Chef und Chefin mal kurz verschwunden, schwuppsdiwupps, hat sie mich rausgedrückt. Denen hat sie wohl mal zeigen wollen, dass sie das auch allein kann. Hat ja auch geklappt.!

Die Presserei war nicht so angenehm, aber dann hat sie mich mit ihrer warmen, weichen Zunge ganz vorsichtig abgeleckt und das war so schön, das hätte ich stundenlang aushalten können.

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Da lag ich nun im hohen Gras und spitzte meine langen Ohren. Als die Chefin wieder nach meiner Mama schauen wollte, staunte sie nicht schlecht. Sie war ganz aus dem Häuschen.

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